Der tägliche Chumasch-Abschnitt

12. Ijar 5787

Mittwoch, 19. Mai 2027

Heute

Behar

4. Alija

(Wajikra 25:25 – 25:28)

Optionen
כִּֽי־יָמ֣וּךְ אָחִ֔יךָ וּמָכַ֖ר מֵאֲחֻזָּת֑וֹ וּבָ֤א גֹֽאֲלוֹ֙ הַקָּרֹ֣ב אֵלָ֔יו וְגָאַ֕ל אֵ֖ת מִמְכַּ֥ר אָחִֽיו׃
25
25
Wenn dein Bruder verarmt und von seinem Erbbesitz verkauft, dann komme sein Einlöser, der ihm verwandt ist, und löse das Verkaufte seines Bruders ein.
Wenn dein Bruder verarmt und verkauft
Das lehrt, dass einer sein Feld nur unter dem Druck der Armut verkaufen darf.
Raschi
von seinem Erbbesitz verkauft
מֵאֲחֻזָּתוֹ „von“ seinem Erbbesitz, und nicht den ganzen. Die Torah lehrt eine Lebensregel, dass man noch ein Feld für sich behalte.
Raschi
löse das Verkaufte seines Bruder ein: kaufe es zurück.
löse das Verkaufte seines Bruder ein: und der Käufer kann es nicht verwehren.
Raschi
וְאִ֕ישׁ כִּ֛י לֹ֥א יִֽהְיֶה־לּ֖וֹ גֹּאֵ֑ל וְהִשִּׂ֣יגָה יָד֔וֹ וּמָצָ֖א כְּדֵ֥י גְאֻלָּתֽוֹ׃
26
26
Und wenn einer keinen Einlöser hat und er selbst kommt zu Vermögen und erlangt soviel, als nötig ist zum Einlösen;
Und wenn einer keinen Einlöser hat
Gibt es denn einen in Israel, der keine Verwandten als Einlöser hat? Nur, damit gemeint ist, einen Verwandten, der sein Verkauftes zurückkaufen kann (Kiduschin 21a).
Raschi
er kommt zu Vermögen
וְהִשִּׂיגָה יָדוֹ, wörtl. seine Hand erreicht es: er erreicht die benötigte Summe. [Rabbi Jona ibn Dschanach, שורש נשג]
er selbst kommt zu Vermögen: ein Erbe fällt ihm zu, oder er findet einen Schatz. Doch nimmt er kein Darlehen auf, um es einzulösen. [Chiskuni]

und erlangt

Das Wort מָצָא hat hier nicht die Bedeutung „finden“, sondern „erreichen“, „erlangen“. [Rabbi Jona ibn Dschanach, שורש מצא; Saadia Gaon]

nötig ist zum Einlösen

כְּדֵי גְאֻלָּתוֹ „was nötig ist zum Einlösen“. Das lehrt, dass er es nicht teilweise einlösen kann, sondern nur die Gesamtsumme.
Chiskuni
וְחִשַּׁב֙ אֶת־שְׁנֵ֣י מִמְכָּר֔וֹ וְהֵשִׁיב֙ אֶת־הָ֣עֹדֵ֔ף לָאִ֖ישׁ אֲשֶׁ֣ר מָֽכַר־ל֑וֹ וְשָׁ֖ב לַאֲחֻזָּתֽוֹ׃
27
27
dann soll er abrechnen die Jahre seit seinem Verkauf und gebe das Übrige zurück dem Mann, dem er verkauft hat, und komme so wieder zu seinem Eigentum.
soll er abrechnen die Jahre seit seinem Verkauf
Wieviel Jahre waren bis zum Jowel – so und so viel, und für wieviel habe ich es dir verkauft – für so und so viel. Du hättest es im Jowel zurückgeben müssen; demnach hast du eine Anzahl Ernten gekauft, entsprechend der Berechnung für jedes Jahr. Du hast drei oder vier Jahre den Genuss vom Feld gehabt; ziehe den Wert dafür von der Rechnung ab und nimm den Rest; das bedeutet וְהֵשִׁיב אֶת הָעֹדֵף „er gebe das Übrige zurück“: den Mehrbetrag nämlich, um den der Kaufpreise den Genuss, den er gehabt hat, übersteigt, und gebe es dem Käufer.
Raschi
dem Mann, dem er verkauft hat: dieser Verkäufer, der es zurückkaufen will (Erechin 30a).
Raschi
וְאִ֨ם לֹֽא־מָֽצְאָ֜ה יָד֗וֹ דֵּי֮ הָשִׁ֣יב לוֹ֒ וְהָיָ֣ה מִמְכָּר֗וֹ בְּיַד֙ הַקֹּנֶ֣ה אֹת֔וֹ עַ֖ד שְׁנַ֣ת הַיּוֹבֵ֑ל וְיָצָא֙ בַּיֹּבֵ֔ל וְשָׁ֖ב לַאֲחֻזָּתֽוֹ׃
28
28
Wenn er aber nicht so viel erlangt hat, um ihm genügend erstatten zu können, so bleibt das Verkaufte in der Hand seines Käufers bis zum Joweljahr; aber im Jowel wird es frei und er kommt wieder zu seinem Eigentum.
erlangt hat
מָצְאָה יָדוֹ, wörtl. seine Hand erlangt hat.
genügend erstatten zu können
Von hier geht hervor, dass er nicht stückweise zurückkaufen kann.
Raschi
bis zum Joweljahr
Es bleibt ihm nicht die geringste Zeit in jenes Jahr hinein; denn das Jowel macht es gleich mit seinem Beginn frei.
Raschi
wird es frei: wörtl. geht es heraus (in die Freiheit).