Der tägliche Chumasch-Abschnitt

11. Aw 5786

Samstag, 25. Juli 2026

Heute

Wa’etchanan

7. Alija

(Dewarim 7:1 – 7:11)

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כִּ֤י יְבִֽיאֲךָ֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ אֶל־הָאָ֕רֶץ אֲשֶׁר־אַתָּ֥ה בָא־שָׁ֖מָּה לְרִשְׁתָּ֑הּ וְנָשַׁ֣ל גּֽוֹיִם־רַבִּ֣ים׀ מִפָּנֶ֡יךָ הַֽחִתִּי֩ וְהַגִּרְגָּשִׁ֨י וְהָאֱמֹרִ֜י וְהַכְּנַעֲנִ֣י וְהַפְּרִזִּ֗י וְהַֽחִוִּי֙ וְהַיְבוּסִ֔י שִׁבְעָ֣ה גוֹיִ֔ם רַבִּ֥ים וַעֲצוּמִ֖ים מִמֶּֽךָּ׃
1
1
Wenn dich der Ewige, dein G‑tt, bringt in das Land, in das du kommst, es in Besitz zu nehmen, und Er viele Völker vor dir niederwerfen wird: den Chiti, Girgaschi, Emori, Kna’ani, Perisi, Chiwi und Jebussi, sieben Völker, die zahlreicher und mächtiger sind als du,
niederwerfen wird
וְנָשַׁל bedeutet „wegwerfen“, „wegschleudern“, wie (Dew. 19:5) וְנָשַׁל הַבַּרְזֶל „das Eisen schleudert weg“.
Raschi
וּנְתָנָ֞ם יְהוָ֧ה אֱלֹהֶ֛יךָ לְפָנֶ֖יךָ וְהִכִּיתָ֑ם הַחֲרֵ֤ם תַּחֲרִים֙ אֹתָ֔ם לֹא־תִכְרֹ֥ת לָהֶ֛ם בְּרִ֖ית וְלֹ֥א תְחָנֵּֽם׃
2
2
wenn sie der Ewige, dein G‑tt, vor dir hingibt, dass du sie schlägst, dann sollst sie völlig vernichten, du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und zeige ihnen keine Gunst.
und zeige ihnen keine Gunst
וְלֹא תְחָנֵּם, Lass sie nicht חֵן („Gunst“) bei dir finden. Man darf z.B. nicht sagen: Wie schön ist dieser Heide!
Andere Erklärung: Räume ihnen keinen Wohnplatz (חֲנִיָּה) im Land Israel ein (Awoda szara 20a).
Raschi
וְלֹ֥א תִתְחַתֵּ֖ן בָּ֑ם בִּתְּךָ֙ לֹא־תִתֵּ֣ן לִבְנ֔וֹ וּבִתּ֖וֹ לֹא־תִקַּ֥ח לִבְנֶֽךָ׃
3
3
Du darfst keine Ehen mit ihnen eingehen; deine Tochter sollst du nicht geben seinem Sohn und seine Tochter nicht nehmen für deinen Sohn,
כִּֽי־יָסִ֤יר אֶת־בִּנְךָ֙ מֵֽאַחֲרַ֔י וְעָבְד֖וּ אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֑ים וְחָרָ֤ה אַף־יְהוָה֙ בָּכֶ֔ם וְהִשְׁמִידְךָ֖ מַהֵֽר׃
4
4
denn er wird deinen Sohn von Mir abwenden, dass sie anderen Göttern dienen, und entbrennen würde der Zorn des Ewigen über euch und Er würde dich schnell vernichten.
denn er wird deinen Sohn von Mir abwenden
Der Sohn des Heiden wird, wenn er deine Tochter heiratet, den Sohn, den ihm deine Tochter gebären wird, von Mir abwenden. Daraus lernen wir, dass der Sohn deiner Tochter, der von einem Heiden stammt, „dein Sohn“ genannt wird.
Aber der Sohn deines Sohnes, der von einer Heidin stammt, wird nicht „dein Sohn“, sondern „ihr Sohn“ genannt. Denn von seiner Tochter heißt es nicht „Seine Tochter sollst du nicht nehmen für deinen Sohn, denn sie wird deinen Sohn von Mir abwenden“, sondern „er wird deinen Sohn von Mir abwenden“. (Kiduschin 68b)
Raschi
כִּֽי־אִם־כֹּ֤ה תַעֲשׂוּ֙ לָהֶ֔ם מִזְבְּחֹתֵיהֶ֣ם תִּתֹּ֔צוּ וּמַצֵּבֹתָ֖ם תְּשַׁבֵּ֑רוּ וַאֲשֵֽׁירֵהֶם֙ תְּגַדֵּע֔וּן וּפְסִילֵיהֶ֖ם תִּשְׂרְפ֥וּן בָּאֵֽשׁ׃
5
5
Sondern so sollt ihr ihnen tun: ihre gebauten Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Altäre aus einem einzigen Stein sollt ihr zertrümmern, ihre Aschera-Bäume sollt ihr umhauen und ihre Götzenbilder im Feuer verbrennen.
ihre Altäre
מִזְבְּחֹתֵיהֶם, gebaute Altäre [aus mehreren Steinen].
Raschi
und ihre Altäre
וּמַצֵּבֹתָם, [ein Altar] aus einem einzelnen Stein.
Raschi
Folglich können diese Altäre nicht zerlegt und abgetragen werden, weshalb die Torah befiehlt, sie zu zerschlagen.
Maharik zu Dewarim 12:3
ihre Aschera-Bäume umhauen: Bäume, die sie anbeten.
Raschi
und ihre Götzenbilder
וּפְסִילֵיהֶם bedeutet Götzenbilder.
Raschi
כִּ֣י עַ֤ם קָדוֹשׁ֙ אַתָּ֔ה לַיהוָ֖ה אֱלֹהֶ֑יךָ בְּךָ֞ בָּחַ֣ר׀ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֗יךָ לִהְי֥וֹת לוֹ֙ לְעַ֣ם סְגֻלָּ֔ה מִכֹּל֙ הָֽעַמִּ֔ים אֲשֶׁ֖ר עַל־פְּנֵ֥י הָאֲדָמָֽה׃
6
6
Denn ein heiliges Volk bist du dem Ewigen, deinem G‑tt; dich hat der Ewige, dein G‑tt, erwählt, dass du Ihm als Volk ein ausgesuchter Schatz seist vor allen Völkern auf dem Erdboden.
לֹ֣א מֵֽרֻבְּכֶ֞ם מִכָּל־הָֽעַמִּ֗ים חָשַׁ֧ק יְהוָ֛ה בָּכֶ֖ם וַיִּבְחַ֣ר בָּכֶ֑ם כִּֽי־אַתֶּ֥ם הַמְעַ֖ט מִכָּל־הָעַמִּֽים׃
7
7
Nicht weil ihr zahlreicher seid als alle Völker, hat der Ewige Gefallen an euch gefunden und euch erwählt — denn ihr seid das kleinste von allen Völkern —,
Nicht, weil ihr zahlreicher seid
לֹא מֵרֻבְּכֶם „Nicht, weil ihr zahlreicher seid“: wie der einfache Sinn ist.
Der Midrasch sagt: לֹא מֵרֻבְּכֶם, weil ihr euch nicht überhebt, wenn Ich euch Gutes spende, darum חָשַׁק ה׳ בָּכֶם „hat der Ewige an euch Gefallen gefunden“, „denn ihr seid das kleinste“: ihr macht euch klein, wie Awraham, der sagte (Ber. 18:27) וְאָנֹכִי עָפָר וָאֵפֶר „ich bin Staub und Asche“; und wie Mosche und Aharon, die sagten (Schem. 16:8) וְנַחְנוּ מָה „was sind wir“.

Nicht wie Nebukadnezar, der sagte (Jesch. 14:14) אֶדַּמֶּה לְעֶלְיוֹן „ich will mich dem Höchsten gleichmachen“; und Sancheriw, der sagte (Jesch. 36:20) מִי בְּכָל אֱלֹהֵי הָאֲרָצוֹת „wer unter allen Göttern der Länder“; und Chirom, der sagte (Jech. 28:2) אֵל אָנִי מוֹשַׁב אֱלֹהִים יָשַׁבְתִּי „ich bin ein ,Gott‘, einen g‑ttlichen Sitz nehme ich ein“ (Chulin 89a).
Raschi
Chirom, der König von Tyrus, errichtete ein siebenstufiges Prunkgerüst, um die sieben Himmel darzustellen, das auf dem Meer zu schweben schien. Er nahm auf einem Thron an der Spitze Platz und erklärte sich selbst zum G‑ttgleichen.
Raschi zu Chulin 89a
denn ihr seid das kleinste
Dieses כִּי hat die Bedeutung von דְּהָא „weil“.
Raschi
כִּי֩ מֵֽאַהֲבַ֨ת יְהוָ֜ה אֶתְכֶ֗ם וּמִשָּׁמְר֤וֹ אֶת־הַשְּׁבֻעָה֙ אֲשֶׁ֤ר נִשְׁבַּע֙ לַאֲבֹ֣תֵיכֶ֔ם הוֹצִ֧יא יְהוָ֛ה אֶתְכֶ֖ם בְּיָ֣ד חֲזָקָ֑ה וַֽיִּפְדְּךָ֙ מִבֵּ֣ית עֲבָדִ֔ים מִיַּ֖ד פַּרְעֹ֥ה מֶֽלֶךְ־מִצְרָֽיִם׃
8
8
sondern weil der Ewige euch liebt und weil Er den Schwur bewahrt, den Er euren Vätern zugeschworen hat, hat euch der Ewige herausgeführt mit starker Hand und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand von Pharao, König von Mizraim.
sondern, weil euch der Ewige liebt
Dieses כִּי in der Bedeutung אֶלָּא „sondern“. Nicht, weil ihr zahlreicher seid, hat der Ewige an euch Wohlgefallen gefunden; sondern weil der Ewige euch liebt.
Raschi
und weil Er den Schwur bewahrt
וּמִשָּׁמְרוֹ אֶת הַשְּׁבֻעָה ist zu lesen als מֵחֲמַת שָׁמְרוֹ אֶת הַשְּׁבוּעָה „weil Er den Schwur bewahrt“.
Raschi
וְיָ֣דַעְתָּ֔ כִּֽי־יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ ה֣וּא הָֽאֱלֹהִ֑ים הָאֵל֙ הַֽנֶּאֱמָ֔ן שֹׁמֵ֧ר הַבְּרִ֣ית וְהַחֶ֗סֶד לְאֹהֲבָ֛יו וּלְשֹׁמְרֵ֥י כתיב מצותו מִצְו‍ֹתָ֖יו לְאֶ֥לֶף דּֽוֹר׃
9
9
So erkenne also, dass der Ewige dein G‑tt, der G‑tt ist, der wahrhaftige G‑tt, der bewahrt den Bund und die Güte denen, die Ihn lieben, und denen, die Seine Gebote hüten, bis in die tausendste Generation.
bis in die tausendste Generation
לְאֶלֶף דּוֹר „bis in die tausendste Generation“, und an anderer Stelle sagt der Vers (Dew. 5:9) לַאֲלָפִים [וְעֹשֶׂה חֶסֶד] „Tausenden von Generationen“. Hier steht es neben „die Seine Gebote hüten“, die es nur aus Furcht tun; darum sagt der Vers „tausend“. An jener Stelle aber steht es neben „die Ihn lieben“, die es aus Liebe tun, deren Lohn größer ist; darum sagt er „Tausenden“ (Sota 31a).
Raschi
die Ihn lieben: das sind diejenigen, die es aus Liebe tun.
die Seine Gebote hüten: das sind diejenigen, die es aus Furcht tun.
Raschi
וּמְשַׁלֵּ֧ם לְשֹׂנְאָ֛יו אֶל־פָּנָ֖יו לְהַאֲבִיד֑וֹ לֹ֤א יְאַחֵר֙ לְשֹׂ֣נְא֔וֹ אֶל־פָּנָ֖יו יְשַׁלֶּם־לֽוֹ׃
10
10
Und der Seinen Hassern ins Angesicht abrechnet, sie zu vernichten; Er zögert nicht gegen Seinen Hasser, ins Gesicht rechnet Er mit ihm ab und straft ihn.
Und der Seinen Hassern ins Angesicht abrechnet
Schon in diesem Leben erstattet (מְשַׁלֵּם) G‑tt dem Bösen Lohn für gute Taten, um ihn zu vernichten (כְּדֵי לְהַאֲבִידוֹ) in der Kommenden Welt. [Denn hat er erst einmal den vollen Lohn in dieser Welt erhalten, bleibt ihm nichts mehr für die kommende Welt.]
Raschi
וְשָׁמַרְתָּ֨ אֶת־הַמִּצְוָ֜ה וְאֶת־הַֽחֻקִּ֣ים וְאֶת־הַמִּשְׁפָּטִ֗ים אֲשֶׁ֨ר אָנֹכִ֧י מְצַוְּךָ֛ הַיּ֖וֹם לַעֲשׂוֹתָֽם׃
11
11
Beachtet also G‑ttes Gebot und Seine Anordnungen und Rechtsvorschriften, die Ich dir heute befehle, sie zu tun.
heute, sie zu tun: und „morgen“ in der Künftigen Welt den Lohn dafür zu erhalten (Eruwin 22a).
Raschi