וַיֹּ֥אמֶר מֶֽלֶךְ־סְדֹ֖ם אֶל־אַבְרָ֑ם תֶּן־לִ֣י הַנֶּ֔פֶשׁ וְהָרְכֻ֖שׁ קַֽח־לָֽךְ׃
21
21
Der König von Sdom sagte zu Awram: Gib mir die Personen und den Besitz nimm dir.
die Personen: wörtl. die Seele.
Gib mir die Personen
Von dem mir gehörigen Teil der Beute, den du gerettet hast, gib mir nur die Menschen.
Raschi
וַיֹּ֥אמֶר אַבְרָ֖ם אֶל־מֶ֣לֶךְ סְדֹ֑ם הֲרִימֹ֨תִי יָדִ֤י אֶל־יְהוָה֙ אֵ֣ל עֶלְי֔וֹן קֹנֵ֖ה שָׁמַ֥יִם וָאָֽרֶץ׃
22
22
Und Awram sagte zum König von Sdom: Ich erhebe meine Hand zum Schwur zum Ewigen, dem höchsten G‑tt, Schöpfer von Himmel und Erde,
Ich erhebe meine Hand
הֲרִימֹתִי יָדִי „ich erhebe meine Hand“ ist der Ausdruck für einen Schwur, ich erhebe meine Hand zu G‑tt, dem Höchsten; ebenso (Ber. 22:16) בִּי נִשְׁבַּעְתִּי „bei mir schwöre ich“, ich schwöre; ebenso (Ber. 23:13) נָתַתִּי כֶּסֶף הַשָּׂדֶה קַח מִמֶּנִּי „ich gebe das Geld für das Feld, nimm es von mir“; ich gebe dir jetzt das Geld für das Feld, nimm es von mir.
Raschi
Ich erhebe meine Hand zum Ewigen
אֲרֵימִית יְדַי בִּצְלוֹ, ich erhebe meine Hand zum Gebet.
Targum Onkelos
Ich erhebe meine Hand: um zu zeigen, dass meine Hände wie ein Schwert in G‑ttes Hand sind, und ich nichts aus eigener Kraft vermag.
Malbim
Schöpfer von Himmel und Erde
Awram erhob seine Hand zum Schwur mit demselben G‑ttesnamen קֹנֵה שָׁמַיִם וָאָרֶץ „Schöpfer von Himmel und Erde“, den Malki Zedek zuvor benutzt hatte (zuvor, Vers 19), um auszudrücken: Hiermit schwöre ich mit demselben G‑ttesnamen, mit dem Malki Zedek mich gesegnet hat.
Ibn Esra
אִם־מִחוּט֙ וְעַ֣ד שְׂרֽוֹךְ־נַ֔עַל וְאִם־אֶקַּ֖ח מִכָּל־אֲשֶׁר־לָ֑ךְ וְלֹ֣א תֹאמַ֔ר אֲנִ֖י הֶעֱשַׁ֥רְתִּי אֶת־אַבְרָֽם׃
23
23
dass weder Faden noch Schuhriemen, dass ich nichts nehme von allem, was dir gehört, damit du nicht sagest: ich habe reich gemacht den Awram.
weder Faden noch Schuhriemen: werde ich von der Beute für mich behalten.
Raschi
Faden: aus dem Kleider hergestellt werden.
Schuhriemen: ein Lederriemen, mit dem der Schuh gebunden wird.
Ibn Esra
Faden: Schmuck für den Kopf.
Schuhriemen: Schmuck für den Fuß.
Chiskuni
dass ich nichts nehme von allem, was dir gehört
Solltest du sagen, du willst mir Lohn aus deinen Schatzkammern geben, so werde ich auch das nicht annehmen.
Raschi
damit du nicht sagest: ich habe reich gemacht den Awram
Denn der Ewige ist es, der mir versprochen hat, mich reich zu machen; so heißt es (Ber. 12:2) וַאֲבָרֶכְךָ „Ich werde dich segnen“.
Raschi
בִּלְעָדַ֗י רַ֚ק אֲשֶׁ֣ר אָֽכְל֣וּ הַנְּעָרִ֔ים וְחֵ֙לֶק֙ הָֽאֲנָשִׁ֔ים אֲשֶׁ֥ר הָלְכ֖וּ אִתִּ֑י עָנֵר֙ אֶשְׁכֹּ֣ל וּמַמְרֵ֔א הֵ֖ם יִקְח֥וּ חֶלְקָֽם׃ (ס)
24
24
Nichts für mich! Nur was die jungen Männer gegessen haben, und den Anteil der Männer, die mit mir gegangen sind: Aner, Eschkol und Mamre, sie sollen ihren Anteil nehmen.
Nichts für mich!
Lies בִּלְעָדָי als zwei Worte ״בַּל״ – לֺא, ״עָדַי״ – אֵלַי, nicht für mich; dies betrifft mich nicht.
Ibn Esra zu Ber. 41:16
Nichts für mich!
בִּלְעָדַי, wörtl. „ohne mich“: alles wurde ohne mich geleistet in diesem Krieg.
Malbim
die jungen Männer
הַנְּעָרִים „die jungen Männer“: meine Knechte, die mit mir gegangen sind, und außerdem Aner, Eschkol und Mamre. Wenn auch meine Knechte in die Schlacht gezogen sind, wie es heißt (zuvor, Vers 15) הוּא וַעֲבָדָיו וַיַּכֵּם „er und seine Knechte, und er schlug sie“, während Aner und seine Gefährten bei den Geräten geblieben sind, um sie zu hüten, dennoch sollen auch sie ihren Anteil erhalten. Und von ihm lernte David, als er sagte (1 Schmu. 30:24) כְּחֵלֶק הַיּוֹרֵד בַּמִּלְחָמָה וּכְחֵלֶק הַיּוֹשֵׁב עַל הַכֵּלִים יַחְדָּו יַחֲלוֹקוּ „gleich dem Anteil dessen, der in den Kampf gezogen ist, soll der Anteil dessen sein, der bei den Geräten geblieben ist, gemeinsam sollen sie teilen“. Darum heißt es dort (1 Schmu. 30:25) וַיְהִי מֵהַיּוֹם הַהוּא וָמָעְלָה וַיְשִׂימֶהָ לְחֹק וּלְמִשְׁפָּט „von jenem Tag an und aufwärts machte man zum Gesetz und Recht“. Und es heißt nicht מֵהַיּוֹם הַהוּא וָהָלְאָה, von da an und „weiter“, weil das Gesetz schon in den Tagen Awrams gegeben worden war.
Raschi
אַחַ֣ר ׀ הַדְּבָרִ֣ים הָאֵ֗לֶּה הָיָ֤ה דְבַר־יְהוָה֙ אֶל־אַבְרָ֔ם בַּֽמַּחֲזֶ֖ה לֵאמֹ֑ר אַל־תִּירָ֣א אַבְרָ֗ם אָנֹכִי֙ מָגֵ֣ן לָ֔ךְ שְׂכָרְךָ֖ הַרְבֵּ֥ה מְאֹֽד׃
1
1
Nach diesen Ereignissen war das Wort des Ewigen an Awram in einer Erscheinung, indem Er sagte: Fürchte dich nicht Awram, Ich bin dir ein Schild, dein Lohn wird sehr groß sein.
Nach diesen Ereignissen
Überall, wo אַחַר steht bedeutet es „bald darauf“, „kurz danach“; wenn aber אַחֲרֵי steht, bedeutet es „lange nachher“.
Nach diesen Ereignissen: Nachdem ihm dieses Wunder geschehen war, dass er die Könige getötet hatte, war er besorgt und dachte, vielleicht habe ich jetzt meinen Lohn für alle meine guten Taten erhalten; darum sagte der Ewige zu ihm: Fürchte dich nicht, Awram, Ich bin dir ein Schild vor der Strafe, du wirst nicht gestraft werden für all die Menschen, die du getötet hast. Und dass du besorgt bist, du könntest deinen Lohn schon empfangen haben, wisse: dein Lohn wird sehr groß sein.
Raschi
in einer Erscheinung
מַּחֲזֶה beschreibt eine g‑ttliche Prophezeiung bei Tag. [Ramban]
Fürchte dich nicht Awram
Awram fürchtete, ohne Nachkommen zu sterben.
Ramban
Fürchte dich nicht Awram: Awram befürchtete, im Krieg auch einen Gerechten (Zaddik) getötet zu haben. Ich bin dir ein Schild, dein Lohn wird sehr groß sein: Die du getötet hast, waren Böse. [Midrasch Rabba]
Fürchte dich nicht Awram: Awram befürchtete, die Söhne der im Krieg Getöteten würden ihn überfallen.Ich bin dir ein Schild, dein Lohn wird sehr groß sein: Selbst wenn alle Völker der Erde gegen dich kämpfen, werde ich dir ein Schild sein.
Midrasch Rabba
ein Schild: damit weder sie noch andere dir Böses tun können; großer Lohn: in dieser Welt, sehr groß: in der Kommenden Welt.
Radak
וַיֹּ֣אמֶר אַבְרָ֗ם אֲדֹנָ֤י יֱהוִה֙ מַה־תִּתֶּן־לִ֔י וְאָנֹכִ֖י הוֹלֵ֣ךְ עֲרִירִ֑י וּבֶן־מֶ֣שֶׁק בֵּיתִ֔י ה֖וּא דַּמֶּ֥שֶׂק אֱלִיעֶֽזֶר׃
2
2
Da sagte Awram: Herr, Ewiger! Was willst Du mir geben, da ich kinderlos dahingehe? Und der Verwalter meines Hauses ist Eliëser aus Damesek.
kinderlos
Menachem ben Seruk erklärt, das Wort עֲרִירִי bedeute יוֹרֵשׁ „erben“, dazu gehört (Maleachi 2:12) עֵר וְעוֹנָה „Erbe und Nachkomme“. עֲרִירִי bedeutet somit „ohne Erben“, wie du übersetzt (Ijow 31:12) ״וּבְכָל תְּבוּאָתִי תְּשָׁרֵשׁ״ – תְּעַקֵּר שָׁרָשֶׁיהָ „mein ganzes Getreide entwurzelst du“, du reißt die Wurzel aus, so auch bedeutet der Ausdruck עֲרִירִי ohne Kinder; auf Französisch desanfantez, „kinderlos“.
Mir scheint aber, die Stelle in Maleachi עֵר וְעוֹנָה „Erbe und Nachkomme“ kommt von der Wurzel (Schir 5:2) וְלִבִּי עֵר „mein Herz ist wach“. Aber עֲרִירִי bedeutet „Zerstörung“, wie (Teh. 137:7) עָרוּ עָרוּ „wühlet, wühlet“; ebenso (Chab. 3:13) עָרוֹת יְסוֹד „entblößt die Grundmauer“, ebenso (Jirm. 51:58) עַרְעֵר תִּתְעַרְעָר „wird zerstört“, und ebenso (Zef. 2:14) כִּי אַרְזָה עֵרָה „denn das Zederngetäfel ist weggerissen“.
Raschi
Verwalter meines Hauses
Die Worte וּבֶן מֶשֶׁק בֵּיתִי übersetzt der Targum וּבַר פַּרְנָסָא הָדֵין דִּבְבֵּיתִי „durch dessen Ausspruch mein ganzes Haus versorgt wird“, wie (Ber. 41:40) וְעַל פִּיךָ יִשַּׁק „nach deinem Ausspruch wird versorgt“ – mein Verwalter. Wenn ich aber einen Sohn hätte, so wäre mein Sohn über das Meine gesetzt.
Raschi
der Verwalter meines Hauses
וּבֶן מֶשֶׁק בֵּיתִי – שֶהוּא מִּשְׁתּוֹקֵק לִירַשׁ אוֹתִי, der Verwalter meines Hauses: das ist Lot, der sich danach sehnt, mich zu beerben.
Midrasch Rabba 44:9
aus Damasek
Nach dem Targum (דְּמַשְׂקָאָה) war Eliëser „aus Damasek“.
Nach dem Midrasch verfolgte er die Könige „bis Damasek“.
In unserer Gemara (Joma 28b) wird „Damasek“ als zusammengesetztes Wort gedeutet דַּמֶּשֶׂק – ״דּוֹלֶה וּמַשְׁקֶה״ מִתּוֹרַת רַבּוֹ לַאֲחֵרִים „er schöpfte und tränkte die anderen mit der Lehre seines Herrn“.
Raschi
וַיֹּ֣אמֶר אַבְרָ֔ם הֵ֣ן לִ֔י לֹ֥א נָתַ֖תָּה זָ֑רַע וְהִנֵּ֥ה בֶן־בֵּיתִ֖י יוֹרֵ֥שׁ אֹתִֽי׃
3
3
Und Awram sagte weiter: Siehe! Mir hast Du keine Kinder gegeben und der Sohn meines Hauses wird mich beerben.
Mir hast Du keine Kinder gegeben
Und was nützt das alles, was Du mir geben willst.
Raschi
der Sohn meines Hauses wird mich beerben: er ist wie ein eigener Sohn, aber dennoch: mein eigenes Kind ist es nicht.
Radak
der Sohn meines Hauses wird mich beerben: dieser Vers ist eine Wiederholung des vorhergehenden; der erste drückt Awrams Gedanken aus, und nun sprach er es aus.
Rabbenu Chananel
וְהִנֵּ֨ה דְבַר־יְהוָ֤ה אֵלָיו֙ לֵאמֹ֔ר לֹ֥א יִֽירָשְׁךָ֖ זֶ֑ה כִּי־אִם֙ אֲשֶׁ֣ר יֵצֵ֣א מִמֵּעֶ֔יךָ ה֖וּא יִֽירָשֶֽׁךָ׃
4
4
Da siehe, als Awram noch sprach, kam plötzlich das Wort des Ewigen zu ihm, indem Er sagte: Nicht dieser soll dich beerben, sondern der hervor¬geht aus deinem Körper, der wird dich beerben.
Da siehe
Awrams Bitte war noch in seinem Mund, da wurde ihm schon geantwortet.
Ramban
der hervorgehen wird aus deinem Körper, der wird dich beerben: zu deinen Lebzeiten noch wird dein Sohn heranwachsen und dich beerben, und kein Fremder wird dein Erbe nehmen.
Chiskuni
der hervorgeht aus deinem Körper
יֵצֵא מִמֵּעֶיךָ „der hervorgeht aus deinem Körper“: aus den Organen der Fortpflanzung. Alle inneren Organe werden מֵעַים genannt. [Radak]
מֵעַים ist ein Begriff für ein Körperglied.
Ibn Esra
der wird dich beerben: Awram sorgte sich, dass sein Nachkommen nicht erfahren genug sei, wenn er sein Erbe antrete. Da antwortete ihm G‑tt: „er wird dich beerben“, zu deinen Lebzeiten noch wird er deine Güter leiten.
Rabbi Jizchak ben Ascher haLevi – ריב״א, Chiskuni
וַיּוֹצֵ֨א אֹת֜וֹ הַח֗וּצָה וַיֹּ֙אמֶר֙ הַבֶּט־נָ֣א הַשָּׁמַ֗יְמָה וּסְפֹר֙ הַכּ֣וֹכָבִ֔ים אִם־תּוּכַ֖ל לִסְפֹּ֣ר אֹתָ֑ם וַיֹּ֣אמֶר ל֔וֹ כֹּ֥ה יִהְיֶ֖ה זַרְעֶֽךָ׃
5
5
Er führte ihn ins Freie hinaus und sagte: Schau doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und Er sagte weiter zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Er führte ihn ins Freie hinaus
Nach der einfachen, wörtlichen Bedeutung (פְשׁוּטוֹ שֶׁל מִקְרָא): Er führte ihn aus seinem Zelt ins Freie, damit er die Sterne sehe.
Nach dem Midrasch sagte Er zu ihm: Tritt aus deiner Sterndeuterei heraus, du hast in den Sternen gesehen, du würdest keinen eigenen Sohn haben. Awram wird keinen Sohn haben, aber Awraham wird einen Sohn haben! Sarai wird nicht gebären, aber Sara wird gebären! Ich gebe euch einen anderen Namen, dadurch wird sich der Lauf der Dinge ändern.
Andere Erklärung: Er erhob ihn von der Erdkugel und hielt ihn über die Sterne, und das bedeutet der Ausdruck הַבֶּט „schauen“: von oben nach unten.
Raschi
וְהֶאֱמִ֖ן בַּֽיהוָ֑ה וַיַּחְשְׁבֶ֥הָ לּ֖וֹ צְדָקָֽה׃
6
6
Und Awram vertraute auf den Ewigen, und Er rechnete es ihm als Frömmigkeit an.
Und Awram vertraute auf den Ewigen
Dafür bat er nicht um ein Zeichen, aber für den Besitz des Landes bat er um ein Zeichen und sagte zu Ihm (weiter, Vers 15:8) בַּמָּה אֵדַע „Woran kann ich erkennen?“
Raschi
Er rechnete es ihm als Frömmigkeit an
Der Ewige rechnete Awram das G‑ttvertrauen als Verdienst und als Frömmigkeit an.
Eine andere Erklärung: בַּמָּה אֵדַע „Woran kann ich erkennen?“ Awram bat dabei aber nicht um ein Zeichen, sondern er sagte vor Ihm: Gib mir bekannt, durch welches Verdienst werden sie dort im Land Israel bleiben? Da sagte ihm der Ewige: Durch das Verdienst der Korbanot (Opferungen) (Megilla 31b).
Raschi
Er rechnete es ihm als Frömmigkeit an
Das Wort וַיַּחְשְׁבֶהָ erscheint drei Mal im Tanach:
1. וַיַּחְשְׁבֶהָ לּוֹ צְדָקָה – hier „der Ewige rechnete es ihm als Frömmigkeit an“.
2. וַיִּרְאֶהָ יְהוּדָה וַיַּחְשְׁבֶהָ לְזוֹנָה – bei Tamar: „Jehuda sah sie und hielt sie für eine Prostituierte“ (Ber. 38:15).
3. וְחַנָּה הִיא מְדַבֶּרֶת עַל לִבָּהּ רַק שְׂפָתֶיהָ נָּעוֹת וְקוֹלָהּ לֹא יִשָּׁמֵעַ וַיַּחְשְׁבֶהָ עֵלִי לְשִׁכֹּרָה – und bei Chana: „Chana, die redete zu ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber wurde nicht gehört, da hielt Eli sie für eine Betrunkene“ (1 Schmu. 1:13).
Das ist, was Rabbi Jose sagte (Schabbat 118b) יְהֵא חֶלְקִי מִמִּי שֶׁחוֹשְׁדִין אוֹתוֹ וְאֵין בּוֹ „Mein Anteil möge unter denen sein, die man unschuldig verdächtigt.“ Tamar, die unschuldig verdächtigt wurde – ihre Kinder waren Peretz und Serach, von denen Könige und Propheten hervorgingen. Chana, die unschuldig verdächtigt wurde – ihr Sohn war der Prophet Schmuel. Weil diese würdigen Frauen unschuldig als Prostituierte und Trinkerin verdächtigt worden waren, נֶחְשַׁב לָהֶן לִצְדָקָה „wird es ihnen als Frömmigkeit angerechnet“.
Baal haTurim im Namen seines Vaters Rabbenu Ascher