Der tägliche Chumasch-Abschnitt

22. Ijar 5786

Samstag, 9. Mai 2026

Heute

Behar – Bechukotai

7. Alija

(Wajikra 27:16 – 27:34)

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וְאִ֣ם ׀ מִשְּׂדֵ֣ה אֲחֻזָּת֗וֹ יַקְדִּ֥ישׁ אִישׁ֙ לַֽיהוָ֔ה וְהָיָ֥ה עֶרְכְּךָ֖ לְפִ֣י זַרְע֑וֹ זֶ֚רַע חֹ֣מֶר שְׂעֹרִ֔ים בַּחֲמִשִּׁ֖ים שֶׁ֥קֶל כָּֽסֶף׃
16
16
Und wenn von dem Feld seines Eigentums jemand dem Ewigen heiligt, dann sei die Schätzung nach Verhältnis seiner Aussaat: die Aussaat eines Chomer Gerste für fünfzig Schekel Silber.
dann sei die Schätzung nach Verhältnis seiner Aussaat
und nicht nach dem Wert. Ob es ein gutes oder ein schlechtes Feld ist, ist ihre Auslösung, wenn sie dem Heiligtum gewidmet sind, gleich: eine Fläche für 1 Kor Gerste für 50 Schekel, so ist die Bestimmung des Verses.
Und zwar spricht das, wenn er das Feld am Anfang der Jowelperiode auszulösen kommt. Wenn er es aber in der Mitte der Jowelperiode auszulösen kommt, gibt er der Berechnung entsprechend 1 Schekel und 1 Pundjon für jedes Jahr. Denn es ist nur heilig für die Anzahl der Jahre des Jowel. Wenn es ausgelöst wird, so ist es gut; und wenn nicht, dann verkauft es der Verwalter des Bet haMikdasch für dieses Geld an einen anderen, und es bleibt wie alle anderen verkauften Felder bis zum Jowel in der Hand des Käufers. Wenn es dann aus dessen Hand wieder herausgeht, kehrt es an die Kohanim jener Abteilung zurück, in deren Woche das Jowel beginnt, und wird unter sie verteilt. Das ist das Recht, das für den gesagt ist, der ein Feld für heilig erklärt; und jetzt will ich es nach der Ordnung der Verse erklären.
Raschi
אִם־מִשְּׁנַ֥ת הַיֹּבֵ֖ל יַקְדִּ֣ישׁ שָׂדֵ֑הוּ כְּעֶרְכְּךָ֖ יָקֽוּם׃
17
17
Wenn er gleich nach dem Joweljahr sein Feld für heilig erklärt, dann bleibt es bei dieser Schätzung.
Wenn er nach dem Joweljahr sein Feld für heilig erklärt: wenn er es gleich, nachdem das Joweljahr vorüber ist, für heilig erklärt, und er kommt, es gleich auszulösen (Erechin 24b).
Raschi
dann bleibt es bei dieser Schätzung: so sei es gleich der hier genannten Schätzung; er gebe 50 Schekel.
Raschi
וְאִם־אַחַ֣ר הַיֹּבֵל֮ יַקְדִּ֣ישׁ שָׂדֵהוּ֒ וְחִשַּׁב־ל֨וֹ הַכֹּהֵ֜ן אֶת־הַכֶּ֗סֶף עַל־פִּ֤י הַשָּׁנִים֙ הַנּ֣וֹתָרֹ֔ת עַ֖ד שְׁנַ֣ת הַיֹּבֵ֑ל וְנִגְרַ֖ע מֵֽעֶרְכֶּֽךָ׃
18
18
Wenn er aber später nach dem Jowel sein Feld für heilig erklärt, dann berechne ihm der Kohen das Geld nach Verhältnis der Jahre, die noch übrig sind bis zum Joweljahr, und das werde abgezogen von der Schätzung.
Wenn er später nach dem Jowel für heilig erklärt: und ebenso, wenn er es gleich nach dem Jowel für heilig erklärte und es blieb in der Hand des Verwalters des Bet haMikdasch (גִּזְבָּר) und er kommt, es später – nach dem Jowel – auszulösen.
Raschi
dann berechne ihm der Kohen das Geld nach Verhältnis der Jahre: der Rechnung entsprechend. Wie ist das? Siehe, die Torah hat den Wert von 49 Jahren auf 50 Schekel festgesetzt; das ist 1 Schekel für jedes Jahr, und 1 Schekel ist übrig. 1 Schekel hat 48 Pundjon, das ist 1 Schekel und 1 Pundjon für das Jahr, nur fehlt im ganzen 1 Pundjon. Unsere Weisen sagen, dieser Pundjon ist das Aufgeld für das Wechseln. Wer auslöst, gibt 1 Schekel und 1 Pundjon für jedes Jahr von den bis zum Jowel noch übrigen Jahren (Erechin 24b).
Raschi
und das werde abgezogen von der Schätzung: die Zahl der Jahre seit dem Joweljahr bis zum Jahr der Auslösung.
Raschi
וְאִם־גָּאֹ֤ל יִגְאַל֙ אֶת־הַשָּׂדֶ֔ה הַמַּקְדִּ֖ישׁ אֹת֑וֹ וְ֠יָסַף חֲמִשִׁ֧ית כֶּֽסֶף־עֶרְכְּךָ֛ עָלָ֖יו וְקָ֥ם לֽוֹ׃
19
19
Und wenn derjenige das Feld auslösen will, der es geheiligt hat, dann füge er ein Fünftel des Geldes der Schätzung dazu, dann verbleibe es bei ihm.
wenn auslösen will derjenige, der es für heilig erklärt hat, füge er zu dieser Bestimmung ein Fünftel hinzu.
Raschi
וְאִם־לֹ֤א יִגְאַל֙ אֶת־הַשָּׂדֶ֔ה וְאִם־מָכַ֥ר אֶת־הַשָּׂדֶ֖ה לְאִ֣ישׁ אַחֵ֑ר לֹ֥א יִגָּאֵ֖ל עֽוֹד׃
20
20
Wenn er aber das Feld nicht auslöst und man hat das Feld einem anderen Mann verkauft, dann kann es nicht mehr ausgelöst werden.
wenn er aber das Feld nicht auslöst: der es für heilig erklärt hat.
Raschi
und man hat verkauft: der Verwalter des Bet haMikdasch (Erechin 25b).
Raschi
und man hat das Feld einem anderen Mann verkauft, dann kann es nicht mehr ausgelöst werden: um in die Hand desjenigen zurückzukehren, der es für heilig erklärt hat.
Raschi
וְהָיָ֨ה הַשָּׂדֶ֜ה בְּצֵאת֣וֹ בַיֹּבֵ֗ל קֹ֛דֶשׁ לַֽיהוָ֖ה כִּשְׂדֵ֣ה הַחֵ֑רֶם לַכֹּהֵ֖ן תִּהְיֶ֥ה אֲחֻזָּתֽוֹ׃
21
21
Und es bleibe das Feld, wenn es herausgeht im Jowel, heilig dem Ewigen, wie ein Feld von Cherem; dem Kohen gehört es als sein Eigentum.
Und es bleibe das Feld, wenn es herausgeht im Jowel: aus der Hand dessen, der es vom Verwalter des Bet haMikdasch gekauft hat, wie andere Felder, die im Jowel aus der Hand der Käufer herausgehen.
Raschi
heilig dem Ewigen: nicht dass es an das Bet haMikdasch zurückkehrt zur Instandhaltung des Tempels (בֶּדֶק הַבַּיִת) in die Hand des Verwalters. Sondern wie Feld des Banngutes (Cherem), das den Kohanim gegeben wird. So steht (Bam. 18:14) כָּל חֵרֶם בְּיִשְׂרָאֵל לְךָ יִהְיֶה „alles Cherem in Israel gehöre dir“. Auch dieses wird unter die Kohanim jener Abteilung, in deren Woche der Jom Kippur des Jowel fällt, verteilt (Erechin 28b).
Raschi
וְאִם֙ אֶת־שְׂדֵ֣ה מִקְנָת֔וֹ אֲשֶׁ֕ר לֹ֖א מִשְּׂדֵ֣ה אֲחֻזָּת֑וֹ יַקְדִּ֖ישׁ לַֽיהוָֽה׃
22
22
Wenn einer sein gekauftes Feld, das nicht vom Feld seines geerbten Eigentums ist, dem Ewigen heiligt,
Wenn einer sein gekauftes Feld
Es ist ein Unterschied zwischen einem gekauften Feld und einem Feld vom Erbbesitz. Das gekaufte Feld wird im Jowel nicht unter die Kohanim verteilt, weil er es nur bis zum Jowel für heilig erklären kann; denn im Jowel war es bestimmt, aus seiner Hand wieder herauszugehen und zu den Eigentümern zurückzukehren. Wenn er es also auslösen will, löse er es für denselben Schätzwert aus, der für das Feld des Erbbesitzes bestimmt ist. Wenn er es nicht auslöst und der Verwalter des Bet haMikdasch (גִּזְבָּר) verkauft es einem anderen, oder wenn er es auslöst (nicht auslöst), „dann kehrt das Feld im Joweljahr an den zurück, von dem er es gekauft hat“ (Vers 24), der es für heilig erklärt hat.
Und damit du nicht sagest, an den, von dem es der letzte Käufer gekauft hat, das ist an den Verwalter des Bet haMikdasch. Darum muss der Vers sagen לַאֲשֶׁר לוֹ אֲחֻזַּת הָאָרֶץ „dem das geerbte Eigentum des Bodens zusteht“ als Erbschaft von den Vätern, das sind die ersten Eigentümer, die es dem verkauft haben, der es für heilig erklärt hat (Erechin 26a–b).
Raschi
וְחִשַּׁב־ל֣וֹ הַכֹּהֵ֗ן אֵ֚ת מִכְסַ֣ת הָֽעֶרְכְּךָ֔ עַ֖ד שְׁנַ֣ת הַיֹּבֵ֑ל וְנָתַ֤ן אֶת־הָעֶרְכְּךָ֙ בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא קֹ֖דֶשׁ לַיהוָֽה׃
23
23
dann berechnet ihm der Kohen den Betrag der Schätzung bis zum Joweljahr und er gebe diese Schätzung an demselben Tag als heilig dem Ewigen.
בִּשְׁנַ֤ת הַיּוֹבֵל֙ יָשׁ֣וּב הַשָּׂדֶ֔ה לַאֲשֶׁ֥ר קָנָ֖הוּ מֵאִתּ֑וֹ לַאֲשֶׁר־ל֖וֹ אֲחֻזַּ֥ת הָאָֽרֶץ׃
24
24
Im Joweljahr kehrt das Feld an den zurück, von dem er es gekauft hat, dem das geerbte Eigentum des Bodens zusteht.
וְכָל־עֶרְכְּךָ֔ יִהְיֶ֖ה בְּשֶׁ֣קֶל הַקֹּ֑דֶשׁ עֶשְׂרִ֥ים גֵּרָ֖ה יִהְיֶ֥ה הַשָּֽׁקֶל׃ (ס)
25
25
Jede deine Schätzung sei in Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel.
Jede Schätzung sei mit dem Schekel des Heiligtums
Jede Schätzsumme, bei der שְׁקָלִים (Schekalim) steht, sei mit dem Schekel des Heiligtums.
Raschi
zwanzig Gera: zwanzig Mea. Soviel war es zuerst. Später fügten sie ein Sechstel dazu. Und unsere Weisen sagen, 6 Mea Silber sind 1 Denar; 24 Mea = 1 Schekel (Bechorot 50a).
Raschi
אַךְ־בְּכ֞וֹר אֲשֶׁר־יְבֻכַּ֤ר לַֽיהוָה֙ בִּבְהֵמָ֔ה לֹֽא־יַקְדִּ֥ישׁ אִ֖ישׁ אֹת֑וֹ אִם־שׁ֣וֹר אִם־שֶׂ֔ה לַֽיהוָ֖ה הֽוּא׃
26
26
Jedoch ein Erstgeborenes, das durch die Erstgeburt dem Ewigen gehört unter dem Vieh, dieses kann niemand für heilig erklären; sei es Ochse oder Lamm, es gehört dem Ewigen.
niemand für heilig erklären: zum Zweck eines anderen Opfers, weil das Erstgeborene ihm nicht gehört.
Raschi
וְאִ֨ם בַּבְּהֵמָ֤ה הַטְּמֵאָה֙ וּפָדָ֣ה בְעֶרְכֶּ֔ךָ וְיָסַ֥ף חֲמִשִׁת֖וֹ עָלָ֑יו וְאִם־לֹ֥א יִגָּאֵ֖ל וְנִמְכַּ֥ר בְּעֶרְכֶּֽךָ׃
27
27
Und wenn vom unreinen Vieh es ist, dann kaufe er es los nach der Schätzsumme und lege dessen Fünftel dazu; wenn es aber nicht ausgelöst wird, dann werde es verkauft nach dieser Schätzung.
wenn vom unreinen Vieh: dieser Vers bezieht sich nicht auf das Erstgeborene. Denn man kann nicht vom Erstgeborenen eines unreinen Tieres sagen, er kaufe es los nach der Schätzsumme. Auch ist nicht der Esel gemeint. Denn die Auslösung für das Erstgeborene des Esels ist nur ein Lamm, und dieses ist eine Gabe für den Kohen und nicht für das Bet haMikdasch. Sondern der Vers bezieht sich auf ein Tier, das für heilig erklärt worden ist. Der obige Vers (11) spricht von der Auslösung eines reinen Tieres, das einen Körperfehler bekommen hat, und hier spricht er von einem, der ein unreines Tier für die Instandhaltung des Tempels (בֶדֶק הַבַּיִת) für heilig erklärt hat (Menachot 101a).
Raschi
kaufe er es los nach der Schätzung: wie es der Kohen abschätzt.
Raschi
wenn es aber nicht ausgelöst wird: durch die Eigentümer,
dann werde es verkauft an andere nach dieser Schätzung.
Raschi
אַךְ־כָּל־חֵ֡רֶם אֲשֶׁ֣ר יַחֲרִם֩ אִ֨ישׁ לַֽיהוָ֜ה מִכָּל־אֲשֶׁר־ל֗וֹ מֵאָדָ֤ם וּבְהֵמָה֙ וּמִשְּׂדֵ֣ה אֲחֻזָּת֔וֹ לֹ֥א יִמָּכֵ֖ר וְלֹ֣א יִגָּאֵ֑ל כָּל־חֵ֕רֶם קֹֽדֶשׁ־קָֽדָשִׁ֥ים ה֖וּא לַיהוָֽה׃
28
28
*Jedoch alles Cherem, das jemand gebannt hat dem Ewigen zu Ehren, von allem, was ihm gehört, von Mensch oder Tier oder vom Feld seines Eigentums soll nicht verkauft und nicht ausgelöst werden; alles Cherem ist hochheilig für den Ewigen.*
Cherem: Banngut.
*Jedoch alles Cherem***
Darüber bestehen bei unseren Lehrern zwei Meinungen (Erechin 28b). Manche sagen, Cherem ohne weitere Bestimmung gehört dem Tempel, und wie erkläre ich (Bam. 18:14) כָּל חֵרֶם בְּיִשְׂרָאֵל לְךָ יִהְיֶה „alles Cherem in Israel gehöre dir“? Cherem für die Kohanim, wenn er ausdrücklich gesagt hat, dieses gehöre dem Kohen. Und manche sagen, Cherem ohne weiteres gehört dem Kohen.
Raschi
soll nicht verkauft und nicht ausgelöst werden: sondern dem Kohen gegeben werden. Nach den Worten dessen, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört dem Kohen, bezieht sich dieser Vers auf Cherem ohne weiteres. Und nach dem, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört der Instandhaltung des Tempels, bezieht sich dieser Vers auf Cherem für die Kohanim (Erechin 28b). Denn alle stimmen zu, dass es für Cherem der Kohanim keine Auslösung gibt, bevor es in die Hand des Kohen gelangt ist. Aber Cherem für den Tempel wird ausgelöst.
Raschi
alles Cherem ist hochheilig für den Ewigen
Derjenige, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört der Instandhaltung des Tempels, bringt von hier einen Beweis. Und derjenige, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört den Kohanim, erklärt, alles Cherem ist hochheilig: das lehrt, dass zu Cherem der Kohanim auch allerheiligste und leichtere Heilige Opfer (קָדְשֵׁי קָדָשִׁים וְקָדָשִׁים קַלִּים) werden können. Und der gibt dem Kohen so viel, wie wir in der Gemara Erechin (28b) lernen. Von einem Neder (נֵדֶר, „Gelübde“, für das er haftet) gibt er den ganzen Wert, und von einer Nedawa (נְדָבָה, Gabe) gibt er den Wert der Wohltat [ein Opfer darbringen zu dürfen].
Raschi
von Mensch: wenn er zum Beispiel seine nichtjüdischen Knechte und Mägde für Cherem erklärt hat.
Raschi
כָּל־חֵ֗רֶם אֲשֶׁ֧ר יָחֳרַ֛ם מִן־הָאָדָ֖ם לֹ֣א יִפָּדֶ֑ה מ֖וֹת יוּמָֽת׃
29
29
Jeder Gebannte, der gebannt wird an Menschen, kann nicht losgekauft werden; er soll getötet werden.
Jeder Gebannte, der gebannt wird an Menschen: Wenn jemand [zum Tod verurteilt wurde und] zur Hinrichtung hinausgeführt wird, und jemand sagt, seine Schätzsumme ist mein Gelübde, so hat er damit nichts gesagt (Erechin 6b).
Raschi
soll getötet werden
Da er zur Hinrichtung geführt, kann er nicht losgekauft werden, denn er hat keinen Wert und keine Schätzsumme mehr.
Raschi
וְכָל־מַעְשַׂ֨ר הָאָ֜רֶץ מִזֶּ֤רַע הָאָ֙רֶץ֙ מִפְּרִ֣י הָעֵ֔ץ לַיהוָ֖ה ה֑וּא קֹ֖דֶשׁ לַֽיהוָֽה׃
30
30
Und alle Zehntabgabe des Landes, von der Saat des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem Ewigen; heilig ist es dem Ewigen.
alle Zehntabgabe des Landes
Der Vers spricht vom Zweiten Ma∙asser (מַעֲשֵׂר שֵׁנִי).
Raschi
von der Saat des Landes: Getreide.
Raschi
von der Frucht der Bäume: Most und Öl.
Raschi
gehört dem Ewigen
Es gehört dem Ewigen, und von Seinem Tisch hat Er dir befohlen, hinaufzugehen und in Jeruschalaim zu essen; wie es heißt (Dew. 14:23) וְאָכַלְתָּ לִפְנֵי ה׳ אֱלֹהֶיךָ … מַעְשַׂר דְּגָנְךָ תִּירֹשְׁךָ „du sollst vor dem Ewigen, deinem G‑tt, essen die Zehntabgabe deines Getreides, deines Mostes“ (Kiduschin 53a).
Raschi
וְאִם־גָּאֹ֥ל יִגְאַ֛ל אִ֖ישׁ מִמַּֽעַשְׂר֑וֹ חֲמִשִׁית֖וֹ יֹסֵ֥ף עָלָֽיו׃
31
31
Und wenn jemand etwas auslösen will von seiner Zehntabgabe, dann lege er dessen Fünftel dazu.
von seiner Zehntabgabe
„Von seiner Zehntabgabe“ und nicht von der Zehntabgabe seines Nächsten; wer die Zehntabgabe (Ma∙asser) seines Nächsten auslöst, fügt kein Fünftel hinzu. Und welche Wirkung hat die Auslösung? Um es an jedem Ort zum Essen erlaubt zu machen, und das Geld bringt man hinauf und isst in Jeruschalaim, wie es heißt (Dew. 14:25) וְנָתַתָּה בַּכָּסֶף „so kann er [den Zweiten Ma∙asser] für Geld auslösen“.
Raschi
וְכָל־מַעְשַׂ֤ר בָּקָר֙ וָצֹ֔אן כֹּ֥ל אֲשֶׁר־יַעֲבֹ֖ר תַּ֣חַת הַשָּׁ֑בֶט הָֽעֲשִׂירִ֕י יִֽהְיֶה־קֹּ֖דֶשׁ לַֽיהוָֽה׃
32
32
Und alle Zehntabgabe von Rind und Kleinvieh, alles, was unter dem Stab durchgeht, das Zehnte sei heilig dem Ewigen.
unter dem Stab
Wenn er kommt, sie zu verzehnten (Ma∙asser), führt er die Tiere durch einen Ausgang hinaus, eins nach dem anderen, und das zehnte schlägt er mit einem in rote Farbe getauchten Stab, damit zu erkennen ist, dass es das zehnte ist. So tut er mit den Lämmern und Kälbern jedes Jahres (Bechorot 58b).
Raschi
sei heilig: dass sein Blut und seine Opferstücke auf dem Altar dargebracht werden; das Fleisch aber wird von den Eigentümern gegessen; denn es wird nicht unter den anderen Gaben für die Kohanim (מַתָּנוֹת כְּהֻנָּה) aufgezählt; auch finden wir nirgends, dass sein Fleisch den Kohanim gegeben wurde.
Raschi
לֹ֧א יְבַקֵּ֛ר בֵּֽין־ט֥וֹב לָרַ֖ע וְלֹ֣א יְמִירֶ֑נּוּ וְאִם־הָמֵ֣ר יְמִירֶ֔נּוּ וְהָֽיָה־ה֧וּא וּתְמוּרָת֛וֹ יִֽהְיֶה־קֹ֖דֶשׁ לֹ֥א יִגָּאֵֽל׃
33
33
Er untersuche nicht, ob es gut oder schlecht ist, und vertausche es nicht; wenn er es aber vertauscht, dann soll dasselbe und das dafür Vertauschte heilig sein; es darf nicht ausgelöst werden.
er suche nicht aus: weil steht (Dew. 12:11) וְכֹל מִבְחַר נִדְרֵיכֶם „alles Beste eurer Nedarim (Gelübde)“, hätte ich meinen können, er solle das Schönste aussuchen und herausnehmen; darum steht לֹא יְבַקֵּר בֵּין טוֹב לְרָע „er untersuche nicht, ob es gut oder schlecht ist“. Ob fehlerlos oder fehlerhaft, es ruht Heiligkeit auf ihm; nicht dass das Fehlerhafte dargebracht wird, sondern es wird mit der Vorschrift für den Ma∙asser gegessen und darf nicht geschoren oder zur Arbeit verwendet werden (Bechorot 14b).
Raschi
אֵ֣לֶּה הַמִּצְוֺ֗ת אֲשֶׁ֨ר צִוָּ֧ה יְהוָ֛ה אֶת־מֹשֶׁ֖ה אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל בְּהַ֖ר סִינָֽי׃
34
34
Das sind die Gebote, die der Ewige Mosche befohlen hat für die Kinder Israel am Berg Sinai.