וַיָּבִ֤יאוּ אֶת־הַמִּשְׁכָּן֙ אֶל־מֹשֶׁ֔ה אֶת־הָאֹ֖הֶל וְאֶת־כָּל־כֵּלָ֑יו קְרָסָ֣יו קְרָשָׁ֔יו בריחו [בְּרִיחָ֖יו] וְעַמֻּדָ֥יו וַאֲדָנָֽיו׃
33
33
Und sie brachten das Mischkan zu Mosche, das Zelt und alle seine Geräte: seine Spangen, Balken, Riegel, Säulen und Sockel,
Und sie brachten das Mischkan zu Mosche
Denn die Menschen konnten das Mischkan selbst nicht aufstellen. Und weil Mosche selbst keine Arbeit am Mischkan verrichtet hatte, ließ G‑tt für ihn das Aufstellen am Ende übrig.
Durch die Schwere der Balken konnte kein Mensch sie aufrichten, weil keiner die Kraft besaß, diese aufzustellen. Da sagte Mosche vor G‑tt: „Wie soll das ein Mensch aufrichten?“ Und Er sagte ihm: „Beschäftige du dich damit, mit deiner Hand.“
Es sah aus, als richte Mosche das Mischkan auf, es richtete sich aber selbst auf und stand von selbst. Das ist, was später im Vers steht (40:17) הוּקַם הַמִּשְׁכָּן „… wurde das Mischkan aufgestellt“ – es wurde von selbst aufgestellt. Midrasch von Rabbi Tanchuma.
Raschi
אֶת־אֲרֹ֥ן הָעֵדֻ֖ת וְאֶת־בַּדָּ֑יו וְאֵ֖ת הַכַּפֹּֽרֶת׃
35
35
die Gesetzestruhe und ihre Stangen und den Deckel,
Gesetzestruhe
אֲרֹן הָעֵדֻת, wörtl. Truhe der Bezeugung; die Torah, die eine Bezeugung (עֵדוּת) ist zwischen Mir und euch, dass Ich euch die in ihr aufgeschriebenen Gebote (Mizwot) befohlen habe.
Raschi zu Schemot 25:16
אֶת־הַמְּנֹרָ֨ה הַטְּהֹרָ֜ה אֶת־נֵרֹתֶ֗יהָ נֵרֹ֛ת הַמַּֽעֲרָכָ֖ה וְאֶת־כָּל־כֵּלֶ֑יהָ וְאֵ֖ת שֶׁ֥מֶן הַמָּאֽוֹר׃
37
37
den Leuchter aus reinem Gold mit seinen Lichtern, die Lichter der Ordnung, und alle Geräte dazu und das Öl für den Leuchter,
die Lichter der Ordnung
Sie werden נֵרֹת הַמַּעֲרָכָה „Lichter der Ordnung“ genannt, wie es im Vers heißt (Schem. 27:21) יַעֲרֹךְ אֹתוֹ אַהֲרֹן וּבָנָיו „machen Aharon und seine Söhne [das Licht des Leuchters] zurecht“. Das Wort יַעֲרֹךְ bedeutet „zurecht machen“, „ordnen“.
Sie werden נֵרֹת הַמַּעֲרָכָה „Lichter der Ordnung“ genannt, weil die sieben Lichter im Mischkan der himmlischen Ordnung der sieben wandelnden Himmelskörper entsprechen (שִׁבְעָה כּוֹכְבֵי לֶכֶת; Sonne, Mond und die fünf Planeten, die von der Erde mit freiem Auge sichtbar sind: Merkur, Venus, Mars, Saturn und Jupiter).
Rabbenu Bechaje
אֵת֩ קַלְעֵ֨י הֶחָצֵ֜ר אֶת־עַמֻּדֶ֣יהָ וְאֶת־אֲדָנֶ֗יהָ וְאֶת־הַמָּסָךְ֙ לְשַׁ֣עַר הֶֽחָצֵ֔ר אֶת־מֵיתָרָ֖יו וִיתֵדֹתֶ֑יהָ וְאֵ֗ת כָּל־כְּלֵ֛י עֲבֹדַ֥ת הַמִּשְׁכָּ֖ן לְאֹ֥הֶל מוֹעֵֽד׃
40
40
die Umhänge des Vorhofes, seine Säulen und Sockel, und den Vorhang für das Tor des Vorhofes, seine Seile und Pflöcke, sowie alle Geräte zum Dienst im Mischkan, dem Zelt der Zusammenkunft,
וַיַּ֨רְא מֹשֶׁ֜ה אֶת־כָּל־הַמְּלָאכָ֗ה וְהִנֵּה֙ עָשׂ֣וּ אֹתָ֔הּ כַּאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה כֵּ֣ן עָשׂ֑וּ וַיְבָ֥רֶךְ אֹתָ֖ם מֹשֶֽׁה׃ (פ)
43
43
Und Mosche betrachtete die ganze Arbeit, und siehe, sie hatten sie ausgeführt; wie der Ewige es befohlen hatte, so hatten sie es ausgeführt; und Mosche segnete sie.
und Mosche segnete sie
Mosche sagte zu ihnen (Teh. 90:17) וִיהִי נֹעַם ה׳ אֱלֹהֵינוּ עָלֵינוּ
וּמַעֲשֵׂה יָדֵינוּ כּוֹנְנָה עָלֵינוּ וּמַעֲשֵׂה יָדֵינוּ כּוֹנְנֵהוּ „Soll G‑ttes Lieblichkeit über uns sein und das Tun unserer Hände bekräftigt werden, das Tun unserer Hände bekräftige!“ Das ist eines der 11 Kapitel aus Tehillim [Kap. 90–100, die beginnen mit den Worten] „Ein Gebet von Mosche“.
Raschi
„Soll G‑ttes Lieblichkeit über uns sein“: der Begriff נֹעַם („Lieblichkeit“) bezieht sich auf die Schechina, die Gegenwart G‑ttes auf dieser Welt.
Raschi zu Tehillim 90:17
Kapitel 90 in Tehillim wird mit den Worten „Gebet von Mosche“ eingeleitet. Da die folgenden zehn Kapitel keine eigenen Einleitungsworte haben, bilden sie eine zusammenhängende Reihe. Später wurden sie durch König David in das Buch Tehillim aufgenommen.
Siehe Bawa Batra 14b; Midrasch Schocher Tow 1:6; Raschi zu Tehillim 1:1 und 72:20
Raschi erklärt, wie Mosche ein Gebet sprechen konnte, das im wesentlich später entstandenen Buch Tehillim als Vers erscheint.
Beer baSade