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Jede Speise, die gegessen wird, und woran Wasser gekommen ist, wird unrein, und jedes Getränk, das aus irgend einem Gefäß getrunken wird, wird unrein.
Jede Speise, die gegessen wird
Die Worte מִכָּל הָאֹכֶל אֲשֶׁר יֵאָכֵל „jede Speise, die gegessen wird“, gehören noch zum vorhergehenden Vers כֹּל אֲשֶׁר בְּתוֹכוֹ יִטְמָא „alles, was darin ist, ist unrein“ מִכָּל הָאֹכֶל אֲשֶׁר יֵאָכֵל „von jeder Speise, die gegessen wird“, auf die einmal Wasser gekommen ist und die sich in dem unreinen Tongefäß befindet; sie wird unrein; ebenso wird jedes Getränk, das aus einem Gefäß getrunken wird und das sich in dem unreinen Tongefäß befindet, unrein.
Wir entnehmen von hier viele Vorschriften: Wir lernen, dass eine Speise nur dann geeignet und vorbereitet ist, Unreinheit anzunehmen, wenn einmal Wasser auf sie gekommen ist; und wenn einmal Wasser darauf gekommen ist, nimmt sie immer Unreinheit an, auch, wenn sie trocken ist. Wein und Öl und alles, was ein Getränk genannt wird [die sieben Getränke Wasser, Tau, Öl, Wein, Milch, Blut und Honig] machen so wie Wasser Pflanzen zur Unreinheit geeignet; denn so ist der Vers zu erklären אֲשֶׁר יָבוֹא עָלָיו מַיִם „woran Wasser gekommen ist“ oder כָּל מַשְׁקֶה אֲשֶׁר יִשָּׁתֶה בְּכָל כְּלִי „jedes Getränk, das aus irgend einem Gefäß getrunken wird“ יִטְמָא diese Speise „wird unrein“.
Weiters haben unsere Weisen von hier entnommen, dass ein „Kind der Unreinheit“ [וְלַד הַטֻּמְאָה, was am „Vater der Unreinheit“ אַב הַטֻּמְאָה, an einem toten Kriechtier, Aas und dergleichen angerührt hat und dadurch unrein geworden ist] Geräte nicht unrein macht. Denn so haben wir gelernt (Pessachim 20a): Ich hätte meinen können, dass alle Geräte durch den inneren Raum eines Tongefäßes unrein würden, darum heißt es כֹּל אֲשֶׁר בְּתוֹכוֹ יִטְמָא מִכָּל הָאֹכֶל „alles, was darin ist, wird unrein von allen Speisen“ – Speise und Getränke werden durch den inneren Raum eines Tongefäßes unrein, aber alle Geräte werden durch den inneren Raum eines Tongefäßes nicht unrein. Denn das tote Kriechtier ist „Vater der Unreinheit“
(אַב הַטֻּמְאָה) und das Gerät, das durch dasselbe unrein geworden ist, ist nur „Kind der Unreinheit“ (וְלַד הַטֻּמְאָה) und macht nicht wiederum die Geräte in seinem Hohlraum unrein.
Weiters lernen wir, wenn das Kriechtier in den Hohlraum des Ofens gefallen ist, in dem sich Brot befindet, und das Kriechtier das Brot nicht berührt hat, dann ist der Ofen erster Grad und das Brot zweiter Grad der Unreinheit. Und wir sagen nicht, man betrachte den Ofen, als wäre er mit Unreinheit ausgefüllt und das Brot wäre erster Grad. Denn würdest du so sagen, dann wären auch alle Geräte nicht ausgeschlossen, durch den Hohlraum eines Tongefäßes unrein zu werden, denn die Unreinheit hätte sie selbst an ihrer Außenseite berührt.
Weiters lernen wir, dass das Ankommen von Wasser Pflanzen nur dann zur Unreinheit geeignet macht, wenn es auf sie gefallen ist, nachdem sie von der Erde getrennt waren. Denn würdest du sagen, sie nehmen diese Eigenschaft schon an, während sie noch mit der Erde verbunden sind, dann hättest du keine Pflanze, auf die noch kein Wasser gekommen ist, und was würde der Vers lehren אֲשֶׁר יָבוֹא עָלָיו מַיִם „worauf Wasser gekommen ist“?
Weiters lernen wir, dass eine Speise andere nur dann unrein macht, wenn sie die Größe eines Eies hat (שִׁיעוּר כְּבֵיצָה). So heißt es אֲשֶׁר יֵאָכֵל „die gegessen wird“, eine Speise, die auf einmal gegessen werden kann, und unsere Weisen haben berechnet, dass der Schlund nicht mehr als ein Hühnerei groß ist.
Raschi
woran Wasser gekommen ist
Nicht nur Wasser macht die Unreinheit möglich (הֶכְשֵׁר לְקַבֵּל טֻמְאָה), sondern auch Tau, Wein, Öl, Blut, Honig, Milch – deshalb steht כָל מַשְׁקֶה „jedes Getränk“. Ich könnte meinen, auch Saft von Erdbeeren und Saft von Granatäpfeln, deshalb steht מַיִם „Wasser“; so wie Wasser besonders ist, weil es keinen Beinamen trägt, so auch jede Flüssigkeit, die keinen Beinamen trägt.
Torat Kohanim