Der tägliche Chumasch-Abschnitt

11. Adar I 5787

Donnerstag, 18. Februar 2027

Heute

Tezawe

5. Alija

(Schemot 29:19 – 29:37)

Optionen
וְלָ֣קַחְתָּ֔ אֵ֖ת הָאַ֣יִל הַשֵּׁנִ֑י וְסָמַ֨ךְ אַהֲרֹ֧ן וּבָנָ֛יו אֶת־יְדֵיהֶ֖ם עַל־רֹ֥אשׁ הָאָֽיִל׃
19
19
Nimm den zweiten Widder, und Aharon und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.
וְשָׁחַטְתָּ֣ אֶת־הָאַ֗יִל וְלָקַחְתָּ֤ מִדָּמוֹ֙ וְנָֽתַתָּ֡ה עַל־תְּנוּךְ֩ אֹ֨זֶן אַהֲרֹ֜ן וְעַל־תְּנ֨וּךְ אֹ֤זֶן בָּנָיו֙ הַיְמָנִ֔ית וְעַל־בֹּ֤הֶן יָדָם֙ הַיְמָנִ֔ית וְעַל־בֹּ֥הֶן רַגְלָ֖ם הַיְמָנִ֑ית וְזָרַקְתָּ֧ אֶת־הַדָּ֛ם עַל־הַמִּזְבֵּ֖חַ סָבִֽיב׃
20
20
Schlachte den Widder und nimm von seinem Blut und streiche es an den rechten Ohrknorpel Aharons und an den rechten Ohrknorpel seiner Söhne, und an den Daumen ihrer rechten Hand und an die große Zehe ihres rechten Fußes, und sprenge das Blut ringsum an den Altar.
Ohrknorpel
תְּנוּךְ ist der mittlere Knorpel im Ohr, auf Französisch tenrum „Ohrknorpel“.
Raschi
den Daumen ihrer Hand
בֹּהֶן יָדָם „an den Daumen ihrer Hand“, und zwar auf das mittlere Fingerglied.
Raschi
sprengen, besprengen: etwas mit Flüssigkeit besprühen.
וְלָקַחְתָּ֞ מִן־הַדָּ֨ם אֲשֶׁ֥ר עַֽל־הַמִּזְבֵּחַ֮ וּמִשֶּׁ֣מֶן הַמִּשְׁחָה֒ וְהִזֵּיתָ֤ עַֽל־אַהֲרֹן֙ וְעַל־בְּגָדָ֔יו וְעַל־בָּנָ֛יו וְעַל־בִּגְדֵ֥י בָנָ֖יו אִתּ֑וֹ וְקָדַ֥שׁ הוּא֙ וּבְגָדָ֔יו וּבָנָ֛יו וּבִגְדֵ֥י בָנָ֖יו אִתּֽוֹ׃
21
21
Nimm von dem Blut, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl und sprenge es auf Aharon und seine Gewänder und auf seine Söhne und auf die Gewänder seiner Söhne; damit soll er heilig sein, er und seine Gewänder, seine Söhne und die Gewänder seiner Söhne.
וְלָקַחְתָּ֣ מִן־הָ֠אַיִל הַחֵ֨לֶב וְהָֽאַלְיָ֜ה וְאֶת־הַחֵ֣לֶב ׀ הַֽמְכַסֶּ֣ה אֶת־הַקֶּ֗רֶב וְאֵ֨ת יֹתֶ֤רֶת הַכָּבֵד֙ וְאֵ֣ת ׀ שְׁתֵּ֣י הַכְּלָיֹ֗ת וְאֶת־הַחֵ֙לֶב֙ אֲשֶׁ֣ר עֲלֵהֶ֔ן וְאֵ֖ת שׁ֣וֹק הַיָּמִ֑ין כִּ֛י אֵ֥יל מִלֻּאִ֖ים הֽוּא׃
22
22
Nimm von dem Widder das Fett, den Fettschwanz, und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, den Leberlappen, die beiden Nieren und das Fett an ihnen, und den rechten Schenkel, denn es ist ein Widder der Einsetzung.
das Fett: das ist das Fett der Därme oder des Magens (Chulin 49b).
Raschi
den Fettschwanz: unterhalb der Nieren, wie in Wajikra (3:9) erklärt wird, wo es heißt לְעֻמַּת הֶעָצֶה יְסִירֶנָּה „den Nieren gegenüber nehme er ihn ab“, an der Stelle, wo die Nieren raten (עָצֶה vom Begriff עֵצָה, Ratschlag). Bei den Fettstücken des Stieres ist der Fettschwanz nicht erwähnt; denn man bringt den Fettschwanz nur beim männlichen Lamm und dem weiblichen Lamm und beim Widder dar; aber beim Rind und der Ziege ist der Fettschwanz nicht vorgeschrieben.
Raschi
und den rechten Schenkel
Wir finden sonst nicht, dass der rechte Schenkel mit den Fettstücken verbrannt werden sollte, außer bei diesem allein.
Raschi
denn es ist ein Widder der Einsetzung: des Friedensopfers (שְׁלָמִים), vom Wort שְׁלֵמוּת „Vollkommenheit“; ein Widder, der in allem vollkommen ist. Der Vers lehrt, dass das Einweihungsopfer ein Friedensopfer war, das Frieden brachte dem Altar, dem diensttuenden Kohen und den Eigentümern. Darum schreibt der Vers dafür vor, dass die Brust dem diensttuenden Kohen als Gabe gegeben werde – das war Mosche, der in den Tagen der Einweihung den Dienst versah. Das andere aßen Aharon und seine Söhne, denn sie waren die Eigentümer, wie im Abschnitt erklärt wird.
Raschi
Widder der Einsetzung: Durch diesen Widder wurden Aharon und seine Söhne in die Kehuna eingesetzt.
וְכִכַּ֨ר לֶ֜חֶם אַחַ֗ת וַֽחַלַּ֨ת לֶ֥חֶם שֶׁ֛מֶן אַחַ֖ת וְרָקִ֣יק אֶחָ֑ד מִסַּל֙ הַמַּצּ֔וֹת אֲשֶׁ֖ר לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
23
23
Und nimm einen Laib Brot und einen Ölbrot Kuchen und einen Fladen aus dem Korb mit dem ungesäuerten Backwerk, der vor dem Ewigen steht.
einen Laib Brot
וְכִכַּר לֶחֶם „einen Laib Brot“: von den Kuchen.
Raschi
und einen Ölbrot-Kuchen
וְחַלַּת לֶחֶם שֶׁמֶן „einen Ölbrot-Kuchen“: von der Art aus gebrühtem Mehl.
Raschi
und einen Fladen: von den Fladen, eins von den zehn jeder einzelnen Art. Wir finden nicht, dass die Brotgabe (תְּרוּמַת לֶחֶם), die mit einer Opferung gebracht wurde, verdampft wurde außer dieser. Denn die Gabe von den Broten des Dankopfers und des Widders des Nasir wurde den Kohanim gegeben mit der Brust und dem Schenkel. Aber davon erhielt Mosche als Gabe nur die Brust.
Raschi
וְשַׂמְתָּ֣ הַכֹּ֔ל עַ֚ל כַּפֵּ֣י אַהֲרֹ֔ן וְעַ֖ל כַּפֵּ֣י בָנָ֑יו וְהֵנַפְתָּ֥ אֹתָ֛ם תְּנוּפָ֖ה לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
24
24
Lege all das auf die Hände Aharons und auf die Hände seiner Söhne und mache damit eine Schwingung vor dem Ewigen.
und mache damit eine Schwingung vor dem Ewigen
Beide machten die Schwingung: die Eigentümer des Korban und der Kohen. Wie war das? Der Kohen legte seine Hand unter die Hand der Eigentümer und schwang. Hier in diesem Fall waren Aharon und seine Söhne die Eigentümer und Mosche der Kohen.
Raschi
eine Schwingung
Er schwang nach allen vier Himmelsrichtungen als Preisung G‑ttes, dem die vier Seiten der Welt gehören. Diese Schwingung (תְּנוּפָה) hielt Strafen und böse Winde zurück und hob sie auf.
[Zusätzlich zur waagrechten Schwingung wurde das Opfer auch noch auf andere Weise bewegt:] Er schwang in die Höhe und in die Tiefe, um Ihm Ehre zu zeigen, dem Himmel und Erde gehören. Diese Schwingung (תְּרוּמָה) hielt böse Taufälle zurück (Menachot 62a).
Raschi
וְלָקַחְתָּ֤ אֹתָם֙ מִיָּדָ֔ם וְהִקְטַרְתָּ֥ הַמִּזְבֵּ֖חָה עַל־הָעֹלָ֑ה לְרֵ֤יחַ נִיח֙וֹחַ֙ לִפְנֵ֣י יְהוָ֔ה אִשֶּׁ֥ה ה֖וּא לַיהוָֽה׃
25
25
Nimm es aus ihrer Hand und lasse es verdampfen auf dem Altar bei dem Ganzopfer (olah), ein lieblicher Duft sei es dem Ewigen, eine Feuergabe ist es für den Ewigen.
bei dem Ganzopfer: bei dem ersten Widder, den du als Ganzopfer (עוֹלָה) gebracht hast.
Raschi
ein lieblicher Duft: zum Wohlgefallen vor Ihm, der gesprochen und dessen Willen erfüllt worden ist.
Raschi
eine Feuergabe
אִשֶּׁה – לָאֵשׁ נִתָּן „Feuergabe“: eine Gabe, die dem Feuer übergeben wurde.
Raschi
für den Ewigen: dem Namen des Ewigen geweiht.
Raschi
וְלָקַחְתָּ֣ אֶת־הֶֽחָזֶ֗ה מֵאֵ֤יל הַמִּלֻּאִים֙ אֲשֶׁ֣ר לְאַהֲרֹ֔ן וְהֵנַפְתָּ֥ אֹת֛וֹ תְּנוּפָ֖ה לִפְנֵ֣י יְהוָ֑ה וְהָיָ֥ה לְךָ֖ לְמָנָֽה׃
26
26
Und nimm die Brust von dem Widder der Einsetzung, der für Aharon ist, und mache damit eine Schwingung vor dem Ewigen; und das soll dein Anteil sein.
soll dein Anteil sein: für Mosche, der hier als Kohen diente.
וְקִדַּשְׁתָּ֞ אֵ֣ת ׀ חֲזֵ֣ה הַתְּנוּפָ֗ה וְאֵת֙ שׁ֣וֹק הַתְּרוּמָ֔ה אֲשֶׁ֥ר הוּנַ֖ף וַאֲשֶׁ֣ר הוּרָ֑ם מֵאֵיל֙ הַמִּלֻּאִ֔ים מֵאֲשֶׁ֥ר לְאַהֲרֹ֖ן וּמֵאֲשֶׁ֥ר לְבָנָֽיו׃
27
27
Heilige die Brust der Schwingung und den Schenkel der Abgabe, der geschwungen und der erhoben wurde von dem Widder der Einsetzung, von dem, der für Aharon ist, und von dem, der für seine Söhne ist.
Und heilige die Brust der Schwingung und den Schenkel der Abgabe
Heilige sie für die kommenden Generationen, dass ihre Erhebung und ihre Schwingung bei der Brust und dem Schenkel des Friedensopfers (חָזֶה וָשׁוֹק שֶׁל שְׁלָמִים) vollzogen werde, aber nicht die Verdampfung. Sondern sie seien für Aharon und seine Söhne zur Speise.
Raschi
Schwingung
תְּנוּפָה „Schwingung“: seitwärts führen, wenteler „schwingen“ auf Französisch.
Raschi
der erhoben wurde
הוּרָם bedeutet, in die Höhe und in die Tiefe halten.
Raschi
וְהָיָה֩ לְאַהֲרֹ֨ן וּלְבָנָ֜יו לְחָק־עוֹלָ֗ם מֵאֵת֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל כִּ֥י תְרוּמָ֖ה ה֑וּא וּתְרוּמָ֞ה יִהְיֶ֨ה מֵאֵ֤ת בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ מִזִּבְחֵ֣י שַׁלְמֵיהֶ֔ם תְּרוּמָתָ֖ם לַיהוָֽה׃
28
28
Es gehöre Aharon und seinen Söhnen als Festgesetztes auf ewig von den Kindern Israel, denn eine Abgabe ist es und eine Abgabe soll es bleiben von den Kindern Israel, von ihren Friedensopfern (schlamim), ihre Abgabe für den Ewigen.
als Festgesetztes auf ewig
לְחָק עוֹלָם „als Festgesetztes auf ewig“: dass die Friedensopfer (שְּׁלָמִים) den Eigentümern gehören und diese die Brust und den Schenkel dem Kohen geben sollen.
Raschi
denn eine Abgabe ist es: diese Brust und dieser Schenkel.
Raschi
וּבִגְדֵ֤י הַקֹּ֙דֶשׁ֙ אֲשֶׁ֣ר לְאַהֲרֹ֔ן יִהְי֥וּ לְבָנָ֖יו אַחֲרָ֑יו לְמָשְׁחָ֣ה בָהֶ֔ם וּלְמַלֵּא־בָ֖ם אֶת־יָדָֽם׃
29
29
Und die heiligen Gewänder, die Aharon gehören, sollen seinen Söhnen nach ihnen gehören, um sie in diesen Gewändern zu salben und in ihr Amt einzusetzen.
seinen Söhnen nach ihm: demjenigen, der ihm in der Würde folgen wird.
Raschi
um sie zu salben
לְמָשְׁחָה „um sie zu salben“: um sie damit auszuzeichnen, dass sie dadurch erhoben werden. Das Wort מְשִׁיחָה kann auch „Würde“ bedeuten, wie (Bam. 18:8) לְךָ נְתַתִּים לְמָשְׁחָה „dir habe ich sie als Auszeichnung gegeben“, (Teh. 105:15) אַל תִּגְעוּ בִּמְשִׁיחָי „berührt nicht Meine Erwählten“.
Raschi
und in ihr Amt einzusetzen: durch die Gewänder wird er mit der Würde des Kohen Gadol bekleidet.
Raschi
שִׁבְעַ֣ת יָמִ֗ים יִלְבָּשָׁ֧ם הַכֹּהֵ֛ן תַּחְתָּ֖יו מִבָּנָ֑יו אֲשֶׁ֥ר יָבֹ֛א אֶל־אֹ֥הֶל מוֹעֵ֖ד לְשָׁרֵ֥ת בַּקֹּֽדֶשׁ׃
30
30
Sieben Tage lege der Kohen diese Gewänder an, der ihm von seinen Söhnen folgt, der in das Zelt der Zusammenkunft hineingeht, um den Dienst im Heiligtum zu verrichten.
Sieben Tage: nacheinander lege der Kohen an: der von seinen Söhne an seine Stelle in die Würde des Kohen Gadol tritt, wenn man ihn zum Kohen Gadol einsetzt.
Raschi
der Kohen … der ihm von seinen Söhnen folgt
הַכֹּהֵן תַּחְתָּיו מִבָּנָיו, wörtl. „der an seiner Stelle von seinen Söhnen den Dienst verrichtet“. Von hier ist ein Beweis, dass der Begriff כֹּהֵן überall eigentlich ein Partizip ist: „der Dienende“, darum hat es das Akzentzeichen Tewir (◌֛), das nach oben zieht [und vom Folgenden trennt].
Raschi
der in das Zelt der Zusammenkunft hineingeht: jener Kohen, der dazu bestimmt ist, am Jom Kippur ins Allerheiligste hineinzugehen, das ist der Kohen Gadol, da der Dienst von Jom Kippur nur durch ihn verrichtet werden darf (Joma 73a).
Raschi
der ihm von seinen Söhnen folgt
Das lehrt, dass wenn der Kohen Gadol einen Sohn hat, der seine Stelle ausfüllen kann, man ihn an seiner Stelle zum Kohen Gadol einsetze (Joma 72b).
Raschi
וְאֵ֛ת אֵ֥יל הַמִּלֻּאִ֖ים תִּקָּ֑ח וּבִשַּׁלְתָּ֥ אֶת־בְּשָׂר֖וֹ בְּמָקֹ֥ם קָדֹֽשׁ׃
31
31
Den Widder der Einsetzung sollst du nehmen und sein Fleisch kochen an einem heiligen Ort.
an einem heiligen Ort: im Vorhof des Zeltes der Zusammenkunft. Denn diese Friedensopfer waren Heilige Opfer ersten Ranges (קָדְשֵׁי קָדָשִׁים).
Raschi
וְאָכַ֨ל אַהֲרֹ֤ן וּבָנָיו֙ אֶת־בְּשַׂ֣ר הָאַ֔יִל וְאֶת־הַלֶּ֖חֶם אֲשֶׁ֣ר בַּסָּ֑ל פֶּ֖תַח אֹ֥הֶל מוֹעֵֽד׃
32
32
Und Aharon und seine Söhne sollen das Fleisch des Widders und das Brot, das im Korb ist, am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft essen.
am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft: der ganze Vorhof wird so genannt.
Raschi
וְאָכְל֤וּ אֹתָם֙ אֲשֶׁ֣ר כֻּפַּ֣ר בָּהֶ֔ם לְמַלֵּ֥א אֶת־יָדָ֖ם לְקַדֵּ֣שׁ אֹתָ֑ם וְזָ֥ר לֹא־יֹאכַ֖ל כִּי־קֹ֥דֶשׁ הֵֽם׃
33
33
Essen sollen es sie, durch die die Sühne vollzogen wurde, um sie in ihr Amt einzusetzen und sie zu heiligen; ein Fremder darf nicht davon essen, denn sie sind heilig.
Essen sollen es sie: Aharon und seine Söhne, weil sie die Eigentümer sind, durch die die Sühne vollzogen wurde: von allem Fremden und Verworfenen.
Raschi
lorem ipsum
sie in ihr Amt einzusetzen: durch diesen Widder und dieses Brot.
Raschi
sie zu heiligen: durch diese Einweihung werden sie in die Kehuna-Würde eingesetzt und für sie geheiligt.
Raschi
Denn sie sind heilig: Heilige Dinge ersten Ranges (קָדְשֵׁי קָדָשִׁים). Von hier entnehmen wir das Verbot des Fremden (זָר, ein Nicht-Kohen), der Heilige Dinge ersten Ranges genießt, da der Vers die Sache damit begründet, denn sie sind heilig.
Raschi
in ihr Amt einzusetzen: לְמַלֵּא אֶת יָדָם, wörtl. ihre Hand zu füllen.
ein Fremder: ein Nicht-Kohen.
וְֽאִם־יִוָּתֵ֞ר מִבְּשַׂ֧ר הַמִּלֻּאִ֛ים וּמִן־הַלֶּ֖חֶם עַד־הַבֹּ֑קֶר וְשָׂרַפְתָּ֤ אֶת־הַנּוֹתָר֙ בָּאֵ֔שׁ לֹ֥א יֵאָכֵ֖ל כִּי־קֹ֥דֶשׁ הֽוּא׃
34
34
Und wenn vom Fleisch der Einsetzung oder vom Brot übrig bleibt bis zum Morgen, dann verbrenne das Übriggebliebene im Feuer; es werde nicht gegessen, denn heilig ist es.
וְעָשִׂ֜יתָ לְאַהֲרֹ֤ן וּלְבָנָיו֙ כָּ֔כָה כְּכֹ֥ל אֲשֶׁר־צִוִּ֖יתִי אֹתָ֑כָה שִׁבְעַ֥ת יָמִ֖ים תְּמַלֵּ֥א יָדָֽם׃
35
35
So du sollst mit Aharon und seinen Söhnen so ausführen, nach allem, wie Ich dir befohlen habe; sieben Tage setze sie in ihr Amt ein.
So führe mit Aharon und seinen Söhnen aus
Der Vers wiederholt und sagt es zwei Mal, um die Gültigkeit davon abhängig zu machen (לְעַכֵּב); wenn man etwas von all dem im Abschnitt Gesagten hätte fehlen lassen, wären sie nicht in ihr Amt eingesetzt und ihr Dienst wäre untauglich.
Raschi
dir befohlen
אֹתָכָה ist so wie אוֹתְךָ.
Raschi
sieben Tage setze sie in ihr Amt ein: auf diese Weise und durch diese Opfer an jedem Tag.
Raschi
וּפַ֨ר חַטָּ֜את תַּעֲשֶׂ֤ה לַיּוֹם֙ עַל־הַכִּפֻּרִ֔ים וְחִטֵּאתָ֙ עַל־הַמִּזְבֵּ֔חַ בְּכַפֶּרְךָ֖ עָלָ֑יו וּמָֽשַׁחְתָּ֥ אֹת֖וֹ לְקַדְּשֽׁוֹ׃
36
36
Und einen Stier zum Sündopfer (chatat) sollst du täglich darbringen zur Sühne; damit sollst du den Altar entsündigen, indem du auf ihm zur Sühne opferst, und salbe ihn, um ihn zu heiligen.
zur Sühne
עַל הַכִּפּוּרִים „zur Sühne“: um der Sühne willen, um den Altar von allem Fremden und Verworfenen zu sühnen. Weil es nämlich heißt (Vers 35) שִׁבְעַת יָמִים תְּמַלֵּא יָדָם „sieben Tage setze sie in ihr Amt ein“, hätte ich dies nur auf die Opfer bezogen, die aufgrund der Kohanim gebracht wurden, wie der Widder und das Brot. Aber das, was um des Altars willen gebracht wurde, wie der Stier zur Entsündigung des Altares (פַּר לְחִטּוּי הַמִּזְבֵּחַ), hätten wir nicht daraus entnommen. Darum ist dieser Vers nötig.
Der Midrasch Torat Kohanim (Paraschat Zaw, Miluim, Abschn. 15) sagt, die Sühne des Altares war darum nötig, weil vielleicht jemand zum Werk des Mischkan und des Altares etwas Gestohlenes gespendet hatte.
Raschi
und vollziehe die Sühne
וְחִטֵּאתָ, vom Targum übersetzt als וּתְדַכֵּי „vollziehe die Reinigung“. Das bedeutet die Blutgabe, die mit dem Finger hingebracht wurde, sie wurde Sühne genannt.
Raschi
und salbe ihn: mit dem Salböl; alle Salbungen wie der griechische Buchstabe Chi (X).
Raschi
שִׁבְעַ֣ת יָמִ֗ים תְּכַפֵּר֙ עַל־הַמִּזְבֵּ֔חַ וְקִדַּשְׁתָּ֖ אֹת֑וֹ וְהָיָ֤ה הַמִּזְבֵּ֙חַ֙ קֹ֣דֶשׁ קָֽדָשִׁ֔ים כָּל־הַנֹּגֵ֥עַ בַּמִּזְבֵּ֖חַ יִקְדָּֽשׁ׃ (ס)
37
37
Sieben Tage sollst du zur Sühne opfern auf dem Altar und ihn heiligen; der Altar ist hochheilig, alles, was den Altar berührt, sei heilig.
der Altar ist hochheilig
וְהָיָה הַמִּזְבֵּחַ קֹדֶשׁ „Der Altar ist hochheilig“, und worin besteht seine Heiligkeit? כָּל הַנֹּגֵעַ בַּמִּזְבֵּחַ יִקְדָּשׁ „Alles, was den Altar berührt, sei heilig“. Sogar ein untaugliches Opfer (קָרְבָּן פָּסוּל), das auf ihn gebracht wird, heiligt der Altar, um es geeignet zu machen, dass es nicht heruntergenommen zu werden braucht. Weil es nun heißt כָּל הַנֹּגֵעַ בַּמִּזְבֵּחַ יִקְדָּשׁ „alles, was den Altar berührt, sei heilig“, könnte ich daraus entnehmen, ob es geeignet oder ob es nicht geeignet sei, zum Beispiel ein Opfer, dessen Untauglichkeit nicht erst im Heiligtum entstanden ist, wie durch Menschen missbrauchte Tiere (רוֹבֵעַ וְנִּרְבָּע),
zum Götzenopfer Bestimmtes (מֻקְצֶה), Angebetetes (נֶעֱבָד), durch eine Verletzung zum Genuss Verbotenes (טְּרֵפָה) und dergleichen, darum heißt es gleich darauf וְזֶה אֲשֶׁר תַּעֲשֶׂה „und dieses sollst du bereiten“ (Vers 38). Wie jenes Ganzopfer geeignet ist, so ist auch hier nur Geeignetes gemeint, das einmal für den Altar geeignet war und erst untauglich wurde, nachdem es in den Vorhof gekommen ist, zum Beispiel das über Nacht liegen blieb (הַלָּן), das außerhalb des Vorhofes gebracht wurde (הַיּוֹצֵא), das unrein wurde (הַטָּמֵא), oder das mit der Absicht geschlachtet wurde, es außerhalb der rechten Zeit (מַחֲשֶׁבֶת חוּץ לִזְמַנּוֹ) oder außerhalb des rechten Ortes (מַחֲשֶׁבֶת חוּץ לִמְקוֹמוֹ) zu bringen.
Raschi