Der tägliche Chumasch-Abschnitt

8. Nissan 5787

Donnerstag, 15. April 2027

Heute

Mezora

5. Alija

(Wajikra 14:54 – 15:15)

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זֹ֖את הַתּוֹרָ֑ה לְכָל־נֶ֥גַע הַצָּרַ֖עַת וְלַנָּֽתֶק׃
54
54
Das sind die Vorschriften über alle Aussatzschäden und über den Haaraussatz,
וּלְצָרַ֥עַת הַבֶּ֖גֶד וְלַבָּֽיִת׃
55
55
über den Aussatz an der Kleidung und am Haus,
וְלַשְׂאֵ֥ת וְלַסַּפַּ֖חַת וְלַבֶּהָֽרֶת׃
56
56
über die Erhebung, über den Ausschlag und den Fleck,
לְהוֹרֹ֕ת בְּי֥וֹם הַטָּמֵ֖א וּבְי֣וֹם הַטָּהֹ֑ר זֹ֥את תּוֹרַ֖ת הַצָּרָֽעַת׃ (ס)
57
57
um über den Tag zu belehren, wann er unrein und wann er rein ist; das sind die Vorschriften über den Aussatz.
über den Tag zu belehren, wann er unrein ist
An welchem Tag er ihn rein und an welchem Tag er ihn unrein spreche.
Raschi
וַיְדַבֵּ֣ר יְהוָ֔ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה וְאֶֽל־אַהֲרֹ֖ן לֵאמֹֽר׃
1
1
Und der Ewige sagte zu Mosche und zu Aharon, wie folgt:
דַּבְּרוּ֙ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל וַאֲמַרְתֶּ֖ם אֲלֵהֶ֑ם אִ֣ישׁ אִ֗ישׁ כִּ֤י יִהְיֶה֙ זָ֣ב מִבְּשָׂר֔וֹ זוֹב֖וֹ טָמֵ֥א הֽוּא׃
2
2
Sprecht zu den Kindern Israel und sagt ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch fließend wird, dann ist sein Ausfluss unrein.
Wenn ein Mann an seinem Fleisch fließend wird
Ich hätte meinen können, dass er unrein ist, an welcher Körperstelle auch immer er einen Ausfluss hat. Darum steht מִבְּשָׂרוֹ „an einer Stelle seines Fleisches“ und nicht überall an seinem Fleisch. Nachdem nun der Vers zwischen Fleisch und Fleisch unterschieden hat, kann ich folgende Auslegung anwenden: er hat den Ausflussleidenden (זָב) für unrein erklärt und ebenso die Ausflussleidende (זָבָה). Wie die Ausflussleidende durch dieselbe Stelle, durch die sie die leichte, die regelmäßige Unreinheit (נִדָּה) aufnimmt, auch die schwere, die unregelmäßige Unreinheit des Ausflusses aufnimmt; so auch der Ausflussleidende, durch dieselbe Stelle, durch die er die leichte Unreinheit des Samenergusses (קֶרִי) aufnimmt, nimmt er auch die schwere Unreinheit des Ausflusses auf.
Raschi
ist sein Ausfluss unrein
Das lehrt, dass der Tropfen unrein macht. Der Ausfluss gleicht dem Wasser von Gerstenteig, sich auflösend, dem Weiß eines verdorbenen Eies ähnlich; der nicht krankhafte Tropfen des Samenergusses aber ist zusammenhängend wie das Weiß eines unverdorbenen Eies (Nidda 35b).
Raschi
וְזֹ֛את תִּהְיֶ֥ה טֻמְאָת֖וֹ בְּזוֹב֑וֹ רָ֣ר בְּשָׂר֞וֹ אֶת־זוֹב֗וֹ אֽוֹ־הֶחְתִּ֤ים בְּשָׂרוֹ֙ מִזּוֹב֔וֹ טֻמְאָת֖וֹ הִֽוא׃
3
3
Das ist seine Unreinheit durch seinen Ausfluss: es trieft sein Fleisch von seinem Ausfluss oder sein Fleisch ist durch seinen Ausfluss verstopft, das ist seine Unreinheit.
triefen
רָר – לְשׁוֹן רִיר „triefen“, von etwas herabfließen; es fließt aus seinem Fleisch.
Raschi
seinen Ausfluss: wie eine Flüssigkeit, die dünn herauskommt.
Raschi
ist durch seinen Ausfluss verstopft
הֶחְתִּים „verstopft“. Wenn es dick herauskommt und die Öffnung des Gliedes verstopft, sodass sein Fleisch durch den Tropfen seines Ausflusses verstopft ist; das ist die einfache Erklärung.
Der Midrasch sagt: Der erste Vers zählt zwei Erscheinungen des Ausflusses und nennt ihn unrein, so steht (Vers 2)זָב מִבְּשָׂרוֹ זוֹבוֹ טָמֵא הוּא „an seinem Fleisch fließend wird, dann ist sein Ausfluss unrein“; und der zweite Vers hier zählt drei Erscheinungen und nennt ihn unrein: „seine Unreinheit durch seinen Ausfluss: es trieft sein Fleisch von seinem Ausfluss oder sein Fleisch ist durch seinen Ausfluss verstopft, das ist seine Unreinheit“. Wie ist das zu verstehen? Durch zwei Erscheinungen wird er unrein, und die dritte zwingt ihn, ein Opfer (קָרְבָּן) zu bringen (Nidda 43b).
Raschi
כָּל־הַמִּשְׁכָּ֗ב אֲשֶׁ֨ר יִשְׁכַּ֥ב עָלָ֛יו הַזָּ֖ב יִטְמָ֑א וְכָֽל־הַכְּלִ֛י אֲשֶׁר־יֵשֵׁ֥ב עָלָ֖יו יִטְמָֽא׃
4
4
Jede Schlafstätte, auf der der Ausflussleidende liegt, wird unrein, und jedes Gerät, auf dem er sitzt, wird unrein.
Jede Schlafstätte
כָּל הַמִּשְׁכָּב „jede Schlafstätte“: die zur Schlafstätte gedacht ist. Ich hätte meinen können, auch wenn es zu einer anderen Arbeit bestimmt ist; darum steht אֲשֶׁר יִשְׁכַּב „auf der er liegt“; es steht nicht אֲשֶׁר שָׁכַב „auf der er lag“, sondern אֲשֶׁר יִשְׁכַּב „zu liegen pflegt“, eine Schlafstätte, die stets dazu bestimmt ist; damit ist dasjenige ausgeschlossen, von dem man sagt „Steh auf, dass wir unsere Arbeit damit verrichten“.
Raschi
auf dem er sitzt
Auf dem er zu sitzen pflegt, es heißt nicht יָשַׁב „auf dem er saß“, sondern אֲשֶׁר יֵשֵׁב „zu sitzen pflegt“, wenn es stets dazu bestimmt ist.
Raschi
וְאִ֕ישׁ אֲשֶׁ֥ר יִגַּ֖ע בְּמִשְׁכָּב֑וֹ יְכַבֵּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
5
5
Wenn jemand seine Schlafstätte berührt, wasche er seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
Wenn jemand seine Schlafstätte berührt
Das lehrt, dass die Schlafstätte (מִּשְׁכָּב) strenger ist als die Berührung (מַּגָּע). Denn die Schlafstätte wird „Vater der Unreinheit“ (אָב הַטֻּמְאָה), einen Menschen unrein zu machen und auch seine Kleidung mit ihm. Wenn aber etwas den Ausflussleidenden berührt, das keine Schlafstätte ist, so wird es nur „Kind der Unreinheit“ (וְלַד הַטֻּמְאָה) und macht nur Speisen und Getränke unrein.
Raschi
וְהַיֹּשֵׁב֙ עַֽל־הַכְּלִ֔י אֲשֶׁר־יֵשֵׁ֥ב עָלָ֖יו הַזָּ֑ב יְכַבֵּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
6
6
Wer auf dem Gerät sitzt, auf dem der Ausflussleidende zuvor saß, wasche seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
Wer auf dem Gerät sitzt: auch wenn er es nicht berührt hat. Auch wenn zehn Geräte übereinander liegen, machen sie alle als Sitz unrein; und ebenso ist es beim Lager.
Raschi
וְהַנֹּגֵ֖עַ בִּבְשַׂ֣ר הַזָּ֑ב יְכַבֵּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
7
7
Wer den Körper des Ausflussleidenden berührt, wasche seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
וְכִֽי־יָרֹ֛ק הַזָּ֖ב בַּטָּה֑וֹר וְכִבֶּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
8
8
Wenn der Ausflussleidende auf eine rituell reine Person spuckt, dann wasche dieser seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
Wenn der Ausflussleidende auf eine reine Person spuckt: und er berührt den Speichel oder trägt ihn. Denn Speichel macht unrein, wenn man ihn trägt (Nidda 55b).
Raschi
וְכָל־הַמֶּרְכָּ֗ב אֲשֶׁ֨ר יִרְכַּ֥ב עָלָ֛יו הַזָּ֖ב יִטְמָֽא׃
9
9
Und jedes Reitzeug, auf dem der Ausflussleidende geritten ist, wird unrein.
Und jedes Reitzeug: wenn er auch nicht darauf gesessen ist, wie z.B. der Griff am Sattel, den man „Sattelbogen“ nennt. So ist es doch als Reitzeug (מֶרְכָּב) unrein. Und der Sattel selbst, den man „Sattel“, „Sattelkissen“ nennt, hat die Unreinheit eines Sitzes (מוֹשָׁב). (Eruwin 27a)
Raschi
וְכָל־הַנֹּגֵ֗עַ בְּכֹל֙ אֲשֶׁ֣ר יִהְיֶ֣ה תַחְתָּ֔יו יִטְמָ֖א עַד־הָעָ֑רֶב וְהַנּוֹשֵׂ֣א אוֹתָ֔ם יְכַבֵּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
10
10
Jeder, der irgendetwas berührt, das unter dem Ausflussleidenden liegt, ist bis zum Abend unrein; und wer es trägt, wasche seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
Jeder, der irgendetwas berührt, das unter ihm liegt: unter dem Ausflussleidenden. Das kommt zu lehren, dass, wer das Reitzeug berührt, unrein ist, aber die Kleidung nicht unterzutauchen braucht. Darin ist die Schlafstätte strenger als das Reitzeug.
Raschi
Und wer jene trägt: alles, was beim Ausflussleidenden vorkommt, seinen Ausfluss, seinen Speichel, seinen Samenerguss, seinen Urin, die Schlafstätte und das Reitzeug, ihr Tragen macht den Menschen mit seinen Kleidern unrein.
Raschi
וְכֹ֨ל אֲשֶׁ֤ר יִגַּע־בּוֹ֙ הַזָּ֔ב וְיָדָ֖יו לֹא־שָׁטַ֣ף בַּמָּ֑יִם וְכִבֶּ֧ס בְּגָדָ֛יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֖יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעָֽרֶב׃
11
11
Und jeder, den der Ausflussleidende berührt, ohne seine Hände in Wasser gespült zu haben, wasche seine Kleidung und tauche im Wasser unter, bis zum Abend bleibt er unrein.
ohne seine Hände in Wasser gespült zu haben: solange er sich nicht von seiner Unreinheit untergetaucht hat. Selbst wenn sein Ausfluss aufgehört und er sieben reine Tage gezählt hat. Solange ihm aber das Untertauchen noch fehlt, bewirkt er noch alle seine Unreinheiten. Der Vers bezeichnet das Untertauchen des Körpers des Ausflussleidenden als „Untertauchen der Hände“, um dich zu lehren, dass an die verborgenen Stellen das Wasser nicht zu kommen braucht, sondern nur an offene Glieder wie die Hände.
Raschi
וּכְלִי־חֶ֛רֶשׂ אֲשֶׁר־יִגַּע־בּ֥וֹ הַזָּ֖ב יִשָּׁבֵ֑ר וְכָל־כְּלִי־עֵ֔ץ יִשָּׁטֵ֖ף בַּמָּֽיִם׃
12
12
Und ein tönernes Gefäß, das der Ausflussleidende berührt, muss zerbrochen werden, und jedes hölzerne Gerät muss im Wasser gespült werden.
ein tönernes Gefäß, das der Ausflussleidende berührt
Ich hätte meinen können, auch wenn er es von außen berührt … wie in Torat Kohanim (15:143) steht, bis „eine Berührung, die das Ganze ergreift. Darunter ist das Schleudern zu verstehen“.
Raschi
וְכִֽי־יִטְהַ֤ר הַזָּב֙ מִזּוֹב֔וֹ וְסָ֨פַר ל֜וֹ שִׁבְעַ֥ת יָמִ֛ים לְטָהֳרָת֖וֹ וְכִבֶּ֣ס בְּגָדָ֑יו וְרָחַ֧ץ בְּשָׂר֛וֹ בְּמַ֥יִם חַיִּ֖ים וְטָהֵֽר׃
13
13
Wenn aber der Ausflussleidende von seinem Ausfluss rein wird, dann zähle er sieben Tage zu seiner Reinigung, wasche seine Kleidung und tauche seinen Körper in frischem Wasser unter, dann wird er rein.
Wenn rein wird: wenn er aufhört.
Raschi
sieben Tage zu seiner Reinigung: sieben Tage, die von der Unreinheit des Ausflusses frei sind, in denen er keinen Ausfluss wahrnimmt, und zwar alle sieben Tage nacheinander.
Raschi
וּבַיּ֣וֹם הַשְּׁמִינִ֗י יִֽקַּֽח־לוֹ֙ שְׁתֵּ֣י תֹרִ֔ים א֥וֹ שְׁנֵ֖י בְּנֵ֣י יוֹנָ֑ה וּבָ֣א ׀ לִפְנֵ֣י יְהוָ֗ה אֶל־פֶּ֙תַח֙ אֹ֣הֶל מוֹעֵ֔ד וּנְתָנָ֖ם אֶל־הַכֹּהֵֽן׃
14
14
Und am achten Tag nehme er zwei Tauben oder zwei junge Tauben, komme an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor den Ewigen und gebe sie dem Kohen.
וְעָשָׂ֤ה אֹתָם֙ הַכֹּהֵ֔ן אֶחָ֣ד חַטָּ֔את וְהָאֶחָ֖ד עֹלָ֑ה וְכִפֶּ֨ר עָלָ֧יו הַכֹּהֵ֛ן לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה מִזּוֹבֽוֹ׃ (ס)
15
15
Und der Kohen bringe die Tauben dar, eine Taube als Sündopfer und die andere als Ganzopfer; und der Kohen erwirkt ihm vor dem Ewigen Sühne wegen seines Ausflusses.