וְהָיָ֣ה׀ עֵ֣קֶב תִּשְׁמְע֗וּן אֵ֤ת הַמִּשְׁפָּטִים֙ הָאֵ֔לֶּה וּשְׁמַרְתֶּ֥ם וַעֲשִׂיתֶ֖ם אֹתָ֑ם וְשָׁמַר֩ יְהוָ֨ה אֱלֹהֶ֜יךָ לְךָ֗ אֶֽת־הַבְּרִית֙ וְאֶת־הַחֶ֔סֶד אֲשֶׁ֥ר נִשְׁבַּ֖ע לַאֲבֹתֶֽיךָ׃
12
12
Wenn ihr sogar auf diese Rechtsvorschriften hört, sie beachtet und ausführt, wird der Ewige, dein G‑tt, dir wahren den Bund und die Güte, die Er deinen Vätern mit einem Schwur zugesagt hat.
Wenn ihr
וְהָיָה עֵקֶב תִּשְׁמְעוּן „Wenn ihr“ sogar auf die leichten Gebote hört, auf die der Mensch mit seiner Ferse (עָקֵב, akew) tritt, wird der Ewige, dein G‑tt, dir Sein Versprechen wahren (Midrasch Tanchuma).
Raschi
sogar auf die leichten Gebote: der Vers nennt die Mizwot der Torah מִּשְׁפָּטִים „Rechtsvorschriften“, wie es heißt (Teh. 19:10) מִשְׁפְּטֵי ה׳ אֱמֶת „die Rechtsvorschriften G‑ttes sind Wahrheit“. [Misrachi]
Raschi versteht diesen Vers als Fortsetzung des Verses zuvor (Ende Wa’etchanan, Dew. 7:11) וְשָׁמַרְתָּ אֶת הַחֻקִּים וְאֶת הַמִּשְׁפָּטִים „Beachtet Seine Anordnungen und Rechtsvorschriften“. Im vorliegenden Vers werden die Rechtsvorschriften ausdrücklich genannt: הַמִּשְׁפָּטִים הָאֵלֶּה, und die חוּקִּים werden angedeutet im Wort עֵקֶב (ähnlich dem Wort עָקֵב „Ferse“), denn der Satan und die Völker der Welt höhnen Israel und sagen: „Was soll diese Anordnung und welche Begründung gibt es dafür?“ Eine Anordnung G‑ttes ist es, ohne dass dem Menschen der Beweggrund verständlich ist (siehe Raschi zu Bam. 19:2). Diese Gebote, so warnt der Vers, darf der Mensch nicht zu leicht nehmen und mit der „Ferse“ treten (עָקֵב).
In beide Richtungen übernehme dabei der Mensch den Antrieb für die Gebotserfüllung: So wie er eifrig die Mischpatim (מִּשְׁפָּטִים, Rechtsvorschriften) erfüllt, weil sie in seinen Augen dienlich, sinnvoll und zweckmäßig sind, so erfülle er mit ebendiesem Eifer auch die Chukim (חוּקִּים, g‑ttliche Anordnungen).
Und so wie er Chukim zu Ehren des Himmels (לְשֵׁם שָׁמַיִם) erfüllt und nicht für den Eigennutz, so bemühe er sich auch bei den verstandesgeleiteten Mischpatim darum, sie nicht für den Eigennutz, sondern als Gebote G‑ttes zu erfüllen.
Kli Jakar
וַאֲהֵ֣בְךָ֔ וּבֵרַכְךָ֖ וְהִרְבֶּ֑ךָ וּבֵרַ֣ךְ פְּרִֽי־בִטְנְךָ֣ וּפְרִֽי־אַ֠דְמָתֶךָ דְּגָ֨נְךָ֜ וְתִֽירֹשְׁךָ֣ וְיִצְהָרֶ֗ךָ שְׁגַר־אֲלָפֶ֙יךָ֙ וְעַשְׁתְּרֹ֣ת צֹאנֶ֔ךָ עַ֚ל הָֽאֲדָמָ֔ה אֲשֶׁר־נִשְׁבַּ֥ע לַאֲבֹתֶ֖יךָ לָ֥תֶת לָֽךְ׃
13
13
Er wird dich lieben und dich segnen und dich vermehren; Er wird segnen deine Kinder, die Frucht deines Mutterbauches und die Frucht deines Landes, dein Getreide und deinen Most und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und die Herden deiner Schafe, auf dem Boden, den Er deinen Vätern mit einem Schwur zugesagt hat, dir zu geben.
Wurf: die Neugeborenen von Tieren.
den Wurf deiner Rinder
שְׁגַר אֲלָפֶיךָ – וְלָדֵי בְּקָרְךָ שֶׁהַנְּקֵבָה מְשַׁגֶּרֶת מִמֵּעֶיהָ, die Neugeborenen deiner Rinder, die das Muttertier wirft.
Raschi
und die Herden deiner Schafe
Menachem ben Saruk erklärt den Begriff וְעַשְׁתְּרֹת צֹאנֶךָ von (Teh. 22:13) אַבִּירֵי בָשָׁן „die starken Widder von Baschan“, die besten Schafe; wie (Ber. 14:5) עַשְׁתְּרֹת קַרְנַיִם Aschtarot Karnaim, „mächtige Felsen“, [ein Ausdruck für] Stärke.
Onkelos übersetzt וְעֶדְרֵי עָנָךְ „Herden deiner Schafe“ [und der Begriff עַשְׁתְּרֹת bedeutet dieser Erklärung zufolge „Herden“].
Unsere Lehrer sagen (Chulin 84b), warum werden sie Aschtarot genannt? שֶׁמַּעֲשִׁירוֹת אֶת בַּעֲלֵיהֶן, weil sie ihren Besitzer reich machen (ma’aschirot).
Raschi
Menachem ben Saruk (ca. 920–970, Spanien), Verfasser des hebräischen Wörterbuches Machberet, Eintrag עשתר.
וְהֵסִ֧יר יְהוָ֛ה מִמְּךָ֖ כָּל־חֹ֑לִי וְכָל־מַדְוֵי֩ מִצְרַ֨יִם הָרָעִ֜ים אֲשֶׁ֣ר יָדַ֗עְתָּ לֹ֤א יְשִׂימָם֙ בָּ֔ךְ וּנְתָנָ֖ם בְּכָל־שֹׂנְאֶֽיךָ׃
15
15
Der Ewige wird von dir abwenden alle Krankheit und all die bösen Seuchen von Mizraim, die du kennst, wird Er auf dich nicht legen, sondern Er wird sie bringen über all deine Hasser.
וְאָכַלְתָּ֣ אֶת־כָּל־הָֽעַמִּ֗ים אֲשֶׁ֨ר יְהוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ נֹתֵ֣ן לָ֔ךְ לֹא־תָחֹ֥ס עֵֽינְךָ֖ עֲלֵיהֶ֑ם וְלֹ֤א תַעֲבֹד֙ אֶת־אֱלֹ֣הֵיהֶ֔ם כִּֽי־מוֹקֵ֥שׁ ה֖וּא לָֽךְ׃
16
16
Aber du sollst alle Völker verzehren, die der Ewige, dein G‑tt, dir gibt; dein Auge soll sie nicht schonen — dass du nicht dienst ihren Göttern — denn das wäre ein Fallstrick für dich.
verzehren: d.h. vertilgen, vernichten.
כִּ֤י תֹאמַר֙ בִּלְבָ֣בְךָ֔ רַבִּ֛ים הַגּוֹיִ֥ם הָאֵ֖לֶּה מִמֶּ֑נִּי אֵיכָ֥ה אוּכַ֖ל לְהוֹרִישָֽׁם׃
17
17
Wenn du in deinem Herzen sagen solltest: Zahlreicher sind diese Völker als ich, wie kann ich sie vertreiben?
(17—18) Wenn du in deinem Herzen sagen solltest
[Das Wort כִּי kann je nach dem Zusammenhang eine von vier Bedeutungen haben: „falls“, „vielleicht“, „sondern“ oder „weil“.]
Das Wort כִּי hier bedeutet zwingend דִּילְמָא „vielleicht“, vielleicht sagst du in deinem Herzen, weil sie zahlreich sind, kann ich sie nicht austreiben; sage nicht so, fürchte dich nicht vor ihnen! Es wäre aber nicht zulässig, mit irgendeiner anderen Bedeutung von כִּי zu übersetzen, dass auch der folgende Vers „fürchte dich nicht vor ihnen“ dazu passe.
Raschi
הַמַּסֹּ֨ת הַגְּדֹלֹ֜ת אֲשֶׁר־רָא֣וּ עֵינֶ֗יךָ וְהָאֹתֹ֤ת וְהַמֹּֽפְתִים֙ וְהַיָּ֤ד הַחֲזָקָה֙ וְהַזְּרֹ֣עַ הַנְּטוּיָ֔ה אֲשֶׁ֥ר הוֹצִֽאֲךָ֖ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ כֵּֽן־יַעֲשֶׂ֞ה יְהוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ לְכָל־הָ֣עַמִּ֔ים אֲשֶׁר־אַתָּ֥ה יָרֵ֖א מִפְּנֵיהֶֽם׃
19
19
Die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, und die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit dich der Ewige, dein G‑tt, herausgeführt hat, so wird der Ewige, dein G‑tt, tun allen Völkern, vor denen du dich fürchtest.
Versuchungen
הַמַּסֹּת – נִסְיוֹנוֹת, Prüfungen.
Raschi
die Zeichen
וְהָאֹתֹת „Zeichen“, wie (Schem. 4:3, 9) וַיְהִי לְנָחָשׁ „und er wurde zur Schlange“, וְהָיוּ לְדָם בַּיַּבָּשֶׁת „und es wird Blut werden auf dem Trockenen“.
Raschi
die Wunder
וְהַמֹּפְתִים „Wunder“: die außergewöhnlichen Plagen.
Raschi
die starke Hand
וְהַיָּד הַחֲזָקָה „die starke Hand“: das ist die Pest.
Raschi
und den ausgestreckten Arm
וְהַזְּרֹעַ הַנְּטוּיָה „der ausgestreckte Arm“: das ist das Schwert bei der Tötung der Erstgeborenen.
Raschi
וְגַם֙ אֶת־הַצִּרְעָ֔ה יְשַׁלַּ֛ח יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ בָּ֑ם עַד־אֲבֹ֗ד הַנִּשְׁאָרִ֛ים וְהַנִּסְתָּרִ֖ים מִפָּנֶֽיךָ׃
20
20
Und auch die Hornisse wird der Ewige, dein G‑tt, gegen sie senden, bis die Übriggebliebenen und die vor dir Versteckten umgekommen sind.
die Hornisse
הַצִּרְעָה „Hornisse“, eine Art fliegendes Kriechtier, das Gift in sie warf, sie unfruchtbar machte und ihnen die Augen blendete, überall, wo sie sich versteckt hatten (Sota 36a).
Raschi
וְנָשַׁל֩ יְהוָ֨ה אֱלֹהֶ֜יךָ אֶת־הַגּוֹיִ֥ם הָאֵ֛ל מִפָּנֶ֖יךָ מְעַ֣ט מְעָ֑ט לֹ֤א תוּכַל֙ כַּלֹּתָ֣ם מַהֵ֔ר פֶּן־תִּרְבֶּ֥ה עָלֶ֖יךָ חַיַּ֥ת הַשָּׂדֶֽה׃
22
22
Der Ewige, dein G‑tt, wird diese Völker vor dir niederwerfen nach und nach; du kannst sie nicht schnell aufreiben, damit sich nicht vermehre gegen dich das Tier des Feldes.
damit sich nicht vermehre gegen dich das Tier des Feldes
Sie brauchten sich doch, wenn sie den Willen G‑ttes erfüllten, nicht vor dem Tier des Feldes zu fürchten, so heißt es (Ijow 5:23) וְחַיַּת הַשָּׂדֶה הָשְׁלְמָה לָּךְ „das Tier des Feldes lebt mit dir in Frieden“? Nur, es war vor Ihm offenbart, dass sie sündigen würden.
Raschi
וּנְתָנָ֛ם יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ לְפָנֶ֑יךָ וְהָמָם֙ מְהוּמָ֣ה גְדֹלָ֔ה עַ֖ד הִשָּׁמְדָֽם׃
23
23
Der Ewige, dein G‑tt, wird sie hingeben vor dir und sie verwirren durch große Verwirrung, bis sie vernichtet sind.
und sie verwirren
Das Wort וְהָמָם ist doppelt mit Kamatz punktiert, weil der letzte Buchstabe מ (Mem) nicht zur Wurzel gehört, sondern so wie וְהָם אוֹתָם ist. Aber bei (Jesch. 28:28) וְהָמַם גִּלְגַּל עֶגְלָתוֹ „er rollt das Rad seines Wagens“ ist das ganze Wort Wurzel; darum ist es zur Hälfte mit Kamatz und zur Hälfte mit Patach punktiert wie jede andere Wurzel aus drei Buchstaben.
Raschi
וְלֹא־תָבִ֤יא תֽוֹעֵבָה֙ אֶל־בֵּיתֶ֔ךָ וְהָיִ֥יתָ חֵ֖רֶם כָּמֹ֑הוּ שַׁקֵּ֧ץ׀ תְּשַׁקְּצֶ֛נּוּ וְתַעֵ֥ב׀ תְּֽתַעֲבֶ֖נּוּ כִּי־חֵ֥רֶם הֽוּא׃
26
26
Bringe keinen Gräuel in dein Haus, dass du nicht gleich ihm gebannt seiest, wie alles mit Götzendienst Verbundene. Verabscheuen und als Gräuel behandeln sollst du es, denn es ist für ewig gebannt.
כָּל־הַמִּצְוָ֗ה אֲשֶׁ֨ר אָנֹכִ֧י מְצַוְּךָ֛ הַיּ֖וֹם תִּשְׁמְר֣וּן לַעֲשׂ֑וֹת לְמַ֨עַן תִּֽחְי֜וּן וּרְבִיתֶ֗ם וּבָאתֶם֙ וִֽירִשְׁתֶּ֣ם אֶת־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁר־נִשְׁבַּ֥ע יְהוָ֖ה לַאֲבֹתֵיכֶֽם׃
1
1
Das ganze Gebot, das Ich dir heute befehle, sollt ihr beachten um es zu tun, damit ihr lebet und euch vermehret und hinkommet und in Besitz nehmet das Land, das der Ewige euren Vätern mit einem Schwur zugesagt hat.
Das ganze Gebot
כָּל הַמִּצְוָה „Das ganze Gebot“, wie der einfache Sinn ist [Das heißt, alle Mizwot; כָּל הַמִּצְוָה im Sinn von „die Gesamtheit der Mizwot.]
Der Midrasch sagt, „das ganze Gebot“: wenn du ein Gebot begonnen hast, so vollende es. Denn das Gebot wird nur nach dem genannt, der es vollendet. So heißt es (Jesch. 24:32) וְאֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף אֲשֶׁר הֶעֱלוּ בְנֵי יִשְׂרָאֵל מִמִּצְרַיִם קָבְרוּ בִשְׁכֶם „die Gebeine Josefs, die die Kinder Israel aus Mizraim heraufgebracht hatten, begruben sie in Sch’chem“. Hat sich nicht Mosche allein damit beschäftigt, sie heraufzubringen? Nur, weil Mosche es nicht zu vollenden vermochte und Israel es vollendete, wird es nach ihrem Namen genannt (Tanchuma, Abschn. 6).
Raschi
וְזָכַרְתָּ֣ אֶת־כָּל־הַדֶּ֗רֶךְ אֲשֶׁ֨ר הֹלִֽיכֲךָ֜ יְהוָ֧ה אֱלֹהֶ֛יךָ זֶ֛ה אַרְבָּעִ֥ים שָׁנָ֖ה בַּמִּדְבָּ֑ר לְמַ֨עַן עַנֹּֽתְךָ֜ לְנַסֹּֽתְךָ֗ לָדַ֜עַת אֶת־אֲשֶׁ֧ר בִּֽלְבָבְךָ֛ הֲתִשְׁמֹ֥ר כתיב מצותו מִצְוֹתָ֖יו אִם־לֹֽא׃
2
2
Und denke an den ganzen Weg, den dich geführt hat der Ewige, dein G‑tt, diese vierzig Jahre in der Wüste, um deine Kraft zu beugen, um dich auf die Probe zu stellen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du Seine Gebote beachten wirst oder nicht.
ob du Seine Gebote beachten wirst: Prüfe Ihn nicht und grüble Ihm nicht nach.
Raschi
וַֽיְעַנְּךָ֮ וַיַּרְעִבֶךָ֒ וַיַּֽאֲכִֽלְךָ֤ אֶת־הַמָּן֙ אֲשֶׁ֣ר לֹא־יָדַ֔עְתָּ וְלֹ֥א יָדְע֖וּן אֲבֹתֶ֑יךָ לְמַ֣עַן הוֹדִֽעֲךָ֗ כִּ֠י לֹ֣א עַל־הַלֶּ֤חֶם לְבַדּוֹ֙ יִחְיֶ֣ה הָֽאָדָ֔ם כִּ֛י עַל־כָּל־מוֹצָ֥א פִֽי־יְהוָ֖ה יִחְיֶ֥ה הָאָדָֽם׃
3
3
Er beugte deine Kraft und ließ dich hungern, dann speiste Er dich mit dem Man, das du nicht kanntest und deine Väter nicht kannten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des Ewigen hervorgeht, lebt der Mensch.
שִׂמְלָ֨תְךָ֜ לֹ֤א בָֽלְתָה֙ מֵֽעָלֶ֔יךָ וְרַגְלְךָ֖ לֹ֣א בָצֵ֑קָה זֶ֖ה אַרְבָּעִ֥ים שָׁנָֽה׃
4
4
Deine Kleidung ist an dir nicht verschlissen und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
Deine Kleidung ist nicht verschlissen
Die Wolken der g‑ttlichen Herrlichkeit machten sie schön wie gebügelte Kleidung; und auch bei ihren Kindern, als sie größer wurden, wuchs das Gewand mit ihnen wie das Haus der Schnecke, das mit ihr wächst.
Raschi
dein Fuß ist nicht geschwollen
Der Fuß ist nicht angeschwollen wie ein Teig, wie es bei barfuß Gehenden vorkommt, dass ihnen die Füße anschwellen.
Raschi
וְיָדַעְתָּ֖ עִם־לְבָבֶ֑ךָ כִּ֗י כַּאֲשֶׁ֨ר יְיַסֵּ֥ר אִישׁ֙ אֶת־בְּנ֔וֹ יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ מְיַסְּרֶֽךָּ׃
5
5
So erkenne es in deinem Herzen, dass so wie ein Mann seinen Sohn erzieht, der Ewige, dein G‑tt, dich erzieht.
כִּ֚י יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ מְבִֽיאֲךָ֖ אֶל־אֶ֣רֶץ טוֹבָ֑ה אֶ֚רֶץ נַ֣חֲלֵי מָ֔יִם עֲיָנֹת֙ וּתְהֹמֹ֔ת יֹצְאִ֥ים בַּבִּקְעָ֖ה וּבָהָֽר׃
7
7
Denn der Ewige, dein G‑tt, bringt dich in ein gutes Land: ein Land mit Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen.
אֶ֤רֶץ חִטָּה֙ וּשְׂעֹרָ֔ה וְגֶ֥פֶן וּתְאֵנָ֖ה וְרִמּ֑וֹן אֶֽרֶץ־זֵ֥ית שֶׁ֖מֶן וּדְבָֽשׁ׃
8
8
Ein Land des Weizens und der Gerste, des Weinstockes, des Feigenbaumes und des Granatapfels, ein Land mit ölreichen Oliven und Honig.
mit ölreichen Oliven
זֵית שֶׁמֶן – זֵיתִים הָעוֹשִׂים שֶׁמֶן, mit ölhaltigen Oliven.
Raschi
Der Hauptwert der Olive liegt nicht im Verzehr der Frucht, sondern in der Verwendung ihres Öls. Wenn das Land Israel gepriesen wird, spricht die Torah deshalb von einem Land mit Oliven zur Ölgewinnung.
Der Vers verwendet den Begriff שֶׁמֶן זַיִת „Olivenöl“ deshalb nicht, weil er hier das Land preist, das diese sieben Arten hervorbringt. Das Land aber bringt nicht unmittelbar Olivenöl hervor, sondern lässt Oliven wachsen, aus denen das Öl gewonnen wird.
Gur Arye
אֶ֗רֶץ אֲשֶׁ֨ר לֹ֤א בְמִסְכֵּנֻת֙ תֹּֽאכַל־בָּ֣הּ לֶ֔חֶם לֹֽא־תֶחְסַ֥ר כֹּ֖ל בָּ֑הּ אֶ֚רֶץ אֲשֶׁ֣ר אֲבָנֶ֣יהָ בַרְזֶ֔ל וּמֵהֲרָרֶ֖יהָ תַּחְצֹ֥ב נְחֹֽשֶׁת׃
9
9
Ein Land, wo du nicht in Armut dein Brot essen wirst, nichts wird dir darin mangeln; ein Land, dessen Steine Eisen sind und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst.
וְאָכַלְתָּ֖ וְשָׂבָ֑עְתָּ וּבֵֽרַכְתָּ֙ אֶת־יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ עַל־הָאָ֥רֶץ הַטֹּבָ֖ה אֲשֶׁ֥ר נָֽתַן־לָֽךְ׃
10
10
Du wirst essen und dich sättigen, dann sollst du loben den Ewigen, deinen G‑tt, für das gute Land, das Er dir gegeben hat.