Der tägliche Chumasch-Abschnitt

26. Aw 5786

Sonntag, 9. August 2026

Heute

Schoftim

1. Alija

(Dewarim 16:18 – 17:13)

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שֹׁפְטִ֣ים וְשֹֽׁטְרִ֗ים תִּֽתֶּן־לְךָ֙ בְּכָל־שְׁעָרֶ֔יךָ אֲשֶׁ֨ר יְהוָ֧ה אֱלֹהֶ֛יךָ נֹתֵ֥ן לְךָ֖ לִשְׁבָטֶ֑יךָ וְשָׁפְט֥וּ אֶת־הָעָ֖ם מִשְׁפַּט־צֶֽדֶק׃
18
18
Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der Ewige, dein G‑tt, dir gibt im Land Israel, für deine Stämme. Sie sollen das Volk richten mit gerechtem Gericht.
Richter und Aufseher
שֹׁפְטִים sind Richter, die das Urteil fällen. שֹׁטְרִים sind Aufseher, die die Anordnungen [der Richter] im Volk durchsetzen, indem sie [den Schuldigen] mit dem Stock schlagen und dem Riemen binden, bis er das Urteil des Richters annimmt.
Raschi
in allen deinen Toren: in jeder Stadt.
Raschi
für deine Stämme
לִשְׁבָטֶיךָ „für deine Stämme“ bezieht sich auf תִּתֶּן לְךָ „sollst du dir einsetzen“ und der Vers ist so zu lesen שׁוֹפְטִים וְשׁוֹטְרִים תִּתֶּן לְךָ לִשְׁבָטֶיךָ בְּכָל שְׁעָרֶיךָ אֲשֶׁר ה׳ אֱלֹהֶיךָ נֹתֵן לְךָ „Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen für deine Stämme, in allen deinen Toren, die der Ewige, dein G‑tt, dir gibt.“
Raschi
für deine Stämme
Das lehrt, dass man Richter einsetze für jeden Stamm und in jeder Stadt (Sanh. 16b).
Raschi
Sie sollen das Volk richten
Setze erfahrene und gerechte Richter ein, damit sie gerecht urteilen.
Raschi
לֹא־תַטֶּ֣ה מִשְׁפָּ֔ט לֹ֥א תַכִּ֖יר פָּנִ֑ים וְלֹא־תִקַּ֣ח שֹׁ֔חַד כִּ֣י הַשֹּׁ֗חַד יְעַוֵּר֙ עֵינֵ֣י חֲכָמִ֔ים וִֽיסַלֵּ֖ף דִּבְרֵ֥י צַדִּיקִֽם׃
19
19
Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst kein Ansehen kennen und nicht Bestechung nehmen; denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verzerrt die gerechten Worte der Torah.
Du sollst das Recht nicht beugen: wie der einfache Sinn ist.
Raschi
du sollst kein Ansehen kennen
Auch während der Reden der Streitparteien ist es dem Richter verboten, mit dem einen mild und mit dem anderen hart zu sein, dass der eine steht und der andere sitzt. Denn wenn der eine sieht, dass der Richter den anderen ehrt, entfällt ihm, was er zu seiner Begründung sagen wollte (Schabbat 30a).
Raschi
und nicht Bestechung nehmen: sogar, um gerecht zu urteilen.
Raschi
denn die Bestechung blendet
Wenn er von ihm Bestechung angenommen hat, ist es nicht anders möglich, als dass er ihm sein Herz zuwendet, um sich zu seinen Gunsten zu bemühen (Ketubot 105a).
Raschi
die gerechten Worte
דִּבְרֵי צַדִּיקִם im Sinn von gerechtfertigte Worte, wahrhaftes Urteil.
Raschi
צֶ֥דֶק צֶ֖דֶק תִּרְדֹּ֑ף לְמַ֤עַן תִּֽחְיֶה֙ וְיָרַשְׁתָּ֣ אֶת־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁר־יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ נֹתֵ֥ן לָֽךְ׃
20
20
Der Gerechtigkeit und nur der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebest und in Besitz nehmest und behaltest das Land, das der Ewige, dein G‑tt, dir gibt.
Der Gerechtigkeit und nur der Gerechtigkeit sollst du nachjagen: suche ein gutes Gericht auf.
Raschi
damit du lebest und in Besitz nehmest
Das Einsetzen von aufrechten Richtern (דַּיָּנִין כְּשֵׁרִים) ist so verdienstlich, dass es Israel am Leben erhält und in seinem Land wohnen lässt.
Raschi
לֹֽא־תִטַּ֥ע לְךָ֛ אֲשֵׁרָ֖ה כָּל־עֵ֑ץ אֵ֗צֶל מִזְבַּ֛ח יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ אֲשֶׁ֥ר תַּעֲשֶׂה־לָּֽךְ׃
21
21
Du sollst dir keinen Aschera-Baum pflanzen oder sonst einen Baum neben dem Altar des Ewigen, deines G‑ttes, den du dir machen wirst.
Aschera-Baum: ein Baum, der angebetet wird.
Du sollst dir keinen Aschera-Baum pflanzen
Das lehrt: er ist schon schuldig zu dem Zeitpunkt, wenn er ihn pflanzt. Sogar, wenn er diesen Baum nicht anbetet, übertritt er ein Verbot durch das Pflanzen.
Raschi
Du sollst dir keinen Baum pflanzen neben dem Altar des Ewigen, deines G‑ttes
Das ist ein Verbot, auf dem Tempelberg einen Baum zu pflanzen oder ein Haus zu bauen.
Raschi
וְלֹֽא־תָקִ֥ים לְךָ֖ מַצֵּבָ֑ה אֲשֶׁ֥ר שָׂנֵ֖א יְהוָ֥ה אֱלֹהֶֽיךָ׃
22
22
Und du sollst dir keinen Opferstein aufstellen, den der Ewige, dein G‑tt, hasst.
Und du sollst dir keinen Opferstein aufstellen: eine Säule aus einem einzigen Stein, um darauf zu opfern, sogar ein Opfer für den Ewigen.
Raschi
den der Ewige, dein G‑tt, hasst
Einen Altar aus Steinen und einen Altar aus Erde hat Er dir befohlen, zu machen. Aber einen Opferstein (מַצֵּבָה) hasst Er, weil er eine Vorschrift bei den Kna’anim geworden ist. Und obwohl ein solcher Opferstein in den Tagen der Vorväter wohlgefällig vor G‑tt gewesen ist, so hasst Er ihn jetzt, weil die Kna’anim daraus eine Vorschrift für den Götzendienst (עֲבוֹדָה זָרָה) gemacht haben.
Raschi
לֹא־תִזְבַּח֩ לַיהוָ֨ה אֱלֹהֶ֜יךָ שׁ֣וֹר וָשֶׂ֗ה אֲשֶׁ֨ר יִהְיֶ֥ה בוֹ֙ מ֔וּם כֹּ֖ל דָּבָ֣ר רָ֑ע כִּ֧י תוֹעֲבַ֛ת יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ הֽוּא׃
1
1
Du sollst nicht schlachten dem Ewigen, deinem G‑tt, einen Ochsen oder ein Lamm, an dem ein Fehler ist, irgendetwas Böses; denn ein Gräuel des Ewigen, deines G‑ttes, ist es.
an dem ein Fehler ist, irgendetwas Böses
כָּל דָּבָר רָע „irgendetwas Böses“ ist eine Verwarnung, Heilige Opfer durch ein schlechtes Wort (דִּבּוּר רָע) zu Verworfenem zu machen (אַזְהָרָה לַמְּפַגֵּל בְּקָדָשִׁים עַל יְדֵי דִּבּוּר רָע).
Außerdem werden hier noch andere Lehren angeschlossen im in der Gemara שְׁחִיטַת קָדָשִׁים (Sewachim 36b).
Raschi
in der Gemara: Raschi verwendet für den Traktat Sewachim die Bezeichnung שְׁחִיטַת קָדָשִׁים „das Schlachten von Opferungen“. Das unterscheidet sich vom Traktat Chulin, der als שְׁחִיטַת חֻלִּין bezeichnet wird, „das Schlachten nicht-geheiligter Tiere“ zum Fleischverzehr.
כִּֽי־יִמָּצֵ֤א בְקִרְבְּךָ֙ בְּאַחַ֣ד שְׁעָרֶ֔יךָ אֲשֶׁר־יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ נֹתֵ֣ן לָ֑ךְ אִ֣ישׁ אוֹ־אִשָּׁ֗ה אֲשֶׁ֨ר יַעֲשֶׂ֧ה אֶת־הָרַ֛ע בְּעֵינֵ֥י יְהוָֽה־אֱלֹהֶ֖יךָ לַעֲבֹ֥ר בְּרִיתֽוֹ׃
2
2
Wenn gefunden wird in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der Ewige, dein G‑tt, dir gibt, ein Mann oder eine Frau, der das Böse tut in den Augen des Ewigen, deines G‑ttes, Seinen Bund zu übertreten.
Seinen Bund zu übertreten: den Er mit euch geschlossen hat, keinen Götzendienst (עֲבוֹדָה זָרָה) zu treiben.
Raschi
וַיֵּ֗לֶךְ וַֽיַּעֲבֹד֙ אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֔ים וַיִּשְׁתַּ֖חוּ לָהֶ֑ם וְלַשֶּׁ֣מֶשׁ׀ א֣וֹ לַיָּרֵ֗חַ א֛וֹ לְכָל־צְבָ֥א הַשָּׁמַ֖יִם אֲשֶׁ֥ר לֹא־צִוִּֽיתִי׃
3
3
Er geht nämlich hin und dient anderen Göttern und bückt sich vor ihnen oder vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen Heer des Himmels, was Ich nicht befohlen habe.
was Ich nicht befohlen habe: sie anzubeten.
Raschi
Dass Sonne und Mond Bestand haben – das habe Ich, G‑tt, befohlen. Sie anzubeten, das habe Ich verboten. [Misrachi, Minchat Jehuda]
Dass Sonne und Mond die Welt erleuchten – das habe Ich, G‑tt, befohlen. Sie anzubeten, das habe Ich verboten. [Sefer Sikaron]

Sonne und Mond anzubeten – das habe Ich, G‑tt, verboten („nicht befohlen“). Befohlen aber habe Ich, Sonne und Mond für die Festlegung des Kalenders zu berücksichtigen.
Gur Arye
וְהֻֽגַּד־לְךָ֖ וְשָׁמָ֑עְתָּ וְדָרַשְׁתָּ֣ הֵיטֵ֔ב וְהִנֵּ֤ה אֱמֶת֙ נָכ֣וֹן הַדָּבָ֔ר נֶעֶשְׂתָ֛ה הַתּוֹעֵבָ֥ה הַזֹּ֖את בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
4
4
Und es wird dir berichtet und du hörst es, dann sollst du gut nachforschen. Wenn es wahr ist und die Sache richtig ist, dieser Gräuel tatsächlich geschehen ist in Israel.
und die Sache richtig ist: die Zeugenaussagen stimmen überein.
Raschi
וְהֽוֹצֵאתָ֣ אֶת־הָאִ֣ישׁ הַה֡וּא אוֹ֩ אֶת־הָאִשָּׁ֨ה הַהִ֜וא אֲשֶׁ֣ר עָ֠שׂוּ אֶת־הַדָּבָ֨ר הָרָ֤ע הַזֶּה֙ אֶל־שְׁעָרֶ֔יךָ אֶת־הָאִ֕ישׁ א֖וֹ אֶת־הָאִשָּׁ֑ה וּסְקַלְתָּ֥ם בָּאֲבָנִ֖ים וָמֵֽתוּ׃
5
5
Dann sollst du diesen Mann hinausführen oder diese Frau, die diese böse Sache getan haben, zu deinen Toren, den Mann oder die Frau, und sollst sie steinigen, damit sie sterben.
Dann sollst du diesen Mann hinausführen … zu deinen Toren
Wer שְׁעָרֶיךָ mit „Tor deines Gerichts“ (לִתְרַע בֵּית דִּינָךְ) übersetzt, irrt. Denn so haben wir gelernt (Sifre, Ketubot 45b) „zu deinen Toren“ – das ist das Tor, wo er gesündigt hat. Oder vielleicht nicht, sondern das Tor, wo er gerichtet wird? Es steht hier „Tore“ und es steht zuvor (Vers 2) „Tore“. Mit dem Tor, das oben steht, ist das Tor gemeint, wo er gesündigt hat – so ist auch das Tor, das hier steht, das Tor gemeint, wo er gesündigt hat. Der Targum davon ist לְקִרְוָיךְ.
Raschi
עַל־פִּ֣י׀ שְׁנַ֣יִם עֵדִ֗ים א֛וֹ שְׁלֹשָׁ֥ה עֵדִ֖ים יוּמַ֣ת הַמֵּ֑ת לֹ֣א יוּמַ֔ת עַל־פִּ֖י עֵ֥ד אֶחָֽד׃
6
6
Auf die Aussage von zwei Zeugen oder von drei Zeugen soll er getötet werden, der sterben soll. Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet werden.
von zwei Zeugen oder von drei Zeugen
Wenn die Zeugenaussage durch zwei Bestand hat, warum nennt der Vers noch „drei“? Um drei Zeugen mit zwei zu vergleichen: wie zwei eine Zeugenaussage ergeben, so ergeben auch drei nur eine Zeugenaussage, und sie sind erst dann als falsche Zeugen überführt, wenn alle drei überführt sind (Makot 5b).
Raschi
יַ֣ד הָעֵדִ֞ים תִּֽהְיֶה־בּ֤וֹ בָרִאשֹׁנָה֙ לַהֲמִית֔וֹ וְיַ֥ד כָּל־הָעָ֖ם בָּאַחֲרֹנָ֑ה וּבִֽעַרְתָּ֥ הָרָ֖ע מִקִּרְבֶּֽךָ׃
7
7
Die Hand der Zeugen soll an ihm zuerst sein, ihn zu töten, und die Hand des ganzes Volkes nachher, und so sollst du das Böse aus deiner Mitte entfernen.
כִּ֣י יִפָּלֵא֩ מִמְּךָ֨ דָבָ֜ר לַמִּשְׁפָּ֗ט בֵּֽין־דָּ֨ם׀ לְדָ֜ם בֵּֽין־דִּ֣ין לְדִ֗ין וּבֵ֥ין נֶ֙גַע֙ לָנֶ֔גַע דִּבְרֵ֥י רִיבֹ֖ת בִּשְׁעָרֶ֑יךָ וְקַמְתָּ֣ וְעָלִ֔יתָ אֶל־הַמָּק֔וֹם אֲשֶׁ֥ר יִבְחַ֛ר יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ בּֽוֹ׃
8
8
Wenn dir eine Sache zu schwierig ist zum Rechtsspruch, zwischen Blut und Blut, zwischen Recht und Recht, zwischen Schaden und Schaden, Streitfragen unter den Gelehrten in deinen Toren: Mache dich auf und gehe hinauf an den Ort, den der Ewige, dein G‑tt, erwählen wird.
Wenn dir zu schwierig ist
יִפָּלֵא bedeutet „trennen“, „absondern“. Die Sache ist von dir entfernt und dir verborgen.
Raschi
zwischen Blut und Blut: zwischen unreinem und reinem Blut (Nidda 19a).
Raschi
zwischen Recht und Recht: zwischen dem Recht eines Unschuldigen und dem Recht eines Schuldigen.
Raschi
zwischen Schaden und Schaden: zwischen einem Aussatzschaden (נֶגַע), der rein ist und einem, der unrein ist (Nidda 19a).
Raschi
Streitfragen in deinen Toren
דִּבְרֵי רִיבֹת „Streitfragen“: dass die Gelehrten der Stadt über die Sache streiten. Der eine erklärt für unrein und der andere für rein, der eine für schuldig und der andere für unschuldig.
Raschi
Mache dich auf und gehe hinauf
Das lehrt, dass der Tempel höher ist als alle anderen Orte.
Raschi
וּבָאתָ֗ אֶל־הַכֹּהֲנִים֙ הַלְוִיִּ֔ם וְאֶל־הַשֹּׁפֵ֔ט אֲשֶׁ֥ר יִהְיֶ֖ה בַּיָּמִ֣ים הָהֵ֑ם וְדָרַשְׁתָּ֙ וְהִגִּ֣ידוּ לְךָ֔ אֵ֖ת דְּבַ֥ר הַמִּשְׁפָּֽט׃
9
9
Und komme zu den Kohanim aus dem Stamm der Leviim, und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird, und forsche nach, und sie werden dir die Rechtsentscheidung verkünden.
Kohanim, Leviim
וּבָאתָ אֶל הַכֹּהֲנִים הַלְוִיִּם, wörtl. „komme zu den Kohanim, den Leviim“: zu den Kohanim, die aus dem Stamm Levi hervorgegangen sind.
Raschi
zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird
Auch wenn er nicht gleich den anderen Richtern ist, die vor ihm waren, musst du auf ihn hören. Für dich ist nur der Richter in deinen Tagen da (Sifre, Rosch haSchana 25b).
Raschi
וְעָשִׂ֗יתָ עַל־פִּ֤י הַדָּבָר֙ אֲשֶׁ֣ר יַגִּ֣ידֽוּ לְךָ֔ מִן־הַמָּק֣וֹם הַה֔וּא אֲשֶׁ֖ר יִבְחַ֣ר יְהוָ֑ה וְשָׁמַרְתָּ֣ לַעֲשׂ֔וֹת כְּכֹ֖ל אֲשֶׁ֥ר יוֹרֽוּךָ׃
10
10
Und du sollst tun nach dem Ausspruch, den sie dir verkünden von jenem Ort aus, den der Ewige erwählen wird, und du sollst beachten zu tun ganz so, wie sie dich anweisen werden.
עַל־פִּ֨י הַתּוֹרָ֜ה אֲשֶׁ֣ר יוֹר֗וּךָ וְעַל־הַמִּשְׁפָּ֛ט אֲשֶׁר־יֹאמְר֥וּ לְךָ֖ תַּעֲשֶׂ֑ה לֹ֣א תָס֗וּר מִן־הַדָּבָ֛ר אֲשֶׁר־יַגִּ֥ידֽוּ לְךָ֖ יָמִ֥ין וּשְׂמֹֽאל׃
11
11
Nach der Anweisung, die sie dich anweisen, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du tun. Du sollst nicht abweichen von dem Ausspruch, den sie dir verkünden, nach rechts oder nach links.
nach rechts oder nach links
Sogar, wenn [der Sanhedrin] dir von rechts sagt, es sei links, und von links, es sei rechts; und umso mehr, wenn er dir von rechts rechts und von links links sagt.
Raschi
וְהָאִ֞ישׁ אֲשֶׁר־יַעֲשֶׂ֣ה בְזָד֗וֹן לְבִלְתִּ֨י שְׁמֹ֤עַ אֶל־הַכֹּהֵן֙ הָעֹמֵ֞ד לְשָׁ֤רֶת שָׁם֙ אֶת־יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ א֖וֹ אֶל־הַשֹּׁפֵ֑ט וּמֵת֙ הָאִ֣ישׁ הַה֔וּא וּבִֽעַרְתָּ֥ הָרָ֖ע מִיִּשְׂרָאֵֽל׃
12
12
Der Mann aber, der mit Absicht handelt, dass er nicht dem Kohen gehorcht, der steht, um dort Dienst zu leisten, vor dem Ewigen, deinem G‑tt, oder dem Richter, dieser Mann soll sterben und so wirst du das Böse aus Israel entfernen.
וְכָל־הָעָ֖ם יִשְׁמְע֣וּ וְיִרָ֑אוּ וְלֹ֥א יְזִיד֖וּן עֽוֹד׃
13
13
Und das ganze Volk soll es hören und sich fürchten und nicht mehr mit Absicht gegen G‑ttes Gebote handeln.
Und das ganze Volk soll es hören
Von hier geht hervor, dass man bis zum Fest (שָׁלשׁ רְגָלִים) warte und ihn am Fest töte (Sanh. 89a).
Raschi
Fest: die drei Feste Pessach, Schawuot, Sukkot, an denen es beim Bestehen des Tempels ein Gebot ist, nach Jeruschalaim hinaufzuziehen und die Festopferungen darzubringen.