Der tägliche Chumasch-Abschnitt

5. Adar I 5787

Freitag, 12. Februar 2027

Heute

Teruma

6. Alija

(Schemot 27:1 – 27:8)

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וְעָשִׂ֥יתָ אֶת־הַמִּזְבֵּ֖חַ עֲצֵ֣י שִׁטִּ֑ים חָמֵשׁ֩ אַמּ֨וֹת אֹ֜רֶךְ וְחָמֵ֧שׁ אַמּ֣וֹת רֹ֗חַב רָב֤וּעַ יִהְיֶה֙ הַמִּזְבֵּ֔חַ וְשָׁלֹ֥שׁ אַמּ֖וֹת קֹמָתֽוֹ׃
1
1
Fertige den Altar aus Akazienholz, 5 Ellen lang und 5 Ellen breit — quadratisch soll der Altar sein — und 3 Ellen hoch.
5 Ellen lang und 5 Ellen breit und 3 Ellen hoch
Rabbi Jehuda sagt: Diese Angaben sind wörtlich zu verstehen, so wie es steht:
   5 Ellen lang

   5 Ellen breit

   3 Ellen hoch.

Rabbi Jose sagt: Hier steht „quadratisch“, und auch beim Inneren Altar steht „quadratisch“. So wie dort beim Inneren Altar seine Höhe das Doppelte der Länge war, so auch hier: die Höhe war das Doppelte der Länge. Und laut R. Jose, wie verstehe ich „3 Ellen hoch“? Das wird gemessen vom Rand des oberen Absatzes des Altars an aufwärts (Sewachim 59b).
Raschi
וְעָשִׂ֣יתָ קַרְנֹתָ֗יו עַ֚ל אַרְבַּ֣ע פִּנֹּתָ֔יו מִמֶּ֖נּוּ תִּהְיֶ֣יןָ קַרְנֹתָ֑יו וְצִפִּיתָ֥ אֹת֖וֹ נְחֹֽשֶׁת׃
2
2
Am Altar fertige Hochecken an den vier Ecken, aus ihm selbst heraus sollen seine Hochecken sein, und überziehe den Altar mit Kupfer.
aus ihm selbst heraus
Er mache die Hochecken nicht besonders und befestige sie dann, sondern aus dem Altar selbst müssen sie gemacht werden.
Raschi
und überziehe den Altar mit Kupfer
וְצִפִּיתָ אֹתוֹ נְחֹשֶׁת „überziehe ihn mit Kupfer“: Das ist eine Sühne für Frechheit, wie es [über die stirnbietende Frechheit] heißt (Jesch. 48:4) וּמִצְחֲךָ נְחוּשָׁה „deine Stirn ist aus Kupfer“.
Raschi
und überziehe den Altar mit Kupfer
Dieser Altar hatte mehrere Namen. Weil er mit Kupfer überzogen war, nannte man ihn Kupferaltar – מִזְבַּח הַנְּחֹשֶׁת.
Weil er vor dem Eingang des Mischkan-Zeltes stand, nannte man ihn den Äußeren Altar – מִזְבֵּחַ הַחִיצוֹן.

Weil darauf die Olah-Opfer dargebracht wurden, nannte man ihn Olah-Altar – מִזְבַּח הָעוֹלָה.

Weil das Innere mit Erde aufgefüllt war, nannte man ihn Erd-Altar – מִזְבַּח אֲדָמָה.
וְעָשִׂ֤יתָ סִּֽירֹתָיו֙ לְדַשְּׁנ֔וֹ וְיָעָיו֙ וּמִזְרְקֹתָ֔יו וּמִזְלְגֹתָ֖יו וּמַחְתֹּתָ֑יו לְכָל־כֵּלָ֖יו תַּעֲשֶׂ֥ה נְחֹֽשֶׁת׃
3
3
Fertige die Behälter des Altars, um ihn von Asche zu reinigen, und seine Schaufeln und seine Becken und seine Gabeln und seine Feuerpfannen; für alle seine Geräte verarbeite Kupfer.
Behälter
סִירוֹתָיו „seine Behälter“: eine Art von Kesseln.
Raschi
um ihn von Asche zu reinigen
לְדַשְּׁנוֹ „um ihn zu entaschen“. Onkelos übersetzt לְמִסְפֵּי קִטְמֵיהּ „seine Asche hineinzufüllen“, die Asche hineinzusammeln. Denn es gibt Worte im Hebräischen, wo derselbe Ausdruck verschiedene Bedeutung hat, die Bejahung und die Verneinung ausdrücken kann.
Wie (Teh. 80:10) וַתַּשְׁרֵשׁ שָׁרָשֶׁיהָ „dass seine Wurzeln sich ausbreiteten“, (Ij. 5:3) אֱוִיל מַשְׁרִישׁ „einen Narren, der Wurzel schlug“, und das Gegenteil (Ij. 31:12) וּבְכָל תְּבוּאָתִי תְשָׁרֵשׁ „und all meinen Ertrag entwurzelt sie“.

Ebenso (Jesch 17:6) בִּסְעִפֶיהָ פֹּרִיָּה „in den Zweigen des Fruchtbaumes“, und das Gegenteil (Jesch. 10:33) מְסָעֵף פֻּארָה „schlägt die Zweige ab“, bricht die Zweige ab.

Ebenso (Jirm. 50:17) וְזֶה הָאַחֲרוֹן עִצְּמוֹ „und zuletzt zerbrach ihm der Knochen“.

Ebenso (1 Kön. 21:13) וַיִּסְקְלֻהוּ בָאֲבָנִים „sie warfen Steine auf ihn“, und das Gegenteil (Jesch. 62:10) סַקְּלוּ מֵאֶבֶן „nehmt die Steine fort“; ebenso (Jesch. 5:2) וַיְעַזְּקֵהוּ וַיְסַקְּלֵהוּ „er umzäunte ihn und entfernte die Steine aus ihm“.

Auch hier לְדַשְּׁנוֹ „zu entaschen“, „die Asche zu entfernen“, escendrer auf Französisch.
Raschi
seine Schaufeln
וְיָעָיו bedeutet, wie der Targum sagt מַגְרוֹפְיָתֵיהּ „Schaufeln“, mit denen man die Asche fortnimmt. Sie hatten die Form des Deckels eines Topfes, waren aus dünnem Metall und hatten einen Griff. Wadil auf Französisch.
Raschi
seine Becken
וּמִזְרְקֹתָיו „seine Becken“, um damit das Blut der Opferungen aufzufangen.
Raschi
seine Gabeln
וּמִזְלְגֹתָיו „seine Gabeln“: eine Art gebogener Haken, mit ihnen schlägt man auf das Fleisch, dass die Stücke daran hängenbleiben und auf den Kohlen der Brandstätte (מַּעֲרָכָה) umgedreht werden können, damit sie schneller verbrennen. Auf Französisch crocins „Haken“, in der Sprache der Weisen צִנּוֹרִיּוֹת.
Raschi
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alle seine Geräte
לְכָל כֵּלָיו ist so wie כָּל כֵּלָיו.
Raschi
וְעָשִׂ֤יתָ לּוֹ֙ מִכְבָּ֔ר מַעֲשֵׂ֖ה רֶ֣שֶׁת נְחֹ֑שֶׁת וְעָשִׂ֣יתָ עַל־הָרֶ֗שֶׁת אַרְבַּע֙ טַבְּעֹ֣ת נְחֹ֔שֶׁת עַ֖ל אַרְבַּ֥ע קְצוֹתָֽיו׃
4
4
Fertige ihm ein netzartiges Gitter aus Kupfer, und fertige am Netz vier kupferne Ringe an seinen vier Enden.
netzartiges Gitter
Das Wort מִכְבָּר bedeutet Sieb, auf Französisch crible. Eine Art Hülle wurde für den Altar gemacht, wie ein Netz aus lauter Maschen bestehend. Der Vers ist umgestellt, und seine Deutung ist so: וְעָשִׂיתָ לוֹ מִכְבָּר נְחֹשֶׁת מַעֲשֵׂה רֶשֶׁת, mache für ihn ein Gitter aus Kupfer, Netzarbeit.
Raschi
וְנָתַתָּ֣ה אֹתָ֗הּ תַּ֛חַת כַּרְכֹּ֥ב הַמִּזְבֵּ֖חַ מִלְּמָ֑טָּה וְהָיְתָ֣ה הָרֶ֔שֶׁת עַ֖ד חֲצִ֥י הַמִּזְבֵּֽחַ׃
5
5
Setze es unterhalb der Einfassung des Altars, an der unteren Hälfte, sodass das Netz bis zur halben Höhe des Altars reicht.
Einfassung des Altars
כַּרְכֹּב הַמִּזְבֵּחַ „Einfassung der Altars“: die Einfassung jedes Gegenstandes, die im Kreis um ihn herumgeht, wird כַּרְכֹּב genannt, wie wir im Abschnitt הַכֹּל שׁוֹחֲטִין (Chulin 25a) gelernt haben: Folgendes sind unfertige Holzgeräte, alles, was man noch polieren und mit einer Einfassung versehen wird. Das ist, gleich jenen runden Einschnitten, die man an den Brettern der Wände von Kästen und Holzstühlen macht. Auch am Altar mache einen Einschnitt ringsum. Dessen Breite sei 1 Elle (אַמָּה), an der Wand zum Schmuck, und er befinde sich am Ende von 6 Ellen der Höhe nach den Worten dessen, der sagt, die Höhe des Altares betrug das Doppelte seiner Länge. Und wie verstehe ich (zuvor, Vers 1) וְשָׁלֹשׁ אַמּוֹת קוֹמָתוֹ „3 Ellen seine Höhe“? Vom Rand des oberen Absatzes an aufwärts; aber ein um alle Seiten herumgehender Absatz, auf dem die Kohanim gehen sollten, war nicht am kupfernen Altar, sondern nur oben auf dem Altar innerhalb der Hochecken.
So lernen wir auch in der Gemara Sewachim (62): Welche ist die Einfassung? Zwischen einer Hochecke und der anderen. Ihre Breite war eine Elle. Innerhalb dieser war eine Elle als Fußweg für die Kohanim. Diese beiden Ellen wurden Einfassung genannt. Dann fragen wir dort, es steht doch, „unterhalb der Einfassung des Altars, an der unteren Hälfte“. Daraus entnehmen wir doch, dass die Einfassung an der Wand war und das einhüllende Gitter unterhalb derselben? Darauf antwortet dort die Gemara, es waren zwei Einfassungen, eine zum Schmuck und eine für die Kohanim, dass sie nicht ausglitten. Die an der Wand war zum Schmuck, man bekleidete den Altar unten mit dem Gitter, dessen Breite bis zur Hälfte des Altares reichte. Daraus ergibt sich, dass das Gitter eine Elle breit war. Diese Einfassung war auch das Zeichen für die Hälfte der Höhe, um zwischen dem oberen Blut und dem unteren zu unterscheiden. Ihr entsprechend machte man am Altar des Tempels, in dessen Mitte, eine Art roter Linie.

Obwohl der Vers die Anhöhe, auf der man zum Altar emporstieg, in diesem Abschnitt nicht erklärt, so haben wir sie bereits aus dem Abschnitt (Schem. 20:21) מִזְבַּח אֲדָמָה תַּעֲשֶׂה לִּי „einen Altar von Erde mache Mir“, entnommen: וְלֹא תַעֲלֶה בְּמַעֲלוֹת „steige nicht auf Stufen empor“, mache keine Stufen an seiner Anhöhe, sondern mache eine glatte Anhöhe. Daraus lernen wir, dass er eine Anhöhe hatte. So lernen wir in Mechilta.

„Einen Altar aus Erde“, das ist der kupferne Altar, dessen Hohlraum man mit Erde füllte da, wo sie lagerten. Die Anhöhe war im Süden des Altares, eine Haaresbreite vom Altar getrennt, ihr Fuß reichte bis zum Abstand von einer Elle an die Vorhänge des Vorhofes im Süden heran, nach dem, der sagt, dass der Altar 10 Ellen hoch war. Und nach dem, der sagt, es war wörtlich, wie geschrieben „3 Ellen seine Höhe“, betrug die Länge der Anhöhe nur 10 Ellen. So habe ich in der Mischna אַרְבָעִים וְתֵשַׁע מִדּוֹת gefunden. Und dass die Anhöhe eine Haaresbreite vom Altar getrennt war, lernen wir in der Gemara Sewachim (62b) aus dem Vers.
Raschi
וְעָשִׂ֤יתָ בַדִּים֙ לַמִּזְבֵּ֔חַ בַּדֵּ֖י עֲצֵ֣י שִׁטִּ֑ים וְצִפִּיתָ֥ אֹתָ֖ם נְחֹֽשֶׁת׃
6
6
Fertige Stangen für den Altar, Stangen aus Akazienholz, und überziehe sie mit Kupfer.
וְהוּבָ֥א אֶת־בַּדָּ֖יו בַּטַּבָּעֹ֑ת וְהָי֣וּ הַבַּדִּ֗ים עַל־שְׁתֵּ֛י צַלְעֹ֥ת הַמִּזְבֵּ֖חַ בִּשְׂאֵ֥ת אֹתֽוֹ׃
7
7
Stecke die Stangen in die Ringe, dass die Stangen an den beiden Seiten des Altars sind, wenn man ihn trägt.
durch die Ringe: in die vier Ringe, die für das Gitter gemacht waren.
Raschi
נְב֥וּב לֻחֹ֖ת תַּעֲשֶׂ֣ה אֹת֑וֹ כַּאֲשֶׁ֨ר הֶרְאָ֥ה אֹתְךָ֛ בָּהָ֖ר כֵּ֥ן יַעֲשֽׂוּ׃ (ס)
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8
Hohl, aus Brettern, fertige den Altar; wie man es dir auf dem Berg gezeigt hat, so sollen sie ihn fertigen.
Hohl, aus Brettern
נְבוּב לֻחֹת bedeutet, wie der Targum übersetzt חֲלִיל לוּחִין „hohl, aus Brettern“, Brettern aus Schitimholz waren auf allen Seiten, und der Hohlraum war in der Mitte. Der Altar sollte nicht ganz aus einem Stück Holz bestehen, dessen Dicke 5 auf 5 Ellen betragen würde, wie ein Block.
Raschi