Der tägliche Chumasch-Abschnitt

15. Schwat 5787

Samstag, 23. Jänner 2027

Heute

Beschallach

7. Alija

(Schemot 17:1 – 17:16)

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וַ֠יִּסְעוּ כָּל־עֲדַ֨ת בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֧ל מִמִּדְבַּר־סִ֛ין לְמַסְעֵיהֶ֖ם עַל־פִּ֣י יְהוָ֑ה וַֽיַּחֲנוּ֙ בִּרְפִידִ֔ים וְאֵ֥ין מַ֖יִם לִשְׁתֹּ֥ת הָעָֽם׃
1
1
Die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog von der Wüste Sin in mehreren Zügen auf Befehl des Ewigen weiter und lagerte in Refidim. Dort hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
וַיָּ֤רֶב הָעָם֙ עִם־מֹשֶׁ֔ה וַיֹּ֣אמְר֔וּ תְּנוּ־לָ֥נוּ מַ֖יִם וְנִשְׁתֶּ֑ה וַיֹּ֤אמֶר לָהֶם֙ מֹשֶׁ֔ה מַה־תְּרִיבוּן֙ עִמָּדִ֔י מַה־תְּנַסּ֖וּן אֶת־יְהוָֽה׃
2
2
Und das Volk geriet mit Mosche in Streit und sie sagten: Gebt uns Wasser, dass wir trinken! Mosche sagte zu ihnen: Was streitet ihr mit mir? Warum wollt ihr den Ewigen auf die Probe stellen?
Und das Volk geriet mit Mosche in Streit
Als sie in Refidim keine Wasserquellen fanden, begannen sie Streit mit Mosche, der sie aus Mizraim geführt hatte.
Ramban
Gebt uns Wasser
תְּנוּ לָנוּ מַיִם „gebt uns“ (Mehrzahl): Du, Mosche, und G‑tt, gebt uns Wasser zu trinken. [Sechel Tow]
„gebt uns“: das Volk sprach zu Mosche und Aharon. [Ibn Esra]

„gebt uns“: das Volk sprach zu Mosche und sagte: Du und dein Bruder Aharon, gebt uns Wasser zu trinken.
Ramban
geriet in Streit: Ein Zeichen dafür, dass es Streit war, sieht man in der Forderung „Gebt uns Wasser, dass wir trinken“, und sie sahen doch, dass Mosche kein Wasser hatte.
Andere Erklärung: Ein Zeichen dafür, dass es Streit war, sieht man am unverschämten Inhalt ihrer Forderung: gib uns das, was du uns schuldig bist.
Or haChaim
Warum wollt ihr den Ewigen auf die Probe stellen?
Indem ihr sagt, ob Er Wasser geben könne im trockenen Land.
Raschi
וַיִּצְמָ֨א שָׁ֤ם הָעָם֙ לַמַּ֔יִם וַיָּ֥לֶן הָעָ֖ם עַל־מֹשֶׁ֑ה וַיֹּ֗אמֶר לָ֤מָּה זֶּה֙ הֶעֱלִיתָ֣נוּ מִמִּצְרַ֔יִם לְהָמִ֥ית אֹתִ֛י וְאֶת־בָּנַ֥י וְאֶת־מִקְנַ֖י בַּצָּמָֽא׃
3
3
Das Volk dort hatte Durst und beschwerte sich gegen Mosche und sagte: Warum hast du uns denn aus Mizraim geführt? Um uns, unsere Kinder und unsere Viehherden vor Durst umkommen zu lassen?
וַיִּצְעַ֤ק מֹשֶׁה֙ אֶל־יְהוָ֣ה לֵאמֹ֔ר מָ֥ה אֶעֱשֶׂ֖ה לָעָ֣ם הַזֶּ֑ה ע֥וֹד מְעַ֖ט וּסְקָלֻֽנִי׃
4
4
Da schrie Mosche zum Ewigen: Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel und sie steinigen mich.
Es fehlt nicht viel
עוֹד מְעַט „noch ein bisschen“ – wenn ich noch etwas warte, וּסְקָלֻנִי „werden sie mich steinigen“.
Raschi
וַיֹּ֨אמֶר יְהוָ֜ה אֶל־מֹשֶׁ֗ה עֲבֹר֙ לִפְנֵ֣י הָעָ֔ם וְקַ֥ח אִתְּךָ֖ מִזִּקְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל וּמַטְּךָ֗ אֲשֶׁ֨ר הִכִּ֤יתָ בּוֹ֙ אֶת־הַיְאֹ֔ר קַ֥ח בְּיָדְךָ֖ וְהָלָֽכְתָּ׃
5
5
Da sagte der Ewige zu Mosche: Geh voraus, vor dem Volk, und nimm von den Ältesten Israels mit dir; auch deinen Stab, mit dem du den Strom Nil geschlagen hast, nimm in die Hand und geh.
Geh voraus, vor dem Volk: und sieh, ob sie dich steinigen; warum hast du über Meine Kinder böse Rede ausgesprochen?
Raschi
und nimm von den Ältesten Israels mit dir: um Zeugnis auszusagen; sie sollen sehen, dass durch dich das Wasser aus dem Felsen kommen wird, damit man nicht sage, es waren schon aus früheren Zeiten Quellen dort.
Raschi
deinen Stab, mit dem du den Strom geschlagen hast
Was lehrt uns אֲשֶׁר הִכִּיתָ בּוֹ אֶת הַיְאֹר „mit dem du den Strom geschlagen hast“? Israel sagte von dem Stab, er sei nur zur Strafe bereit; mit ihm wurden Pharao und die Mizrim viele Schläge in Mizraim und am Meer geschlagen. Darum heißt es אֲשֶׁר הִכִּיתָ בּוֹ אֶת הַיְאֹר „mit dem du den Strom geschlagen hast“ – jetzt sollen sie sehen, dass er auch zum Guten bereit ist.
Raschi
הִנְנִ֣י עֹמֵד֩ לְפָנֶ֨יךָ שָּׁ֥ם ׀ עַֽל־הַצּוּר֮ בְּחֹרֵב֒ וְהִכִּ֣יתָ בַצּ֗וּר וְיָצְא֥וּ מִמֶּ֛נּוּ מַ֖יִם וְשָׁתָ֣ה הָעָ֑ם וַיַּ֤עַשׂ כֵּן֙ מֹשֶׁ֔ה לְעֵינֵ֖י זִקְנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
6
6
Siehe, Ich werde dort vor dir auf dem Felsen am Berg Chorew stehen. Schlage den Felsen, und es wird Wasser aus ihm herauskommen, und das Volk wird trinken. Mosche tat so vor den Augen der Ältesten Israels.
Schlage den Felsen
Es steht nicht עַל הַצּוּר, sondern בַצּוּר „mit dem Felsen“. Daraus geht hervor, dass der Stab aus einem harten Stoff namens Sanpirinon bestand, und der Felsen durch ihn gespalten wurde.
Raschi
וַיִּקְרָא֙ שֵׁ֣ם הַמָּק֔וֹם מַסָּ֖ה וּמְרִיבָ֑ה עַל־רִ֣יב ׀ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְעַ֨ל נַסֹּתָ֤ם אֶת־יְהוָה֙ לֵאמֹ֔ר הֲיֵ֧שׁ יְהוָ֛ה בְּקִרְבֵּ֖נוּ אִם־אָֽיִן׃ (פ)
7
7
*Und er nannte den Ort Massa und Meriwa, wegen des Streitens der Kinder Israel, und weil sie den Ewigen auf die Probe stellen wollten und gesagt hatten: Ist der Ewige in unserer Mitte oder nicht?*
**Massa:** „Prüfung“, „Versuchung“.
**Meriwa:** „Streit“.
וַיָּבֹ֖א עֲמָלֵ֑ק וַיִּלָּ֥חֶם עִם־יִשְׂרָאֵ֖ל בִּרְפִידִֽם׃
8
8
Da kam Amalek und kämpfte mit Israel bei Refidim.
Da kam Amalek
Er schließt diesen Abschnitt an den obigen Vers an, um zu sagen: Ich bin immer in eurer Mitte und für alles bereit, was ihr braucht, und ihr sagt „Ist der Ewige in unserer Mitte oder nicht“? Bei eurem Leben, der Hund wird kommen und euch beißen, dann werdet ihr zu Mir rufen und wissen, wo Ich bin.
Das gleicht einem Menschen, der seinen Sohn auf seine Schulter nimmt und eine Wanderung antritt; der Sohn sieht einen Gegenstand liegen und sagt: Vater, nimm diesen Gegenstand und gib ihn mir, und er gibt ihn ihm, ebenso das zweite Mal und das dritte Mal. Da begegnen sie einem Menschen, und der Sohn sagt zu ihm: Hast du meinen Vater gesehen? Da sagt der Vater zu ihm: Weißt du nicht, wo ich bin? und wirft ihn von seinen Schultern, und ein Hund kommt und beißt ihn.
Raschi
וַיֹּ֨אמֶר מֹשֶׁ֤ה אֶל־יְהוֹשֻׁ֙עַ֙ בְּחַר־לָ֣נוּ אֲנָשִׁ֔ים וְצֵ֖א הִלָּחֵ֣ם בַּעֲמָלֵ֑ק מָחָ֗ר אָנֹכִ֤י נִצָּב֙ עַל־רֹ֣אשׁ הַגִּבְעָ֔ה וּמַטֵּ֥ה הָאֱלֹהִ֖ים בְּיָדִֽי׃
9
9
Da sagte Mosche zu Jehoschua: Wähle für uns die besten Männer aus und ziehe los, kämpfe gegen Amalek! Morgen werde ich mich auf die Spitze des Hügels stellen, den Stab G‑ttes in meiner Hand.
Wähle für uns aus: für mich und für dich. Er stellte ihn sich gleich; von hier lernten die Weisen (Awot 4:12), die Ehre deines Schülers sei dir so lieb wie die deinige.
Und woher wissen wir, dass die Ehre deines Gefährten dir gleich der Ehrfurcht vor deinem Lehrer sein soll? Weil es heißt (Bam. 12:11) וַיֹּאמֶר אַהֲרֹן אֶל מֹשֶׁה בִּי אֲדֹנִי „Aharon sprach zu Mosche, bitte, mein Herr“. War nicht Aharon älter als sein Bruder? Und doch stellte er seinen Gefährten seinem Lehrer gleich.

Und dass die Ehrfurcht vor deinem Lehrer gleich der Ehrfurcht vor dem Ewigen sei, woher wissen wir das? Weil es heißt (Bam. 11:28) אֲדֹנִי מֹשֶׁה כְּלָאֵם „Mein Herr Mosche, tilge sie“, tilge sie aus der Welt, sie verdienen den Untergang; die sich gegen dich auflehnen, sind, als hätte sie sich gegen den Ewigen aufgelehnt.
Raschi
und ziehe los, kämpfe: verlasse den Schutz der Wolke und kämpfe mit ihnen.
Raschi
Morgen, zur Zeit des Kampfes, werde ich mich stellen.
Raschi
Wähle für uns Männer aus: Helden, die die Sünde fürchten, damit ihr Verdienst ihnen beistehe.
Andere Erklärung: Wähle für uns Männer aus, die Zauberei unwirksam machen können, denn die Amalekim sind Meister der Zauberei.
Raschi
וַיַּ֣עַשׂ יְהוֹשֻׁ֗עַ כַּאֲשֶׁ֤ר אָֽמַר־לוֹ֙ מֹשֶׁ֔ה לְהִלָּחֵ֖ם בַּעֲמָלֵ֑ק וּמֹשֶׁה֙ אַהֲרֹ֣ן וְח֔וּר עָל֖וּ רֹ֥אשׁ הַגִּבְעָֽה׃
10
10
Jehoschua tat, wie ihm Mosche gesagt hatte, und kämpfte mit Amalek; Mosche, Aharon und Chur stiegen auf die Spitze des Hügels.
Mosche, Aharon und Chur
Von hier lernen wir, dass an einem Fasttag drei Personen stehen, um das Gebet zu leiten; denn sie hielten einen Fasttag ab (Mechilta).
Chur war der Sohn von Miriam, und Kalew war ihr Mann (Sota 11b).
Raschi
an einem Fasttag drei Personen stehen: An einem Fasttag stellen sich zur Rechten und Linken des Vorbeters zwei Personen und sagen mit ihm Slichot (siehe Schulchan Aruch, Orach Chaim 566:7, 619:4). Damit vereinigen sie die Verdienste von drei rechtschaffenen Personen, um der g‑ttlichen Eigenschaft des Gerichts entgegenzutreten. Dies ist heutzutage nicht mehr unser Minhag, denn die ganze Gemeinde sagt gemeinsam mit dem Vorbeter Slichot (Mischna Berura).
וְהָיָ֗ה כַּאֲשֶׁ֨ר יָרִ֥ים מֹשֶׁ֛ה יָד֖וֹ וְגָבַ֣ר יִשְׂרָאֵ֑ל וְכַאֲשֶׁ֥ר יָנִ֛יחַ יָד֖וֹ וְגָבַ֥ר עֲמָלֵֽק׃
11
11
Und sobald Mosche seine Hand in die Höhe hielt, siegte Israel, und wenn er sie sinken ließ, siegte Amalek.
Und sobald Mosche seine Hand in die Höhe hielt
Haben denn die Hände von Mosche den Krieg siegreich geführt? Wie in Rosch haSchana (29a) erklärt wird.
Raschi
Rosch haSchana 29a, Mischna] „Und sobald Mosche seine Hand in die Höhe hielt …“: Konnten denn die Hände Mosches den Krieg fördern oder den Krieg abbrechen? Vielmehr besagt es, dass wenn Israel zur Höhe schaute und sein Herz seinem Vater im Himmel unterwarf, siegten sie. Wenn aber nicht, unterlagen sie.
וִידֵ֤י מֹשֶׁה֙ כְּבֵדִ֔ים וַיִּקְחוּ־אֶ֛בֶן וַיָּשִׂ֥ימוּ תַחְתָּ֖יו וַיֵּ֣שֶׁב עָלֶ֑יהָ וְאַהֲרֹ֨ן וְח֜וּר תָּֽמְכ֣וּ בְיָדָ֗יו מִזֶּ֤ה אֶחָד֙ וּמִזֶּ֣ה אֶחָ֔ד וַיְהִ֥י יָדָ֛יו אֱמוּנָ֖ה עַד־בֹּ֥א הַשָּֽׁמֶשׁ׃
12
12
Als Mosche die Hände schwer wurden, nahmen sie einen Stein und legten ihn unter, und er setzte sich darauf. Aharon und Chur stützten seine Hände, der eine auf dieser und der andere auf der anderen Seite. So hielten seine Hände treu aus bis zum Sonnenuntergang.
Als Mosche die Hände schwer wurden
Weil er sich zu diesem Gebot nicht selbst aufraffte und einen anderen an seiner Stelle eingesetzt hatte, wurden seine Hände schwer (Mechilta).
Raschi
nahmen sie: Aharon und Chur,
einen Stein und legten ihn unter: er setzte sich aber nicht auf einen Polster oder ein Kissen, denn er sagte, Israel befindet sich in der Bedrängnis, so will auch ich an ihrer Bedrängnis Anteil nehmen (Taanit 11a).
Raschi
So hielten seine Hände treu aus
וַיְהִי יָדָיו אֱמוּנָה „seine Hände blieben treu“: Mosches Hände waren in Treue zum Himmel ausgebreitet, in treuem und aufrichtigem Gebet.
Raschi
bis zum Sonnenuntergang
Denn die Amalekim berechneten mit Astrologie die Stunden, in welcher Stunde sie siegen könnten; da ließ Mosche gegen sie die Sonne stillstehen und verwirrte die Stunden.
Raschi
וַיַּחֲלֹ֧שׁ יְהוֹשֻׁ֛עַ אֶת־עֲמָלֵ֥ק וְאֶת־עַמּ֖וֹ לְפִי־חָֽרֶב׃ (פ)
13
13
Und Jehoschua schwächte Amalek und sein Volk mit der Klinge des Schwertes.
Und Jehoschua schwächte Amalek
וַיַּחֲלֹשׁ יְהוֹשֻׁעַ אֶת עֲמָלֵק „Und Jehoschua schwächte Amalek“: er enthauptete die Starken Amaleks und ließ nur die Schwachen unter ihnen übrig; er tötete aber nicht alle, von hier entnehmen wir, dass er nach dem Ausspruch des Ewigen handelte.
Raschi
וַיֹּ֨אמֶר יְהוָ֜ה אֶל־מֹשֶׁ֗ה כְּתֹ֨ב זֹ֤את זִכָּרוֹן֙ בַּסֵּ֔פֶר וְשִׂ֖ים בְּאָזְנֵ֣י יְהוֹשֻׁ֑עַ כִּֽי־מָחֹ֤ה אֶמְחֶה֙ אֶת־זֵ֣כֶר עֲמָלֵ֔ק מִתַּ֖חַת הַשָּׁמָֽיִם׃
14
14
Der Ewige sagte zu Mosche: Schreibe das zum Gedenken in ein Buch und teile Jehoschua mit, dass Ich das Andenken Amaleks auslöschen werde, so weit der Himmel reicht.
Schreibe das zum Gedenken auf: dass Amalek vor allen Völkern kam, Israel anzugreifen.
Raschi
teile Jehoschua mit
וְשִׂים בְּאָזְנֵי יְהוֹשֻׁעַ, wörtl. lege es Jehoschua ins Ohr.
teile Jehoschua mit: weil er Israel ins Land bringt, dass er Israel befehle, an Amalek Vergeltung zu üben. Hier wurde Mosche angedeutet, dass Jehoschua das Volk Israel ins Land bringen würde.
Raschi
teile Jehoschua mit
וְשִׂים בְּאָזְנֵי יְהוֹשֻׁעַ, wörtl. lege es in die Ohren Jehoschuas. Mosche soll Jehoschua diesen Abschnitt über das Auslöschen von Amalek aus der Torah vorlesen; denn wir finden, dass Joaw ben Zeruja irrte und זָכָר עמלק las („die Männlichen von Amalek“ statt richtig זֵכֶר „das Gedenken an Amalek lösche aus“) und in Folge die Frauen am Leben ließ. G‑tt befahl Mosche hier, den g‑ttlichen Befehl vorzulesen („lege es in die Ohren Jehoschuas“), um einen Irrtum zu vermeiden.
Gaon von Wilna
dass Ich auslöschen werde: darum befehle Ich dir das, weil Ich ihn auslöschen will.
Raschi
וַיִּ֥בֶן מֹשֶׁ֖ה מִזְבֵּ֑חַ וַיִּקְרָ֥א שְׁמ֖וֹ יְהוָ֥ה ׀ נִסִּֽי׃
15
15
Da baute Mosche einen Altar und nannte ihn: Der Ewige tat ein Wunder!
nannte ihn: den Altar.
Raschi
Der Ewige tat ein Wunder: der Ewige tat uns hier ein Wunder. Nicht, dass der Altar „Ewiger“ genannt wurde, sondern: wer den Namen des Altars erwähnt, gedenkt des Wunders, das der Ewige uns getan hat.
Raschi
וַיֹּ֗אמֶר כִּֽי־יָד֙ עַל־כֵּ֣ס יָ֔הּ מִלְחָמָ֥ה לַיהוָ֖ה בַּֽעֲמָלֵ֑ק מִדֹּ֖ר דֹּֽר׃ (פ)
16
16
Und er sagte: Die Hand G‑ttes ist zum Thron G‑ttes erhoben, dass G‑tt ewigen Krieg gegen Amalek führen wird von Generation zu Generation!
Und er sagte: Mosche.
Raschi
Thron: prunkvoller Sessel eines Königs.
die Hand ist zum Thron G‑ttes erhoben: die Hand des Ewigen ist erhoben, um bei Seinem Thron zu schwören, dass Er einen ewigen Kampf und zornigen Sinn gegen Amalek haben werde. Und warum steht כֵּס und nicht כִּסֵּא, und auch vom Namen des Ewigen steht nur die Hälfte, יָהּ? Der Ewige schwur, dass Sein Name nicht ganz und sein Thron nicht ganz sein würde, bis der Name Amaleks völlig ausgelöscht sei. Wenn dessen Name ausgelöscht sein wird, dann wird der Name des Ewigen ganz und der Thron ganz sein. So steht (Teh. 9:7) הָאוֹיֵב תַּמּוּ חֳרָבוֹת לָנֶצַח „Feind, die ewigen Verwüstungen hören auf“ – das ist Amalek, bei dem geschrieben steht (Am. 1:11) וְעֶבְרָתוֹ שְׁמָרָה נֶצַח „sein Zorn bewahrte ewig auf“ –, (Teh. dort) וְעָרִים נָתַשְׁתָּ אָבַד זִכְרָם הֵמָּה „und die Städte, die du verlassen hast, ihr Andenken ist verschwunden“. Was sagt der Vers weiter? וַה׳ לְעוֹלָם יֵשֵׁב „Und der Ewige thront für immer“: dann ist Sein Name ganz; כּוֹנֵן לַמִּשְׁפָּט כִּסְאוֹ „gründet auf Recht Seinen Thron“: dann ist Sein Thron ganz.
Raschi