קַדֶּשׁ־לִ֨י כָל־בְּכ֜וֹר פֶּ֤טֶר כָּל־רֶ֙חֶם֙ בִּבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל בָּאָדָ֖ם וּבַבְּהֵמָ֑ה לִ֖י הֽוּא׃
2
2
Heilige Mir alles Erstgeborene, alles, was bei den Kindern Israel den Mutterschoß öffnet, sei es Mensch oder Tier. Es gehört Mir.
was den Mutterschoß öffnet
פֶּטֶר כָּל רֶחֶם, was zuerst den Mutterschoß geöffnet hat; wie (Mischle 17:14) פּוֹטֵר מַיִם רֵאשִׁית מָדוֹן „wie einer, der Wasser frei lässt, so ist der Anfang des Streites“; wie (Teh. 22:8) כָּל רֹאַי יַלְעִגוּ לִי יַפְטִירוּ בְשָׂפָה יָנִיעוּ רֹאשׁ „Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie öffnen die Lippen, schütteln den Kopf“.
Raschi
den Mutterschoß öffnet
פֶּטֶר bedeutet Öffnen mit Kraft, Druck.
Sechel Tow
Es gehört Mir
Ich habe sie für Mich erworben dadurch, dass Ich die Erstgeborenen Mizraims schlug [und sie rettete].
Raschi
וַיֹּ֨אמֶר מֹשֶׁ֜ה אֶל־הָעָ֗ם זָכ֞וֹר אֶת־הַיּ֤וֹם הַזֶּה֙ אֲשֶׁ֨ר יְצָאתֶ֤ם מִמִּצְרַ֙יִם֙ מִבֵּ֣ית עֲבָדִ֔ים כִּ֚י בְּחֹ֣זֶק יָ֔ד הוֹצִ֧יא יְהֹוָ֛ה אֶתְכֶ֖ם מִזֶּ֑ה וְלֹ֥א יֵאָכֵ֖ל חָמֵֽץ׃
3
3
Und Mosche sagte zum Volk: Gedenkt dieses Tages, als ihr aus Mizraim ausgezogen seid, aus dem Sklavenhaus, als mit starker Hand euch der Ewige von hier geführt hat, darum sollt ihr nichts Gesäuertes (Chametz) essen.
Gedenkt dieses Tages: das lehrt, dass man an jedem Tag des Auszuges aus Mizraim gedenke.
Raschi
הַיּ֖וֹם אַתֶּ֣ם יֹצְאִ֑ים בְּחֹ֖דֶשׁ הָאָבִֽיב׃
4
4
Heute zieht ihr hinaus, im Monat Nissan, dem Monat des Frühlings.
im Monat des Frühlings
Wussten wir denn nicht, in welchem Monat? Nur, so sagte Mosche zum Volk: seht die Wohltat, die G‑tt euch erwiesen hat, dass Er euch in einem Monat hinausgeführt hat, der zum Auszug gut geeignet ist, ohne Sonnenglut, ohne Kälte und ohne Regen. So sagt der Vers auch (Teh. 68:7) מוֹצִיא אֲסִירִים בַּכּוֹשָׁרוֹת „Er führte die Gefangenen zur rechten Zeit hinaus“, in einem Monat, der für den Auszug geeignet war.
Raschi
וְהָיָ֣ה כִֽי־יְבִֽיאֲךָ֣ יְהוָ֡ה אֶל־אֶ֣רֶץ הַֽ֠כְּנַעֲנִי וְהַחִתִּ֨י וְהָאֱמֹרִ֜י וְהַחִוִּ֣י וְהַיְבוּסִ֗י אֲשֶׁ֨ר נִשְׁבַּ֤ע לַאֲבֹתֶ֙יךָ֙ לָ֣תֶת לָ֔ךְ אֶ֛רֶץ זָבַ֥ת חָלָ֖ב וּדְבָ֑שׁ וְעָבַדְתָּ֛ אֶת־הָעֲבֹדָ֥ה הַזֹּ֖את בַּחֹ֥דֶשׁ הַזֶּֽה׃
5
5
Wenn dich nun der Ewige in das Land der Kna’anim, Chitim, Emorim, Chiwim und Jebussim bringen wird, von dem Er deinen Vätern geschworen hat, es dir zu geben, in ein Land, das von Milch und Honig fließt, dann sollst du diesen Dienst an G‑tt in diesem Monat Nissan tun:
in das Land der Kna’anim
Wenn der Vers auch nur fünf Völker aufzählt, so sind doch alle sieben Völker inbegriffen. Denn alle gehören zum Begriff „Kna’ani“. Und eine von den Familien Kna’ans bekam keinen besonderen Namen, sondern den Namen „Kna’ani“.
Raschi
von dem Er deinen Vätern geschworen hat
Bei Awraham heißt es (Ber. 15:18) בַּיּוֹם הַהוּא כָּרַת ה׳ אֶת אַבְרָם „an jenem Tag schloss der Ewige mit Awram“, bei Jizchak (Ber. 26:3) גּוּר בָּאָרֶץ הַזֹּאת „wohne in diesem Land“, und bei Jaakow (Ber. 28:12) הָאָרֶץ אֲשֶׁר אַתָּה שׁוֹכֵב עָלֶיהָ „das Land, auf dem du liegst“.
Raschi
das von Milch und Honig fließt
Milch fließt von den Ziegen, und Honig fließt von den Datteln und Feigen.
Raschi
diesen Dienst: des Pessachopfers. Das steht aber doch schon oben (Schem. 12:25) וְהָיָה כִּי תָבֹאוּ אֶל הָאָרֶץ „und es sei, wenn ihr in das Land kommen werdet“. Warum wiederholt der Vers es noch einmal? Wegen einer Sache, die hier neu steht. Im ersten Abschnitt steht (12:26) וְהָיָה כִּי יֹאמְרוּ אֲלֵיכֶם בְּנֵיכֶם מָה הָעֲבֹדָה הַזֹּאת לָכֶם „wenn eure Söhne zu euch sprechen werden, was soll euch dieser Dienst“. Dort spricht der Vers von einem bösen Sohn, der sich aus der Gesamtheit ausgeschlossen hat. Und hier (weiter, Vers 8) וְהִגַּדְתָּ לְבִנְךָ „du sollst deinem Sohn erzählen“, von einem Sohn, der nicht zu fragen versteht, und der Vers lehrt dich, du sollst mit ihm Worte der Aggada anfangen, die das Herz anziehen.
Raschi
מַצּוֹת֙ יֵֽאָכֵ֔ל אֵ֖ת שִׁבְעַ֣ת הַיָּמִ֑ים וְלֹֽא־יֵרָאֶ֨ה לְךָ֜ חָמֵ֗ץ וְלֹֽא־יֵרָאֶ֥ה לְךָ֛ שְׂאֹ֖ר בְּכָל־גְּבֻלֶֽךָ׃
7
7
Mazzot sollen die sieben Tage gegessen werden, und kein Chametz soll bei dir gesehen werden, und nichts Chametzhaltiges soll bei dir gesehen werden in deinem gesamten Gebiet.
Sieben Tage sollst du Mazzot essen … Mazzot sollen gegessen werden
(Vers 6) שִׁבְעַת יָמִים תֹּאכַל מַצֹּת „Sieben Tage sollst du Mazzot essen“.
(Vers 7) מַצּוֹת יֵאָכֵל „Mazzot sollen gegessen werden“.
1. Warum sagt der eine Vers תֹּאכַל „du sollst essen“; dagegen verwendet der andere Vers die Passivform יֵאָכֵל „soll gegessen werden“?
2. Warum ist im einen Vers das Wort מַצֹּת ohne den Buchstaben ו (Waw) geschrieben, im anderen Vers aber מַצּוֹת mit dem Buchstaben ו (Waw)?
Antwort: Jede Person ist verpflichtet, vor Pessach in den Maot-Chittim-Spendenfonds der Gemeinde einzuzahlen, um den Bedürftigen einen schönen Feiertag zu ermöglichen (Schulchan Aruch, Orach Chaim §429).
Der erste Vers bezieht sich auf den Geber und enthält die Anweisung תֹּאכַל – er soll Mazza essen und Pessach feiern. Der zweite Vers lehrt, dass er zusätzlich zu seinem Feiern sicherstellen muss, dass Mazzot gegessen werden (יֵאָכֵל) von denen, die es sich nicht leisten können. Auch sie müssen den Feiertag sieben Tage lang feiern.
Einem Menschen steht es offen, bei seiner eigenen Portion Mazzot zu knausern, aber er hat keine Befugnis, auf Kosten der Armen zu sparen. Die Armen müssen umfassend versorgt werden, sodass sie den Festtag mit fröhlichem Herzen feiern können. Wenn die Torah sein eigenes Essen (תֹּאכַל מַצֹּת) erwähnt, ist das Wort „Mazzot“ ohne den Buchstaben Waw geschrieben; wenn es aber um die Armen geht (מַצּוֹת יֵאָכֵל), wird das Wort „Mazzot“ mit dem Buchstaben Waw geschrieben: die Bedürfnisse der Armen müssen in vollem Ausmaß gedeckt werden.
Gaon von Wilna
וְהִגַּדְתָּ֣ לְבִנְךָ֔ בַּיּ֥וֹם הַה֖וּא לֵאמֹ֑ר בַּעֲב֣וּר זֶ֗ה עָשָׂ֤ה יְהוָה֙ לִ֔י בְּצֵאתִ֖י מִמִּצְרָֽיִם׃
8
8
Und an diesem Tag sollst du deinem Kind erzählen: Für diese Mizwot – Pessach, Mazza und Maror – hat der Ewige all diese Wunder für mich getan, als ich aus Mizraim zog.
Und an diesem Tag
Damit ist der Sederabend gemeint. Der Vers nennt ihn „Tag“, denn jene „Nacht leuchtete wie der Tag“ (Teh. 139:12) לַיְלָה כַּיּוֹם יָאִיר.
Or haChaim
Für diese
Damit ich Seine Gebote erfülle wie diese: Pessach, Mazza und Maror (Bitterkraut).
Raschi
hat der Ewige für mich getan
Der Vers deutet damit die Antwort für den bösen Sohn (בֵן רָשָׁע) an, ihm zu sagen, hat der Ewige für mich getan, aber nicht für dich; wärest du dort gewesen, so hättest du nicht verdient, erlöst zu werden.
Raschi
וְהָיָה֩ לְךָ֨ לְא֜וֹת עַל־יָדְךָ֗ וּלְזִכָּרוֹן֙ בֵּ֣ין עֵינֶ֔יךָ לְמַ֗עַן תִּהְיֶ֛ה תּוֹרַ֥ת יְהוָ֖ה בְּפִ֑יךָ כִּ֚י בְּיָ֣ד חֲזָקָ֔ה הוֹצִֽאֲךָ֥ יְהֹוָ֖ה מִמִּצְרָֽיִם׃
9
9
Und es sei für dich ein Zeichen an deiner Hand und zur Erinnerung zwischen deinen Augen, damit die Torah G‑ttes in deinem Mund ist, dass mit starker Hand der Ewige dich aus Mizraim geführt hat.
Und es sei für dich ein Zeichen: der Auszug aus Mizraim sei dir zum Zeichen auf deinem Arm und zum Gedenken auf deinem Kopf. Damit will der Vers sagen, du sollst diese Abschnitte aufschreiben und sie auf Kopf und Arm binden.
Raschi
an deiner Hand und zum Gedächtnis zwischen deinen Augen Diese Abschnitte sollst du aufschreiben und an Kopf und Arm binden.
an deiner Hand: der linken. Darum steht im zweiten Abschnitt (Vers 16) יָדְכָה, um dabei zu erklären: der Arm, der כֵהָה „schwächer“ ist.
Raschi
in deinem Mund ist: d.h. du Torah lernst.
ein Zeichen an deiner Hand und Erinnerung zwischen deinen Augen: Die 613 Mizwot sind in der Schriftlichen Torah zu finden. Nehmen wir als Beispiel das Gebot der Tefillin: In der Schriftlichen Torah steht „Und es sei für dich ein Zeichen an deiner Hand und zur Erinnerung zwischen deinen Augen“. Das erklärt nicht, wie dieses „Zeichen“ aussehen soll, was „an deiner Hand“ und „zwischen deinen Augen“ bedeutet – bis die Mündliche Torah erklärt, dass man ein einzelnes Kästchen für die Arm-Tefillin und vier Kästchen mit vier Torah-Abschnitten für die Kopf-Tefillin verwenden muss. Die Tefillin müssen aus Tierhaut gemacht werden und quadratisch sein, und die Kästchen müssen mit schwarzen Lederriemen gebunden werden. „An deiner Hand“ bezieht sich ausschließlich auf den Arm, nicht auf die Handfläche; „zwischen deinen Augen“ ist der Schädel, nicht aber die Stirn.
Genauso werden alle Mizwot der Torah, egal ob Gebote oder Verbote, nur durch die Mündliche Torah klar gemacht und erklärt.
Buch Tanja, Iggeret haKodesch 29
וְשָׁמַרְתָּ֛ אֶת־הַחֻקָּ֥ה הַזֹּ֖את לְמוֹעֲדָ֑הּ מִיָּמִ֖ים יָמִֽימָה׃ (ס)
10
10
Und beachte dieses Gesetz zur richtigen Zeit, von Jahr zu Jahr.
zur richtigen Zeit: d.h. zu Pessach.
von Jahr zu Jahr
Die Worte מִיָּמִים יָמִימָה bedeuten „von Jahr zu Jahr“ (Menachot 36b).
Raschi
וְהָיָ֞ה כִּֽי־יְבִֽאֲךָ֤ יְהוָה֙ אֶל־אֶ֣רֶץ הַֽכְּנַעֲנִ֔י כַּאֲשֶׁ֛ר נִשְׁבַּ֥ע לְךָ֖ וְלַֽאֲבֹתֶ֑יךָ וּנְתָנָ֖הּ לָֽךְ׃
11
11
Und es sei, wenn dich der Ewige in das Land der Kna’anim bringen wird, wie Er es dir und deinen Vätern geschworen hat und es dir geben wird,
Und es sei, wenn dich der Ewige … bringen wird: Einige von unseren Lehrern lernen von hier heraus, dass die Erstgeborenen, die in der Wüste geboren wurden, noch nicht heilig waren. Und derjenige, der sagt, sie waren heilig, erklärt dieses „Hineinkommen ins Land“ so: Wenn ihr dieses Gebot in der Wüste erfüllt, werdet ihr das Verdienst haben, ins Land zu kommen und es dort zu erfüllen.
Raschi
wie Er es dir geschworen hat
Und wo hat Er dir dies geschworen? (Schem. 6:8) וְהֵבֵאתִי אֶתְכֶם אֶל הָאָרֶץ אֲשֶׁר נָשָׂאתִי „Und Ich bringe euch in das Land, von dem Ich geschworen habe …“.
Raschi
und es dir geben wird: es sei in deinen Augen, als hätte Er es dir an jenem Tag erst geschenkt. Und es sei nicht wie ein Erbe der Väter in deinen Augen.
Raschi
וְהַעֲבַרְתָּ֥ כָל־פֶּֽטֶר־רֶ֖חֶם לַֽיהֹוָ֑ה וְכָל־פֶּ֣טֶר ׀ שֶׁ֣גֶר בְּהֵמָ֗ה אֲשֶׁ֨ר יִהְיֶ֥ה לְךָ֛ הַזְּכָרִ֖ים לַיהוָֽה׃
12
12
dann sollst du Alles, was zuerst den Mutterschoß öffnet, dem Ewigen zuführen, und jede erste Geburt vom Vieh, das du haben wirst, was davon männlich ist, soll dem Ewigen gehören.
zuführen
Das Wort וְהַעֲבַרְתָּ bedeutet nichts anderes als „absondern“. So auch im Vers (Bam. 27:8) וְהַעֲבַרְתֶּם אֶת נַחֲלָתוֹ לְבִתּוֹ „lasst sein Besitztum an seine Tochter übergehen“.
Raschi
Geburt vom Vieh
שֶׁגֶר בְּהֵמָה „Geburt vom Vieh“: eine Fehlgeburt, die das Muttervieh ausgeworfen und vor der Zeit ausgestoßen hat. Der Vers lehrt dich, dass die Fehlgeburt dennoch als Erstgeburt heilig ist, um das, was nach ihr kommt, frei zu machen.
Sonst wird im Vers dasjenige, das keine Fehlgeburt ist, שֶׁגֶר genannt, wie (Dew. 7:13) שְׁגַר אֲלָפֶיךָ „den Wurf deiner Rinder“. Hier aber kommt es nur für die Fehlgeburt eine Vorschrfit zu geben, da der Vers bereits geschrieben hat, Alles, was zuerst den Mutterschoß öffnet. Wenn du aber sagen solltest, auch das Erstgeborene des unreinen Viehes sei inbegriffen, darum erklärt der Vers an anderer Stelle (Dew. 15:19) בִּבְקָרְךָ וּבְצֹאנְךָ „unter deinen Rindern und deinen Schafen“.
Andere Erklärung: man kann den Vers „du sollst Alles, was zuerst den Mutterschoß öffnet, dem Ewigen zuführen“ auf den Erstgeborenen unter den Menschen beziehen.
Raschi
וְכָל־פֶּ֤טֶר חֲמֹר֙ תִּפְדֶּ֣ה בְשֶׂ֔ה וְאִם־לֹ֥א תִפְדֶּ֖ה וַעֲרַפְתּ֑וֹ וְכֹ֨ל בְּכ֥וֹר אָדָ֛ם בְּבָנֶ֖יךָ תִּפְדֶּֽה׃
13
13
Das erste Junge des Esels sollst du durch ein Lamm auslösen, und wenn du es nicht auslöst, so musst du ihm das Genick brechen. Aber den Erstgeborenen unter Menschen, von deinen Söhnen, musst du auslösen.
erste Junge des Esels: und nicht das erste Junge von anderem, unreinem Vieh. Es ist das eine Bestimmung der Torah, und zwar darum, weil die Erstgeborenen Mizraims mit Eseln verglichen wurden.
Weiters halfen viele der Esel Israel bei ihrem Auszug aus Mizraim, denn es war keiner im Volk Israel, der nicht viele Esel mitnahm, mit dem Silber und Gold Mizraims beladen.
Raschi
sollst du durch ein Lamm auslösen: er gibt dem Kohen ein Lamm. Das Erstgeborene des Esels darf dann benutzt werden, und das Lamm ist in der Hand des Kohen ebenfalls unheilig (Bechorot 9b).
Raschi
musst du ihm das Genick brechen: er schlägt ihm mit einem Hackmesser ins Genick und tötet es. Weil er dem Vermögen des Kohen Schaden verursacht hat, darum soll er auch an seinem Vermögen Schaden erleiden.
Raschi
den Erstgeborenen unter Menschen, von deinen Söhnen, musst du auslösen: fünf Schekel sind für seine Auslösung an anderer Stelle festgesetzt (Bam. 18:16).
Raschi
וְהָיָ֞ה כִּֽי־יִשְׁאָלְךָ֥ בִנְךָ֛ מָחָ֖ר לֵאמֹ֣ר מַה־זֹּ֑את וְאָמַרְתָּ֣ אֵלָ֔יו בְּחֹ֣זֶק יָ֗ד הוֹצִיאָ֧נוּ יְהוָ֛ה מִמִּצְרַ֖יִם מִבֵּ֥ית עֲבָדִֽים׃
14
14
Wenn dich dein Sohn später fragen wird: Was ist das? Dann sage zu ihm: Mit starker Hand hat uns der Ewige aus Mizraim, aus dem Sklavenhaus, geführt.
morgen fragen wird
מָחָר, wörtl. „morgen“. Es gibt ein מָחָר, das gleich ist; und es gibt ein מָחָר, das erst später ist, wie in diesem Vers. Und wie im Vers (Jehosch. 22:24) מָחָר יֹאמְרוּ בְנֵיכֶם לְבָנֵינוּ „damit nicht eure Kinder später zu unseren Kindern sagen“, bei den Söhnen Gads und Rëuwens.
Raschi
Wenn dich dein Sohn fragen wird: Was ist das?
Das ist die Frage eines einfachen Kindes, das keine tiefen Fragen stellt. Es fragt einfach: Was ist das? An anderer Stelle (Dew. 6:20) heißt es: „Was bedeuten die Bezeugungen (הָעֵדוֹת), die unerklärlichen Anordnungen (הַחֻקִּים), und die Gesetze (הַמִשְׁפָּטִים)?“ Das ist die Frage eines klugen Kindes. Die Torah spricht zu vier Typen von Kindern: dem einfachen; dem bösen; dem Kind, das noch keine Fragen stellen kann; und dem Kind, das kluge Fragen stellt.
Raschi
וַיְהִ֗י כִּֽי־הִקְשָׁ֣ה פַרְעֹה֮ לְשַׁלְּחֵנוּ֒ וַיַּהֲרֹ֨ג יְהֹוָ֤ה כָּל־בְּכוֹר֙ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם מִבְּכֹ֥ר אָדָ֖ם וְעַד־בְּכ֣וֹר בְּהֵמָ֑ה עַל־כֵּן֩ אֲנִ֨י זֹבֵ֜חַ לַֽיהוָ֗ה כָּל־פֶּ֤טֶר רֶ֙חֶם֙ הַזְּכָרִ֔ים וְכָל־בְּכ֥וֹר בָּנַ֖י אֶפְדֶּֽה׃
15
15
Und als Pharao sich hartnäckig weigerte, uns ziehen zu lassen, da erschlug der Ewige alle Erstgeborenen im Land Mizraim, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs. Deshalb opfere ich dem Ewigen alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß öffnet, und jeden Erstgeborenen unter meinen Söhnen löse ich aus.
וְהָיָ֤ה לְאוֹת֙ עַל־יָ֣דְכָ֔ה וּלְטוֹטָפֹ֖ת בֵּ֣ין עֵינֶ֑יךָ כִּ֚י בְּחֹ֣זֶק יָ֔ד הוֹצִיאָ֥נוּ יְהוָ֖ה מִמִּצְרָֽיִם׃ (ס)
16
16
Und es sei für dich zum Zeichen an deiner Hand und zur Erinnerung zwischen deinen Augen, dass mit starker Hand uns der Ewige aus Mizraim geführt hat.
zur Erinnerung zwischen deinen Augen
Die Worte וּלְטוֹטָפֹת בֵּין עֵינֶיךָ übersetzt Onkelos mit „Tefillin“. Wegen der vier Abteilungen werden sie טוֹטָפוֹת genannt; טָט bedeutet auf Katpi „zwei“ und פַּת auf Afriki „zwei“ (Sanhedrin 4b).
Menachem b. Saruk verbindet es mit (Jech. 21:2) וְהַטֵּף אֶל דָּרוֹם „weissage dem Süden“; (Mich. 2:6) אַל תַּטִּיפוּ „weissagt nicht“, in der Bedeutung von sprechen, wie (zuvor, Vers 9) וּלְזִכָּרוֹן בֵּין עֵינֶיךָ „zum Gedenken auf deinem Kopf“, das im ersten Abschnitt steht. Denn, wer sie auf den Kopf gebunden sieht, gedenkt des Wunders [des Auszugs aus Mizraim] und spricht davon.
Raschi