Der tägliche Chumasch-Abschnitt

14. Ijar 5786

Freitag, 1. Mai 2026

Heute

Emor

6. Alija

(Wajikra 23:33 – 23:44)

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וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
33
33
Der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
דַּבֵּ֛ר אֶל־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לֵאמֹ֑ר בַּחֲמִשָּׁ֨ה עָשָׂ֜ר י֗וֹם לַחֹ֤דֶשׁ הַשְּׁבִיעִי֙ הַזֶּ֔ה חַ֧ג הַסֻּכּ֛וֹת שִׁבְעַ֥ת יָמִ֖ים לַיהֹוָֽה׃
34
34
Rede zu den Kindern Israel, wie folgt: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats Tischre ist das Hüttenfest über einen Zeitraum von sieben Tagen für den Ewigen.
das Hüttenfest sieben Tage für den Ewigen
Keinen anderen Schutz brauchen sie, und das Haus sollen sie ohne Furcht verlassen, um diese sieben Tage in der Sukka zu verbringen. Tage der Freude für jeden sind es. Deshalb steht שִׁבְעַת יָמִים לַה׳ „sieben Tage für den Ewigen“.
Sifte Kohen von R. Mordechai haKohen – ש״ך עה״ת
בַּיּ֥וֹם הָרִאשׁ֖וֹן מִקְרָא־קֹ֑דֶשׁ כָּל־מְלֶ֥אכֶת עֲבֹדָ֖ה לֹ֥א תַעֲשֽׂוּ׃
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35
*Am ersten Tag ist eine heilige Versammlung; keinerlei Melacha* (Arbeit) dürft ihr ausüben.**
eine heilige Versammlung
Heilige den Tag: zu Jom Kippur durch reines Gewand und Gebet, und bei den anderen Feiertagen durch Essen und Trinken, reines Gewand und Gebet.
Raschi
שִׁבְעַ֣ת יָמִ֔ים תַּקְרִ֥יבוּ אִשֶּׁ֖ה לַיהוָ֑ה בַּיּ֣וֹם הַשְּׁמִינִ֡י מִקְרָא־קֹדֶשׁ֩ יִהְיֶ֨ה לָכֶ֜ם וְהִקְרַבְתֶּ֨ם אִשֶּׁ֤ה לַֽיהוָה֙ עֲצֶ֣רֶת הִ֔וא כָּל־מְלֶ֥אכֶת עֲבֹדָ֖ה לֹ֥א תַעֲשֽׂוּ׃
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36
Über einen Zeitraum von *sieben Tagen sollt ihr eine Feuergabe dem Ewigen darbringen; am achten Tag sei eine heilige Versammlung bei euch und eine Feuergabe dem Ewigen sollt ihr darbringen; es ist ein Schlussfest, keinerlei Melacha* (Arbeit) dürft ihr ausüben.**
es ist ein Schlussfest
עֲצֶרֶת הִוא „Es ist ein Schlussfest (Azeret)“: Ich halte euch zurück (עָצַרְתִּי, azarti) bei mir wie ein König, der seine Kinder für eine Reihe von Tagen zu einem Festmahl eingeladen hat. Als nun die Zeit gekommen ist, Abschied zu nehmen, sagt er zu ihnen: Kinder, ich bitte euch, bleibt noch einen Tag bei mir; eure Trennung fällt mir schwer (Sukka 55b).
Raschi
*keinerlei Melacha***
Sogar wichtige Arbeit, die – wenn sie nicht erledigt wird – für dich zu Geldverlust führt, dürft ihr nicht ausüben.
Raschi
dürft ihr nicht ausüben
Ich hätte meinen können, auch an Chol haMoed ist Melacha verboten, darum steht הִוא „es“, [d.h. am Schlussfest (Schemini Azeret) selbst ist die Melacha verboten, nicht aber an Chol haMoed].
Raschi
אֵ֚לֶּה מוֹעֲדֵ֣י יְהוָ֔ה אֲשֶׁר־תִּקְרְא֥וּ אֹתָ֖ם מִקְרָאֵ֣י קֹ֑דֶשׁ לְהַקְרִ֨יב אִשֶּׁ֜ה לַיהוָ֗ה עֹלָ֧ה וּמִנְחָ֛ה זֶ֥בַח וּנְסָכִ֖ים דְּבַר־י֥וֹם בְּיוֹמֽוֹ׃
37
37
Das sind die Feste des Ewigen, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen, um Feuergaben dem Ewigen darzubringen, Ganzopfer und Mehlopfer, Mahlopfer und Gussopfer, das Opfer an dem Tag, an dem sein entsprechender Tag ist.
Ganzopfer und Mehlopfer
Das Mehlopfer der Gussopfer, das mit dem Ganzopfer dargebracht wird (Menachot 44b).
Raschi
an dem Tag, an dem sein Tag ist
Nach der Vorschrift, die in Sefer Bamidbar (חוּמָשׁ הַפְּקוּדִים, Bam. 29:12–38) angegeben ist.
Raschi
הַפְּקוּדִים „Buch der Musterung“: das vierte Buch der Torah, Sefer Bamidbar, weil es mit einer Volkszählung beginnt.
an dem Tag, an dem sein Tag ist
Wenn aber der Tag vorbei ist, ist das Opfer ungültig.
Raschi
מִלְּבַ֖ד שַׁבְּתֹ֣ת יְּהוָ֑ה וּמִלְּבַ֣ד מַתְּנֽוֹתֵיכֶ֗ם וּמִלְּבַ֤ד כָּל־נִדְרֵיכֶם֙ וּמִלְּבַד֙ כָּל־נִדְב֣וֹתֵיכֶ֔ם אֲשֶׁ֥ר תִּתְּנ֖וּ לַיהוָֽה׃
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38
*Außer den Schabbat-Ruhetagen des Ewigen und außer euren Geschenken und außer allen euren Nedarim* (Gelübden) und außer allen euren Gaben, dir ihr dem Ewigen gebt.**
אַ֡ךְ בַּחֲמִשָּׁה֩ עָשָׂ֨ר י֜וֹם לַחֹ֣דֶשׁ הַשְּׁבִיעִ֗י בְּאָסְפְּכֶם֙ אֶת־תְּבוּאַ֣ת הָאָ֔רֶץ תָּחֹ֥גּוּ אֶת־חַג־יְהוָ֖ה שִׁבְעַ֣ת יָמִ֑ים בַּיּ֤וֹם הָֽרִאשׁוֹן֙ שַׁבָּת֔וֹן וּבַיּ֥וֹם הַשְּׁמִינִ֖י שַׁבָּתֽוֹן׃
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39
Jedoch am fünfzehnten Tag des siebten Monats Tischre, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr das Fest des Ewigen über einen Zeitraum von sieben Tagen auf folgende Weise feiern: Am ersten Tag ein Ruhetag und am achten Tag ein Ruhetag.
Jedoch am fünfzehnten Tag sollt ihr feiern: ein Friedensopfer als Festopfer darbringen. Ich hätte meinen können, dass dieses den Schabbat verdränge. Darum steht אַךְ „jedoch“, weil es die ganzen sieben Tage hindurch noch ersetzt werden kann.
Raschi
wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt
Dieser siebte Monat soll in die Zeit des Einsammelns fallen. Von hier geht hervor, dass ihnen befohlen wurde, Schaltjahre einzusetzen; denn wenn keine Schaltung stattfinden würde, fiele dieser Monat manchmal in die Mitte des Sommers oder des Winters.
Raschi
sollt ihr feiern: durch Friedensopfer des Festes (שְׁלָמִים לַחֲגִיגָה).
Raschi
sieben Tage
Wenn er an dem einen Tag nicht gebracht hat, bringe er am anderen Tag. Ich hätte meinen können, man müsse alle sieben Tage bringen, darum steht (Vers 41) וְחַגֹּתֶם אֹתוֹ „ihr sollt diesen Festtag feiern“, darunter ist ein einziger Tag zu verstehen und nicht mehr, und warum steht „sieben“? Als Nachbringung – תַשְׁלוּמִין. (Chagiga 9a)
Raschi
am achten Tag ein Ruhetag: das ist Schemini Azeret.
וּלְקַחְתֶּ֨ם לָכֶ֜ם בַּיּ֣וֹם הָרִאשׁ֗וֹן פְּרִ֨י עֵ֤ץ הָדָר֙ כַּפֹּ֣ת תְּמָרִ֔ים וַעֲנַ֥ף עֵץ־עָבֹ֖ת וְעַרְבֵי־נָ֑חַל וּשְׂמַחְתֶּ֗ם לִפְנֵ֛י יְהוָ֥ה אֱלֹהֵיכֶ֖ם שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
40
40
Und nehmt euch am ersten Tag einen Etrog, Zweige von Palmen (Lulaw) und Zweige vom Myrtenbaum (Hadassim) und Bachweiden (Arawot); und freut euch vor dem Ewigen, eurem G‑tt über einen Zeitraum von sieben Tagen.
einen Etrog
פְּרִי עֵץ הָדָר, wörtl. „Frucht des Hadarbaumes“; ein Baum, dessen Holz und Frucht denselben Geschmack haben.
Raschi
הָדָר („Pracht“). Das kann gelesen werden als הָדָר – הַדָּר בְּאִילָנוֹ מִשָּׁנָה לְשָׁנָה, eine Frucht, die von Jahr zu Jahr am Baum bleibt: das ist der Etrog.
Raschi
Palmzweige
[Der Begriff כַּפֹּת תְּמָרִים „Palmzweige“ steht in der Mehrzahl, aber] es ist ohne den Buchstaben ו (Waw) geschrieben: כַּפֹּת. Das lehrt, dass es nur ein Zweig zu sein braucht (Sukka 32a).
Raschi
und Zweig vom Myrtenbaum
עֲנַף עֵץ עָבֹת, wörtl. „Zweig des dichtbelaubten Baumes“, dessen Zweige wie Seile und Taue geflochten sind. Das ist die Myrte (הֲדַס), die wie ein Geflecht gebildet ist.
Raschi
וְחַגֹּתֶ֤ם אֹתוֹ֙ חַ֣ג לַֽיהוָ֔ה שִׁבְעַ֥ת יָמִ֖ים בַּשָּׁנָ֑ה חֻקַּ֤ת עוֹלָם֙ לְדֹרֹ֣תֵיכֶ֔ם בַּחֹ֥דֶשׁ הַשְּׁבִיעִ֖י תָּחֹ֥גּוּ אֹתֽוֹ׃
41
41
Ihr sollt es feiern als ein Fest für den Ewigen über einen Zeitraum von sieben Tagen im Jahr. Ein ewiges Gesetz sei es für eure künftigen Generationen, im siebten Monat Tischre sollt ihr es feiern.
בַּסֻּכֹּ֥ת תֵּשְׁב֖וּ שִׁבְעַ֣ת יָמִ֑ים כָּל־הָֽאֶזְרָח֙ בְּיִשְׂרָאֵ֔ל יֵשְׁב֖וּ בַּסֻּכֹּֽת׃
42
42
In Hütten sollt ihr wohnen über einen Zeitraum von sieben Tagen; jeder Einheimische in Israel soll in Hütten wohnen.
Einheimische: הָאֶזְרָח, das ist der Einheimische [d.h. der geborene Jude].
in Israel: das fügt die Gerim dazu.
Raschi
Einheimische
Das Wort אֶזְרָח kommt vom Ursprung זרח „Klarheit“. [Saadia Gaon zu Tehillim 37:35; Schemot 12:19]
Damit wird ausgedrückt, dass seine Abstammung klar und rein sind. Anders beim Ger, dessen Abstammung unklar ist. [Radak, Rabbi Jona ibn Dschanach, שורש זרח]

אֶזְרָח ist ein Baum mit starken Wurzeln. [Machberet Menachem]

אֶזְרָח ist ein Mensch mit verzweigter Familie, wie ein Ast, der mit den Wurzeln verbunden ist.
Ibn Esra zu Bereschit 15:13
לְמַעַן֮ יֵדְע֣וּ דֹרֹֽתֵיכֶם֒ כִּ֣י בַסֻּכּ֗וֹת הוֹשַׁ֙בְתִּי֙ אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל בְּהוֹצִיאִ֥י אוֹתָ֖ם מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם אֲנִ֖י יְהוָ֥ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
43
43
Damit eure künftigen Generationen wissen, dass Ich in Hütten habe wohnen lassen die Kinder Israel, als Ich sie herausführte aus dem Land Mizraim. Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
dass Ich in Hütten habe wohnen lassen: die Wolken der Herrlichkeit des Ewigen (עַנְנֵי כָּבוֹד). (Sukka 11b)
Raschi
וַיְדַבֵּ֣ר מֹשֶׁ֔ה אֶת־מֹעֲדֵ֖י יְהוָ֑ה אֶל־בְּנֵ֖י יִשְׂרָאֵֽל׃ (פ)
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44
Und Mosche sprach die Festtage des Ewigen zu den Kindern Israel.
Und Mosche sprach
Und Mosche sprach die Abfolge der Festtage und lehrte sie den Kindern Israel. [Targum Onkelos]
Vor jedem Festtag lehrte Mosche sie die Halachot dieses Festtages. Er nutzte die Ausdrucksweise, die er gehört hatte und gab sie an die Kinder Israel weiter, wie es hier heißt יְדַבֵּר מֹשֶׁה אֶת מֹעֲדֵי ה׳ „Mosche sprach die Festtage des Ewigen“.
Torat Kohanim 17:12, Ramban