אֵ֚לֶּה תּוֹלְדֹ֣ת נֹ֔חַ נֹ֗חַ אִ֥ישׁ צַדִּ֛יק תָּמִ֥ים הָיָ֖ה בְּדֹֽרֹתָ֑יו אֶת־הָֽאֱלֹהִ֖ים הִֽתְהַלֶּךְ־נֹֽחַ׃
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Das sind die Nachkommen von Noach. Noach war ein vollkommen rechtschaffener Mann inmitten seines Zeitalters, mit G‑tt ging Noach.
[Weshalb schiebt der Vers eine Erwähnung von Noachs Gerechtigkeit ein, anstatt sogleich dessen Nachkommen aufzuzählen?]
Das sind die Nachkommen von Noach, Noach war ein rechtschaffener Mann
אֵלֶּה תּוֹלְדֹת „Das sind die Nachkommen [von Noach]“. Weil der Vers Noach erwähnt hat, erzählt er von seinem Ruhm, wie es heißt (Mischle 10:7) זֵכֶר צַדִּיק לִבְרָכָה „das Gedenken des Gerechten ist zum Segen“.
Andere Erklärung: [Indem Noachs Gerechtigkeit noch vor seinen leiblichen Nachkommen genannt wird,] lehrt es dich, dass die eigentlichen Nachkommen der Gerechten die guten Werke sind.
Andere Erklärung: [Indem Noachs Gerechtigkeit noch vor seinen leiblichen Nachkommen genannt wird,] lehrt es dich, dass die eigentlichen Nachkommen der Gerechten die guten Werke sind.
Raschi
Der Vers lehrt, dass man beim Erwähnen eines Zaddik innehalten soll, um ihn zu segnen. Wer sein Lob ausspricht, erfüllt diese Pflicht, weil er andere Menschen dazu bringt, ihn zu segnen.
Beer baSade
Zwar gibt es zahlreiche Stellen in der Tora, die von Zaddikim berichten, doch nur an dieser Stelle (und später, Ber. 18:18) hält unterbricht die Tora, um ein Lob einzufügen. Ein solches Lob ist nur dort vonnöten, wo ein Zaddik im Gegensatz zu Bösen genannt wird. Die G‑ttlosen überschatten die Taten des Zaddik und schmälern sein geistiges Wirken; daher ist ein zusätzliches Lob erforderlich, das die Erinnerung an ihn stärkt. Da die Tora in diesem Abschnitt Noachs Gerechtigkeit dem moralischen Verfall seiner Generation gegenüberstellt, hält sie inne, um Noach zu loben. (Das ist auch in 18:18 der Fall, wo die Tora über Awraham im Gegensatz zu den Menschen in Sodom spricht.) Wird ein Zaddik allein erwähnt, bedarf es keines Lobes, da sein Andenken aus sich selbst heraus fortbesteht.
Aus diesem Grunde ist es Brauch, die Wendung זֵכֶר צַדִּיק לִבְרָכָה („Das Andenken eines Gerechten sei zum Segen“) nur dann hinzuzufügen, wenn ein Zaddik nach seinem Ableben genannt wird. Da er nicht mehr selbst wirkt und sein Andenken zu verblassen droht, fügen wir einen Segen für ihn hinzu (siehe Tur, Orach Chaim 124:5).
Aus diesem Grunde ist es Brauch, die Wendung זֵכֶר צַדִּיק לִבְרָכָה („Das Andenken eines Gerechten sei zum Segen“) nur dann hinzuzufügen, wenn ein Zaddik nach seinem Ableben genannt wird. Da er nicht mehr selbst wirkt und sein Andenken zu verblassen droht, fügen wir einen Segen für ihn hinzu (siehe Tur, Orach Chaim 124:5).
Gur Arye
Das sind die Nachkommen von Noach
אֵלֶּה תּוֹלְדֹת נֹחַ, der Begriff תּוֹלְדֹת bedeutet hier „Nachkommen“. [Ramban]
תּוֹלְדֹת נֹחַ bedeutet „Lebensgeschichte Noachs“.
תּוֹלְדֹת נֹחַ bedeutet „Lebensgeschichte Noachs“.
Ibn Esra, Radak
inmitten seines Zeitalters
בְּדֹרֹתָיו „inmitten seines Zeitalters“. Manche unserer Lehrer deuten dies zum Ruhm: um so mehr, wenn er in einem Zeitalter von Gerechten gelebt hätte, wäre er ein noch größerer Zaddik gewesen. Und manche deuten es zur Schande: im Verhältnis zu seinem Zeitalter war er gerecht, hätte er aber in der Zeit von Awraham gelebt, so wäre er für nichts geachtet worden (Tanchuma, Abschn. 5; Bereschit Rabba 30:9).
Raschi
Resch Lakisch sagte: Sogar in seinem schlechten Zeitalter war er ein Zaddik. Hätte er in einer anderen Generation gelebt, wäre er ein noch viel größerer Zaddik gewesen. Womit kann man das vergleichen? Wenn eine Flasche mit Parfum an einem schmutzigen Ort duftet, um wieviel mehr würde sie an einem wohlriechenden Ort duften.
Rabbi Jochanan sagte: „Inmitten seines Zeitalters“ war er vollkommen, aber in einer anderen, besseren Generation hätte man Noach nicht als Zaddik angesehen. Womit kann man das vergleichen? Wenn ein Fass mit Wein in einem Essigkeller liegt, so duftet es nur dann, wenn es an dieser Stelle liegt, nicht aber, wenn es an einer anderen Stelle liegt. [Sanhedrin 108a]
Rabbi Jochanan sagte: „Inmitten seines Zeitalters“ war er vollkommen, aber in einer anderen, besseren Generation hätte man Noach nicht als Zaddik angesehen. Womit kann man das vergleichen? Wenn ein Fass mit Wein in einem Essigkeller liegt, so duftet es nur dann, wenn es an dieser Stelle liegt, nicht aber, wenn es an einer anderen Stelle liegt. [Sanhedrin 108a]
Sanhedrin 108a
ein vollkommen rechtschaffener Mann inmitten seines Zeitalters
Es ist ausgerechnet Resch Lakisch, der das Gute an Noach herausstreicht, denn zwischen Noach und Resch Lakisch besteht eine innere Verbindung: Beide lebten unter bösen Menschen – bekanntlich lebte Resch Lakisch eine Zeit lang unter Räubern –, und letztlich wurden beide Gerechte (Zaddikim), die sich nicht von der Umgebung beirren ließen.
Deshalb ist es Resch Lakisch, der sagte „und in anderen Generationen wäre er ein noch viel größerer Zaddik gewesen“; so wie Resch Lakisch selbst, der nach der Rückkehr in Teschuwa ein bedeutender Zaddik war, sogar im Vergleich mit anderen Zaddikim und Torahgrößen seiner Zeit.
Die Verbindung zeigt sich anhand der Gematria: Der Zahlenwert von רֵישׁ לָקִישׁ (Resch Lakisch) ergibt 950 – und das sind die Lebensjahre von Noach, wie es heißt (Ber. 9:29) וַיִּהְי כָּל יְמֵי נֹחַ תְּשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַחֲמִשִּׁים שָׁנָה וַיָּמֹת „und es waren alle Tage Noachs 950 Jahre und er starb“.
Deshalb ist es Resch Lakisch, der sagte „und in anderen Generationen wäre er ein noch viel größerer Zaddik gewesen“; so wie Resch Lakisch selbst, der nach der Rückkehr in Teschuwa ein bedeutender Zaddik war, sogar im Vergleich mit anderen Zaddikim und Torahgrößen seiner Zeit.
Die Verbindung zeigt sich anhand der Gematria: Der Zahlenwert von רֵישׁ לָקִישׁ (Resch Lakisch) ergibt 950 – und das sind die Lebensjahre von Noach, wie es heißt (Ber. 9:29) וַיִּהְי כָּל יְמֵי נֹחַ תְּשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַחֲמִשִּׁים שָׁנָה וַיָּמֹת „und es waren alle Tage Noachs 950 Jahre und er starb“.
Likute Levi Jizchak
mit G‑tt ging Noach
Aber bei Awraham sagt der Vers (Ber. 24:40) אֲשֶׁר הִתְהַלַּכְתִּי לְפָנָיו „vor dem Ich gegangen war“. Noach brauchte eine Stütze, um ihn aufrechtzuerhalten, aber Awraham machte sich selbst stark und ging von sich aus in seiner Frömmigkeit.
Raschi
ging Noach
הִתְהַלֶּךְ ist Vergangenheit. Das ist die Anwendung der schweren Formen (לְשׁוֹן כָּבֵד), dass die Zukunft und die Vergangenheit mit derselben Form bezeichnet werden. (Ber. 13:17) קוּם הִתְהַלֵּךְ „auf, gehe“ ist Zukunft, הִתְהַלֶּךְ נֹחַ ist Vergangenheit. (1 Schmu. 12:19) הִתְפַּלֵּל בְּעַד עֲבָדֶיךָ „bete für deine Knechte“ ist Zukunft, (1 Kön. 8:42) וּבָא וְהִתְפַּלֵּל אֶל הַבַּיִת הַזֶּה „und er kommt und betet in diesem Haus“ ist Vergangenheit, nur hat sie der Buchstabe ו (Waw) am Anfang in die Zukunft verwandelt.
Raschi
Noach … Noach … Noach
Drei Mal erscheint das Wort „Noach“ in diesem Vers; denn er war einer der Drei, die drei Menschen durch ihr Verdienst retteten. Noach rettete seine drei Söhne – Schem, Cham und Jefet. Daniel rettete Chanania, Mischael und Asaria. Ijow rettete seine drei Freunde Elifas, Beldad und Zofer. Noach war also einer der Drei, die drei retteten.
Baal haTurim