Der tägliche Chumasch-Abschnitt

24. Schwat 5787

Montag, 1. Februar 2027

Heute

Mischpatim

2. Alija

(Schemot 21:20 – 22:3)

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וְכִֽי־יַכֶּה֩ אִ֨ישׁ אֶת־עַבְדּ֜וֹ א֤וֹ אֶת־אֲמָתוֹ֙ בַּשֵּׁ֔בֶט וּמֵ֖ת תַּ֣חַת יָד֑וֹ נָקֹ֖ם יִנָּקֵֽם׃
20
20
Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, und er stirbt unter seiner Hand, dann soll er gerächt werden.
Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt
Vom kna’anischen Sklaven spricht der Vers. Oder vielleicht nicht, sondern vom hebräischen Sklaven? Darum steht im nächsten Vers כִּי כַסְפּוֹ הוּא „denn er ist sein Eigentum“. Wie ihm sein Geld für immer gehört, so spricht man auch von einem Sklaven, der ihm für immer gehört.
Auch dieser war in der Regel enthalten (Vers 12) מַכֵּה אִישׁ וָמֵת „wer einen anderen schlägt, dass er stirbt“. Doch kommt unser Vers und nimmt ihn aus dieser Regel heraus, dass auf ihn die Vorschrift von „einem bis zwei Tagen“ angewandt werde. Wenn er nämlich nicht unter seiner Hand stirbt und noch 24 Stunden lebt, so ist sein Herr frei.
Raschi
mit dem Stock
Davon, dass dieser geeignet war, zu töten, spricht der Vers. Oder vielleicht nicht, sondern auch, wenn er nicht zum Töten geeignet war? Darum steht (Bam. 35:17) וְאִם בְּאֶבֶן יָד אֲשֶׁר יָמוּת בָּהּ הִכָּהוּ „wenn er ihn mit einem handgroßen Stein, durch den er sterben konnte, geschlagen hat“.
Raschi
unter seiner Hand
תַּחַת יָדוֹ im Sinn von רְשׁוּתוֹ, unter seiner Verantwortung. [Mechilta]
תַּחַת יָדוֹ bedeutet: innerhalb von 24 Stunden.
Ralbag, Rabbenu Meyuchas
dann soll er gerächt werden: durch Hinrichtung mit dem Schwert. Woher wissen wir, dass der Ausdruck נָקֹם יִנָּקֵם sich auf Hinrichtung mit dem Schwert bezieht? Aus dem Vers (Waj. 26:25) חֶרֶב נוֹקֶמֶת נְקַם בְּרִית „das Schwert, das die Rache des Bundes vollzieht“ (Sanhedrin 52b).
Raschi
אַ֥ךְ אִם־י֛וֹם א֥וֹ יוֹמַ֖יִם יַעֲמֹ֑ד לֹ֣א יֻקַּ֔ם כִּ֥י כַסְפּ֖וֹ הֽוּא׃ (ס)
21
21
Wenn er aber noch einen Tag oder zwei Tage lebt, dann soll er nicht gerächt werden; denn er ist sein Eigentum.
Wenn er aber noch einen Tag oder zwei Tage lebt, dann soll er nicht gerächt werden
Wenn er bei einem Tag frei ist, bei zwei Tagen doch umso mehr (כָּל שֶׁכֵּן)? Nur, es bedeutet, ein Tag, der gleich zwei Tagen ist, und was ist das? 24 Stunden (מֵעֵת לְעֵת), die am ersten Tag beginnen und am folgenden aufhören.
Raschi
soll er nicht gerächt werden, denn er ist sein Eigentum
Wenn ihn aber ein anderer geschlagen hat, ist er schuldig, wenn er auch noch 24 Stunden gelebt hat, bevor er starb.
Raschi
וְכִֽי־יִנָּצ֣וּ אֲנָשִׁ֗ים וְנָ֨גְפ֜וּ אִשָּׁ֤ה הָרָה֙ וְיָצְא֣וּ יְלָדֶ֔יהָ וְלֹ֥א יִהְיֶ֖ה אָס֑וֹן עָנ֣וֹשׁ יֵעָנֵ֗שׁ כַּֽאֲשֶׁ֨ר יָשִׁ֤ית עָלָיו֙ בַּ֣עַל הָֽאִשָּׁ֔ה וְנָתַ֖ן בִּפְלִלִֽים׃
22
22
Wenn Männer streiten und eine schwangere Frau stoßen, sodass ihre Kinder den Mutterleib verlassen, aber kein Todesfall an der Frau selbst eintritt, dann soll es mit Geld gestraft werden, wenn der Ehemann der geschädigten Frau bei Gericht fordert, dass dem Schuldigen eine Geldstrafe auferlegt werde; und der Schuldige muss den Schadenersatz auf Weisung des Gerichts geben.
Wenn Männer streiten: miteinander, und einer den anderen schlagen wollte und eine Frau traf.
Raschi
stoßen
וְנָגְפוּ; das Wort נְגִיפָה bedeutet überall „stoßen“ und „schlagen“. Wie (Teh. 91:12) פֶּן תִּגּוֹף בָּאֶבֶן רַגְלֶךָ „dass sich dein Fuß nicht an einem Stein stoße“; (Jirm. 13:16) וּבְטֶרֶם יִתְנַגְּפוּ רַגְלֵיכֶם „bevor sich eure Füße stoßen“; (Jesch. 8:14) וּלְאֶבֶן נֶגֶף „zum Stein des Anstoßes“.
Raschi
sodass ihre Kinder den Mutterleib verlassen: und sterben; eine Fehlgeburt.
Rabbi Awraham, Sohn des Rambam
kein Todesfall eintritt: an der Frau selbst.
Raschi
kein Todesfall eintritt
וְלֹא יִהְיֶה אָסוֹן bedeutet: die Frau selbst stirbt nicht.
Targum Onkelos
soll es gestraft werden
עָנוֹשׁ יֵעָנֵשׁ „soll es gestraft werden“: dem Mann den Wert der Kinder zu zahlen. Man schätzt die Frau ab, wieviel sie wert ist, auf dem Markt verkauft zu werden, und erhöht ihren Wert aufgrund der Schwangerschaft.
Raschi
soll es gestraft werden: man hebe das Geld von ihm ein; wie (Dew. 22:19) וְעָנְשׁוּ אוֹתוֹ מֵאָה כֶסֶף „man strafe ihn 100 Silberstücke“.
Raschi
so viel der Ehemann der Frau festlegt: wenn der Ehemann durch das Gericht fordert, dass man dem Täter eine Geldstrafe auferlegt.
Raschi
und er, der geschlagen hat, muss geben, den Wert der Kinder.
Raschi
auf Weisung des Gerichts
בִּפְלִלִים bedeutet: nach dem Urteil der Richter.
Raschi
וְאִם־אָס֖וֹן יִהְיֶ֑ה וְנָתַתָּ֥ה נֶ֖פֶשׁ תַּ֥חַת נָֽפֶשׁ׃
23
23
Ist aber an der Frau selbst ein Todesfall eingetreten, dann sollst du den Lebensersatz für Leben geben.
Ist aber ein Todesfall eingetreten: an der Frau selbst. [Sie wird tödlich getroffen, während die zwei Männer sich bekämpfen].
Raschi
dann sollst du den Lebensersatz für Leben geben
וְנָתַתָּה נֶפֶשׁ תַּחַת נָפֶשׁ „dann sollst du Leben um Leben geben“. Unsere Lehrer sind darüber verschiedener Ansicht. Manche sagen נֶפֶשׁ מַמָּשׁ, buchstäblich „Leben“. Manche sagen מָמוֹן, Geld und nicht wörtlich Leben. Denn wenn einer die Absicht hatte, den einen zu töten, und einen anderen tötete, so ist er frei von Todesstrafe und zahlt den Erben den Wert, wie er auf dem Markt verkauft worden wäre.
Raschi
sollst du den Lebensersatz für Leben geben: Schadenersatz zahlen.
עַ֚יִן תַּ֣חַת עַ֔יִן שֵׁ֖ן תַּ֣חַת שֵׁ֑ן יָ֚ד תַּ֣חַת יָ֔ד רֶ֖גֶל תַּ֥חַת רָֽגֶל׃
24
24
Augenersatz für das Auge, Zahnersatz für den Zahn, Handersatz für die Hand, Fußersatz für den Fuß.
Augenersatz für das Auge
Hat er den Anderen blind gemacht auf einem Auge, zahlt er ihm den Wert seines Auges. Wie kann man den Wert feststellen? Man stellt sich vor, dass der verletzte Mensch auf dem Markt verkauft würde – wieviel würde man für ihn mit voller Sehkraft zahlen, und wieviel mit einem blinden Auge? Und so in allen diesen Fällen; aber nicht, dass man dem Täter tatsächlich das Auge nimmt. So erklären unsere Lehrer im Abschnitt ›HaChowel‹ (Bawa Kama 84a).
Raschi
für das Auge
Im Vers steht תַּחַת עַיִן, wörtlich „unter dem Auge“. Das Wort für „Auge“ im Hebräischen ist עַיִן (Ayin-Jud-Nun). Welche Buchstaben kommen „unter“, das heißt nach diesen Buchstaben, im hebräischen Alphabet?

Nach dem Buchstaben ע (Ayin) – kommt פ (Peh).

Nach dem Buchstaben י (Jud) – kommt כ (Chaf).

Nach dem Buchstaben נ (Nun) – kommt ס (Samech)


Zusammen ergeben diese drei neuen Buchstaben כֶּסֶף „Geld“. So bedeutet dieser Vers: wer עַיִן, das Auge des Anderen verletzt hat, gebe תַּחַת עַיִן, also Geld als Schadenersatz.
Gaon von Wilna
כְּוִיָּה֙ תַּ֣חַת כְּוִיָּ֔ה פֶּ֖צַע תַּ֣חַת פָּ֑צַע חַבּוּרָ֕ה תַּ֖חַת חַבּוּרָֽה׃ (ס)
25
25
Brandwundenersatz für die Brandwunde, Wundersatz für die Wunde, Beulenersatz für die Beule.
Brandwunde
כְּוִיָּה ist eine Wunde durch Feuer. Bis jetzt sprachen die Verse von Verletzungen, die mit einer Verminderung des Wertes verbunden sind; und jetzt geht es um Fälle, wenn keine Verminderung des Wertes entstanden ist, sondern nur ein Schmerz. Wenn er ihn zum Beispiel mit einem glühenden Eisen auf seinen Nägeln gebrannt hat, schätzt man ab: Wieviel würde ein Mensch fordern, um einen solchen Schmerz zu erleiden? (Bawa Kama 84a)
Raschi
Wunde
פֶּצַע ist eine Verletzung, aus der Blut kommt, wenn er ihm das Fleisch verletzt hat. Auf Französisch navredure. Es kommt ganz darauf an, wie sich die Sache verhält: wenn eine Verminderung des Wertes eingetreten ist, gebe er ihm Schadenersatz. Wenn er aufs Lager gefallen ist, gibt er ihm Verdienstentgang (שֶׁבֶת), Heilung (רִפּוּי), Beschämung (בֹשֶׁת) und Schmerzensgeld (צַעַר).
Dieser Vers scheint übrig zu sein. Im Abschnitt ›HaChowel‹ (Bawa Kama 84) haben ihn unsere Lehrer so erklärt, dass man ihn zu Schmerzensgeld verpflichte außerdem, dass er Schadenersatz zu leisten hat. Wenn er ihm auch den Wert seiner Hand ersetzt hat, befreit man ihn doch nicht von Schmerzensgeld, dass man sage, weil er seine Hand erworben hat, dürfe er sie abschneiden, auf welche Weise er wolle. Sondern man sagt, er hätte sie auch durch ein Gift abnehmen können, wodurch er nicht solche Schmerzen gelitten hätte, während er sie ihm durch Eisen abgenomen und ihm Schmerzen bereitet hat.
Raschi
Beule
חַבּוּרָה „Beule“ ist ein Schlag, durch den das Blut gerinnt, aber nicht austritt. Sondern das Fleisch ist an der Stelle nur gerötet. Das Wort חַבּוּרָה heißt auf Französisch taje, „Flecken“. Wie im Vers (Jirm. 13:23) וְנָמֵר חֲבַרְבֻּרוֹתָיו „und der Leopard seine Flecken“; der Targum sagt מַשְׁקוֹפִי, das heißt Schlag. Auf Französisch batdure, „Hieb“: Ebenso (Ber. 41:6) שְׁדוּפוֹת קָדִים „ausgedroschen vom Ostwind“, übersetzt der Targum als שְׁקִיפָן קִדּוּם. Ebenso הַמַּשְׁקוֹף „Oberschwelle“ (Schem. 12:7), weil die Tür daran schlägt.
Raschi
וְכִֽי־יַכֶּ֨ה אִ֜ישׁ אֶת־עֵ֥ין עַבְדּ֛וֹ אֽוֹ־אֶת־עֵ֥ין אֲמָת֖וֹ וְשִֽׁחֲתָ֑הּ לַֽחָפְשִׁ֥י יְשַׁלְּחֶ֖נּוּ תַּ֥חַת עֵינֽוֹ׃ (ס)
26
26
Wenn jemand seinem Sklaven oder seiner Sklavin ins Auge schlägt und es zerstört, dann soll er ihn frei entlassen für sein Auge.
seinem Sklaven ins Auge schlägt: dem kna’anischen Sklaven; aber der hebräische Sklave wird nicht frei wegen des Zahnes und Auges, wie wir gesagt haben (zuvor, Vers 7) לֹא תֵצֵא כְּצֵאת הָעֲבָדִים „dann soll sie nicht entlassen werden, wie die Sklaven entlassen werden“.
Raschi
für sein Auge: und ebenso für die 24 Spitzen der Glieder, der Finger und der Zehen, der Ohren, der Nase und die Spitze des männlichen Glieds. Warum stehen aber „Zahn“ und „Auge“? Wenn „Auge“ stehen würde und nicht Zahn, so hätte ich gesagt, wie das Auge mitgeboren ist, so nur bei dem, was mitgeboren ist; der Zahn aber ist nicht mitgeboren. Und wenn „Zahn“ stehen würde und nicht Auge, so hätte ich gesagt, sogar ein Kinderzahn, der wieder nachwächst, darum steht Auge.
Raschi
וְאִם־שֵׁ֥ן עַבְדּ֛וֹ אֽוֹ־שֵׁ֥ן אֲמָת֖וֹ יַפִּ֑יל לַֽחָפְשִׁ֥י יְשַׁלְּחֶ֖נּוּ תַּ֥חַת שִׁנּֽוֹ׃ (פ)
27
27
Und wenn er seinem Sklaven oder seiner Sklavin einen Zahn ausschlägt, dann soll er ihn frei entlassen für seinen Zahn.
וְכִֽי־יִגַּ֨ח שׁ֥וֹר אֶת־אִ֛ישׁ א֥וֹ אֶת־אִשָּׁ֖ה וָמֵ֑ת סָק֨וֹל יִסָּקֵ֜ל הַשּׁ֗וֹר וְלֹ֤א יֵאָכֵל֙ אֶת־בְּשָׂר֔וֹ וּבַ֥עַל הַשּׁ֖וֹר נָקִֽי׃
28
28
Wenn ein Ochse einen Mann oder eine Frau stößt, sodass sie sterben, dann soll der Ochse gesteinigt werden, und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; der Eigentümer des Ochsen ist frei.
Wenn ein Ochse stößt
Es ist gleich, ob es ein Ochse oder sonst irgendein zahmes Tier (בְּהֵמָה), Wild (חַיָּה) oder Vogel (עוֹף) ist, nur spricht der Vers von dem, was gewöhnlich vorkommt (Bawa Kama 54b).
Raschi
und sein Fleisch darf nicht gegessen werden
Weiß ich denn nicht aus dem Sinn der Worte „soll der Ochse gesteinigt werden“, dass er Newela ist, und Newela darf doch nicht gegessen werden? Was lehrt uns „sein Fleisch darf nicht gegessen werden“? Sogar wenn er ihn geschächtet hätte, nachdem sein Urteil gefällt war, darf er nicht gegessen werden.
Woher weiß ich, dass auch sein Nutzen verboten ist (אִיסּוּר הֲנָאָה)? Darum steht וּבַעַל הַשּׁוֹר נָקִי, im Sinn von „der Besitzer des Ochsen geht leer aus“, wie wenn einer zum anderen sagt: Der und der ist von seinem Vermögen leer ausgegangen (נָקִי מִנְּכָסָיו) und hat keinen Nutzen mehr davon (Bawa Kama 41a).

Der einfache Sinn ist wie die wörtliche Bedeutung; weil beim stoßenden Ochsen steht (Vers 29) וְגַם בְּעָלָיו יוּמָת „und auch sein Eigentümer ist todesschuldig“, muss der Vers beim zahmen Ochsen sagen וּבַעַל הַשּׁוֹר נָקִי „der Eigentümer des Ochsen ist frei“.
Raschi
Newela: hebr. נְבֵלָה „Aas“, nicht vorschriftmäßig geschächtetes Tier.
וְאִ֡ם שׁוֹר֩ נַגָּ֨ח ה֜וּא מִתְּמֹ֣ל שִׁלְשֹׁ֗ם וְהוּעַ֤ד בִּבְעָלָיו֙ וְלֹ֣א יִשְׁמְרֶ֔נּוּ וְהֵמִ֥ית אִ֖ישׁ א֣וֹ אִשָּׁ֑ה הַשּׁוֹר֙ יִסָּקֵ֔ל וְגַם־בְּעָלָ֖יו יוּמָֽת׃
29
29
Falls aber der Ochse schon zuvor Menschen gestoßen hat, und man hatte den Eigentümer gewarnt, er aber hatte den gefährlichen Ochsen nicht bewacht, und der Ochse tötet einen Mann oder eine Frau, dann soll der Ochse gesteinigt werden, und auch sein Eigentümer wird getötet.
schon zuvor
מִתְּמוֹל שִׁלְשׁוֹם, wörtl. seit gestern und vorgestern: das sind drei Stöße.
Raschi
man hatte den Eigentümer gewarnt
וְהוּעַד בִּבְעָלָיו bedeutet Verwarnung durch Zeugen; wie (Ber. 43:3) הָעֵד הֵעִד בָּנוּ הָאִישׁ „der Mann hat uns verwarnt“ (Bawa Kama 24a).
Raschi
und der Ochse tötet einen Mann
Weil steht כִּי יִגַּח „wenn stößt“ wüsste ich nur, wenn er ihn durch einen Stoß getötet hat. Hat er ihn aber durch Beißen, Drücken, Treten getötet, woher weiß ich es? Darum steht hier nur וְהֵמִית „und er tötet“.
Raschi
und auch sein Eigentümer wird getötet: von dem himmlischen Gericht (בִּידֵי שָׁמָיִם). Ich hätte meinen können, auch durch Menschen, darum steht (Bam. 25:16) מוֹת יוּמַת הַמַּכֶּה רוֹצֵחַ הוּא „getötet werde, der geschlagen hat, er ist ein Mörder“. Wenn er selbst gemordet hat, töte ihn, aber töte ihn nicht für den Mord seines Ochsen (Sanhedrin 15b).
Raschi
אִם־כֹּ֖פֶר יוּשַׁ֣ת עָלָ֑יו וְנָתַן֙ פִּדְיֹ֣ן נַפְשׁ֔וֹ כְּכֹ֥ל אֲשֶׁר־יוּשַׁ֖ת עָלָֽיו׃
30
30
Wenn ihm ein Sühnegeld auferlegt wird, dann gebe er das Lösegeld für seine Person, genau so viel, wie ihm auferlegt wird.
Wenn ihm ein Sühnegeld auferlegt wird
אִם כֹּפֶר יוּשַׁת עָלָיו „Wenn ihm ein Sühnegeld auferlegt wird“: dieses אִם ist keine Bedingung, sondern es ist wie (Schem. 22:24) אִם כֶּסֶף תַּלְוֶה „wenn du Geld leihst“, mit der Bedeutung אֲשֶׁר „sobald“; so ist das Recht für ihn, dass ihm das Gericht ein Sühnegeld auferlegt.
Raschi
gebe er das Lösegeld für seine Person
Den Wert des Geschädigten, sagt R. Ischmael; den Wert des Schädigers, sagt R. Akiwa.
Raschi
אוֹ־בֵ֥ן יִגָּ֖ח אוֹ־בַ֣ת יִגָּ֑ח כַּמִּשְׁפָּ֥ט הַזֶּ֖ה יֵעָ֥שֶׂה לּֽוֹ׃
31
31
Wenn der Ochse einen Buben stößt oder ein Mädchen stößt, dann soll ihm nach diesem Recht geschehen.
einen Buben: der noch ein Kind ist.
Raschi
oder ein Mädchen: das noch ein Kind ist. Weil steht (zuvor, Vers 29) וְהֵמִית אִישׁ אוֹ אִשָּׁה „und er tötet einen Mann oder eine Frau“, hätte ich meinen können, dass er nur beim Tod eines Großjährigen schuldig sei. Darum heißt es אוֹ בֵן יִגָּח „wenn er einen Buben stößt“, um ihn beim Tod von Kindern wie bei Großjährigen schuldig zu machen.
Raschi
אִם־עֶ֛בֶד יִגַּ֥ח הַשּׁ֖וֹר א֣וֹ אָמָ֑ה כֶּ֣סֶף ׀ שְׁלֹשִׁ֣ים שְׁקָלִ֗ים יִתֵּן֙ לַֽאדֹנָ֔יו וְהַשּׁ֖וֹר יִסָּקֵֽל׃ (ס)
32
32
Wenn der Ochse einen kna‘anischen Sklaven oder eine Sklavin stößt, dann sollen ihrem Herren dreißig Schekel Silber gegeben werden, und der Ochse soll gesteinigt werden.
einen Sklaven oder eine Sklavin: kna’anische.
Raschi
dreißig Schekel: das ist eine Bestimmung der Torah (גְּזֵרַת הַכָּתוּב), ob er 1.000 Sus wert ist, oder ob er nur einen Denar wert ist. Der Schekel wiegt 4 Gulden, das ist eine halbe Unze nach dem richtigen Gewicht von Köln.
Raschi
וְכִֽי־יִפְתַּ֨ח אִ֜ישׁ בּ֗וֹר א֠וֹ כִּֽי־יִכְרֶ֥ה אִ֛ישׁ בֹּ֖ר וְלֹ֣א יְכַסֶּ֑נּוּ וְנָֽפַל־שָׁ֥מָּה שּׁ֖וֹר א֥וֹ חֲמֽוֹר׃
33
33
Wenn jemand eine Grube öffnet, oder wenn jemand eine Grube gräbt und sie nicht abdeckt, und es fällt ein Ochse oder ein Esel hinein,
Wenn jemand eine Grube öffnet: die zugedeckt war, und er hat sie aufgedeckt.
Raschi
wenn jemand eine Grub gräbt
Warum steht das? Wenn er auf das Aufdecken schuldig ist, um so mehr auf das Graben? Nur, um hinzuzufügen, dass wer weitergräbt, nachdem einer zuerst gegraben hat, auch schuldig ist (Bawa Kama 51a).
Raschi
und sie nicht abdeckt
Wenn er sie aber zudeckt, ist er frei. Von einem, der auf der Straße gräbt, spricht der Vers (Bawa Kama 49b).
Raschi
ein Ochse oder ein Esel
Ebenso irgendein anderes zahmes Tier (בְּהֵמָה) oder Wild (חַיָּה). Denn überall, wo Ochse oder Esel steht, lernen wir ״שׁוֹר״-״שׁוֹר״ vom Schabbat heraus: dort heißt es לְמַעַן יָנוּחַ שׁוֹרְךָ וַחֲמוֹרֶךָ „damit dein Ochse und dein Esel ruhe“ (Schem. 23:12). So wie dort jedes zahme Tier und Wild dem Ochsen gleich ist, da an anderer Stelle steht וְכָל בְּהֶמְתֶּךָ „und all dein Vieh“ (Dew. 5:14), so ist auch hier alles Vieh und Wild dem Ochsen gleich. Und Ochse und Esel steht nur darum, damit man den Schluss zieht: ein Ochse und nicht ein Mensch, ein Esel und nicht Geräte (כֵלִים).
Raschi
בַּ֤עַל הַבּוֹר֙ יְשַׁלֵּ֔ם כֶּ֖סֶף יָשִׁ֣יב לִבְעָלָ֑יו וְהַמֵּ֖ת יִֽהְיֶה־לּֽוֹ׃ (ס)
34
34
dann muss der Verantwortliche der Grube zahlen; Geld für das verunglückte Tier muss er dem Eigentümer erstatten, und das tote Tier gehört ihm.
der Verantwortliche der Grube
בַּעַל הַבּוֹר „Besitzer der Grube“ im Sinn von בַּעַל הַתַּקָּלָה, Veranlasser des Schadens. Obwohl ihm die Grube nicht gehört, weil er sie auf der Straße gemacht hat, macht ihn der Vers zu ihrem Besitzer, dass er für die Schäden haftet (Bawa Kama 29b).
Raschi
erstatten
יָשִׁיב fügt Geldwert hinzu, sogar Kleie als Zahlungsmittel (Bawa Kama 7a).
Raschi
und das tote Tier gehört ihm: dem Geschädigten. Man schätzt das tote Tier ab, und er muss es in Zahlung nehmen und der Schädiger zahlt bis zum vollen Schadenersatz dazu (Bawa Kama 10b).
Raschi
וְכִֽי־יִגֹּ֧ף שֽׁוֹר־אִ֛ישׁ אֶת־שׁ֥וֹר רֵעֵ֖הוּ וָמֵ֑ת וּמָ֨כְר֜וּ אֶת־הַשּׁ֤וֹר הַחַי֙ וְחָצ֣וּ אֶת־כַּסְפּ֔וֹ וְגַ֥ם אֶת־הַמֵּ֖ת יֶֽחֱצֽוּן׃
35
35
Wenn der Ochse eines Menschen den Ochsen eines Anderen stößt, sodass das Tier stirbt, dann sollen sie den lebenden Ochsen verkaufen und das Geld dafür unter sich teilen, und auch den toten Ochsen sollen sie unter sich teilen.
stößt
יִגֹּף bedeutet „stößt“, sei es mit den Hörnern, sei es mit dem Körper, sei es mit dem Fuß, alles ist in נְגִיפָה enthalten; נְגִיפָה bedeutet „Schlag“.
Raschi
der Ochse eines Menschen
שׁוֹר אִישׁ bedeutet so viel wie שׁוֹר שֶׁל אִישׁ.
Raschi
sollen sie den lebenden Ochsen verkaufen
Von zwei gleichen spricht der Vers: ein Ochse, der 200 wert ist, hat einen Ochsen getötet, der ebenfalls 200 wert ist. Ob nun das tote Tier viel oder wenig wert ist, sobald der eine die Hälfte des lebenden Tieres und die Hälfte des toten Tieres nimmt, und ebenso der andere die Hälfte des lebenden und die Hälfte des toten, findet sich, dass jeder die Hälfte des Schadens trägt, den der Tod verursacht hat. Daraus lernen wir, dass er beim zahmen Ochsen (שׁוֹר תָּם) die Hälfte des Schadens bezahlt. Denn von den gleichen kannst du für nicht-gleiche entnehmen, dass für den zahmen die Vorschrift gilt, den halben Schaden zu zahlen, nicht weniger und nicht mehr.
Oder ich hätte meinen können, auch wenn sie, als sie beide lebten, an Wert nicht gleich waren, sagt der Vers, sie sollen beide teilen? Wenn du so sagen würdest, so würde in manchen Fällen der Schädiger noch viel gewinnen. Wenn nämlich das tote Tier, um an Nichtjuden verkauft zu werden, viel mehr wert wäre, als der Wert des Ochsen des Schädigers beträgt. Es ist aber nicht möglich, dass der Vers sagt, der Schädiger soll noch Gewinn davon haben. Oder in manchen Fällen würde der Geschädigte viel mehr als den Betrag des ganzen Schadens erhalten: wenn nämlich der halbe Wert des Ochsen des Schädigers mehr betragen würde als der ganze Wert des Ochsen des Geschädigten.

Wenn du aber so sagst, so wäre die Vorschrift für den zahmen Ochsen (שׁוֹר תָּם) strenger als die für den aggressiven Ochsen (שׁוֹר שֶׁנָּגַח). Notwendigerweise spricht also der Vers nur von gleichen und lehrt dich, dass der zahme den halben Schaden bezahlt. Und von den gleichen kannst du auf nicht-gleiche schließen. Demjenigen, dem der halbe Schaden ersetzt wird, schätzt man das tote Tier ab, und von dem, was es durch den Tod an Wert verloren hat, erhält er die Hälfte für seinen Schaden und muss damit zufrieden sein.

Warum wendet aber der Vers diesen Ausdruck an [וְחָצוּ אֶת כַּסְפּוֹ וְגַם אֶת הַמֵּת יֶחֱצוּן „sie teilen das Geld dafür und auch den toten Ochsen sollen sie unter sich teilen“] und sagt nicht יְשַׁלֵּם חֶצְיוֹ, [wenn der zahme Ochse stößt,] „zahle der Eigentümer die Hälfte“? Um zu lehren, dass für den zahmen nur mit ihm selbst bezahlt wird. Hätte er gestoßen und wäre gestorben, so erhält der Geschädigte nur das tote Tier. Und wenn das den halben Schaden nicht erreicht, so verliert er den Rest. Oder wenn ein Ochse, der nur eine Mana (מָנֶה) wert ist, einen Ochsen gestoßen hat, der 500 Sus [d.h. 5 Mana] wert war, erhält er nur den Ochsen. Denn der zahme ist nicht so weit schuldig, dass er seinen Besitzer belastet, mit seinem übrigen Vermögen zu bezahlen.
Raschi
א֣וֹ נוֹדַ֗ע כִּ֠י שׁ֣וֹר נַגָּ֥ח הוּא֙ מִתְּמ֣וֹל שִׁלְשֹׁ֔ם וְלֹ֥א יִשְׁמְרֶ֖נּוּ בְּעָלָ֑יו שַׁלֵּ֨ם יְשַׁלֵּ֥ם שׁוֹר֙ תַּ֣חַת הַשּׁ֔וֹר וְהַמֵּ֖ת יִֽהְיֶה־לּֽוֹ׃ (ס)
36
36
Wenn bekannt ist, dass der Ochse schon zuvor aggressiv war und gestoßen hat, aber der Eigentümer hatte ihn nicht bewacht, dann soll er ihm für den toten çOchsen einen Ochsen bezahlen, und das tote Tier gehört ihm.
zuvor: wörtl. seit gestern und vorgestern.
Wenn bekannt ist
Oder er war nicht zahm, sondern es ist bekannt, dass er ein stoßender Ochse ist: heute, „gestern und vorgestern“, das sind drei Stöße.
Raschi
muss er einen Ochsen bezahlen: den ganzen Schaden.
Raschi
und das tote Tier gehört ihm: dem Geschädigten, und dazu ergänze der Schädiger, bis dem Geschädigten der ganze Schaden ersetzt ist (Bawa Kama 10b).
Raschi
כִּ֤י יִגְנֹֽב־אִישׁ֙ שׁ֣וֹר אוֹ־שֶׂ֔ה וּטְבָח֖וֹ א֣וֹ מְכָר֑וֹ חֲמִשָּׁ֣ה בָקָ֗ר יְשַׁלֵּם֙ תַּ֣חַת הַשּׁ֔וֹר וְאַרְבַּע־צֹ֖אן תַּ֥חַת הַשֶּֽׂה׃
37
37
Wenn jemand einen Ochsen oder ein Lamm stiehlt und es schlachtet oder verkauft, dann soll er fünf Rinder für den Ochsen bezahlen und vier Schafe für das Lamm.
fünf Rinder
Rabbi Jochanan ben Sakai sagt, der Ewige schont die Ehre der Geschöpfe. Ein Ochse geht selbst, und der Dieb hat sich nicht erniedrigt, ihn auf seiner Schulter zu tragen, darum zahle er fünf. Für ein Lamm aber, das er auf der Schulter trug, zahle er nur vier, weil er sich damit erniedrigt hat.
Rabbi Meier sagt, komm und sieh, wie groß die Bedeutung der Arbeit ist. Bei einem Ochsen, wo er den Besitzer in der Arbeit stört, fünf, bei einem Lamm, wo er ihn nicht in der Arbeit stört, vier (Bawa Kama 79b).
Raschi
für den Ochsen … für das Lamm
Der Vers wiederholt sie, um zu sagen, dass die Bestimmung, vier oder fünf zu zahlen, nur beim Ochsen und Lamm allein gilt (Bawa Mezia 67b).
Raschi
אִם־בַּמַּחְתֶּ֛רֶת יִמָּצֵ֥א הַגַּנָּ֖ב וְהֻכָּ֣ה וָמֵ֑ת אֵ֥ין ל֖וֹ דָּמִֽים׃
1
1
Wenn beim Einbruch der Dieb angetroffen wird, und er wird so stark geschlagen, dass er stirbt, dann ist seinetwegen keine Blutschuld.
Wenn beim Einbruch: während er ins Haus einbricht (Sanhedrin 72a).
Raschi
ist seinetwegen keine Blutschuld: ist das kein Mord. Denn er ist so, als wäre er schon vorher tot gewesen. Hier lehrt dich die Torah, wenn einer ansetzt dich zu töten, so komme ihm zuvor und töte ihn. Denn dieser kommt, dich zu töten; er weiß, dass ein Mensch nicht ruhig stehenbleibt und zusieht, wie man sein Vermögen wegnimmt, und schweigt; darum ist er mit der Absicht gekommen, sollte sich der Besitzer des Vermögens ihm entgegenstellen, ihn zu töten (Sanhedrin 72a).
Raschi
אִם־זָרְחָ֥ה הַשֶּׁ֛מֶשׁ עָלָ֖יו דָּמִ֣ים ל֑וֹ שַׁלֵּ֣ם יְשַׁלֵּ֔ם אִם־אֵ֣ין ל֔וֹ וְנִמְכַּ֖ר בִּגְנֵבָתֽוֹ׃
2
2
Wenn aber die Sonne über ihm aufgegangen ist, dann ist seinetwegen Blutschuld. Der Dieb muss bezahlen; wenn er nichts hat, dann soll er verkauft werden wegen seines Diebstahls.
Wenn aber die Sonne über ihm aufgegangen ist
Das ist nur ein Gleichnis. Wenn dir die Sache so klar ist, dass er dir friedlich gesinnt ist, wie die Sonne der Welt Frieden bringt. So sicher ist dir, dass er nicht töten will, auch wenn sich der Besitzer des Vermögens ihm entgegenstellen sollte. Wenn beispielsweise der Vater einbricht, um das Vermögen des Sohnes zu stehlen, dann ist sicher, dass sich der Vater über den Sohn erbarmen würde und nicht an eine Bedrohung des Lebens denkt.
Raschi
dann ist seinetwegen Blutschuld
דָּמִים לוֹ bedeutet: [der Dieb] ist wie ein Lebender angesehen, und es ist ein Mord, wenn ihn der Besitzer des Hauses tötet.
Raschi
muss bezahlen: der Dieb muss das Vermögen bezahlen, das er gestohlen hat, und ist nicht todesschuldig.
Onkelos übersetzt אִם עֵינָא דְּסָהֲדַיָּא נְפַלַת עֲלוֹהִי „wenn das Auge des Zeugen darauf gefallen ist“ und hat sich damit eine andere Deutung gewählt. Er sagt, dass wenn ihn Zeugen angetroffen hatten, bevor der Besitzer des Hauses kam, und als der Besitzer des Hauses gegen ihn kam, warnten sie diesen, er solle ihn nicht töten, dieser Blutschuld hat, durch ihn schuldig wird, wenn er ihn tötet. Denn nachdem Zuschauer dabei sind, hat der Dieb nicht mehr die Absicht, das Leben zu bedrohen, und würde den Besitzer des Vermögens nicht töten.
Raschi
אִֽם־הִמָּצֵא֩ תִמָּצֵ֨א בְיָד֜וֹ הַגְּנֵבָ֗ה מִשּׁ֧וֹר עַד־חֲמ֛וֹר עַד־שֶׂ֖ה חַיִּ֑ים שְׁנַ֖יִם יְשַׁלֵּֽם׃ (ס)
3
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Wenn das Gestohlene — sei es Ochse oder Esel oder Lamm — noch lebend bei ihm gefunden wird, zahle er das Zweifache.
gefunden wird: in seinem Besitz, wenn er es nicht geschlachtet und nicht verkauft hat.
Raschi
sei es Ochse oder Esel: alles gehört zur Bestimmung des zweifachen Ersatzes, ob es Leben hat oder ob es kein Leben hat, da in einem anderen Vers steht (Vers 8) עַל שֶׂה עַל שַׂלְמָה עַל כָּל אֲבֵדָה גו׳ יְשַׁלֵּם שְׁנַיִם לְרֵעֵהוּ „wegen eines Lammes, wegen eines Gewandes, wegen jedes verlorenenen Gegenstandes zahle er das doppelte seinem Nächsten“ (Bawa Kama 62b).
Raschi
lebend, zahle er das Zweifache: und zahle nicht tote, sondern lebende oder den Wert von lebenden.
Raschi