וַיָּ֤קָם בִּלְעָם֙ בַּבֹּ֔קֶר וַיֹּ֙אמֶר֙ אֶל־שָׂרֵ֣י בָלָ֔ק לְכ֖וּ אֶֽל־אַרְצְכֶ֑ם כִּ֚י מֵאֵ֣ן יְהוָ֔ה לְתִתִּ֖י לַהֲלֹ֥ךְ עִמָּכֶֽם׃
13
13
Bilam stand am Morgen auf und sagte zu den Fürsten von Balak: Geht in euer Land zurück, denn der Ewige verweigert mir zu gestatten, mit euch zu gehen.
mit euch zu gehen: sondern nur mit größeren Fürsten, als ihr seid. Wir lernen daraus, dass er hochmütig war und nur in anmaßenden Worten zugestehen wollte, dass er dem Ewigen unterworfen ist; darum (Vers 15) וַיֹּסֶף עוֹד בָּלָק „Balak sandte nochmals Fürsten, noch mehr und noch angesehenere …“.
Raschi
verweigert mir zu gestatten, mit euch zu gehen
Der Ewige verbat ihm, das Volk Israel zu verfluchen. Mit den Fürsten zu gehen, verbat Er ihm nicht, doch sagte Er: ihr einziger Wunsch ist es, dass du das Volk Israel verfluchst, wozu also solltest du mit ihnen gehen?
Ramban zu Bamidbar 22:20
כִּֽי־כַבֵּ֤ד אֲכַבֶּדְךָ֙ מְאֹ֔ד וְכֹ֛ל אֲשֶׁר־תֹּאמַ֥ר אֵלַ֖י אֶֽעֱשֶׂ֑ה וּלְכָה־נָּא֙ קָֽבָה־לִּ֔י אֵ֖ת הָעָ֥ם הַזֶּֽה׃
17
17
Denn große Ehre werde ich dir erweisen und alles was du mir sagst, werde ich tun. Komm nur, verwünsche mir dieses Volk!
Denn große Ehre werde ich dir erweisen: mehr, als du früher erhalten hast, gebe ich dir.
Raschi
וַיַּ֣עַן בִּלְעָ֗ם וַיֹּ֙אמֶר֙ אֶל־עַבְדֵ֣י בָלָ֔ק אִם־יִתֶּן־לִ֥י בָלָ֛ק מְלֹ֥א בֵית֖וֹ כֶּ֣סֶף וְזָהָ֑ב לֹ֣א אוּכַ֗ל לַעֲבֹר֙ אֶת־פִּי֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהָ֔י לַעֲשׂ֥וֹת קְטַנָּ֖ה א֥וֹ גְדוֹלָֽה׃
18
18
Da antwortete Bilam und sagte zu den Dienern von Balak: Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so kann ich doch nicht den Befehl des Ewigen, meines G‑ttes, übertreten, Kleines oder Großes zu tun.
sein Haus voll Silber und Gold
Wir lernen daraus, dass seine Gier groß war und er nach dem Vermögen anderer gelüstete. Er sagte, es gebührt sich für Balak, mir sein ganzes Silber und Gold zu geben, denn er müsste sonst große Heere anwerben; und auch dann wäre es zweifelhaft, ob er siegen würde oder nicht; ich aber siege bestimmt.
Raschi
kann ich doch nicht den Befehl des Ewigen übertreten
Gegen seinen Willen musste er eingestehen, dass er einem anderen unterworfen ist, und er prophezeite hier, dass er die Segnungen nicht aufheben könne, mit denen die Vorväter aus dem Mund der Schechina gesegnet wurden.
Raschi
dass er einem anderen unterworfen ist: Sobald Balak die angesehenere Gesandtschaft zu ihm geschickt hatte, konnte Bilam nicht mehr verbergen, dass G‑tt ihm nicht gestatten würde, das Volk Israel zu verwünschen.
Kizzur Misrachi
Kleines: das Gehen mit euch; oder Großes: Balaks Wunsch, dass ich das Volk Israel verfluche.
Abarbanel
וְעַתָּ֗ה שְׁב֨וּ נָ֥א בָזֶ֛ה גַּם־אַתֶּ֖ם הַלָּ֑יְלָה וְאֵ֣דְעָ֔ה מַה־יֹּסֵ֥ף יְהוָ֖ה דַּבֵּ֥ר עִמִּֽי׃
19
19
Nun aber, bleibt auch ihr über Nacht hier und ich werde erfahren, was der Ewige weiter mit mir sprechen wird.
auch ihr
Sein eigener Mund ließ ihn scheitern: auch ihr werdet schließlich so wie die ersten weggehen mit betrübter Seele.
Raschi
was der Ewige weiter mit mir sprechen wird
מַה יֹּסֵף „was wird hinzufügen“: Er wird Seine Worte nicht von Segen in Fluch verändern. Ich möchte nur, dass Er nicht weiter segnet. Hier prophezeite er, dass der Ewige ihnen durch ihn noch Segnungen hinzufügen werde (לְהוֹסִיף לָהֶם בְּרָכוֹת).
Raschi
וַיָּבֹ֨א אֱלֹהִ֥ים׀ אֶל־בִּלְעָם֮ לַיְלָה֒ וַיֹּ֣אמֶר ל֗וֹ אִם־לִקְרֹ֤א לְךָ֙ בָּ֣אוּ הָאֲנָשִׁ֔ים ק֖וּם לֵ֣ךְ אִתָּ֑ם וְאַ֗ךְ אֶת־הַדָּבָ֛ר אֲשֶׁר־אֲדַבֵּ֥ר אֵלֶ֖יךָ אֹת֥וֹ תַעֲשֶֽׂה׃
20
20
Und G‑tt kam zu Bilam in der Nacht und sagte ihm: Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, dann mache dich auf und gehe mit ihnen. Doch nur das, was Ich dir sagen werde, das sollst du tun.
um dich zu rufen
אִם לִקְרֹא לְךָ „um dich zu rufen“: wenn der Ruf לְךָ „für dich“ ist, dass du glaubst, dafür Lohn zu erhalten, dann mache dich auf und geh mit ihnen.
Raschi
Doch gegen deinen Willen; was Ich dir sagen werde, das sollst du tun: und trotzdem ging Bilam, indem er dachte, vielleicht kann ich Ihm zureden, dass Er zufrieden ist.
Raschi