Der tägliche Chumasch-Abschnitt

3. Tewet 5787

Sonntag, 13. Dezember 2026

Heute

Wajigasch

1. Alija

(Bereschit 44:18 – 44:30)

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וַיִּגַּ֨שׁ אֵלָ֜יו יְהוּדָ֗ה וַיֹּאמֶר֮ בִּ֣י אֲדֹנִי֒ יְדַבֶּר־נָ֨א עַבְדְּךָ֤ דָבָר֙ בְּאָזְנֵ֣י אֲדֹנִ֔י וְאַל־יִ֥חַר אַפְּךָ֖ בְּעַבְדֶּ֑ךָ כִּ֥י כָמ֖וֹךָ כְּפַרְעֹֽה׃
18
18
Da trat Jehuda an Josef heran und sagte: Bitte, Herr, lass doch deinen Diener reden ein Wort vor den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Diener; denn du bist wie Pharao.
ein Wort vor den Ohren meines Herrn: mögen meine Worte in dein Ohr dringen.
Raschi
und es entbrenne nicht dein Zorn
Daraus kannst du lernen, dass er Hartes zu ihm sprach.
Raschi
denn du bist wie Pharao
Du bist in meinen Augen gleich dem König angesehen. Das ist der einfache Sinn (פְשׁוּטוֹ שֶׁל מִקְרָא).
Der Midrasch sagt dazu, auch du wirst wegen ihm schließlich mit Zara’at gestraft werden, wie einst Pharao wegen meiner Großmutter Sara wegen einer einzigen Nacht geschlagen wurde, die er sie zurückhielt.

Andere Erklärung: Wie Pharao verhängt und nicht ausführt, verspricht und nicht hält, so auch du. Ist das etwa nur „ansehen“, wie du gesagt hast, du möchtest nur dein Auge auf ihn richten?!

Andere Erklärung. Denn du bist wie Pharao: wenn du mich in Aufregung versetzt, werde ich dich und deinen Herrn töten.
Raschi
Wie Pharao verhängt und nicht ausführt, verspricht und nicht hält, so auch du: Laut dieser Erklärung bedeutet die Aussage כִּי כָמוֹךָ כְּפַרְעֹה „Denn du bist“ ein Lügner „wie Pharao“.
Jeriot Schlomo
אֲדֹנִ֣י שָׁאַ֔ל אֶת־עֲבָדָ֖יו לֵאמֹ֑ר הֲיֵשׁ־לָכֶ֥ם אָ֖ב אוֹ־אָֽח׃
19
19
Mein Herr fragte seine Diener also: Habt ihr einen Vater oder einen Bruder?
Mein Herr fragte seine Diener
Von Anfang an kamst du mit Hinterlist zu uns. Was hattest du nötig, all das zu fragen? Wollten wir etwa deine Tochter heiraten, oder wolltest du unsere Schwester? Und trotzdem (nächster Vers) „sprachen wir zu meinem Herrn“ und verleugneten dir nichts.
Raschi
וַנֹּ֙אמֶר֙ אֶל־אֲדֹנִ֔י יֶשׁ־לָ֙נוּ֙ אָ֣ב זָקֵ֔ן וְיֶ֥לֶד זְקֻנִ֖ים קָטָ֑ן וְאָחִ֨יו מֵ֜ת וַיִּוָּתֵ֨ר ה֧וּא לְבַדּ֛וֹ לְאִמּ֖וֹ וְאָבִ֥יו אֲהֵבֽוֹ׃
20
20
Wir sagten zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und dessen jungen Sohn, ihm im Alter geboren; und dessen Bruder ist tot, sodass er allein übrig blieb von seiner Mutter, und sein Vater liebt ihn.
<b>sagten wir meinem Herrn,</b> wir verleugneten dir nichts (Bereschit Rabbah).
und dessen Bruder ist tot
Aus Furcht sprach er ein unwahres Wort aus, indem er dachte, wenn ich ihm sage, dass er lebt, dann wird er sagen: Bringt ihn zu mir.
Raschi
allein übrig geblieben von seiner Mutter: von jener Mutter hat er keinen Bruder mehr.
Raschi
וַתֹּ֙אמֶר֙ אֶל־עֲבָדֶ֔יךָ הוֹרִדֻ֖הוּ אֵלָ֑י וְאָשִׂ֥ימָה עֵינִ֖י עָלָֽיו׃
21
21
Da sagtest du, Josef, zu uns, den Brüdern, deinen Dienern,: Bringt ihn herab zu mir, dass ich mein Auge auf ihn richte.
וַנֹּ֙אמֶר֙ אֶל־אֲדֹנִ֔י לֹא־יוּכַ֥ל הַנַּ֖עַר לַעֲזֹ֣ב אֶת־אָבִ֑יו וְעָזַ֥ב אֶת־אָבִ֖יו וָמֵֽת׃
22
22
Und wir sagten zu unserem Herrn Josef: Der Junge kann den Vater nicht verlassen; würde er seinen Vater verlassen, würde er sterben.
würde er seinen Vater verlassen, würde er sterben
Wenn er seinen Vater verlässt, fürchten wir, der Junge könnte auf dem Weg sterben, denn auch seine Mutter ist auf dem Weg verstorben.
Raschi
וַתֹּ֙אמֶר֙ אֶל־עֲבָדֶ֔יךָ אִם־לֹ֥א יֵרֵ֛ד אֲחִיכֶ֥ם הַקָּטֹ֖ן אִתְּכֶ֑ם לֹ֥א תֹסִפ֖וּן לִרְא֥וֹת פָּנָֽי׃
23
23
Und du sagtest zu uns, deinen Dienern: Wenn nicht euer jüngster Bruder herabkommt zu mir mit euch, dann sollt ihr nicht mehr mein Gesicht sehen.
וַיְהִי֙ כִּ֣י עָלִ֔ינוּ אֶֽל־עַבְדְּךָ֖ אָבִ֑י וַנַּ֨גֶּד־ל֔וֹ אֵ֖ת דִּבְרֵ֥י אֲדֹנִֽי׃
24
24
Und es geschah, als wir hinaufkamen zu deinem Diener, meinem Vater Jaakow, da berichteten wir ihm die Worte meines Herren Josef.
וַיֹּ֖אמֶר אָבִ֑ינוּ שֻׁ֖בוּ שִׁבְרוּ־לָ֥נוּ מְעַט־אֹֽכֶל׃
25
25
Unser Vater sagte: Zieht wieder hin, kauft uns ein wenig Essen.
וַנֹּ֕אמֶר לֹ֥א נוּכַ֖ל לָרֶ֑דֶת אִם־יֵשׁ֩ אָחִ֨ינוּ הַקָּטֹ֤ן אִתָּ֙נוּ֙ וְיָרַ֔דְנוּ כִּי־לֹ֣א נוּכַ֗ל לִרְאוֹת֙ פְּנֵ֣י הָאִ֔ישׁ וְאָחִ֥ינוּ הַקָּטֹ֖ן אֵינֶ֥נּוּ אִתָּֽנוּ׃
26
26
Wir sagten: Wir können nicht hinabziehen. Wenn unser jüngster Bruder Binjamin mit uns ist, dann werden wir hinabziehen, denn wir können nicht das Gesicht des Mannes sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht mit uns ist.
וַיֹּ֛אמֶר עַבְדְּךָ֥ אָבִ֖י אֵלֵ֑ינוּ אַתֶּ֣ם יְדַעְתֶּ֔ם כִּ֥י שְׁנַ֖יִם יָֽלְדָה־לִּ֥י אִשְׁתִּֽי׃
27
27
Da sagte dein Diener, mein Vater Jaakow, zu uns: Ihr wisst, dass zwei Kinder mir meine Frau Rachel geboren hat.
וַיֵּצֵ֤א הָֽאֶחָד֙ מֵֽאִתִּ֔י וָאֹמַ֕ר אַ֖ךְ טָרֹ֣ף טֹרָ֑ף וְלֹ֥א רְאִיתִ֖יו עַד־הֵֽנָּה׃
28
28
Und dass der eine wegging von mir und ich sagte: Gewiss, zerrissen, zerrissen wurde Josef. Ich habe ihn nicht gesehen bisher.
וּלְקַחְתֶּ֧ם גַּם־אֶת־זֶ֛ה מֵעִ֥ם פָּנַ֖י וְקָרָ֣הוּ אָס֑וֹן וְהֽוֹרַדְתֶּ֧ם אֶת־שֵׂיבָתִ֛י בְּרָעָ֖ה שְׁאֹֽלָה׃
29
29
Nehmt ihr nun auch diesen weg von meinem Gesicht und es begegnet ihm ein Unglück, dann bringt ihr hinab mein altes Haupt mit Kummer in das Grab.
und es begegnet ihm ein Unglück: den der Ankläger klagt in der Stunde der Gefahr an.
Raschi
dann bringt ihr hinab mein altes Haupt
Jetzt, da Binjamin bei mir ist, tröste ich mich durch ihn über seine Mutter und über seinen Bruder. Sollte aber dieser sterben, dann kommt es mir vor, als ob alle drei an einem Tag gestorben wären.
Raschi
וְעַתָּ֗ה כְּבֹאִי֙ אֶל־עַבְדְּךָ֣ אָבִ֔י וְהַנַּ֖עַר אֵינֶ֣נּוּ אִתָּ֑נוּ וְנַפְשׁ֖וֹ קְשׁוּרָ֥ה בְנַפְשֽׁוֹ׃
30
30
Und jetzt, wenn ich, Jehuda, zu deinem Diener, meinem Vater, komme und der Junge wäre nicht mit uns, — und seine Seele ist geknüpft an seine Seele —