וַהֲקִמֹתִ֨י אֶת־בְּרִיתִ֜י בֵּינִ֣י וּבֵינֶ֗ךָ וּבֵ֨ין זַרְעֲךָ֧ אַחֲרֶ֛יךָ לְדֹרֹתָ֖ם לִבְרִ֣ית עוֹלָ֑ם לִהְי֤וֹת לְךָ֙ לֵֽאלֹהִ֔ים וּֽלְזַרְעֲךָ֖ אַחֲרֶֽיךָ׃
7
7
Ich errichte Meinen Bund zwischen Mir und dir und deinen Nachkommen nach dir für ihre künftigen Generationen zu einem ewigen Bund, dir zu sein zum G‑tt und deinen Nachkommen nach dir.
Ich errichte Meinen Bund
Und worin bestand der Bund? לִהְיוֹת לְךָ לֵאלֹהִים „dir zu sein zum G‑tt“.
Raschi
וְנָתַתִּ֣י לְ֠ךָ וּלְזַרְעֲךָ֨ אַחֲרֶ֜יךָ אֵ֣ת ׀ אֶ֣רֶץ מְגֻרֶ֗יךָ אֵ֚ת כָּל־אֶ֣רֶץ כְּנַ֔עַן לַאֲחֻזַּ֖ת עוֹלָ֑ם וְהָיִ֥יתִי לָהֶ֖ם לֵאלֹהִֽים׃
8
8
Und Ich gebe dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deines Aufenthalts, das ganze Land Kna’an, zum ewigen Eigentum und Ich werde ihr G‑tt sein.
zum ewigen Eigentum: und dort werde Ich dir G‑tt sein. Wer aber außerhalb des Landes Israel wohnt, dem kommt es vor, als hätte er keinen G‑tt (Ketubot 110b).
Raschi
וַיֹּ֤אמֶר אֱלֹהִים֙ אֶל־אַבְרָהָ֔ם וְאַתָּ֖ה אֶת־בְּרִיתִ֣י תִשְׁמֹ֑ר אַתָּ֛ה וְזַרְעֲךָ֥ אַֽחֲרֶ֖יךָ לְדֹרֹתָֽם׃
9
9
G‑tt sagte weiter zu Awraham: Und du, Meinen Bund sollst du halten, du und deine Nachkommen nach dir für ihre künftigen Generationen.
und du
(Statt אַתָּה „du“ steht) וְאַתָּה „und du“: mit diesem Buchstaben ו (Waw) wird zum früheren Inhalt dazugefügt, Ich verspreche dir אֲנִי הִנֵּה בְרִיתִי אִתָּךְ „siehe, Mein Bund ist mir dir“ (zuvor, Vers 4), und du, achte darauf, ihn zu hüten. Und worin bestand die Einhaltung des Bundes? זֹאת בְּרִיתִי אֲשֶׁר תִּשְׁמְרוּ גו׳ הִמּוֹל לָכֶם „das ist der Bund, den ihr halten sollt … beschnitten werden soll bei euch …“.
Raschi
זֹ֣את בְּרִיתִ֞י אֲשֶׁ֣ר תִּשְׁמְר֗וּ בֵּינִי֙ וּבֵ֣ינֵיכֶ֔ם וּבֵ֥ין זַרְעֲךָ֖ אַחֲרֶ֑יךָ הִמּ֥וֹל לָכֶ֖ם כָּל־זָכָֽר׃
10
10
Das ist Mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen Mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: Beschnitten werden soll bei euch alles Männliche.
zwischen Mir und euch: jenen, die jetzt leben.
Und zwischen deinen Nachkommen nach dir, die nach dir geboren werden.
Raschi
Beschnitten werden
הִמּוֹל ist wie לְהִמּוֹל „dass beschnitten werde“. So sagt man auch עֲשׂוֹת, so wie לַעֲשׂוֹת.
Raschi
וּנְמַלְתֶּ֕ם אֵ֖ת בְּשַׂ֣ר עָרְלַתְכֶ֑ם וְהָיָה֙ לְא֣וֹת בְּרִ֔ית בֵּינִ֖י וּבֵינֵיכֶֽם׃
11
11
Beschneidet das Fleisch eurer Vorhaut und das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen Mir und euch.
Beschneidet
וּנְמַלְתֶּם ist wie וּמַלְתֶּם. Der Buchstabe נ (Nun) ist als manchmal abfallender Wurzelbuchstabe hinzugefügt, wie der Buchstabe נ von נוֹשֵׁךְ und von נוֹשֵׂא. (וּנְמַלְתֶּם „Beschneidet“ ist wie וּנְשָֹאתֶם „tragt“, der Kal; aber יִמּוֹל ist die Form יִפָּעֵל Nifal, wie יֵעָשֶׂה „soll getan werden“, יֵאָכֵל „soll“ gegessen werden“.)
Raschi
וּבֶן־שְׁמֹנַ֣ת יָמִ֗ים יִמּ֥וֹל לָכֶ֛ם כָּל־זָכָ֖ר לְדֹרֹתֵיכֶ֑ם יְלִ֣יד בָּ֔יִת וּמִקְנַת־כֶּ֙סֶף֙ מִכֹּ֣ל בֶּן־נֵכָ֔ר אֲשֶׁ֛ר לֹ֥א מִֽזַּרְעֲךָ֖ הֽוּא׃
12
12
Im Alter von acht Tagen soll beschnitten werden bei euch alles Männliche bei euren künftigen Generationen; auch der im Haus Geborene und der für Geld Gekaufte von einem Fremden, der nicht von deinen Nachkommen ist.
im Haus Geborene: den die Magd im Haus geboren hat.
Raschi
für Geld Gekaufte: den er gekauft hat, nachdem er schon geboren war.
Raschi
הִמּ֧וֹל ׀ יִמּ֛וֹל יְלִ֥יד בֵּֽיתְךָ֖ וּמִקְנַ֣ת כַּסְפֶּ֑ךָ וְהָיְתָ֧ה בְרִיתִ֛י בִּבְשַׂרְכֶ֖ם לִבְרִ֥ית עוֹלָֽם׃
13
13
Beschnitten werde der im Haus Geborene und der für dein Geld Gekaufte, es sei Mein Bund an eurem Fleisch als ein ewiges Zeichen des Bundes.
Beschnitten werde der im Haus Geborene
Hier wiederholt der Vers das Gebot für ihn und sagt dabei nicht „mit acht Tagen“, um dich zu lehren, dass es einen Hausgeborenen gibt, der am ersten Tag (oder nach acht Tagen) beschnitten wird, wie das in der Gemara Schabbat (138b) erklärt wird.
Raschi
וְעָרֵ֣ל ׀ זָכָ֗ר אֲשֶׁ֤ר לֹֽא־יִמּוֹל֙ אֶת־בְּשַׂ֣ר עָרְלָת֔וֹ וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הַהִ֖וא מֵעַמֶּ֑יהָ אֶת־בְּרִיתִ֖י הֵפַֽר׃ (ס)
14
14
Aber ein unbeschnittener Mann, der nicht beschneiden lässt das Fleisch seiner Vorhaut, diese Person werde ausgerottet aus ihrem Volk. Meinen Bund hat er gebrochen.
ein unbeschnittener Mann: hier lehrt der Vers als Stelle der Beschneidung die Unterscheidung zwischen Männlichem und Weiblichem (Schabbat 108a).
Raschi
der nicht beschneiden lässt: wenn er das Alter der Verantwortung (der Großjährigkeit) erlangt hat, וְנִכְרְתָה, werde er ausgerottet. Aber sein Vater wird seinetwegen nicht mit Ausrottung (כָּרֵת) bestraft; er übertritt jedoch ein Gebot (Kidduschin 29a).
Raschi
diese Person werde ausgerottet: er geht kinderlos dahin und stirbt vor seiner Zeit (Schabbat 25b).
Raschi
וַיֹּ֤אמֶר אֱלֹהִים֙ אֶל־אַבְרָהָ֔ם שָׂרַ֣י אִשְׁתְּךָ֔ לֹא־תִקְרָ֥א אֶת־שְׁמָ֖הּ שָׂרָ֑י כִּ֥י שָׂרָ֖ה שְׁמָֽהּ׃
15
15
Und G‑tt sagte zu Awraham: Sarai, deine Frau, nenne ihren Namen nicht mehr Sarai, sondern Sara sei ihr Name.
nenne ihren Namen nicht mehr Sarai
שָׂרַי bedeutet „meine Fürstin“, für mich, aber nicht über andere; ab jetzt sei ihr Name שָׂרָה Sara „die Fürstin“ ohne Einschränkung sei ihr Name, sie sei die Fürstin über alle (Berachot 13a).
Raschi
וּבֵרַכְתִּ֣י אֹתָ֔הּ וְגַ֨ם נָתַ֧תִּי מִמֶּ֛נָּה לְךָ֖ בֵּ֑ן וּבֵֽרַכְתִּ֙יהָ֙ וְהָֽיְתָ֣ה לְגוֹיִ֔ם מַלְכֵ֥י עַמִּ֖ים מִמֶּ֥נָּה יִהְיֽוּ׃
16
16
Ich segne sie und auch von ihr gebe Ich dir einen Sohn. Ich werde sie segnen, sodass sie zu Völkern wird. Könige von Völkern sollen von ihr kommen.
Ich segne sie
Worin bestand der Segen? Sie kehrte zu ihrer Jugendfrische zurück; so heißt es (Ber. 18:12) הָיְתָה לִי עֶדְנָה „ich hatte wieder Jugendfrische“.
Raschi
Ich segne sie: mit säugenden Brüsten, als sie dies am Tag des Festmahles für Jizchak nötig hatte. Die Leute erzählten nämlich von ihr und Awraham, sie hätten ein Findelkind von der Straße ins Haus genommen und als ihren Sohn ausgegeben; darum brachte jede der Geladenen ihr Kind mit und ließ die Amme* zu Hause, um Sara auf die Probe zu stellen; aber Sara säugte sie alle; das ist, was steht (Ber. 21:7) הֵינִיקָה בָנִים שָׂרָה „dass Sara Kinder säugen würde“ – nicht nur ein Kind, sondern mehrere Kinder. [Raschi]
* Amme: eine Frau, die ein fremdes Kind stillt.
וַיִּפֹּ֧ל אַבְרָהָ֛ם עַל־פָּנָ֖יו וַיִּצְחָ֑ק וַיֹּ֣אמֶר בְּלִבּ֗וֹ הַלְּבֶ֤ן מֵאָֽה־שָׁנָה֙ יִוָּלֵ֔ד וְאִ֨ם־שָׂרָ֔ה הֲבַת־תִּשְׁעִ֥ים שָׁנָ֖ה תֵּלֵֽד׃
17
17
Da fiel Awraham auf sein Angesicht und lachte. Er sagte in seinem Herzen: Einem hundertjährigen Mann sollen noch Kinder geboren werden? Oder Sara, die neunzig Jahre alt ist, soll gebären?
und lachte
Hier übersetzt der Targum mit וַחְדִּי „Freude“, Awraham freute sich; aber bei Sara mit וְחַיֵּיכַת „Lachen“ (weiter, 18:12). Daraus lernst du, dass Awraham auf G‑tt vertraute und sich freute, Sara aber nicht vertraute und sich lustig machte; darum war der Ewige verärgert über Sara und nicht verärgert über Awraham.
Raschi
Einem hundertjährigen Mann sollen noch
הַלְּבֶן מֵאָה שָׁנָה יִוָּלֵד „Einem hundertjährigen Mann sollen noch (Kinder) geboren werden?“: es gibt Fragen, die bestehen bleiben [keine Antwort verlangen], wie (1 Schmu. 2:27) הֲנִגְלֹה נִגְלֵיתִי „Bin ich nicht deinem Vaterhaus erschienen?“, (2 Schmu. 15:27) הֲרוֹאֶה אַתָּה „Bist du nicht der Seher?“. Auch diese Frage bleibt bestehen. Denn er sprach so in seinem Herzen: Sollte mir wirklich diese Gnade erwiesen werden nach dem, was der Ewige mir schon getan hat!
Und sollte Sara mit neunzig Jahren würdig sein zu gebären?! Zwar zeugten die früheren Generationen noch mit 500 Jahren, aber in den Tagen Awrahams waren die Lebensjahre bereits weniger geworden und Schwächung der Kraft in die Welt gekommen. Geh und lerne von den zehn Generationen von Noach bis Awraham, die auch schon früher ihre Kinder bekamen [als von Adam bis Noach], mit sechzig und siebzig Jahren.
Raschi
וַיֹּ֥אמֶר אַבְרָהָ֖ם אֶל־הָֽאֱלֹהִ֑ים ל֥וּ יִשְׁמָעֵ֖אל יִחְיֶ֥ה לְפָנֶֽיךָ׃
18
18
Und es sagte Awraham zu G‑tt: Möchte nur Ischmael leben vor Dir.
Möchte Ischmael leben
Oh, möchte Ischmael leben! Denn ich bin nicht würdig, solchen Lohn zu empfangen.
Raschi
leben vor Dir
Möge er in Ehrfurcht vor Dir leben, wie (Ber. 17:1) הִתְהַלֵּךְ לְפָנַי „gehe vor Mir“, was der Targum übersetzt als פְּלַח קֳדָמַי „diene vor Mir“.
Raschi
וַיֹּ֣אמֶר אֱלֹהִ֗ים אֲבָל֙ שָׂרָ֣ה אִשְׁתְּךָ֗ יֹלֶ֤דֶת לְךָ֙ בֵּ֔ן וְקָרָ֥אתָ אֶת־שְׁמ֖וֹ יִצְחָ֑ק וַהֲקִמֹתִ֨י אֶת־בְּרִיתִ֥י אִתּ֛וֹ לִבְרִ֥ית עוֹלָ֖ם לְזַרְע֥וֹ אַחֲרָֽיו׃
19
19
Da sagte G‑tt: In Wahrheit! Deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären, du sollst seinen Namen Jizchak („wird lachen“) nennen. Ich will errichten Meinen Bund mit ihm zu einem ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.
In Wahrheit!
אֲבָל ist ein Ausdruck für Beteuerung und Bestätigung von Worten. Ebenso (Ber. 42:21) אֲבָל אֲשֵׁמִים אֲנַחְנוּ „in Wahrheit, wir sind schuldig“, (2 Kön. 4:14) אֲבָל בֵּן אֵין לָהּ „in Wahrheit, sie hat keinen Sohn“.
Raschi
du sollst seinen Namen Jizchak nennen
יִצְחָק vom Wort צְּחוֹק „Freude“.
Manche sagen יִצְחָק nach
י (Zahlenwert 10) – den zehn Prüfungen
צ (90) – den 90 Jahren Saras
ח (8) – den acht Tagen seiner Beschneidung und
ק (100) – den 100 Jahren Awrahams.
Raschi
Meinen Bund
„Meinen Bund“, warum steht das? Es steht doch bereits (Vers 9) וְאַתָּה אֶת בְּרִיתִי תִשְׁמוֹר אַתָּה וְזַרְעֲךָ „und du sollst Meinen Bund hüten“, du und deine Nachkommen? Nur, weil der Ewige sagte (Vers 7) וַהֲקִמֹתִי [אֶת בְּרִיתִי בֵּינִי וּבֵינֶךָ וּבֵין זַרְעֲךָ אַחֲרֶיךָ לְדֹרֹתָם] „Ich errichte Meinen Bund …“, hätte man meinen können, dass auch die Söhne von Ischmael und Ketura zu dieser Errichtung des Bundes gehören. Darum sagte Er hier וַהֲקִמֹתִי אֶת בְּרִיתִי אִתּוֹ „Ich errichte Meinen Bund mit ihm“, „mit ihm“ und nicht mit anderen. Und warum steht (Vers 21) וְאֶת בְּרִיתִי אָקִים אֶת יִצְחָק „und Meinen Bund errichte Ich mit Jizchak“? Das lehrt dich, dass er vom Mutterschoß an heilig war.
Andere Erklärung, Raw Aba sagt, hier konnte der Sohn der Herrin vom Sohn der Magd auf sich schließen. Bei jenem steht (Vers 20) הִנֵּה בֵּרַכְתִּי אוֹתוֹ וְהִפְרֵיתִי אוֹתוֹ וְהִרְבֵּיתִי אוֹתוֹ „siehe, Ich segne ihn, vermehre ihn und mache ihn fruchtbar“, das ist Ischmael. Um so mehr werde Ich Meinen Bund mit Jizchak errichten.
Raschi
Meinen Bund: der Bund der Beschneidung wird den Nachkommen von Jizchak übergeben sein.
Raschi
וּֽלְיִשְׁמָעֵ֘אל שְׁמַעְתִּיךָ֒ הִנֵּ֣ה ׀ בֵּרַ֣כְתִּי אֹת֗וֹ וְהִפְרֵיתִ֥י אֹת֛וֹ וְהִרְבֵּיתִ֥י אֹת֖וֹ בִּמְאֹ֣ד מְאֹ֑ד שְׁנֵים־עָשָׂ֤ר נְשִׂיאִם֙ יוֹלִ֔יד וּנְתַתִּ֖יו לְג֥וֹי גָּדֽוֹל׃
20
20
Und wegen Ischmael habe Ich dich erhört. Siehe, Ich segne ihn und werde ihn fruchtbar machen und werde ihn sehr, sehr vermehren. 12 Fürsten wird er zeugen und Ich werde ihn machen zu einem großen Volk.
Fürsten
Das Wort נְשִׂיאִים „Fürsten“ kann auch „Wolken“ bedeuten. Wie Wolken werden diese 12 Fürsten vergehen, wie es heißt (Mischle 25:14) נְשִׂיאִים וְרוּחַ „Wolken und Wind“
Raschi
וַיְכַ֖ל לְדַבֵּ֣ר אִתּ֑וֹ וַיַּ֣עַל אֱלֹהִ֔ים מֵעַ֖ל אַבְרָהָֽם׃
22
22
Er hatte vollendet mit ihm zu reden und es erhob sich G‑tt von Awraham.
es erhob sich G‑tt von Awraham
וַיַּעַל אֱלֹהִים מֵעַל אַבְרָהָם, der Vers wendet diesen schönen Ausdruck an, weil er vom Ewigen spricht. Wir lernen daraus, dass die Gerechten der Thronwagen (מֶּרְכָּבָה) des Allmächtigen sind.
Raschi
וַיִּקַּ֨ח אַבְרָהָ֜ם אֶת־יִשְׁמָעֵ֣אל בְּנ֗וֹ וְאֵ֨ת כָּל־יְלִידֵ֤י בֵיתוֹ֙ וְאֵת֙ כָּל־מִקְנַ֣ת כַּסְפּ֔וֹ כָּל־זָכָ֕ר בְּאַנְשֵׁ֖י בֵּ֣ית אַבְרָהָ֑ם וַיָּ֜מָל אֶת־בְּשַׂ֣ר עָרְלָתָ֗ם בְּעֶ֙צֶם֙ הַיּ֣וֹם הַזֶּ֔ה כַּאֲשֶׁ֛ר דִּבֶּ֥ר אִתּ֖וֹ אֱלֹהִֽים׃
23
23
Und Awraham nahm seinen Sohn Ischmael und alle seine im Haus Geborenen und alle für sein Geld Gekauften, alles Männliche unter den Leuten des Hauses von Awraham, und er beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an ebendiesem Tag, als G‑tt mit ihm gesprochen hatte.
An ebendiesem Tag: an demselben Tag, an dem es ihm befohlen wurde. Am Tag und nicht in der Nacht, er fürchtete sich nicht vor den Völkern und nicht vor den Spöttern, und damit nicht seine Feinde (andere Version: seine Freunde) und Zeitgenossen sagen könnten: Wenn wir es gesehen hätten, hätten wir es nicht zugelassen, dass er sich beschneide und das Gebot (מִצְוָה) des Ewigen erfülle.
Raschi
er beschnitt
וַיָּמָל ist die Form וַיִּפְעַל.
Raschi
וְאַ֨בְרָהָ֔ם בֶּן־תִּשְׁעִ֥ים וָתֵ֖שַׁע שָׁנָ֑ה בְּהִמֹּל֖וֹ בְּשַׂ֥ר עָרְלָתֽוֹ׃
24
24
Und Awraham war 99 Jahre alt, als er beschnitten wurde am Fleisch seiner Vorhaut.
beschnitten wurde
בְּהִמֹּלוֹ ist die Form בְּהִפָּעֲלוֹ, wie (Ber. 2:4) בְּהִבָּרְאָם „als sie erschaffen wurden“.
Raschi
(beschnitten wurde: Awraham nahm ein Messer, erfasste seine Vorhaut und wollte schneiden. Aber er fürchtete sich, weil er alt war. Was tat der Ewige? Er streckte Seine Hand aus und fasste mit ihm an, so heißt es (Nech. 9:8) וְכָרוֹת עִמּוֹ הַבְּרִית „und schloss mit ihm den Bund“, es steht nicht לוֹ, sondern עִמּוֹ „mit ihm“. Alter Raschitext)
וְיִשְׁמָעֵ֣אל בְּנ֔וֹ בֶּן־שְׁלֹ֥שׁ עֶשְׂרֵ֖ה שָׁנָ֑ה בְּהִ֨מֹּל֔וֹ אֵ֖ת בְּשַׂ֥ר עָרְלָתֽוֹ׃
25
25
Und sein Sohn Ischmael war 13 Jahre alt, als er beschnitten wurde am Fleisch seiner Vorhaut.
am Fleisch seiner Vorhaut
בְּהִמֹּלוֹ אֵת בְּשַׂר עָרְלָתוֹ „am Fleisch seiner Vorhaut“. Bei Awraham steht nicht אֵת, weil bei ihm nur fehlte, das Fleisch abzuschneiden, das bereits erweicht war. Aber bei Ischmael, der noch jung war, war nötig, die Vorhaut abzuschneiden und die Stelle der Beschneidung zu entblößen (פְרִיעָה), darum steht bei ihm אֵת.
Raschi