וַיְדַבֵּ֨ר מֹשֶׁ֜ה אֶֽל־אַהֲרֹ֗ן וְאֶ֣ל אֶ֠לְעָזָר וְאֶל־אִ֨יתָמָ֥ר ׀ בָּנָיו֮ הַנּֽוֹתָרִים֒ קְח֣וּ אֶת־הַמִּנְחָ֗ה הַנּוֹתֶ֙רֶת֙ מֵאִשֵּׁ֣י יְהוָ֔ה וְאִכְל֥וּהָ מַצּ֖וֹת אֵ֣צֶל הַמִּזְבֵּ֑חַ כִּ֛י קֹ֥דֶשׁ קָֽדָשִׁ֖ים הִֽוא׃
12
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Und Mosche sagte zu Aharon und zu Elasar und zu Itamar, seinen übriggebliebenen Söhnen: Nehmt das Mehlopfer (mincha), das übriggeblieben ist von den Feuergaben des Ewigen, und esst es ungesäuert neben dem Altar, denn es ist hochheilig.
seinen übriggebliebenen Söhnen: übriggeblieben vom Tod. Das lehrt, dass auch über sie der Tod verhängt worden war wegen der Sünde mit dem Goldenen Kalb. So steht (Dew. 9:20) וּבְאַהֲרֹן הִתְאַנַּף ה׳ מְאֹד לְהַשְׁמִידוֹ „und gegen Aharon war der Ewige wütend, ihn zu vernichten“; unter הַשְׁמָדָה „Vernichtung“ versteht man den Tod der Kinder, wie es heißt (Am. 2:9) וָאַשְׁמִיד פִּרְיוֹ מִמַּעַל „ich vernichte seine Frucht in der Höhe“. Doch das Gebet Mosches hob die Hälfte auf, so steht im Vers weiter וָאֶתְפַּלֵּל גַּם בְּעַד אַהֲרֹן בָּעֵת הַהִוא „und ich betete auch für Aharon in jener Zeit“ und das Wort „auch“ fügt die Kinder hinzu.
Raschi
Das Wort גַּם „auch“ fügt die Kinder hinzu.
Minchat Jehuda
nehmt das Mehlopfer: obwohl ihr Trauernde seid, und Heilige Opfer (קָדָשִׁים) einem Trauernden am Todestag (אוֹנֵן) verboten sind.
Die allgemeine Anweisung diesbezüglich finden wir schon in Paraschat Zaw (Waj. 6:9) וְהַנּוֹתֶרֶת מִמֶּנָּה יֹאכְלוּ אַהֲרֹן וּבָנָיו „und das Übrige davon sollen Aharon und seine Söhne essen“. Und hier wird es erwähnt, um die Vorschriften mit der besonderen Situation eines Trauernden zu erklären.
Die allgemeine Anweisung diesbezüglich finden wir schon in Paraschat Zaw (Waj. 6:9) וְהַנּוֹתֶרֶת מִמֶּנָּה יֹאכְלוּ אַהֲרֹן וּבָנָיו „und das Übrige davon sollen Aharon und seine Söhne essen“. Und hier wird es erwähnt, um die Vorschriften mit der besonderen Situation eines Trauernden zu erklären.
Raschi
das Mehlopfer: das ist das Mehlopfer des achten Tages und das Mehlopfer von Nachschon.
Raschi
Mehlopfer des achten Tages und das Mehlopfer von Nachschon: Das vorangehende Kapitel (Kap. 9) behandelte die am achten Tage der Einweihung (מִלּוּאִים, Miluim) dargebrachten Opfer. Kapitel 10 begann mit dem Tod von Nadaw und Awihu und den anschließenden Anweisungen G‑ttes an Aharon und seine verbliebenen Söhne. Im aktuellen Vers kommt Mosche auf diese Opfer zurück: Er weist Aharon an, sie zu essen, obwohl sie Trauernde am Todestag (אוֹנְנִים) sind. Das hier genannte Mincha ist das zuvor beschriebene Mehlopfer der Gemeinde (Waj. 9:4, 17).
Laut Raschi umfasst der Vers zudem ein weiteres Mincha, das an diesem Tag dargebracht, aber zuvor nicht erwähnt wurde: das Mehlopfer von Nachschon ben Aminadaw (Bam. 7:12–13). Als erster der zwölf Oberhäupter (נְשִׂיאִים) brachte er sein Opfer zu Ehren der Einweihung des Mischkan. Obgleich hier nicht ausdrücklich vermerkt, leitet Torat Kohanim aus dem Wortlaut des Verses ab, dass auch dieses Mincha eingeschlossen war und von Aaron und seinen Söhnen ungeachtet ihres Trauerzustandes gegessen werden sollte.
Laut Raschi umfasst der Vers zudem ein weiteres Mincha, das an diesem Tag dargebracht, aber zuvor nicht erwähnt wurde: das Mehlopfer von Nachschon ben Aminadaw (Bam. 7:12–13). Als erster der zwölf Oberhäupter (נְשִׂיאִים) brachte er sein Opfer zu Ehren der Einweihung des Mischkan. Obgleich hier nicht ausdrücklich vermerkt, leitet Torat Kohanim aus dem Wortlaut des Verses ab, dass auch dieses Mincha eingeschlossen war und von Aaron und seinen Söhnen ungeachtet ihres Trauerzustandes gegessen werden sollte.
und esst es ungesäuert
Was lehrt das? Weil es ein Mehlopfer der Gemeinde (מִנְחַת צִבּוּר) war und ein einmaliges Mehlopfer, das später nicht wiederholt wurde, muss der Vers erklären, dass die Vorschrift der übrigen Mehlopfer darauf anzuwenden ist.
Raschi