Der tägliche Chumasch-Abschnitt

17. Nissan 5786

Samstag, 4. April 2026

Heute

Schemini

7. Alija

(Wajikra 11:33 – 11:47)

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וְכָל־כְּלִי־חֶ֔רֶשׂ אֲשֶׁר־יִפֹּ֥ל מֵהֶ֖ם אֶל־תּוֹכ֑וֹ כֹּ֣ל אֲשֶׁ֧ר בְּתוֹכ֛וֹ יִטְמָ֖א וְאֹת֥וֹ תִשְׁבֹּֽרוּ׃
33
33
Und bei jedem Gefäß aus Ton, in dessen Inneres etwas von ihnen hineinfällt, ist alles, was darin ist, unrein, und das Gefäß selbst müsst ihr zerbrechen.
in dessen Inneres: ein Tongefäß wird durch seinen inneren Raum unrein.
Raschi
Alles, was darin ist, wird unrein: das Gefäß macht das unrein, was sich in seinem inneren Raum befindet.
Raschi
und das Gefäß selbst müsst ihr zerbrechen: das lehrt, dass es durch Untertauchen in der Mikwe nicht rein wird.
Raschi
מִכָּל־הָאֹ֜כֶל אֲשֶׁ֣ר יֵאָכֵ֗ל אֲשֶׁ֨ר יָב֥וֹא עָלָ֛יו מַ֖יִם יִטְמָ֑א וְכָל־מַשְׁקֶה֙ אֲשֶׁ֣ר יִשָּׁתֶ֔ה בְּכָל־כְּלִ֖י יִטְמָֽא׃
34
34
Jede Speise, die gegessen wird, und woran Wasser gekommen ist, wird unrein, und jedes Getränk, das aus irgend einem Gefäß getrunken wird, wird unrein.
Jede Speise, die gegessen wird
Die Worte מִכָּל הָאֹכֶל אֲשֶׁר יֵאָכֵל „jede Speise, die gegessen wird“, gehören noch zum vorhergehenden Vers כֹּל אֲשֶׁר בְּתוֹכוֹ יִטְמָא „alles, was darin ist, ist unrein“ מִכָּל הָאֹכֶל אֲשֶׁר יֵאָכֵל „von jeder Speise, die gegessen wird“, auf die einmal Wasser gekommen ist und die sich in dem unreinen Tongefäß befindet; sie wird unrein; ebenso wird jedes Getränk, das aus einem Gefäß getrunken wird und das sich in dem unreinen Tongefäß befindet, unrein.
Wir entnehmen von hier viele Vorschriften: Wir lernen, dass eine Speise nur dann geeignet und vorbereitet ist, Unreinheit anzunehmen, wenn einmal Wasser auf sie gekommen ist; und wenn einmal Wasser darauf gekommen ist, nimmt sie immer Unreinheit an, auch, wenn sie trocken ist. Wein und Öl und alles, was ein Getränk genannt wird [die sieben Getränke Wasser, Tau, Öl, Wein, Milch, Blut und Honig] machen so wie Wasser Pflanzen zur Unreinheit geeignet; denn so ist der Vers zu erklären אֲשֶׁר יָבוֹא עָלָיו מַיִם „woran Wasser gekommen ist“ oder כָּל מַשְׁקֶה אֲשֶׁר יִשָּׁתֶה בְּכָל כְּלִי „jedes Getränk, das aus irgend einem Gefäß getrunken wird“ יִטְמָא diese Speise „wird unrein“.

Weiters haben unsere Weisen von hier entnommen, dass ein „Kind der Unreinheit“ [וְלַד הַטֻּמְאָה, was am „Vater der Unreinheit“ אַב הַטֻּמְאָה, an einem toten Kriechtier, Aas und dergleichen angerührt hat und dadurch unrein geworden ist] Geräte nicht unrein macht. Denn so haben wir gelernt (Pessachim 20a): Ich hätte meinen können, dass alle Geräte durch den inneren Raum eines Tongefäßes unrein würden, darum heißt es כֹּל אֲשֶׁר בְּתוֹכוֹ יִטְמָא מִכָּל הָאֹכֶל „alles, was darin ist, wird unrein von allen Speisen“ – Speise und Getränke werden durch den inneren Raum eines Tongefäßes unrein, aber alle Geräte werden durch den inneren Raum eines Tongefäßes nicht unrein. Denn das tote Kriechtier ist „Vater der Unreinheit“

(אַב הַטֻּמְאָה) und das Gerät, das durch dasselbe unrein geworden ist, ist nur „Kind der Unreinheit“ (וְלַד הַטֻּמְאָה) und macht nicht wiederum die Geräte in seinem Hohlraum unrein.

Weiters lernen wir, wenn das Kriechtier in den Hohlraum des Ofens gefallen ist, in dem sich Brot befindet, und das Kriechtier das Brot nicht berührt hat, dann ist der Ofen erster Grad und das Brot zweiter Grad der Unreinheit. Und wir sagen nicht, man betrachte den Ofen, als wäre er mit Unreinheit ausgefüllt und das Brot wäre erster Grad. Denn würdest du so sagen, dann wären auch alle Geräte nicht ausgeschlossen, durch den Hohlraum eines Tongefäßes unrein zu werden, denn die Unreinheit hätte sie selbst an ihrer Außenseite berührt.

Weiters lernen wir, dass das Ankommen von Wasser Pflanzen nur dann zur Unreinheit geeignet macht, wenn es auf sie gefallen ist, nachdem sie von der Erde getrennt waren. Denn würdest du sagen, sie nehmen diese Eigenschaft schon an, während sie noch mit der Erde verbunden sind, dann hättest du keine Pflanze, auf die noch kein Wasser gekommen ist, und was würde der Vers lehren אֲשֶׁר יָבוֹא עָלָיו מַיִם „worauf Wasser gekommen ist“?

Weiters lernen wir, dass eine Speise andere nur dann unrein macht, wenn sie die Größe eines Eies hat (שִׁיעוּר כְּבֵיצָה). So heißt es אֲשֶׁר יֵאָכֵל „die gegessen wird“, eine Speise, die auf einmal gegessen werden kann, und unsere Weisen haben berechnet, dass der Schlund nicht mehr als ein Hühnerei groß ist.
Raschi
woran Wasser gekommen ist
Ich könnte meinen, nur wenn die Speise in Wasser getunkt wird. Woher lerne ich den Fall, wenn Wasser darauffällt? Deshalb steht אֲשֶׁר יָבוֹא עָלָיו מַיִם „woran Wasser gekommen ist“.
Torat Kohanim
woran Wasser gekommen ist
Nicht nur Wasser macht die Unreinheit möglich (הֶכְשֵׁר לְקַבֵּל טֻמְאָה), sondern auch Tau, Wein, Öl, Blut, Honig, Milch – deshalb steht כָל מַשְׁקֶה „jedes Getränk“. Ich könnte meinen, auch Saft von Erdbeeren und Saft von Granatäpfeln, deshalb steht מַיִם „Wasser“; so wie Wasser besonders ist, weil es keinen Beinamen trägt, so auch jede Flüssigkeit, die keinen Beinamen trägt.
Torat Kohanim
וְ֠כֹל אֲשֶׁר־יִפֹּ֨ל מִנִּבְלָתָ֥ם ׀ עָלָיו֮ יִטְמָא֒ תַּנּ֧וּר וְכִירַ֛יִם יֻתָּ֖ץ טְמֵאִ֣ים הֵ֑ם וּטְמֵאִ֖ים יִהְי֥וּ לָכֶֽם׃
35
35
Alles, worauf ihr Aas fällt, wird unrein; ein Ofen und Kochherd muss eingerissen werden wenn du sie für rituell reines Essen verwenden willst, sie sind unrein; unrein sind sie für euch.
Aas: Fleisch eines verendeten Tieres.
Ofen und Kochherd: sind bewegliche Geräte (מִּטַּלְטְלִים) und sind aus Ton; sie haben einen Hohlraum, und auf die Öffnung des Hohlraumes setzt man den Topf; und bei beiden ist die Öffnung oben (Schabbat 38b).
Raschi
eingerissen werden: denn für Tongefäße gibt es keine Reinigung durch Untertauchen.
Raschi
unrein sind sie für euch
Sage nicht, dass Ich befehle, sie einzureißen; darum heißt es
וּטְמֵאִים יִהְיוּ לָכֶם „unrein sind sie für euch“; wenn man sie in ihrer Unreinheit behalten will, darf man es.
Raschi
אַ֣ךְ מַעְיָ֥ן וּב֛וֹר מִקְוֵה־מַ֖יִם יִהְיֶ֣ה טָה֑וֹר וְנֹגֵ֥עַ בְּנִבְלָתָ֖ם יִטְמָֽא׃
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36
Doch eine Quelle oder eine Grube, in der sich Wasser angesammelt hat, wird rein; wer aber ihr Aas berührt, wird unrein.
Doch eine Quelle oder eine Grube, in der sich Wasser angesammelt hat: diese sind mit der Erde verbunden und nehmen keine Unreinheit an.
Raschi
wird rein: wer darin nach seiner Unreinheit untertaucht.
Raschi
wer aber ihr Aas anrührt, ist unrein; auch wenn er sich in der Quelle oder der Zisterne befindet, er berührt aber ihre Unreinheit, so ist er unrein; sage da nicht einen _kal wachomer_ קַל וָחֹמֶר, wenn die Quelle die Unreinen von ihrer Unreinheit M macht, um so mehr muß sie den Reinen davor bewahren, unrein zu werden; darum steht, wer ihr Aas berührt, ist unrein (Tor. koh.).
Doch eine Quelle
Du könntest meinen, so wie eine Quelle mit einem Minimum (כָּל שֶׁהוּא) reinigt, so reinigt auch die Mikwe mit einem Minimum. Nein, אַךְ מַעְיָן „doch eine Quelle“: nur die Quelle reinigt mit einem Minimum, aber eine Mikwe reinigt nur mit 40 Sea. [Torat Kohanim]
Der Begriff „Minimum“ כׇּל שֶׁהוּא wird hier verwendet, um den Unterschied zur Mikwe zu betonen. Aber auch die Quelle braucht genug Wasser, um den gesamten Körper zu bedecken. Wenn der Mensch sehr klein ist, genügt weniger. Und wenn er groß ist, braucht es mehr Wasser. So steht in Paraschat Mezora (Waj. 15:16) וְרָחַץ בַּמַּיִם אֶת כָּל בְּשָׂרוֹ „tauche er seinen ganzen Körper in Wasser unter“: Wasser, das seinen ganzen Körper bedeckt. Aber in der Mikwe braucht man mindestens 40 Sea, auch wenn der Mensch sehr klein ist. [Torah Temima]

1 Sea: 8,3 Liter. 40 Sea: rund 332 Liter.
וְכִ֤י יִפֹּל֙ מִנִּבְלָתָ֔ם עַל־כָּל־זֶ֥רַע זֵר֖וּעַ אֲשֶׁ֣ר יִזָּרֵ֑עַ טָה֖וֹר הֽוּא׃
37
37
Wenn ihr Aas auf irgendwelche Saaten fällt, die gesät sind, dann bleiben sie rein.
Saaten
זֶרַע זֵרוּעַ, Saatgut von irgendwelchen Arten von Saaten. Das Wort זֵרוּעַ ist ein Hauptwort, wie (Dan. 1:12) וְיִתְּנוּ לָנוּ מִן הַזֵּרֹעִים „man gebe uns von den Saaten“.
Raschi
sind sie rein: der Vers lehrt dich, dass sie erst dann geeignet und vorbereitet sind, eine „Speise“ genannt zu werden, um Unreinheit anzunehmen, wenn Wasser auf sie gekommen ist.
Raschi
וְכִ֤י יֻתַּן־מַ֙יִם֙ עַל־זֶ֔רַע וְנָפַ֥ל מִנִּבְלָתָ֖ם עָלָ֑יו טָמֵ֥א ה֖וּא לָכֶֽם׃ (ס)
38
38
Ist Wasser auf Saaten gekommen, und ihr Aas fällt darauf, so seien sie euch unrein.
Ist Wasser auf Saaten gekommen: nachdem sie von der Erde getrennt war. Denn solltest du sagen, es gäbe auch Vorbereitung, solange sie mit der Erde verbunden sind, so hättest du keine Saaten, die nicht zur Unreinheit vorbereitet wäre.
Raschi
Wasser auf Saaten: sei es Wasser, seien es andere Flüssigkeiten. Sei es, dass sie auf die Saaten gekommen, oder dass die Saaten hineingefallen sind, alles wird in Torat Kohanim daraus abgeleitet.
Raschi
und ihr Aas fällt darauf: auch nachdem sie vom Wasser trocken geworden sind. Denn die Torah legt nur Wert darauf, dass sie den Namen „Speise“ trage, und sobald sie einmal die Vorbereitung, Unreinheit anzunehmen, erhalten hat, weicht diese nicht mehr von ihr.
Raschi
וְכִ֤י יָמוּת֙ מִן־הַבְּהֵמָ֔ה אֲשֶׁר־הִ֥יא לָכֶ֖ם לְאָכְלָ֑ה הַנֹּגֵ֥עַ בְּנִבְלָתָ֖הּ יִטְמָ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
39
39
Wenn von dem Vieh, das euch zum Essen dient, eines stirbt, dann ist, wer sein Aas berührt, bis zum Abend unrein.
sein Aas: aber nicht Knochen, Sehnen, auch nicht Hörner, Klauen oder die Haut.
Raschi
וְהָֽאֹכֵל֙ מִנִּבְלָתָ֔הּ יְכַבֵּ֥ס בְּגָדָ֖יו וְטָמֵ֣א עַד־הָעָ֑רֶב וְהַנֹּשֵׂא֙ אֶת־נִבְלָתָ֔הּ יְכַבֵּ֥ס בְּגָדָ֖יו וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
40
40
Und wer vom Aas isst, muss seine Kleidung waschen und bleibt bis zum Abend unrein; und wer das Aas trägt, tauche seine Kleidung unter und bleibt unrein bis zum Abend.
und wer das Aas trägt
Strenger ist die Unreinheit durch Tragen als die Unreinheit durch Berühren. Denn, wer trägt, verunreinigt auch die Kleidung. Wer aber berührt, dessen Kleidung wird nicht unrein; denn dabei steht nicht „er tauche seine Kleidung unter“.
Raschi
Und wer vom Aas isst: ich hätte meinen können, das Essen mache ihn unrein. Wenn der Vers aber beim Aas eines reinen Vogels sagt (Waj. 22.8) נְבֵלָה וּטְרֵפָה לֹא יֹאכַל לְטָמְאָה בָהּ „Gefallenes und Zerrissenes esse er nicht“, um dadurch unrein zu werden, so lernen wir, jenes macht durch Essen die Kleidung unrein, aber Aas von unreinem Vieh macht die Kleidung durch Essen nicht unrein, wenn er es nicht getragen hat, wenn es ihm z.B. ein anderer in den Schlund gesteckt hätte. Was lehrt somit הָאֹכֵל „wer [vom Aas] isst“? [Das muss einen Fall betreffen, in dem der Essende das Fleisch trägt. Wenn jedoch das Tragen die Unreinheit (Tuma) bewirkt, weshalb erwähnt der Vers dann das Essen?] Das bestimmt für den, der Aas trägt oder berührt, ein Maß soviel wie ein Essen, das ist die Größe einer Olive.
Raschi
einen Fall, in dem der Essende das Fleisch trägt: Das bedeutet, der Vers beschreibt den regulären Verzehr, wobei die Unreinheit durch das Tragen des Fleisches mit Händen oder Mund entsteht.
Ramban, Gur Arye
und bleibt unrein bis zum Abend: obwohl er sich untergetaucht hat, braucht er doch noch den Sonnenuntergang.
Raschi
וְכָל־הַשֶּׁ֖רֶץ הַשֹּׁרֵ֣ץ עַל־הָאָ֑רֶץ שֶׁ֥קֶץ ה֖וּא לֹ֥א יֵאָכֵֽל׃
41
41
Und alle kleinen Tiere, die sich auf der Erde bewegen, sind ein Abscheu; sie dürfen nicht gegessen werden.
die sich auf der Erde bewegen
Das schließt die Mücken in den Zedernüssen und Bohnen und die Würmer in den Linsen aus, weil diese sich nicht auf der Erde, sondern nur in der Speise bewegt haben. Wenn sie aber an die Luft herausgekommen sind und sich bewegt haben, sind sie verboten.
Raschi
sie dürfen nicht gegessen werden
Warum steht hier die passive Form יֵאָכֵל „gegessen werden“? Das macht den, der jemand anderem zu essen gibt, ebenso schuldig wie den Essenden.
Unter שֶׁרֶץ versteht man etwas Niedriges, Kurzfüßiges, das nur gesehen wird, wie es kriecht und schleicht.
Raschi
כֹּל֩ הוֹלֵ֨ךְ עַל־גָּח֜וֹן וְכֹ֣ל ׀ הוֹלֵ֣ךְ עַל־אַרְבַּ֗ע עַ֚ד כָּל־מַרְבֵּ֣ה רַגְלַ֔יִם לְכָל־הַשֶּׁ֖רֶץ הַשֹּׁרֵ֣ץ עַל־הָאָ֑רֶץ לֹ֥א תֹאכְל֖וּם כִּי־שֶׁ֥קֶץ הֵֽם׃
42
42
Alles, was auf dem Bauch kriecht und alles, das auf vieren geht und der Vielfüßer, alle kleinen Tiere, die sich auf der Erde bewegen, die dürft ihr nicht essen; denn sie sind ein Abscheu.
auf dem Bauch kriecht
הוֹלֵךְ עַל גָּחוֹן „auf dem Bauch kriecht“: das ist die Schlange. Das Wort גָּחוֹן bedeutet gebückt. Sie geht gebückt und auf dem Bauch liegend.
Raschi
alles, das geht: fügt Würmer und alles, was ihnen ähnlich ist, hinzu.
Raschi
auf vieren geht: das ist der Skorpion.
Raschi
alle: fügt den Käfer hinzu (auf Französisch escharbot), und alles, was ihm ähnlich ist.
Raschi
Vielfüßer
מַרְבֵּה רַגְלַיִם ist der Hundertfüßer, ein Kriechtier, das vom Kopf bis zum Schwanz auf beiden Seiten Füße hat; man nennt es auf Französisch çenpiés.
Raschi
אַל־תְּשַׁקְּצוּ֙ אֶת־נַפְשֹׁ֣תֵיכֶ֔ם בְּכָל־הַשֶּׁ֖רֶץ הַשֹּׁרֵ֑ץ וְלֹ֤א תִֽטַּמְּאוּ֙ בָּהֶ֔ם וְנִטְמֵתֶ֖ם בָּֽם׃
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43
Macht euch nicht selbst zum Abscheu durch alles, was da wimmelt, damit ihr nicht durch sie unrein werdet; ihr würdet durch sie unrein werden.
Macht euch nicht selbst zum Abscheu: indem ihr sie esst. Da hier dabeisteht נַפְשֹׁתֵיכֶם „eure Seelen“, und eine Verunreinigung der Seele nicht durch Berührung entsteht. Ebenso weiter לֹא תִטַּמְּאוּ „damit ihr nicht durch sie unrein werdet“ dadurch, dass ihr sie esst.
Raschi
damit ihr nicht durch sie unrein werdet: wenn ihr euch durch sie auf Erden verunreinigt, so werde auch Ich euch verunreinigen in der Künftigen Welt und an eurem Ruheplatz im Himmel (Joma 30a).
Raschi
unrein werdet: In diesem Zusammenhang bedeutet „Unreinheit“ Absonderung und Ferne. Ein Unreiner muss sich je nach Grad der Verunreinigung von den Lagern des jüdischen Volkes fernhalten (siehe Waj. 13:46, Bam. 5:1). Der Vers lehrt somit: Wer verbotene Tiere isst, dessen Seele wird von den Seelen der Gerechten geschieden; sie erfährt Abweisung und wird von der ewigen Ruhestätte verbannt, in die sie nach dem Tode hätte heimkehren sollen.
Beer baSade, Beer Jizchak
כִּ֣י אֲנִ֣י יְהוָה֮ אֱלֹֽהֵיכֶם֒ וְהִתְקַדִּשְׁתֶּם֙ וִהְיִיתֶ֣ם קְדֹשִׁ֔ים כִּ֥י קָד֖וֹשׁ אָ֑נִי וְלֹ֤א תְטַמְּאוּ֙ אֶת־נַפְשֹׁ֣תֵיכֶ֔ם בְּכָל־הַשֶּׁ֖רֶץ הָרֹמֵ֥שׂ עַל־הָאָֽרֶץ׃
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44
Denn Ich bin der Ewige, euer G‑tt, ihr sollt euch heilig halten, und ihr werdet heilig sein, denn Ich bin heilig; ihr sollt euch nicht durch all die kleinen Tiere, die auf der Erde wimmeln, unrein machen.
Denn Ich bin der Ewige, euer G‑tt: ebenso, wie Ich heilig bin, der Ich der Ewige, euer G‑tt, bin, so sollt auch ihr euch heilig machen auf Erden.
Raschi
und ihr werdet heilig sein: vor Mir, weil Ich euch im Himmel und in der zukünftigen Welt heiligen werde.
Raschi
ihr sollt euch nicht unrein machen: der Vers lehrt, dass, wer nicht gehorcht, viele Verbote übertritt; und auf jedes Verbot steht die Züchtigungsstrafe (מַלְקוֹת). Das ist, was die Weisen in der Gemara (Makot 16b) sagen: hat einer ein Wasserkriechtier gegessen, erhält er vier Mal die Züchtigungsstrafe, eine Ameise – fünf Mal, eine Hornisse – sechs Mal.
Raschi
כִּ֣י ׀ אֲנִ֣י יְהוָ֗ה הַֽמַּעֲלֶ֤ה אֶתְכֶם֙ מֵאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם לִהְיֹ֥ת לָכֶ֖ם לֵאלֹהִ֑ים וִהְיִיתֶ֣ם קְדֹשִׁ֔ים כִּ֥י קָד֖וֹשׁ אָֽנִי׃
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45
Denn Ich bin der Ewige, der euch aus dem Land Mizraim heraufgeführt hat, um euer G‑tt zu sein, ihr sollt heilig sein, denn Ich bin heilig.
Denn Ich bin der Ewige, der euch aus dem Land Mizraim heraufgeführt hat: damit ihr Meine Gebote annehmt, habe Ich euch heraufgeführt.
Andere Erklärung: Denn Ich bin der Ewige, der euch aus dem Land Mizraim heraufgeführt habe; sonst an allen Stellen steht ,herausgeführt‘, und hier steht ,heraufgeführt‘ – הַמַּעֲלֶה: Wenn Ich Israel nur darum aus Mizraim geführt hätte, damit sie sich nicht durch Kriechtiere verunreinigen, so wäre es genug; denn das ist eine Erhebung (מַעְלָה) für sie; das bedeutet „heraufgeführt“ (Bawa Mezia 61b).
Raschi
זֹ֣את תּוֹרַ֤ת הַבְּהֵמָה֙ וְהָע֔וֹף וְכֹל֙ נֶ֣פֶשׁ הַֽחַיָּ֔ה הָרֹמֶ֖שֶׂת בַּמָּ֑יִם וּלְכָל־נֶ֖פֶשׁ הַשֹּׁרֶ֥צֶת עַל־הָאָֽרֶץ׃
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46
Das sind die Vorschriften über das Vieh und die Vögel, über alles Lebendige, das sich im Wasser bewegt, und über alle kleinen Tiere, die sich auf der Erde bewegen,
לְהַבְדִּ֕יל בֵּ֥ין הַטָּמֵ֖א וּבֵ֣ין הַטָּהֹ֑ר וּבֵ֤ין הַֽחַיָּה֙ הַֽנֶּאֱכֶ֔לֶת וּבֵין֙ הַֽחַיָּ֔ה אֲשֶׁ֖ר לֹ֥א תֵאָכֵֽל׃ (פ)
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um zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen, zwischen dem Wild, das gegessen werden darf und dem Wild, das nicht gegessen werden darf.
um zu unterscheiden: es genügt nicht, dass du die Überlieferung dir einprägst, sondern du sollst jene verstehen und kennen und mit ihnen vertraut sein.
Raschi
zwischen dem Unreinen und dem Reinen: braucht man zu sagen, zwischen Esel und Kuh? Diese sind bereits voneinander unterschieden; sondern zwischen dem, was für dich unrein, und dem, was für dich rein ist; zwischen dem, bei dem nur die Hälfte der Luftröhre geschächtet ist, und dem, bei dem der größte Teil geschächtet ist.
Raschi
zwischen dem Wild, das gegessen werden darf: braucht man zu sagen, zwischen Hirsch und Waldesel? Diese sind ja bereits voneinander unterschieden; sondern zwischen dem, an dem Verletzungen entstanden sind, bei denen es trotzdem erlaubt ist, und dem, an dem Verletzungen entstanden sind, durch die es verboten ist.
Raschi