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Und jetzt, schreibt euch diesen Gesang auf und lehre ihn den Kindern Israel, lege ihnen diesen Gesang in den Mund, damit Mir dieser Gesang ein Zeuge sei gegen die Kinder Israel.
diesen Gesang: von הַאֲזִינוּ הַשָּׁמַיִם „Horcht auf, Himmel“ bis וְכִפֶּר אַדְמָתוֹ עַמּוֹ „G‑tt versöhnt Sein Land, Sein Volk“ (Dew. 32:1–43).
Raschi
diesen Gesang
Die Torah wird שִּׁירָה (Schira) genannt, vom Begriff (Bam. 24:17) אֲשׁוּרֶנּוּ וְלֹא קָרוֹב „ich schaue es (aschurenu), aber nicht nahe“, denn die Torah enthält das künftige Geschehen. [Abarbanel]
Das Anordnen und Gliedern wird שִּׁירָה genannt, vom Begriff יָשָׁר „gerade“.
Raschbam
diesen Gesang
Es ist ein Gebot, dass jeder Jude für sich selbst eine Torahrolle schreibt. Das ist die Bedeutung des Verses:וְעַתָּה כִּתְבוּ לָכֶם אֶת „Und jetzt, schreibt euch die“ Tora auf, die הַשִּׁירָה הַזֹּאת „diesen Gesang“ enthält.
Sanhedrin 21b; Rambam: Asse 18, Hil. Sefer Tora 7:1
Es wurde uns befohlen, dass jeder Jude für sich selbst eine Torahrolle schreiben soll. Wer die Torahrolle wirklich mit eigenen Händen schreibt, ist äußerst lobenswert, wie die Gelehrten sel.A. sagten: „Wenn er die Torahrolle selbst schrieb, wird es betrachtet, als hätte er sie am Berg Sinai empfangen.“ (Menachot 30a)
Wenn er selbst nicht eine Torahrolle schreiben kann, soll er jemanden bezahlen, der sie für ihn schreibt. Darüber wurde gesagt: „Und jetzt schreibt euch dieses Lied (Schirat Ha’asinu) auf, und lehre es die Kinder Israel.“
Das bedeutet: Schreibt die ganze Torahrolle, in der sich dieses Lied (Schirat Ha’asinu) befindet.
Über die Natur des Menschen ist bekannt, dass er alle seine Dinge entsprechend der Vorbereitung ausführt. Deshalb befahl uns G‑tt, dass jeder eine Torahrolle bei sich bereithalte, damit er ständig in ihr lesen kann, „um zu lernen, den Ewigen zu fürchten“, und er nicht im Haus eines anderen danach suchen muss. So wird er die g‑ttlichen Mizwot verstehen lernen, die kostbarer und lieblicher sind als Gold in Mengen.
Jeder Jude muss sich um diese Mizwa bemühen, auch wenn ihm seine Vorfahren eine Torahrolle hinterließen, damit
a) die Torahrollen bei uns zahlreich werden und
b) wir sie auch demjenigen leihen können, der selbst nicht genug Geld hat, um eine zu kaufen.
Auch sollten alle Juden in neuen und schönen Torahrollen lesen, damit sie nicht der alten und gebrauchten Rollen überdrüssig werden, die ihnen die Vorfahren hinterlassen haben.
Wisse, dass die ursprüngliche Pflicht für die Torahrolle gilt. Aber aus den erwähnten Gründen soll jeder Mensch auch andere Bücher, die zur Erklärung der Torah geschrieben wurden, nach seinen finanziellen Möglichkeiten kaufen, selbst wenn seine Vorfahren ihm viele Torahbücher hinterlassen haben. Früher war es die Art aller vornehmen, g‑ttesfürchtigen Menschen, in ihrem Haus ein Studierzimmer einzurichten für Schreiber, um viele Torahbücher niederzuschreiben, nach dem [finanziellen] Segen G‑ttes, den Er dem Menschen gab.
Diese Mizwa gilt überall und zu jeder Zeit für Männer, da sie zum Studium der Torah und auch zu ihrem Niederschreiben verpflichtet sind, nicht aber für Frauen.
Andererseits: Jeder, der diese Mizwa erfüllt, indem er eine Torahrolle schreiben lässt oder Sifre Kodesch kauft, wird gesegnet sein, und er und seine Söhne werden weise werden, wie geschrieben steht: „Schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Kinder Israel“. Dieser Vers weist darauf hin, dass wer diese Mizwa erfüllt, die Torah auch andere lehren wird.
Chinuch, Mizwa 613