Der tägliche Chumasch-Abschnitt

7. Nissan 5787

Mittwoch, 14. April 2027

Heute

Mezora

4. Alija

(Wajikra 14:33 – 14:53)

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וַיְדַבֵּ֣ר יְהוָ֔ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה וְאֶֽל־אַהֲרֹ֖ן לֵאמֹֽר׃
33
33
Und der Ewige sagte zu Mosche und Aharon, wie folgt:
כִּ֤י תָבֹ֙אוּ֙ אֶל־אֶ֣רֶץ כְּנַ֔עַן אֲשֶׁ֥ר אֲנִ֛י נֹתֵ֥ן לָכֶ֖ם לַאֲחֻזָּ֑ה וְנָתַתִּי֙ נֶ֣גַע צָרַ֔עַת בְּבֵ֖ית אֶ֥רֶץ אֲחֻזַּתְכֶֽם׃
34
34
Wenn ihr in das Land Kna’an kommt, das Ich euch zum Besitz gebe, und Ich einen Aussatzschaden bringe an ein Haus im Land, das ihr besitzt,
und Ich einen Aussatzschaden bringe an ein Haus
Das ist eine gute Nachricht für sie, dass Schäden über sie kommen würden. Die Emorim hatten Goldschätze in den Wänden ihrer Häuser versteckt während der ganzen vierzig Jahre, die Israel in der Wüste war; durch den Aussatz aber reißt er das Haus ein und findet sie.
Raschi
dass Schäden über sie kommen würden: denn es steht im Vers וְנָתַתִּי נֶגַע צָרַעַת בְּבֵית „Ich bringe an ein Haus einen Aussatzschaden“ und nicht „es wird ein Aussatzschaden sein“.
Misrachi
וּבָא֙ אֲשֶׁר־ל֣וֹ הַבַּ֔יִת וְהִגִּ֥יד לַכֹּהֵ֖ן לֵאמֹ֑ר כְּנֶ֕גַע נִרְאָ֥ה לִ֖י בַּבָּֽיִת׃
35
35
dann komme der, dem das Haus gehört, zum Kohen und berichte ihm: Es scheint mir, als ob ein Schaden am Haus sei.
Es scheint mir, als ob ein Schaden am Haus sei
Sogar, wenn [der Hauseigentümer] ein Toragelehrter (Talmid Chacham) ist und weiß, dass es sicher ein Schaden ist, spreche er nichts Bestimmtes aus, wie „Ich habe einen Schaden bemerkt“, sondern נִרְאָה לִי בַּבָּיִת כְּנֶגַע „Es scheint mir, als ob ein Schaden sei“ (Negaim 12:5).
Raschi
Da der Kohen beauftragt und ermächtigt ist, den Status des Schadens (Nega) festzustellen, gilt es als respektlos, wenn der Eigentümer das Ergebnis bereits vorab verkündet. [Korban Aharon]
Das verdeutlicht den allgemeinen Grundsatz, dass ein Mensch demütig und ohne Selbstgewissheit sprechen soll, solange kein besonderer Zweck vorliegt. Da der Eigentümer nicht ermächtigt ist, den Schaden als unrein einzustufen, und seine Einschätzung nicht die Entscheidung des Kohen beeinflussen sollte, ist es überflüssig, wenn der Eigentümer eine gesicherte Erkenntnis behauptet. In diesem Sinne lehren die Weisen (Berachot 4a): „Gewöhne deine Zunge zu sagen: Ich weiß es nicht.“
Misrachi
וְצִוָּ֨ה הַכֹּהֵ֜ן וּפִנּ֣וּ אֶת־הַבַּ֗יִת בְּטֶ֨רֶם יָבֹ֤א הַכֹּהֵן֙ לִרְא֣וֹת אֶת־הַנֶּ֔גַע וְלֹ֥א יִטְמָ֖א כָּל־אֲשֶׁ֣ר בַּבָּ֑יִת וְאַ֥חַר כֵּ֛ן יָבֹ֥א הַכֹּהֵ֖ן לִרְא֥וֹת אֶת־הַבָּֽיִת׃
36
36
Und der Kohen befehle, dass man das Haus ausräume, bevor der Kohen kommt, um den Schaden zu besichtigen, damit nicht alles, was im Haus ist, unrein werde; und nachher komme der Kohen, um das Haus zu besichtigen.
bevor der Kohen kommt
Denn solange sich ein Kohen nicht damit befasst hat, ist die Vorschrift der Unreinheit (תּוֹרַת טֻמְאָה) nicht darauf anzuwenden.
Raschi
damit nicht alles, was im Haus ist, unrein werde
Wenn er das Haus nicht ausräumt und der Kohen kommt und den Aussatz sieht, muss es verschlossen werden, und alles, was darin ist, ist unrein. Was hat aber die Torah geschont? Gefäße, die durch Untertauchen (טְבִילָה בַּמִּקְוֶה) rein werden, kann man untertauchen und sie werden rein. Speisen und Getränke kann er in der Zeit seiner Unreinheit verzehren. Also hat die Torah nur Tongefäße geschont, die durch Untertauchen nicht rein werden.
Raschi
וְרָאָ֣ה אֶת־הַנֶּ֗גַע וְהִנֵּ֤ה הַנֶּ֙גַע֙ בְּקִירֹ֣ת הַבַּ֔יִת שְׁקַֽעֲרוּרֹת֙ יְרַקְרַקֹּ֔ת א֖וֹ אֲדַמְדַּמֹּ֑ת וּמַרְאֵיהֶ֥ן שָׁפָ֖ל מִן־הַקִּֽיר׃
37
37
Wenn er den Schaden sieht, und siehe, der Schaden ist an den Wänden des Hauses, es sind dunkelgrüne oder dunkelrote Vertiefungen, die niedriger als die Wand erscheinen,
Vertiefungen: sie sehen tieferliegend aus.
Raschi
וְיָצָ֧א הַכֹּהֵ֛ן מִן־הַבַּ֖יִת אֶל־פֶּ֣תַח הַבָּ֑יִת וְהִסְגִּ֥יר אֶת־הַבַּ֖יִת שִׁבְעַ֥ת יָמִֽים׃
38
38
dann gehe der Kohen aus dem Haus hinaus an den Eingang des Hauses und verschließe er das Haus auf sieben Tage.
וְשָׁ֥ב הַכֹּהֵ֖ן בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֑י וְרָאָ֕ה וְהִנֵּ֛ה פָּשָׂ֥ה הַנֶּ֖גַע בְּקִירֹ֥ת הַבָּֽיִת׃
39
39
Kommt der Kohen am siebten Tag wieder und besichtigt es, und siehe, der Schaden hat sich an den Wänden des Hauses ausgebreitet,
וְצִוָּה֙ הַכֹּהֵ֔ן וְחִלְּצוּ֙ אֶת־הָ֣אֲבָנִ֔ים אֲשֶׁ֥ר בָּהֵ֖ן הַנָּ֑גַע וְהִשְׁלִ֤יכוּ אֶתְהֶן֙ אֶל־מִח֣וּץ לָעִ֔יר אֶל־מָק֖וֹם טָמֵֽא׃
40
40
dann befehle der Kohen, dass man die Steine herauszieht, an denen der Schaden ist; diese werfe man außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort.
dass man die Steine herauszieht
וְחִלְּצוּ אֶת הָאֲבָנִים bedeutet, wie der Targum sagt וִישַׁלְּפוּן, man „ziehe sie heraus“, nehme sie von dort fort, wie (Dew. 25:9) וְחָלְצָה נַעֲלוֹ „sie ziehe seinen Schuh aus“, entferne ihn.
Raschi
an einen unreinen Ort: an einen Ort, der nicht zu reinen Dingen benutzt wird. Der Vers lehrt dich, dass diese Steine den Ort verunreinigen, solange sie da sind.
Raschi
וְאֶת־הַבַּ֛יִת יַקְצִ֥עַ מִבַּ֖יִת סָבִ֑יב וְשָׁפְכ֗וּ אֶת־הֶֽעָפָר֙ אֲשֶׁ֣ר הִקְצ֔וּ אֶל־מִח֣וּץ לָעִ֔יר אֶל־מָק֖וֹם טָמֵֽא׃
41
41
Das Haus im Inneren lasse er ringsum abkratzen, und die Erde, die man abgekratzt hat, schütte man außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort.
abkratzen
יַקְצִעַ „abkratzen“, auf Französisch rodonier. In der Sprache der Mischna kommt das Wort oft vor.
Raschi
drinnen
מִבַּיִת – מִבִּפְנִים „im Inneren“.
Raschi
ringsum
סָבִיב, rund um den Schaden. In Torat Kohanim wird es so erklärt: er schäle die Tünche rings um die Steine des Schadens ab.
Raschi
Wäre der Wortlaut des Verses וְאֶת הַבַּיִת יַקְצִעַ מִבַּיִת „Das Haus drinnen lasse er abkratzen“, hätten wir entnommen, dass alle Oberflächen des Hauses abgekratzt werden müssen. Indem der Vers das Wort סָבִיב „ringsum“ hinzufügt, lernen wir, dass das Abkratzen nur rings um die Steine des Schadens gefordert ist.
Misrachi, Sifte Chachamim
abkratzen
הִקְצוּ, von קָצֶה „Rand“. Nachdem man die Ränder des Schadens ringsum abgeschabt hat.
Raschi
וְלָקְחוּ֙ אֲבָנִ֣ים אֲחֵר֔וֹת וְהֵבִ֖יאוּ אֶל־תַּ֣חַת הָאֲבָנִ֑ים וְעָפָ֥ר אַחֵ֛ר יִקַּ֖ח וְטָ֥ח אֶת־הַבָּֽיִת׃
42
42
Dann nehme man andere Steine und setze sie an die Stelle jener Steine, die man entfernt hat, und andere Erde nehme man und tünche damit das Haus.
tünchen: eine Wand mit Kalk streichen.
וְאִם־יָשׁ֤וּב הַנֶּ֙גַע֙ וּפָרַ֣ח בַּבַּ֔יִת אַחַ֖ר חִלֵּ֣ץ אֶת־הָאֲבָנִ֑ים וְאַחֲרֵ֛י הִקְצ֥וֹת אֶת־הַבַּ֖יִת וְאַחֲרֵ֥י הִטּֽוֹחַ׃
43
43
Und wenn der Schaden wieder am Haus ausbricht, nachdem man die Steine herausgezogen hat und das Haus abgekratzt hat, und nachdem es getüncht wurde,
die man abgekratzt hat
הִקְצוֹת ist passive Form „abgekratzt worden“, ebenso הִטּוֹחַ „getüncht worden“.
Anders beim Ausdruck חִלֵּץ אֶת הָאֲבָנִים „die Steine herausgezogen hat“: das bezieht sich auf den Menschen, der sie ausgerissen hat, und das Wort חִלֵּץ ist eine intensive Form (לְשׁוֹן כָּבֵד, פִּעֵל) statt לְשׁוֹן קַל – חָלַץ; es ist wie כִּפֵּר „er hat gesühnt“, דִּבֵּר „er hat gesprochen“.
Raschi
wenn der Schaden wiederkommt
Ich hätte meinen können, er sei unrein, wenn er an demselben Tag wiederkommt. Darum heißt es (Vers 39) וְשָׁב הַכֹּהֵן „Kommt der Kohen wieder“, und hier וְאִם יָשׁוּב „wenn wiederkommt“. So wie dort das Wiederkommen erst am Ende einer Woche ist, so ist auch das Wiederkommen, das hier steht, am Ende einer Woche.
Raschi
וּבָא֙ הַכֹּהֵ֔ן וְרָאָ֕ה וְהִנֵּ֛ה פָּשָׂ֥ה הַנֶּ֖גַע בַּבָּ֑יִת צָרַ֨עַת מַמְאֶ֥רֶת הִ֛וא בַּבַּ֖יִת טָמֵ֥א הֽוּא׃
44
44
und der Kohen kommt und sieht, und siehe, der Schaden hat sich am Haus ausgebreitet, dann ist es ein schmerzhafter Aussatz am Haus; es ist unrein.
und der Kohen kommt und sieht, und siehe, der Schaden hat sich ausgebreitet
Ich hätte meinen können, der wiederkehrende Schaden sei nur unrein, wenn er sich ausgebreitet hat. Es steht aber צָרַעַת מַמְאֶרֶת „schmerzhafter Aussatz“ bei den Häusern und ebenso צָרַעַת מַמְאֶרֶת bei den Kleidern (Waj. 13:52): wie er dort den wiederkehrenden Aussatz für unrein erklärt, auch wenn er nicht größer geworden ist, so macht er auch hier den wiederkehrenden Aussatz unrein, auch wenn er nicht größer geworden ist.
Was lehrt uns also וְהִנֵּה פָּשָׂה „und siehe, [der Schaden] hat sich ausgebreitet“? Hier ist aber nicht der Ort für diesen Vers, sondern (Vers 45) וְנָתַץ אֶת הַבַּיִת „man reiße das Haus ein“, hätte nach (Vers 43) stehen sollen וְאִם יָשׁוּב הַנֶּגַע „wenn der Schaden wiederkommt“. Dagegen kommt (Vers 44) וְרָאָה וְהִנֵּה פָּשָׂה „er sieht, dass er größer geworden ist“, für den Fall zu lehren, dass der Schaden am Ende der ersten Woche gleichgeblieben war und der Kohen am Ende der zweiten Woche kommt und findet, dass er größer geworden ist. Für diesen Fall, dass er am Ende der ersten Woche gleichgeblieben war, hat der Vers oben noch nichts erklärt, und er belehrt dich hier darüber bei diesem Größerwerden, das nur davon spricht, dass der Aussatz in der ersten Woche gleichgeblieben ist und in der zweiten Woche größer geworden ist.

Und was soll dann geschehen? Ich hätte meinen können, man reiße das Haus ein, wie gleich folgt וְנָתַץ אֶת הַבַּיִת „man reiße das Haus ein“. Darum steht (Vers 39) וְשָׁב הַכֹּהֵן „der Kohen komme wieder“, und hier וּבָא הַכֹּהֵן „der Kohen kommt“. Wir lernen בִּיאָה von שִּׁיבָה ab: so wie er dort erst die Steine ausreißt, das Haus abschabt, tüncht und noch eine Woche dafür bestimmt, so reißt man auch hier bei בִּיאָה erst die Steine aus, schabt ab, tüncht und bestimmt noch eine Woche. Und wenn dann der Aussatz wiederkommt, reißt man das Haus ein. Und wenn er nicht wiederkommt, ist es rein.

Und woher weiß ich, dass man, wenn der Schaden am Ende beider Wochen gleichgeblieben ist, die Steine ausreißt, abschabt, tüncht und noch eine dritte Woche bestimmt? Darum steht וּבָא „es kommt“ und (Vers 48) וְאִם בֹּא יָבֹא „wenn kommt“. Wovon spricht jener Vers? Wenn der Schaden am Ende der ersten Woche größer geworden ist, das steht schon. Wenn er am Ende der zweiten Woche größer geworden ist, das steht auch schon. Es bezieht sich also וּבָא „es kommt“ und וְאִם בֹּא יָבֹא „wenn kommt“ nur auf den Fall, dass der Kohen am Ende der ersten Woche gekommen ist und am Ende der zweiten Woche wiedergekommen ist und gesehen hat, dass sich der Schaden nicht ausgebreitet hat.

Was soll mit diesem gleichgebliebenen Aussatz geschehen? Ich hätte meinen können, er erkläre ihn für rein und gehe, wie hier steht (Vers 48) וְטִהַר הַכֹּהֵן אֶת הַבַּיִת „er erkläre das Haus für rein“. Darum heißt es כִּי נִרְפָּא הַנָּגַע „weil der Schaden geheilt ist“ – nur den geheilten Schaden erkläre ich für rein.

Was soll also mit ihm geschen? Oben steht בִּיאָה (Vers 44), und unten steht בִּיאָה (Vers 48). Wie er oben die Steine ausreißt, das Haus abschabt, tüncht und noch eine Woche bestimmt, da er oben שִׁיבָה (Vers 39) gleich mit בִּיאָה setzt. So auch unten (Vers 48) … wie in Torat Kohanim (14:105) steht.

Zusammenfassend zu diesem Punkt: Einreißen des Hauses findet nur dann statt, wenn der Aussatz wiederkommt, nachdem man die Steine ausgerissen, abgeschabt und getüncht hat. Dieser wiederkehrende Aussatz braucht nicht größer zu sein.

Und die Reihenfolge der Verse ist so: (Vers 43) וְאִם יָשׁוּב „wenn wiederkommt, (Vers 45) וְנָתַץ „dann reiße man ein“, (Vers 46) וְהַבָּא אֶל הַבַּיִת „wer ins Haus geht“, (Vers 47) וְהָאוֹכֵל בַּבַּיִת „wer im Haus isst“, (Vers 44) וּבָא הַכֹּהֵן וְרָאָה וְהִנֵּה פָשָׂה „der Kohen komme und sieht, dass sich ausgebreitet hat“. Und da spricht der Vers von dem Aussatz, der am Ende der ersten Woche gleichgeblieben war, den er noch eine zweite Woche verschlossen hatte und bei dem der Kohen am Ende der zweiten Woche des Verschlusses bei seinem Wiederkommen sieht, dass er größer geworden ist. Was soll da geschehen? Er reiße die Steine aus, schabe das Haus ab, tünche und bestimme dafür wieder eine Woche. Kommt der Aussatz wieder, so reiße man das Haus ein. Kommt er nicht wieder, so ist das Bringen der Vögel vorgeschrieben. Mehr als drei Wochen Beobachtung gibt es nicht bei Aussatzschäden. (Vers 48) וְאִם בֹּא יָבֹא „Wenn der Kohen kommt“: am Ende der zweiten Woche, וְרָאָה וְהִנֵּה לֹא פָשָׂה „und sieht, dass [der Schaden] nicht größer geworden ist“: dieser Vers kommt für den Fall zu lehren, dass er in der ersten und in der zweiten Woche gleich geblieben ist. Was soll mit ihm geschehen? Ich hätte meinen können, er soll ihn für rein erklären, wie aus dem Vers hervorzugehen scheint, וְטִהַר הַכֹּהֵן אֶת הַבַּיִת „dann erkläre der Kohen das Haus für rein“. Darum steht כִּי נִרְפָּא הַנֶּגַע „da der Schaden geheilt ist“. Ich habe nur den geheilten für rein erklärt; und geheilt ist er nur dann, wenn das Haus abgeschabt und getüncht worden war und der Schaden nicht wiedergekommen ist; aber in diesem Fall müssen die Steine ausgerissen, das Haus abgeschabt und getüncht und eine dritte Woche bestimmt werden.

Und so ist der Vers (48) zu erkären: וְאִם בֹּא יָבֹא הַכֹּהֵן „und wenn der Kohen kommt“: nach der zweiten Woche, וְרָאָה וְהִנֵּה לֹא פָשָׂה „und sieht, dass er nicht größer geworden ist“, tünche man. Man tüncht aber nicht, ohne vorher die Steine ausgerissen und das Haus abgeschabt zu haben. אַחֲרֵי הִטֹּחַ אֶת הַבָּיִת וְטִהַר הַכֹּהֵן אֶת הַבַּיִת „Nachdem das Haus getüncht wurde, erkläre der Kohen das Haus für rein“: wenn der Schaden am Ende einer Woche nicht wiedergekommen ist, כִּי נִרְפָּא הַנָּגַע „da der Schaden geheilt ist“. Wenn er aber wiedergekommen ist, so hat er für den wiederkehrenden Schaden schon erklärt, dass das Haus eingerissen werden muss.
Raschi
וְנָתַ֣ץ אֶת־הַבַּ֗יִת אֶת־אֲבָנָיו֙ וְאֶת־עֵצָ֔יו וְאֵ֖ת כָּל־עֲפַ֣ר הַבָּ֑יִת וְהוֹצִיא֙ אֶל־מִח֣וּץ לָעִ֔יר אֶל־מָק֖וֹם טָמֵֽא׃
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45
Man reiße das Haus nieder, seine Steine, sein Holz und alle Erde des Hauses und bringe sie zur Stadt hinaus an einen unreinen Ort.
וְהַבָּא֙ אֶל־הַבַּ֔יִת כָּל־יְמֵ֖י הִסְגִּ֣יר אֹת֑וֹ יִטְמָ֖א עַד־הָעָֽרֶב׃
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46
Und eine Person, die in das Haus kommt während aller Tage, als man es verschlossen hält, sei unrein bis zum Abend.
während aller Tage, als man es verschlossen hält: aber nicht die Tage, wenn man den Schaden abgeschält hat. Ich hätte nun meinen können, dass ich auch das für ausgesprochen unrein erklärte Haus ausschließen solle, wenn man den Schaden abgeschält hätte, darum steht כָּל יְמֵי „alle Tage“.
Raschi
sei unrein bis zum Abend
Das lehrt, dass seine Kleider nicht mit ihm unrein werden. Ich hätte nun meinen können, auch dann nicht, wenn er dort geblieben ist, solange das Verzehren eines halben Brotes dauert (כְדֵי אֲכִילַת פְּרָס, Dauer einer Mahlzeit). Darum steht (nächster Vers) וְהָאוֹכֵל בַּבַּיִת יְכַבֵּס אֶת בְּגָדָיו „wer im Haus isst, tauche seine Kleidung unter“. Davon weiß ich nur, derjenige, der isst; woher weiß ich auch, wer liegt? Darum steht וְהַשּׁוֹכֵב „wer liegt“. Davon weiß ich nur, wer isst oder liegt, woher weiß ich auch, wenn er nicht isst und nicht liegt? Darum steht zweimal יְכַבֵּס, um hinzuzufügen. Warum steht dann aber „isst“ und „liegt“? Um für den Liegenden die Zeit des Verzehrens eines halben Brotes zu bestimmen.
Raschi
וְהַשֹּׁכֵ֣ב בַּבַּ֔יִת יְכַבֵּ֖ס אֶת־בְּגָדָ֑יו וְהָאֹכֵ֣ל בַּבַּ֔יִת יְכַבֵּ֖ס אֶת־בְּגָדָֽיו׃
47
47
Und eine Person, die sich im Haus niedergelegt hat, tauche ihre Kleidung unter, und wer im Haus isst, tauche seine Kleidung unter.
wer im Haus isst: die Menge eines halben Brotes (שִׁיעוּר פְרָס; der Begriff פְּרָס, aram. „Hälfte“). Das ist die Menge einer üblichen Mahlzeit.
וְאִם־בֹּ֨א יָבֹ֜א הַכֹּהֵ֗ן וְרָאָה֙ וְ֠הִנֵּה לֹא־פָשָׂ֤ה הַנֶּ֙גַע֙ בַּבַּ֔יִת אַחֲרֵ֖י הִטֹּ֣חַ אֶת־הַבָּ֑יִת וְטִהַ֤ר הַכֹּהֵן֙ אֶת־הַבַּ֔יִת כִּ֥י נִרְפָּ֖א הַנָּֽגַע׃
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48
Wenn der Kohen kommt und sieht, und siehe, der Schaden hat sich am Haus nicht ausgebreitet, nachdem man das Haus getüncht hat, dann spreche der Kohen das Haus rein; denn der Schaden ist geheilt.
lorem ipsum
lorem ipsum
וְלָקַ֛ח לְחַטֵּ֥א אֶת־הַבַּ֖יִת שְׁתֵּ֣י צִפֳּרִ֑ים וְעֵ֣ץ אֶ֔רֶז וּשְׁנִ֥י תוֹלַ֖עַת וְאֵזֹֽב׃
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49
Und er nehme, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel, Zedernholz, karmesinfarbene Wolle und Ysop.
Ysop: eine Gewürz- und Heilpflanze.
וְשָׁחַ֖ט אֶת־הַצִּפֹּ֣ר הָאֶחָ֑ת אֶל־כְּלִי־חֶ֖רֶשׂ עַל־מַ֥יִם חַיִּֽים׃
50
50
Den einen Vogel schlachte er über frischem Wasser, das in einem Gefäß aus Ton ist.
über frischem Wasser
מַיִם חַיִּים, wörtl. „lebendes Wasser“: Quellwasser.
über frischem Wasser
Er tut das frische Wasser zuerst in das Gefäß, und zwar so viel, dass das Blut des Vogels noch darin zu erkennen ist. Wieviel ist das? Ein Viertel eines Log.
Raschi zu Wajikra 14:5
וְלָקַ֣ח אֶת־עֵֽץ־הָ֠אֶרֶז וְאֶת־הָ֨אֵזֹ֜ב וְאֵ֣ת ׀ שְׁנִ֣י הַתּוֹלַ֗עַת וְאֵת֮ הַצִּפֹּ֣ר הַֽחַיָּה֒ וְטָבַ֣ל אֹתָ֗ם בְּדַם֙ הַצִּפֹּ֣ר הַשְּׁחוּטָ֔ה וּבַמַּ֖יִם הַֽחַיִּ֑ים וְהִזָּ֥ה אֶל־הַבַּ֖יִת שֶׁ֥בַע פְּעָמִֽים׃
51
51
Und er nehme das Zedernholz, den Ysop, die karmesinfarbene Wolle und den lebenden Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das frische Wasser und sprenge sieben Mal zum Haus hin.
sprengen, besprengen: etwas mit Flüssigkeit besprühen.
וְחִטֵּ֣א אֶת־הַבַּ֔יִת בְּדַם֙ הַצִּפּ֔וֹר וּבַמַּ֖יִם הַֽחַיִּ֑ים וּבַצִּפֹּ֣ר הַחַיָּ֗ה וּבְעֵ֥ץ הָאֶ֛רֶז וּבָאֵזֹ֖ב וּבִשְׁנִ֥י הַתּוֹלָֽעַת׃
52
52
Und er entsündige das Haus mit dem Blut des Vogels und dem frischen Wasser und mit dem lebenden Vogel, dem Zedernholz, dem Ysop und der karmesinfarbenen Wolle.
וְשִׁלַּ֞ח אֶת־הַצִּפֹּ֧ר הַֽחַיָּ֛ה אֶל־מִח֥וּץ לָעִ֖יר אֶל־פְּנֵ֣י הַשָּׂדֶ֑ה וְכִפֶּ֥ר עַל־הַבַּ֖יִת וְטָהֵֽר׃
53
53
Den lebenden Vogel lasse er zur Stadt hinaus aufs Feld hinfliegen; so erwirkt er Sühne für das Haus, und es wird rein.