וַיְהִ֣י ׀ בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא וַיָּבֹ֙אוּ֙ עַבְדֵ֣י יִצְחָ֔ק וַיַּגִּ֣דוּ ל֔וֹ עַל־אֹד֥וֹת הַבְּאֵ֖ר אֲשֶׁ֣ר חָפָ֑רוּ וַיֹּ֥אמְרוּ ל֖וֹ מָצָ֥אנוּ מָֽיִם׃
32
32
Es war an diesem Tag, da kamen die Knechte Jizchaks und berichteten ihm wegen des Brunnens, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.
וַיִּקְרָ֥א אֹתָ֖הּ שִׁבְעָ֑ה עַל־כֵּ֤ן שֵׁם־הָעִיר֙ בְּאֵ֣ר שֶׁ֔בַע עַ֖ד הַיּ֥וֹם הַזֶּֽה׃ (ס)
33
33
Er nannte den Brunnen **Schiwa, daher ist der Name der Stadt Beer Schewa bis auf diesen Tag.**
*Schiwa*
„Schiwa“ wegen des Bundes, den sie mit einem Schwur (שְׁבוּעָה, Schewua) besiegelten.
Raschi, Sefer Sikaron
וַיְהִ֤י עֵשָׂו֙ בֶּן־אַרְבָּעִ֣ים שָׁנָ֔ה וַיִּקַּ֤ח אִשָּׁה֙ אֶת־יְהוּדִ֔ית בַּת־בְּאֵרִ֖י הַֽחִתִּ֑י וְאֶת־בָּ֣שְׂמַ֔ת בַּת־אֵילֹ֖ן הַֽחִתִּֽי׃
34
34
Als Esaw 40 Jahre alt war, nahm er zur Ehefrau Jehudit, Tochter von Beri dem Chiti, und Basmat, Tochter von Elon dem Chiti.
40 Jahre alt
Esaw wird mit einem Schwein verglichen, so heißt es (Teh. 80:14) יְכַרְסְמֶנָּה חֲזִיר מִיָּעַר „es knickt sie nieder das Schwein des Waldes“. Wenn das Schwein sich hinlegt, streckt es seine [gespaltenen] Hufe aus, um zu sagen: Seht, ich bin rein! So raubten und vergewaltigten auch diese [die Fürsten Esaws] und stellten sich fromm dabei. Die ganzen 40 Jahre hatte Esaw Frauen ihren Männern abgejagt und vergewaltigt. Als er dann 40 Jahre alt war, sagte er: Mein Vater hat mit 40 Jahren geheiratet, so werde ich auch tun.
Raschi
וַתִּהְיֶ֖יןָ מֹ֣רַת ר֑וּחַ לְיִצְחָ֖ק וּלְרִבְקָֽה׃ (ס)
35
35
Diese Frauen waren von Auflehnung des Geistes gegen Jizchak und Riwka.
Auflehnung des Geistes
מֹרַת רוּחַ bedeutet הַמְרָאוּת רוּחַ, Auflehnung gegen den Willen, widerspenstig, wie im Vers (Dew. 9:24) מַמְרִים הֱיִיתֶם עִם ה׳ „ihr wart widerspenstig“. Alle ihre Handlungen waren, um sie zornig zu machen, zur Betrübnis.
Raschi
waren von Auflehnung des Geistes: weil sie Götzen dienten (עֲבוֹדָה זָרָה).
Raschi
וַיְהִי֙ כִּֽי־זָקֵ֣ן יִצְחָ֔ק וַתִּכְהֶ֥יןָ עֵינָ֖יו מֵרְאֹ֑ת וַיִּקְרָ֞א אֶת־עֵשָׂ֣ו ׀ בְּנ֣וֹ הַגָּדֹ֗ל וַיֹּ֤אמֶר אֵלָיו֙ בְּנִ֔י וַיֹּ֥אמֶר אֵלָ֖יו הִנֵּֽנִי׃
1
1
Es geschah, als Jizchak alt geworden war und seine Augen zu dunkel waren um zu sehen, da rief er Esaw, seinen älteren Sohn, und sagte zu ihm: Mein Sohn! und er sagte zu ihm: Hier bin ich.
seine Augen dunkel waren: durch den Rauch jener, die den Götzen Räucheropfer darbrachten und Opfer verbrannten.
Andere Erklärung: Als Jizchak auf dem Altar gebunden worden war und sein Vater ihn opfern wollte, in jener Stunde öffneten sich die Himmel, und die Engel schauten herab und weinten; und ihre Tränen kamen herab und fielen ihm in die Augen, dadurch wurden seine Augen trübe.
Andere Erklärung: Damit Jaakow die Segnungen erhalte.
Raschi
וַיֹּ֕אמֶר הִנֵּה־נָ֖א זָקַ֑נְתִּי לֹ֥א יָדַ֖עְתִּי י֥וֹם מוֹתִֽי׃
2
2
Und er sagte: Siehe doch, ich bin alt geworden, ich kenne nicht den Tag meines Todes.
ich kenne nicht den Tag meines Todes
Rabbi Joschua b. Korcha sagt: Wenn jemand das Alter seiner Eltern erreicht hat, sei er fünf Jahre vorher und fünf Jahre nachher besorgt. Jizchak war 123 Jahre alt, darum dachte er, vielleicht erreiche ich nur das Alter meiner Mutter, die mit 127 Jahren verstarb, und ich bin jetzt fünf Jahre vor ihrem Alter. Ich kenne nicht den Tag meines Todes, vielleicht erreiche ich nur das Alter meiner Mutter oder vielleicht das Alter meines Vaters.
Raschi
וְעַתָּה֙ שָׂא־נָ֣א כֵלֶ֔יךָ תֶּלְיְךָ֖ וְקַשְׁתֶּ֑ךָ וְצֵא֙ הַשָּׂדֶ֔ה וְצ֥וּדָה לִּ֖י צידה [צָֽיִד׃]
3
3
Und jetzt, schleife doch deine Geräte für die Jagd, dein Schwert und deinen Bogen und gehe hinaus aufs Feld und jage mir Wild.
schleife
שָׂא bedeutet „schleifen“, wie wir gelernt haben (Beza 28a) אֵין מַשְׁחִיזִין אֶת הַסַּכִּין, אֲבָל מַשִּׂיאָהּ עַל גַּבֵּי חֲבֶרְתָּה „man darf das Messer [am Jom Tow] nicht schleifen, aber eins auf dem anderen wetzen“. Esaw, schärfe dein Messer und schlachte gut, damit du mir nicht Gefallenes (נְבֵלָה) zu essen gibst.
Raschi
dein Schwert
תֶּלְיְךָ bedeutet „dein Schwert“ und kommt vom Begriff תְלִיָּה „Hängen“, denn das Schwert hängt man gewöhnlich an die Hüfte.
Raschi
und jage mir: vom Herrenlosen (הֶפְקֵר) und keinen Raub. Das lernt man aus dem Wort וְצוּדָה לִּי „jage mir“ – jage etwas, was auch mir gehört, das ist das Herrenlose.
Raschi, Misrachi
וַעֲשֵׂה־לִ֨י מַטְעַמִּ֜ים כַּאֲשֶׁ֥ר אָהַ֛בְתִּי וְהָבִ֥יאָה לִּ֖י וְאֹכֵ֑לָה בַּעֲב֛וּר תְּבָרֶכְךָ֥ נַפְשִׁ֖י בְּטֶ֥רֶם אָמֽוּת׃
4
4
Bereite mir schmackhafte Speisen, wie ich sie gerne habe, und bringe sie mir und ich esse, damit dich meine Seele segne, bevor ich sterbe.
וְרִבְקָ֣ה שֹׁמַ֔עַת בְּדַבֵּ֣ר יִצְחָ֔ק אֶל־עֵשָׂ֖ו בְּנ֑וֹ וַיֵּ֤לֶךְ עֵשָׂו֙ הַשָּׂדֶ֔ה לָצ֥וּד צַ֖יִד לְהָבִֽיא׃
5
5
Riwka hörte, als Jizchak das sagte zu seinem Sohn Esaw, und dass Esaw aufs Feld ging, ein Wild zu jagen, um es nachhause zu bringen.
ein Wild zu jagen, um es zu bringen
Was bedeutet לְהָבִיא „bringen“? Wenn er kein Wild finden würde, wollte er Geraubtes bringen.
Raschi
וְרִבְקָה֙ אָֽמְרָ֔ה אֶל־יַעֲקֹ֥ב בְּנָ֖הּ לֵאמֹ֑ר הִנֵּ֤ה שָׁמַ֙עְתִּי֙ אֶת־אָבִ֔יךָ מְדַבֵּ֛ר אֶל־עֵשָׂ֥ו אָחִ֖יךָ לֵאמֹֽר׃
6
6
Da sagte Riwka ihrem Sohn Jaakow, wie folgt: Siehe, ich hörte deinen Vater reden zu Esaw, deinem Bruder, wie folgt:
הָבִ֨יאָה לִּ֥י צַ֛יִד וַעֲשֵׂה־לִ֥י מַטְעַמִּ֖ים וְאֹכֵ֑לָה וַאֲבָרֶכְכָ֛ה לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה לִפְנֵ֥י מוֹתִֽי׃
7
7
Bringe mir Wild und mache mir schmackhafte Speisen, damit ich esse. Ich will dich segnen vor dem Ewigen vor meinem Tod.
vor dem Ewigen: mit Seiner Erlaubnis, dass Er mir zustimmt.
Raschi
לֶךְ־נָא֙ אֶל־הַצֹּ֔אן וְקַֽח־לִ֣י מִשָּׁ֗ם שְׁנֵ֛י גְּדָיֵ֥י עִזִּ֖ים טֹבִ֑ים וְאֶֽעֱשֶׂ֨ה אֹתָ֧ם מַטְעַמִּ֛ים לְאָבִ֖יךָ כַּאֲשֶׁ֥ר אָהֵֽב׃
9
9
Gehe doch zu dem Kleinvieh und hole mir von dort zwei gute Ziegenböcklein, ich will sie bereiten zu schmackhaften Speisen für deinen Vater, wie er es liebt.
hole mir
Sie gehören mir und sind nicht geraubt; denn so hatte ihr Jizchak in ihrem Ehevertrag (Ketuba) festgehalten, dass sie täglich Anrecht auf zwei Ziegenböcklein habe.
Raschi
zwei Ziegenböcklein
Bestand denn eine Mahlzeit Jizchaks aus zwei Ziegenböcklein? Nur, es war Pessach. Das eine brachte er als Pessach-Opfer dar, und von dem anderen bereitete er das schmackhafte Mahl.
Raschi
wie er es liebt
[Weil Jizchak gebeten hatte (Vers 3) וְצוּדָה לִּי צָיִד „jage mir Wild“, wies Riwka ihren Sohn Jaakow an, dem entsprechend ein Ziegenböcklein zu bringen.] Denn der Geschmack des Ziegenböckleins ist gleich dem Geschmack des Hirschs.
Raschi
וַיֹּ֣אמֶר יַעֲקֹ֔ב אֶל־רִבְקָ֖ה אִמּ֑וֹ הֵ֣ן עֵשָׂ֤ו אָחִי֙ אִ֣ישׁ שָׂעִ֔ר וְאָנֹכִ֖י אִ֥ישׁ חָלָֽק׃
11
11
Und Jaakow sagte zu seiner Mutter Riwka: Siehe, mein Bruder Esaw ist ein behaarter Mann, ich aber bin ein glatter Mann.
ein behaarter Mann
אִישׁ שָׂעִר – בַּעַל שֵׂעָר, voller Haare.
Raschi
Wörtlich übersetzt bedeutet אִישׁ שָׂעִר „ein Mann des Haares“. Im Hebräischen ist es nicht üblich, ein äußerliches Merkmal wie „Haar“ als Zusatz zum Begriff אִישׁ „Mann“ zu verwenden. Es finden sich Ausdrücke wie אִישׁ צַדִּיק, ein gerechter Mann, und אִישׁ חָכָם, ein weiser Mann: dabei beschreibt der zusätzliche Ausdruck das Wesen des Mannes.
Es finden sich keine Beschreibungen von אִישׁ, die bedeutungslos für das Wesen und die Stellung des Mannes haben.
Raschi erklärt, dass אִישׁ hier in der Bedeutung בַּעַל zu verstehen ist: „Besitzer von“ ungewöhnlicher Körperbehaarung, ein behaarter Mann.
Gur Arye z.St. und zu Schem. 15:3, Sefer Sikaron
אוּלַ֤י יְמֻשֵּׁ֙נִי֙ אָבִ֔י וְהָיִ֥יתִי בְעֵינָ֖יו כִּמְתַעְתֵּ֑עַ וְהֵבֵאתִ֥י עָלַ֛י קְלָלָ֖ה וְלֹ֥א בְרָכָֽה׃
12
12
Vielleicht wird mich mein Vater betasten, dann wäre ich in seinen Augen als wolle ich ihn täuschen und ich würde über mich Fluch bringen und nicht Segen.
betasten
יְמֻשֵּׁנִי bedeutet betasten, wie (Dew. 28:29) מְמַשֵּׁשׁ בַּצָּהֳרַיִם „tasten am Mittag“.
Raschi
וַתִּקַּ֣ח רִ֠בְקָה אֶת־בִּגְדֵ֨י עֵשָׂ֜ו בְּנָ֤הּ הַגָּדֹל֙ הַחֲמֻדֹ֔ת אֲשֶׁ֥ר אִתָּ֖הּ בַּבָּ֑יִת וַתַּלְבֵּ֥שׁ אֶֽת־יַעֲקֹ֖ב בְּנָ֥הּ הַקָּטָֽן׃
15
15
Riwka nahm die Gewänder von Esaw, ihrem älteren Sohn, die reinen, die bei ihr im Haus waren, und zog sie Jaakow an, ihrem jüngeren Sohn.
die kostbaren
Das Wort הַחֲמֻדֹת übersetzt der Targum als דָּכְיָיתָא „die reinen“ Gewänder.
Andere Erklärung: הַחֲמֻדֹת – שֶׁחָמַד אוֹתָן, die Gewänder, die er Nimrod aus Neid geraubt hatte.
Raschi
die reinen Gewänder: Esaw, der sich in der Ehrung seines Vaters auszeichnete, besaß eine besondere Garnitur sauberer Kleidung, die er immer dann anzog, wenn er Jizchak bediente. In diese Gewänder kleidete Riwka ihren Sohn Jaakow.
Beer baSade
die bei ihr im Haus waren
Esaw hatte doch viele Frauen und bewahrte seine Kleider bei seiner Mutter auf? Nur, er kannte die Taten seiner Frauen und traute ihnen nicht.
Raschi
traute ihnen nicht: damit sie nicht seine wertvollen Kleidungsstücke stehlen, vertraute er sie seiner Mutter an.
Bereschit Rabba 65:16
וַיֹּ֨אמֶר יַעֲקֹ֜ב אֶל־אָבִ֗יו אָנֹכִי֙ עֵשָׂ֣ו בְּכֹרֶ֔ךָ עָשִׂ֕יתִי כַּאֲשֶׁ֥ר דִּבַּ֖רְתָּ אֵלָ֑י קֽוּם־נָ֣א שְׁבָ֗ה וְאָכְלָה֙ מִצֵּידִ֔י בַּעֲב֖וּר תְּבָרֲכַ֥נִּי נַפְשֶֽׁךָ׃
19
19
Und Jaakow sagte zu seinem Vater: Ich bin es, Esaw ist dein Erstgeborener. Ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Richte dich bitte auf, setze dich an den Tisch, und iss von meinem Wild, damit mich segne deine Seele.
Ich bin es, Esaw ist dein Erstgeborener
אָנֹכִי „Ich bin es“, der dir bringt; עֵשָׂו בְּכֹרֶךָ „und Esaw ist dein Erstgeborener.
Raschi
Ich habe getan: viele Dinge, wie du zu mir gesagt hast.
Raschi
setze dich
שְׁבָה bedeutet „sich an den Tisch setzen“; darum ist es im Targum übersetzt mit אִסְתְּחַר „lehne dich an“.
Raschi
וַיֹּ֤אמֶר יִצְחָק֙ אֶֽל־יַעֲקֹ֔ב גְּשָׁה־נָּ֥א וַאֲמֻֽשְׁךָ֖ בְּנִ֑י הַֽאַתָּ֥ה זֶ֛ה בְּנִ֥י עֵשָׂ֖ו אִם־לֹֽא׃
21
21
Jizchak sagte zu Jaakow: Komm doch näher, damit ich dich betaste, mein Sohn, ob du mein Sohn Esaw bist oder nicht.
Komm doch näher, damit ich dich betaste
Jizchak sagte sich in seinem Herzen: Es ist nicht die Art von Esaw, den Namen G‑ttes im täglichen Gespräch zu verwenden. Und dieser hat eben gesagt (Vers 20): כִּי הִקְרָה ה׳ אֱלֹהֶיךָ לְפָנָי „Weil es gefügt hat der Ewige“.
Raschi
וַיִּגַּ֧שׁ יַעֲקֹ֛ב אֶל־יִצְחָ֥ק אָבִ֖יו וַיְמֻשֵּׁ֑הוּ וַיֹּ֗אמֶר הַקֹּל֙ ק֣וֹל יַעֲקֹ֔ב וְהַיָּדַ֖יִם יְדֵ֥י עֵשָֽׂו׃
22
22
Da kam Jaakow näher zu seinem Vater Jizchak und er betastete ihn und sagte: Die Stimme ist die Stimme von Jaakow, aber die Hände sind die Hände von Esaw.
die Stimme von Jaakow: denn er spricht mit bittendem Ausdruck, קוּם נָא „richte dich bitte auf“ (zuvor, Vers 19). Esaw dagegen sprach in harschem Ton יָקֻם אָבִי „Steh auf, Vater“ (weiter, Vers 31).
Raschi
וַיֹּ֗אמֶר הַגִּ֤שָׁה לִּי֙ וְאֹֽכְלָה֙ מִצֵּ֣יד בְּנִ֔י לְמַ֥עַן תְּבָֽרֶכְךָ֖ נַפְשִׁ֑י וַיַּגֶּשׁ־לוֹ֙ וַיֹּאכַ֔ל וַיָּ֧בֵא ל֦וֹ יַ֖יִן וַיֵּֽשְׁתְּ׃
25
25
Jizchak sagte: Reiche es mir, damit ich esse vom Wild meines Sohnes, damit dich meine Seele segne. Jaakow reichte es ihm und er aß, Jaakow brachte ihm Wein und er trank.
וַיִּגַּשׁ֙ וַיִּשַּׁק־ל֔וֹ וַיָּ֛רַח אֶת־רֵ֥יחַ בְּגָדָ֖יו וַֽיְבָרֲכֵ֑הוּ וַיֹּ֗אמֶר רְאֵה֙ רֵ֣יחַ בְּנִ֔י כְּרֵ֣יחַ שָׂדֶ֔ה אֲשֶׁ֥ר בֵּרֲכ֖וֹ יְהוָֽה׃
27
27
Er kam näher und küsste ihn. Als er den Geruch seiner Kleidung roch, da segnete er ihn und sagte: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines Feldes, das der Ewige gesegnet hat.
Als er roch
Es gibt doch keinen schlechteren Geruch als das Haar von Ziegen. Nur, das lehrt, dass der Duft des Gartens Eden mit ihm heimgekommen war.
Raschi
wie der Geruch eines Feldes, das der Ewige gesegnet hat: dem der Ewige angenehmen Geruch verliehen hat. Das ist ein Feld mit Apfelbäumen, so erklären unsere Weisen (Taanit 29b).
Raschi
Feld mit Apfelbäumen: שְׂדֵה תַּפּוּחִים, eine Bezeichnung für den Garten Eden.
Sohar III, 84a
תַּפּוּחִים bezieht sich auf Etrogim. Es war der Duft von Etrogim, den Jizchak roch.
Tosafot zu Taanit 29b, ד״ה של תפוחים
Einer Meinung der Weisen zufolge war der Baum, von dem Adam und Chawa gegen die Anweisung G‑ttes aßen, der Etrogbaum, und was Chawa verführte, war der Duft des Etrog, den der Baum verströmte. Als Adam vom Etrogbaum im Garten Eden aß, nahm seine Kleidung möglicherweise den Duft der Frucht auf, und es dieser betörende Duft war, den Jizchak bei Jizchaks Eintreten roch.
Maharascha zu Taanit 29b