כָּֽל־הַבְּכ֡וֹר אֲשֶׁר֩ יִוָּלֵ֨ד בִּבְקָרְךָ֤ וּבְצֹֽאנְךָ֙ הַזָּכָ֔ר תַּקְדִּ֖ישׁ לַיהוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ לֹ֤א תַעֲבֹד֙ בִּבְכֹ֣ר שׁוֹרֶ֔ךָ וְלֹ֥א תָגֹ֖ז בְּכ֥וֹר צֹאנֶֽךָ׃
19
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Alles Erstgeborene, das geboren wird unter deinen Rindern und unter deinem Kleinvieh, das Männliche, sollst du weihen dem Ewigen, deinem G‑tt. Arbeite nicht mit dem Erstgeborenen deines Rindes und schere nicht das Erstgeborene deines Kleinviehs.
Alles Erstgeborene … sollst du weihen dem Ewigen
Und an anderer Stelle sagt der Vers, er soll es nicht weihen (Waj. 27:26) אַךְ בְּכוֹר אֲשֶׁר יְבֻכַּר לַה׳ בִּבְהֵמָה לֹא יַקְדִּישׁ אִישׁ אֹתוֹ „ein Erstgeborenes, das durch die Erstgeburt dem Ewigen gehört unter dem Vieh, dieses darf niemand weihen“. Wie ist das zu verstehen? Er weihe es nicht als ein anderes Opfer. Hier aber lehrt der Vers: Obwohl das Erstgeborene durch seine Geburt geweiht ist, ist es ein Gebot, zu sagen: Du sollst zur Erstgeburt geweiht sein.
Andere Erklärung: Man kann nicht sagen תַּקְדִּישׁ „du sollst weihen“, weil bereits steht לֹא יַקְדִּישׁ „weihe nicht“; und man kann nicht sagen לֹא יַקְדִּישׁ „weihe nicht“, weil bereits steht תַּקְדִּישׁ „du sollst weihen“. Wie ist das zu verstehen? Du kannst das Verfügungsrecht (הֶקְדֵּשׁ עִלּוּי) des Erstgeborenen weihen, [nicht aber das Tier selbst] und gibst dem Heiligtum den Wert (טוֹבַת הֲנָאָה), der dieses Recht wert ist.
Andere Erklärung: Man kann nicht sagen תַּקְדִּישׁ „du sollst weihen“, weil bereits steht לֹא יַקְדִּישׁ „weihe nicht“; und man kann nicht sagen לֹא יַקְדִּישׁ „weihe nicht“, weil bereits steht תַּקְדִּישׁ „du sollst weihen“. Wie ist das zu verstehen? Du kannst das Verfügungsrecht (הֶקְדֵּשׁ עִלּוּי) des Erstgeborenen weihen, [nicht aber das Tier selbst] und gibst dem Heiligtum den Wert (טוֹבַת הֲנָאָה), der dieses Recht wert ist.
Raschi
Verfügungsrecht (הֶקְדֵּשׁ עִלּוּי): Obgleich das Tier selbst nicht als ein anderes Opfer geweiht werden darf, weil es bereits als Erstgeburt (Bechor) geweiht ist, kann der Eigentümer den Wert des Rechtes weihen, das ihm an diesem Opfer verbleibt.
Zwar besitzt ein Israelit die Erstgeburt seiner Herde nicht, weil diese kraft der Geburt als Bechor geheiligt ist und einem Kohen übergeben werden muss, doch besitzt der Israelit das Recht, das Tier einem Kohen seiner Wahl zu überlassen. (Der Kohen bringt es als Opfer dar und verzehrt das Fleisch nach dem Verbrennen der Opferteile auf dem Altar.) Dieses Auswahlrecht des Israeliten stellt einen Wert dar: jemand könnte ihm einen Betrag zahlen dafür, dass die Erstgeburt einem bestimmten Kohen zukommt, den er begünstigen will. Dieser Wert wird טוֹבַת הֲנָאָה (Towat Hana’a) genannt, der „Wert des Nutzens“ des Empfängers für den Erhalt des Opfers.
Da der Israelit, in dessen Herde eine Erstgeburt geworfen wurde, diese Towat Hana’a besitzt, kann er diesen Wert weihen.
Zwar besitzt ein Israelit die Erstgeburt seiner Herde nicht, weil diese kraft der Geburt als Bechor geheiligt ist und einem Kohen übergeben werden muss, doch besitzt der Israelit das Recht, das Tier einem Kohen seiner Wahl zu überlassen. (Der Kohen bringt es als Opfer dar und verzehrt das Fleisch nach dem Verbrennen der Opferteile auf dem Altar.) Dieses Auswahlrecht des Israeliten stellt einen Wert dar: jemand könnte ihm einen Betrag zahlen dafür, dass die Erstgeburt einem bestimmten Kohen zukommt, den er begünstigen will. Dieser Wert wird טוֹבַת הֲנָאָה (Towat Hana’a) genannt, der „Wert des Nutzens“ des Empfängers für den Erhalt des Opfers.
Da der Israelit, in dessen Herde eine Erstgeburt geworfen wurde, diese Towat Hana’a besitzt, kann er diesen Wert weihen.
Gur Arye
Arbeite nicht mit dem Erstgeborenen deines Rindes und schere nicht
Auch das Umgekehrte ist verboten, nur spricht der Vers von dem, was gewöhnlich vorkommt (Bechorot 25a).
Raschi