Der tägliche Chumasch-Abschnitt

30. Schwat 5787

Sonntag, 7. Februar 2027

Heute

Teruma

1. Alija

(Schemot 25:1 – 25:16)

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וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
1
1
Der Ewige sagte zu Mosche:
דַּבֵּר֙ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל וְיִקְחוּ־לִ֖י תְּרוּמָ֑ה מֵאֵ֤ת כָּל־אִישׁ֙ אֲשֶׁ֣ר יִדְּבֶ֣נּוּ לִבּ֔וֹ תִּקְח֖וּ אֶת־תְּרוּמָתִֽי׃
2
2
Sprich zu den Kindern Israel, sie sollen Mir eine Spende nehmen; von jedem, den sein Herz dazu antreibt, sollt ihr Meine Spende nehmen.
sie sollen Mir eine Spende nehmen
וְיִקְחוּ לִי תְרוּמָה „sie sollen Mir eine Spende nehmen“, לִי im Sinn von לִשְׁמִי, zu Ehren Meines Namens.
Raschi
Das Wort לִי „Mir“ ist nicht zu erklären als „für Mich“, denn (Teh. 24:1) לַה׳ הָאָרֶץ וּמְלוֹאָהּ „des Ewigen ist die Erde und ihre Fülle“ und es fehlt Ihm an nichts, das man spenden müsste. Das Wort לִי „Mir“ ist vielmehr zu erklären als לִשְׁמִי „für Meinen Namen“, zu Meinen Ehren, um Meine Gebote zu erfüllen.
Beer Jizchak
eine Spende
Das Wort תְּרוּמָה bedeutet הַפְרָשָׁה „Absonderung“: eine Spende sollen sie für Mich von ihrem Vermögen als freiwillige Gabe absondern.
Raschi
sie sollen Mir eine Spende nehmen
Warum steht וְיִקְחוּ לִי תְּרוּמָה „sie sollen Mir eine Spende nehmen“ und nicht וְיִתְּנוּ לִי תְּרוּמָה „sie sollen Mir eine Spende geben“? Wenn der Mensch Zedaka gibt, erhält er mehr als er gibt.
Kli Jakar
den sein Herz dazu antreibt
יִדְּבֶנּוּ לִבּוֹ – לְשׁוֹן נְדָבָה, Edelmut im Sinn von Großzügigkeit, presant auf Französisch, „Geschenk“.
Raschi
sollt ihr Meine Spende nehmen
Unsere Lehrer sagen (Megilla 29b): Drei Spenden stehen hier. Eine ist die Spende eines halben Schekels für jede Person, woraus die Sockel gemacht wurden, wie in Paraschat Pekude (Schem. 38:27) erklärt wird. Die zweite ist die Spende für den Altar (מִּזְבֵּחַ), ein halber Schekel pro Kopf, die in die Kassen eingezahlt wurde, mit denen man die Opferungen der Gemeinde (קָרְבְּנוֹת צִבּוּר) bezahlte. Und die dritte ist die Spende für das Mischkan, eine freiwillige Spende jedes einzelnen. Die 13 Dinge, die in dem Abschnitt erwähnt sind, waren alle zum Bau des Mischkan oder für die Kleider der Kohanim nötig, wenn du genau darauf achtest.
Raschi
von jedem, den sein Herz dazu antreibt, sollt ihr Meine Spende nehmen
מֵאֵת כָּל אִישׁ אֲשֶׁר יִדְּבֶנּוּ לִבּוֹ תִּקְחוּ אֶת תְּרוּמָתִי „von jedem, den sein Herz dazu antreibt, sollt ihr Meine Spende nehmen“.
Sobald יִדְּבֶנּוּ לִבּוֹ erwähnt wird – mit einem „willigen Herzen“ zu geben –, heißt es im Vers nicht תְּרוּמָה, sondern תְּרוּמָתִי

„Meine Spende“, dann ist die Spende eins mit G‑tt; aber die Spende des Engherzigen möchte Er nicht.
Rabbenu Bechaje
וְזֹאת֙ הַתְּרוּמָ֔ה אֲשֶׁ֥ר תִּקְח֖וּ מֵאִתָּ֑ם זָהָ֥ב וָכֶ֖סֶף וּנְחֹֽשֶׁת׃
3
3
Und das ist die Spende, die ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Kupfer,
Gold, Silber und Kupfer
Alle diese wurden freiwillig gebracht, ein jeder, wie ihn sein Herz antrieb. Außer dem Silber, das wurde gleichmäßig gebracht, ein halber Schekel von jedem einen. Und wir finden nicht beim ganzen Bau des Mischkan, dass noch mehr Silber nötig war. So heißt es (Schem. 38:25–26) וְכֶסֶף פְּקוּדֵי הָעֵדָה גו׳ בֶּקַע לַגֻּלְגֹּלֶת „das Silber der Musterung der Gemeinde … ein halber Schekel für jeden Kopf“. Das übrige Silber, das freiwillig dorthin gebracht wurde, verwendete man für כְלֵי שָׁרֵת, die Dienstgeräte im Mischkan.
Raschi
וּתְכֵ֧לֶת וְאַרְגָּמָ֛ן וְתוֹלַ֥עַת שָׁנִ֖י וְשֵׁ֥שׁ וְעִזִּֽים׃
4
4
himmelblaue, purpurfarbene und karmesinrote Wolle, feines Leinen und Ziegenhaar,
himmelblaue Wolle: Wolle, die mit dem Blut des Chilason [einer Art Tintenfisch] gefärbt war, dessen Farbe grünlich-blau war (Menachot 44a).
Raschi
purpurfarben: Wolle, mit einer Art Farbe, die אַרְגָּמָן heißt, gefärbt.
Raschi
karmesinrot
תוֹלַעַת שָׁנִי, Wolle, die mit roten Farbkörnern, die aus einem Wurm (תוֹלַעַת) gewonnen werden, gefärbt ist. [Rambam]
תוֹלַעַת hat die Bedeutung „Auge“, und bezeichnet hier eine Farbe „wie ein rotes Auge“. [Radak]

Wolle, die rot gefärbt ist, heißt תוֹלַעַת. Die Farbe selbst heißt שָׁנִי. [Raschbam]

תוֹלַעַת שָׁנִי ist der Seidenwurm; die Farbe ist ein anderes Rot als Purpur (אַרְגָּמָן).
Ibn Esra
feines Leinen
שֵׁשׁ, das ist Flachs.
Raschi
feines Leinen
שֵׁשׁ ist Leinen aus einer der Flachsarten in Ägypten, ein sehr feines Gewebe und nicht gefärbt.
Saadia Gaon, Ibn Esra
und Ziegenhaar
עִזִּים bedeutet „das Haar von Ziegen“. Darum übersetzt Onkelos מַעְזֵי „was von Ziegen kommt“, und nicht „Ziegen“ selbst, denn der Targum von „Ziegen“ ist עִזַּיָּא.
Raschi
וְעֹרֹ֨ת אֵילִ֧ם מְאָדָּמִ֛ים וְעֹרֹ֥ת תְּחָשִׁ֖ים וַעֲצֵ֥י שִׁטִּֽים׃
5
5
rotgefärbte Widderfelle, Tachaschfelle, Akazienholz,
rotgefärbte Widderfelle: sie waren nach dem Gerben rotgefärbt.
Raschi
Tachaschfelle: Tachasch war ein Tier, das nur damals lebte und viele Farben hatte (Schabbat 28a–b). Das Fell des Tachasch hatte viele Farben, deshalb heißt es im Targum Onkelos Sasgona: שָּׂשׂ „freut sich“, בִּגְווֹנִין הַרְבֵּה „an vielerlei Farbe“.
Raschi
Rabbi Meir sagte: Das Tachasch zur Zeit von Mosche Rabbenu war ein einzigartiges Geschöpf; es hatte ein Horn auf der Stirn. Zu dieser Zeit hat es sich Mosche angeboten, der sein Fell für das Mischkan verwendete, und danach verschwand es.
Schabbat 28b
Akazienholz
וַעֲצֵי שִׁטִּים „Akazienholz“: Woher hatten sie dieses Holz in der Wüste? Das erklärt Rabbi Tanchuma: Jaakow Awinu sah mit prophetischem Blick, dass Israel ein Heiligtum in der Wüste bauen würde. Er brachte deshalb Zedern nach Mizraim und pflanzte sie ein und befahl seinen Söhnen, sie mit sich zu nehmen, wenn sie Mizraim verlassen würden.
Raschi
„Zedern“ (אֲרָזִים): die Gemara (Rosch haSchana 23a) erklärt, dass es zehn verschiedene Baumarten gibt, die mit dem Begriff אֲרָזִים bezeichnet werden, darunter שִׁטָּה (Akazie).
Akazienholz
Vieles erschuf der Heilige, Er sei gesegnet, ohne dass die Welt würdig ist, sich ihres zu bedienen. Wovon ist die Rede? […] Von der Zeder. Die Welt wäre nicht würdig, sich ihrer zu bedienen, und sie wurde einzig für das Mischkan und den Tempel erschaffen.
Schemot Rabba 35:1
שֶׁ֖מֶן לַמָּאֹ֑ר בְּשָׂמִים֙ לְשֶׁ֣מֶן הַמִּשְׁחָ֔ה וְלִקְטֹ֖רֶת הַסַּמִּֽים׃
6
6
Öl für die Beleuchtung, Gewürze für das Salböl und für das Räucherwerk (Ketoret) aus Spezereien,
Öl für die Beleuchtung: reines Olivenöl, um das „Ständige Licht“ (נֵר תָּמִיד) anzuzünden.
Raschi
Salböl: „salben“ bedeutet, jemanden in einem feierlichen Zeremoniell mit Öl übergießen und dadurch mit Aufgabe und Amt beauftragen.
Gewürze für das Salböl: das gemacht wurde, um die Geräte des Heiligtums und das Heiligtum zu salben, um sie zu heiligen. Dazu waren Gewürze nötig, wie in Paraschat WeAta Tezawe (Schem. 30:7) erklärt wird.
Raschi
Räucherwerk: Der hebräische Ausdruck קְטֹרֶת bedeutet, Dampf und eine Rauchsäule aufsteigen lassen.
Raschi
Spezereien: wohlriechende Pflanzenbestandteile und Balsame.
Gewürze für das Salböl und für das Räucherwerk aus Spezereien
Das ist zu verstehen als בְּשָׂמִים לְשֶׁמֶן הַמִּשְׁחָה „Gewürze für das Salböl“, und סַּמִּים לִקְטֹרֶת הַסַּמִּים „Spezereien für das Räucherwerk“, obwohl das Hauptwort סַּמִּים „Spezereien“ nicht ausdrücklich aufscheint, sondern bereits im Begriff קְטֹרֶת הַסַּמִּים „Räucherwerk aus Spezereien“ enthalten ist. [Ramban]
Das ist zu verstehen als בְּשָׂמִים לְשֶׁמֶן הַמִּשְׁחָה „Gewürze für das Salböl“, und [gleichermaßen] בְּשָׂמִים לִקְטֹרֶת הַסַּמִּים „Gewürze für das Räucherwerk aus Spezereien“.
Ibn Esra
אַבְנֵי־שֹׁ֕הַם וְאַבְנֵ֖י מִלֻּאִ֑ים לָאֵפֹ֖ד וְלַחֹֽשֶׁן׃
7
7
*Schohamsteine und Steine zum Besetzen des Efod und des Brustschildes.*
Schohamsteine
אַבְנֵי שֹׁהַם „Schohamsteine“: zwei waren dort nötig, für das Efod, das in Paraschat WeAta Tezawe vorkommt (Schem. 28:6).
Raschi
zum Besetzen
מִלֻּאִים, für die Füllungen. Weil man für sie aus Gold eine Fassung machte, wie eine Vertiefung, in die man den Stein hineinlegte, um die Vertiefung auszufüllen, darum werden sie אַבְנֵי מִלּוּאִים „Steine der Füllungen“ genannt; die Fassung selbst wird מִשְׁבֶּצֶת genannt.
Raschi
des Efod und des Brustschildes
Die Schohamsteine für das Efod und die Steine der Füllungen für den Brustschild (Choschen). Choschen und Efod werden in Paraschat WeAta Tezawe erklärt; sie waren Art von Schmuck.
Raschi
וְעָ֥שׂוּ לִ֖י מִקְדָּ֑שׁ וְשָׁכַנְתִּ֖י בְּתוֹכָֽם׃
8
8
Und sie sollen Mir ein Heiligtum errichten, dass Ich mitten unter ihnen wohne.
Und sie sollen Mir ein Heiligtum errichten: sie sollen Meinem Namen zu Ehren ein Haus der Heiligkeit errichten.
Raschi
dass Ich mitten unter ihnen wohne
G‑tt sagt nicht, „dass Ich mitten in ihm (dem Heiligtum) wohne“, sondern בְּתוֹכָם, dass Ich „in ihnen wohne“ – in jeder einzelnen Person, die ihr Herz für G‑tt öffnet.
Reschit Chochma, Schne Luchot haBrit
כְּכֹ֗ל אֲשֶׁ֤ר אֲנִי֙ מַרְאֶ֣ה אוֹתְךָ֔ אֵ֚ת תַּבְנִ֣ית הַמִּשְׁכָּ֔ן וְאֵ֖ת תַּבְנִ֣ית כָּל־כֵּלָ֑יו וְכֵ֖ן תַּעֲשֽׂוּ׃ (ס)
9
9
Genau so, wie Ich dir die Form des Mischkan und die Form all seiner Geräte zeige, sollt ihr es anfertigen.
Genau so, wie Ich dir zeige, hier, die Form des Mischkan: dieser Vers ist mit dem Vers zuvor verbunden. וְעָשׂוּ לִי מִקְדָּשׁ „Sie sollen Mir ein Heiligtum errichten“, כְּכֹל אֲשֶׁר אֲנִי מַרְאֶה אוֹתְךָ „genau so, wie Ich dir zeige“.
Raschi
sollt ihr es anfertigen
וְכֵן תַּעֲשׂוּ „und so sollt ihr tun“, auch in den späteren Generationen, wenn eines von den Geräten verloren gehen sollte, oder wenn ihr für Mich die Geräte des Bet haMikdasch machen werdet, wie die Tische, Leuchter, Waschbecken und Gestelle, die König Schlomo anfertigte. Gleich der Gestalt von diesen sollt ihr sie machen.
Wenn aber der Vers nicht mit dem vorhergehenden verbunden wäre, hätte er nicht schreiben dürfen וְכֵן תַּעֲשׂוּ, sondern כֵּן תַּעֲשׂוּ „so sollt ihr tun“. Und dann würde der Vers von der Herstellung des Ohel Moed („Zelt der Offenbarung“) und seiner Geräte sprechen.
Raschi
וְעָשׂ֥וּ אֲר֖וֹן עֲצֵ֣י שִׁטִּ֑ים אַמָּתַ֨יִם וָחֵ֜צִי אָרְכּ֗וֹ וְאַמָּ֤ה וָחֵ֙צִי֙ רָחְבּ֔וֹ וְאַמָּ֥ה וָחֵ֖צִי קֹמָתֽוֹ׃
10
10
Sie sollen eine Truhe aus Akazienholz fertigen, 21/2 Ellen lang, 11/2 Ellen breit und 11/2 Ellen hoch.
Sie sollen eine Truhe fertigen: ähnlich einer Truhe, die man ohne Füße macht. Auf Französisch escrin, eine Truhe, die auf dem Boden ruht.
Raschi
Elle: im Hebräischen אַמָּה „ama“, ca. 45–48 cm.
21/2 Ellen … 11/2 Ellen … 11/2 Ellen
Diese Maße waren alle in halbe Ellen (amot) gebrochen, um zu zeigen: Jeder, der Torah lernt, muss die Selbstbezogenheit brechen und demütig sein.
Baal haTurim
וְצִפִּיתָ֤ אֹתוֹ֙ זָהָ֣ב טָה֔וֹר מִבַּ֥יִת וּמִח֖וּץ תְּצַפֶּ֑נּוּ וְעָשִׂ֧יתָ עָלָ֛יו זֵ֥ר זָהָ֖ב סָבִֽיב׃
11
11
Überziehe die Truhe mit reinem Gold, innen und außen sollst du sie überziehen und oben eine goldene Kante rundum anbringen.
mit reinem Gold: ohne Verunreinigungen und Zusätze.
Raschbam, Chiskuni
innen und außen sollst du sie überziehen
Drei Truhen machte Bezalel, zwei aus Gold und eine aus Holz. Jede hatte vier Wände und einen Boden, und oben waren sie offen. Er stellte die aus Holz in die aus Gold und die aus Gold in die aus Holz und überzog den Rand oben mit Gold, sodass sie von innen und von außen überzogen waren (Schekalim 16b, Joma 72b).
Raschi
eine goldene Kante
זֵר זָהָב, eine Art Krone umgab die Truhe ringsum über dem Rand. Er machte die äußere Truhe höher als die innere, dass sie der Dicke des Deckels gegenüber und noch etwas darüber aufragte. Und wenn der Deckel auf der Dicke der wände ruhte, überragte die Krone um etwas die ganze Dicke des Deckels. Diese Krone war ein Zeichen für die Krone der Torah.
Raschi
וְיָצַ֣קְתָּ לּ֗וֹ אַרְבַּע֙ טַבְּעֹ֣ת זָהָ֔ב וְנָ֣תַתָּ֔ה עַ֖ל אַרְבַּ֣ע פַּעֲמֹתָ֑יו וּשְׁתֵּ֣י טַבָּעֹ֗ת עַל־צַלְעוֹ֙ הָֽאֶחָ֔ת וּשְׁתֵּי֙ טַבָּעֹ֔ת עַל־צַלְע֖וֹ הַשֵּׁנִֽית׃
12
12
Gieße für die Truhe vier goldene Ringe und bringe sie an seinen vier Ecken an, zwei Ringe auf der einen Seite und zwei Ringe auf der anderen Seite.
Gieße
וְיָצַקְתָּ bedeutet „gießen“, wie der Targum sagt וְתַתֵּיךְ.
Raschi
Ecken
פַּעֲמוֹתָיו, wie der Targum sagt זָוְיָתֵיהּ „Winkel“. An den oberen Ecken, nahe am Deckel, brachte man zwei Ringe auf dieser Seite und zwei auf dieser Seite an der Breitseite der Truhe an, in sie wurden die Stangen gelegt. Und die Längsseite der Truhe trennte die Stangen, 21/2 Ellen befanden sich zwischen einer Stange und der anderen, damit zwei Menschen, welche die Truhe trugen, dazwischen gehen konnten. So wird in der Gemara Menachot, Abschnitt ›Schte haLechem‹ (98b) erklärt.
Raschi
zwei Ringe auf der einen Seite
וּשְׁתֵּי טַבָּעוֹת עַל צַלְעוֹ הָאֶחָת „zwei Ringe auf der einen Seite“: das sind die אַרְבַּע טַבָּעוֹת „vier Ringe“ vom Anfang des Verses, und er erklärt dir jetzt, wo sie sich befanden. Der Buchstabe ו (Waw) im Wort וּשְׁתֵּי ist übrig. Denn die Bedeutung der Worte ist dieselbe, wie wenn שְׁתֵּי stehen würde. Und es ist so zu verstehen: וּשְׁתַּיִם מִן הַטַּבָּעוֹת הָאֵלּוּ עַל צַלְעוֹ הָאֶחָת „und zwei von diesen Ringen seien auf der einen Seite“.
Raschi
Seite
צַלְעוֹ – צִדּוֹ, Seite.
Raschi
וְעָשִׂ֥יתָ בַדֵּ֖י עֲצֵ֣י שִׁטִּ֑ים וְצִפִּיתָ֥ אֹתָ֖ם זָהָֽב׃
13
13
Fertige Stangen aus Akazienholz und überziehe sie mit Gold.
Stangen
בַּדֵּי – מוֹטוֹת, Tragstangen.
Raschi
וְהֵֽבֵאתָ֤ אֶת־הַבַּדִּים֙ בַּטַּבָּעֹ֔ת עַ֖ל צַלְעֹ֣ת הָאָרֹ֑ן לָשֵׂ֥את אֶת־הָאָרֹ֖ן בָּהֶֽם׃
14
14
Stecke die Stangen in die Ringe an den Seiten der Truhe, damit man durch sie die Truhe tragen kann.
בְּטַבְּעֹת֙ הָאָרֹ֔ן יִהְי֖וּ הַבַּדִּ֑ים לֹ֥א יָסֻ֖רוּ מִמֶּֽנּוּ׃
15
15
In den Ringen der Truhe sollen die Stangen bleiben, sie dürfen nicht herausgezogen werden.
sie dürfen nicht herausgezogen werden: niemals (Joma 72a).
Raschi
וְנָתַתָּ֖ אֶל־הָאָרֹ֑ן אֵ֚ת הָעֵדֻ֔ת אֲשֶׁ֥ר אֶתֵּ֖ן אֵלֶֽיךָ׃
16
16
Lege in die Truhe die Tafeln des Bundes als Bezeugung, die Ich dir geben werde.
Lege in die Truhe
Die Worte וְנָתַתָּ אֶל הָאָרֹן sind so zu lesen wie וְנָתַתָּ בָּאָרוֹן „in die Truhe sollst du legen“.
Raschi
Bezeugung
עֵדוּת „Bezeugung“: die Torah, die eine Bezeugung (עֵדוּת) ist zwischen Mir und euch, dass Ich euch die in ihr geschriebenen Gebote (Mizwot) befohlen habe.
Raschi