וַיִּקְרָ֥א יַעֲקֹ֖ב אֶל־בָּנָ֑יו וַיֹּ֗אמֶר הֵאָֽסְפוּ֙ וְאַגִּ֣ידָה לָכֶ֔ם אֵ֛ת אֲשֶׁר־יִקְרָ֥א אֶתְכֶ֖ם בְּאַחֲרִ֥ית הַיָּמִֽים׃
1
1
Jaakow rief seine Söhne und sagte: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in späten Zeiten.
und ich will euch verkünden
Er wollte das Ende der Zeiten enthüllen, da entfernte sich von ihm die Schechina, und er begann andere Worte zu sprechen (Pessachim 56a).
Raschi
רְאוּבֵן֙ בְּכֹ֣רִי אַ֔תָּה כֹּחִ֖י וְרֵאשִׁ֣ית אוֹנִ֑י יֶ֥תֶר שְׂאֵ֖ת וְיֶ֥תֶר עָֽז׃
3
3
Rëuwen, mein Erstgeborener bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, doch den Vorzug an Hoheit und den Vorzug an Macht verlorst du, denn
der Erstling meiner Stärke: das Erste seiner Manneskraft; denn er hatte niemals Samenflüssigkeit abgegeben [bis er Leah heiratete, Jewamot 76a].
Raschi
meiner Stärke
אוֹנִי bedeutet כֹּחִי, wie מָצָאתִי אוֹן לִי „ich habe mir Macht erworben“ (Hosch 12:9); מֵרוֹב אוֹנִים „in der Fülle an Kraft“, וּלְאֵין אוֹנִים „dem Kraftlosen“ (Jesch. 40:26, 29).
Raschi
Vorzug an Hoheit
יֶתֶר שְׂאֵת „bevorzugt an Hoheit“. Du warst wert, bevorzugt zu werden vor deinen Brüdern durch die Kohenwürde; שְׂאֵת vom Ausdruck נְשִׂיאוּת כַּפַּיִם, das Erheben der Hände beim Kohen-Segen.
Raschi
Vorzug an Macht
יֶתֶר עָז „bevorzugt an Macht“: durch die Königswürde, wie (1 Schmu. 2:10) וְיִתֶּן עֹז לְמַלְכּוֹ „Er verleiht Macht Seinem König“, und was verursachte dir, all das zu verlieren? (Nächster Vers) „Stürmisch wie Wasser …“
Raschi
פַּ֤חַז כַּמַּ֙יִם֙ אַל־תּוֹתַ֔ר כִּ֥י עָלִ֖יתָ מִשְׁכְּבֵ֣י אָבִ֑יךָ אָ֥ז חִלַּ֖לְתָּ יְצוּעִ֥י עָלָֽה׃ (פ)
4
4
die Ungestümheit gleich Wasser lässt kein Vorrecht zu. Denn du stiegst auf das Bett deines Vaters. Da hast du entweiht, der mein Bett bestiegen hat.
Ungestümheit
פַּחַז „stürmisch“, „ungestüm“. Die Wildheit und die Übereilung, dass du so übereilt deinen Zorn gezeigt hast wie Wasser, das eilig dahinläuft;
darum hast du kein Vorrecht, hast du nicht den Vorrang, alle diese Vorrechte zu erhalten, die dir gebühren. Und worin bestand die Wildheit, die du gezeigt hast?
Denn du stiegst auf das Bett deines Vaters, da hast du entweiht Ihn, der über meinem Bett weilte, das ist die Schechina, die über meinem Lager zu verweilen pflegte (Schabbat 55a).
פַּחַז ist ein Hauptwort, darum ist die Betonung auf der vorletzten Silbe, und das ganze Wort ist mit Patach punktiert. Wenn es aber die Form der Vergangenheit wäre, dann wäre es mit Kamatz und mit Patach punktiert (פָּחַז), und die Betonung wäre auf der letzten Silbe.
Raschi
mein Bett
יְצוּעִי „Bett“, weil man es mit Decken und Polstern überzieht (יְצוּעִי – עַל שֵׁם שֶׁמַּצִּיעִים אוֹתוֹ עַל יְדֵי לְבָדִין וּסְדִינִין). Ähnliche Stellen kommen viele vor, (Teh. 132:3) אִם אֶעֱלֶה עַל עֶרֶשׂ יְצוּעָי „ich werde die Stätte meines Lagers nicht besteigen“; (Teh. 63:7) אִם זְכַרְתִּיךָ עַל יְצוּעָי „wenn ich auf meinem Lager an Dich denke“.
Raschi
שִׁמְע֥וֹן וְלֵוִ֖י אַחִ֑ים כְּלֵ֥י חָמָ֖ס מְכֵרֹתֵיהֶֽם׃
5
5
Schimon und Levi, Brüder: von Esaw geraubt ist ihr Geschick im Umgang mit Waffen.
Schimon und Levi, Brüder
שִׁמְעוֹן וְלֵוִי אַחִים „Schimon und Levi sind Brüder“. [In welcher Hinsicht sind stärker „Brüder“ als die übrigen Söhne Jaakows?]. Sie hatten denselben Plan gegen Sch’chem und gegen Josef. וַיֹּאמְרוּ אִישׁ אֶל אָחִיו גו׳ וְעַתָּה לְכוּ וְנַהַרְגֵהוּ „Da sagten sie, ein Bruder zum anderen … und nun kommt, wir wollen ihn töten“ (Ber. 37:19–20).
Wer war das, [der die Tötung Josefs vorschlug]? Wirst du sagen, Rëuwen oder Jehuda, sie stimmten ja nicht zu, dass man ihn töte. Wirst du sagen, die Söhne der Dienerinnen, ihr Hass war ja nicht aufrichtig, denn es heißt (Ber. 37:2) וְהוּא נַעַר אֶת בְּנֵי בִלְהָה וְאֶת בְּנֵי זִלְפָּה „er hielt sich als Junge bei den Söhnen Bilhas und bei den Söhnen Silpas auf“. Jissachar und Sewulun sprachen nicht in Gegenwart ihrer älteren Brüder. Notwendigerweise waren es also Schimon und Levi, sie, die ihr Vater „Brüder“ nannte.
Raschi
geraubt
כְּלֵי חָמָס „ein geraubtes Gerät“: dieses Gewerbe des Mordens ist in ihren Händen ein Raub. Denn es gehört zu dem Segen von Esaw, das ist sein Gewerbe, und ihr habt es ihm geraubt.
Raschi
Denn es gehört zu dem Segen von Esaw: den er von seinem Vater erhielt, wie es heißt (zuvor, Ber. 27:40) וְעַל חַרְבְּךָ תִחְיֶה „von deinem Schwert wirst du leben“.
Waffen
Das Wort מְכֵרֹתֵיהֶם bedeutet „Waffen“. Das Schwert heißt im Griechischen machaira.
Andere Erklärung: מְכֵרֹתֵיהֶם „im Land ihres Aufenthalts“ traten sie mit Geräten der Gewalt auf, wie (Jech. 16:3) מְכֹרֹתַיִךְ וּמֹלְדֹתַיִךְ „deine Heimat und deine Abstammung“. Und das ist auch die Übersetzung von Onkelos [בַּאֲרַע תּוֹתָבוּתְהוֹן עֲבַדוּ גְּבוּרָא „im Land ihres Aufenthalts übten sie Gewalt“].
Raschi
Das Schwert heißt im Griechischen machaira: Einfach ausgedrückt will Raschi damit nicht sagen, dass die Torah einen griechischen Begriff verwendet. Vielmehr stützt Raschi seine Behauptung, dass das Wort מְכֵרֹתֵיהֶם „Waffen” bedeutet, indem er darauf hinweist, dass das Griechische ein ähnliches Wort für „Schwert” hat, das möglicherweise aus dem Hebräischen stammt.
Nachalat Jaakow zu Vers 22
Möglicherweise nutzte Jaakow tatsächlich das griechische Wort für „Schwert“ anstelle des hebräischen Begriffs, um zu verdeutlichen, dass ein Schwert nicht für Juden bestimmt ist, sondern nur für die Nachkommen Esaws oder für Griechen.
Pirke deRabbi Eliëser, Kap. 38
בְּסֹדָם֙ אַל־תָּבֹ֣א נַפְשִׁ֔י בִּקְהָלָ֖ם אַל־תֵּחַ֣ד כְּבֹדִ֑י כִּ֤י בְאַפָּם֙ הָ֣רְגוּ אִ֔ישׁ וּבִרְצֹנָ֖ם עִקְּרוּ־שֽׁוֹר׃
6
6
In ihre geheime Verabredung komme nicht meine Seele, in ihrer Versammlung sei nicht meine Ehre, denn in ihrem Zorn erschlugen sie den Mann, in ihrem Willen lähmten sie den Stier.
In ihre geheime Verabredung komme nicht meine Seele
[Mit dem Ausdruck אַל תָּבֹא „soll nicht kommen“ in der Zukunft, statt לֹא בָּאָה „kam nicht“ deutet Jaakow auf eine geheime Verabredung in der Zukunft.]
בְּסֹדָם אַל תָּבֹא נַפְשִׁי „in ihre geheime Verabredung komme nicht meine Seele“: das ist der Vorfall mit Simri, als sich der Stamm Schimon versammelte, die Midianit vor Mosche zu bringen, und zu ihm sagten: Ist diese verboten oder erlaubt? Wenn du verboten sagst, wer hat dir die Tochter Jitros erlaubt?
Bei dieser Sache möge mein Name nicht erwähnt werden. Deshalb steht (Bam. 25:14) זִמְרִי בֶּן סָלוּא נְשִׂיא בֵית אָב לַשִּׁמְעוֹנִי „Simri, Sohn des Salu, Fürst eines Vaterhauses von Schimon“, der Vers erwähnt aber nicht בֶּן יַעֲקֹב „Sohn des Jaakow“.
Raschi
in ihrer Versammlung
בִּקְהָלָם „in ihrer Versammlung“: wenn Korach, der zum Stamm Levi gehört, die ganze Gemeinde gegen Mosche und gegen Aharon versammeln wird.
Raschi
sei nicht meine Ehre
אַל תֵּחַד כְּבֹדִי „sei nicht meine Ehre“, dort werde mein Name nicht mit ihnen vereinigt. So heißt es (Bam. 16:1) קֹרַח בֶּן יִצְהָר בֶּן קְהָת בֶּן לֵוִי „Korach, Sohn von Jizhar, Sohn von Kehat, Sohn von Levi“, und es steht nicht בֶּן יַעֲקֹב „Sohn von Jaakow“. Aber in der Chronik (1 Chro. 6:22–23), wo die Söhne Korachs zum Gesang der Leviim nach ihrer Abstammung genannt werden, heißt es „Sohn von Korach, Sohn von Jizhar, Sohn von Kehat, Sohn von Levi, Sohn von Israel“.
Raschi
sei nicht meine Ehre
אַל תֵּחַד כְּבֹדִי „sei nicht meine Ehre“. Das Wort כָּבוֹד wird männlich verwendet. Notwendigerweise musst du darum erklären, dass er die Ehre anredet und sagt: du, meine Ehre, werde nicht mit ihnen vereint. Wie (Jesch. 14:20) לֹא תֵחַד אִתָּם בִּקְבוּרָה „du wirst nicht mit ihnen im Grab vereint“.
Raschi
erschlugen sie den Mann
הָרְגוּ אִישׁ „erschlugen sie den Mann“: damit sind Chamor und die Einwohner von Sch’chem gemeint, und alle waren sie bei ihnen nur wie ein einziger Mann angesehen. So sagt der Vers auch bei Gideon (Richt. 6:16) וְהִכִּיתָ אֶת מִדְיָן כְּאִישׁ אֶחָד „du wirst Midian wie einen einzigen Mann schlagen“; ebenso bei Mizraim (Schem. 15:1) סוּס וְרֹכְבוֹ רָמָה בַיָּם „Pferd und seinen Reiter schleuderte Er ins Meer“ [als wäre das Heer Mizraims ein einziger Reiter], das ist der Midrasch.
Der einfache Sinn ist, viele Männer nennt der Vers אִישׁ, jeden für sich. In ihrem Zorn erschlugen sie jeden beliebigen Mann, auf den sie wütend waren. Ebenso (Jech. 19:3) וַיִּלְמַד לִטְרָף טֶרֶף אָדָם אָכָל „er lernte Beute reißen, fraß den Menschen“.
Raschi
„er lernte Beute reißen, fraß den Menschen“: „[Die Löwin] zog eines ihrer Jungen groß, zum Löwen wurde er, er lernte Beute reißen, fraß den Menschen“ (Jech. 19:3). Damit beschreibt der Vers nicht, dass der Löwe einen bestimmten Menschen verschlang, sondern dass er jeden beliebigen Menschen verschlang, der ihm begegnete.
in ihrem Willen lähmten sie den Stier
וּבִרְצֹנָם עִקְּרוּ שׁוֹר „in ihrem Willen lähmten sie“ Josef, der „ein Stier“ genannt wird. So heißt es (Dew. 33:17) בְּכוֹר שׁוֹרוֹ הָדָר לוֹ „der Erstling seines Stieres, Pracht ist ihm verliehen“.
Das Wort עִקְּרוּ bedeutet „lähmen“, auf Französisch esjareter („entwurzeln“, „ausreißen“), vom Ausdruck (Hosch. 11:6) אֶת סוּסֵיהֶם תְּעַקֵּר „ihre Pferde sollst du lähmen“.
Raschi
אָר֤וּר אַפָּם֙ כִּ֣י עָ֔ז וְעֶבְרָתָ֖ם כִּ֣י קָשָׁ֑תָה אֲחַלְּקֵ֣ם בְּיַעֲקֹ֔ב וַאֲפִיצֵ֖ם בְּיִשְׂרָאֵֽל׃ (ס)
7
7
Verflucht sei ihre Wut, denn sie ist heftig, und ihr Zorn, denn er ist hart! Verteilen will ich sie in Jaakow und zerstreuen in Israel.
Verflucht sei ihre Wut, denn sie ist heftig
Sogar in der Stunde der Zurechtweisung verwünschte er nur ihren Zorn. Und das ist, was Bilam sagte (Bam. 23:8) מָה אֶקֹּב לֹא קַבֹּה אֵל „wie kann ich verwünschen, wenn G‑tt nicht verwünscht!“
Raschi
sie verteilen in Jaakow
אֲחַלְּקֵם בְּיַעֲקֹב „sie verteilen in Jaakow“: sie voneinander trennen, dass Levi nicht zur Anzahl der Stämme gehöre, dann sind sie verteilt.
Andere Erklärung: du findest arme Torahschreiber und Kinderlehrer nur von Schimon, damit sie zerstreut seien. Und den Stamm Levi machte Er die Tennen aufsuchen, um die Abgaben (תְרוּמוֹת) und Ma∙assrot zu empfangen, und gab ihm seine Zerstreuung in vornehmer Weise.
Raschi
יְהוּדָ֗ה אַתָּה֙ יוֹד֣וּךָ אַחֶ֔יךָ יָדְךָ֖ בְּעֹ֣רֶף אֹיְבֶ֑יךָ יִשְׁתַּחֲוּ֥וּ לְךָ֖ בְּנֵ֥י אָבִֽיךָ׃
8
8
Aber dich, Jehuda, werden deine Brüder preisen. Deine Hand am Nacken deiner Feinde. Es beugen sich vor dir die Söhne deines Vaters.
Aber dich, Jehuda, werden deine Brüder preisen
Weil Jaakow die ersten mit strafenden Worten zurechtgewiesen hatte, begann Jehuda zurückzuweichen, damit er ihn nicht wegen des Vorfalls mit Tamar zurechtweise. Da rief ihn Jaakow mit beruhigenden Worten herbei, „Jehuda, du bist nicht wie sie“.
Raschi
Deine Hand am Nacken deiner Feinde
יָדְךָ בְּעֹרֶף אֹיְבֶיךָ „Deine Hand am Nacken deiner Feinde“ in den Tagen Davids, (2 Schmu. 22:41) וְאוֹיְבַי תַּתָּה לִּי עֹרֶף „meine Feinde lässt Du mir den Nacken zuwenden“.
Raschi
die Söhne deines Vaters
בְּנֵי אָבִיךָ „Söhne deines Vaters“: weil sie von mehreren Frauen stammten, sagte er nicht בְּנֵי אִמֶּךָ „Söhne deiner Mutter“, wie Jizchak gesagt hatte.
Raschi
גּ֤וּר אַרְיֵה֙ יְהוּדָ֔ה מִטֶּ֖רֶף בְּנִ֣י עָלִ֑יתָ כָּרַ֨ע רָבַ֧ץ כְּאַרְיֵ֛ה וּכְלָבִ֖יא מִ֥י יְקִימֶֽנּוּ׃
9
9
Junger Löwe Jehuda, mit Beute beladen. Mein Sohn, davon hast du dich ferngehalten, darum kniet er hin und lagert wie ein Löwe, und wie ein Löwe, wer kann gegen ihn aufstehen?
Junger Löwe
גּוּר אַרְיֵה „junger Löwe“, auf David bezieht sich diese Prophezeiung, der zuerst גּוּר, ein junger Löwe war, (2 Schmu. 5:2) בִּהְיוֹת שָׁאוּל מֶלֶךְ עָלֵינוּ אַתָּה הָיִיתָ הַמּוֹצִיא וְהַמֵּבִיא אֶת יִשְׂרָאֵל „solange Schaul König über uns war, hast du Israel hinausgeführt und heimgebracht“; und zuletzt אַרְיֵה, ein mächtiger Löwe, als sie ihn zum König über sich eingesetzt hatten. Das ist, was Onkelos übersetzt שִׁלְטוֹן יְהֵא בְּשֵׁרוּיָא, ein Herr wird er sein am Anfang, beim Beginn.
Raschi
mit Beute
מִטֶּרֶף „vom Raub“, davon, wegen dessen ich dich im Verdacht hatte (Ber. 37:33) טָרֹף טֹרַף יוֹסֵף „zerrissen, zerrissen ist Josef“, , חַיָּה רָעָה אֲכָלָתְהוּ „ein wildes Tier hat ihn verzehrt“, das ist Jehuda, der mit einem Löwen verglichen wurde.
Raschi
Mein Sohn, davon hast du dich ferngehalten
בְּנִי עָלִיתָ „mein Sohn, davon hast du dich ferngehalten“ und gesagt (Ber. 37:26) מַה בֶּצַע „welchen Gewinn haben wir …“, und ebenso, als Tamar getötet werden sollte, da hatte er eingestanden (Ber. 38:27) צָדְקָה מִמֶּנִּי „sie ist gerechter als ich“. Darum kniet er hin, lagert in den Tagen Schlomos (1 Kön. 5:5) אִישׁ תַּחַת גַּפְנוֹ וגו׳ „ein jeder unter seinem Weinstock …“.
Raschi
לֹֽא־יָס֥וּר שֵׁ֙בֶט֙ מִֽיהוּדָ֔ה וּמְחֹקֵ֖ק מִבֵּ֣ין רַגְלָ֑יו עַ֚ד כִּֽי־יָבֹ֣א שילה [שִׁיל֔וֹ] וְל֖וֹ יִקְּהַ֥ת עַמִּֽים׃
10
10
Es wird das Zepter nicht von Jehuda weichen, und der Gesetzgeber von seinen Füßen, bis Schilo kommt und ihm gehört die Versammlung der Völker.
Zepter: besonderer Stab als Zeichen der Macht und Würde eines König.
Es wird das Zepter nicht von Jehuda weichen: von David an und weiter, das sind die Exilfürsten in Bawel (רָאשֵׁי גָּלֻיּוֹת שֶׁבְּבָבֶל), die das Volk mit dem Zepter beherrschten. Denn sie waren von der Regierung eingesetzt (Sanhedrin 5a).
Raschi
und der Gesetzgeber von seinen Füßen
Die Torahschüler, das sind die Oberhäupter im Heiligen Land (נְשִׂיאֵי אֶרֶץ יִשְׂרָאֵל).
Raschi
bis Schilo kommt: der mit Öl gesalbte König (מֶלֶךְ הַמָּשִׁיחַ), dem die Königswürde gebührt. Und so hat es auch Onkelos übersetzt [עַד דְּיֵיתֵי מְשִׁיחָא דְּדִילֵיהּ הִיא מַלְכוּתָא „bis Maschiach kommt, denn ihm gebührt die Königswürde“].
Der Midrasch sagt שִׁילֹה – שַׁי לוֹ, so heißt es (Teh. 76:12) יוֹבִילוּ שַׁי לַמּוֹרָא „bringt Geschenke aus Ehrfurcht“.
Raschi
und ihm gehört die Versammlung der Völker
וְלוֹ יִקְּהַת עַמִּים „ihm gehört die Versammlung der Völker“ bedeutet אֲסִיפַת הָעַמִּים, die Vereinigung der Völker. Der Buchstabe י (Jud) von יִקְּהַת gehört zur eigentlichen Wurzel, wie (Jech. 28:7) יִפְעָתֶךָ „deinen Glanz“, und manchmal fällt er aus. Viele Buchstaben werden auf diese Weise angewandt, sie werden als ausfallende Wurzelbuchstaben bezeichnet (עִקָּר נוֹפֵל).
Zum Beispiel der Buchstabe נ im Wort נוֹגֵף und נוֹשֵׁךְ, und der Buchstabe א in אַחְוָתִי בְּאָזְנֵיכֶם (Ijow 13:17) „meine Rede dringe in euer Ohr“ [von der Wurzel חוה „verkünden“], und in אִבְחַת חָרֶב (Jech. 21:20) „Furcht vor dem Schwert“, und (2 Kön. 4:2) אָסוּךְ שָׁמֶן „ein Krüglein Öl“.
Auch dieses יִקְּהַת עַמִּים bedeutet „Versammlung von Völkern“. Denn so heißt es (Jesch. 11:10) אֵלָיו גּוֹיִם יִדְרֹשׁוּ „zu ihm streben die Völker“. Ähnlich kommt vor (Misch. 30:17) עַיִן תִּלְעַג לְאָב וְתָבֻז לִיקְּהַת אֵם „das Auge, das den Vater verachtet und über die Runzeln der Mutter spottet“, die Sammlung von Falten in ihrem Gesicht infolge ihres Alters. Und im Talmud (Jewamot 110b) דְּיָתְבֵי וּמַקְהוּ אַקְהָתָא בְּשׁוּקֵי דִּנְהַרְדְּעָא [ס״א: דְּפוּמְבְּדִיתָא] „sie saßen und scharten um sich Versammlungen in den Straßen von Nehardea (Pumbedita)“
Unser Vers hätte auch קְהִיַּת עַמִּים sagen können, [und es hätte dieselbe Bedeutung: יִקְּהַת und קְהִיַּת bedeuten beide „eine Versammlung“].
Raschi
אֹסְרִ֤י לַגֶּ֙פֶן֙ עירה [עִיר֔וֹ] וְלַשֹּׂרֵקָ֖ה בְּנִ֣י אֲתֹנ֑וֹ כִּבֵּ֤ס בַּיַּ֙יִן֙ לְבֻשׁ֔וֹ וּבְדַם־עֲנָבִ֖ים סותה [סוּתֽוֹ׃]
11
11
Er bindet an den Weinstock seinen Esel, und an die Rebe einen jungen Esel. Er wäscht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand.
Er bindet an den Weinstock seinen Esel
אֹסְרִי לַגֶּפֶן עִירֹה „er bindet an den Weinstock seinen Esel“: eine Prophezeiung für das Land Jehuda, dass es von Wein fließen werde wie eine Quelle: ein Mann in Jehuda werde an einen Weinstock einen Esel binden und ihn von einem einzigen Weinstock voll beladen, und von einer einzigen Rebe einen jungen Esel.
Raschi
Rebe
שֹׂרֵקָה, ein langer Zweig, corjede „Weinranke“ auf Französisch.
Raschi
Er wäscht im Wein: all das ist eine Bezeichnung für die Fülle an Wein.
Raschi
sein Gewand
סוּתֹה ist die Bezeichnung für eine Art Kleid, das Wort kommt nicht wieder im Vers vor.
Raschi
er bindet
אֹסְרִי – כְּמוֹ ׳אוֹסֵר׳, ähnlich im Vers (Teh. 113:7) מְקִימִי מֵעָפָר דָּל „Er erhebt aus dem Staub den Armen“, das Wort מְקִימִי; im Vers (Teh. 123:1) הַיֹּשְׁבִי בַּשָּׁמָיִם „der Du im Himmel thronst“, das Wort הַיֹּשְׁבִי [ist wie das Wort הַיּוֹשֵׁב.]
In gleicher Weise ist בְּנִי אֲתוֹנוֹ zu erklären. [Das Wort בְּנִי ist gleichbedeutend mit בּן „Sohn von“, und die Form בְּנִי ist eine stilistische Ausschmückung. Der Ausdruck בְּנִי אֲתוֹנוֹ bedeutet „das Junge seiner Eselin“.]
Onkelos wendet den Vers auf den König Maschiach an: גֶּפֶן „der Weinstock“ ist Israel, עִירֹה [im Sinn von „seine Stadt“] ist Jeruschalaim; שֹׂרֵקָה „die Rebe“ ist Israel, wie (Jirm. 2:21) וְאָנֹכִי נְטַעְתִּיךְ שׂוֹרֵק „ich habe dich als Rebe eingepflanzt“.
נִי אֲתֹנוֹ – ״יִבְנוּן הֵיכְלֵיהּ״, sie bauen sein Heiligtum, vom Ausdruck שַׁעַר הָאִיתוֹן „Eingangstor“ im Buch Jecheskel (40:15).
[Onkelos erläutert die Bedeutung eines Verses gelegentlich, indem er dessen Begriffe zweifach auslegt:] Dann übersetzt er noch in anderer Weise, גֶּפֶן „der Weinstock“ sind die Zaddikim, בְּנִי אֲתוֹנוֹ – ״עָבְדֵי אוֹרַיְתָא בְּאֻלְפַן״, diejenigen, die die Torah durch Lehren ausüben, nach (Richt. 5:10) רֹכְבֵי אֲתֹנוֹת צְחֹרוֹת „die auf schimmernden Eselinnen reiten“.
כִּבֵּס בַּיַּיִן „er wäscht im Wein“ – guter Purpur wird sein Gewand sein, dessen Farbe dem Wein gleicht. „Farbige Gewänder“ (צִבְעוֹנִין) ist Onkelos‘ Übersetzung von סוּתֹה, welche die Frau anzieht und damit den Mann dazu verführt, seine Augen auf sie zu richten. Auch unsere Lehrer im Talmud haben das Wort סוּתֹה mit dem Ausdruck „Verführung zur Trunkenheit“ erklärt, סוּתֹה – הֲסָתַת שִׁכְרוּת, in der Gemara Ketubot (11b): „Bezüglich des Weines, vielleicht sagst du, er mache nicht betrunken, darum steht סוּתֹה (von מֵסִית ,verführen‘)“.
Raschi
חַכְלִילִ֥י עֵינַ֖יִם מִיָּ֑יִן וּלְבֶן־שִׁנַּ֖יִם מֵחָלָֽב׃ (פ)
12
12
Gerötet die Augen von Wein und weiß die Zähne von Milch.
Gerötet die Augen
חַכְלִילִי עֵינַיִם, das Wort חַכְלִילִי ist ein Begriff für Röte, wie der Targum übersetzt יִסְמְקוּן. Ebenso (Misch. 23:29) לְמִי חַכְלִילוּת עֵינָיִם „wer hat gerötete Augen“. Denn so ist die Art der Weintrinker, dass ihre Augen gerötet werden.
Raschi
von Milch: von der Fülle an Milch. Denn in seinem Land wird gute Weide für Schafherden sein. Und so ist die Erklärung des Verses: „Gerötet die Augen“ von der Fülle an Wein, „und weiß die Zähne“ von der Fülle an Milch.
Nach dem Targum ist עֵינַיִם eine Bezeichnung für die Berge, weil man von dort weit sehen kann. Dann übersetzt er es noch in anderer Weise als Bezeichnung für Quellen und Ströme aus den Keltern. נַעֲווֹהִי „seine Keltern“ ist eine aramäische Bezeichnung, die wir in der Gemara Awoda Szara (74b) finden, נַעֲוָא אַרְתְּחוֹ „eine Kelter ausbrühen“. יְחַוְּרָן בִּקְעָתֵיהּ, seine Täler werden weiß sein, der Targum übersetzt שִׁנַּיִם wie שִׁנֵּי הַסְּלָעִים „Felsenspitzen“.
Raschi
זְבוּלֻ֕ן לְח֥וֹף יַמִּ֖ים יִשְׁכֹּ֑ן וְהוּא֙ לְח֣וֹף אֳנִיּ֔וֹת וְיַרְכָת֖וֹ עַל־צִידֹֽן׃ (ס)
13
13
Sewulun wird am Ufer der Meere wohnen, er wird sein am Hafen, wo Schiffe liegen, und seine Seite reicht an Zidon.
Sewulun wird am Hafen
זְבוּלֻן לְחוֹף יַמִּים, am Ufer der Meere wird sein Land sein. Das Wort חוֹף bedeutet, wie der Targum sagt סְפָר „Grenze“, auf Französisch marche. Er wird sich immer am schiffreichen Ufer befinden, am Hafenplatz, wohin die Schiffe Waren bringen. Sewulun beschäftigte sich mit Handel und versorgte den Stamm Jissachar mit Lebensunterhalt, und dieser beschäftigte sich mit der Torah. Das ist, was Mosche sagte (Dew. 33:18) שְׂמַח זְבוּלוּן בְּצֵאתֶךָ וְיִשָּׂשכָר בְּאֹהָלֶיךָ „Freue dich, Sewulun, wenn du hinausziehst, und Jissachar, in deinen Zelten“: Sewulun zog mit Waren hinaus, und Jissachar beschäftigte sich mit Torah in den Zelten.
Raschi
und seine Seite reicht an Zidon
וְיַרְכָתוֹ עַל צִידֹן „seine Seite reicht an Zidon“: das Ende seines Gebietes wird neben Zidon sein. „Seine Seite“ bedeutet Ende, wie (Schem. 26:22) וּלְיַרְכְּתֵי הַמִּשְׁכָּן „für die Rückseite des Mischkan“.
Raschi
יִשָּׂשכָ֖ר חֲמֹ֣ר גָּ֑רֶם רֹבֵ֖ץ בֵּ֥ין הַֽמִּשְׁפְּתָֽיִם׃
14
14
Jissachar ist wie ein knochenstarker Esel, lagernd zwischen den Städten,
Jissachar ist wie ein knochenstarker Esel
חֲמוֹר גָּרֶם, ein Esel mit [starken] Knochen, so trägt Jissachar das Joch der Torah wie ein robuster Esel, den man mit einer schweren Last belädt.
Raschi
lagernd zwischen den Städten: wie ein Esel, der am Tag und in der Nacht geht und keine Herberge hat, und wenn er ruhen will, zwischen den Grenzen lagert, an den Grenzen der Städte, wohin er Waren bringt.
Raschi
וַיַּ֤רְא מְנֻחָה֙ כִּ֣י ט֔וֹב וְאֶת־הָאָ֖רֶץ כִּ֣י נָעֵ֑מָה וַיֵּ֤ט שִׁכְמוֹ֙ לִסְבֹּ֔ל וַיְהִ֖י לְמַס־עֹבֵֽד׃ (ס)
15
15
und sieht, dass die Ruhe gut ist und das Land lieblich, er beugt seine Schultern zum Tragen und wird ein steuerpflichtiger Knecht.
und sieht, dass die Ruhe gut ist
Er sah als seinen Anteil ein Land, gesegnet und gut, Früchte hervorzubringen.
Raschi
er beugt seine Schultern zum Tragen, um das Joch der Torah zu tragen,
und wird allen seinen Brüdern in Israel
ein steuerpflichtiger Knecht, ihnen die Entscheidungen der Torah zu fällen und die Ordnungen der Schaltjahre zu berechnen. So heißt es (1 Chro. 12:33) וּמִבְּנֵי יִשָּׂשכָר יוֹדְעֵי בִינָה לָעִתִּים לָדַעַת מַה יַּעֲשֶׂה יִשְׂרָאֵל רָאשֵׁיהֶם מָאתַיִם „und von den Söhnen Jissachars, voll Einsicht, die Zeiten zu berechnen, dass man wisse, was Israel tun solle, ihre Häupter waren zweihundert“. Zweihundert Oberhäupter des Sanhedrin stellte er auf, und alle ihre Brüder hörten auf ihren Ausspruch.
Raschi
er beugt seine Schultern
וַיֵּט שִׁכְמוֹ „er neigt seine Schultern herab“, wie (2 Schmu. 22:10) וַיֵּט שָׁמַיִם „Er neigte die Himmel herab“; (Teh. 78:1) הַטּוּ אָזְנְכֶם „neigt euer Ohr“.
Onkelos übersetzt es in anderer Weise: Er neigt seine Schulter, die Kriege zu ertragen und Städte zu bezwingen, denn er wohnte an der Grenze, dass der Feind ihm als steuerpflichtiger Knecht unterworfen war.
Raschi
דָּ֖ן יָדִ֣ין עַמּ֑וֹ כְּאַחַ֖ד שִׁבְטֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
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Dan wird Vergeltung üben für sein Volk, wie einer der Stämme Israels.
Dan wird richten sein Volk
דָּן יָדִין עַמּוֹ „Dan wird Vergeltung üben für sein Volk“: er wird die Vergeltung seines Volkes üben an den Plischtim; wie (Dew. 32:36) כִּי יָדִין ה׳ עַמּוֹ „denn der Ewige wird Vergeltung üben für Sein Volk“.
Raschi
wie einer der Stämme Israels
כְּאַחַד שִׁבְטֵי יִשְׂרָאֵל ist zu verstehen als: Ganz Israel wird einmütig sein mit ihm, כְּאֶחָד עִמּוֹ, und er wird für sie alle Vergeltung üben. Für Schimschon sprach er diese Prophezeiung aus.
Weiters kann man erklären: „wie einer der Stämme Israels“, wie der Erste unter den Stämmen, das ist David, der von Jehuda stammt.
Raschi
Für Schimschon sprach er diese Prophezeiung aus: Schimschon übte an den Plischtim Vergeltung für deren Unterdrückung des Volkes Israel.
wie der Erste unter den Stämmen: dabei wird das Wort כְּאַחַד gelesen als כַּמְּיוּחַד „wie der Einzigartige“. Eine ähnliche Deutung des Wortes אַחַד findet sich in Paraschat Toldot (Ber. 26:10) אַחַד הָעָם „der eine aus dem Volk“ im Sinn von „der Ausgezeichnete im Volk“, siehe Raschi dort.
יְהִי־דָן֙ נָחָ֣שׁ עֲלֵי־דֶ֔רֶךְ שְׁפִיפֹ֖ן עֲלֵי־אֹ֑רַח הַנֹּשֵׁךְ֙ עִקְּבֵי־ס֔וּס וַיִּפֹּ֥ל רֹכְב֖וֹ אָחֽוֹר׃
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Dan wird sein eine Schlange am Weg, eine Otter am Pfad, die in die Fersen des Pferdes beißt, dass der Reiter rückwärts fällt.
eine Otter
שְׁפִיפֹן, eine Art Schlange. Ich meine, sie wird darum שְׁפִיפֹן genannt, weil sie zischt (hebr. נוֹשֵׁף). Wie (Ber. 3:15) וְאַתָּה תְּשׁוּפֶנּוּ עָקֵב „und du wirst ihm zischend nach der Ferse schnappen“.
Raschi
Klangwort: Das Wort klingt wie das Geräusch, das es beschreibt. Wenn man das Wort ausspricht, ahmt man den Laut nach. Etwa „zischen“, „knistern“, „quietschen“.
die in die Fersen des Pferdes beißt
So ist die Art der Schlange. Er vergleicht ihn mit einer Schlange, die in die Fersen des Pferdes beißt, dass der Reiter nach rückwärts stürzt, ohne dass sie ihn berührt hat. Ähnlich finden wir bei Schimschon (Richt. 16:29) וַיִּלְפֹּת גו׳ אֶת שְׁנֵי עַמּוּדֵי הַתָּוֶךְ „da umschlang Schimschon die zwei Säulen in der Mitte“, und diejenigen auf dem Dach starben.
Onkelos übersetzt כְּחִוֵּי חוּרְמָן, das ist die Bezeichnung einer Schlangenart, deren Biss unheilbar ist, das ist die Schlange צִפְעוֹנִי (siehe Jesch. 11:8); sie wird חוּרְמָן „zerstörend“ genannt, weil sie alles tötet. וּכְפִתְנָא im Targum ist פֶּתֶן „Otter“; יִכְמוֹן im Targum bedeutet „lauert“.
Raschi
לִֽישׁוּעָתְךָ֖ קִוִּ֥יתִי יְהוָֽה׃
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Auf Deine Hilfe hoffe ich, Ewiger!
Auf Deine Hilfe hoffe ich, Ewiger
Eine Prophezeiung, dass die Plischtim Schimschons Augen ausstechen würden und er zuletzt sagen würde (Richt. 16:28) זָכְרֵנִי נָא וְחַזְּקֵנִי נָא אַךְ הַפַּעַם „denke doch an mich und stärke mich doch nur noch dieses Mal“, dass er nicht als ihr Gefangener erniedrigt, sondern einen Heldentod sterben würde.
Raschi, Be’er baSade