Der tägliche Chumasch-Abschnitt

3. Tamus 5785

Sonntag, 29. Juni 2025

Heute

Chukat

1. Alija

(Bamidbar 19:1 – 19:17)

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וַיְדַבֵּ֣ר יְהוָ֔ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה וְאֶֽל־אַהֲרֹ֖ן לֵאמֹֽר׃
1
1
Und der Ewige sagte zu Mosche und zu Aharon, wie folgt:
זֹ֚את חֻקַּ֣ת הַתּוֹרָ֔ה אֲשֶׁר־צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה לֵאמֹ֑ר דַּבֵּ֣ר׀ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְיִקְח֣וּ אֵלֶיךָ֩ פָרָ֨ה אֲדֻמָּ֜ה תְּמִימָ֗ה אֲשֶׁ֤ר אֵֽין־בָּהּ֙ מ֔וּם אֲשֶׁ֛ר לֹא־עָלָ֥ה עָלֶ֖יהָ עֹֽל׃
2
2
Das ist eine Bestimmung der Torah, die der Ewige befohlen und gesprochen hat: Rede zu den Kindern Israel, dass sie dir eine ganz rote Kuh bringen, an der kein Fehler ist, auf die noch kein Joch gekommen ist.
Das ist eine Bestimmung der Torah
Weil der Satan und die Völker der Welt Israel höhnen und sagen: Was soll dieses Gesetz bedeuten und welche Begründung gibt es dafür? Darum steht hier חֻקָּה „Bestimmung“. Es ist ein Gesetz, das Ich bestimmt habe, und du hast nicht das Recht, es zu hinterfragen.
Raschi
dass sie dir bringen
[Obwohl es Elasar der Kohen ist, der sich um die Zubereitung der Roten Kuh kümmert, wie in Vers 3 steht,] wird sie stets nach deinem Namen, Mosche, genannt werden: die Rote Kuh, die Mosche in der Wüste bereitete.
Raschi
dass sie dir bringen
Dieser Abschnitt wurde am 1. Nissan gesagt – dem Tag, an dem das Mischkan aufgestellt wurde. Am Tag darauf, am 2. Nissan, wurde die Kuh bereits verbrannt (Gittin 60b; Jeruschalmi Megilla 3:5). Damit wurde dem Volk ermöglicht, sich für Pessach am 15. Nissan zu reinigen. Und vor dem Aufstellen des Mischkan wurde dieser Abschnitt nicht gesagt, denn das Verbrennen der Kuh erfordert (Vers 4) וְהִזָּה אֶל נֹכַח פְּנֵי אֹהֶל מוֹעֵד „und sprenge in die Richtung des Zeltes der Zusammenkunft“.
Simu bePihem
ganz rot
[Lies nicht פָּרָה אֲדֻמָּה, תְּמִימָה, sondern פָּרָה, אֲדֻמָּה תְּמִימָה.] Die Kuh muss vollkommen rot sein. Wenn an ihr zwei schwarze Haare sind, ist sie bereits untauglich.
Raschi
auf die noch kein Joch gekommen ist
Das ist ein Hinweis, dass diese Kuh für die Sühne des Goldenen Kalbes sühnt, bei dem sie das Joch der himmlischen Herrschaft abgeworfen hatten (פְרִיקַת עוֹל מַלְכוּת שָׁמַיִם).
Rabbi Mosche HaDarschan, in Raschi zu Bamidbar 19:22
auf die noch kein Joch gekommen ist
Es war einst, dass die Juden eine Rote Kuh (פָּרָה אֲדֻמָּה) für den Dienst im Bet haMikdasch benötigten und nirgends eine finden konnten. Da sahen sie unter der Herde eines Heiden eine solche Kuh. Sie gingen zu ihm und sagten: „Verkaufe uns diese Kuh.“ Der Heide antwortete: „Zahlt, was sie kostet, und nehmt euch das Tier.“ Die Juden fragten: „Und was ist ihr Preis? Sind es drei oder vier Goldstücke? Wir zahlen es gerne.“ Und sie gingen fort, um das Geld zu holen.
Da begriff der Heide, wozu die Kuh nötig war. Als die Männer mit dem Geld zurückkamen, sagte er zu ihnen: „Ich will die Kuh nicht mehr verkaufen.“ Die Juden fragten: „Willst du vielleicht einen höheren Preis für sie haben? Wir zahlen dir, was du verlangst.“ Der Bösewicht steigerte den Preis, je mehr er sah, dass den Käufern an der Kuh gelegen war. Die sagten: „Wir geben dir fünf Goldstücke für die Kuh“, doch der Heide wollte sie nicht verkaufen. Die Juden sagten: „Wir zahlen dir zehn, zwanzig Goldstücke“ – und waren bereit, hundert Goldstücke niederzulegen, der Heide aber weigerte sich noch immer, das Tier abzugeben. Es wird erzählt, dass er erst, als die Käufer ihm tausend Goldstücke für die Kuh boten, mit ihnen einig wurde. Die Männer verabschiedeten sich und sollten am nächsten Morgen mit dem Gold wiederkommen. Was tat der Bösewicht? Er sagte zu seinem Nachbarn: Komm her und schau zu, wie ich die Juden täusche. Sie wollen die Kuh haben und zahlen jeden Preis, aber warum? Weil sie rot ist und noch nie ein Joch getragen hat. Ich werde ihr ein Joch auflegen und die Juden zum Narren halten, das Geld von ihnen aber einstecken.

Und so nahm der Heide ein Joch und ließ es die Kuh die ganze Nacht tragen. Dieses aber ist das Merkmal einer Kuh, die von einem Joch noch nicht berührt worden ist: das Fell ihres Nackens weist an der Stelle, wo das Joch aufsitzt, zwei Haare auf, die aufrecht stehen; wird aber der Nacken von dem Joch beschwert, so legen sich die Haare um. Und auch daran ist eine solche Kuh zu erkennen, dass ihre Augen, bevor sie den Druck des Joches erfahren hat, gerade vor sich blicken; ist ihr aber ein Joch aufgelegt worden, so werden die Augen des Tieres unruhig und schief, weil sie immerzu nach dem Joch schauen.

Als nun die Juden kamen, um die Kuh zu holen – sie hatten einen Sack voll Gold mit sich –, nahm der Heide schnell das Joch ab und führte die Kuh zu ihnen hinaus. Da sahen sich die Käufer das Tier an, und siehe, die zwei Haare des Nackens waren umgebogen, und die Augen schauten trübe drein. Da sagten sie zu dem Heiden: „Behalte dir die Kuh, wir brauchen sie nicht mehr; verspotte deine Mutter, aber nicht uns.“ Als nun der Heide sah, woran er war, und dass er von dem vielen Gold nichts besitzen sollte, da fing der Mund, der noch vor kurzem sagte: Ich will meinen Spaß mit ihnen haben – zu sprechen an: Gelobt der G‑tt, der ein Volk wie dieses auserwählt hat. Und er ging in sein Haus, nahm einen Strick und erhängte sich.
וּנְתַתֶּ֣ם אֹתָ֔הּ אֶל־אֶלְעָזָ֖ר הַכֹּהֵ֑ן וְהוֹצִ֤יא אֹתָהּ֙ אֶל־מִח֣וּץ לַֽמַּחֲנֶ֔ה וְשָׁחַ֥ט אֹתָ֖הּ לְפָנָֽיו׃
3
3
Und gebt diese Kuh Elasar, dem Kohen, und er lasse sie hinausführen außerhalb des Lagers und man schlachte sie vor ihm.
Und gebt
וּנְתַתֶּם „Und gebt“ in der Mehrzahl: um Aharon in diese würdevolle Aufgabe einzubinden.
Andere Erklärung: וּנְתַתֶּם „Und gebt“ in der Mehrzahl: jetzt, und auch in den kommenden Generationen.
Ramban
Elasar
Bei dieser ersten Kuh ist die Vorschrift, dass sie durch den Vorsteher der Kohanim (סְגַן הַכֹּהֲנִים) bereitet wird.
Raschi
Die erste Kuh wird durch den Vorsteher der Kohanim bereitet, aber die späteren durch den Kohen Gadol, wie es heißt וְשָׁחַט אֹתָהּ לְפָנָיו „[nur] diese Kuh soll vor ihm geschlachtet werden“.
Misrachi
Elasar
Die späteren Kühe können sowohl durch den Kohen Gadol als auch durch den Vorsteher der Kohanim (סְגַן הַכֹּהֲנִים) bereitet werden.
Rambam, Hil. Para 1:11
außerhalb des Lagers: außerhalb der drei Lager (Joma 68a).
Raschi
und man schlachte sie vor ihm
Ein Nicht-Kohen schlachtet, während Elasar zusieht (Joma 42a).
Raschi
וְלָקַ֞ח אֶלְעָזָ֧ר הַכֹּהֵ֛ן מִדָּמָ֖הּ בְּאֶצְבָּע֑וֹ וְהִזָּ֞ה אֶל־נֹ֨כַח פְּנֵ֧י אֹֽהֶל־מוֹעֵ֛ד מִדָּמָ֖הּ שֶׁ֥בַע פְּעָמִֽים׃
4
4
Und Elasar der Kohen nehme von ihrem Blut mit seinem Finger und sprenge in die Richtung des Zeltes der Zusammenkunft von ihrem Blut sieben Mal.
Zelt der Zusammenkunft: אֹהֶל מוֹעֵד, das Mischkan.
sprengen, besprengen: etwas mit Flüssigkeit besprühen.
in die Richtung des Zeltes der Zusammenkunft
אֶל נֹכַח פְּנֵי אֹהֶל מוֹעֵד, wörtl. „gegenüber der Vorderseite des Zeltes der Zusammenkunft“. Er steht im Osten von Jeruschalaim und achtet darauf, während des Sprengens des Blutes zum Eingang des Heiligtums (פִּתְחוֹ שֶׁל הֵיכָל) hinzusehen.
Raschi
וְשָׂרַ֥ף אֶת־הַפָּרָ֖ה לְעֵינָ֑יו אֶת־עֹרָ֤הּ וְאֶת־בְּשָׂרָהּ֙ וְאֶת־דָּמָ֔הּ עַל־פִּרְשָׁ֖הּ יִשְׂרֹֽף׃
5
5
Und man verbrenne die Kuh vor seinen Augen; ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut mit ihrem Mist soll man verbrennen.
וְלָקַ֣ח הַכֹּהֵ֗ן עֵ֥ץ אֶ֛רֶז וְאֵז֖וֹב וּשְׁנִ֣י תוֹלָ֑עַת וְהִשְׁלִ֕יךְ אֶל־תּ֖וֹךְ שְׂרֵפַ֥ת הַפָּרָֽה׃
6
6
Es nehme der Kohen Zedernholz und Ysop und karmesinrote Wolle und werfe diese mitten in den Brand der Kuh.
וְכִבֶּ֨ס בְּגָדָ֜יו הַכֹּהֵ֗ן וְרָחַ֤ץ בְּשָׂרוֹ֙ בַּמַּ֔יִם וְאַחַ֖ר יָב֣וֹא אֶל־הַֽמַּחֲנֶ֑ה וְטָמֵ֥א הַכֹּהֵ֖ן עַד־הָעָֽרֶב׃
7
7
Und der Kohen wasche seine Kleidung und tauche seinen Körper im Wasser einer Mikwe unter und danach darf er in das Lager gehen; aber unrein ist der Kohen bis zum Abend.
in das Lager: ins Lager der Schechina; denn ein Unreiner wird nicht aus zwei Lagern hinausgeschickt, außer dem Ausflussleidenden (זָב), dem durch Samenerguss Verunreinigten (בַעַל קֶרִי) und dem Aussätzigen (מְצֹרָע).
Raschi
unrein ist der Kohen bis zum Abend
Stelle den Vers um und erkläre ihn: der Kohen ist bis zum Abend unrein, und dann komme er ins Lager.
Raschi
וְהַשֹּׂרֵ֣ף אֹתָ֔הּ יְכַבֵּ֤ס בְּגָדָיו֙ בַּמַּ֔יִם וְרָחַ֥ץ בְּשָׂר֖וֹ בַּמָּ֑יִם וְטָמֵ֖א עַד־הָעָֽרֶב׃
8
8
Und der sie verbrennt, wasche seine Kleidung im Wasser und tauche seinen Körper im Wasser einer Mikwe unter; unrein ist er bis zum Abend.
וְאָסַ֣ף׀ אִ֣ישׁ טָה֗וֹר אֵ֚ת אֵ֣פֶר הַפָּרָ֔ה וְהִנִּ֛יחַ מִח֥וּץ לַֽמַּחֲנֶ֖ה בְּמָק֣וֹם טָה֑וֹר וְ֠הָיְתָה לַעֲדַ֨ת בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֧ל לְמִשְׁמֶ֛רֶת לְמֵ֥י נִדָּ֖ה חַטָּ֥את הִֽוא׃
9
9
Und ein rituell reiner Mann sammle die Asche der Kuh und lege sie nieder außerhalb des Lagers an einem reinen Ort; und sie bleibe der Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt als Wasser der Besprengung — es ist eine Entsündigung.
und lege sie nieder außerhalb des Lagers
Er teilt die Asche in drei Teile, ein Teil wird auf dem Ölberg (הַר הַמִּשְׁחָה) verwahrt, einer an alle Kohen-Abteilungen verteilt und einer auf dem Chel (חֵיל, dem oberen Teil des Tempelberges) aufbewahrt. Der Teil der Kohen-Abteilungen befand sich außerhalb des Vorhofes, damit die Leute der Städte, und wer sich reinigen musste, davon nehmen konnten; vom Teil auf dem Ölberg heiligte sich der Kohen Gadol für die Zubereitung der anderen Kühe; und der Teil auf dem Chel war zur Aufbewahrung nach der Vorschrift dieses Verses „und sie bleibe der Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt“.
Raschi
Wasser der Besprengung
מֵי נִדָּה „Wasser der Besprengung“. נִדָּה hier in der Bedeutung von „werfen“, wie (Echa 3:53) וַיַּדּוּ אֶבֶן בִּי „warfen Steine auf mich“; (Sech. 2:4) לְיַדּוֹת אֶת קַרְנוֹת הַגּוֹיִם „die Hörner der Völker abzuschlagen“ in der Bedeutung „schleudern“.
Raschi
es ist eine Entsündigung
חַטָּאת in der Bedeutung von חִטּוּי „reinigen“, „entsündigen“ nach dem einfachen Sinn.
Wegen seiner Halachot nennt es der Vers Chatat „Sündopfer“, um zu sagen, es ist gleich den Heiligen Opfern zur Benützung verboten (כַּקָּדָשִׁים, לְהֵאָסֵר בַּהֲנָאָה).
Raschi
וְ֠כִבֶּס הָאֹסֵ֨ף אֶת־אֵ֤פֶר הַפָּרָה֙ אֶת־בְּגָדָ֔יו וְטָמֵ֖א עַד־הָעָ֑רֶב וְֽהָיְתָ֞ה לִבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְלַגֵּ֛ר הַגָּ֥ר בְּתוֹכָ֖ם לְחֻקַּ֥ת עוֹלָֽם׃
10
10
Und es wasche, der die Asche der Kuh gesammelt hat, seine Kleidung und sei unrein bis zum Abend; und das sei den Kindern Israel und dem Fremden, der sich aufhält unter ihnen, zum ewigen Gesetz.
und dem Fremden, der sich aufhält unter ihnen
וְלַגֵּר הַגָּר בְּתוֹכָם ist zu verstehen als דְיִתְגַיְירוּן, der die Mizwot der Torah auf sich genommen hat.
Targum Onkelos
הַנֹּגֵ֥עַ בְּמֵ֖ת לְכָל־נֶ֣פֶשׁ אָדָ֑ם וְטָמֵ֖א שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
11
11
Wer anrührt einen Toten, irgendeine Leiche eines Menschen, der ist unrein sieben Tage.
ה֣וּא יִתְחַטָּא־ב֞וֹ בַּיּ֧וֹם הַשְּׁלִישִׁ֛י וּבַיּ֥וֹם הַשְּׁבִיעִ֖י יִטְהָ֑ר וְאִם־לֹ֨א יִתְחַטָּ֜א בַּיּ֧וֹם הַשְּׁלִישִׁ֛י וּבַיּ֥וֹם הַשְּׁבִיעִ֖י לֹ֥א יִטְהָֽר׃
12
12
Der soll sich mit dieser Asche entsündigen, am dritten und am siebten Tag, so wird er rein; wenn er sich aber nicht entsündigt am dritten und am siebten Tag, dann wird er nicht rein.
soll sich entsündigen: mit der Asche der Kuh.
Raschi
Das Wort פָּרָה ist weiblich, und warum steht im Vers die männliche Form יִתְחַטָּא בוֹ und nicht בָהּ? Das Wort בוֹ bezieht sich auf das Wort אֵפֶר („Asche“), das männlich ist.
Misrachi
כָּֽל־הַנֹּגֵ֡עַ בְּמֵ֣ת בְּנֶפֶשׁ֩ הָאָדָ֨ם אֲשֶׁר־יָמ֜וּת וְלֹ֣א יִתְחַטָּ֗א אֶת־מִשְׁכַּ֤ן יְהוָה֙ טִמֵּ֔א וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הַהִ֖וא מִיִּשְׂרָאֵ֑ל כִּי֩ מֵ֨י נִדָּ֜ה לֹא־זֹרַ֤ק עָלָיו֙ טָמֵ֣א יִהְיֶ֔ה ע֖וֹד טֻמְאָת֥וֹ בֽוֹ׃
13
13
Jeder, der anrührt einen Toten, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt hat, der hat das Mischkan des Ewigen verunreinigt, diese Seele werde ausgerottet aus Israel; denn das Wasser der Besprengung ist auf ihn nicht gesprengt worden, so ist er unrein, noch ist seine Unreinheit an ihm.
einen Toten, die Leiche eines Menschen
Was für einen Toten? Die Leiche eines Menschen, das schließt die Leiche eines Tieres aus, für deren Unreinheit eine Sprengung (הַזָּאָה) nicht nötig ist.
Andere Erklärung: בְּנֶפֶשׁ, das ist 1/4 Log Blut (Chulin 72a).
Raschi
der hat das Mischkan des Ewigen verunreinigt: wenn er in den Vorhof hineingegangen ist, auch wenn er [im Wasser einer Mikwe] untergetaucht ist, wenn er nicht die Sprengung (הַזָּאָה) am dritten und siebten Tag gehabt hat.
Raschi
diese Seele werde ausgerottet
וְנִכְרְתָה הַנֶּפֶשׁ הַהִוא „diese Seele werde ausgerottet“. Unter der Strafe ›Karet‹ ist zu verstehen:
a. ein vorzeitiger Tod.

b. ein plötzlicher Tod ohne vorherige Krankheit. [Moed Katan 28a] c. auch seine Nachkommenschaft wird ausgelöscht. [Raschi zu Bereschit 17:14]

d. selbst der Tod sühnt nicht und seine Seele ist von der Künftigen Welt abgetrennt.
Rambam, Hilchot Teschuwa 8:1
noch ist seine Unreinheit an ihm: auch wenn er sich untergetaucht hat.
Raschi
זֹ֚את הַתּוֹרָ֔ה אָדָ֖ם כִּֽי־יָמ֣וּת בְּאֹ֑הֶל כָּל־הַבָּ֤א אֶל־הָאֹ֙הֶל֙ וְכָל־אֲשֶׁ֣ר בָּאֹ֔הֶל יִטְמָ֖א שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
14
14
Das ist die Vorschrift: wenn ein Mensch stirbt in einem Zelt, dann soll jeder, der in das Zelt kommt, und alles, was im Zelt ist, unrein sein sieben Tage.
jeder, der in das Zelt kommt: solange der Tote darin ist.
Raschi
וְכֹל֙ כְּלִ֣י פָת֔וּחַ אֲשֶׁ֛ר אֵין־צָמִ֥יד פָּתִ֖יל עָלָ֑יו טָמֵ֖א הֽוּא׃
15
15
Und jedes offene Gefäß, auf dem kein festschließender Deckel ist, ist unrein.
Und jedes offene Gefäß
Der Vers spricht von einem Tongefäß, das von außen keine Unreinheit annimmt, sondern nur von innen. Darum ist es unrein, wenn nicht der Deckel seines Verschlusses durch eine Verbindung gut ihm angeschlossen ist. Wenn aber ein festangeschlossener Deckel darauf ist, bleibt es rein (Chulin 25a).
Raschi
durch eine Verbindung: wie zum Beispiel Teer oder Wachs.
Siehe Kelim 10:2
festschließender
פָּתִיל bedeutet im Arabischen (andere Version: im Hebräischen) „verbunden“. So finden wir auch [die Wurzel פתל im Vers, Ber 30:8] נַפְתּוּלֵי אֱלהִים נִפְתַּלְתִי, was bedeutet: ich habe mich mit meiner Schwester verbunden.
Raschi
ich habe mich mit meiner Schwester verbunden: Als Rachels Magd Bilha einen zweiten Sohn zur Welt brachte, nannte Rachel ihn נַפְתָּלִי, ein Name, der auf das Festgebundensein (פתל) hinweist. Rachel wollte damit sagen, dass sie nun an ihre Schwester Lea „festgebunden“ sei, was die Nachkommen betrifft, weil G‑tt ihr durch ihre Magd zwei Söhne geschenkt hatte.
וְכֹ֨ל אֲשֶׁר־יִגַּ֜ע עַל־פְּנֵ֣י הַשָּׂדֶ֗ה בַּֽחֲלַל־חֶ֙רֶב֙ א֣וֹ בְמֵ֔ת אֽוֹ־בְעֶ֥צֶם אָדָ֖ם א֣וֹ בְקָ֑בֶר יִטְמָ֖א שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
16
16
Und jeder, der auf freiem Feld anrührt einen mit dem Schwert Erschlagenen oder einen Gestorbenen oder den Knochen eines Menschen oder ein Grab, soll unrein sein sieben Tage.
auf freiem Feld anrührt
עַל פְּנֵי הַשָּׂדֶה, wörtl. „auf der Fläche des Feldes“. Unsere Lehrer erklären, das fügt den Deckel und die Seitenteile des Sarges hinzu (Chulin 72a).
Der einfache Sinn ist, auf der Fläche des Feldes, wo kein Zelt ist, dort macht die Leiche durch Berührung unrein.
Raschi
וְלָֽקְחוּ֙ לַטָּמֵ֔א מֵעֲפַ֖ר שְׂרֵפַ֣ת הַֽחַטָּ֑את וְנָתַ֥ן עָלָ֛יו מַ֥יִם חַיִּ֖ים אֶל־כֶּֽלִי׃
17
17
Man nehme für einen solchen Unreinen von der Asche des verbrannten Entsündigungs-Opfers und gebe darauf frisches Wasser in ein Gefäß.