כִּ֣י׀ הַגּוֹיִ֣ם הָאֵ֗לֶּה אֲשֶׁ֤ר אַתָּה֙ יוֹרֵ֣שׁ אוֹתָ֔ם אֶל־מְעֹנְנִ֥ים וְאֶל־קֹסְמִ֖ים יִשְׁמָ֑עוּ וְאַתָּ֕ה לֹ֣א כֵ֔ן נָ֥תַן לְךָ֖ יְהוָ֥ה אֱלֹהֶֽיךָ׃
14
14
Dennoch dürft ihr, da ihr G‑ttes Vorsehung vollkommen vertraut, nach dem Künftigen blicken. Während diese Völker, die du vertreibst, auf Zeitendeuter und Wahrsager hören, hat dich der Ewige, dein G tt, nicht solchen Mitteln überlassen.
dich der Ewige, dein G‑tt, nicht solchen Mitteln überlassen: auf Zeitendeuter und Wahrsager zu hören, denn Er lässt die Schechina auf den Propheten und auf den Urim und Tumim ruhen.
Raschi
Urim und Tumim: ein Pergament mit dem Namen G‑ttes, eingelegt in die Falten des Brustschildes (Choschen) des Kohen Gadol. Durch die Urim und Tumim leuchteten die Buchstaben auf den Steinen des Choschen auf, um jede gestellte Frage zu beantworten.
Siehe Raschi zu Schemot 28:30
נָבִ֨יא מִקִּרְבְּךָ֤ מֵאַחֶ֙יךָ֙ כָּמֹ֔נִי יָקִ֥ים לְךָ֖ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ אֵלָ֖יו תִּשְׁמָעֽוּן׃
15
15
Einen Propheten aus deiner Mitte, von deinen Brüdern, wie ich, Mosche, bin, wird dir erstehen lassen der Ewige, dein G‑tt, auf den sollt ihr hören.
aus deiner Mitte, von deinen Brüdern, wie ich bin
So wie ich, Mosche, aus deiner Mitte, von deinen Brüdern bin, so wird Er dir an meiner Stelle einen anderen erstehen lassen.
Und so von Prophet zu Prophet.
Raschi
Und so von Prophet zu Prophet: mit dem Tod des einen Propheten wird dir G‑tt einen anderen Propheten wie mich erstehen lassen, sodass du dich nicht an Zeitendeuter und Wahrsager zu wenden brauchst.
Misrachi, Gur Arye
כְּכֹ֨ל אֲשֶׁר־שָׁאַ֜לְתָּ מֵעִ֨ם יְהוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ בְּחֹרֵ֔ב בְּי֥וֹם הַקָּהָ֖ל לֵאמֹ֑ר לֹ֣א אֹסֵ֗ף לִשְׁמֹ֙עַ֙ אֶת־קוֹל֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהָ֔י וְאֶת־הָאֵ֨שׁ הַגְּדֹלָ֥ה הַזֹּ֛את לֹֽא־אֶרְאֶ֥ה ע֖וֹד וְלֹ֥א אָמֽוּת׃
16
16
Ganz so, wie du verlangt hast von dem Ewigen, deinem G‑tt, am Berg Chorew am Tag der Versammlung, als du sagtest: Ich möchte nicht weiter hören die Stimme des Ewigen, meines G‑ttes, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.
נָבִ֨יא אָקִ֥ים לָהֶ֛ם מִקֶּ֥רֶב אֲחֵיהֶ֖ם כָּמ֑וֹךָ וְנָתַתִּ֤י דְבָרַי֙ בְּפִ֔יו וְדִבֶּ֣ר אֲלֵיהֶ֔ם אֵ֖ת כָּל־אֲשֶׁ֥ר אֲצַוֶּֽנּוּ׃
18
18
Einen Propheten will Ich ihnen erstehen lassen aus der Mitte ihrer Brüder, wie du es bist, und Ich werde Meine Worte in seinen Mund geben und er soll zu ihnen all das sprechen, was Ich ihm befehlen werde.
וְהָיָ֗ה הָאִישׁ֙ אֲשֶׁ֤ר לֹֽא־יִשְׁמַע֙ אֶל־דְּבָרַ֔י אֲשֶׁ֥ר יְדַבֵּ֖ר בִּשְׁמִ֑י אָנֹכִ֖י אֶדְרֹ֥שׁ מֵעִמּֽוֹ׃
19
19
Und es soll geschehen, der Mann, der nicht auf Meine Worte hören wird, die er in Meinem Namen reden wird, Ich selbst werde es von ihm fordern.
אַ֣ךְ הַנָּבִ֡יא אֲשֶׁ֣ר יָזִיד֩ לְדַבֵּ֨ר דָּבָ֜ר בִּשְׁמִ֗י אֵ֣ת אֲשֶׁ֤ר לֹֽא־צִוִּיתִיו֙ לְדַבֵּ֔ר וַאֲשֶׁ֣ר יְדַבֵּ֔ר בְּשֵׁ֖ם אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֑ים וּמֵ֖ת הַנָּבִ֥יא הַהֽוּא׃
20
20
Doch der Prophet, der mit Absicht etwas in Meinem Namen sprechen wird, was Ich ihm nicht befohlen habe zu sprechen, oder der etwas sprechen wird im Namen anderer falscher Götter, dieser Prophet soll sterben.
was Ich ihm nicht befohlen habe zu sprechen: aber Ich habe es einem anderen Propheten befohlen (Sanh. 89a).
Raschi
der etwas sprechen wird im Namen anderer Götter: sogar, wenn er etwas sprechen wird, das mit der Halacha übereinstimmt, das Verbotene zu verbieten und das Erlaubte zu erlauben (Sanh. 89a).
Raschi
soll sterben
Er soll durch Erwürgen sterben (חֶנֶק). (Sanh. 89a)
Drei werden vom Gericht getötet:
(1) Wer prophezeit, was er überhaupt nicht gehört hat.
(2) Wer prophezeit, was einem anderen Propheten gesagt wurde.
(3) Wer im Namen von falschen Göttern (עֲבוֹדָה זָרָה) prophezeit.
Drei andere werden durch den Himmel getötet:
(4) Wer seine Prophezeiung unterdrückt.
(5) Wer die Worte eines Propheten übertritt.
(6) Ein Prophet, der die eigenen Worte übertritt.
Diese werden durch den Himmel getötet, so heißt es (zuvor, Vers 19) אָנֹכִי אֶדְרֹשׁ מֵעִמּוֹ „Ich selbst werde es von ihm fordern“.
Raschi
וְכִ֥י תֹאמַ֖ר בִּלְבָבֶ֑ךָ אֵיכָה֙ נֵדַ֣ע אֶת־הַדָּבָ֔ר אֲשֶׁ֥ר לֹא־דִבְּר֖וֹ יְהוָֽה׃
21
21
Und wenn du in deinem Herzen sagst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das der Ewige nicht gesagt hat?
Und wenn du in deinem Herzen sagst
[Mit den Worten „wenn du in deinem Herzen sagst“ zeigt der Vers, dass dies eines Tages sicher geschehen wird.]
Ihr werdet zukünftig so sagen, wenn Chananja ben Asur [in den Tagen des wahren Propheten Jirmijahu, kurz vor der Zerstörung des Ersten Tempels] sagte (Jirm. 37:16)הִנֵּה כְלֵי בֵית ה׳ מוּשָׁבִים מִבָּבֶלָה עַתָּה מְהֵרָה „siehe, die Geräte des Hauses G‑ttes werden jetzt bald von Bawel zurückgebracht werden“, während Jirmijahu dastand und laut verkündete, dass im Gegenteil (ebd., Vers 19) אֶל הָעַמּוּדִים וְעַל הַיָּם וְעַל יֶתֶר הַכֵּלִים גו׳ „auch die Säulen und das Waschbecken und die übrigen Geräte des Tempels“, die nicht mit Jechonja weggebracht worden waren, (ebd., Vers 22) בָּבֶלָה יוּבָאוּ „nach Bawel geführt würden“ mit den Verbannten Zidkijahus.
Raschi
während Jirmijahu dastand und laut verkündete: Elf Jahre vor der Zerstörung des Tempels belagerte der babylonische König Nebukadnezar, die Stadt Jeruschalaim. Er nahm König Jechonja gefangen und verschleppte die jüdische Oberschicht sowie die meisten Tempelgeräte nach Bawel (siehe 2 Kön. 24:10–17). Vier Jahre darauf verkündete Chananja ben Asur im Tempel öffentlich seine eigene Prophezeiung. Dieser Widerspruch zu Jirmijahus Worten verunsicherte das Volk. Jirmijahu sah sich gezwungen, die im folgenden Vers dargelegten Worte anzuführen: Da diese der Vorhersage Jirmijahus direkt widersprach, geriet das Volk in Zweifel. Jirmijahu sah sich gezwungen, den im folgenden Vers dargelegten Beweis anzuführen: „Was der Prophet reden wird im Namen des Ewigen und es geschieht nicht die Sache und trifft nicht ein: das ist das Wort, das der Ewige nicht gesprochen hat, in böser Absicht hat es der Prophet gesagt, fürchte ihn nicht.“
אֲשֶׁר֩ יְדַבֵּ֨ר הַנָּבִ֜יא בְּשֵׁ֣ם יְהוָ֗ה וְלֹֽא־יִהְיֶ֤ה הַדָּבָר֙ וְלֹ֣א יָב֔וֹא ה֣וּא הַדָּבָ֔ר אֲשֶׁ֥ר לֹא־דִבְּר֖וֹ יְהוָ֑ה בְּזָדוֹן֙ דִּבְּר֣וֹ הַנָּבִ֔יא לֹ֥א תָג֖וּר מִמֶּֽנּוּ׃
22
22
Was der Prophet reden wird im Namen des Ewigen und es geschieht nicht die Sache und trifft nicht ein: das ist das Wort, das der Ewige nicht gesprochen hat; in böser Absicht hat es der Prophet gesagt, fürchte ihn nicht.
Was der Prophet reden wird: indem er sagt, diese Sache wird über euch kommen; und ihr seht, dass sie nicht kommt – das ist eine Sache, die der Ewige nicht gesprochen hat, und ihr sollt den falschen Propheten töten.
Wenn du sagst, das ist möglich, wenn er über die Zukunft spricht. Aber was sollen wir tun, wenn er sagt: Tut dieses, tut jenes – auf Befehl G‑ttes sage ich das. In solchem Fall ist Israel schon befohlen worden, dass, wenn er sich auch nur von einem einzigen Gebot entfernen will, du nicht auf ihn hören darfst. Außer, wenn er bewiesen hat, dass er ein vollkommener Zaddik ist wie Elijahu auf dem Berg Karmel, der auf einer Opferhöhe (בָמָה) darbrachte zu einer Zeit, als die Opferhöhen verboten waren, den außergewöhnlichen Anforderungen der Stunde entsprechend, um einen Zaun gegen einen Verstoß zu errichten. Über ihn steht (zuvor, Vers 15) אֵלָיו תִּשְׁמָעוּן „auf ihn sollt ihr hören“.
Raschi
wenn er sich auch nur von einem einzigen Gebot entfernen will: לֹא תִשְׁמַע אֶל דִּבְרֵי הַנָּבִיא הַהוּא אוֹ אֶל חוֹלֵם הַחֲלוֹם הַהוּא כִּי מְנַסֶּה ה׳ אֱלֹהֵיכֶם אֶתְכֶם „Höre nicht auf die Worte dieses Propheten oder auf diesen Träumer; denn auf die Probe stellt dich damit der Ewige, euer G‑tt“ (Paraschat Re’e, Dewarim 13:4).
um einen Zaun gegen einen Verstoß zu errichten: Elijahu setzte das Verbot von Opfern auf einer Opferhöhe (בָמָה) nur außer Kraft, um dem ausufernden Götzendienst entgegenzuwirken. Mit dem Opfer auf dem Berg Karmel konnte er den Baal-Kult eindämmen, indem er bewies, dass Haschem der wahre G‑tt ist. Elijahu tat dies jedoch nur als befristete Maßnahme und den ungewöhnlichen Anforderungen der Stunde entsprechend. Hätte er erklärt, das Opferverbot auf einer Opferhöhe sei dauerhaft aufgehoben, hätten wir selbst dem vollkommenen Zaddik Elijahu nicht Folge geleistet.
Rambam, Hil. Jesode haTorah 9:3
fürchte ihn nicht
לֹא תָגוּר מִמֶּנּוּ „fürchte ihn nicht“: Halte nicht zurück, ihn zu verurteilen. Und fürchte nicht, seinetwegen gestraft zu werden.
Raschi
כִּֽי־יַכְרִ֞ית יְהוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ אֶת־הַגּוֹיִ֔ם אֲשֶׁר֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ נֹתֵ֥ן לְךָ֖ אֶת־אַרְצָ֑ם וִֽירִשְׁתָּ֕ם וְיָשַׁבְתָּ֥ בְעָרֵיהֶ֖ם וּבְבָתֵּיהֶֽם׃
1
1
Wenn der Ewige, dein G‑tt, ausrottet die Völker, deren Land der Ewige, dein G‑tt, dir gibt, und du sie vertreibst und wohnst in ihren Städten und in ihren Häusern:
שָׁל֥וֹשׁ עָרִ֖ים תַּבְדִּ֣יל לָ֑ךְ בְּת֣וֹךְ אַרְצְךָ֔ אֲשֶׁר֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ נֹתֵ֥ן לְךָ֖ לְרִשְׁתָּֽהּ׃
2
2
Drei Städte sollst du dir aussondern in der Mitte deines Landes, das der Ewige, dein G‑tt, dir gibt, es in Besitz zu nehmen.
תָּכִ֣ין לְךָ֮ הַדֶּרֶךְ֒ וְשִׁלַּשְׁתָּ֙ אֶת־גְּב֣וּל אַרְצְךָ֔ אֲשֶׁ֥ר יַנְחִֽילְךָ֖ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ וְהָיָ֕ה לָנ֥וּס שָׁ֖מָּה כָּל־רֹצֵֽחַ׃
3
3
Zubereiten sollst du dir den Weg und an drei Punkten sollst du das Gebiet deines Landes teilen, das der Ewige, dein G‑tt, dir zum Erbe gibt; und das soll sein, dass dorthin jeder Totschläger flüchtet.
Zubereiten sollst du dir den Weg
מִקְלָט מִקְלָט „Zufluchtsstadt, Zufluchtsstadt“ stand groß an den Wegkreuzungen angeschrieben (Makot 10b).
Raschi
und an drei Punkten sollst du das das Gebiet deines Landes teilen: dass vom Anfang der Grenze bis zur ersten Zufluchtsstadt so weit sei wie das Maß des Weges von ihr bis zur zweiten, und ebenso von der zweiten bis zur dritten, und ebenso von der dritten Stadt bis zur zweiten Grenze des Landes Israel (Makot 9b).
Raschi
וַאֲשֶׁר֩ יָבֹ֨א אֶת־רֵעֵ֥הוּ בַיַּעַר֮ לַחְטֹ֣ב עֵצִים֒ וְנִדְּחָ֨ה יָד֤וֹ בַגַּרְזֶן֙ לִכְרֹ֣ת הָעֵ֔ץ וְנָשַׁ֤ל הַבַּרְזֶל֙ מִן־הָעֵ֔ץ וּמָצָ֥א אֶת־רֵעֵ֖הוּ וָמֵ֑ת ה֗וּא יָנ֛וּס אֶל־אַחַ֥ת הֶעָרִים־הָאֵ֖לֶּה וָחָֽי׃
5
5
Oder wer mit seinem Nächsten in den Wald geht um Holz zu hacken, und seine Hand holt aus mit der Axt, das Holz abzuhauen, und das Eisen gleitet ab von dem Stiel und trifft seinen Nächsten, dass er stirbt: der soll in eine dieser Städte flüchten, damit er leben bleibe.
und seine Hand holt aus: wenn er die Axt auf den Baum herabschlagen will.
Die Worte וְנִדְּחָה יָדוֹ übersetzt der Targum als וְתִתְמְרֵיג יְדֵיהּ, das bedeutet, „seine Hand reißt sich los“, den Schlag der Axt auf den Baum auszuführen. Der Vers (2 Schmu. 6:6) כִּי שָׁמְטוּ הַבָּקָר „denn die Rinder hatten sich losgerissen“, wird im Targum Jonathan wiedergegeben mit אֲרֵי מַרְגוּהִי תּוֹרַיָּא.
Raschi
Und das Eisen springt vom Holz ab
Manche von unseren Lehrern sagen, das Eisen ist von seinem Stiel abgesprungen. Manche sagen, das Eisen hat ein Stück von dem Baum, der gespalten wird, abgerissen, und dieses sprang weg und tötete (Makot 7b).
Raschi
פֶּן־יִרְדֹּף֩ גֹּאֵ֨ל הַדָּ֜ם אַחֲרֵ֣י הָרֹצֵ֗חַ כִּי־יֵחַם֮ לְבָבוֹ֒ וְהִשִּׂיג֛וֹ כִּֽי־יִרְבֶּ֥ה הַדֶּ֖רֶךְ וְהִכָּ֣הוּ נָ֑פֶשׁ וְלוֹ֙ אֵ֣ין מִשְׁפַּט־מָ֔וֶת כִּ֠י לֹ֣א שֹׂנֵ֥א ה֛וּא ל֖וֹ מִתְּמ֥וֹל שִׁלְשֽׁוֹם׃
6
6
Dass nicht der Bluträcher — denn sein Herz ist erhitzt — dem Totschläger nachjage und ihn einhole, weil der Weg zu lang ist, und ihn totschlage, obwohl er kein Todesurteil verdient, weil er dem Opfer nicht feind gewesen ist von gestern oder vorgestern.
Dass nicht der Bluträcher nachjage: darum sollst du den Weg und viele Zufluchtsstädte vorbereiten.
Raschi
וְאִם־יַרְחִ֞יב יְהוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ אֶת־גְּבֻ֣לְךָ֔ כַּאֲשֶׁ֥ר נִשְׁבַּ֖ע לַאֲבֹתֶ֑יךָ וְנָ֤תַן לְךָ֙ אֶת־כָּל־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁ֥ר דִּבֶּ֖ר לָתֵ֥ת לַאֲבֹתֶֽיךָ׃
8
8
Und wenn der Ewige, dein G‑tt, dein Gebiet erweitern wird, so wie Er deinen Vätern mit einem Schwur zugesagt hat und dir das ganze Land gibt, das Er versprochen hat, deinen Vätern zu geben.
Und wenn der Ewige dein Gebiet erweitern wird: wie Er dir mit einem Schwur zugesagt hat, dir das Land des Keni, Knisi und Kadmoni zu geben.
Raschi
Es waren zehn Völker, deren Land Awraham beim Bund zwischen den Stücken (בְּרִית בֵּין הַבְּתָרִים, siehe Ber. 15:19–21) zusagte. Die drei hier angeführten Völker des Keni, Knisi und Kadmoni, wurden vom jüdischen Volk beim Einzug in das Land Kna‘an weder erobert, noch waren deren Gebiete in den Grenzen des Landes Israel enthalten (Bamidbar, Kap. 34). , festgelegten Grenzen von Eretz Jisrael enthalten. Ihre Länder werden erst in den Tagen des Maschiach ein Teil von Eretz Israel werden.
כִּֽי־תִשְׁמֹר֩ אֶת־כָּל־הַמִּצְוָ֨ה הַזֹּ֜את לַעֲשֹׂתָ֗הּ אֲשֶׁ֨ר אָנֹכִ֣י מְצַוְּךָ֮ הַיּוֹם֒ לְאַהֲבָ֞ה אֶת־יְהוָ֧ה אֱלֹהֶ֛יךָ וְלָלֶ֥כֶת בִּדְרָכָ֖יו כָּל־הַיָּמִ֑ים וְיָסַפְתָּ֨ לְךָ֥ עוֹד֙ שָׁלֹ֣שׁ עָרִ֔ים עַ֖ל הַשָּׁלֹ֥שׁ הָאֵֽלֶּה׃
9
9
Wenn du beachten wirst dieses ganze Gebot, es zu tun, wie ich es dir heute befehle, zu lieben den Ewigen, deinen G‑tt, und in Seinen Wegen zu gehen alle Tage. Dann sollst du dir noch drei zusätzliche Städte hinzufügen zu diesen drei.
sollst du dir noch drei Städte hinzufügen
Das sind dann neun: drei auf der Ostseite des Jarden, drei im Land Kna’an und drei in der Zukunft.
Raschi
וְלֹ֤א יִשָּׁפֵךְ֙ דָּ֣ם נָקִ֔י בְּקֶ֣רֶב אַרְצְךָ֔ אֲשֶׁר֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ נֹתֵ֥ן לְךָ֖ נַחֲלָ֑ה וְהָיָ֥ה עָלֶ֖יךָ דָּמִֽים׃
10
10
Dass nicht vergossen werde das Blut eines Unschuldigen in der Mitte deines Landes, das der Ewige, dein G‑tt, dir gibt zum Erbbesitz, und Blutschuld auf dich komme.
וְכִֽי־יִהְיֶ֥ה אִישׁ֙ שֹׂנֵ֣א לְרֵעֵ֔הוּ וְאָ֤רַב לוֹ֙ וְקָ֣ם עָלָ֔יו וְהִכָּ֥הוּ נֶ֖פֶשׁ וָמֵ֑ת וְנָ֕ס אֶל־אַחַ֖ת הֶעָרִ֥ים הָאֵֽל׃
11
11
Wenn aber jemand seinen Nächsten hasst und ihm auflauert und sich gegen ihn erhebt und ihn schlägt, dass er stirbt, und er flieht in eine diese Städte:
Wenn aber jemand seinen Nächsen hasst
Durch seinen Hass kommt er dazu, dass er ihm auflauert. Von hier haben unsere Lehrer entnommen, dass wenn jemand ein leichtes Verbot übertritt, er zuletzt ein schweres Verbot übertreten wird. Weil er übertreten hat (Waj. 19:17) לֹא תִשְׂנָא „du sollst nicht hassen“, kommt er zuletzt zum Blutvergießen. Darum heißt es „wenn jemand seinen Nächsten hasst“. Der Vers hätte auch direkt lauten können וְכִי יָקוּם אִישׁ וְאָרַב לְרֵעֵהוּ וְהִכָּהוּ נָפֶשׁ, wenn sich jemand aufmacht und seinem Nächsten auflauert und ihn erschlägt.
Raschi
לֹא־תָח֥וֹס עֵֽינְךָ֖ עָלָ֑יו וּבִֽעַרְתָּ֧ דַֽם־הַנָּקִ֛י מִיִּשְׂרָאֵ֖ל וְט֥וֹב לָֽךְ׃
13
13
Dein Auge soll ihn nicht schonen, sondern du sollst das unschuldig vergossene Blut aus Israel wegschaffen, damit es dir gut ergehe.
Dein Auge soll ihn nicht schonen
Sage nicht, der erste ist schon erschlagen, warum sollen wir auch noch diesen töten, sodass schließlich zwei von Israel getötet sind (Sifre, Abschn. 187).
Raschi