Der tägliche Chumasch-Abschnitt

19. Adar I 5787

Freitag, 26. Februar 2027

Heute

Ki Tissa

6. Alija

(Schemot 34:10 – 34:26)

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וַיֹּ֗אמֶר הִנֵּ֣ה אָנֹכִי֮ כֹּרֵ֣ת בְּרִית֒ נֶ֤גֶד כָּֽל־עַמְּךָ֙ אֶעֱשֶׂ֣ה נִפְלָאֹ֔ת אֲשֶׁ֛ר לֹֽא־נִבְרְא֥וּ בְכָל־הָאָ֖רֶץ וּבְכָל־הַגּוֹיִ֑ם וְרָאָ֣ה כָל־הָ֠עָם אֲשֶׁר־אַתָּ֨ה בְקִרְבּ֜וֹ אֶת־מַעֲשֵׂ֤ה יְהוָה֙ כִּֽי־נוֹרָ֣א ה֔וּא אֲשֶׁ֥ר אֲנִ֖י עֹשֶׂ֥ה עִמָּֽךְ׃
10
10
Und G‑tt sagte: Siehe, Ich schließe einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde Ich Unterscheidungen treffen, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Nationen nie geschehen sind, und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, wird das Werk des Ewigen sehen, wie ehrfurchtbar es ist, was Ich an dir tue.
Ich schließe einen Bund: darauf.
Raschi
darauf: auf deine Bitte (Schem. 33:16) וְנִפְלֵינוּ אֲנִי וְעַמְּךָ „damit wir ausgezeichnet werden, ich und Dein Volk“ schließe Ich einen Bund.
Misrachi
werde Ich Unterscheidungen treffen
נִפְלָאֹת „werde Ich Unterscheidungen treffen“. Der Begriff נִפְלָאֹת bezieht sich auf וְנִפְלֵינוּ „ausgezeichnet werden“ bei der Bitte Mosches וְנִפְלֵינוּ אֲנִי וְעַמְּךָ „damit wir ausgezeichnet werden, ich und Dein Volk“. „Ich werde Wunder tun“, אֶעֱשֶׂה נִפְלָאֹת bedeutet somit:] ihr werdet euch dadurch von allen Völkern der Welt unterscheiden, dass Meine Schechina auf den Götzendienern nicht ruht.
Raschi
שְׁמָ֨ר־לְךָ֔ אֵ֛ת אֲשֶׁ֥ר אָנֹכִ֖י מְצַוְּךָ֣ הַיּ֑וֹם הִנְנִ֧י גֹרֵ֣שׁ מִפָּנֶ֗יךָ אֶת־הָאֱמֹרִי֙ וְהַֽכְּנַעֲנִ֔י וְהַחִתִּי֙ וְהַפְּרִזִּ֔י וְהַחִוִּ֖י וְהַיְבוּסִֽי׃
11
11
Beachte du, was Ich dir heute befehle. Siehe, Ich treibe aus vor dir den Emori, Kna’ani, Chiti, Prisi, Chiwi und Jebussi.
den Emori
Sechs Völker stehen hier; denn der Girgaschi stand auf und räumte vor ihnen das Land.
Raschi
הִשָּׁ֣מֶר לְךָ֗ פֶּן־תִּכְרֹ֤ת בְּרִית֙ לְיוֹשֵׁ֣ב הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁ֥ר אַתָּ֖ה בָּ֣א עָלֶ֑יהָ פֶּן־יִהְיֶ֥ה לְמוֹקֵ֖שׁ בְּקִרְבֶּֽךָ׃
12
12
Nimm dich in acht, dass du keinen Bund schließt mit dem Bewohner des Landes, gegen das du ziehst; dass er nicht zum Fallstrick in deiner Mitte werde.
כִּ֤י אֶת־מִזְבְּחֹתָם֙ תִּתֹּצ֔וּן וְאֶת־מַצֵּבֹתָ֖ם תְּשַׁבֵּר֑וּן וְאֶת־אֲשֵׁרָ֖יו תִּכְרֹתֽוּן׃
13
13
Sondern ihre Altäre sollt ihr niederreißen, ihre Bildsäulen zertrümmern und ihre Götzenbäume umhauen.
Götzenbäume
Ein Baum, den die Götzendiener anbeten, heißt אֲשֵׁרָה.
Raschi
כִּ֛י לֹ֥א תִֽשְׁתַּחֲוֶ֖ה לְאֵ֣ל אַחֵ֑ר כִּ֤י יְהוָה֙ קַנָּ֣א שְׁמ֔וֹ אֵ֥ל קַנָּ֖א הֽוּא׃
14
14
Denn du sollst dich nicht bücken vor dem Gott eines anderen Volkes; denn der Ewige — Eiferer ist Sein Name, ein eifernder G‑tt ist Er.
Eiferer ist Sein Name
Er eifert, zu strafen und erlässt nicht; das bedeutet überall קִנְאָה – Er wendet Seine siegreiche Kraft an und straft Seine Feinde.
Raschi
פֶּן־תִּכְרֹ֥ת בְּרִ֖ית לְיוֹשֵׁ֣ב הָאָ֑רֶץ וְזָנ֣וּ ׀ אַחֲרֵ֣י אֱלֹֽהֵיהֶ֗ם וְזָבְחוּ֙ לֵאלֹ֣הֵיהֶ֔ם וְקָרָ֣א לְךָ֔ וְאָכַלְתָּ֖ מִזִּבְחֽוֹ׃
15
15
Damit du nicht einen Bund schließest mit dem Bewohner des Landes; denn wenn sie ihren Göttern nachlaufen und ihren Göttern opfern und man dich einlädt, so würdest du von seinem Opfer essen,
so würdest du von seinem Opfer essen: indem du meinst, dass dieser Genuss nicht bestraft wird. Ich rechne es aber dir an, als hättest du ihren Götzendienst anerkannt; denn dadurch wirst du dazu kommen (nächster Vers), „seine Töchter zu nehmen“ für die Heirat „mit deinen Söhnen“ (Awoda Zsara 8a).
Raschi
וְלָקַחְתָּ֥ מִבְּנֹתָ֖יו לְבָנֶ֑יךָ וְזָנ֣וּ בְנֹתָ֗יו אַחֲרֵי֙ אֱלֹ֣הֵיהֶ֔ן וְהִזְנוּ֙ אֶת־בָּנֶ֔יךָ אַחֲרֵ֖י אֱלֹהֵיהֶֽן׃
16
16
seine Töchter nehmen für die Heirat mit deinen Söhnen, und wenn dann seine Töchter ihren Göttern nachlaufen, dann würden sie auch deine Söhne zu ihrem Götzendienst verführen.
אֱלֹהֵ֥י מַסֵּכָ֖ה לֹ֥א תַעֲשֶׂה־לָּֽךְ׃
17
17
Du darfst dir keine Götterbilder gießen.
אֶת־חַ֣ג הַמַּצּוֹת֮ תִּשְׁמֹר֒ שִׁבְעַ֨ת יָמִ֜ים תֹּאכַ֤ל מַצּוֹת֙ אֲשֶׁ֣ר צִוִּיתִ֔ךָ לְמוֹעֵ֖ד חֹ֣דֶשׁ הָאָבִ֑יב כִּ֚י בְּחֹ֣דֶשׁ הָֽאָבִ֔יב יָצָ֖אתָ מִמִּצְרָֽיִם׃
18
18
Das Fest der Mazzot beachte, sieben Tage sollst du Mazzot essen, wie Ich dir befohlen habe, zur bestimmten Zeit, im Monat des Frühlings (Nissan), denn im Monat des Frühlings bist du aus Mizraim ausgezogen.
Monat des Frühlings
חֹדֶשׁ הָאָבִיב – חֹדֶשׁ הַבִּכּוּר „Monat der Reife“, in dem das Getreide anfängt zu reifen, מִתְבַּכֶּרֶת בְּבִשּׁוּלָהּ.
Raschi
כָּל־פֶּ֥טֶר רֶ֖חֶם לִ֑י וְכָֽל־מִקְנְךָ֙ תִּזָּכָ֔ר פֶּ֖טֶר שׁ֥וֹר וָשֶֽׂה׃
19
19
Jeder Erstgeborene, der den Mutterschoß öffnet, ist Mein. Und ebenso ist Mein das Erstgeborene von all deinem Vieh, das männlich geboren wird und den Mutterschoß öffnet, bei Rind und Schaf.
Jeder, der den Mutterschoß öffnet bei den Menschen, ist Mein.
Raschi
von all deinem Vieh, das männlich geboren wird
וְכָל מִקְנְךָ תִּזָּכָר „von all deinem Vieh, das männlich geboren wird“: dein Vieh, das Männliches gebärt, das den Mutterschoß öffnet von Rind und Schaf; wenn ein Männliches ihren Mutterschoß öffnet.
Raschi
den Mutterschoß öffnet
Das Wort פֶּטֶר, bedeutet „öffnen“. Ebenso (Mischle 17:14) רֵאשִׁית מָדוֹן פּוֹטֵר מַיִם „wie einer, der dem Wasser freien Lauf lässt, so ist der Anfang des Streites“. Der Buchstabe ת (Taw) in תִּזָּכָר drückt die weibliche Form aus und bezieht sich auf das gebärende Muttertier.
Raschi
וּפֶ֤טֶר חֲמוֹר֙ תִּפְדֶּ֣ה בְשֶׂ֔ה וְאִם־לֹ֥א תִפְדֶּ֖ה וַעֲרַפְתּ֑וֹ כֹּ֣ל בְּכ֤וֹר בָּנֶ֙יךָ֙ תִּפְדֶּ֔ה וְלֹֽא־יֵרָא֥וּ פָנַ֖י רֵיקָֽם׃
20
20
Das erste Junge des Esels aber sollst du mit einem Lamm auslösen, und wenn du es nicht auslöst, dann musst du ihm das Genick brechen. Alle Erstgeborenen unter deinen Söhnen musst du auslösen. Und man erscheine nicht leer vor Meinem Angesicht.
Das erste Junge des Esels: und nicht von anderen unreinen Tieren.
Raschi
sollst du mit einem Lamm auslösen
Er gebe dem Kohen ein Lamm. Dieses Lamm ist unheiliges Gut (חֻלִּין) in der Hand des Kohen, und das Erstgeborene des Esels dürfen die Besitzer zur Arbeit verwenden.
Raschi
musst du ihm das Genick brechen
Er töte es mit einem Hackmesser [durch einen Schlag in den Nacken]. Er hat das Vermögen des Kohen beeinträchtigt, darum soll auch sein Vermögen beeinträchtigt werden.
Raschi
Alle Erstgeborenen unter deinen Söhnen musst du auslösen
5 Sela sind zur Auslösung bestimmt, so heißt es (Bam. 18:16) וּפְדוּיָו מִבֶּן חֹדֶשׁ תִּפְדֶה „seine Auszulösenden sollst du von einem Monat an auslösen“.
Raschi
man erscheine nicht leer vor Meinem Angesicht
Nach dem einfachen Sinn des Verses ist das eine Sache für sich und bezieht sich nicht auf den Erstgeborenen. Denn beim Gebot für das Erstgeborene ist das Erscheinen im Mikdasch nicht vorgeschrieben. Sondern es ist das eine andere Verwarnung: wenn ihr zum Chag hinaufzieht, um zu erscheinen, so sollt ihr nicht leer vor Meinem Angesicht erscheinen. Sondern es ist eine Pflicht für euch, Ganzopfer des Erscheinens (עוֹלַת רְאִיָּיה) vor Mir zu bringen.
Nach dem Midrasch der Baraita ist der Vers übrig und frei für eine גְזֵרָה שָׁוָה (Gesera schawa), um zu lehren, dass die Beschenkung des hebräischen Knechtes (Dew. 15:13, ״רֵיקָם״ מִבְּכוֹר – ״לֹא תְשַׁלְּחֶנּוּ רֵיקָם״) 5 Sela von jeder Art gleich der Auslösung des Erstgeborenen beträgt, in der Gemara Kiduschin (17a).
Raschi
שֵׁ֤שֶׁת יָמִים֙ תַּעֲבֹ֔ד וּבַיּ֥וֹם הַשְּׁבִיעִ֖י תִּשְׁבֹּ֑ת בֶּחָרִ֥ישׁ וּבַקָּצִ֖יר תִּשְׁבֹּֽת׃
21
21
Sechs Tage arbeite, aber am siebten Tag sollst du ruhen; im Pflügen und im Ernten sollst du ruhen.
im Pflügen und im Ernten
Warum sind ausgerechnet Pflügen und Ernten erwähnt [als Verbote am Schabbat]?
Manche von unseren Lehrern sagen, es bezieht sich auf das Pflügen im sechsten Jahr, das in das siebte Jahr (שְׁנַת הַשְּׁמִטָּה – שְׁבִיעִית) hineinwirkt, und das Ernten des siebten Jahres, das im achten Jahr stattfindet, um dich zu lehren, dass man vom Unheiligen zum Heiligen hinzufügt. Und so ist der Sinn: „sechs Tage arbeite, und am siebten Tag sollst du ruhen“, aber für die Arbeit der sechs Tage, die Ich dir erlaubt habe, gibt es ein Jahr, in dem das Pflügen und das Ernten verboten sind; und man braucht nicht zu sagen, Pflügen und Ernten im siebten Jahr selbst, weil bereits im Vers steht (Waj. 25:4) שָׂדְךָ לֹא תִזְרָע „dein Feld besäe nicht“.

Und manche sagen, der Vers spricht nur vom Schabbat, und „Pflügen“ und „Ernten“, die darin erwähnt sind, sagen dir: Wie Pflügen immer freiwillig ist (רְשׁוּת), so ist auch nur von freiwilligem Ernten die Rede; damit ist קְצִיר הָעֹמֶר – das Schneiden des Omer ausgeschlossen, das eine Pflicht ist und den Schabbat verdrängt.
Raschi
וְחַ֤ג שָׁבֻעֹת֙ תַּעֲשֶׂ֣ה לְךָ֔ בִּכּוּרֵ֖י קְצִ֣יר חִטִּ֑ים וְחַג֙ הָֽאָסִ֔יף תְּקוּפַ֖ת הַשָּׁנָֽה׃
22
22
Das Wochenfest (Schawuot) sollst du halten, das Fest der Erstreife des Weizenschnitts, und das Fest des Einsammelns (Sukkot) bei der Wende des Jahres.
das Fest der Erstreife des Weizenschnitts: denn an ihm bringst du zwei Brote aus Weizenmehl.
Raschi
Erstreife: denn es ist das erste Mehlopfer (מִנְחָה), das von neuem Weizen gebracht wird. Das Mehlopfer des Omer (מִנְחַת הָעֹמֶר), das am Pessach gebracht wurde, bestand hingegen aus Gerste.
Raschi
das Fest des Einsammelns
חַג הָאָסִיף „Fest des Einsammelns“: zur Zeit, wenn du deinen Ertrag vom Feld ins Haus einsammelst; אֲסִיפָה „einsammeln“ bedeutet hier ins Haus bringen, wie im Vers (Dew. 22:2) וַאֲסַפְתּוֹ אֶל תּוֹךְ בֵּיתֶךָ „und nimm es in dein Haus auf“.
Raschi
bei der Wende des Jahres
תְּקוּפַת הַשָּׁנָה „Wende des Jahres“: beim Beginn eines neuen Jahres, am Anfang des kommenden Jahres.
תְּקוּפָה bedeutet „Kreislauf“, „Drehung“.
Raschi
שָׁלֹ֥שׁ פְּעָמִ֖ים בַּשָּׁנָ֑ה יֵרָאֶה֙ כָּל־זְכ֣וּרְךָ֔ אֶת־פְּנֵ֛י הָֽאָדֹ֥ן ׀ יְהוָ֖ה אֱלֹהֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
23
23
Drei Mal im Jahr sollen alle deine Männer vor dem Herrn, dem Ewigen, dem G‑tt Israels erscheinen.
alle deine Männer: alle Männlichen in deiner Mitte. Viele Gebote in der Torah stehen wiederholt und manche sogar drei- und viermal, um auf die Anzahl der Verbote dabei (מִנְיַן לָאוִין) und die Anzahl der Gebote dabei (מִנְיַן עֲשֵׂה) schuldig zu machen und dafür zu strafen.
Raschi
כִּֽי־אוֹרִ֤ישׁ גּוֹיִם֙ מִפָּנֶ֔יךָ וְהִרְחַבְתִּ֖י אֶת־גְּבוּלֶ֑ךָ וְלֹא־יַחְמֹ֥ד אִישׁ֙ אֶֽת־אַרְצְךָ֔ בַּעֲלֹֽתְךָ֗ לֵרָאוֹת֙ אֶת־פְּנֵי֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ שָׁלֹ֥שׁ פְּעָמִ֖ים בַּשָּׁנָֽה׃
24
24
Denn Ich werde Völker vor dir vertreiben und deine Grenzen erweitern; niemand soll nach deinem Land gelüsten, wenn du hinaufziehst, um vor dem Angesicht des Ewigen, deines G‑ttes, zu erscheinen, drei Mal im Jahr.
vertreiben
אוֹרִישׁ bedeutet, wie der Targum sagt אֲתָרֵיךְ „austreiben“; ebenso (Dew. 2:24) הָחֵל רָשׁ „beginne auszutreiben“; ebenso (Bam. 21:32) וַיּוֹרֶשׁ אֶת הָאֱמוֹרִי „und trieben den Emori aus“ – וַיּוֹרֶשׁ in der Bedeutung גֵּרוּשִׁין‏ „vertreiben“.
Raschi
und deine Grenzen erweitern: sodass du weit entfernt vom Heiligen Tempel (בֵּית הַבְּחִירָה) bist und nicht ständig vor dem Angesicht des Ewigen erscheinen kannst; darum bestimme Ich für dich diese drei Feste.
Raschi
לֹֽא־תִשְׁחַ֥ט עַל־חָמֵ֖ץ דַּם־זִבְחִ֑י וְלֹא־יָלִ֣ין לַבֹּ֔קֶר זֶ֖בַח חַ֥ג הַפָּֽסַח׃
25
25
Schlachte nicht das Blut Meines Pessach-Opfers beim Gesäuerten (Chametz), und es soll nicht übernachten bis an den Morgen das Opfer des Pessach Festes.
Schlachte nicht
לֹא תִשְׁחַט „schlachte nicht“: schlachte nicht das Pessach-Opfer, während noch Chametz vorhanden ist. Das ist eine Verwarnung für den, der schlachtet oder das Blut spritzt, oder für einen von der dazu gehörigen Gesellschaft (Pessachim 63b).
Raschi
und es soll nicht übernachten
Die Worte וְלֹא יָלִין bedeuten, wie vom Targum übersetzt [וְלָא יְבִיתוּן לְצַפְרָא בַּר מִמַדְבְּחָא „lasst (das Pessach-Opfer) nicht übernachten bis an den Morgen außerhalb des Altares“, denn heilige Opfer (קׇדָשִׁים) werden ungültig, wenn eine Nacht vergeht zwischen dem Schlachten und dem Darbringen]. Aber das Übernachten oben auf dem Altar hat nicht diese Wirkung, außer das Opfer befand sich außerhalb des Altares beim Anbruch des Morgens (Sewachim 87b).
Raschi
das Opfer des Pessach-Festes: seine Fettstücke. Von hier entnimmst du die Vorschrift für jedes Verdampfen von Fettstücken und Gliedern.
Raschi
רֵאשִׁ֗ית בִּכּוּרֵי֙ אַדְמָ֣תְךָ֔ תָּבִ֕יא בֵּ֖ית יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ לֹא־תְבַשֵּׁ֥ל גְּדִ֖י בַּחֲלֵ֥ב אִמּֽוֹ׃ (פ)
26
26
Das Beste von der Erstreife deines Bodens, sollst du bringen in das Haus des Ewigen, deines G‑ttes. Du sollst nicht kochen ein Böcklein in der Milch seiner Mutter.
Das Beste von der Erstreife deines Bodens: von den sieben Arten, die zum Lob deines Landes genannt werden (Dew. 8:8) אֶרֶץ חִטָּה וּשְׂעוֹרָה וְגֶפֶן גו׳ וּדְבָשׁ „ein Land des Weizens, der Gerste, des Weinstockes … und des Honigs“, das ist der Dattelhonig.
Raschi
das Haus des Ewigen: Bet haMikdasch
Du sollst nicht kochen ein Böcklein in der Milch seiner Mutter: die Verwarnung bezüglich des Genusses von Fleisch und Milch. An drei Stellen in der Torah steht dieses Verbot,
  einmal: um das Essen zu verbieten,

  einmal: um den Nutzen zu verbieten,

  einmal: um das Kochen zu verbieten (Chulin 115b).
Raschi
Böcklein: auch Kalb und Lamm sind unter גְּדִי („Böcklein“) zu verstehen; denn גְּדִי bedeutet nur ein zartes Junges. An vielen Stellen in der Torah findest du, dass גְּדִי („Böcklein“) steht und es dann durch עִזִּים („Ziege“) näher erklärt werden muss, wie (Ber. 38:17, 20) אָנֹכִי אֲשַׁלַּח גְּדִי עִזִּים „ich werde ein Ziegenböcklein schicken“, אֶת גְּדִי הָעִזִּים „das Ziegenböcklein“; (Ber. 27:9) שְׁנֵי גְּדָיֵי עִזִּים „zwei Ziegenböcklein“; um dich zu lehren, dass überall, wo nur גְּדִי („Böcklein“) steht, auch Kalb und Lamm darunter zu verstehen sind (Chulin 113b).
Raschi
in der Milch seiner Mutter: schließt Geflügel aus, das keine Milch hat; es ist nicht von der Torah verboten, sondern von den Rabbinern (Chulin 113b).
Raschi