Der tägliche Chumasch-Abschnitt

15. Nissan 5786

Donnerstag, 2. April 2026

Heute

Schemini

5. Alija

(Wajikra 10:16 – 10:20)

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וְאֵ֣ת ׀ שְׂעִ֣יר הַֽחַטָּ֗את דָּרֹ֥שׁ דָּרַ֛שׁ מֹשֶׁ֖ה וְהִנֵּ֣ה שֹׂרָ֑ף וַ֠יִּקְצֹף עַל־אֶלְעָזָ֤ר וְעַל־אִֽיתָמָר֙ בְּנֵ֣י אַהֲרֹ֔ן הַנּוֹתָרִ֖ם לֵאמֹֽר׃
16
16
Nach dem Bock des Sündopfers (Chatat) fragte Mosche, der aber war verbrannt worden; da zürnte er über Elasar und über Itamar, die übriggebliebenen Söhne Aharons, und sagte:
* Die Hälfte der Torah, nach Wörtern gezählt – חצי התורה בתיבות.
Nach dem Bock des Sündopfers: dem Ziegenbock der Mussafopfer von Rosch Chodesch. Drei Ziegenböcke als Sündopfer wurden an jenem Tag dargebracht: קְחוּ שְׂעִיר עִזִּים „nehmt einen Ziegenbock“ (Waj. 9:3), der Ziegenbock von Nachschon und der Ziegenbock von Rosch Chodesch. Von allen dreien war nur dieser verbrannt worden.
Die Gelehrten Israels sind darüber verschiedener Ansicht, manche sagen, er wurde darum verbrannt, weil ihn eine Unreinheit berührt hatte. Manche sagen, er wurde wegen der Trauer verbrannt, weil er zu den für alle Zeiten vorge¬schriebenen Heiligen Opfern gehörte (קָדְשֵׁי דּוֹרוֹת); aber bei den nur für jenen Tag vorgeschriebenen Opfern verließen sie sich auf Mosche, der ihnen beim Mehlopfer gesagt hatte (zuvor, Vers 12) וְאִכְלוּהָ מַצּוֹת „esst es ungesäuert“.
Raschi
fragte
דָּרֹשׁ דָּרַשׁ „fragte wiederholt“ (wörtl. „fragte, fragte“). Diese beiden Fragen beziehen sich darauf, warum ist dieser verbrannt worden; und warum sind die anderen gegessen worden. So steht in Torat Kohanim.
Raschi
über Elasar und über Itamar
Aus Rücksicht auf die Ehre von Aharon wandte er sein Gesicht den Söhnen zu, als er zürnte.
Raschi
und sagte
לֵאמֹר, Mosche sagte zu ihnen, antwortet mir auf meine Fragen.
Raschi
מַדּ֗וּעַ לֹֽא־אֲכַלְתֶּ֤ם אֶת־הַֽחַטָּאת֙ בִּמְק֣וֹם הַקֹּ֔דֶשׁ כִּ֛י קֹ֥דֶשׁ קָֽדָשִׁ֖ים הִ֑וא וְאֹתָ֣הּ ׀ נָתַ֣ן לָכֶ֗ם לָשֵׂאת֙ אֶת־עֲוֺ֣ן הָעֵדָ֔ה לְכַפֵּ֥ר עֲלֵיהֶ֖ם לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
17
17
Warum habt ihr nicht das Sündopfer an heiligem Ort gegessen? Denn es ist hochheilig und dieses hat Er euch gegeben, damit ihr auf euch nehmet die Schuld der Gemeinde, um für sie zu sühnen vor dem Ewigen.
Warum habt ihr nicht das Sündopfer an heiligem Ort gegessen?
Hatten sie es denn außerhalb des Mischkan gegessen? Sie hatten es ja verbrannt. Was bedeuten also die Worte בִּמְקוֹם הַקֹּדֶשׁ „an heiligem Ort“? Nur, er sagte zu ihnen: Vielleicht ist es außerhalb der Vorhänge (חוּץ לַקְּלָעִים) gekommen und dadurch untauglich geworden,
denn es ist hochheilig(קֹדֶשׁ קָדָשִׁים) und wird durch Verlassen des Vorhofes untauglich? Sie sagten: Nein. Da fragte er: Wenn es an heiligem Ort geblieben war, warum habt ihr es nicht gegessen?
Raschi
Dieses hat Er euch gegeben, damit ihr auf euch nehmet die Schuld der Gemeinde: das heißt, die Kohanim essen, und die Eigentümer erlangen dadurch Sühne.
Raschi
הֵ֚ן לֹא־הוּבָ֣א אֶת־דָּמָ֔הּ אֶל־הַקֹּ֖דֶשׁ פְּנִ֑ימָה אָכ֨וֹל תֹּאכְל֥וּ אֹתָ֛הּ בַּקֹּ֖דֶשׁ כַּאֲשֶׁ֥ר צִוֵּֽיתִי׃
18
18
Seht, sein Blut ist nicht ins Heiligtum gebracht worden, in das Innere; ihr hättet es essen sollen im Heiligtum, wie ich es befohlen habe.
Seht … ist nicht gebracht worden: wäre es hineingebracht worden, so hättet ihr es verbrennen müssen, wie es heißt (Waj. 6:23) וְכָל חַטָּאת אֲשֶׁר יוּבָא מִדָּמָהּ וגו׳ „jedes Sündopfer, von dessen Blut hineingebracht wird“.
Raschi
ihr hättet es essen sollen: es war eure Pflicht, es trotz eurer Trauer zu essen.
Wie ich beim Mehlopfer befohlen habe.
Raschi
וַיְדַבֵּ֨ר אַהֲרֹ֜ן אֶל־מֹשֶׁ֗ה הֵ֣ן הַ֠יּוֹם הִקְרִ֨יבוּ אֶת־חַטָּאתָ֤ם וְאֶת־עֹֽלָתָם֙ לִפְנֵ֣י יְהוָ֔ה וַתִּקְרֶ֥אנָה אֹתִ֖י כָּאֵ֑לֶּה וְאָכַ֤לְתִּי חַטָּאת֙ הַיּ֔וֹם הַיִּיטַ֖ב בְּעֵינֵ֥י יְהוָֽה׃
19
19
Und Aharon sprach zu Mosche: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Ganzopfer vor dem Ewigen dargebracht, und da ist mir das geschehen. Wenn ich heute Sündopfer gegessen hätte, würde es in den Augen des Ewigen gefallen?
Und Aharon sprach zu Mosche
Der Ausdruck דִּבּוּר bedeutet immer „stark sprechen“, wie (Bam. 21:5) וַיְדַבֵּר הָעָם „das Volk murrte“. Ist es möglich, dass Mosche über Elasar und Itamar zürnte und Aharon redete? Daraus siehst du, dass dies nur aus Ehrerbietung geschah, indem sie sagten, es gehört sich nicht, dass unser Vater schweige und wir vor ihm sprechen, und weiters gehört sich nicht, dass ein Schüler seinem Lehrer widerspreche. Man hätte meinen können, weil Elasar nicht zu erwidern verstand, darum heißt es (Bam. 31:21) וַיֹּאמֶר אֶלְעָזָר הַכֹּהֵן אֶל אַנְשֵׁי הַצָּבָא „Elasar, der Kohen, sprach zu den Männern des Heeres“. Daraus siehst du, dass, wenn er wollte, er selbst in Gegenwart Mosches und der Oberhäupter sprechen konnte. Dies habe ich im Sifre (zweite Auslegung) gefunden.
Raschi
Siehe, heute haben sie dargebracht
Was bedeuten diese Worte? Nur, Mosche hatte zu ihm gesagt, vielleicht habt ihr als Trauernde das Blut gesprengt, da ein Trauernder, der den Dienst verrichtet, diesen entweiht? Und Aharon antwortete, haben sie denn dargebracht, die sie gewöhnliche Kohanim sind? Ich habe dargebracht, der ich Kohen Gadol bin und in Trauer darbringen darf (Sewachim 101a).
Raschi
und da ist mir das geschehen: selbst wenn die Toten nicht meine Söhne, sondern andere Verwandte wären, über die ich zu trauern verpflichtet wäre wie über diese, zum Beispiel alle im Abschnitt für die Kohanim erwähnten (Waj. 21:2), an denen sich der Kohen verunreinigen muss.
Raschi
Wenn ich Sündopfer gegessen hätte: wenn ich gegessen hätte, würde es in den Augen des Ewigen gefallen?
Heute: am Tag, aber während der Trauer in der Nacht wäre es erlaubt gewesen, da die Vorschrift für den Trauernden nur für den Tag des Begräbnisses gilt.
Raschi
würde es in den Augen des Ewigen gefallen: wenn du für die einmaligen Opfer die Erlaubnis [sie in Trauer zu essen] empfangen hast, so kannst du nicht auch für die für alle Zeiten vorgeschriebenen erleichtern (Sewachim 101a).
Raschi
וַיִּשְׁמַ֣ע מֹשֶׁ֔ה וַיִּיטַ֖ב בְּעֵינָֽיו׃ (פ)
20
20
Als Mosche das hörte, gefiel es in seinen Augen.
gefiel es in seinen Augen: Mosche gestand [die Worte Aharons] zu und schämte sich nicht zu sagen, er habe nicht empfangen [dass der Unterschied zwischen einmaligen Opfern und Opfern für alle Zeiten von einer Schlussfolgerung, סְבַרָה, abhängig sei].
Raschi
gefiel es in seinen Augen: Mosche gestand [die Worte Aharons] zu und schämte sich nicht. Er sagte nicht, den Unterschied zwischen einmaligen Opfern und Opfern für alle Zeiten habe ich nicht empfangen, sondern er sagte, ich habe es empfangen und vergessen.
Misrachi, Gur Arye, Sewachim 101a
Der Ausdruck וַיִּיטַב בְּעֵינָיו „gefiel es in seinen Augen“ kann als טוֹבַת עַיִן „wohlgefälliges Auge“ verstanden werden: Nicht um seine eigene Ehre fürchtete Mosche, sondern freute sich über die klärenden Worte Aharons und dankte ihm.
Sefer Sikaron