וַיֵּרָ֤א אֵלָיו֙ יְהוָ֔ה בְּאֵלֹנֵ֖י מַמְרֵ֑א וְה֛וּא יֹשֵׁ֥ב פֶּֽתַח־הָאֹ֖הֶל כְּחֹ֥ם הַיּֽוֹם׃
1
1
Es erschien ihm der Ewige bei den Eichen von Mamre, als er saß am Eingang des Zeltes um die heiße Zeit des Tages.
Es erschien ihm, um den Kranken zu besuchen (Sota 14a).
R. Chama b. Chanina sagt, es war der dritte Tag nach der Beschneidung, und der Ewige kam und fragte nach seinem Wohlergehen (Bawa Mezia 86b).
Raschi
bei den Eichen von Mamre
Mamre hatte ihm Rat erteilt bezüglich der Beschneidung; darum erschien Er ihm in dessen Anteil.
Raschi
Ein Zaddik wie Awraham, der zehn Prüfungen des G‑ttesglaubens bestanden hatte und keinerlei Rat fragte, er fragte Rat bezüglich der Beschneidung, die G‑tt ihm direkt und ausdrücklich befohlen hatte?! Awraham aber fragte nicht um Rat, ob er die Beschneidung ausführen solle, sondern wie er die Beschneidung ausführen solle – im Verborgenen oder vor aller Welt? Mamre riet ihm, die Beschneidung mit Öffentlichkeitswirkung auszuführen, damit alle sähen und ihn nachahmten. So steht im Vers (Ber. 17:26) בְּעֶצֶם הַיּוֹם הַזֶּה נִמּוֹל אַבְרָהָם „An ebendiesem Tag wurde Awraham beschnitten“, lies nicht ְּבְּעֶצֶם הַיּוֹם, sondern בְּעִצּוּמוֹ שֶׁל יוֹם „mitten am Tag“.
Daat Skenim
saß
Das Wort יֹשֵׁב „saß“ ist hier ohne den Buchstaben ו (Waw) geschrieben. Er wollte aufstehen, da sagte der Ewige zu ihm: Setze dich, und Ich werde stehen. Und du seist ein Vorbild für deine Kinder; denn Ich werde einst im Rat der Richter (דַּיָּינִים) stehen, während sie sitzen, so heißt es (Teh. 82:1) אֱלֹהִים נִצָּב בַּעֲדַת אֵל „G‑tt steht im Rat der Richter“.
Raschi
am Eingang des Zeltes
Awraham saß am Eingang des Zeltes, um zu sehen, ob Leute von da oder von dort kämen, und sie in sein Haus zu bringen.
Raschi
um die heiße Zeit des Tages
Der Ewige ließ die Sonne aus ihrer Hülle heraustreten, um ihn nicht von Wanderern belästigen zu lassen. Weil Er aber sah, wie Awraham sich grämte, dass keine Wanderer kamen, brachte Er die Engel zu ihm in der Gestalt von Menschen (Bawa Mezia 86b).
Raschi
וַיִּשָּׂ֤א עֵינָיו֙ וַיַּ֔רְא וְהִנֵּה֙ שְׁלֹשָׁ֣ה אֲנָשִׁ֔ים נִצָּבִ֖ים עָלָ֑יו וַיַּ֗רְא וַיָּ֤רָץ לִקְרָאתָם֙ מִפֶּ֣תַח הָאֹ֔הֶל וַיִּשְׁתַּ֖חוּ אָֽרְצָה׃
2
2
Er erhob seine Augen und sah, da waren drei Männer stehend vor ihm. Als er sie sah, lief er ihnen entgegen vom Eingang des Zeltes und bückte sich zur Erde.
da waren drei Männer
Einer, um Sara das Versprechen eines Sohnes zu überbringen; einer, um Sdom zu zerstören; und einer, um Awraham zu heilen. Weil nicht ein Engel zwei Aufträge erfüllt. Das kannst du daran erkennen, dass der Vers sie im ganzen Abschnitt in der Mehrzahl erwähnt וַיֹּאכְלוּ „sie aßen“; וַיֹּאמְרוּ אֵלָיו „sie sagten zu ihm“. Nur bei dem Versprechen steht וַיֹּאמֶר שׁוֹב אָשׁוּב אֵלֶיךָ „er sagte, ich werde zu dir zurückkehren“. Und bei der Zerstörung von Sdom sagt er לְבִלְתִּי הָפְכִּי גו׳ כִּי לֹא אוּכַל לַעֲשׂוֹת דָּבָר „denn ich kann nichts tun … oder dass ich nicht zerstöre“. Rafael, der Awraham heilte, ging von dort hin, um Lot zu retten, darum heißt es וַיְהִי כְהוֹצִיאָם אוֹתָם הַחוּצָה וַיֹּאמֶר הִמָּלֵט עַל נַפְשֶׁךָ „als sie sie hinausgeführt hatten, sagte er, rette dein Leben.“ Daraus lernst du, dass nur einer rettete (Bawa Mezia 86b).
Raschi
stehend vor ihm
נִצָּבִים עָלָיו – לְפָנָיו „vor ihm“, wie im Vers (Bam. 2:2) וְעָלָיו מַטֵּה מְנַשֶּׁה „neben ihm der Stamm Menasche“. Aber es ist ein schöner Ausdruck, weil der Vers von Engeln spricht.
Raschi
und sah … er sie sah
Warum steht zweimal וַיַּרְא „er sah“ in diesem Vers? Das erste Mal ist wörtlich: „er sah“ mit den Augen. Das zweite Mal וַיַּרְא bedeutet „verstehen“. Er beobachtete, dass sie an einer Stelle stehenblieben, und verstand, dass sie ihn nicht bemühen wollten. Er aber wollte ihnen zuvorkommen und lief ihnen entgegen. (Und obwohl sie wussten, er würde ihnen entgegengehen, blieben sie doch, um ihn zu ehren, an ihrer Stelle stehen, um ihm zu zeigen, dass sie ihn nicht bemühen wollten. Alter Raschi-Text)
In der Gemara Bawa Mezia 86b: Erst steht נִצָּבִים עָלָיו „sie standen vor ihm“, und dann וַיָּרָץ לִקְרָאתָם „er lief ihnen entgegen“. Als sie sahen, dass er seinen Verband gelöst hatte und ihn ihretwegen wieder zuband, wollten sie sich von ihm entfernen, da lief er ihnen sofort entgegen.
Raschi
וַיֹּאמַ֑ר אֲדֹנָ֗י אִם־נָ֨א מָצָ֤אתִי חֵן֙ בְּעֵינֶ֔יךָ אַל־נָ֥א תַעֲבֹ֖ר מֵעַ֥ל עַבְדֶּֽךָ׃
3
3
Und er sagte: Mein Herr! Wenn ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, dann gehe bitte nicht vorüber an deinem Diener.
Und er sagte, Mein Herr!
Zum größten von ihnen redete er; er nannte sie alle „Herren“, nur zum größten sagte er: „Gehe bitte nicht vorüber an deinem Diener“, und wenn er – der Größte – nicht weiterzog, so würden auch seine Gefährten mit ihm bleiben. Nach dieser Erklärung ist die Anrede אֲדֹנָי „mein Herr“ nicht heilig (Schewuot 35b).
Nach einer anderen Erklärung ist die Anrede אֲדֹנָי „mein Herr“ heilig: Awraham bat den Ewigen, auf ihn zu warten, bis er dahingeeilt und die Wanderer bei sich aufgenommen hätte. Und obwohl diese Worte nach (Vers zuvor) וַיָּרָץ לִקְרָאתָם „er lief ihnen entgegen“, stehen, so hatte er sie doch schon vorher ausgesprochen. Diese Ausdrucksweise kommt manchmal in Versen vor, wie ich bei der Stelle erklärt habe (Ber. 6:3) לֹא יָדוֹן רוּחִי בָּאָדָם „Mein Geist soll nicht erwägen wegen des Menschen“, die nach dem Vers steht (5:32) וַיּוֹלֶד נֹחַ „Noach zeugte“; und das kann nicht die zeitliche Reihenfolge gewesen sein, sondern die Bestimmung der 120 Jahre erließ Er, bevor Noach zeugte. Beide Erklärungen stehen in Bereschit Rabba (48:10).
Raschi
יֻקַּֽח־נָ֣א מְעַט־מַ֔יִם וְרַחֲצ֖וּ רַגְלֵיכֶ֑ם וְהִֽשָּׁעֲנ֖וּ תַּ֥חַת הָעֵֽץ׃
4
4
Es werde doch ein wenig Wasser geholt, damit ihr eure Füße waschen könnt, und euch unter den Baum anlehnen könnt.
Es werde geholt: durch einen Boten; und der Ewige lohnte es seinen Nachkommen auch durch einen Boten, wie es heißt (Bam. 20:11) וַיָּרֶם מֹשֶׁה אֶת יָדוֹ וַיַּךְ אֶת הַסֶּלַע „Mosche erhob seine Hand und schlug den Felsen“ (Bawa Mezia 86b).
Raschi
damit ihr eure Füße waschen könnt: weil er meinte, sie seien Araber, die sich vor dem Staub ihrer Füße bücken, und er darauf achtete, keinen Götzendienst (עֲבוֹדָה זָרָה) in sein Haus zu bringen (Bawa Mezia 86b). Aber Lot, der nicht darauf achtete, sprach vom Übernachten vor dem Waschen; so heißt es (Ber. 19:2) וְלִינוּ וְרַחֲצוּ רַגְלֵיכֶם „übernachtet und wascht eure Füße“.
Raschi
unter den Baum
תַּחַת הָעֵץ bedeutet nicht unter dem Balken des Zeltes, sondern unter dem Baum.
Raschi, Misrachi, Minchat Jehuda
וְאֶקְחָ֨ה פַת־לֶ֜חֶם וְסַעֲד֤וּ לִבְּכֶם֙ אַחַ֣ר תַּעֲבֹ֔רוּ כִּֽי־עַל־כֵּ֥ן עֲבַרְתֶּ֖ם עַֽל־עַבְדְּכֶ֑ם וַיֹּ֣אמְר֔וּ כֵּ֥ן תַּעֲשֶׂ֖ה כַּאֲשֶׁ֥ר דִּבַּֽרְתָּ׃
5
5
Und ich will holen ein Stück Brot, damit ihr euer Herz stärken könnt, und danach geht weiter auf eurem Weg. Denn aus diesem Grund seid ihr vor mir, eurem Diener Awraham vorbeigekommen. Und sie sagten: Tue so, wie du gesagt hast.
damit ihr euer Herz stärken könnt
וְסַעֲדוּ לִבְּכֶם „euer Herz laben“. In den Fünf Büchern Mosches (תּוֹרָה), in den Propheten (נְּבִיאִים) und in den übrigen Heiligen Schriften (כְּתוּבִים) finden wir, dass Brot eine Stärkung für das Herz ist. In der Torah וְסַעֲדוּ לִבְּכֶם „stärkt euer Herz“. In den Propheten (Ri. 19:5) סְעָד לִבְּךָ פַּת לֶחֶם „stärke dein Herz mit einem Stück Brot“, in den Heiligen Schriften (Teh. 104:15) וְלֶחֶם לְבַב אֱנוֹשׁ יִסְעָד „Brot stärkt des Menschen Herz“.
R. Chama sagt, es steht hier nicht לְבַבְכֶם, sondern לִבְּכֶם. Das lehrt, dass der böse Trieb nicht über die Engel herrscht.
Raschi
danach geht weiter
אַחַר תַּעֲבֹרוּ „danach geht weiter“: Stärkt erst euer Herz mit Brot, und danach geht weiter.
Raschi, Misrachi
aus diesem Grund seid ihr vorbeigekommen
Denn um diese Sache bitte ich euch, nachdem ihr einmal mir zu Ehren bei mir vorübergekommen seid.
Raschi
aus diesem Grund
כִּי עַל כֵּן – כְּמוֹ ״עַל אֲשֶׁר״, „Nachdem einmal“, und so ist überall im Vers כִּי עַל כֵּן „nachdem einmal“ aufzufassen. כִּי עַל כֵּן בָּאוּ בְּצֵל קוֹרָתִי „nachdem sie einmal in den Schatten meines Hauses gekommen sind“ (Ber. 19:8). כִּי עַל כֵּן רָאִיתִי פָנֶיךָ „nachdem ich einmal dein Angesicht gesehen habe“ (Ber. 33:10).
כִּי עַל כֵּן לֹא נְתַתִּיהָ „nachdem ich sie nicht gegeben habe“ (Ber. 38:26). כִּי עַל כֵּן יָדַעְתָּ חֲנוֹתֵנוּ „nachdem du einmal unser Lagern kennst“ (Bam. 10:31).
Raschi
וַיְמַהֵ֧ר אַבְרָהָ֛ם הָאֹ֖הֱלָה אֶל־שָׂרָ֑ה וַיֹּ֗אמֶר מַהֲרִ֞י שְׁלֹ֤שׁ סְאִים֙ קֶ֣מַח סֹ֔לֶת ל֖וּשִׁי וַעֲשִׂ֥י עֻגֽוֹת׃
6
6
Es eilte Awraham ins Zelt zu Sara und sagte: Nimm schnell drei Maß feines Mehl, knete es und mache Kuchen.
feines Mehl
קֶמַח סֹלֶת, feines Mehl (סֹלֶת) für Kuchen, Mehl (קֶמַח) für den Teig der Köche, damit den Topf zu bedecken, um den Schaum abzuschöpfen.
Raschi
וְאֶל־הַבָּקָ֖ר רָ֣ץ אַבְרָהָ֑ם וַיִּקַּ֨ח בֶּן־בָּקָ֜ר רַ֤ךְ וָטוֹב֙ וַיִּתֵּ֣ן אֶל־הַנַּ֔עַר וַיְמַהֵ֖ר לַעֲשׂ֥וֹת אֹתֽוֹ׃
7
7
Und zu den Rindern lief Awraham und nahm ein junges Rind, zart und gut, gab es dem Jüngling und er beeilte sich, es zuzubereiten.
ein junges Rind, zart und gut
Es waren drei Rinder, um ihnen drei Zungen in Senf servieren zu können (Bawa Mezia 86b).
Raschi
gab es dem Jüngling: das ist Ischmael, um ihn an die Gebote (מִצְווֹת) zu gewöhnen.
Raschi
וַיִּקַּ֨ח חֶמְאָ֜ה וְחָלָ֗ב וּבֶן־הַבָּקָר֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה וַיִּתֵּ֖ן לִפְנֵיהֶ֑ם וְהֽוּא־עֹמֵ֧ד עֲלֵיהֶ֛ם תַּ֥חַת הָעֵ֖ץ וַיֹּאכֵֽלוּ׃
8
8
Er nahm Rahm und Milch und das junge Rind, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor. Und er stand bei ihnen unter dem Baum und sie aßen.
Er nahm Rahm: aber das Brot brachte er nicht, weil Sara unrein geworden war; denn die Art der Frauen (Periode) hatte sich an diesem Tag bei ihr eingestellt, und dadurch wurde der Teig unrein (Bawa Mezia 87a).
Raschi
Rahm
חֶמְאָה, das Fett der Milch, das man oben abschöpft.
Raschi
und das junge Rind: das er bereitet hatte, zurechtgemacht hatte. Immer, was er zuerst fertig hatte, brachte er und setzte es ihnen vor.
Raschi
Damit wird die Einzahlform בֶּן הַבָּקָר „das junge Rind“ verständlich. Er bereitete drei Rinder für sie zu (siehe zuvor, Raschi zu Vers 7), und es sollte heißen בְּנֵי הַבָּקָר „die jungen Rinder“. Obwohl es drei Rinder waren, brachte Awraham unverzüglich den Gästen jedes Gericht, sobald es fertig war.
Misrachi
und sie aßen
Es schien so, als ob sie äßen; daraus lernen wir, dass man nicht gegen den Ortsgebrauch handeln soll.
Raschi
וַיֹּאמְר֣וּ אֵׄלָׄ֔יׄוׄ אַיֵּ֖ה שָׂרָ֣ה אִשְׁתֶּ֑ךָ וַיֹּ֖אמֶר הִנֵּ֥ה בָאֹֽהֶל׃
9
9
Sie sagten zu ihm: Wo ist deine Frau Sara? Er sagte: Sie ist im Zelt.
Sie sagten zu ihm
אֵלָיו „zu ihm“: Über den drei Buchstaben אי״ו sind Punkte. Dazu heißt es in einer Baraita: R. Schimon ben Elasar sagt: Überall, wo die unpunktierte Schrift mehr ist als die punktierte – erkläre die unpunktierte. Hier aber ist die punktierte mehr als die unpunktierte Schrift, darum deute die punktierte, dass sie nämlich auch Sara fragten, wo ihr Mann Awraham sei. Daraus lernen wir, dass man sich bei seinen Gastgebern erkundigen soll, beim Mann nach der Frau und bei der Frau nach dem Mann.
In Bawa Mezia (87a) heißt es, die Engel des Dienstes (מַלְאֲכֵי הַשָּׁרֵת) wussten, wo sich Sara befand; sie wollten mit ihrer Frage nur zeigen, dass sie צְּנוּעָה (sittsam) ist, um sie ihrem Mann lieb zu machen.
Rabbi Jose ben R. Chanina sagt: Sie wollten ihr den Becher des Tischgebets schicken.
Raschi
Sie ist ihm Zelt: sie ist sittsam.
Raschi
וַיֹּ֗אמֶר שׁ֣וֹב אָשׁ֤וּב אֵלֶ֙יךָ֙ כָּעֵ֣ת חַיָּ֔ה וְהִנֵּה־בֵ֖ן לְשָׂרָ֣ה אִשְׁתֶּ֑ךָ וְשָׂרָ֥ה שֹׁמַ֛עַת פֶּ֥תַח הָאֹ֖הֶל וְה֥וּא אַחֲרָֽיו׃
10
10
Einer der Engel sagte: Ich werde wiederkommen zu dir um diese Zeit im kommenden Jahr, da wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Und Sara hörte das am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war.
Ich werde wiederkommen
Der Engel verkündete ihm nicht, dass er zu ihm zurückkehren werde, sondern im Auftrag G‑ttes sprach er mit ihm, wie (Ber. 16:10) וַיֹּאמֶר לָהּ מַלְאַךְ ה׳ הַרְבָּה אַרְבֶּה „der Engel des Ewigen sprach zu ihr, ich werde vermehren“. Er hat aber nicht die Macht zu vermehren, wenn nicht im Auftrag des Ewigen. Auch hier sprach er im Auftrag G‑ttes so zu ihm. [Raschi]
(Elischa sagte zur Schunamit (2 Kön. 4:16) לַמּוֹעֵד הַזֶּה כָּעֵת חַיָּה אַתְּ חוֹבֶקֶת בֵּן „um diese Zeit im nächsten Jahre umarmst du einen Sohn“, und sie sagte אַל אֲדֹנִי אִישׁ הָאֱלֹהִים אַל תְּכַזֵּב בְּשִׁפְחָתֶךָ „Nicht doch, Herr, Mann G‑ttes, täusche deine Magd nicht“, siehe jene Engel, die Sara die Ankündigung brachten, sagten לַמּוֹעֵד אָשׁוּב „um diese Zeit werde ich wiederkommen“, [das hast du nicht versprochen]. Da antwortete Elischa, jene Engel, die immer leben und bestehen, sie konnten sagen, לַמּוֹעֵד אָשׁוּב „um diese Zeit werde ich wiederkommen“. Ich aber, Fleisch und Blut, heute lebe ich, und morgen kann ich tot sein. Ob ich nun lebe oder tot bin, „um diese Zeit wirst du …“ Raschi)
Um die lebendige Zeit
כָּעֵת חַיָּה, um diese Zeit im nächsten Jahr. Es war Pessach, und am nächsten Pessach wurde Jizchak geboren, weil wir nicht lesen כְּעֵת, sondern כָּעֵת
„um diese Zeit“. Um die lebendige Zeit, um diese Zeit, die für euch lebendig sein wird, indem ihr alle unversehrt und am Leben sein werdet.
Raschi
Er war hinter ihm: der Eingang war hinter dem Engel.
Raschi
וְאַבְרָהָ֤ם וְשָׂרָה֙ זְקֵנִ֔ים בָּאִ֖ים בַּיָּמִ֑ים חָדַל֙ לִהְי֣וֹת לְשָׂרָ֔ה אֹ֖רַח כַּנָּשִֽׁים׃
11
11
Aber Awraham und Sara waren alt, gekommen in die hohen Jahre, es hatte aufgehört zu sein bei Sara die gewöhnliche Weise der Frauen.
<b>Es hatte aufgehört zu sein,</b> war von ihr gewichen.
die gewöhnliche Weise der Frauen: die monatliche Periode.
Raschi
וַתִּצְחַ֥ק שָׂרָ֖ה בְּקִרְבָּ֣הּ לֵאמֹ֑ר אַחֲרֵ֤י בְלֹתִי֙ הָֽיְתָה־לִּ֣י עֶדְנָ֔ה וַֽאדֹנִ֖י זָקֵֽן׃
12
12
Es lachte Sara in ihrem Inneren, und sie sagte: Nachdem ich alt geworden bin, soll ich noch Jugendfrische haben? Und mein Herr ist alt!
in ihrem Inneren
Sie betrachtete ihren Körper und sagte, ist es möglich, dass dieser Körper noch ein Kind tragen wird und diese vertrockneten Brüste noch von Milch fließen werden?
Raschi
Jugendfrische
עֶדְנָה – צִחְצוּחַ בָּשָׂר, elastisches Fleisch, im Sprachgebrauch der Mischna (Menachot 86a) מַשִּׁיר אֶת הַשֵּׂעָר וּמְעַדֵּן אֶת הַבָּשָׂר „entfernt das Haar und macht die Haut zart“.
Andere Erklärung: עֶדְנָה – לְשׁוֹן עִדָּן, ein Ausdruck für Zeit; Zeit und monatliche Periode.
Raschi
וַיֹּ֥אמֶר יְהוָ֖ה אֶל־אַבְרָהָ֑ם לָ֣מָּה זֶּה֩ צָחֲקָ֨ה שָׂרָ֜ה לֵאמֹ֗ר הַאַ֥ף אֻמְנָ֛ם אֵלֵ֖ד וַאֲנִ֥י זָקַֽנְתִּי׃
13
13
Da sagte der Ewige zu Awraham: Warum lacht denn Sara, indem sie sagt: Soll ich wirklich gebären, und ich bin doch schon alt geworden?
Soll ich wirklich
הַאַף אֻמְנָם „Soll ich wirklich“, soll ich in Wahrheit gebären!
Raschi
ich bin alt geworden
Die Torah änderte das Wort um des Friedens willen; denn sie hatte gesagt (Vers zuvor): „… und mein Herr ist alt“.
Raschi
הֲיִפָּלֵ֥א מֵיְהוָ֖ה דָּבָ֑ר לַמּוֹעֵ֞ד אָשׁ֥וּב אֵלֶ֛יךָ כָּעֵ֥ת חַיָּ֖ה וּלְשָׂרָ֥ה בֵֽן׃
14
14
Ist denn irgendeine Sache zu wunderbar für den Ewigen? Zur bestimmten Zeit werde Ich wiederkommen zu dir um diese Zeit und Sara hat einen Sohn.
zu wunderbar für den Ewigen?
הֲיִפָּלֵא, wie der Targum übersetzt הֲיִתְכַּסֵּי „ist etwa verhüllt“? Ist denn irgendeine Sache verborgen, entfernt und verhüllt vor Mir, dass Ich nicht nach Meinem Willen handeln könnte!
Raschi
um diese Zeit: um die bestimmte Zeit, die Ich gestern für dich festgesetzt habe, um diese Zeit im nächsten Jahr.
Raschi