וְאִ֕ישׁ כִּ֥י יִמָּרֵ֖ט רֹאשׁ֑וֹ קֵרֵ֥חַ ה֖וּא טָה֥וֹר הֽוּא׃
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Wenn einem Mann seine Haare am Kopf ausfallen, dann ist er haarlos hinten; er ist rein.
haarlos, er ist rein
Er ist rein von der Unreinheit der Haarschäden (נְתָקִין); er wird nicht nach den Zeichen von Kopfhaar und Bart – die Haarstellen sind – beurteilt, sondern nach den Zeichen der Schäden an der Haut des Fleisches, nämlich weißem Haar (שֵׂעָר לָבָן), gesunder Stelle (מִחְיָה) und Ausbreitung (פִשְׂיוֹן).
Raschi
וְאִם֙ מִפְּאַ֣ת פָּנָ֔יו יִמָּרֵ֖ט רֹאשׁ֑וֹ גִּבֵּ֥חַ ה֖וּא טָה֥וֹר הֽוּא׃
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41
Wenn seine Haare am Kopf zu seinem Gesicht hin ausfallen, dann ist er haarlos vorne; er ist rein.
Wenn auf der Seite seines Kopfes zu seinem Gesicht hin die Haare ausfallen: auf der Schrägung des Schädels zum Gesicht hin; das wird gabachat (גַּבַּחַת) genannt; auch die Schläfen an beiden Seiten gehören dazu. Die Schrägung des Schädels nach hinten wird karachat (קָרַחַת) genannt.
Raschi
וְכִֽי־יִהְיֶ֤ה בַקָּרַ֙חַת֙ א֣וֹ בַגַּבַּ֔חַת נֶ֖גַע לָבָ֣ן אֲדַמְדָּ֑ם צָרַ֤עַת פֹּרַ֙חַת֙ הִ֔וא בְּקָרַחְתּ֖וֹ א֥וֹ בְגַבַּחְתּֽוֹ׃
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Wenn auf der hinteren Glatze oder auf der vorderen Glatze ein weißroter Schaden entsteht, dann ist es ein Aussatz, der auf seiner hinteren Glatze oder auf seiner vorderen Glatze ausbricht.
ein weißroter Schaden: ein dunkelroter und weißer Schaden, gemischt (פָּתוּךְ). Woher weiß ich, dass es sich bei anderen Farben auch so verhält? Darum heißt es (nächster Vers) כְּמַרְאֵה צָרַעַת עוֹר בָּשָׂר „gleich der Farbe des Aussatzes an der Haut des Fleisches“. Und „Farbe des Aussatzes“ wird oben (Vers 2) beschrieben: אָדָם כִּי יִהְיֶה בְעוֹר בְּשָׂרוֹ „wenn an der Haut des Menschen sein wird“. Daraus schließen wir für hier: Wie es dort auf die vier Farben des Aussatzes ankommt und in zwei Wochen beurteilt wird, ebenso ist es auch hier der Fall.
Es wird aber nicht behandelt wie die Farbe des Aussatzes bei Entzündung (שְׁחִין) und Brandgeschwür (מִכְוָה), die in einer Woche beurteilt wird.
Und nicht wie die Farbe der Haarschäden (נְתָקִין), die nicht durch die vier Farben unrein machen, hellweiß und seine Unterfarbe, glänzendweiß und seine Unterfarbe.
Raschi
וְרָאָ֨ה אֹת֜וֹ הַכֹּהֵ֗ן וְהִנֵּ֤ה שְׂאֵת־הַנֶּ֙גַע֙ לְבָנָ֣ה אֲדַמְדֶּ֔מֶת בְּקָרַחְתּ֖וֹ א֣וֹ בְגַבַּחְתּ֑וֹ כְּמַרְאֵ֥ה צָרַ֖עַת ע֥וֹר בָּשָֽׂר׃
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43
Und sieht ihn der Kohen, und siehe, die Erhebung des Schadens auf seiner hinteren Glatze oder auf seiner vorderen Glatze ist weißrot, gleich der Farbe des Aussatzes an der Haut des Fleisches,
אִישׁ־צָר֥וּעַ ה֖וּא טָמֵ֣א ה֑וּא טַמֵּ֧א יְטַמְּאֶ֛נּוּ הַכֹּהֵ֖ן בְּרֹאשׁ֥וֹ נִגְעֽוֹ׃
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dann ist er ein Aussätziger, unrein ist er; der Kohen spreche ihn unrein, an seinem Kopf ist sein Schaden.
an seinem Kopf ist sein Schaden
Von hier weiß ich nur Haarschäden. Woher weiß ich, dass auch für die übrigen Aussätzigen diese Vorschriften gelten? Darum heißt es טַמֵּא יְטַמְּאֶנּוּ „unrein ist er, spreche ihn unrein“, um alle hinzuzufügen; für alle steht (nächster Vers) בְּגָדָיו יִהְיוּ פְרֻמִים „seine Kleider seien zerrissen“.
Raschi
וְהַצָּר֜וּעַ אֲשֶׁר־בּ֣וֹ הַנֶּ֗גַע בְּגָדָ֞יו יִהְי֤וּ פְרֻמִים֙ וְרֹאשׁוֹ֙ יִהְיֶ֣ה פָר֔וּעַ וְעַל־שָׂפָ֖ם יַעְטֶ֑ה וְטָמֵ֥א ׀ טָמֵ֖א יִקְרָֽא׃
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45
Und der Aussätzige, an dem der Schaden ist, seine Kleidung sei zerrissen, sein Haar soll wild wachsen, und bis über das Haar an der Lippe soll er sich verhüllen, und „Unrein! Unrein!“ soll er rufen.
zerrissen
פְרֻמִים „eingerissen“.
Raschi
wild wachsen
פָרוּעַ „wild wachsen“: er lasse das Haar wachsen.
Raschi
und bis über das Haar an der Lippe soll er sich verhüllen: wie ein Trauernder.
Raschi
Ein Trauernder ist verpflichtet, sein Antlitz während der sieben Trauertage zu verhüllen (Moed Katan 15a; zur zeitgenössischen Praxis siehe Tosafot zu Moed Katan 21a, ד״ה אלו דברים, Schulchan Aruch, Jore Dea 386 mit Rama und Schach).
Der Aussätzige hat die Pflichten eines Trauernden zu erfüllen: das Zerreißen der Kleider und das Wachsenlassen des Haares. Ebenso schreibt die Tora das Verhüllen des Gesichtes vor. Obwohl kein Todesfall vorliegt, verpflichtet die Tora den Aussätzigen zu diesen Vorschriften, um Reue über jene Sünden zu wecken, die die g ttliche Strafe des Aussatzes herbeiführten.
Ibn Esra
bis über das Haar an der Lippe
שָׂפָם, der Bart auf den Lippen, gernon „Schnurrbart“ auf Französisch.
Raschi
„Unrein! Unrein!“ soll er rufen
Er verkünde, dass er unrein ist, damit man sich von ihm fernhalte. [Raschi]
damit man sich von ihm fernhalte: um nicht mit ihm in Berührung zu kommen und dadurch selbst unrein zu werden.
כָּל־יְמֵ֞י אֲשֶׁ֨ר הַנֶּ֥גַע בּ֛וֹ יִטְמָ֖א טָמֵ֣א ה֑וּא בָּדָ֣ד יֵשֵׁ֔ב מִח֥וּץ לַֽמַּחֲנֶ֖ה מוֹשָׁבֽוֹ׃ (ס)
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46
Die ganze Zeit, die er den Schaden an sich hat, soll er unrein sein, unrein ist er; einsam soll er bleiben, außerhalb des Lagers soll sein Aufenthalt sein.
einsam soll er bleiben, außerhalb des Lagers
„Einsam soll er bleiben“ – andere Unreine dürfen sich nicht bei ihm aufhalten (Pessachim 67b).
Unsere Lehrer sagen (Erechin 16b), warum unterscheidet sich der Aussätzige von anderen Unreinen, dass er allein wohnen muss? Weil er durch böse Rede (לָשׁוֹן הָרָע) Mann und Frau, Mensch und Mitmensch getrennt hat, soll auch er von den anderen getrennt werden.
Raschi
außerhalb des Lagers: außerhalb der drei Lager.
Raschi
Das Lager Israels in der Wüste umschloss drei Bereiche: Das Mischkan mit dem Vorhof im Zentrum bildete das „Lager der Schechina“. Ringsum schloss sich das „Lager der Leviim“ an. Den äußeren Ring bildete das „Lager Israels“, in dem das übrige Volk lagerte.
Wer durch eine Leiche unrein war, wurde nur aus dem Lager der Schechina geschickt, durfte aber im Lager der Leviim und im Lager Israels bleiben. Ein Mensch mit Ausfluss (זָּב) wurde aus dem Lager der Schechina und dem Lager der Leviim geschickt, durfte aber im Lager Israels bleiben. Der vorliegende Vers behandelt den Menschen mit Aussatz: er wurde aus allen drei Lagern geschickt und durfte nicht einmal im Lager Israels verbleiben. [Siehe Raschi zu Bamidbar 5:2]
Die Ausweisung des Aussätzigen aus allen drei Lagern unterstreicht die Schwere der Sünde der bösen Rede (לָשׁוֹן הָרָע).
Schmirat haLaschon II, Kap. 16
א֤וֹ בִֽשְׁתִי֙ א֣וֹ בְעֵ֔רֶב לַפִּשְׁתִּ֖ים וְלַצָּ֑מֶר א֣וֹ בְע֔וֹר א֖וֹ בְּכָל־מְלֶ֥אכֶת עֽוֹר׃
48
48
oder am Kettfaden oder Schussfaden, an Leinen und Wolle, oder an Leder oder an etwas aus Leder Gefertigtem,
an Leinen oder Wolle
לַפִּשְׁתִּים וְלַצָּמֶר, vom Leinen oder von der Wolle.
Raschi
an Leder
עוֹר „Leder“: das ist eine Tierhaut, an der noch keine Arbeit geschehen ist.
Raschi
oder an etwas aus Leder Gefertigtem
מְלֶאכֶת עוֹר „aus Leder Gefertigtes“: das ist eine Tierhaut, an der schon eine Arbeit geschehen ist.
Raschi
וְהָיָ֨ה הַנֶּ֜גַע יְרַקְרַ֣ק ׀ א֣וֹ אֲדַמְדָּ֗ם בַּבֶּגֶד֩ א֨וֹ בָע֜וֹר אֽוֹ־בַשְּׁתִ֤י אוֹ־בָעֵ֙רֶב֙ א֣וֹ בְכָל־כְּלִי־ע֔וֹר נֶ֥גַע צָרַ֖עַת ה֑וּא וְהָרְאָ֖ה אֶת־הַכֹּהֵֽן׃
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49
und der Schaden ist stark grün oder stark rot am Kleidungsstück oder am Leder, oder am Kettfaden oder Schussfaden, oder an irgend einem ledernen Gerät, dann ist es ein Aussatzschaden und soll dem Kohen gezeigt werden.
stark grün
יָרֹק שֶׁבִּירֹקִין – יְרַקְרַק, das grünste Grün.
Raschi
stark rot
אָדֹם שֶׁבָּאֲדֻמִים – אֲדַמְדָּם, das roteste Rot.
Raschi
וְרָאָ֨ה אֶת־הַנֶּ֜גַע בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֗י כִּֽי־פָשָׂ֤ה הַנֶּ֙גַע֙ בַּ֠בֶּגֶד אֽוֹ־בַשְּׁתִ֤י אֽוֹ־בָעֵ֙רֶב֙ א֣וֹ בָע֔וֹר לְכֹ֛ל אֲשֶׁר־יֵעָשֶׂ֥ה הָע֖וֹר לִמְלָאכָ֑ה צָרַ֧עַת מַמְאֶ֛רֶת הַנֶּ֖גַע טָמֵ֥א הֽוּא׃
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51
Sieht er dann am siebten Tag, dass der Schaden sich ausgebreitet hat am Kleidungsstück oder am Kettfaden oder Schussfaden oder am Leder, an Allem, was aus dem Leder gemacht wurde, dann ist der Schaden ein schmerzhafter Aussatz, er ist unrein.
ein schmerzhafter Aussatz
צָרַעַת מַמְאֶרֶת „ein schmerzhafter Aussatz“, von (Jech. 28:24) סִלּוֹן מַמְאִיר „zum stechenden Dorn“; poiniant „stechend“ im Französischen.
Der Midrasch sagt מַמְאֶרֶת vom Wort מְאֵרָה „Verwünschung“: lege Verwünschung darauf, indem du keinen Nutzen davon haben darfst.
Raschi
Der Aussatz an einem Kleidungsstück ist nicht im körperlichen Sinn schmerzhaft. Er wird dennoch im Vers als „schmerzhaft“ beschrieben, weil das befallene Kleidungsstück verbrannt werden muss, was für den Besitzer ein belastender finanzieller Verlust ist.
Sefer Sikaron, Beer baSade
וְשָׂרַ֨ף אֶת־הַבֶּ֜גֶד א֥וֹ אֶֽת־הַשְּׁתִ֣י ׀ א֣וֹ אֶת־הָעֵ֗רֶב בַּצֶּ֙מֶר֙ א֣וֹ בַפִּשְׁתִּ֔ים א֚וֹ אֶת־כָּל־כְּלִ֣י הָע֔וֹר אֲשֶׁר־יִהְיֶ֥ה ב֖וֹ הַנָּ֑גַע כִּֽי־צָרַ֤עַת מַמְאֶ֙רֶת֙ הִ֔וא בָּאֵ֖שׁ תִּשָּׂרֵֽף׃
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52
Verbrannt werde das Kleidungsstück oder den Kettfaden oder Schussfaden aus Wolle oder aus Leinen, oder jedes lederne Gerät, an dem der Schaden ist, denn ein schmerzhafter Aussatz ist es; es werde im Feuer verbrannt.
aus Wolle oder aus Leinen
בַּצֶּמֶר אוֹ בַפִּשְׁתִּים „aus Wolle oder aus Leinen“, das ist die einfache Bedeutung.
Der Midrasch sagt, ich hätte meinen können, er bringe Wollflocken und Flachsbündel und verbrenne sie mit ihm zusammen? Darum steht הִוא בָּאֵשׁ תִּשָּׂרֵף „es werde im Feuer verbrannt“ und es braucht nichts anderes dabei zu sein. Was lehrt uns dann aber „aus Wolle oder aus Leinen“? Um die Säume (אִמְרִיּוֹת) daran auszuschließen, die aus einer anderen Art bestehen. אִמְרִיּוֹת sind Säume wie אִמְרָא.
Raschi
וְצִוָּה֙ הַכֹּהֵ֔ן וְכִ֨בְּס֔וּ אֵ֥ת אֲשֶׁר־בּ֖וֹ הַנָּ֑גַע וְהִסְגִּיר֥וֹ שִׁבְעַת־יָמִ֖ים שֵׁנִֽית׃
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dann befehle der Kohen, dass man das, woran der Schaden ist, waschen soll; und er schließe es zum zweiten Mal sieben Tage ein.
das, woran der Schaden ist
Ich hätte meinen können, nur die Stelle des Schadens; darum heißt es אֵת אֲשֶׁר בּוֹ הַנָּגַע „das, woran der Schaden ist“. Nun hätte ich meinen können, das ganze Kleidungsstück müsse gewaschen werden; darum steht הַנָּגַע „der Schaden“. Wie also? Er wasche etwas von der Kleidung mit.
Raschi