Der tägliche Chumasch-Abschnitt

26. Nissan 5786

Montag, 13. April 2026

Heute

Tasria – Mezora

2. Alija

(Wajikra 13:24 – 13:39)

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א֣וֹ בָשָׂ֔ר כִּֽי־יִהְיֶ֥ה בְעֹר֖וֹ מִכְוַת־אֵ֑שׁ וְֽהָיְתָ֞ה מִֽחְיַ֣ת הַמִּכְוָ֗ה בַּהֶ֛רֶת לְבָנָ֥ה אֲדַמְדֶּ֖מֶת א֥וֹ לְבָנָֽה׃
24
24
Wenn an der Haut des Fleisches durch Feuer ein Brandgeschwür entsteht, und die heilende Stelle des Brandgeschwürs ist ein weißroter oder ein weißer Fleck,
die heilende Stelle des Brandgeschwürs
מִחְיַת הַמִּכְוָה, auf Französisch seiniment „Heilung“. Als das Brandgeschwür heilte, verwandelte es sich in einen gemischten Flecken (בַהֶרֶת פְּתוּכָה) oder in einen einfach weißen Flecken (לְבָנָה חֲלָקָה). Die Zeichen beim Brandgeschwür und die Zeichen bei der Entzündung sind dieselben, und warum hat sie der Vers in zwei Abschnitte geteilt? Um zu sagen, dass sie nicht zusammengerechnet werden. Wenn ein halber Griss (גָּרִיס) großer Aussatz in der Entzündung und ein halber Griss großer im Brandmal entstanden ist, werden sie nicht als ganzes Griss betrachtet (Chulin 8a).
Raschi
Griss: halachische Maßeinheit, in heutigen Maßen ein Kreis mit 19 mm Durchmesser (bzw. eine Fläche mit 2.84 cm2, oder ein Quadrat mit etwa 16,8 mm Seitenlänge).
וְרָאָ֣ה אֹתָ֣הּ הַכֹּהֵ֡ן וְהִנֵּ֣ה נֶהְפַּךְ֩ שֵׂעָ֨ר לָבָ֜ן בַּבַּהֶ֗רֶת וּמַרְאֶ֙הָ֙ עָמֹ֣ק מִן־הָע֔וֹר צָרַ֣עַת הִ֔וא בַּמִּכְוָ֖ה פָּרָ֑חָה וְטִמֵּ֤א אֹתוֹ֙ הַכֹּהֵ֔ן נֶ֥גַע צָרַ֖עַת הִֽוא׃
25
25
und der Kohen sieht ihn, und siehe, das Haar hat sich im Fleck in weiß verwandelt, und er erscheint tiefer als die Haut, dann ist es ein Aussatz, der im Brandgeschwür ausgebrochen ist; der Kohen spreche ihn unrein, ein Aussatzschaden ist es.
וְאִ֣ם ׀ יִרְאֶ֣נָּה הַכֹּהֵ֗ן וְהִנֵּ֤ה אֵֽין־בַּבֶּהֶ֙רֶת֙ שֵׂעָ֣ר לָבָ֔ן וּשְׁפָלָ֥ה אֵינֶ֛נָּה מִן־הָע֖וֹר וְהִ֣וא כֵהָ֑ה וְהִסְגִּיר֥וֹ הַכֹּהֵ֖ן שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
26
26
Wenn ihn aber der Kohen sieht, und siehe, im Fleck ist kein weißes Haar, und er ist nicht niedriger als die Haut und ist dunkel, dann schließe ihn der Kohen sieben Tage lang ein.
וְרָאָ֥הוּ הַכֹּהֵ֖ן בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֑י אִם־פָּשֹׂ֤ה תִפְשֶׂה֙ בָּע֔וֹר וְטִמֵּ֤א הַכֹּהֵן֙ אֹת֔וֹ נֶ֥גַע צָרַ֖עַת הִֽוא׃
27
27
Sieht ihn dann der Kohen am siebten Tag, wenn sich der Fleck in der Haut ausgebreitet hat, dann spreche der Kohen ihn unrein, ein Aussatzschaden ist es.
וְאִם־תַּחְתֶּיהָ֩ תַעֲמֹ֨ד הַבַּהֶ֜רֶת לֹא־פָשְׂתָ֤ה בָעוֹר֙ וְהִ֣וא כֵהָ֔ה שְׂאֵ֥ת הַמִּכְוָ֖ה הִ֑וא וְטִֽהֲרוֹ֙ הַכֹּהֵ֔ן כִּֽי־צָרֶ֥בֶת הַמִּכְוָ֖ה הִֽוא׃ (פ)
28
28
Wenn der Fleck an seiner Stelle bleibt, sich nicht in der Haut ausbreitet und dunkel ist, dann ist es eine Erhebung des Brandgeschwürs; der Kohen spreche ihn rein, denn eine Vernarbung des Brandgeschwürs ist es.
וְאִישׁ֙ א֣וֹ אִשָּׁ֔ה כִּֽי־יִהְיֶ֥ה ב֖וֹ נָ֑גַע בְּרֹ֖אשׁ א֥וֹ בְזָקָֽן׃
29
29
Wenn bei einem Mann oder einer Frau ein Schaden am Kopf oder am Bart entsteht,
am Kopf oder am Bart
Der Vers kommt und unterscheidet zwischen einem Aussatzschaden an einer Haarstelle und einem Aussatzschaden an einer Fleischstelle; bei der Fleischstelle ist weißes Haar das Zeichen, bei der Haarstelle ist goldgelbes Haar das Zeichen.
Raschi
Ein Haarschaden am Kopf oder Bart ist – durch diesen Vers – nicht mehr Teil der allgemeinen Halachot für Aussatzschaden; einerseits um zu erleichtern: weißes Haar macht ihn nicht unrein; andererseits um zu erschweren: goldgelbes Haar macht ihn unrein.
Sifra, Beraita deR. Ischmael
וְרָאָ֨ה הַכֹּהֵ֜ן אֶת־הַנֶּ֗גַע וְהִנֵּ֤ה מַרְאֵ֙הוּ֙ עָמֹ֣ק מִן־הָע֔וֹר וּב֛וֹ שֵׂעָ֥ר צָהֹ֖ב דָּ֑ק וְטִמֵּ֨א אֹת֤וֹ הַכֹּהֵן֙ נֶ֣תֶק ה֔וּא צָרַ֧עַת הָרֹ֛אשׁ א֥וֹ הַזָּקָ֖ן הֽוּא׃
30
30
und der Kohen sieht den Schaden, und siehe, er erscheint tiefer als die Haut, und es ist dünnes, goldgelbes Haar darin, dann spreche ihn der Kohen unrein, ein Haaraussatz ist es, ein Aussatz am Kopf oder am Bart.
es ist goldgelbes Haar darin
Das schwarze Haar darin ist goldgelb geworden.
Raschi
Haaraussatz ist es
Ein Aussatzschaden an einer Haarstelle heißt netek (נֶתֶק).
Raschi
וְכִֽי־יִרְאֶ֨ה הַכֹּהֵ֜ן אֶת־נֶ֣גַע הַנֶּ֗תֶק וְהִנֵּ֤ה אֵין־מַרְאֵ֙הוּ֙ עָמֹ֣ק מִן־הָע֔וֹר וְשֵׂעָ֥ר שָׁחֹ֖ר אֵ֣ין בּ֑וֹ וְהִסְגִּ֧יר הַכֹּהֵ֛ן אֶת־נֶ֥גַע הַנֶּ֖תֶק שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
31
31
Wenn der Kohen den Schaden des Haaraussatzes sieht, und siehe, er erscheint nicht tiefer als die Haut, es ist aber auch kein schwarzes Haar darin, dann soll der Kohen den Schaden des Haaraussatzes sieben Tage einschließen.
es ist kein schwarzes Haar darin
Wenn aber schwarzes Haar darin ist, so ist er rein und braucht nicht eingeschlossen zu werden. Denn das schwarze Haar ist ein Zeichen der Reinheit beim Haaraussatz, wie es heißt (Vers 37) וְשֵׂעָר שָׁחֹר צָמַח בּוֹ „und schwarzes Haar ist darin gewachsen“.
Raschi
וְרָאָ֨ה הַכֹּהֵ֣ן אֶת־הַנֶּגַע֮ בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִי֒ וְהִנֵּה֙ לֹא־פָשָׂ֣ה הַנֶּ֔תֶק וְלֹא־הָ֥יָה ב֖וֹ שֵׂעָ֣ר צָהֹ֑ב וּמַרְאֵ֣ה הַנֶּ֔תֶק אֵ֥ין עָמֹ֖ק מִן־הָעֽוֹר׃
32
32
Sieht dann der Kohen den Schaden am siebten Tag, und siehe, der Haaraussatz hat sich nicht ausgebreitet, und es ist kein goldgelbes Haar darin entstanden, und der Haaraussatz erscheint nicht tiefer als die Haut,
und siehe, der Haaraussatz hat sich nicht ausgebreitet
Wenn er sich aber ausgebreitet hat oder goldgelbes Haar darin entstanden ist, dann ist er unrein.
Raschi
וְהִ֨תְגַּלָּ֔ח וְאֶת־הַנֶּ֖תֶק לֹ֣א יְגַלֵּ֑חַ וְהִסְגִּ֨יר הַכֹּהֵ֧ן אֶת־הַנֶּ֛תֶק שִׁבְעַ֥ת יָמִ֖ים שֵׁנִֽית׃
33
33
dann soll er sich scheren lassen, aber den Haaraussatz darf er nicht wegscheren; und der Kohen soll den Haaraussatz zum zweiten Mal sieben Tage einschließen.
soll er sich scheren lassen: rund um den Haarschaden.
Raschi
aber den Haaraussatz darf er nicht wegscheren
Er lasse zwei Haare neben ihm rundum stehen, damit zu erkennen ist, ob der Aussatz sich ausbreitet. Wenn er sich ausbreitet, überschreitet er die Haare und tritt auf die abgeschorene Stelle heraus.
Raschi
den Haaraussatz darf er nicht wegscheren
Woher lernen wir, dass jemand, der die Zeichen der Unreinheit aus seinem Aussatz absichtlich entfernt (ausreißt bzw. abschert), ein Verbot (לֹא תַּעֲשֶׂה) übertritt? Aus diesem Vers וְאֶת הַנֶּתֶק לֹא יְגַלֵּחַ „den Haaraussatz darf er nicht wegscheren“.
Torat Kohanim
וְרָאָה֩ הַכֹּהֵ֨ן אֶת־הַנֶּ֜תֶק בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֗י וְ֠הִנֵּה לֹא־פָשָׂ֤ה הַנֶּ֙תֶק֙ בָּע֔וֹר וּמַרְאֵ֕הוּ אֵינֶ֥נּוּ עָמֹ֖ק מִן־הָע֑וֹר וְטִהַ֤ר אֹתוֹ֙ הַכֹּהֵ֔ן וְכִבֶּ֥ס בְּגָדָ֖יו וְטָהֵֽר׃
34
34
Sieht der Kohen den Haaraussatz am siebten Tag, und siehe, der Haaraussatz hat sich auf der Haut nicht ausgebreitet, und er erscheint nicht tiefer als die Haut, dann spreche ihn der Kohen rein; er wasche seine Kleidung und ist dann rein.
וְאִם־פָּשֹׂ֥ה יִפְשֶׂ֛ה הַנֶּ֖תֶק בָּע֑וֹר אַחֲרֵ֖י טָהֳרָתֽוֹ׃
35
35
Wenn der Haaraussatz sich ausbreitet auf der Haut, nachdem er ihn reingesprochen hat,
nachdem er ihn reingesprochen hat
Hieraus wüsste ich nur, wenn er sich nach dem Reinsprechen ausbreitet. Woher weiß ich dasselbe auch am Ende der ersten Woche und am Ende der zweiten Woche? Darum heißt es פָּשֹׂה יִפְשֶׂה „wenn er sich ausbreitet“.
Raschi
Die Tora verwendet hier die Doppelform פָּשֹׂה יִפְשֶׂה „ausbreitend breitet es sich aus“, um zu besagen: dieselbe Vorschrift gilt für einen Haaraussatz, der sich zu jedem Zeitpunkt ausbreitet; er wird sofort unrein erklärt.
וְרָאָ֙הוּ֙ הַכֹּהֵ֔ן וְהִנֵּ֛ה פָּשָׂ֥ה הַנֶּ֖תֶק בָּע֑וֹר לֹֽא־יְבַקֵּ֧ר הַכֹּהֵ֛ן לַשֵּׂעָ֥ר הַצָּהֹ֖ב טָמֵ֥א הֽוּא׃
36
36
und der Kohen sieht ihn, und siehe, der Haaraussatz hat sich auf der Haut ausgebreitet, dann hat der Kohen nicht nach den goldgelben Haaren zu suchen; er ist unrein.
וְאִם־בְּעֵינָיו֩ עָמַ֨ד הַנֶּ֜תֶק וְשֵׂעָ֨ר שָׁחֹ֧ר צָֽמַח־בּ֛וֹ נִרְפָּ֥א הַנֶּ֖תֶק טָה֣וֹר ה֑וּא וְטִהֲר֖וֹ הַכֹּהֵֽן׃ (ס)
37
37
Wenn aber der Haaraussatz geblieben ist, wie er war, und ist schwarzes Haar darin gewachsen, dann ist der Haaraussatz geheilt, er ist rein und der Kohen spreche ihn rein.
und schwarzes Haar
Woher weiß ich, auch gelbes und rotes, das nicht goldgelb ist? Darum heißt es וְשֵׂעָר „und [schwarzes] Haar [ist darin gewachsen]“ mit dem Buchstaben ו (Waw).
Als Farbe ist צָהוֹב „goldgelb“ der Goldfarbe ähnlich; das Wort צָהוֹב ist so wie זָהוֹב, orable auf Französisch, „mattes Gold“.
Raschi
mit dem Buchstaben ו (Waw): Das Präfix ו „und“ ist nicht notwendig und kommt, auch Haar, das nicht schwarz ist, als Zeichen der Reinheit aufzunehmen. [Mesiach Ilmim]
Daraus, dass der Vers hier lautet וְשֵׂעָר שָׁחֹר צָמַח בּוֹ „und schwarzes Haar ist darin gewachsen“, und nicht וְצָמַח בּוֹ שֵׂעָר שָׁחֹר, wie es beim goldgelben Haar steht, וּבוֹ שֵׂעָר צָהֹב „es ist goldgelbes Haar darin“ (Vers 30), וְלֹא הָיָה בוֹ שֵׂעָר צָהֹב „es ist kein goldgelbes Haar darin“ (Vers 32), lernt man, dass das Präfix ו „und“ bei וְשֵׂעָר שָׁחֹר צָמַח בּוֹ „und schwarzes Haar“ kommt, jede Haarfarbe außer goldgelb aufzunehmen. Nur bei צָהֹב ist ausdrücklich „goldgelb“ gemeint.
Elijahu Rabba zu Negaim 10:3
er ist rein und der Kohen spreche ihn rein: wenn aber der Kohen einen Unreinen für rein erklärt, dann ist er nicht rein.
Raschi
וְאִישׁ֙ אֽוֹ־אִשָּׁ֔ה כִּֽי־יִהְיֶ֥ה בְעוֹר־בְּשָׂרָ֖ם בֶּהָרֹ֑ת בֶּהָרֹ֖ת לְבָנֹֽת׃
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38
Wenn bei einem Mann oder einer Frau auf der Haut des Fleisches Flecken entstehen, weiße Flecken,
Flecken
בֶּהָרֹת „Flecken“: weiße Stellen.
Raschi
וְרָאָ֣ה הַכֹּהֵ֗ן וְהִנֵּ֧ה בְעוֹר־בְּשָׂרָ֛ם בֶּהָרֹ֖ת כֵּה֣וֹת לְבָנֹ֑ת בֹּ֥הַק ה֛וּא פָּרַ֥ח בָּע֖וֹר טָה֥וֹר הֽוּא׃ (ס)
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und der Kohen sieht sie, und siehe, auf der Haut ihres Fleisches sind trübweiße Flecken, dann ist es ein lichter Ausschlag, der in der Haut aus¬gebrochen ist, er ist rein.
trübweiß
כֵּהוֹת לְבָנֹת „trübweiß“, ihre Farbe ist nicht hell, sondern trübe.
Raschi
ein lichter Ausschlag
בֹּהַק „ein lichter Ausschlag“: wie das Weiße, das am Fleisch eines rötlichen Menschen, den man rosso „einen Rötlichen“ nennt, zwischen seinen roten Flecken sichtbar ist; das wird בֹּהַק genannt. Wie an einem Menschen mit dunklen Sommersprossen, wo zwischen einer dunklen Sommersprosse und der anderen das Fleisch in hellweißer Farbe glänzt.
Raschi
Obwohl seine Haut eine gewöhnliche Färbung hat, lassen die dunklen Sommersprossen das restliche Fleisch weißlich glänzend wirken.