Der tägliche Chumasch-Abschnitt

14. Adar II 5787

Dienstag, 23. März 2027

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3. Alija

(Wajikra 7:11 – 7:38)

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וְזֹ֥את תּוֹרַ֖ת זֶ֣בַח הַשְּׁלָמִ֑ים אֲשֶׁ֥ר יַקְרִ֖יב לַיהוָֽה׃
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11
Und das ist die Vorschrift für das Friedensopfer (Schlamim), das man dem Ewigen darbringt:
אִ֣ם עַל־תּוֹדָה֮ יַקְרִיבֶנּוּ֒ וְהִקְרִ֣יב ׀ עַל־זֶ֣בַח הַתּוֹדָ֗ה חַלּ֤וֹת מַצּוֹת֙ בְּלוּלֹ֣ת בַּשֶּׁ֔מֶן וּרְקִיקֵ֥י מַצּ֖וֹת מְשֻׁחִ֣ים בַּשָּׁ֑מֶן וְסֹ֣לֶת מֻרְבֶּ֔כֶת חַלֹּ֖ת בְּלוּלֹ֥ת בַּשָּֽׁמֶן׃
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12
Wenn er es zum Dank darbringt, dann bringe er dar bei dem Opfer des Dankes dicke ungesäuerte Brote, mit Öl eingerührt, und dünne ungesäuerte Brote, mit Öl bestrichen, und gebrühtes Feinmehl zu Broten, mit Öl eingerührt.
Wenn er es zum Dank darbringt
Für (עַל) ein Wunder, das ihm geschehen ist, zum Beispiel diejenigen, die zur See fahren, die Wüste durchwandern, im Gefängnis eingeschlossen waren oder ein [ernsthaft] Kranker, der geheilt wurde, diese müssen danken, denn von ihnen heißt es (Teh. 107:21–22) יוֹדוּ לַה׳ חַסְדּוֹ וְנִפְלְאוֹתָיו לִבְנֵי אָדָם „sie sollen dem Ewigen danken für Seine Gnade und Seine Wunder an den Menschen“, וְיִזְבְּחוּ זִבְחֵי תוֹדָה „und Dankopfer darbringen“.
Wenn er für eines von diesen einen Neder (Gelübde) getan hat, dann ist dieses Friedensopfer – ein Dank Friedensopfer (שַׁלְמֵי תּוֹדָה), und sind die dafür im Abschnitt erwähnten Brote vorgeschrieben; es darf nur einen Tag und eine Nacht gegessen werden, wie hier erklärt wird.
Raschi
Für ein Wunder, das ihm geschehen ist: Kapitel 107 in Tehillim beschreibt diese vier Gruppen. Der Ausdruck יוֹדוּ לַה׳ חַסְדּוֹ „sie sollen dem Ewigen danken für Seine Gnade“ lehrt, dass man nach der Errettung aus jenen Gefahren den Segen HaGomel zu sprechen hat (Berachot 54b). Der Ausdruck וְיִזְבְּחוּ זִבְחֵי תוֹדָה „und sollen Dankopfer darbringen“ zeigt, dass sie ein קָרְבַּן תּוֹדָה, ein Dankopfer zu bringen hat.
Wenn er für eines von diesen einen Neder (Gelübde) getan hat: Raschi verwendet den Begriff Neder, obwohl dieses Dankopfer verpflichtend ist. Die Pflicht entsteht allerdings erst nach dem geschehenen Wunder. Bei Jaakow sehen wir jedoch, dass er ein Opfer gelobte, während er sich noch in Not befand (siehe Paraschat Wajeze, Ber. 28:20). Solch einen Fall spricht Raschi hier mit dem Begriff Neder an.
Biurim lePirusch Raschi
dann bringe er dar bei dem Opfer des Dankes:
Vier Arten Brote: dicke Brote (חַלּוֹת), flache Brote (רְקִיקִין), gebrühte Brote (רְבוּכָה) – alle drei Arten ungesäuert; außerdem steht (nächster Vers) עַל חַלֹת לֶחֶם חָמֵץ „mit Laiben aus gesäuertem Brot“.
Jede Art bestand aus 10 Broten, so wird in der Gemara Menachot (77a) erklärt; ihr Maß war 5 Sea von Jeruschalaim, das sind 6 von der Wüste, 20 Zehntel eines Efa.
Raschi
aus gebrühtem Feinmehl
וְסֹלֶת מֻרְבֶּכֶת „gebrühtes Feinmehl“: Brot, in kochendem Wasser gebrüht, soviel wie nötig [um es zu zu brühen].
Raschi
Nachdem die Brote mit kochendem Wasser überbrüht wurden, werden sie kurz gebacken und anschließend in Öl gebacken.
Misrachi, nach Raschi zu Schemot 6:14, Rambam, Hil. Maase haKorbanot 9:19
עַל־חַלֹּת֙ לֶ֣חֶם חָמֵ֔ץ יַקְרִ֖יב קָרְבָּנ֑וֹ עַל־זֶ֖בַח תּוֹדַ֥ת שְׁלָמָֽיו׃
13
13
Zusammen mit Brotlaiben aus Gesäuertem soll er sein Opfer darbringen bei seinem Dank-Friedensopfer.
soll er sein Opfer darbringen bei seinem Dank-Friedensopfer
Das lehrt, dass das Brot erst dann eigene Heiligkeit erhält, wenn das Opfer geschlachtet ist, mit den Folgen: es wird untauglich durch das Verlassen des Vorhofes oder Berührung von einem, der sich an dem Tag erst untergetaucht hat (טְבוּל יוֹם), und es kann durch Auslösung nicht mehr unheilig werden (Menachot 78b).
Raschi
eigene Heiligkeit: קְדֻשַּׁת הַגּוּף, nicht solche nur des Wertes.
וְהִקְרִ֨יב מִמֶּ֤נּוּ אֶחָד֙ מִכָּל־קָרְבָּ֔ן תְּרוּמָ֖ה לַיהוָ֑ה לַכֹּהֵ֗ן הַזֹּרֵ֛ק אֶת־דַּ֥ם הַשְּׁלָמִ֖ים ל֥וֹ יִהְיֶֽה׃
14
14
Und er bringe davon dar einen der vier Arten Brote von jedem Opfer als Spende für den Ewigen; dem Kohen, der das Blut des Friedensopfers an den Altar sprengt, ihm soll es gehören.
eine von jedem Opfer
Ein Brot von jeder Art nehme er als Gabe (תְּרוּמָה) für den Kohen, der dessen Dienst verrichtet; und das übrige wird von den Eigentümern gegessen. Auch das Fleisch gehört den Eigentümern außer der Brust und dem Schenkel davon, wie weiter (Vers 34) die Schwingung der Brust und des Schenkels bei den Friedensopfern erklärt wird; und auch das Dankopfer wird „Friedensopfer“ genannt.
Raschi
וּבְשַׂ֗ר זֶ֚בַח תּוֹדַ֣ת שְׁלָמָ֔יו בְּי֥וֹם קָרְבָּנ֖וֹ יֵאָכֵ֑ל לֹֽא־יַנִּ֥יחַ מִמֶּ֖נּוּ עַד־בֹּֽקֶר׃
15
15
Und das Fleisch von seinem Dank-Friedensopfer soll am Tag seines Opferns gegessen werden; man soll nichts davon übrig lassen bis zum Morgen.
Und das Fleisch von seinem Dank-Friedensopfer
Hier sind viele Hinzufügungen, um hinzuzufügen, dass auch Sündopfer (חַטָּאת), Schuldopfer (אָשָׁם), der Widder des Enthaltsamen (אֵיל נָזִיר) und das Festopfer am 14. Nissan (חֲגִיגַת אַרְבָּעָה עָשָׂר) nur einen Tag und eine Nacht gegessen werden dürfen.
Raschi
soll am Tag seines Opferns gegessen werden: und gleich der Zeit seines Fleisches ist auch die Zeit seines Brotes.
Raschi
man soll nichts davon übrig lassen bis zum Morgen: aber die ganze Nacht darf er davon essen. Warum haben die Weisen gesagt, nur bis Mitternacht? Um den Menschen von der Sünde fernzuhalten (Berachot 2a).
Raschi
וְאִם־נֶ֣דֶר ׀ א֣וֹ נְדָבָ֗ה זֶ֚בַח קָרְבָּנ֔וֹ בְּי֛וֹם הַקְרִיב֥וֹ אֶת־זִבְח֖וֹ יֵאָכֵ֑ל וּמִֽמָּחֳרָ֔ת וְהַנּוֹתָ֥ר מִמֶּ֖נּוּ יֵאָכֵֽל׃
16
16
Wenn ein Gelübde oder eine freiwillige Spende sein dargebrachtes Opfer ist, an dem Tag, an dem er sein Opfer darbringt, soll es gegessen werden, und auch am anderen Tag darf das, was davon übrig bleibt, gegessen werden.
Gelübde oder freiwillige Gabe
Ein Gelübde (נֶדֶר) ist das Versprechen, ein bestimmtes Opfer (Ganz- oder Friedensopfer; Sühn- und Schuldopfer sind stets Pflicht) darzubringen.
Die Gabe (נְדָבָה) ist die Bestimmung eines konkreten Tieres zum Opfer. Stirbt das Tier oder wird es gestohlen, ist Ersatz nur beim Gelübde, nicht bei der Gabe zu leisten.
Raschi zu Wajikra 22:18; Kinim 1:1; Mischne Torah, Ma’ase haKorbanot 14:4–5; Nedarim 1:2
Wenn ein Gelübde oder eine freiwillige Spende
Wenn er es nicht zum Dank für ein Wunder gebracht hat, ist kein Brot dafür vorgeschrieben, und es wird zwei Tage gegessen, wie im Abschnitt erklärt wird.
Raschi
und auch am anderen Tag
וּמִמָּחֳרָת וְהַנּוֹתָר מִמֶּנּוּ „und was am nächsten Tag davon übrig ist“ vom ersten Tag, darf gegessen werden; der Buchstabe ו (Waw) im Wort וְהַנּוֹתָר ist überflüssig, wie es häufig im Vers vorkommt, beispielsweise [der Buchstabe ו im Wort וְאַיָּה] im Vers וְאֵלֶּה בְנֵי צִבְעוֹן וְאַיָּה וַעֲנָה „das sind die Söhne von Ziwon: und Aja und Ana“ (Ber. 36:24); [und der Buchstabe ו im Wort וְקֹדֶשׁ] im Vers תֵּת וְקֹדֶשׁ וְצָבָא מִרְמָס „dass preisgegeben sind Heiligtum und Heer zur Zertretung“ (Dan. 8:13).
Raschi
וְהַנּוֹתָ֖ר מִבְּשַׂ֣ר הַזָּ֑בַח בַּיּוֹם֙ הַשְּׁלִישִׁ֔י בָּאֵ֖שׁ יִשָּׂרֵֽף׃
17
17
Was aber darüber hinaus übrig geblieben ist vom Fleisch des Opfers, soll am dritten Tag im Feuer verbrannt werden.
וְאִ֣ם הֵאָכֹ֣ל יֵ֠אָכֵל מִבְּשַׂר־זֶ֨בַח שְׁלָמָ֜יו בַּיּ֣וֹם הַשְּׁלִישִׁי֮ לֹ֣א יֵרָצֶה֒ הַמַּקְרִ֣יב אֹת֗וֹ לֹ֧א יֵחָשֵׁ֛ב ל֖וֹ פִּגּ֣וּל יִהְיֶ֑ה וְהַנֶּ֛פֶשׁ הָאֹכֶ֥לֶת מִמֶּ֖נּוּ עֲוֺנָ֥הּ תִּשָּֽׂא׃
18
18
Und wenn vom Fleisch seines Friedensopfers am dritten Tag gegessen werden sollte, so wird es nicht wohlgefällig aufgenommen; wenn er darbringt, soll solches nicht beabsichtigt werden; verworfen ist es und wer davon isst, lädt Schuld auf sich.
Und wenn am dritten Tag gegessen werden sollte: der Vers spricht von einem solchen Kohen, der beim Schlachten die Absicht hatte, es am dritten Tag zu essen. Ich hätte meinen können, dass es rückwirkend untauglich würde, wenn jemand am dritten Tag davon essen würde. Darum steht הַמַּקְרִיב אֹתוֹ לֹא יֵחָשֵׁב „wenn er darbringt, soll solches nicht beabsichtigt werden“. In der Stunde des Darbringens wird es untauglich, aber nicht am am dritten Tag. Und so ist die Erklärung: beim Darbringen soll er dies nicht beabsichtigen, hat er es aber beabsichtigt, so ist es verworfen (פִּגּוּל).
Raschi
und wer davon isst: selbst innerhalb der rechten Zeit, lädt Schuld auf sich.
Raschi
wer davon isst: וְהַנֶּפֶשׁ הָאֹכֶלֶת, wörtl. die Seele, die davon isst. Der Begriff נֶפֶשׁ „Seele“ bezeichnet den Menschen: ein Körper, in dem eine Seele ruht.
Ibn Esra zu Bereschit 17:14
וְהַבָּשָׂ֞ר אֲשֶׁר־יִגַּ֤ע בְּכָל־טָמֵא֙ לֹ֣א יֵֽאָכֵ֔ל בָּאֵ֖שׁ יִשָּׂרֵ֑ף וְהַ֨בָּשָׂ֔ר כָּל־טָה֖וֹר יֹאכַ֥ל בָּשָֽׂר׃
19
19
Und das Fleisch, das irgendetwas Unreines berührt, darf nicht gegessen werden, im Feuer soll es verbrannt werden; aber das reine Opfer Fleisch: jeder Reine esse Fleisch.
Fleisch: vom Heiligen der Friedensopfer, das irgend etwas Unreines berührt, darf nicht gegessen werden.
Raschi
Und das Fleisch
וְהַבָּשָֹר „Und“ das Fleisch fügt ein Körperglied hinzu, das zum Teil seine Grenze verlassen hat; dass der Teil nämlich, der darin geblieben ist, erlaubt ist.
Raschi
jeder Reine esse Fleisch: was will das lehren? Weil es heißt (Dew. 12:27) וְדַם זְבָחֶיךָ יִשָּׁפֵךְ וגו׳ וְהַבָּשָֹר תֹּאכֵל „das Blut deiner Opfer werde gegessen … und das Fleisch kannst du essen“, hätte ich meinen können, dass nur die Eigentümer das Friedensopfer essen dürfen, darum steht כָּל טָהוֹר יֹאכַל בָּשָֹר „jeder Reine esse Fleisch“.
Raschi
וְהַנֶּ֜פֶשׁ אֲשֶׁר־תֹּאכַ֣ל בָּשָׂ֗ר מִזֶּ֤בַח הַשְּׁלָמִים֙ אֲשֶׁ֣ר לַיהוָ֔ה וְטֻמְאָת֖וֹ עָלָ֑יו וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הַהִ֖וא מֵעַמֶּֽיהָ׃
20
20
Wer aber Fleisch isst von dem Friedensopfer, das für den Ewigen ist, und eine Unreinheit an sich hat, diese Person werde ausgerottet aus ihrem Volk.
eine Unreinheit an sich hat
וְטֻמְאָתוֹ עָלָיו, wörtl. „wenn seine Unreinheit auf ihm ist“: der Vers spricht von dem Fall, dass der Mensch unrein ist. Wenn aber ein Reiner Unreines isst, wird er nicht mit Ausrottung (כָּרֵת) bestraft; sondern er übertritt ein einfaches Verbot (zuvor, Vers 19) וְהַבָּשָֹר אֲשֶׁר יִגַּע בְּכָל טָמֵא וגו׳ „Fleisch, das irgend etwas Unreines berührt …“. Das Verbot für den Unreinen, der Reines isst, steht nicht ausdrücklich in der Torah. Sondern die Weisen haben es durch eine גְזֵרָה שָׁוָה (Gesera schawa) gelernt (Makot 14b). Dreimal steht Ausrottung bei denen, die Heiligtümer (קָדָשִׁים) in Unreinheit des Körpers essen. Und unsere Weisen haben diese Verse in der Gemara Schewuot (7a) erklärt. Einmal als Regel und einmal als Beispiel und einmal, um das nach dem Vermögen sich richtende Opfer zu erklären. Dass es nämlich für eine Verunreinigung des Heiligtums und seiner Heiligtümer vorgeschrieben sei.
Raschi
das Fleisch, jeder Reine esse Fleisch: das heißt, wenn Ich dir auch bei Sündopfer (חַטָּאת) und Schuldopfer (אָשָׁם) verboten habe. Dass diese nämlich, wenn sie außerhalb der Vorhänge kommen, verboten sind, wie es heißt (Waj. 6:9) בַּחֲצַר אֹהֶל מוֹעֵד יֹאכְלוּהָ „im Vorhof des Zeltes der Zusammenkunft sollen sie es essen“. Aber bei diesem Fleisch sage Ich dir כָּל טָהוֹר יֹאכַל בָּשָֹר „jeder Reine esse Fleisch“, selbst inmitten des ganzen Volkes.
Raschi
וְנֶ֜פֶשׁ כִּֽי־תִגַּ֣ע בְּכָל־טָמֵ֗א בְּטֻמְאַ֤ת אָדָם֙ א֣וֹ ׀ בִּבְהֵמָ֣ה טְמֵאָ֗ה א֚וֹ בְּכָל־שֶׁ֣קֶץ טָמֵ֔א וְאָכַ֛ל מִבְּשַׂר־זֶ֥בַח הַשְּׁלָמִ֖ים אֲשֶׁ֣ר לַיהוָ֑ה וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הַהִ֖וא מֵעַמֶּֽיהָ׃ (פ)
21
21
Und jemand, der irgendetwas Unreines berührt, die Unreinheit eines Menschen, oder ein unreines Vieh oder sonst irgendetwas unreines Abscheuliches, und dann von dem Fleisch des Friedensopfers isst, das für den Ewigen ist, dieser werde ausgerottet aus seinem Volk.
ausgerottet
וְנִכְרְתָה vom Begriff כְּרִיתָה, ein „Abschneiden“ und Erlöschen der g‑ttlichen Lebenskraft in der Seele des Sünders.
Sifre, Behaalotcha 70
וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
22
22
Und der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
דַּבֵּ֛ר אֶל־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לֵאמֹ֑ר כָּל־חֵ֜לֶב שׁ֥וֹר וְכֶ֛שֶׂב וָעֵ֖ז לֹ֥א תֹאכֵֽלוּ׃
23
23
Rede zu den Kindern Israel, wie folgt: Alles Fett von Rind und Schaf und Ziege dürft ihr nicht essen.
וְחֵ֤לֶב נְבֵלָה֙ וְחֵ֣לֶב טְרֵפָ֔ה יֵעָשֶׂ֖ה לְכָל־מְלָאכָ֑ה וְאָכֹ֖ל לֹ֥א תֹאכְלֻֽהוּ׃
24
24
Und Fett von Aas und Fett von einem zerrissenen Tier darf zu jeder Arbeit verwendet werden, essen aber dürft ihr es nicht.
Aas: Fleisch eines verendeten Tieres.
zu jeder Arbeit verwendet werden: das kommt zu lehren, dass das Fett nicht die Unreinheit eines gefallenen Tieres (נְבֵלָה) annimmt.
Raschi
essen dürft ihr es nicht: die Torah sagt, es komme das Verbot von Gefallenem (נְבֵלָה) und Zerrissenem (טְרֵפָה) und folge auf das schon vorhandene Verbot von Fett, sodass, wenn man dieses Fett genießt, man auch wegen des Verbotes von Gefallenem schuldig wird, und du nicht sagest, ein Verbot könne nicht auf ein schon vorhandenes anderes folgen (Sewachim 70a).
Raschi
Allgemein gilt: Ein Verbot tritt nicht in Kraft, wo bereits ein Verbot besteht. Es besteht ein Verbot gegen den Genuss verbotenen Fettes (חֵלֶב), selbst bei vorschriftsmäßig geschlachteten Tieren. Unser Vers handelt eigens von gefallenen Tieren (נְבֵלָה) oder zerrissenen Tieren (טְרֵפָה), um zu lehren, dass das Verbot, Aas zu essen, und das Verbot, Fleisch eines zerrissenen Tieres zu essen, zusätzlich zu dem Verbot des Fettes solcher Tiere gelten, obgleich dafür schon ein Verbot bestand.
כִּ֚י כָּל־אֹכֵ֣ל חֵ֔לֶב מִן־הַ֨בְּהֵמָ֔ה אֲשֶׁ֨ר יַקְרִ֥יב מִמֶּ֛נָּה אִשֶּׁ֖ה לַיהוָ֑ה וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הָאֹכֶ֖לֶת מֵֽעַמֶּֽיהָ׃
25
25
Denn wer Fett isst von dem Vieh, von dem man eine Feuergabe für den Ewigen darbringen kann — die Person, die es isst, soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.
וְכָל־דָּם֙ לֹ֣א תֹאכְל֔וּ בְּכֹ֖ל מוֹשְׁבֹתֵיכֶ֑ם לָע֖וֹף וְלַבְּהֵמָֽה׃
26
26
Und kein Blut sollt ihr essen in allen euren Wohnsitzen vom Geflügel und vom Vieh.
in allen euren Wohnsitzen: weil es eine Pflicht ist, die nur vom Menschen und nicht auch vom Besitz des Landes abhängig ist, ist sie in allen Wohnsitzen zu erfüllen. In der Gemara Kiduschin, Abschn. 1 (37a) wird erklärt, warum es hier stehen muss.
Raschi
vom Geflügel und vom Vieh: das schließt das Blut von Fischen und Heuschrecken aus (Torat Kohanim 7:143, Keritot 20b).
Raschi
כָּל־נֶ֖פֶשׁ אֲשֶׁר־תֹּאכַ֣ל כָּל־דָּ֑ם וְנִכְרְתָ֛ה הַנֶּ֥פֶשׁ הַהִ֖וא מֵֽעַמֶּֽיהָ׃ (פ)
27
27
Jeder, der irgendwelches Blut isst, dieser werde ausgerottet aus seinem Volk.
וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
28
28
Und der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
דַּבֵּ֛ר אֶל־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לֵאמֹ֑ר הַמַּקְרִ֞יב אֶת־זֶ֤בַח שְׁלָמָיו֙ לַיהוָ֔ה יָבִ֧יא אֶת־קָרְבָּנ֛וֹ לַיהוָ֖ה מִזֶּ֥בַח שְׁלָמָֽיו׃
29
29
Rede zu den Kindern Israel, wie folgt: Wer sein Friedensopfer darbringt für den Ewigen, der bringe selbst sein Opfer für den Ewigen von seinem Friedensopfer.
יָדָ֣יו תְּבִיאֶ֔ינָה אֵ֖ת אִשֵּׁ֣י יְהוָ֑ה אֶת־הַחֵ֤לֶב עַל־הֶֽחָזֶה֙ יְבִיאֶ֔נּוּ אֵ֣ת הֶחָזֶ֗ה לְהָנִ֥יף אֹת֛וֹ תְּנוּפָ֖ה לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
30
30
Seine Hände sollen hinbringen die Feuergaben des Ewigen: das Fett zusammen mit der Brust soll er hinbringen; die Brust, um sie zu schwingen in einer Schwingung vor dem Ewigen.
Seine Hände sollen hinbringen: die Hand der Eigentümer befinde sich oben, und das Fett und die Bruststücke werden hineingelegt. Und die Hand des Kohen sei unter ihr; und so machen sie die Schwingung (תְּנוּפָה). (Menachot 61b)
Raschi
die Feuergaben des Ewigen: und welches sind die Feuergaben?
Das Fett zusammen mit der Brust soll er hinbringen. Wenn er es vom Ort des Schlachtens bringt, legt er das Fett auf die Brust. Und wenn er es dann in die Hand desjenigen Kohen legt, der schwingt, befindet sich die Brust oben und das Fett unten. Das ist, was an anderer Stelle steht (Waj. 10:15) שׁוֹק הַתְּרוּמָה וַחֲזֵה הַתְּנוּפָה עַל אִשֵּׁי הַחֲלָבִים יָבִיאוּ לְהָנִיף „den Schenkel der Hebe und die Brust der Schwingung sollen sie auf den Feuergaben der Fettstücke bringen, um sie zu schwingen“. Und nach der Schwingung übergibt er sie demjenigen Kohen, der sie verdampfen lässt, sodass sich die Brust wieder unten befindet. Das enthält der Vers (Waj. 9:20) וַיָּשִֹימוּ אֶת הַחֲלָבִים עַל הֶחָזוֹת וַיַקְטֵר הַחֲלָבִים הַמִּזְבֵּחָה „sie legten die Fettstücke auf die Bruststücke, und er ließ die Fettstücke auf dem Altar verdampfen“. Daraus lernen wir, dass drei Kohanim damit beschäftigt waren. So wird in Menachot (62a) erklärt.
Raschi
Das Fett bringe er auf der Brust
Wozu bringt er die Brust? Um sie zu schwingen, bringt er sie, und nicht, dass sie zu den Feuergaben gehöre. Weil steht „die Feuergaben des Ewigen, das Fett zusammen mit der Brust“, hätte ich meinen können, dass auch die Brust zu den Feueropfern gehöre. Darum steht „die Brust, um sie zu schwingen“.
Raschi
וְהִקְטִ֧יר הַכֹּהֵ֛ן אֶת־הַחֵ֖לֶב הַמִּזְבֵּ֑חָה וְהָיָה֙ הֶֽחָזֶ֔ה לְאַהֲרֹ֖ן וּלְבָנָֽיו׃
31
31
Und der Kohen lasse das Fett verdampfen auf dem Altar, und die Brust gehöre Aharon und seinen Söhnen.
Und der Kohen lasse das Fett verdampfen: und dann gehöre die Brust Aharon. Daraus lernen wir, dass das Fleisch nicht gegessen werden darf, solange sich die Opferstücke nicht auf dem Altar befinden.
Raschi
וְאֵת֙ שׁ֣וֹק הַיָּמִ֔ין תִּתְּנ֥וּ תְרוּמָ֖ה לַכֹּהֵ֑ן מִזִּבְחֵ֖י שַׁלְמֵיכֶֽם׃
32
32
Und den rechten Schenkel sollt ihr als Spende dem Kohen geben von euren Friedensopfern.
Schenkel
שׁוֹק „Schenkel“: vom Gelenk des Fußstückes, das mit dem Kopf verkauft wird, bis zum mittleren Gelenk, das ist das Hüftgelenk (Chulin 134b).
Raschi
הַמַּקְרִ֞יב אֶת־דַּ֧ם הַשְּׁלָמִ֛ים וְאֶת־הַחֵ֖לֶב מִבְּנֵ֣י אַהֲרֹ֑ן ל֧וֹ תִהְיֶ֛ה שׁ֥וֹק הַיָּמִ֖ין לְמָנָֽה׃
33
33
Derjenige von den Söhnen Aharons, der darbringt das Blut der Friedensopfer und das Fett, der soll den rechten Schenkel zum Anteil erhalten.
von den Söhnen Aharons
Ein Kohen, der das Darbringen der Opferungen nicht als g‑ttliche Mizwa anerkennt, hat keinen Anteil an der Kehuna und den Teilen, die sie erhalten. Das lernt man aus diesem Vers: „Nur derjenige von den Söhnen Aharons“ — der wie die Söhne Aharons an die Mizwot G‑ttes glaubt, „der soll … zum Anteil erhalten“.
Menachot 18b, Torah Temima
der darbringt das Blut der Friedensopfer: wer geeignet war, es zu sprengen und die Fettstücke verdampfen zu lassen. Damit ist derjenige ausgeschlossen, der während des Blutsprengens oder während des Verdampfens der Fettstücke unrein war; er bekommt keinen Anteil am Fleisch.
Raschi
כִּי֩ אֶת־חֲזֵ֨ה הַתְּנוּפָ֜ה וְאֵ֣ת ׀ שׁ֣וֹק הַתְּרוּמָ֗ה לָקַ֙חְתִּי֙ מֵאֵ֣ת בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֔ל מִזִּבְחֵ֖י שַׁלְמֵיהֶ֑ם וָאֶתֵּ֣ן אֹ֠תָם לְאַהֲרֹ֨ן הַכֹּהֵ֤ן וּלְבָנָיו֙ לְחָק־עוֹלָ֔ם מֵאֵ֖ת בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
34
34
Denn die Brust der Schwingung und den Schenkel der Spende habe Ich von den Kindern Israel genommen, von ihren Friedensopfern, und gebe sie Aharon dem Kohen und seinen Söhnen als ein Festgesetztes auf ewig von den Kindern Israel.
Schwingung, Spende
הַתְּנוּפָה „Schwingung“, הַתְּרוּמָה „Spende“: er bewegt es nach vorne und bringt es wieder zurück, er bewegt es in die Höhe und nach unten (Menachot 62a).
Raschi
זֹ֣את מִשְׁחַ֤ת אַהֲרֹן֙ וּמִשְׁחַ֣ת בָּנָ֔יו מֵאִשֵּׁ֖י יְהוָ֑ה בְּיוֹם֙ הִקְרִ֣יב אֹתָ֔ם לְכַהֵ֖ן לַיהוָֽה׃
35
35
Das ist der Anteil aufgrund der Salbung von Aharon und der Salbung seiner Söhne von den Feuergaben des Ewigen von dem Tag an, da Er sie hintreten ließ, um als Kohanim dem Ewigen zu dienen,
Salbung
זֹאת מִשְׁחַת „Das ist die Salbung“: der Teil des Opfers, der den Kohanim aufgrund ihrer Salbung zusteht.
אֲשֶׁר֩ צִוָּ֨ה יְהוָ֜ה לָתֵ֣ת לָהֶ֗ם בְּיוֹם֙ מָשְׁח֣וֹ אֹתָ֔ם מֵאֵ֖ת בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל חֻקַּ֥ת עוֹלָ֖ם לְדֹרֹתָֽם׃
36
36
von dem der Ewige befahl, ihnen zu geben, am Tag, als man sie salbte, vonseiten der Kinder Israel, als ein Festgesetztes auf ewig für ihre künftigen Generationen.
זֹ֣את הַתּוֹרָ֗ה לָֽעֹלָה֙ לַמִּנְחָ֔ה וְלַֽחַטָּ֖את וְלָאָשָׁ֑ם וְלַ֨מִּלּוּאִ֔ים וּלְזֶ֖בַח הַשְּׁלָמִֽים׃
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37
Das ist die Vorschrift für das Ganzopfer, für das Mehlopfer, für das Sündopfer und für das Schuldopfer und für das Einsetzungsopfer und für die Friedensopfer,
für das Einsetzungsopfer
מִּלּוּאִים „Einsetzungsopfer“: für den Tag der Einsetzung der Kohanim.
Raschi
Die wörtliche Bedeutung von מִלּוּאִים ist „Füllung“. Tritt jemand in ein Amt ein, um es fortan auszuüben, bezeichnet מִלּוּי die „Einsetzung“.
Raschi zu Schemot 28:41
אֲשֶׁ֨ר צִוָּ֧ה יְהוָ֛ה אֶת־מֹשֶׁ֖ה בְּהַ֣ר סִינָ֑י בְּי֨וֹם צַוֺּת֜וֹ אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל לְהַקְרִ֧יב אֶת־קָרְבְּנֵיהֶ֛ם לַיהוָ֖ה בְּמִדְבַּ֥ר סִינָֽי׃ (פ)
38
38
die der Ewige Mosche befohlen hat auf dem Berg Sinai, als Er den Kindern Israel befahl, ihre Opfer für den Ewigen darzubringen in der Wüste Sinai.