Der tägliche Chumasch-Abschnitt

11. Tischre 5787

Dienstag, 22. September 2026

Heute

Bracha

3. Alija

(Dewarim 33:13 – 33:17)

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וּלְיוֹסֵ֣ף אָמַ֔ר מְבֹרֶ֥כֶת יְהֹוָ֖ה אַרְצ֑וֹ מִמֶּ֤גֶד שָׁמַ֙יִם֙ מִטָּ֔ל וּמִתְּה֖וֹם רֹבֶ֥צֶת תָּֽחַת׃
13
13
Und über Josef sagte Mosche zu G‑tt: Gesegnet vom Ewigen ist sein Land mit dem Köstlichen des Himmels, mit Tau, und mit dem Köstlichen der Tiefe, das unten lagert.
Gesegnet vom Ewigen ist sein Land
Im Anteil der übrigen Stämme war kein Land so voll von allem Guten wie das Land Josefs.
Raschi
mit dem Köstlichen
Das Wort מֶּגֶד bedeutet Köstlichkeit und Süße.
Raschi
und mit der Tiefe
Das Wasser steigt empor und befeuchtet es von unten. Bei allen Stämmen kannst du finden, dass der Segen Mosches inhaltlich dem Segen Jaakows entspricht. Bei Jaakows Segen heißt es (Ber. 49:25) בִּרְכֹת שָׁמַיִם מֵעָל בִּרְכֹת תְּהוֹם רֹבֶצֶת תָּחַת „G‑tt möge dich segnen mit Segnungen des Himmels oben, mit Segnungen der Tiefe unten“. So wie dort der Segen bedeutet, dass die Feuchtigkeit der Tiefe aufsteigt, so ist das auch hier die Bedeutung.
Raschi
dass der Segen Mosches inhaltlich dem Segen Jaakows entspricht: Bei Jaakows Segen heißt es (Ber. 49:25) בִּרְכֹת שָׁמַיִם מֵעָל בִּרְכֹת תְּהוֹם רֹבֶצֶת תָּחַת „G‑tt möge dich segnen mit Segnungen des Himmels oben, mit Segnungen der Tiefe unten“. So wie dort der Segen bedeutet, dass die Feuchtigkeit der Tiefe aufsteigt, so ist das auch hier die Bedeutung.
Misrachi
וּמִמֶּ֖גֶד תְּבוּאֹ֣ת שָׁ֑מֶשׁ וּמִמֶּ֖גֶד גֶּ֥רֶשׁ יְרָחִֽים׃
14
14
Und gesegnet ist sein Land mit dem Köstlichen des Ertrages der Sonne und mit dem Köstlichen, das die Monde reifen lassen.
Und mit dem Köstlichen des Ertrages der Sonne
Sein Land war der Sonne geöffnet und brachte süße Früchte hervor.
Raschi
das die Monde reifen lassen
Es gibt Früchte, die der Mond reifen lässt, nämlich Kürbisse und Melonen.
Andere Erklärung. גֶּרֶשׁ יְרָחִים, was die Erde von Monat zu Monat treibt (מְגָרֶשֶׁת) und hervorbringt.
Raschi
וּמֵרֹ֖אשׁ הַרְרֵי־קֶ֑דֶם וּמִמֶּ֖גֶד גִּבְע֥וֹת עוֹלָֽם׃
15
15
Und gesegnet mit den ersten reifen Früchten auf den frühen Bergen, und mit dem Köstlichen immerwährender Hügel.
mit den ersten der frühen Berge
וּמֵרֹאשׁ הַרְרֵי קֶדֶם „Mit den ersten der frühen Berge“: Gesegnet ist sein Land mit den ersten reifen Früchten, denn Josefs Berge lassen zuerst ihre Früchte reif werden.
Andere Erklärung. „frühen Berge“: das lehrt, dass diese vor den anderen Bergen erschaffen wurden.
Raschi
וּמֵרֹאשׁ הַרְרֵי קֶדֶם „Mit den ersten der frühen Berge“: Gesegnet ist sein Land מֵרֹאשׁ – מֵרֵאשִׁית, mit den ersten reifen Früchten.
Beer Maim Chaim
immerwährender Hügel: Hügel, die immer Früchte hervorbringen und nie damit aufhören aus Regenmangel.
Raschi
וּמִמֶּ֗גֶד אֶ֚רֶץ וּמְלֹאָ֔הּ וּרְצ֥וֹן שֹׁכְנִ֖י סְנֶ֑ה תָּב֙וֹאתָה֙ לְרֹ֣אשׁ יוֹסֵ֔ף וּלְקָדְקֹ֖ד נְזִ֥יר אֶחָֽיו׃
16
16
Und gesegnet mit dem Köstlichen der Erde und ihrer Fülle, dem Wohlgefallen G‑ttes, dessen Herrlichkeit im Himmel zugegen ist und der sich mir, Mosche, im Dornbusch offenbarte: es komme dieser Segen auf den Kopf Josefs, auf die Krone desjenigen, der getrennt von seinen Brüdern wurde, als sie ihn verkauften.
im Dornbusch zugegen ist
שֹׁכְנִי סְנֶה ist so wie שׁוֹכֵן סְנֶה „der im Dornbusch zugegen ist“. Möge sein Land gesegnet sein mit dem Wohlgefallen und der Freude des Ewigen, der mir zuerst im Dornbusch erschien.
Raschi
Wohlgefallen
רָצוֹן ist Freude und Zufriedenheit; das bedeutet רָצוֹן überall in der Torah.
Raschi
es komme
תָּבוֹאתָה „es komme“ dieser Segen auf den Kopf Josefs.
Raschi
der getrennt von seinen Brüdern wurde
Josef, der נְזִיר אֶחָיו „getrennt von seinen Brüdern“ war, der durch seinen Verkauf von seinen Brüdern entfernt wurde.
Raschi
בְּכ֨וֹר שׁוֹר֜וֹ הָדָ֣ר ל֗וֹ וְקַרְנֵ֤י רְאֵם֙ קַרְנָ֔יו בָּהֶ֗ם עַמִּ֛ים יְנַגַּ֥ח יַחְדָּ֖ו אַפְסֵי־אָ֑רֶץ וְהֵם֙ רִבְב֣וֹת אֶפְרַ֔יִם וְהֵ֖ם אַלְפֵ֥י מְנַשֶּֽׁה׃ (ס)
17
17
Der Erstgeborene seines Stieres, Herrlichkeit ist ihm verliehen. Hörner des Re’em sind seine Hörner, mit ihnen stößt er die Völker nieder allesamt, die bis an die Enden der Erde herrschten, das sind die Zehntausenden von Efraim Getöteten und das sind die Tausenden von Menasche Getöteten.
Der Erstgeborene seines Stieres
Das Wort בְּכוֹר (wörtl. Erstgeborener) hat auch die Bedeutung von Größe und Herrschaft; so heißt es (Teh. 89:28) אַף אָנִי בְּכוֹר אֶתְּנֵהוּ „und Ich mache ihn zum Erstgeborenen“; ebenso (Schem. 4:22) בְּנִי בְכֹרִי יִשְׂרָאֵל „mein erstgeborener Sohn ist Israel“.
Raschi
„und Ich mache ihn zum Erstgeborenen“: G‑tt sagt von König David, dass Er ihn zum Herrscher über die Könige der Erde macht. „Mein erstgeborener Sohn ist Israel“: G‑tt bezeichnet das Volk Israel als „Erstgeborenen“. In beiden Versen geht es nicht um einen biologisch Erstgeborenen, sondern einen Begriff von Größe. Auch im vorliegenden Vers bedeutet der Begriff בְּכוֹר „der Große“.
Herrlichkeit ist ihm
הָדָר לוֹ, „Herrlichkeit ist ihm“ verliehen, wie es heißt (Bam. 27:20) וְנָתַתָּה מֵהוֹדְךָ עָלָיו „und lege von deiner Herrlichkeit auf ihn“.
Raschi
Der Erstgeborene: der König, der von ihm hervorgeht, das ist Jehoschua.
Raschi
seines Stieres: dessen Kraft stark wie des Stieres ist, um die vielen Könige zu bezwingen.
Raschi
Hörner des Re’em sind seine Hörner
Der Stier hat starke Kraft, aber seine Hörner sind nicht schön. Das Re’em wiederum hat ein schönes Geweih, aber seine Kraft ist nicht stark. Jehoschua wird die Kraft des Stieres und die Schönheit des Geweihes des Re’em haben.
Raschi
die Enden der Erde: die 31 Könige; ist es denkbar, dass sie alle vom Land Israel waren? Nur, es gab keinen König und Herrscher, der sich nicht einen Palast und Besitz im Land Israel erwarb, weil das von allen geschätzt wurde; so heißt es (Jirm. 3:19) נַחֲלַת צְבִי צִבְאוֹת גּוֹיִם „das schönste Besitztum, von den Völkern begehrt“.
Raschi
Das sind die Zehntausenden von Efraim: jene, die niedergestoßen werden, sind die Zehntausenden, die Jehoschua tötete, der von Efraim stammte.
Raschi
das sind die Tausenden von Menasche: das sind die Tausenden, die Gideon von Midian tötete; so heißt es (Ri. 8:10) וְזֶבַח וְצַלְמֻנָּע בַּקַּרְקֹר וגו׳ „Sewach und Zalmuna waren in Karkor …“
Raschi
„Sewach und Zalmuna waren in Karkor“: Gideon griff das Lager Midians an und vernichtete den Großteil der Soldaten. Die beiden Könige Midians, Sewach und Zalmuna, flohen daraufhin mit den Überlebenden nach Karkor (Richt. 8:10) וְזֶבַח וְצַלְמֻנָּע בַּקַּרְקֹר „Sewach und Zalmuna waren in Karkor“, וּמַחֲנֵיהֶם עִמָּם כַּחֲמֵשֶׁת עָשָׂר אֶלֶף כֹּל הַנּוֹתָרִים מִכֹּל מַחֲנֵה בְנֵי קֶדֶם „und ihr Heerlager war bei ihnen, etwa fünfzehntausend, alle die übrig geblieben waren vom ganzen Heerlager der Söhne des Ostens“, וְהַנֹּפְלִים מֵאָה וְעֶשְׂרִים אֶלֶף אִישׁ שֹׁלֵף חָרֶב „die Gefallenen waren hundertzwanzigtausend Mann, die ein Schwert führten“. Die Passage schildert weiter, dass Gideon auch dieses restliche Lager angriff und auslöschte. Es zeigt sich, dass die Zahl der von Gideon getöteten Feinde in die Tausende ging: 120.000 im ersten Abschnitt der Schlacht und zusätzliche 15.000 im zweiten Abschnitt.