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Am nächsten Tag erstieg ich erneut den Berg Sinai und warf mich nieder vor dem Ewigen, wie das erste Mal, vierzig Tage und vierzig Nächte. Brot aß ich nicht und Wasser trank ich nicht wegen aller eurer Sünde, die ihr gesündigt hattet, das Böse zu tun in den Augen des Ewigen, Ihn zornig zu machen.
Und ich warf mich nieder vor dem Ewigen, wie das erste Mal, vierzig Tage
So heißt es (Schem. 32:30) וְעַתָּה אֶעֱלֶה אֶל ה׳ אוּלַי אֲכַפְּרָה „und jetzt will ich zum Ewigen hinaufsteigen, vielleicht kann ich Vergebung erwirken“. Bei jenem Emporsteigen blieb Mosche vierzig Tage; daraus ergibt sich, dass sie am 29. Aw zu Ende waren. Denn [nachdem er die Bundestafeln am 17. Tamus zerbrochen hatte,] war er am 18. Tamus hinaufgestiegen. An jenem Tag [29. Aw] verzieh Er Israel und sagte zu Mosche פְּסָל לְךָ שְׁנֵי לוּחֹת „Haue dir zwei Tafeln zu“ (Dew. 10:1). Dann verbrachte er nochmals vierzig Tage auf dem Berg [um weiter um Vergebung zu beten, bis er mit den zweiten Bundestafeln herabkam]. Daraus ergibt sich, dass dieser [vierzigtägige Zeitraum] am Jom Kippur zu Ende war. An diesem Tag verzieh Er Israel mit Freude und sagte zu Mosche סָלַחְתִּי כִּדְבָרֶךָ „Ich verzeihe, wie du gesprochen hast“ (Bam. 14:20). Darum wurde der Tag von Jom Kippur zur Vergebung und zur Verzeihung eingesetzt. Und woher wissen wir, dass Er mit ganzem Willen verzieh? Weil es bei den vierzig Tagen der letzten Tafeln heißt (Dew. 10:10) וְאָנֹכִי עָמַדְתִּי בָהָר כַּיָּמִים הָרִאשֹׁנִים „ich stand auf dem Berg wie die ersten Tage“: wie die ersten voll Wohlgefallen waren, so waren auch die letzten voll Wohlgefallen; daraus ergibt sich, dass die mittleren mit Zorn waren.
Raschi