Der tägliche Chumasch-Abschnitt

21. Nissan 5786

Mittwoch, 8. April 2026

Heute

Schemini

4. Alija

(Wajikra 10:12 – 10:15)

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וַיְדַבֵּ֨ר מֹשֶׁ֜ה אֶֽל־אַהֲרֹ֗ן וְאֶ֣ל אֶ֠לְעָזָר וְאֶל־אִ֨יתָמָ֥ר ׀ בָּנָיו֮ הַנּֽוֹתָרִים֒ קְח֣וּ אֶת־הַמִּנְחָ֗ה הַנּוֹתֶ֙רֶת֙ מֵאִשֵּׁ֣י יְהוָ֔ה וְאִכְל֥וּהָ מַצּ֖וֹת אֵ֣צֶל הַמִּזְבֵּ֑חַ כִּ֛י קֹ֥דֶשׁ קָֽדָשִׁ֖ים הִֽוא׃
12
12
Und Mosche sagte zu Aharon und zu Elasar und zu Itamar, seinen übriggebliebenen Söhnen: Nehmt das Mehlopfer (mincha), das übriggeblieben ist von den Feuergaben des Ewigen, und esst es ungesäuert neben dem Altar, denn es ist hochheilig.
seinen übriggebliebenen Söhnen: übriggeblieben vom Tod. Das lehrt, dass auch über sie der Tod verhängt worden war wegen der Sünde mit dem Goldenen Kalb. So steht (Dew. 9:20) וּבְאַהֲרֹן הִתְאַנַּף ה׳ מְאֹד לְהַשְׁמִידוֹ „und gegen Aharon war der Ewige wütend, ihn zu vernichten“; unter הַשְׁמָדָה „Vernichtung“ versteht man den Tod der Kinder, wie es heißt (Am. 2:9) וָאַשְׁמִיד פִּרְיוֹ מִמַּעַל „ich vernichte seine Frucht in der Höhe“. Doch das Gebet Mosches hob die Hälfte auf, so steht im Vers weiter וָאֶתְפַּלֵּל גַּם בְּעַד אַהֲרֹן בָּעֵת הַהִוא „und ich betete auch für Aharon in jener Zeit“ und das Wort „auch“ fügt die Kinder hinzu.
Raschi
Das Wort גַּם „auch“ fügt die Kinder hinzu.
Minchat Jehuda
nehmt das Mehlopfer: obwohl ihr Trauernde seid, und Heilige Opfer (קָדָשִׁים) einem Trauernden am Todestag (אוֹנֵן) verboten sind.
Die allgemeine Anweisung diesbezüglich finden wir schon in Paraschat Zaw (Waj. 6:9) וְהַנּוֹתֶרֶת מִמֶּנָּה יֹאכְלוּ אַהֲרֹן וּבָנָיו „und das Übrige davon sollen Aharon und seine Söhne essen“. Und hier wird es erwähnt, um die Vorschriften mit der besonderen Situation eines Trauernden zu erklären.
Raschi
das Mehlopfer: das ist das Mehlopfer des achten Tages und das Mehlopfer von Nachschon.
Raschi
Mehlopfer des achten Tages und das Mehlopfer von Nachschon: Das vorangehende Kapitel (Kap. 9) behandelte die am achten Tage der Einweihung (מִלּוּאִים, Miluim) dargebrachten Opfer. Kapitel 10 begann mit dem Tod von Nadaw und Awihu und den anschließenden Anweisungen G‑ttes an Aharon und seine verbliebenen Söhne. Im aktuellen Vers kommt Mosche auf diese Opfer zurück: Er weist Aharon an, sie zu essen, obwohl sie Trauernde am Todestag (אוֹנְנִים) sind. Das hier genannte Mincha ist das zuvor beschriebene Mehlopfer der Gemeinde (Waj. 9:4, 17).
Laut Raschi umfasst der Vers zudem ein weiteres Mincha, das an diesem Tag dargebracht, aber zuvor nicht erwähnt wurde: das Mehlopfer von Nachschon ben Aminadaw (Bam. 7:12–13). Als erster der zwölf Oberhäupter (נְשִׂיאִים) brachte er sein Opfer zu Ehren der Einweihung des Mischkan. Obgleich hier nicht ausdrücklich vermerkt, leitet Torat Kohanim aus dem Wortlaut des Verses ab, dass auch dieses Mincha eingeschlossen war und von Aaron und seinen Söhnen ungeachtet ihres Trauerzustandes gegessen werden sollte.
und esst es ungesäuert
Was lehrt das? Weil es ein Mehlopfer der Gemeinde (מִנְחַת צִבּוּר) war und ein einmaliges Mehlopfer, das später nicht wiederholt wurde, muss der Vers erklären, dass die Vorschrift der übrigen Mehlopfer darauf anzuwenden ist.
Raschi
וַאֲכַלְתֶּ֤ם אֹתָהּ֙ בְּמָק֣וֹם קָדֹ֔שׁ כִּ֣י חָקְךָ֤ וְחָק־בָּנֶ֙יךָ֙ הִ֔וא מֵאִשֵּׁ֖י יְהוָ֑ה כִּי־כֵ֖ן צֻוֵּֽיתִי׃
13
13
Ihr sollt es essen an heiligem Ort, denn dein Festgesetztes und das Festgesetzte deiner Söhne ist es von den Feuergaben des Ewigen; denn so ist mir befohlen worden.
das Festgesetzte deiner Söhne
Das Festgesetzte „deiner Söhne“, und nicht deiner Töchter; denn die Vorschriften für die Heilige Opfer (קָדָשִׁים) beziehen sich nur auf die Söhne, nicht auf die Töchter der Kohanim.
Raschi
denn so ist mir befohlen worden: auch in Trauer (בַּאֲנִינוּת) sollen sie es essen.
Raschi
וְאֵת֩ חֲזֵ֨ה הַתְּנוּפָ֜ה וְאֵ֣ת ׀ שׁ֣וֹק הַתְּרוּמָ֗ה תֹּֽאכְלוּ֙ בְּמָק֣וֹם טָה֔וֹר אַתָּ֕ה וּבָנֶ֥יךָ וּבְנֹתֶ֖יךָ אִתָּ֑ךְ כִּֽי־חָקְךָ֤ וְחָק־בָּנֶ֙יךָ֙ נִתְּנ֔וּ מִזִּבְחֵ֥י שַׁלְמֵ֖י בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
14
14
Und die Brust der Schwingung und den Schenkel der Spende sollt ihr an einem reinen Ort essen, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als dein Festgesetztes und als das Festgesetzte deiner Söhne sind sie gegeben von den Friedensopfern (Schlamim) der Kinder Israel.
Und die Brust der Schwingung: der Friedensopfer der Gemeinde.
Raschi
sollt ihr an einem reinen Ort essen
Haben sie denn die ersten [die vorher erwähnten Opferungen] an einem unreinen Ort gegessen? Nur, die ersten, die Heilige Opfer der höchsten Ordnung waren (קָדְשֵׁי קָדָשִׁים), mussten sie an einem heiligen Ort essen. Aber diese brauchten nicht innerhalb der Vorhänge gegessen werden, aber sie mussten innerhalb des Lagers Israels gegessen werden. Dieses Lager war rein, weil keine Aussätzigen es betreten durften. Von hier geht hervor, dass Heilige Opfer zweiten Ranges (קֳּדָשִׁים קַלִּים) in der ganzen Stadt gegessen werden durften (Sewachim 55a).
Raschi
du und deine Söhne und deine Töchter
Du und deine Söhne haben Anteil, aber deine Töchter haben keinen Anteil, sondern wenn ihr ihnen Gaben schenkt, dürfen sie von der Brust und dem Schenkel essen. Vielleicht ist es nicht so, sondern auch die Töchter haben Anteil? Darum heißt es כִּי חָקְךָ וְחָק בָּנֶיךָ נִתְּנוּ „als dein Festgesetztes und als das Festgesetzte deiner Söhne sind sie gegeben“, eine festgesetzte Gebühr für die Söhne, nicht aber für die Töchter.
Raschi
שׁ֣וֹק הַתְּרוּמָ֞ה וַחֲזֵ֣ה הַתְּנוּפָ֗ה עַ֣ל אִשֵּׁ֤י הַחֲלָבִים֙ יָבִ֔יאוּ לְהָנִ֥יף תְּנוּפָ֖ה לִפְנֵ֣י יְהוָ֑ה וְהָיָ֨ה לְךָ֜ וּלְבָנֶ֤יךָ אִתְּךָ֙ לְחָק־עוֹלָ֔ם כַּאֲשֶׁ֖ר צִוָּ֥ה יְהוָֽה׃
15
15
Den Schenkel der Spende und die Brust der Schwingung sollen sie mit den Feuergaben der Fettstücke bringen, um sie in einer Schwingung zu schwingen vor dem Ewigen; und das soll dir gehören und deinen Söhnen mit dir als Festgesetztes auf ewig, so wie der Ewige befohlen hat.
Den Schenkel der Spende und die Brust der Schwingung
שׁוֹק הַתְּרוּמָה וַחֲזֵה הַתְּנוּפָה „Schenkel der Spende und Brust der Schwingung“, vom Ausdruck (Schem. 29:27) אֲשֶׁר הוּנַף וַאֲשֶׁר הוּרָם „[die Brust der Schwingung und der Schenkel der Abgabe] der geschwungen und der erhoben wurde“. Der Ausdruck תְּנוּפָה bezeichnet ein Seitwärts-Führen; der Ausdruck תְּרוּמָה bedeutet, eine Bewegung in die Höhe und in die Tiefe. Warum der Vers es aufteilt und den Begriff תְּרוּמָה beim Schenkel verwendet, und den Begriff תְּנוּפָה bei der Brust, wissen wir nicht, denn bei beiden – Schenkel und Brust – gab es die Bewegung in die Höhe (הֲרָמָה) und seitwärts (הֲנָפָה).
Raschi
mit den Feuergaben der Fettstücke
Von hier geht hervor, dass die Fettstücke während der Schwingung unten waren. Den Ausgleich der Verse, damit sie einander nicht widersprechen, habe ich für alle drei bereits in Paraschat Zaw (Waj. 7:30) erklärt.
Raschi