Der tägliche Chumasch-Abschnitt

15. Ijar 5786

Samstag, 2. Mai 2026

Heute

Emor

7. Alija

(Wajikra 24:1 – 24:23)

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וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
1
1
Der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
צַ֞ו אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְיִקְח֨וּ אֵלֶ֜יךָ שֶׁ֣מֶן זַ֥יִת זָ֛ךְ כָּתִ֖ית לַמָּא֑וֹר לְהַעֲלֹ֥ת נֵ֖ר תָּמִֽיד׃
2
2
Befiehl den Kindern Israel, dass sie dir reines Olivenöl, aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit man ständig das Licht anzünden kann.
Befiehl den Kindern Israel
צַו אֶת בְּנֵי יִשְׂרָאֵל „Befiehl (Zaw) den Kindern Israel“: das ist der Abschnitt, in dem das Anzünden der Lichter befohlen wird.
Der Abschnitt וְאַתָּה תְּצַוֶּה (Tezawe, Schemot, Kap. 27) ist ein Abschnitt über den Bau des Mischkan, um den Zweck des Leuchters (Menora) zu erklären, und ist so zu verstehen: Du sollst später den Kindern Israel das befehlen; deshalb steht dort in der Zukunftsform תְּצַוֶּה, tezawe, „du wirst ihnen befehlen“.
Raschi
reines Öl aus zerstoßenen Oliven
Drei Öle kommen aus der Olive, das erste wird „rein“ genannt. Sie werden in Menachot (86a) und in Torat Kohanim (24:210) genannt.
Raschi
Beständiges, jede Nacht, wie das beständige Ganzopfer auch nur jeden Tag.
Zu Beginn werden die Oliven gepresst und in einen Korb aus geflochtenem Stroh gelegt, der als eine Art Sieb dient; das Öl, das von alleine austritt und aus dem Korb tropft, ist das „erste Öl“ – und nur das „erste Öl“ ist für die Menora geeignet.
Wenn das Öl nicht mehr aus dem Korb tropft, gibt man die Oliven in einen anderen Korb und beschwert sie mit einem schweren Balken, um weiteres Öl zu gewinnen. Dieses Öl ist das „zweite Öl“ und enthält etwas Bodensatz von Olivenstücken.

Jetzt presst man die Oliven in der Presse, gibt sie erneut in den Korb und beschwert sie; das entstehende Öl ist trübe und wird „drittes Öl“ genannt.

Das „erste Öl“ ist für die Menora geeignet; das „zweite“ und „dritte“ Öl sind nicht für die Menora, aber für die Mehlopfer (Menachot) geeignet.
Menachot 86a, Torat Kohanim
reines Öl aus zerstoßenen Oliven
Die Abschnitte über das Öl und die Sukka stehen nebeneinander, um zu sagen: Zu Chanukka, dem Fest des Öles, sagt man acht Tage lang das ganze Hallel, so wie man es an den acht Tagen des Sukkotfestes sagt.
Baal haTurim
מִחוּץ֩ לְפָרֹ֨כֶת הָעֵדֻ֜ת בְּאֹ֣הֶל מוֹעֵ֗ד יַעֲרֹךְ֩ אֹת֨וֹ אַהֲרֹ֜ן מֵעֶ֧רֶב עַד־בֹּ֛קֶר לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה תָּמִ֑יד חֻקַּ֥ת עוֹלָ֖ם לְדֹרֹֽתֵיכֶֽם׃
3
3
Außerhalb des Vorhanges, der die Truhe der Bezeugung im Zelt der Zusammenkunft verbirgt, mache Aharon sie zurecht zum Brennen vom Abend bis zum Morgen vor dem Ewigen ständig; ein ewiges Gesetz sei das für eure künftigen Generationen.
Außerhalb des Vorhanges der Bezeugung: der vor der heiligen Truhe ist, die Bezeugung (עֵדוּת) genannt wird. Unsere Lehrer (Schabbat 22b) beziehen es auf das westliche Licht, das eine Bezeugung war allen Menschen, dass die Schechina in Israel ruht. Man goss nämlich nicht mehr Öl hinein als in die anderen, und doch konnte er mit ihm [abends] beginnen, die anderen anzuzünden, und mit ihm abschließen.
Raschi
mache Aharon sie zurecht vom Abend bis zum Morgen: er ordne es durch eine Versorgung, die dem Maß jeder Nacht entspricht. Die Weisen haben als Maß ½ Log für jeden Ölbehälter berechnet. Das genügt auch für die langen Nächte um die Wintersonnenwende; dieses Maß wurde von ihnen festgelegt (Menachot 89a).
Raschi
עַ֚ל הַמְּנֹרָ֣ה הַטְּהֹרָ֔ה יַעֲרֹ֖ךְ אֶת־הַנֵּר֑וֹת לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה תָּמִֽיד׃ (פ)
4
4
Auf dem Leuchter aus reinem Gold mache er die Lichter zurecht vor dem Ewigen ständig.
rein: der Leuchter besteht aus reinem Gold.
Andere Erklärung: Auf dem Leuchter der Reinheit, der gereinigt wurde von der Asche des vorigen Tages.
Raschi
וְלָקַחְתָּ֣ סֹ֔לֶת וְאָפִיתָ֣ אֹתָ֔הּ שְׁתֵּ֥ים עֶשְׂרֵ֖ה חַלּ֑וֹת שְׁנֵי֙ עֶשְׂרֹנִ֔ים יִהְיֶ֖ה הַֽחַלָּ֥ה הָאֶחָֽת׃
5
5
Und nimm feines Mehl und backe daraus zwölf Challot; aus zwei Zehnteln eines Efa Mehl sei jede Challa.
Efa: Maßeinheit; 1 Efa entspricht ca. 5 Kilogramm.
aus zwei Zehnteln
Aus 24 Zehnteln [Efa Mehl] bestanden die Challot des Schaubrotes (לֶחֶם הַפָּנִים), und es waren 12 Challot – entsprechend den 12 Sternen, die in den 24 Stunden des Tages ständig kreisen, und in jeder Schicht waren 6 Challot – entsprechend den 6 Tagen der Schöpfung, in denen die Welt erschaffen wurde, denn alles auf der Welt und im gesamten Kosmos besteht im Verdienst des Dienstes an G‑tt.
Baal haTurim
וְשַׂמְתָּ֥ אוֹתָ֛ם שְׁתַּ֥יִם מַֽעֲרָכ֖וֹת שֵׁ֣שׁ הַֽמַּעֲרָ֑כֶת עַ֛ל הַשֻּׁלְחָ֥ן הַטָּהֹ֖ר לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
6
6
Und lege sie in zwei Schichten, sechs in einer Schicht, auf den Tisch aus reinem Gold vor dem Ewigen.
Sechs jede Schicht, sechs Brote enthält jede Schicht.
rein: der Tisch besteht aus reinem Gold.
Andere Erklärung: auf der Reinheit des Tisches; die Stangen [der Gestelle] sollen nicht das Brot von der Tischplatte aufheben.
Raschi
zwei Schichten: wörtl. in zwei Ordnungen.
וְנָתַתָּ֥ עַל־הַֽמַּעֲרֶ֖כֶת לְבֹנָ֣ה זַכָּ֑ה וְהָיְתָ֤ה לַלֶּ֙חֶם֙ לְאַזְכָּרָ֔ה אִשֶּׁ֖ה לַֽיהוָֽה׃
7
7
Und lege zu jeder Schicht von sechs Broten reinen Weihrauch und er sei zu dem Brot ein Gedenkteil, eine Feuergabe dem Ewigen zu Ehren.
Und lege zu jeder Schicht
Auf jeder von beiden Schichten war ein Becher Weihrauch, eine Handvoll enthielt jeder.
Raschi
und er sei: dieser Weihrauch
ein Gedenkteil: denn vom Brot kommt nichts auf den Altar; es wird nur der Weihrauch verdampft, wenn man das Brot an jedem Schabbat fortnimmt; und er ist der Gedenkteil für das Brot; denn durch ihn wird des Menschen im Himmel gedacht, wie die Handvoll Mehl der Gedenkteil für das Mehlopfer (Mincha) ist.
Raschi
בְּי֨וֹם הַשַּׁבָּ֜ת בְּי֣וֹם הַשַּׁבָּ֗ת יַֽעַרְכֶ֛נּוּ לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה תָּמִ֑יד מֵאֵ֥ת בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֖ל בְּרִ֥ית עוֹלָֽם׃
8
8
An jedem Schabbat-Tag soll er es ordnen vor dem Ewigen ständig, von den Kindern Israel als ewiger Bund.
וְהָֽיְתָה֙ לְאַהֲרֹ֣ן וּלְבָנָ֔יו וַאֲכָלֻ֖הוּ בְּמָק֣וֹם קָדֹ֑שׁ כִּ֡י קֹדֶשׁ֩ קָֽדָשִׁ֨ים ה֥וּא ל֛וֹ מֵאִשֵּׁ֥י יְהוָ֖ה חָק־עוֹלָֽם׃ (ס)
9
9
Und es gehöre Aharon und seinen Söhnen und sie sollen es essen am heiligen Ort; denn als Hochheiliges gehört es ihm von den Feuergaben des Ewigen als ein Festgesetztes auf ewig.
Und es gehöre: dieses Mehlopfer. Denn alles, was vom Getreide kommt, gehört zum Begriff „Mincha“, Mehlopfer.
Raschi
und sie sollen es essen
וַאֲכָלֻהוּ „und sie sollen es essen“ bezieht sich auf das Wort לֶּחֶם „Brot“, das männlich ist.
Raschi
וַיֵּצֵא֙ בֶּן־אִשָּׁ֣ה יִשְׂרְאֵלִ֔ית וְהוּא֙ בֶּן־אִ֣ישׁ מִצְרִ֔י בְּת֖וֹךְ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל וַיִּנָּצוּ֙ בַּֽמַּחֲנֶ֔ה בֶּ֚ן הַיִּשְׂרְאֵלִ֔ית וְאִ֖ישׁ הַיִּשְׂרְאֵלִֽי׃
10
10
Es ging hinaus der Sohn einer israelitischen Frau, er war aber der Sohn eines mizrischen Mannes, unter die Kinder Israel und es gerieten im Lager der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann in Streit.
Es ging hinaus
וַיֵּצֵא בֶּן אִשָּׁה יִשְׂרְאֵלִית „Es ging hinaus der Sohn einer israelitischen Frau“: Von wo ging er hinaus? Rabbi Levi sagt, Aus seiner Welt ging er hinaus [weil er aufgrund seiner Sünde zum Tod verurteilt wurde].
Rabbi Brechia sagt, Vom obigen Abschnitt kam er hervor, indem er spottete und sagte, Jeden Schabbat ordnet man das Schaubrot (לֶחֶם הַפָּנִים) – ist es die Art eines König, jeden Tag frisches Brot zu essen oder altes Brot von neun Tagen?

Die Baraita sagt, vom Gericht Mosches kam er her und er hatte dort verloren. Er wollte nämlich sein Zelt im Lager von Dan aufschlagen; da sagten sie zu ihm, Was hast du hier für ein Recht? Er antwortete ihnen, Ich gehöre zum Stamm Dan. Sie sagten, Es steht (Bam. 2:2) אִישׁ עַל דִּגְלוֹ בְאֹתֹת לְבֵית אֲבֹתָם „ein jeder bei seiner Fahne nach dem Zeichen des Hauses seiner Väter“. Er ging zum Gericht von Mosche Rabbenu und verlor mit seinem Einspruch; da stellte er sich hin und lästerte (Midrasch Tanchuma, Torat Kohanim).
Raschi
der Sohn eines mizrischen Mannes
Das war der Mizri, den Mosche erschlug.
Raschi
unter die Kinder Israel
Das lehrt, dass er sich dem jüdischen Volk angeschlossen hatte.
Raschi
Er brauchte keinen Giur zu machen, da seine Mutter jüdisch war; aber trotz seines Vaters hatte er sich dem jüdischen Volk angeschlossen.
Ramban
und es gerieten im Lager
בַּמַּחֲנֶה – עַל עִסְקֵי הַמַּחֲנֶה, wegen des Lagers.
Raschi
und ein israelitischer Mann
Sein Gegner, der ihm verwehrt hatte, sein Zelt aufzuschlagen.
Raschi
וַ֠יִּקֹּב בֶּן־הָֽאִשָּׁ֨ה הַיִּשְׂרְאֵלִ֤ית אֶת־הַשֵּׁם֙ וַיְקַלֵּ֔ל וַיָּבִ֥יאוּ אֹת֖וֹ אֶל־מֹשֶׁ֑ה וְשֵׁ֥ם אִמּ֛וֹ שְׁלֹמִ֥ית בַּת־דִּבְרִ֖י לְמַטֵּה־דָֽן׃
11
11
Und der Sohn der israelitischen Frau sprach ausdrücklich den Namen G‑ttes und fluchte; da brachten sie ihn zu Mosche. — Der Name seiner Mutter war Schlomit, Tochter des Dibri, vom Stamm Dan. —
sprach ausdrücklich
Er sprach den G‑ttesnamen aus und lästerte; es war der ausgesprochene G‑ttesname י-ה-ו-ה, den er am Berg Sinai gehört hatte (Sanhedrin 56a).
Raschi
Der Name seiner Mutter
Damit sagt der Vers das Lob Israels: Sie war die einzige Frau, die sich mit einem mizrischen Mann eingelassen hatte.
Raschi
Schlomit: sie schwatzte „Friede mit dir, Friede mit dir, Friede mit euch“; redete viel und fragte jeden nach seinem Wohl.
Raschi
Tochter von Dibri
בַּת דִּבְרִי „Tochter von Dibri“: sie war eine Vielredende (dabranit, דַּבְּרָנִית), darum kam sie zu Fall.
Raschi
vom Stamm Dan: das lehrt, dass der Böse sich selbst Schande bereitet und Schande seinem Vater und Schande seinem Stamm. Ähnlich (Schem. 31:6) אָהֳלִיאָב בֶּן אֲחִיסָמָךְ לְמַטֵּה דָן „Ohaliaw ben Achisamach vom Stamm Dan“: Lob für ihn, Lob für seinen Vater, Lob für seinen Stamm.
Raschi
וַיַּנִּיחֻ֖הוּ בַּמִּשְׁמָ֑ר לִפְרֹ֥שׁ לָהֶ֖ם עַל־פִּ֥י יְהוָֽה׃ (פ)
12
12
Man legte ihn in Haft, bis es ihnen erklärt werde durch den Ausspruch des Ewigen erhalten.
Man legte ihn in Haft: ihn besonders. Und man brachte den Holzsammler nicht zu ihm. Sie waren nämlich beide zur gleichen Zeit. Man wusste, dass der Holzsammler todesschuldig war; es war ihnen aber noch nicht erklärt worden, welche Todesart, darum steht (Bam. 15:34) כִּי לֹא פֹרַשׁ מַה יֵּעָשֶׂה לוֹ „denn es war nicht erklärt worden, was mit ihm geschehen sollte“. Beim Lästerer jedoch sagt der Vers לִפְרֹשׁ לָהֶם „dass es ihnen erklärt werde“, denn sie wussten nicht, ob er todesschuldig sei oder nicht (Sanh. 78b).
Raschi
וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
13
13
Und der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
הוֹצֵ֣א אֶת־הַֽמְקַלֵּ֗ל אֶל־מִחוּץ֙ לַֽמַּחֲנֶ֔ה וְסָמְכ֧וּ כָֽל־הַשֹּׁמְעִ֛ים אֶת־יְדֵיהֶ֖ם עַל־רֹאשׁ֑וֹ וְרָגְמ֥וּ אֹת֖וֹ כָּל־הָעֵדָֽה׃
14
14
Lass den, der geflucht hat, hinaus vor das Lager führen, und es sollen alle Zuhörer ihre Hände auf seinen Kopf stützen und die ganze Gemeinde steinige ihn.
alle Zuhörer
„Zuhörer“: das sind die Zeugen;
„alle“ fügt die Richter hinzu.
Raschi
ihre Hände
Sie sagen zu ihm, dein Blut komme über deinen Kopf. Wir aber werden wegen deiner Tötung nicht bestraft, denn du hast es dir selbst zugezogen.
Raschi
die ganze Gemeinde: in Gegenwart der ganzen Geminde. Von hier geht hervor, dass der Bote eines Menschen ihm gleich ist.
Raschi
וְאֶל־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל תְּדַבֵּ֣ר לֵאמֹ֑ר אִ֥ישׁ אִ֛ישׁ כִּֽי־יְקַלֵּ֥ל אֱלֹהָ֖יו וְנָשָׂ֥א חֶטְאֽוֹ׃
15
15
Und zu den Kindern Israel sage Folgendes: Jeder Mensch, der seinen G‑tt verflucht, trägt seine Sünde auf sich.
trägt seine Sünde auf sich
Damit ist die Strafe von כָרֵת (Ausrottung) gemeint, wenn es keine Verwarnung gab.
Raschi
וְנֹקֵ֤ב שֵׁם־יְהוָה֙ מ֣וֹת יוּמָ֔ת רָג֥וֹם יִרְגְּמוּ־ב֖וֹ כָּל־הָעֵדָ֑ה כַּגֵּר֙ כָּֽאֶזְרָ֔ח בְּנָקְבוֹ־שֵׁ֖ם יוּמָֽת׃
16
16
Wer den Namen des Ewigen flucht, soll getötet werden, die ganze Gemeinde soll ihn steinigen; wie der Fremde (Ger) so der Einheimische, wenn er den Namen G‑ttes flucht, soll er getötet werden.
Wer den Namen flucht: er ist nur dann schuldig, wenn er den G‑ttesnamen selbst ausspricht, und nicht, wenn er eine Umschreibung flucht.
Raschi
Wer flucht
וְנֹקֵב „wer flucht“ bedeutet verwünschen, wie (Bam. 23:8) מָה אֶקֹּב „wie kann ich verwünschen“ (Sanh. 56a).
Raschi
וְאִ֕ישׁ כִּ֥י יַכֶּ֖ה כָּל־נֶ֣פֶשׁ אָדָ֑ם מ֖וֹת יוּמָֽת׃
17
17
Wenn jemanden irgendein Menschenleben erschlägt, dann soll er getötet werden.
Wenn jemand erschlägt
Weil steht (Schem. 21:12) מַכֵּה אִישׁ וָמֵת „wer einen Mann schlägt“, hätte ich nur gewusst, wer einen Mann erschlagen hat. Woher weiß ich auch eine Frau oder Kind? Darum steht hier כָּל נֶפֶשׁ אָדָם „irgendein Menschenleben“.
Raschi
וּמַכֵּ֥ה נֶֽפֶשׁ־בְּהֵמָ֖ה יְשַׁלְּמֶ֑נָּה נֶ֖פֶשׁ תַּ֥חַת נָֽפֶשׁ׃
18
18
Und wer ein Vieh erschlägt, soll es bezahlen; Leben um Leben.
וְאִ֕ישׁ כִּֽי־יִתֵּ֥ן מ֖וּם בַּעֲמִית֑וֹ כַּאֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה כֵּ֖ן יֵעָ֥שֶׂה לּֽוֹ׃
19
19
Und wenn jemand seinem Mitmenschen eine Verletzung zufügt, so wie er getan hat, so soll ihm getan werden.
שֶׁ֚בֶר תַּ֣חַת שֶׁ֔בֶר עַ֚יִן תַּ֣חַת עַ֔יִן שֵׁ֖ן תַּ֣חַת שֵׁ֑ן כַּאֲשֶׁ֨ר יִתֵּ֥ן מוּם֙ בָּֽאָדָ֔ם כֵּ֖ן יִנָּ֥תֶן בּֽוֹ׃
20
20
Bruchersatz für Bruch, Augenersatz für das Auge, Zahnersatz für den Zahn; so wie er eine Verletzung einem Menschen zugefügt hat, so soll ihm geschehen.
so soll ihm geschehen
כֵּן יִנָּתֶן בּוֹ „so soll ihm geschehen“: Unsere Lehrer erklären (Bawa Kama 84a), nicht wörtlich die Beibringung eines Körperfehlers, sondern Ersatz durch Geld. Man schätze ihn wie einen Sklaven ab, darum steht dabei der Ausdruck „geben“ (לְשׁוֹן נְתִינָה), etwas, was von Hand zu Hand gegeben wird.
Raschi
וּמַכֵּ֥ה בְהֵמָ֖ה יְשַׁלְּמֶ֑נָּה וּמַכֵּ֥ה אָדָ֖ם יוּמָֽת׃
21
21
Und wer ein Vieh schlägt, soll es bezahlen, und wer einen Menschen schlägt, soll getötet werden.
wer ein Vieh schlägt
Oben (zuvor, Vers 18) spricht der Vers von dem, der ein Tier erschlägt, und hier spricht er von dem Fall, dass er ihm eine Verletzung zufügt.
Raschi
wer einen Menschen schlägt: werde getötet, auch wenn er ihn nicht erschlagen hat, sondern ihm nur eine Verletzung zugefügt hat; denn hier steht nicht das Wort נֶפֶשׁ „Leben“; und zwar spricht der Vers von dem, der seinen Vater oder seine Mutter schlägt, und er kommt ihn mit dem, der ein Tier schlägt, zu vergleichen: Wie beim Schlagen eines Tieres nur von einem lebenden die Rede ist, so auch, wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, nur während sie am Leben sind; das schließt den aus, der sie nach dem Tod schlägt. Weil wir finden, dass, wer sie nach dem Tod verflucht, schuldig ist, muss er beim Schlagen sagen, dass der Din anders ist. Und wie beim Tier nur von einer Verletzung die Rede ist, denn, wenn es keine Verletzung gibt, gibt es auch keinen Ersatz; so ist auch, wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, nur dann schuldig, wenn er ihnen eine Verletzung [mit Blut] zugefügt hat (Torat Kohanim, Sanhedrin 84b).
Raschi
מִשְׁפַּ֤ט אֶחָד֙ יִהְיֶ֣ה לָכֶ֔ם כַּגֵּ֥ר כָּאֶזְרָ֖ח יִהְיֶ֑ה כִּ֛י אֲנִ֥י יְהוָ֖ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
22
22
Ein einheitliches Gesetz gilt für euch, der Fremde (Ger) hat dasselbe Gesetz wie ein Einheimischer; denn Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
denn Ich der Ewige bin euer G‑tt
Der G‑tt von euch allen; wie Ich Meinen Namen auf euch ruhen lasse, so lasse Ich ihn auf den Gerim ruhen.
Raschi
וַיְדַבֵּ֣ר מֹשֶׁה֮ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵל֒ וַיּוֹצִ֣יאוּ אֶת־הַֽמְקַלֵּ֗ל אֶל־מִחוּץ֙ לַֽמַּחֲנֶ֔ה וַיִּרְגְּמ֥וּ אֹת֖וֹ אָ֑בֶן וּבְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֣ל עָשׂ֔וּ כַּֽאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה אֶת־מֹשֶֽׁה׃ (פ)
23
23
Und Mosche sprach zu den Kindern Israel und sie führten den, der geflucht hatte, hinaus vor das Lager und steinigten ihn; und die Kinder Israel taten, so wie der Ewige Mosche befohlen hatte.
und die Kinder Israel taten
Den gesamten Ablauf, wie an anderer Stelle für die Steinigung steht: Hinabstoßen, Steinigen und Aufhängen.
Raschi