כִּֽי־אַתֶּ֣ם יְדַעְתֶּ֔ם אֵ֥ת אֲשֶׁר־יָשַׁ֖בְנוּ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְאֵ֧ת אֲשֶׁר־עָבַ֛רְנוּ בְּקֶ֥רֶב הַגּוֹיִ֖ם אֲשֶׁ֥ר עֲבַרְתֶּֽם׃
15
15
Denn ihr wisst, wie wir gewohnt haben im Land Mizraim und wie wir gezogen sind mitten durch die Völker, durch die ihr gezogen seid.
Denn ihr wisst: weil ihr die heidnischen Völker gesehen habt; und vielleicht hat einen von euch sein Herz verführt, ihnen nachzugehen.
Raschi
mitten durch die Völker: Amon, Moaw, Edom und Midian, die ebenso wie die Mizrim Götzen dienen.
Ibn Esra, Bechor Schor
וַתִּרְאוּ֙ אֶת־שִׁקּ֣וּצֵיהֶ֔ם וְאֵ֖ת גִּלֻּלֵיהֶ֑ם עֵ֣ץ וָאֶ֔בֶן כֶּ֥סֶף וְזָהָ֖ב אֲשֶׁ֥ר עִמָּהֶֽם׃
16
16
Ihr habt ihre Scheusale gesehen und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren.
ihre Scheusale
שִׁקּוּצֵיהֶם „ihre Scheusale“: ihre Götzen werden „Scheusale“ (שְׁקָצִים) genannt, weil sie widerlich wie Scheusale sind.
Raschi
ihre Götzen
גִּלֻּלֵיהֶם „ihre Götzen“: übelriechend und widerlich wie Exkremente (גָּלָל).
Raschi
aus Holz und Stein
Die aus Holz und Stein habt ihr öffentlich gesehen, weil der Heide nicht fürchtet, sie könnten gestohlen werden. Aber die aus Silber und Gold sind bei ihnen in den inneren Kammern ihrer Tempel, weil sie fürchten, sie könnten gestohlen werden.
Raschi
פֶּן־יֵ֣שׁ בָּ֠כֶם אִ֣ישׁ אוֹ־אִשָּׁ֞ה א֧וֹ מִשְׁפָּחָ֣ה אוֹ־שֵׁ֗בֶט אֲשֶׁר֩ לְבָב֨וֹ פֹנֶ֤ה הַיּוֹם֙ מֵעִם֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֵ֔ינוּ לָלֶ֣כֶת לַעֲבֹ֔ד אֶת־אֱלֹהֵ֖י הַגּוֹיִ֣ם הָהֵ֑ם פֶּן־יֵ֣שׁ בָּכֶ֗ם שֹׁ֛רֶשׁ פֹּרֶ֥ה רֹ֖אשׁ וְלַעֲנָֽה׃
17
17
Es könnte unter euch sein ein Mann oder eine Frau oder eine Familie oder ein Stamm, dessen Herz sich heute abwendet von dem Ewigen, unserem G‑tt, um hinzugehen, den falschen Göttern jener Völker zu dienen; es könnte unter euch sein eine Wurzel, die Gift und Wermut hervorbringt.
Es könnte unter euch sein: darum muss ich euch schwören lassen. [Raschi]
Es könnte unter euch sein
פֶּן יֵשׁ בָּכֶם, vielleicht ist unter euch, „es könnte unter euch sein“.
Raschi
dessen Herz sich heute abwendet: den Bund auf sich zu nehmen.
Raschi
eine Wurzel, die Gift und Wermut hervorbringt
שֹׁרֶשׁ פֹּרֶה רֹאשׁ וְלַעֲנָה „eine Wurzel, die Gift und Wermut hervorbringt“: eine Wurzel (שֹׁרֶשׁ), die ein Kraut, bitter wie bitterer Wermut, hervorbringt. Das heißt, eine Wurzel, die einen Bösen aufwachsen (מַפְרֶה) und groß werden lässt in eurer Mitte.
Raschi
Wermut: ein bitteres Kraut.
eine Wurzel, die Gift und Wermut hervorbringt
שֹׁרֶשׁ פֹּרֶה רֹאשׁ וְלַעֲנָה bedeutet: ein Mensch, der in Gedanken den Bund verletzt durch versehentliche oder vorsätzliche Sünden [גְּבַר מְהַרְהֵיר חֲטִין אוֹ זָדוֹן].
Targum Onkelos
וְהָיָ֡ה בְּשָׁמְעוֹ֩ אֶת־דִּבְרֵ֨י הָֽאָלָ֜ה הַזֹּ֗את וְהִתְבָּרֵ֨ךְ בִּלְבָב֤וֹ לֵאמֹר֙ שָׁל֣וֹם יִֽהְיֶה־לִּ֔י כִּ֛י בִּשְׁרִר֥וּת לִבִּ֖י אֵלֵ֑ךְ לְמַ֛עַן סְפ֥וֹת הָרָוָ֖ה אֶת־הַצְּמֵאָֽה׃
18
18
Und es könnte sein, wenn jemand die Worte dieses Schwures hört, dass er sich segnet in seinem Herzen und sagt: Mir wird es gut ergehen, wenn ich nach der Willkür meines Herzens gehe; damit das Betrunkene sich mehrt mit dem Durst.
dass er sich segnet in seinem Herzen
וְהִתְבָּרֵךְ bedeutet „segnen“; er würde sich in seinem Herzen mit Frieden segnen, indem er zu sich selbst sagt: Über mich werden diese Verwünschungen nicht kommen, sondern ich werde Frieden haben.
Raschi
dass er sich segnet
הִתְבָּרֵךְ ist die reflexive Verbform: sich selbst segnen (franz. bendira sei); so wie וְהִתְגַּלָּח „sich selbst rasieren“; וְהִתְפַּלֵּל beten, sich selbst zum Gegenstand der Fürbitte machen.
Raschi
nach der Willkür meines Herzens
בִּשְׁרִרוּת לִבִּי, nach dem, was mein Herz sieht (gut findet); wie (Bam. 24:17) אֲשׁוּרֶנּוּ וְלֹא קָרוֹב „ich schaue es, aber nicht nahe“; was seinem Herzen zu tun gefällt.
Raschi
damit das Betrunkene sich mehrt mit dem Durst
Weil Ich ihm die Strafe für das, was er bis jetzt aus Versehen (שׁוֹגֵג) getan hat und Ich ihm durchgehen habe lassen, jetzt hinzufüge. Jetzt verursacht er, dass Ich es mit der absichtlichen Sünde (מֵּזִיד) verbinde und ihn für alles strafe. So übersetzt auch Onkelos בְּדִיל לְאוֹסָפָא לֵיהּ חֲטָאֵי שָׁלוּתָא עַל זֵידָנוּתָא „um ihm die versehentlichen Sünden zu den absichtlichen hinzuzufügen“.
Raschi
das Betrunkene
הָרָוָה, Sünden aus Versehen, unabsichtlich. Was er wie ein Betrunkener, der ohne Erkenntnis handelt, getan hat.
Raschi
Durst
הַצְּמֵאָה, was er mit Erkenntnis und Absicht getan hat.
Raschi
לֹא־יֹאבֶ֣ה יְהוָה֮ סְלֹ֣חַֽ לוֹ֒ כִּ֣י אָ֠ז יֶעְשַׁ֨ן אַף־יְהוָ֤ה וְקִנְאָתוֹ֙ בָּאִ֣ישׁ הַה֔וּא וְרָ֤בְצָה בּוֹ֙ כָּל־הָ֣אָלָ֔ה הַכְּתוּבָ֖ה בַּסֵּ֣פֶר הַזֶּ֑ה וּמָחָ֤ה יְהוָה֙ אֶת־שְׁמ֔וֹ מִתַּ֖חַת הַשָּׁמָֽיִם׃
19
19
Dem wird der Ewige nicht verzeihen wollen, sondern der Zorn des Ewigen wird rauchen und Sein Eifer wird sein gegen diesen Mann und lagern wird auf ihm all der Fluch, der in diesem Buch niedergeschrieben ist, und der Ewige wird seinen Namen auslöschen unter dem Himmel.
der Zorn des Ewigen wird rauchen
Durch den Zorn wird der Körper warm und es kommt Dampf aus der Nase. Ebenso (2 Schmu. 22:9) עָלָה עָשָׁן בְּאַפּוֹ „Dampf steigt in Seinem Zorn auf“. Und obwohl so etwas nicht vom Ewigen gesagt werden kann, macht es doch der Vers dem Ohr verständlich, was es nach dem Brauch der Welt gewohnt und imstande ist zu verstehen.
Raschi
und Sein Eifer
וְקִנְאָתוֹ bedeutet „Hitze“, „Eifer“, enprenment auf Französisch. Vergeltung üben und daran festhalten, ohne Nachsicht zu üben.
Raschi
seinen Namen auslöschen: sein Andenken.
Targum Jonathan
וְהִבְדִּיל֤וֹ יְהוָה֙ לְרָעָ֔ה מִכֹּ֖ל שִׁבְטֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל כְּכֹל֙ אָל֣וֹת הַבְּרִ֔ית הַכְּתוּבָ֕ה בְּסֵ֥פֶר הַתּוֹרָ֖ה הַזֶּֽה׃
20
20
Und aussondern wird ihn der Ewige zum Unglück aus allen Stämmen Israels nach allen Schwüren des Bundes, der niedergeschrieben ist in diesem Buch der Torah.
in diesem Buch der Torah
בְּסֵפֶר הַתּוֹרָה הַזֶּה „in diesem Buch der Torah“. Und zuvor sagt der Vers (Dew. 28:61) בְּסֵפֶר הַתּוֹרָה הַזֹּאת „im Buch dieser Torah“. Die weibliche Form הַזֹּאת bezieht sich auf das Wort הַתּוֹרָה „Torah“. Die männliche Form הַזֶּה bezieht sich auf סֵּפֶר „Buch“. Durch die Einteilung der Tonzeichen (טַעֲמֵי הַמִּקְרָא) sind sie als zwei verschiedene Ausdrücke zu erkennen. Im Abschnitt der Verwünschungen (פָרָשַׁת הַקְּלָלוֹת) steht das [trennende Zeichen] Tipcha unter בְּסֵ֖פֶר. Und die Worte הַתּוֹרָה הַזֹּאת sind miteinander verbunden, darum sagt der Vers הַזֹּאת. Hier aber ist Tipcha unter dem Wort הַתּוֹרָ֖ה, also ist סֵפֶר הַתּוֹרָה miteinander verbunden. Darum ist nachher die männliche Form הַזֶּה anzuwenden, weil es sich auf [das männliche Wort] סֵּפֶר bezieht.
Raschi
וְאָמַ֞ר הַדּ֣וֹר הָֽאַחֲר֗וֹן בְּנֵיכֶם֙ אֲשֶׁ֤ר יָק֙וּמוּ֙ מֵאַ֣חֲרֵיכֶ֔ם וְהַ֨נָּכְרִ֔י אֲשֶׁ֥ר יָבֹ֖א מֵאֶ֣רֶץ רְחוֹקָ֑ה וְ֠רָאוּ אֶת־מַכּ֞וֹת הָאָ֤רֶץ הַהִוא֙ וְאֶת־תַּ֣חֲלֻאֶ֔יהָ אֲשֶׁר־חִלָּ֥ה יְהוָ֖ה בָּֽהּ׃
21
21
Und sagen wird eine künftige Generation, eure Kinder, die nach euch aufstehen werden, und der Fremde, der aus einem fernen Land kommen wird, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, mit denen es der Ewige beladen hat,
die nach euch aufstehen werden
Die Anfangsbuchstaben der drei Worte אֲשֶׁר יָקוּמוּ מֵאַחֲרֵיכֶם deuten auf die drei Könige אַחְאָב „Achaw“, יָרָבְעָם „Jerowam“, מְנַשֶּׁה „Menasche“, deren sündhafter Götzendienst schlimmer als alle anderen war.
Baal haTurim; siehe Mischna Sanhedrin 10:2
גָּפְרִ֣ית וָמֶלַח֮ שְׂרֵפָ֣ה כָל־אַרְצָהּ֒ לֹ֤א תִזָּרַע֙ וְלֹ֣א תַצְמִ֔חַ וְלֹֽא־יַעֲלֶ֥ה בָ֖הּ כָּל־עֵ֑שֶׂב כְּֽמַהְפֵּכַ֞ת סְדֹ֤ם וַעֲמֹרָה֙ אַדְמָ֣ה וצביים [וּצְבוֹיִ֔ם] אֲשֶׁר֙ הָפַ֣ךְ יְהוָ֔ה בְּאַפּ֖וֹ וּבַחֲמָתֽוֹ׃
22
22
Schwefel und Salz, verbrannt ist sein ganzer Boden, er wird nicht gesät und lässt nicht wachsen, kein Kraut kommt darin auf, wie bei der Zerstörung von Sdom und Amora, Adma und Zewoim, die der Ewige zerstört hat in Seiner Wut und in Seinem Zorn.
in Seiner Wut
בְּאַפּוֹ „in Seiner Wut“: weil die Wut an der Nase zu erkennen ist, wird sie אַף (wörtl. „Nase“) genannt.
Radak, שורש אף
in Seinem Zorn
וּבַחֲמָתוֹ „in Seinem Zorn“: das Wort חֵמָה kommt von der Wurzel יחם „Hitze“, weil der Zorn aus der Hitze des Menschen entsteht.
Radak, שורש יחם
וְאָ֣מְר֔וּ עַ֚ל אֲשֶׁ֣ר עָֽזְב֔וּ אֶת־בְּרִ֥ית יְהוָ֖ה אֱלֹהֵ֣י אֲבֹתָ֑ם אֲשֶׁר֙ כָּרַ֣ת עִמָּ֔ם בְּהוֹצִיא֥וֹ אֹתָ֖ם מֵאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
24
24
Und sie werden sagen: Weil sie verlassen haben den Bund des Ewigen, des G‑ttes ihrer Väter, den Er mit ihnen geschlossen hat, als Er sie herausgeführt hat aus dem Land Mizraim.
וַיֵּלְכ֗וּ וַיַּֽעַבְדוּ֙ אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֔ים וַיִּֽשְׁתַּחֲוּ֖וּ לָהֶ֑ם אֱלֹהִים֙ אֲשֶׁ֣ר לֹֽא־יְדָע֔וּם וְלֹ֥א חָלַ֖ק לָהֶֽם׃
25
25
Und weil sie hingingen und Göttern anderer Völker dienten und sich vor ihnen bückten, Göttern, die sie nicht kannten, und die Er ihnen nicht zugeteilt hatte.
Göttern, die sie nicht kannten
Gottheiten, an denen sie keine göttliche Kraft gesehen hatten.
Raschi
Göttern, die sie nicht kannten
Es gibt keinerlei Wissen über sie oder Beweise für die Existenz dieser erfundenen, falschen Götter.
Seforno
die Er ihnen nicht zugeteilt hatte
וְלֹא חָלַק לָהֶם, die Er ihnen nicht zum Anteil gegeben hatte.
Onkelos übersetzt וְלֹא אוֹטִיבָא לְהוֹן „Götter, die ihnen niemals geholfen hatten“, die ihnen keinerlei Wohltat getan haben. Und den Ausdruck לֹא חָלַק deutet Onkelos: jener Gott, den sie erwählten, teilte ihnen keinen Besitz und keinen Anteil (חֵלֶק) zu.
Raschi
die Er ihnen nicht zugeteilt hatte
וְלֹא חָלַק לָהֶם „die Er ihnen nicht zugeteilt hatte“: Jedes Volk hat einen Stern oder ein Masal; aber Israel ist über allem Einfluss der Sterne und ist einzig G‑ttes Teil (נַחֲלַת ה׳) und unter Seiner Führung.
Ibn Esra zu Dewarim 4:19, Ramban
וַיִּתְּשֵׁ֤ם יְהוָה֙ מֵעַ֣ל אַדְמָתָ֔ם בְּאַ֥ף וּבְחֵמָ֖ה וּבְקֶ֣צֶף גָּד֑וֹל וַיַּשְׁלִכֵ֛ם אֶל־אֶ֥רֶץ אַחֶ֖רֶת כַּיּ֥וֹם הַזֶּֽה׃
27
27
Und der Ewige hat sie herausgerissen aus ihrem Erdboden in Zorn und Glut und siedender Wut, und hat sie geworfen in ein anderes Land, wie am heutigen Tag geschehen ist.
der Ewige hat sie herausgerissen
וַיִּתְּשֵׁם ה׳, wie der Targum sagt וְטַלְטְלִינוּן „Er stieß sie fort“. Ebenso (Jirm. 12:14) הִנְנִי נוֹתְשָׁם מֵעַל אַדְמָתָם „siehe, Ich verstoße sie von ihrem Boden“.
Raschi
siedender Wut
וּבְקֶצֶף גָּדוֹל „und in siedender Wut“. Das Wort קֶצֶף bezeichnet ein Sieden und bezieht sich hier auf das Sieden der Wut.
Radak, שורש קצף
הַ֨נִּסְתָּרֹ֔ת לַיהוָ֖ה אֱלֹהֵ֑ינוּ וְהַנִּגְלֹ֞ת לָ֤ׄנׄוּׄ וּׄלְׄבָׄנֵׄ֙יׄנׄוּׄ֙ עַד־עוֹלָ֔ם לַעֲשׂ֕וֹת אֶת־כָּל־דִּבְרֵ֖י הַתּוֹרָ֥ה הַזֹּֽאת׃ (ס)
28
28
Das Verborgene ist für den Ewigen, unseren G‑tt, und das Offenbare, das ist für uns und unsere Kinder auf ewig, auszuüben alle Worte dieser Torah.
Das Verborgene ist für den Ewigen, unseren G‑tt
Wenn ihr sagen solltet, was können wir tun, wenn Du die ganze Gemeinde wegen der Gedanken eines einzelnen Menschen bestrafst, wie es heißt (zuvor, Vers 17) „dass nicht ein Mann unter euch sei“ und dann (zuvor, Vers 21) „wenn sie die Plagen jenes Landes sehen“? Keiner kennt doch die Geheimnisse des anderen! Aber, sagt G‑tt, Ich strafe nicht wegen נִּסְתָּרֹת „dem Verborgenen“, denn das kann tatsächlich nur der Ewige wissen. Und jenen einzelnen Menschen wird G‑tt strafen.
Aber הַנִּגְלֹת לָנוּ וּלְבָנֵינוּ „das Offenbare ist uns und unseren Kindern“ eine Aufgabe, und das Böse müssen wir aus unserer Mitte entfernen. Wenn wir gegen solche nicht einschreiten, wird die Gemeinde dafür bestraft.
Über den Worten לָנוּ וּלְבָנֵינוּ stehen Punkte, um zu lehren, dass Er auch wegen des Offenkundigen die Gemeinde erst strafte, als sie über den Jarden gezogen waren, nachdem sie den Schwur auf dem Berg Grisim und auf dem Berg Ewal auf sich genommen hatten und einer für den anderen verantwortlich geworden war (Sanhedrin 43b).
Raschi