כִּ֤י יַבְעֶר־אִישׁ֙ שָׂדֶ֣ה אוֹ־כֶ֔רֶם וְשִׁלַּח֙ אֶת־בעירה [בְּעִיר֔וֹ] וּבִעֵ֖ר בִּשְׂדֵ֣ה אַחֵ֑ר מֵיטַ֥ב שָׂדֵ֛הוּ וּמֵיטַ֥ב כַּרְמ֖וֹ יְשַׁלֵּֽם׃ (ס)
4
4
Wenn jemand das Vieh in Feld oder Weinberg führt, und er treibt sein Vieh und es richtet Schaden an durch Trampeln oder Weiden auf dem Feld eines anderen, dann zahle er Ersatz mit seinem besten Feld oder seinem besten Weinberg.
das Vieh führt … sein Vieh … durch Weiden
Die Ausdrücke כִּי יַבְעֶר „wenn jemand sein Vieh führt“, אֶת בְּעִירֹה „sein Vieh“, וּבִעֵר „weiden“ kommen alle vom Ausdruck בְּעִיר „Vieh“, wie (Bam. 20:4) אֲנַחְנוּ וּבְעִירֵנוּ „wir und unser Vieh“.
Raschi
Wenn jemand das Vieh führt
Er führt sein Vieh auf ein Feld oder in den Weinberg seines Nächsten und schadet ihm entweder durch das Hintreiben des Viehes (וְשִׁלַּח) oder durch das Abweiden (וּבִעֵר). Unsere Lehrer erklären (Bawa Kama 2b), „Hinschicken“ ist Schaden durch Zertreten mit den Hufen; „Abweiden“ ist Schaden mit dem Zahn, der abfrisst und vernichtet.
Raschi
Der Buchstabe ו (Waw) im Wort וּבִעֵר hat die Bedeutung „oder“. Der Vers beschreibt zwei Arten des Schadens: a. das Hintreiben des Viehes, oder b. dem Tier das Fressen ermöglichen.
Misrachi
weiden: Nahrung suchen und fressen.
auf dem Feld eines anderen
בִּשְׂדֵה אַחֵר bedeutet בְּשָׂדֶה שֶׁל אִישׁ אַחֵר „auf dem Feld eines anderen“.
Raschi
Es bedeutet nicht „in einem fremden Feld“, denn dann wäre die Punktierung בִּשָׂדֶה אַחֵר, mit einem Kamatz unter dem Buchstaben שׂ (Sin). Wird das Wort שדה, wie in unserem Vers, mit einem Schwa unter dem Buchstaben שׂ geschrieben (בִּשְׂדֵה), so zeigt das die besitzanzeigende Form und bedeutet: auf dem Feld eines anderen.
Misrachi, Mesiach Ilmim
Das lehrt, dass die Haftung für Schäden durch Abfressen (שֵׁן) oder Zertrampeln (רֶגֶל) fremden Eigentums auf den privaten Raum beschränkt ist. Geschieht der Schaden im öffentlichen Raum (רְשׁוּת הָרַבִּים), besteht keine Ersatzpflicht.
Bawa Kama 25b
mit seinem besten Feld
Man schätzt den Schaden ab, und wenn er ihm den Wert seines Schadens in Feld zahlen möchte, dann zahle er mit dem Besten seiner Felder. Wenn der Schaden einen Sela beträgt, gebe er ihm den Wert eines Sela vom Besten, das er hat. Der Vers lehrt dich, dass man für Schäden vom Besten abschätzt (Bawa Kama 6b).
Raschi
כִּֽי־תֵצֵ֨א אֵ֜שׁ וּמָצְאָ֤ה קֹצִים֙ וְנֶאֱכַ֣ל גָּדִ֔ישׁ א֥וֹ הַקָּמָ֖ה א֣וֹ הַשָּׂדֶ֑ה שַׁלֵּ֣ם יְשַׁלֵּ֔ם הַמַּבְעִ֖ר אֶת־הַבְּעֵרָֽה׃ (ס)
5
5
Wenn Feuer ausbricht und Dornen erfasst, und es wird ein Garbenhaufen durch das Feuer verzehrt oder stehendes Getreide oder das Feld, dann zahle es er, der den Brand verursacht hat.
Wenn Feuer ausbricht: auch von selbst (Bawa Kama 22b).
Raschi
und Dornen erfasst
וּמָצְאָה קוֹצִים, wörtl. und Dornen findet, chardons auf Französisch, „Disteln“.
Raschi
es wird ein Garbenhaufen verzehrt
וְנֶאֱכַל גָּדִישׁ „es wird ein Garbenhaufen verzehrt“: Das Feuer beleckte die Dornen, bis es den Garbenhaufen erreichte oder Getreide, das noch mit der Erde verbunden ist.
Raschi
oder das Feld
Das Feuer beleckte sein ungepflügtes Feld (נִיר), und er muss es zum zweiten Mal pflügen (Bawa Kama 60a).
Raschi
zahle es er, der den Brand verursacht hat
Obwohl er auf seinem eigenen Grundstück angezündet hat und das Feuer von selbst weitergegangen ist wegen der Dornen, die es fand, muss er doch bezahlen, weil er seine glühende Kohle nicht gehütet hat, dass nicht Feuer ausbreche und Schaden anrichte.
Raschi
כִּֽי־יִתֵּן֩ אִ֨ישׁ אֶל־רֵעֵ֜הוּ כֶּ֤סֶף אֽוֹ־כֵלִים֙ לִשְׁמֹ֔ר וְגֻנַּ֖ב מִבֵּ֣ית הָאִ֑ישׁ אִם־יִמָּצֵ֥א הַגַּנָּ֖ב יְשַׁלֵּ֥ם שְׁנָֽיִם׃
6
6
Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände zur Aufbewahrung gibt, und sie werden aus dem Haus des Mannes gestohlen: wird der Dieb gefasst, dann muss er es doppelt zahlen.
und sie werden aus dem Haus des Mannes gestohlen: nach seiner Angabe.
Raschi
wird der Dieb gefasst, dann muss der Dieb dem Besitzer das Doppelte zahlen (Bawa Kama 63b).
Raschi
Da der Vers nicht klar benennt, wer zur Zahlung verpflichtet ist, und wer die Zahlung erhält, erklärt Raschi, dass der Dieb den Ersatz an den Besitzer leistet.
Misrachi
אִם־לֹ֤א יִמָּצֵא֙ הַגַּנָּ֔ב וְנִקְרַ֥ב בַּֽעַל־הַבַּ֖יִת אֶל־הָֽאֱלֹהִ֑ים אִם־לֹ֥א שָׁלַ֛ח יָד֖וֹ בִּמְלֶ֥אכֶת רֵעֵֽהוּ׃
7
7
Wird jedoch der Dieb nicht gefasst, dann muss der Hausherr vor den Richter treten und es wird untersucht, ob er seine Hand nicht nach dem Eigentum seines Nächsten ausgestreckt habe.
Wird der Dieb nicht gefasst: dann komme dieser Hüter, das ist der Hausherr (בַּעַל הַבַּיִת) vor den Richter, mit dem anderen zu verhandeln und ihm zu schwören, dass er seine Hand nicht nach dem Seinigen ausgestreckt habe [dass er das Eigentum vor dem Diebstahl nicht eigenmächtig genutzt hat.
Zusätzlich leistet er einen Schwur, dass er den Gegenstand nicht selbst gestohlen hat, sondern dass er von jemand anderem entwendet wurde. Durch diesen Eid befreit er sich von der Ersatzpflicht. Bawa Kama 63b].
Raschi
Eigentum
מְלֶאכֶת hier in der Bedeutung „Eigentum“. Das Eigentum erwarb der Eigentümer infolge seiner Arbeit (מְלָאכָה), deshalb wird der Begriff מְלָאכָה für Eigentum verwendet.
Rabbi Awraham, Sohn des Rambam
עַֽל־כָּל־דְּבַר־פֶּ֡שַׁע עַל־שׁ֡וֹר עַל־חֲ֠מוֹר עַל־שֶׂ֨ה עַל־שַׂלְמָ֜ה עַל־כָּל־אֲבֵדָ֗ה אֲשֶׁ֤ר יֹאמַר֙ כִּי־ה֣וּא זֶ֔ה עַ֚ד הָֽאֱלֹהִ֔ים יָבֹ֖א דְּבַר־שְׁנֵיהֶ֑ם אֲשֶׁ֤ר יַרְשִׁיעֻן֙ אֱלֹהִ֔ים יְשַׁלֵּ֥ם שְׁנַ֖יִם לְרֵעֵֽהוּ׃ (ס)
8
8
Bei jeder Veruntreuung — einen Ochsen, einen Esel, ein Lamm oder ein Kleid betreffend, bei jedem verloren gegangenen Gegenstand, von dem man behauptet: Das ist er, mein Gegenstand! — muss die Angelegenheit der beiden vor den Richter kommen. Wen der Richter für schuldig erklärt, der muss seinem Nächsten das Zweifache ersetzen.
Bei jeder Veruntreuung
עַל כָּל דְּבַר פֶּשַׁע „bei jeder Veruntreuung“: wenn sich sein Schwur als Lüge herausstellt. Wenn nämlich Zeugen aussagen, dass er es selbst gestohlen habe, und die Richter ihn auf Grund der Zeugen für schuldig erklären.
Raschi
der muss es seinem Nächsten doppelt ersetzen
Der Vers lehrt dich, dass wenn jemand von anvertrautem Gut behauptet, es sei ihm gestohlen worden, und es sich herausstellt, dass er es selbst gestohlen hat, er doppelten Ersatz zahlen muss, und zwar wann? Wenn er geschworen hat und dann Zeugen kamen.
Denn so erklären unsere Lehrer (Bawa Kama 106b) וְנִקְרַב בַּעַל הַבַּיִת אֶל הָאֱלֹהִים „muss der Hausherr vor den Richter treten“ – das ist ein Schwur. Du sagst Schwur, oder vielleicht nicht so, sondern „Verhandeln“, dass er nämlich, sobald er zum Gericht gekommen ist und abgeleugnet hat, indem er sagte, es sei gestohlen worden, sofort das Doppelte zahlen müsse, wenn Zeugen kommen und aussagen, dass es in seinem Besitz sei? Es steht aber hier Ausstrecken der Hand (שְׁלִיחוּת יָד, Vers 7), und steht weiter Ausstrecken der Hand (שְׁלִיחוּת יָד, Vers 10), ein Schwur beim Ewigen sei zwischen beiden, dass er seine Hand nicht ausgestreckt hat. So wie dort von einem Schwur die Rede ist, so spricht man auch hier von einem Schwur.
Raschi
von dem man behauptet: Das ist er
Nach dem einfachen Sinn ist es der Zeuge, der sagt: Das ist es, worauf du geschworen hast und siehe, es ist in deinem Besitz. Vor die Richter komme die Angelegenheit der beiden, dass sie die Zeugen prüfen. Und wenn diese glaubhaft sind und man den Hüter für schuldig erklärt, zahle er das Zweifache. Wenn man aber die Zeugen für schuldig erklärt, wenn diese als falsch befunden werden, so zahlen die Zeugen dem Hüter das Zweifache.
Unsere Lehrer erklären (Bawa Kama 106b): „Das ist er“ bedeutet, dass man ihn nur dann zu einem Schwur verurteilt, wenn er einen Teil eingestanden hat, indem er sagte, eine gewisse Summe bin ich dir schuldig, und das andere ist mir gestohlen worden.
Raschi
seinem Nächsten: dem rechtmäßigen Eigentümer.
כִּֽי־יִתֵּן֩ אִ֨ישׁ אֶל־רֵעֵ֜הוּ חֲמ֨וֹר אוֹ־שׁ֥וֹר אוֹ־שֶׂ֛ה וְכָל־בְּהֵמָ֖ה לִשְׁמֹ֑ר וּמֵ֛ת אוֹ־נִשְׁבַּ֥ר אוֹ־נִשְׁבָּ֖ה אֵ֥ין רֹאֶֽה׃
9
9
Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel, einen Ochsen, ein Lamm oder sonst ein Tier zum Aufpassen übergibt, und es stirbt oder wird verletzt oder gefangen weggeführt, und keiner es gesehen hat,
Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder einen Ochsen zum Aufpassen übergibt
Der erste Abschnitt spricht vom unbezahlten Hüter (שׁוֹמֵר חִנָּם), darum macht er ihn für einen Diebstahl nicht verantwortlich, wie es heißt (Vers 6–7) וְגֻנַּב מִבֵּית הָאִישׁ וגו׳ אִם לֹא יִמָּצֵא הַגַּנָּב וְנִקְרַב בַּעַל הַבַּיִת „und es wird aus dem Haus des Mannes gestohlen, wenn der Dieb nicht gefunden wird, so trete der Hausherr hin“ zum Schwören. Daraus lernst du, dass er sich durch diesen Schwur frei macht.
Dieser Abschnitt hier aber spricht vom bezahlten Hüter (שׁוֹמֵר שָׂכָר), darum ist er nicht frei, wenn es gestohlen wird, wie geschrieben steht (Vers 11) וְאִם גָּנֹב יִגָּנֵב מֵעִמּוֹ יְשַׁלֵּם „wenn es von ihm gestohlen wird, muss er es zahlen“ (Bawa Mezia 94b). Aber bei einem Notfall (אֹנֶס), wenn es z.B. von selbst gestorben oder zerbrochen ist oder von Räubern mit Gewalt weggeführt worden ist und keiner es gesehen hat, der eine Zeugenaussage geben könnte.
Raschi
שְׁבֻעַ֣ת יְהוָ֗ה תִּהְיֶה֙ בֵּ֣ין שְׁנֵיהֶ֔ם אִם־לֹ֥א שָׁלַ֛ח יָד֖וֹ בִּמְלֶ֣אכֶת רֵעֵ֑הוּ וְלָקַ֥ח בְּעָלָ֖יו וְלֹ֥א יְשַׁלֵּֽם׃
10
10
dann soll ein Schwur bei dem Ewigen zwischen beiden entscheiden, dass er seine Hand nicht nach dem Eigentum seines Nächsten ausgestreckt habe. Diesen Schwur muss der Eigentümer annehmen und der Hüter braucht es nicht zu erstatten.
dann soll ein Schwur bei dem Ewigen
So schwöre er, dass es so ist, wie er sagt, und er nicht die Hand danach ausgestreckt hat, es für sich zu benutzen. Denn wenn er die Hand danach ausgestreckt hat und es dann durch einen Notfall (אֹנֶס) verloren gegangen ist, so haftet er für jeden Notfall (Bawa Mezia 94b).
Raschi
Im Schwur über das „Ausstrecken der Hand“ (שְׁלִיחוּת יָד) bestätigt der bezahlte Hüter (שׁוֹמֵר שָׂכָר), dass er das Eigentum vor dem Diebstahl nicht eigenmächtig genutzt hat. Zusätzlich leistet er einen Schwur, dass der Gegenstand durch einen Notfall (אֹנֶס) verloren ging. Durch diesen Schwur befreit er sich von der Ersatzpflicht.
Schwur bei dem Ewigen
שְׁבֻעַת ה׳, Schwur mit dem Namen des Ewigen. Und welchen G ttesnamen verwendet er? Den Namen ה-י. [Mechilta, Nesikin, Kap. 16]
שְׁבֻעַת ה׳, Schwur mit dem Namen des Ewigen: Das lehrt, dass er eine Torahrolle oder Tefillin in Händen hält während des Schwures (Schewuot 38b).
Rabbenu Meyuchas
muss der Eigentümer annehmen, diesen Schwur, und der Hüter braucht es nicht zu erstatten.
Raschi
אִם־טָרֹ֥ף יִטָּרֵ֖ף יְבִאֵ֣הוּ עֵ֑ד הַטְּרֵפָ֖ה לֹ֥א יְשַׁלֵּֽם׃ (פ)
12
12
Wurde das Tier gerissen, bringe er Zeugen; dann muss er für das gerissene Tier nicht Schadenersatz zahlen.
wurde das Tier gerissen: von einem wilden Tier angefallen [wie Wolf, Löwe, Bär oder Schlange, gegen die der Hüter nicht ankämpfen konnte].
Raschi
bringe er Zeugen
יְבִאֵהוּ עֵד, wörtl. bringe er einen Zeugen: bringe er Zeugen, dass es durch einen Notfall (אֹנֶס) gerissen worden ist, und er ist frei.
Raschi
Obgleich im Vers die Einzahl עֵד „Zeuge“ steht, sind zwei Zeugen gemeint, wie unsere Lehrer sagen (Sota 2b): überall, wo עֵד steht, sind zwei Zeugen gemeint, außer der Vers teilt ausdrücklich eine Ausnahme mit.
Misrachi
Das Wort יְבִאֵהוּ bedeutet nicht „bringt ihn“, sondern ist eine literarische Abwandlung von יָבִיא „bringen“. Die Worte יְבִאֵהוּ עֵד bedeuten „er bringe Zeugen“.
Misrachi
dann muss er nicht zahlen
הַטְּרֵפָה לֹא יְשַׁלֵּם „dann muss er für das gerissene Tier nicht zahlen“. Der Vers sagt nicht טְרֵפָה לֹא יְשַׁלֵּם „ein gerissenes Tier muss er nicht zahlen“, sondern הַטְּרֵפָה „für das gerissene Tier“. Es gibt gerissene Tiere, die er zahlen muss, und es gibt gerissene Tiere, die er nicht zahlen muss. Was von einer Katze, einem Fuchs oder einem Marder gerissen wird, bezahlt er. Was aber von einem Wolf, einem Löwen, einem Bären oder einer Schlange gerissen wird, zahlt er nicht. Und wer hat dir eingeflüstert, so zu entscheiden? Weil geschrieben steht (zuvor, Vers 9) וּמֵת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה „es stirbt oder wird verletzt oder gefangen weggeführt“. Wie er es vor dem Tod nicht retten konnte, so ist auch nur ein solcher Bruch oder Raub gemeint, vor denen er es nicht retten konnte.
Raschi
וְכִֽי־יִשְׁאַ֥ל אִ֛ישׁ מֵעִ֥ם רֵעֵ֖הוּ וְנִשְׁבַּ֣ר אוֹ־מֵ֑ת בְּעָלָ֥יו אֵין־עִמּ֖וֹ שַׁלֵּ֥ם יְשַׁלֵּֽם׃
13
13
Wenn jemand etwas von seinem Nächsten ausleiht, und es wird beschädigt oder stirbt: wenn der Eigentümer nicht angestellt war vom Ausborger, um mit ihm zu arbeiten, dann muss er es dem Eigentümer ersetzen.
Wenn jemand ausleiht
[Zwar beginnt dieser Abschnitt mit dem Buchstaben ו (Waw) „und“ als Verbindung mit dem vorhergehenden Abschnitt. Doch, anders als der unbezahlte Hüter und der bezahlte Hüter, trägt der Entleiher eine noch größere Verantwortung:]
Das lehrt für den, der ausleiht, dass er auch für Notfälle haftet.
Raschi
wenn der Eigentümer nicht mit ihm ist: wenn der Eigentümer des Ochsen nicht bei dem, der leiht, arbeitet (Bawa Mezia 95b).
Raschi
אִם־בְּעָלָ֥יו עִמּ֖וֹ לֹ֣א יְשַׁלֵּ֑ם אִם־שָׂכִ֣יר ה֔וּא בָּ֖א בִּשְׂכָרֽוֹ׃ (ס)
14
14
Aber wenn der Eigentümer angestellt war vom Ausborger, um mit ihm zu arbeiten, dann muss er es ihm nicht ersetzen. Wenn es gemietet war, dann hat er es für die Mietgebühr bekommen.
wenn der Eigentümer mit ihm ist: sei es bei derselben Arbeit, sei es bei einer anderen Arbeit. Wenn er nur bei ihm war, als jener sich die Sache von ihm geliehen hat, aber er braucht nicht bei ihm zu sein, während es zerbricht oder stirbt (Bawa Mezia 95b).
Raschi
Wenn es gemietet war: wenn der Ochse nicht geliehen, sondern gemietet ist, so ist er für die Miete in die Hand dieses Mieters gekommen, und nicht geliehen, und dieser hat nicht den ganzen Nutzen, da er ihn nur für die Miete benutzen darf. Für ihn gilt nicht die Vorschrift dessen, der geliehen hat, auch für Notfälle zu haften. Der Vers erklärt aber nicht, welches seine Vorschrift ist, ob wie die des unbezahlten Hüters (שׁוֹמֵר חִנָּם) oder wie die des bezahlten Hüters (שׁוֹמֵר שָׂכָר). Darum sind die Weisen Israels verschiedener Ansicht darüber, wie der Mieter bezahle. Rabbi Meir sagt, wie der unbezahlte Hüter, Rabbi Jehuda sagt, wie der bezahlte Hüter (Bawa Mezia 80b).
Raschi
וְכִֽי־יְפַתֶּ֣ה אִ֗ישׁ בְּתוּלָ֛ה אֲשֶׁ֥ר לֹא־אֹרָ֖שָׂה וְשָׁכַ֣ב עִמָּ֑הּ מָהֹ֛ר יִמְהָרֶ֥נָּה לּ֖וֹ לְאִשָּֽׁה׃
15
15
Wenn jemand eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, verführt und bei ihr liegt, muss er sie mit einem Ehevertrag heiraten.
Wenn jemand verführt
וְכִי יְפַתֶּה „Wenn jemand verführt“: er redet ihr zu Herzen, bis sie auf ihn hört; so übersetzt auch der Targum אֲרֵי יְשַׁדֵּל „wenn zuredet“; שִׁדּוּל im Aramäischen ist so wie פִתּוּי im Hebräischen.
Raschi
muss er sie mit einem Ehevertrag heiraten
מָהֹר יִמְהָרֶנָּה, bestimme für sie das Brautgeld. Wie es Vorschrift für einen Mann seiner Frau gegenüber ist, dass er ihr eine Ketuba (Heiratsurkunde) schreibe und sie heirate.
Raschi
אִם־מָאֵ֧ן יְמָאֵ֛ן אָבִ֖יהָ לְתִתָּ֣הּ ל֑וֹ כֶּ֣סֶף יִשְׁקֹ֔ל כְּמֹ֖הַר הַבְּתוּלֹֽת׃ (ס)
16
16
Wenn sich ihr Vater weigert, ihm dieses Mädchen zur Frau zu geben, dann soll er ihm Silber abwägen laut den finanziellen Verpflichtungen gegenüber Jungfrauen.
laut den finanziellen Verpflichtungen gegenüber Jungfrauen: 50 Silberstücke sind bestimmt bei demjenigen, der eine Jungfrau ergreift und mit Gewalt bei ihr liegt. So heißt es (Dew. 22:29) וְנָתַן הָאִישׁ הַשֹּׁכֵב עִמָּהּ לַאֲבִי הַנַּעֲרָה חֲמִשִּׁים כָּסֶף „es gebe der Mann, der bei ihr gelegen ist, dem Vater des Mädchens 50 Silberstücke“ (Ketubot 10a).
Raschi
מְכַשֵּׁפָ֖ה לֹ֥א תְחַיֶּֽה׃ (ס)
17
17
Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen.
Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen, sondern durch das Gericht töten. Und es ist kein Unterschied, ob Zauberin oder Zauberer – ob Frau oder Mann; der Vers spricht von dem, was gewöhnlich vorkommt.
Raschi
כָּל־שֹׁכֵ֥ב עִם־בְּהֵמָ֖ה מ֥וֹת יוּמָֽת׃ (ס)
18
18
Wer bei einem Tier liegt, soll getötet werden.
Wer bei einem Tier liegt, soll getötet werden: durch Steinigung. Der Mann, der das Tier begattet, und die Frau, die vom Tier begattet wird. Denn es steht bei ihnen (Waj. 20:16) דְּמֵיהֶם בָּם „ihre Blutschuld ruht auf ihnen“.
Raschi
זֹבֵ֥חַ לָאֱלֹהִ֖ים יָֽחֳרָ֑ם בִּלְתִּ֥י לַיהוָ֖ה לְבַדּֽוֹ׃
19
19
Wer falschen Göttern ein Opfer schlachtet, soll getötet werden – nur dem Ewigen allein.
Göttern: Götzen. Wäre das Wort nicht לָאֱלֹהִים punktiert, sondern לֵאלֹהִים, der Buchstabe ל (Lamed) mit Zere, müsste der Vers ausführlich schreiben לֵאלֹהִים אֲחֵרִים. Jetzt aber, da der Buchstabe ל ein Kamatz hat (לָאֱלֹהִים), braucht er nicht אֲחֵרִים hinzuzufügen. Denn bei jedem ל und ב, das einem Wort vorgesetzt ist, muss der Vers, wenn es mit Chataf [=Schwa] punktiert ist, wie לְמֶלֶךְ, לְמִדְבָּר, לְעִיר, noch erklären, welchem König, welcher Wüste, welcher Stadt. Ebenso muss er mit Chirik, bei לִמְלָכִים und לִרְגָלִים noch erklären, welchen. Und wenn er es nicht erklärt, so sind alle Könige gemeint. Ebenso ist לֵאלֹהִים (mit Zere) beim Gottesnamen umfassend und kann auch heilig sein. Wenn aber mit Patach punktiert ist, wie לַמֶּלֶךְ, לַמִּדְבָּר, לָעִיר, dann ist bekannt, von welchem König und von welcher Wüste die Rede ist. Ebenso ist bei לָעִיר bekannt, von welcher Stadt er spricht. Ebenso לָאֱלֹהִים, von jenen Götzen, auf die ihr an einer anderen Stelle verwarnt worden sei. Ähnlich (Teh. 86:8) אֵין כָּמוֹךָ בָאֱלֹהִים „keiner gleicht Dir unter den Mächtigen“. Weil er nicht weiter erklärt, muss die Präposition mit Patach punktiert werden.
Raschi
soll getötet werden
Der Ausdruck יָחֳרַם bedeutet „töten“. Warum steht dieser Ausdruck? Es steht doch bereits die Tötung an anderer Stelle (Dew. 17:5) וְהוֹצֵאתָ אֶת הָאִישׁ הַהוּא אוֹ אֶת הָאִשָּׁה הַהִיא וגו׳ „führe jenen Mann oder jene Frau hinaus und …“? Nur, weil der Vers nicht erklärt hat, auf welchen Dienst er todesschuldig ist; damit du nicht sagest, jeder Dienst werde mit dem Tod geahndet, kommt der Vers und erklärt dir hier, „wer Göttern ein Opfer schlachtet“. Wie das Schlachten (זְבִיחָה) ein Dienst ist, der im Heiligtum vor dem Ewigen verrichtet wird, so füge ich auch hier nur Räuchern (מַּקְטִיר) und Weinausgießen (מְּנַסֵּךְ) hinzu, Dienstverrichtungen gleich denen im Heiligtum. Auf sie ist er bei jedem Götzen schuldig, ob er auf diese Art angebetet wird oder ob er auf diese Art nicht angebetet wird. Aber andere Dienstverrichtungen, wie Auskehren (מְּכַבֵּד), Wassersprengen (מְּרַבֵּץ), Umarmen (מְּגַפֵּף) und Küssen (מְּנַשֵּׁק) ist nicht mit Todesstrafe, sondern durch ein Verbot untersagt (Sanhedrin 60b).
Raschi
וְגֵ֥ר לֹא־תוֹנֶ֖ה וְלֹ֣א תִלְחָצֶ֑נּוּ כִּֽי־גֵרִ֥ים הֱיִיתֶ֖ם בְּאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃
20
20
Einen Fremden sollst du nicht kränken und nicht bedrücken, denn ihr wart selbst Fremde im Land Mizraim.
Einen Fremden sollst du nicht kränken
וְגֵר לֹא תוֹנֶה „einen Fremden sollst du nicht kränken“ bezieht sich auf Kränkung durch Worte (אוֹנָאַת דְּבָרִים); französisch contralier „widerwärtig sein“, wie (Jesch. 49:26) וְהַאֲכַלְתִּי אֶת מוֹנַיִךְ אֶת בְּשָׂרָם „Ich gebe denen, die dich kränken, ihr eigenes Fleisch zu essen“.
Raschi
Einen Fremden
Der Vers spricht vom גֵּר צֶדֶק, der die Torah in ihrer Gesamtheit angenommen hat.
Raschbam; Ralbag; Sefer haMizwot Rambam, Verbot 255
und sollst ihn nicht bedrücken: durch Raub von Vermögen.
Raschi
denn ihr wart selbst Fremde
Wenn du ihn kränkst, kann auch er dich kränken und zu dir sagen, auch du stammst von Fremden. Deinen eigenen Fehler wirf nicht deinem Nächsten vor. Unter גֵּר versteht man überall einen Menschen, der nicht in jenem Land geboren ist, sondern der aus einem anderen Land gekommen ist, um sich da aufzuhalten (לָגוּר שָׁם).
Raschi
כָּל־אַלְמָנָ֥ה וְיָת֖וֹם לֹ֥א תְעַנּֽוּן׃
21
21
Jede Witwe und Waise sollt ihr nicht kränken.
Witwe: eine Frau, deren Ehemann verstorben ist.
Waise: ein Kind, dessen Eltern verstorben sind.
jede Witwe und Waise sollt ihr nicht kränken
Ebenso jeden Menschen; nur spricht der Vers von dem, was gewöhnlich vorkommt; weil diese schwach an Kraft sind, kommt es häufig vor, dass man sie kränkt.
Raschi
אִם־עַנֵּ֥ה תְעַנֶּ֖ה אֹת֑וֹ כִּ֣י אִם־צָעֹ֤ק יִצְעַק֙ אֵלַ֔י שָׁמֹ֥עַ אֶשְׁמַ֖ע צַעֲקָתֽוֹ׃
22
22
Wenn du sie kränkst, wirst du zur Verantwortung gezogen! Denn wenn Witwe oder Waise zu Mir schreien, dann werde Ich ihren Schrei hören.
Wenn du sie kränkst
Das ist ein kurzer Vers. Er droht, nennt aber die Strafe nicht. Wie im Vers (Ber. 4:15) לָכֵן כָּל הֹרֵג קַיִן „Darum, jeder der Kain tötet“, wo der Vers droht und die Strafe nicht nennt. Auch hier ist „wenn du sie kränkst“ die Form einer Drohung. Das heißt, du wirst zuletzt bekommen, was du verdienst; warum? „Denn, wenn sie zu Mir schreien …“
Raschi
וְחָרָ֣ה אַפִּ֔י וְהָרַגְתִּ֥י אֶתְכֶ֖ם בֶּחָ֑רֶב וְהָי֤וּ נְשֵׁיכֶם֙ אַלְמָנ֔וֹת וּבְנֵיכֶ֖ם יְתֹמִֽים׃ (פ)
23
23
Mein Zorn wird brennen, und Ich werde euch mit dem Schwert töten; dann werden eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden.
werden eure Frauen Witwen sein
Kann ich denn nicht schon aus den Worten וְהָרַגְתִּי אֶתְכֶם „Ich werde euch töten“ entnehmen, dass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen sein werden? Nur, das ist ein anderer Fluch: Eure Frauen werden wie Witwen gebunden sein (אַלְמְנוּת חַיּוּת), deren Mann vielleicht lebt; es werden keine Zeugen für den Tod ihrer Männer vorhanden sein, und sie werden nicht heiraten dürfen. Und die Kinder werden Waisen bleiben, die das Gericht nicht die Güter ihres Vaters antreten lässt, weil man nicht weiß, ob er gestorben oder gefangen ist.
Raschi
אִם־כֶּ֣סֶף ׀ תַּלְוֶ֣ה אֶת־עַמִּ֗י אֶת־הֶֽעָנִי֙ עִמָּ֔ךְ לֹא־תִהְיֶ֥ה ל֖וֹ כְּנֹשֶׁ֑ה לֹֽא־תְשִׂימ֥וּן עָלָ֖יו נֶֽשֶׁךְ׃
24
24
Wenn dich ein Jude um ein Darlehen bittet, und du bist in der Lage, ihm Geld zu borgen, muss du das tun. Deshalb, wenn du Geld leihst einem aus Meinem Volk, einem Armen, der bei dir in der örtlichen Gemeinde ist, dann sei nicht wie ein Schuldeinforderer; ihr sollt ihm keine Zinsen auferlegen.
Darlehen: geliehene Geldsumme.
wenn du Meinem Volk Geld leihst
Rabbi Ischmael sagt, jedes אִם „wenn“ in der Torah ist freiwillig, außer an drei Stellen, und das ist eine davon.
Raschi
Meinem Volk
Zwischen Meinem Volk und dem Fremden hat Mein Volk den Vorzug; zwischen dem Armen und dem Reichen, hat der Arme den Vorzug; zwischen den Armen deiner eigenen Stadt und den Armen einer anderen Stadt, haben die Armen deiner Stadt den Vorzug. Und so geht das aus dem Vers hervor: Wenn du Geld verleihst, leihe es zunächst Meinem Volk und nicht dem Fremden; und wem von Meinem Volk? Dem Armen. Und welchem Armen? Der bei dir ist. (Bawa Mezia 71a)
Andere Erklärung: Behandle den Armen nicht verächtlich, wenn du ihm leihst; denn er ist Mein Volk; dem Armen bei dir: betrachte dich selbst als arm.
Raschi
sei nicht wie ein Schuldeinforderer
נֹשֶׁה „Schuldeinforderer“. Verlange nicht mit Gewalt von ihm, wenn du weißt, dass er nicht hat. Zeige ihm nicht, dass du ihm geliehen hast, das heißt, beschäme ihn nicht.
Raschi
Zinsen
נֶשֶׁךְ – רִבִּית, Mehrung, die dem Biss (נְּשִׁיכָה) einer Schlange gleicht; diese beißt nur eine kleine Wunde in den Fuß, nicht fühlbar; aber plötzlich geht sie weiter und schwillt bis zum Scheitel an. So fühlt er die Zinsen zuerst nicht, und sie sind nicht bemerkbar, bis die Zinsen anwachsen und ihm viel Vermögen wegnehmen.
Raschi
ihr sollt ihm keine Zinsen auferlegen
Dieses Verbot betrifft den Verleiher, wie zu Beginn des Verses steht „Wenn du Geld leihst“. [Raschi zu Bawa Mezia 75a, ד״ה מלוה עובר בכולן]
Das Verbot, gegen Zinsen zu leihen, ergeht aus dem Vers (Waj. 25:37) אֶת כַּסְפְּךָ לֹא תִתֵּן לוֹ בְּנֶשֶׁךְ „dein Geld sollst du ihm nicht auf Zinsen geben“. Der Vers hier „ihr sollt ihm keine Zinsen auferlegen“ betrifft den Garantiegeber (עָרֵב) und die Zeugen, die bei einer solchen Geldleihe ein Verbot der Torah übertreten.
Mechilta, Kasspa, Kap. 19
אִם־חָבֹ֥ל תַּחְבֹּ֖ל שַׂלְמַ֣ת רֵעֶ֑ךָ עַד־בֹּ֥א הַשֶּׁ֖מֶשׁ תְּשִׁיבֶ֥נּוּ לֽוֹ׃
25
25
Wenn du das Kleidungsstück deines Nächsten gepfändet hast, musst du es ihm bis Sonnenuntergang zurückgeben.
gepfändet hast
אִם חָבֹל תַּחְבֹּל „wenn du gepfändet hast“. Überall bedeutet der Ausdruck חַבָּלָה nicht pfänden, wenn er ihm das Geld gibt, sondern den Schuldner pfänden, wenn die Zeit gekommen ist und er nicht bezahlt (Bawa Mezia 114b). [Raschi]
gepfändet hast
Der Ausdruck חָבֹל תַּחְבֹּל steht doppelt, d.h. viele Male. Der Ewige sagt: Wieviel du mir schuldig bist! Siehe, deine Seele steigt jeden Abend zu Mir empor und legt Rechenschaft ab und ist schuldig vor Mir, und Ich gebe sie dir dennoch zurück. Auch du, nimm und gib immer wieder zurück.
Raschi
musst du es ihm bis Sonnenuntergang zurückgeben: den ganzen Tag lass es ihm bis zum Sonnenuntergang. Und wenn die Sonne untergeht, nimm es wieder, bis der Morgen des anderen Tages kommt. Der Vers spricht vom Taggewand, das er bei Nacht nicht braucht.
Raschi
כִּ֣י הִ֤וא כסותה [כְסוּתוֹ֙] לְבַדָּ֔הּ הִ֥וא שִׂמְלָת֖וֹ לְעֹר֑וֹ בַּמֶּ֣ה יִשְׁכָּ֔ב וְהָיָה֙ כִּֽי־יִצְעַ֣ק אֵלַ֔י וְשָׁמַעְתִּ֖י כִּֽי־חַנּ֥וּן אָֽנִי׃ (ס)
26
26
Denn es ist seine einzige Decke, es ist sein Gewand für seinen Körper. Womit soll er sich schlafen legen? Wenn er zu Mir schreien wird, dann werde Ich ihn hören, denn Ich bin gnädig.
es ist seine Decke
כִּי הִוא כְסוּתֹה – זוֹ טַלִּית, das ist das Obergewand.
Raschi
sein Gewand
שִׂמְלָתוֹ – זוֹ חָלוּק, das ist das Hemd.
Raschi
für seinen Körper
לְעֹרוֹ, wörtl. für seine Haut.
Womit soll er sich schlafen legen?
בַּמֶּה יִשְׁכָּב, wörtl. worauf soll er liegen: das fügt noch die Schlafdecke hinzu.
Raschi