Der tägliche Chumasch-Abschnitt

25. Kislew 5786

Montag, 15. Dezember 2025

Heute

Miketz

2. Alija

(Bereschit 41:15 – 41:38)

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וַיֹּ֤אמֶר פַּרְעֹה֙ אֶל־יוֹסֵ֔ף חֲל֣וֹם חָלַ֔מְתִּי וּפֹתֵ֖ר אֵ֣ין אֹת֑וֹ וַאֲנִ֗י שָׁמַ֤עְתִּי עָלֶ֙יךָ֙ לֵאמֹ֔ר תִּשְׁמַ֥ע חֲל֖וֹם לִפְתֹּ֥ר אֹתֽוֹ׃
15
15
Und Pharao sagte zu Josef: Einen Traum habe ich geträumt, und keiner ist, der ihn deute; nun höre ich von dir sagen, du hörst einen Traum an, um ihn zu deuten.
du hörst einen Traum an, um ihn zu deuten: du hörst und verstehst einen Traum zu deuten.
Raschi
und keiner ist, der ihn deute
Deutungen hörte ich, sagte Pharao, וּפֹתֵר אֵין אֹתוֹ, aber eine dem Traum passende Deutung habe ich nicht gehört.
Or haChaim
du hörst an
Das Wort תִּשְׁמַע bedeutet hier „verstehen“ und „anhören“ (entendre auf Französisch); wie (Ber. 42:23) שׁוֹמֵעַ יוֹסֵף „Josef verstand“; und (Dew. 28:49) אֲשֶׁר לֹא תִשְׁמַע לְשׁוֹנוֹ „dessen Sprache du nicht verstehst“.
Raschi
um ihn zu deuten: richtig zu deuten, und nicht durch Herumraten und Fantasieren.
Radak, Seforno
וַיַּ֨עַן יוֹסֵ֧ף אֶת־פַּרְעֹ֛ה לֵאמֹ֖ר בִּלְעָדָ֑י אֱלֹהִ֕ים יַעֲנֶ֖ה אֶת־שְׁל֥וֹם פַּרְעֹֽה׃
16
16
Da antwortete Josef dem Pharao: Nicht von mir! G‑tt wird antworten, was zu Pharaos Frieden ist.
Fern von mir!
בִּלְעָדָי „Nicht von mir!“: die Weisheit ist nicht von mir, sondern G‑tt wird antworten, wird eine Antwort zum Wohl Pharaos in meinen Mund legen.
Raschi
Fern von mir!
Lies בִּלְעָדָי als zwei Worte ״בַּל״ – לֺא, ״עָדַי״ – אֵלַי, „nicht von mir“.
Ibn Esra
בִּלְעָדָי „Nicht von mir“ ist es abhängig, den Traum zu deuten, sondern „G‑tt wird antworten“.
Raschbam
Weil Josef die Größe seinem Schöpfer zuschrieb בִּלְעָדָי „nicht von mir“, wurde er mit diesem Ausdruck zur Größe erhoben, wie es heißt (Ber. 41:44)וּבִלְעָדֶיךָ לֹא יָרִים אִישׁ אֶת יָדוֹ וְאֶת רַגְלוֹ בְּכָל אֶרֶץ מִצְרָיִם „[Und Pharao sagte zu Josef …] ohne dich soll keiner seine Hand und seinen Fuß heben im ganzen Land Mizraim.“
Tur haAroch
וַיְדַבֵּ֥ר פַּרְעֹ֖ה אֶל־יוֹסֵ֑ף בַּחֲלֹמִ֕י הִנְנִ֥י עֹמֵ֖ד עַל־שְׂפַ֥ת הַיְאֹֽר׃
17
17
Pharao sagte zu Josef: In meinem Traum — da, ich stehe am Ufer des Kanals,
וְהִנֵּ֣ה מִן־הַיְאֹ֗ר עֹלֹת֙ שֶׁ֣בַע פָּר֔וֹת בְּרִיא֥וֹת בָּשָׂ֖ר וִיפֹ֣ת תֹּ֑אַר וַתִּרְעֶ֖ינָה בָּאָֽחוּ׃
18
18
und da, aus dem Kanal steigen sieben Kühe, fett von Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Schilf,
וְהִנֵּ֞ה שֶֽׁבַע־פָּר֤וֹת אֲחֵרוֹת֙ עֹל֣וֹת אַחֲרֵיהֶ֔ן דַּלּ֨וֹת וְרָע֥וֹת תֹּ֛אַר מְאֹ֖ד וְרַקּ֣וֹת בָּשָׂ֑ר לֹֽא־רָאִ֧יתִי כָהֵ֛נָּה בְּכָל־אֶ֥רֶץ מִצְרַ֖יִם לָרֹֽעַ׃
19
19
und da, sieben andere Kühe steigen ihnen nach, elend und sehr übel von Gestalt und mager an Fleisch; nie sah ich wie diese im ganzen Land Mizraim an Hässlichkeit.
elend
דַּלּוֹת bedeutet „schwach“; wie (2 Schmu. 13:4) מַדּוּעַ אַתָּה כָּכָה דַּל „warum siehst du so schlecht aus?“, bei Amnon.
Raschi
Amnon, der Sohn von König David, entwickelte eine leidenschaftliche Fixierung auf seine Halbschwester Tamar. Er wurde sichtbar blass und schwach. Als sein Freund Jonadaw ihn traf, fragte er ihn, warum er einen so angegriffenen Eindruck mache.
mager an Fleisch
רַקּוֹת בָּשָׂר „mager an Fleisch“. Überall, wo רַקּוֹת im Vers vorkommt, bedeutet es „mangelhaft“ (bloses auf Französisch).
Raschi
Der Begriff רַקּוֹת kommt nicht von der Wurzel רֵיק „leer“, sondern von רְקָק „mangelhaft“ an Fleisch, oder von רַק, einem Begriff der Einschränkung. Diese Begriffe drücken einen Mangel aus, nicht ein völliges Fehlen. Der Vers beschreibt die Kühe nicht als „ohne“ Fleisch, sondern von „dürftigem“ Fleisch.
Misrachi, Gur Arye, Nachalat Jaakow
וַתֹּאכַ֙לְנָה֙ הַפָּר֔וֹת הָרַקּ֖וֹת וְהָרָע֑וֹת אֵ֣ת שֶׁ֧בַע הַפָּר֛וֹת הָרִאשֹׁנ֖וֹת הַבְּרִיאֹֽת׃
20
20
Und es fraßen die Kühe, die mageren und hässlichen, die vorigen sieben Kühe, die fetten.
וַתָּבֹ֣אנָה אֶל־קִרְבֶּ֗נָה וְלֹ֤א נוֹדַע֙ כִּי־בָ֣אוּ אֶל־קִרְבֶּ֔נָה וּמַרְאֵיהֶ֣ן רַ֔ע כַּאֲשֶׁ֖ר בַּתְּחִלָּ֑ה וָאִיקָֽץ׃
21
21
Und als sie in ihren Magen gekommen waren, war es nicht zu merken, dass sie in ihren Magen gekommen waren, und ihr Aussehen blieb hässlich wie zuvor. Da wachte ich auf.
וָאֵ֖רֶא בַּחֲלֹמִ֑י וְהִנֵּ֣ה ׀ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֗ים עֹלֹ֛ת בְּקָנֶ֥ה אֶחָ֖ד מְלֵאֹ֥ת וְטֹבֽוֹת׃
22
22
Und außerdem sah ich in meinem Traum sieben Ähren an einem einzigen Halm wachsen, voll und schön waren die Ähren.
וְהִנֵּה֙ שֶׁ֣בַע שִׁבֳּלִ֔ים צְנֻמ֥וֹת דַּקּ֖וֹת שְׁדֻפ֣וֹת קָדִ֑ים צֹמְח֖וֹת אַחֲרֵיהֶֽם׃
23
23
Und sieben Ähren, die verdorrt, dünn und vom Ostwind versengt sind, wuchsen nach ihnen.
verdorrt
צְנֻמוֹת, der Begriff צוּנְמָא bedeutet im Aramäischen סֶלַע „Felsen“: wie Holz waren sie, ohne Feuchtigkeit, und hart wie Stein. Der Targum sagt נָצַן לָקְיָן, es war nichts an ihnen außer der Blüte (נָצַן), weil sie von den Samenkörnern leer geworden waren.
Raschi
vom Ostwind versengt: verbrannt vom Ostwind.
וַתִּבְלַ֙עְןָ֙ הָשִׁבֳּלִ֣ים הַדַּקֹּ֔ת אֵ֛ת שֶׁ֥בַע הַֽשִׁבֳּלִ֖ים הַטֹּב֑וֹת וָֽאֹמַר֙ אֶל־הַֽחַרְטֻמִּ֔ים וְאֵ֥ין מַגִּ֖יד לִֽי׃
24
24
Da verschluckten die dünnen Ähren die sieben schönen Ähren. Ich erzählte es den Zeichendeutern, und niemand weiß es mir zu sagen.
וַיֹּ֤אמֶר יוֹסֵף֙ אֶל־פַּרְעֹ֔ה חֲל֥וֹם פַּרְעֹ֖ה אֶחָ֣ד ה֑וּא אֵ֣ת אֲשֶׁ֧ר הָאֱלֹהִ֛ים עֹשֶׂ֖ה הִגִּ֥יד לְפַרְעֹֽה׃
25
25
Da sagte Josef zu Pharao: Pharaos Traum ist nur einer. Was G‑tt tun will, das hat Er Pharao verkündet.
שֶׁ֧בַע פָּרֹ֣ת הַטֹּבֹ֗ת שֶׁ֤בַע שָׁנִים֙ הֵ֔נָּה וְשֶׁ֤בַע הַֽשִּׁבֳּלִים֙ הַטֹּבֹ֔ת שֶׁ֥בַע שָׁנִ֖ים הֵ֑נָּה חֲל֖וֹם אֶחָ֥ד הֽוּא׃
26
26
Die sieben schönen Kühe, das sind sieben Jahre, und auch die sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; es ist nur ein einziger Traum.
sieben Jahre … sieben Jahre
Es sind im ganzen nur sieben. Und dass der Traum wiederholt worden ist, bedeutet, dass die Sache bereit steht, wie er ihm am Ende sagt (weiter, Vers 32) וְעַל הִשָּׁנוֹת הַחֲלוֹם „und dass der Traum wiederholt wurde“. Bei den sieben guten Jahren steht (Vers 25) הִגִּיד לְפַרְעֹה „hat Er Pharao verkündet“, weil sie nahe waren. Bei den sieben Hungerjahren steht (Vers 28) הֶרְאָה אֶת פַּרְעֹה „hat Er Pharao gezeigt“, weil die Sache noch fern und weit war. Darum ist dabei der Ausdruck מַרְאֶה „zeigen“ anzuwenden.
Raschi
וְשֶׁ֣בַע הַ֠פָּרוֹת הָֽרַקּ֨וֹת וְהָרָעֹ֜ת הָעֹלֹ֣ת אַחֲרֵיהֶ֗ן שֶׁ֤בַע שָׁנִים֙ הֵ֔נָּה וְשֶׁ֤בַע הַֽשִׁבֳּלִים֙ הָרֵק֔וֹת שְׁדֻפ֖וֹת הַקָּדִ֑ים יִהְי֕וּ שֶׁ֖בַע שְׁנֵ֥י רָעָֽב׃
27
27
Auch die sieben mageren und hässlichen Kühe, die nach ihnen herausstiegen, sind sieben Jahre, und ebenso die sieben leeren und vom Ostwind versengten Ähren. Es werden sieben Jahre der Hungersnot sein.
vom Ostwind versengte Ähren: verbrannt vom Ostwind.
ה֣וּא הַדָּבָ֔ר אֲשֶׁ֥ר דִּבַּ֖רְתִּי אֶל־פַּרְעֹ֑ה אֲשֶׁ֧ר הָאֱלֹהִ֛ים עֹשֶׂ֖ה הֶרְאָ֥ה אֶת־פַּרְעֹֽה׃
28
28
Es ist, was ich Pharao zu sagen habe; was G‑tt tun will, hat Er Pharao gezeigt.
Es ist
הוּא הַדָּבָר, gültig und wahr ist die Sache, wie ich eben gesagt habe.
Rabbenu Meyuchas
was ich Pharao zu sagen habe: dass Mizraim Hungerjahre bevorstehen, das ist die Kernaussage des Traumes. Nicht für die Jahre des Überflusses sahst du den Traum, der bloß den Erfolg Mizraims kündet, sondern für die Jahre des Hungers, um die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen.
Seforno, Ha’amek Dawar
הִנֵּ֛ה שֶׁ֥בַע שָׁנִ֖ים בָּא֑וֹת שָׂבָ֥ע גָּד֖וֹל בְּכָל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
29
29
Es werden sieben Jahre kommen; da wird großer Überfluss im ganzen Land Mizraim sein.
וְ֠קָמוּ שֶׁ֨בַע שְׁנֵ֤י רָעָב֙ אַחֲרֵיהֶ֔ן וְנִשְׁכַּ֥ח כָּל־הַשָּׂבָ֖ע בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְכִלָּ֥ה הָרָעָ֖ב אֶת־הָאָֽרֶץ׃
30
30
Und nach ihnen werden sieben Jahre der Hungersnot kommen, dass man ganz den früheren Überfluss im Land Mizraim vergessen wird; die Hungersnot wird das Land aufreiben.
dass man ganz den Überfluss vergessen wird: das ist die Deutung für das Verschlingen (zuvor, Vers 21).
Raschi
die Hungersnot wird die Bewohner des Landes aufreiben.
Targum Jonathan
וְלֹֽא־יִוָּדַ֤ע הַשָּׂבָע֙ בָּאָ֔רֶץ מִפְּנֵ֛י הָרָעָ֥ב הַה֖וּא אַחֲרֵי־כֵ֑ן כִּֽי־כָבֵ֥ד ה֖וּא מְאֹֽד׃
31
31
Und man wird im Land nicht mehr vom Überfluss merken wegen der Hungersnot danach, bedrückend schwer wird sie sein.
Und man wird im Land nicht mehr von dem Überfluss merken: das ist die Deutung von (zuvor, Vers 21) וְלֹא נוֹדַע כִּי בָאוּ אֶל קִרְבֶּנָּה „es war nicht zu erkennen, dass sie in ihren Magen gekommen waren“.
Raschi
וְעַ֨ל הִשָּׁנ֧וֹת הַחֲל֛וֹם אֶל־פַּרְעֹ֖ה פַּעֲמָ֑יִם כִּֽי־נָכ֤וֹן הַדָּבָר֙ מֵעִ֣ם הָאֱלֹהִ֔ים וּמְמַהֵ֥ר הָאֱלֹהִ֖ים לַעֲשֹׂתֽוֹ׃
32
32
Dass Pharao der Traum zweimal wiederholt wurde, das bedeutet, dass die Sache von G‑tt fest beschlossen ist und G‑tt sie schnell ausführen wird.
fest beschlossen
נָכוֹן bedeutet מְזֻמָּן, bereit, vorbereitet.
Raschi
וְעַתָּה֙ יֵרֶ֣א פַרְעֹ֔ה אִ֖ישׁ נָב֣וֹן וְחָכָ֑ם וִישִׁיתֵ֖הוּ עַל־אֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
33
33
Und so sehe Pharao nach einem einsichtigen und klugen Mann und setze ihn über das Land Mizraim.
יַעֲשֶׂ֣ה פַרְעֹ֔ה וְיַפְקֵ֥ד פְּקִדִ֖ים עַל־הָאָ֑רֶץ וְחִמֵּשׁ֙ אֶת־אֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם בְּשֶׁ֖בַע שְׁנֵ֥י הַשָּׂבָֽע׃
34
34
Pharao sorge dafür, Beamte über das Land zu setzen, und rüste das Land Mizraim aus in den sieben Jahren des Überflusses.
rüste aus
וְחִמֵּשׁ, wie der Targum übersetzt וִיזָרְזוּן „man rüste aus“. Ebenso (Schem. 13:18) וַחֲמֻשִׁים „ausgerüstet“.
Raschi
rüste aus
Die Bevölkerung muss angehalten werden (לְזָרְזָם), damit sie – trotz des großen Überflusses – sorgfältig alle Ernte einsammeln, und weiterhin säen und die Felder bearbeiten.
Or haChaim
וְחִמֵּשׁ vom Begriff חוֹמֶשׁ „ein Fünftel“: die Beamten sollen ein Fünftel des Ertrages einheben.
Targum Jonathan, Raschbam, Radak
וְחִמֵּשׁ bedeutet: Mizraim werde in fünf Provinzen geteilt und jedes Gebiet sammle für sich die Ernte.
Ha’amek Dawar
וְיִקְבְּצ֗וּ אֶת־כָּל־אֹ֙כֶל֙ הַשָּׁנִ֣ים הַטֹּבֹ֔ת הַבָּאֹ֖ת הָאֵ֑לֶּה וְיִצְבְּרוּ־בָ֞ר תַּ֧חַת יַד־פַּרְעֹ֛ה אֹ֥כֶל בֶּעָרִ֖ים וְשָׁמָֽרוּ׃
35
35
Und lasse sie die gesamte Nahrung dieser kommenden guten Jahre sammeln und Getreide aufhäufen unter Pharaos Hand, Nahrung in den Städten, und sie aufbewahren.
die gesamte Nahrung
Das Wort אֹכֶל „Nahrung“ ist ein Hauptwort, darum ist die Betonung auf dem Buchstaben א (Alef) und [die zweite Silbe] ist mit Patach Katan (= Segol) punktiert.
Wenn aber אוֹכֵל ein Verb ist, wie (Waj. 7:25) כִּי כָּל אוֹכֵל חֵלֶב „denn jeder, der Fett isst“, dann ist die Betonung auf [der letzten Silbe] dem Buchstaben כ (Chaf), und ist mit Kamaz Katan (= Zere) punktiert.
Raschi
unter Pharaos Hand
תַּחַת יַד פַּרְעֹה „unter Pharaos Hand“: in seinem Besitz und in seinen Schatzkammern.
Raschi
וְהָיָ֨ה הָאֹ֤כֶל לְפִקָּדוֹן֙ לָאָ֔רֶץ לְשֶׁ֙בַע֙ שְׁנֵ֣י הָרָעָ֔ב אֲשֶׁ֥ר תִּהְיֶ֖יןָ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְלֹֽא־תִכָּרֵ֥ת הָאָ֖רֶץ בָּרָעָֽב׃
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36
Die Nahrung bleibe als Pfand für das Land aufbewahrt für die sieben Jahre der Hungersnot, die im Land Mizraim sein wird, damit das Land nicht durch die Hungersnot zugrunde geht.
Die Nahrung: die aufgehäuft werden, sei wie jedes andere Pfand, das zur Erhaltung des Landes aufbewahrt wird.
Raschi
Hier im Sinn, dass es als „Hinterlegung“ sicher verwahrt wird. Die gesammelten Lebensmittel würden weiterhin dem Volk gehören, aber für die Jahre der Hungersnot als Hinterlegung in den Vorratskammern des Pharaos aufbewahrt sein.
Bei einer tatsächlichen Hinterlegung wäre aber nicht der zusätzliche Buchstabe ל (Lamed) zu Beginn des Wortes לְפִקָּדוֹן notwendig; der Vers würde einfach וְהָיָה הָאֹכֶל פִקָּדוֹן lauten.

Das Hinzufügen des Buchstabens ל soll bedeuten, dass es sich um eine Art Hinterlegung handelt, als würde כְּפִקָּדוֹן stehen. Das eingesammelte Getreide gehört Pharao und wird wie eine Hinterlegung in Verwahrung genommen.
Gur Arye
וַיִּיטַ֥ב הַדָּבָ֖ר בְּעֵינֵ֣י פַרְעֹ֑ה וּבְעֵינֵ֖י כָּל־עֲבָדָֽיו׃
37
37
Und es gefiel dies in den Augen Pharaos und in den Augen aller seiner Diener.
es gefiel dies: die Deutung des Traumes und die Ratschläge Josefs.
Radak, Rabbenu Bechaje, Seforno
seiner Diener: das sind die Minister Pharaos.
Radak
וַיֹּ֥אמֶר פַּרְעֹ֖ה אֶל־עֲבָדָ֑יו הֲנִמְצָ֣א כָזֶ֔ה אִ֕ישׁ אֲשֶׁ֛ר ר֥וּחַ אֱלֹהִ֖ים בּֽוֹ׃
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38
Und Pharao sagte zu seinen Dienern: Werden wir einen Mann wie diesen finden, in dem der Geist G‑ttes ist?
Werden wir einen Mann wie diesen finden
הֲנִמְצָא כָזֶה, ebenso der Targum הֲנַשְׁכַּח כְּדֵין. Wenn wir gehen, ihn zu suchen, werden wir einen wie ihn finden? Das Wort הֲנִמְצָא leitet eine Frage ein. Und so überall, wo der Buchstabe ה (He) am Anfang des Wortes steht und mit Chataf-Patach (ֲ ) punktiert ist.
Raschi
der Geist G‑ttes: die Weissagung G‑ttes.
Targum Onkelos, Targum Jonathan
einen Mann, in dem der Geist G‑ttes ist: zusätzlich zu seiner Weisheit und seinem Wissen hat er die Fähigkeit, die Geheimnisse der Zukunft aufgrund der Weissagung G‑ttes zu kennen.
Rabbi Awraham, Sohn des Rambam