Einfassung des Altars
כַּרְכֹּב הַמִּזְבֵּחַ „Einfassung der Altars“: die Einfassung jedes Gegenstandes, die im Kreis um ihn herumgeht, wird כַּרְכֹּב genannt, wie wir im Abschnitt הַכֹּל שׁוֹחֲטִין (Chulin 25a) gelernt haben: Folgendes sind unfertige Holzgeräte, alles, was man noch polieren und mit einer Einfassung versehen wird. Das ist, gleich jenen runden Einschnitten, die man an den Brettern der Wände von Kästen und Holzstühlen macht. Auch am Altar mache einen Einschnitt ringsum. Dessen Breite sei 1 Elle (אַמָּה), an der Wand zum Schmuck, und er befinde sich am Ende von 6 Ellen der Höhe nach den Worten dessen, der sagt, die Höhe des Altares betrug das Doppelte seiner Länge. Und wie verstehe ich (zuvor, Vers 1) וְשָׁלֹשׁ אַמּוֹת קוֹמָתוֹ „3 Ellen seine Höhe“? Vom Rand des oberen Absatzes an aufwärts; aber ein um alle Seiten herumgehender Absatz, auf dem die Kohanim gehen sollten, war nicht am kupfernen Altar, sondern nur oben auf dem Altar innerhalb der Hochecken.
So lernen wir auch in der Gemara Sewachim (62): Welche ist die Einfassung? Zwischen einer Hochecke und der anderen. Ihre Breite war eine Elle. Innerhalb dieser war eine Elle als Fußweg für die Kohanim. Diese beiden Ellen wurden Einfassung genannt. Dann fragen wir dort, es steht doch, „unterhalb der Einfassung des Altars, an der unteren Hälfte“. Daraus entnehmen wir doch, dass die Einfassung an der Wand war und das einhüllende Gitter unterhalb derselben? Darauf antwortet dort die Gemara, es waren zwei Einfassungen, eine zum Schmuck und eine für die Kohanim, dass sie nicht ausglitten. Die an der Wand war zum Schmuck, man bekleidete den Altar unten mit dem Gitter, dessen Breite bis zur Hälfte des Altares reichte. Daraus ergibt sich, dass das Gitter eine Elle breit war. Diese Einfassung war auch das Zeichen für die Hälfte der Höhe, um zwischen dem oberen Blut und dem unteren zu unterscheiden. Ihr entsprechend machte man am Altar des Tempels, in dessen Mitte, eine Art roter Linie.
Obwohl der Vers die Anhöhe, auf der man zum Altar emporstieg, in diesem Abschnitt nicht erklärt, so haben wir sie bereits aus dem Abschnitt (Schem. 20:21) מִזְבַּח אֲדָמָה תַּעֲשֶׂה לִּי „einen Altar von Erde mache Mir“, entnommen: וְלֹא תַעֲלֶה בְּמַעֲלוֹת „steige nicht auf Stufen empor“, mache keine Stufen an seiner Anhöhe, sondern mache eine glatte Anhöhe. Daraus lernen wir, dass er eine Anhöhe hatte. So lernen wir in Mechilta.
„Einen Altar aus Erde“, das ist der kupferne Altar, dessen Hohlraum man mit Erde füllte da, wo sie lagerten. Die Anhöhe war im Süden des Altares, eine Haaresbreite vom Altar getrennt, ihr Fuß reichte bis zum Abstand von einer Elle an die Vorhänge des Vorhofes im Süden heran, nach dem, der sagt, dass der Altar 10 Ellen hoch war. Und nach dem, der sagt, es war wörtlich, wie geschrieben „3 Ellen seine Höhe“, betrug die Länge der Anhöhe nur 10 Ellen. So habe ich in der Mischna אַרְבָעִים וְתֵשַׁע מִדּוֹת gefunden. Und dass die Anhöhe eine Haaresbreite vom Altar getrennt war, lernen wir in der Gemara Sewachim (62b) aus dem Vers.
Raschi