Der tägliche Chumasch-Abschnitt

17. Nissan 5787

Samstag, 24. April 2027

Heute

Achare

7. Alija

(Wajikra 18:22 – 18:30)

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וְאֶ֨ת־זָכָ֔ר לֹ֥א תִשְׁכַּ֖ב מִשְׁכְּבֵ֣י אִשָּׁ֑ה תּוֹעֵבָ֖ה הִֽוא׃
22
22
Bei einem Mann darfst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt, das ist ein Gräuel.
וּבְכָל־בְּהֵמָ֛ה לֹא־תִתֵּ֥ן שְׁכָבְתְּךָ֖ לְטָמְאָה־בָ֑הּ וְאִשָּׁ֗ה לֹֽא־תַעֲמֹ֞ד לִפְנֵ֧י בְהֵמָ֛ה לְרִבְעָ֖הּ תֶּ֥בֶל הֽוּא׃
23
23
Zu einem Tier darfst du dich nicht hinlegen und dich dadurch verunreinigen, und eine Frau darf nicht vor ein Tier treten und sich mit ihm paaren, das ist eine schändliche Vermischung.
schändliche Vermischung
תֶּבֶל ist ein Ausdruck für Unsittlichkeit, Blöße und Ehebruch, wie im Vers (Jesch. 10:25) וְאַפִּי עַל תַּבְלִיתָם „und Mein Zorn wegen ihrer Entartung“.
Andere Erklärung: das Wort תֶּבֶל bedeutet „Vermischung“, Vermischung von menschlichem mit tierischem Samen.
Raschi
Vermischung: בִּלְבּוּל וְעִרְבּוּב, Vermischung, so wie (Schem. 29:40) בָּלוּל בְּשֶׁמֶן „mit Öl gemengt“, und der zusätzliche Buchstabe ת (Taw) im Wort תֶּבֶל ist eine stilistische Feinheit.
Beer Maim Chaim
אַל־תִּֽטַּמְּא֖וּ בְּכָל־אֵ֑לֶּה כִּ֤י בְכָל־אֵ֙לֶּה֙ נִטְמְא֣וּ הַגּוֹיִ֔ם אֲשֶׁר־אֲנִ֥י מְשַׁלֵּ֖חַ מִפְּנֵיכֶֽם׃
24
24
Verunreinigt euch nicht durch all diese Taten! Denn wegen aller dieser Taten haben sich die Völker verunreinigt, die Ich vor euch vertreibe.
וַתִּטְמָ֣א הָאָ֔רֶץ וָאֶפְקֹ֥ד עֲוֺנָ֖הּ עָלֶ֑יהָ וַתָּקִ֥א הָאָ֖רֶץ אֶת־יֹשְׁבֶֽיהָ׃
25
25
Und das Land wurde unrein, und Ich forderte seine Schuld an ihm, und das Land spuckte seine Bewohner aus.
Ich forderte seine Schuld an ihm
וָאֶפְקֹד עֲוֺנָהּ, das Wort פְּקִידָה hat die Bedeutung „Schuld fordern“. [Saadia Gaon, R. Jona ibn Dschanach, שורש פקד]
Die Wendung לִפְקוֹד עַל hat die Bedeutung „Strafe“, „Vergeltung“. [Ramban zu Schemot 20:5]

וָאֶפְקֹד עֲוֺנָהּ, das Wort פְּקִידָה hat die Bedeutung „Gedenken“, wie im Vers (Ber. 21:1) וַה׳ פָּקַד אֶת שָׂרָה „Und G‑tt gedachte Sara“.
Ibn Esra zu Schemot 20:5
וּשְׁמַרְתֶּ֣ם אַתֶּ֗ם אֶת־חֻקֹּתַי֙ וְאֶת־מִשְׁפָּטַ֔י וְלֹ֣א תַעֲשׂ֔וּ מִכֹּ֥ל הַתּוֹעֵבֹ֖ת הָאֵ֑לֶּה הָֽאֶזְרָ֔ח וְהַגֵּ֖ר הַגָּ֥ר בְּתוֹכְכֶֽם׃
26
26
Daher beachtet ihr Meine Anordnungen und Meine Rechtsvorschriften und tut nicht von all diesen Gräueln, der Einheimische wie der Fremde, der sich unter euch aufhält.
Meine Anordnungen: ihr sollt nicht zu nahe kommen und die Blöße aufdecken (גִּילּוּי עֲרָיוֹת), das heißt, ihr sollt keine verbotenen Beziehungen haben. Meine Rechtsvorschriften: ihr sollt die diesbezüglichen Sünder bestrafen. [Seforno, Ibn Esra]
der Fremde: das ist der Ger Toschaw; auch für ihn gelten diese Verbote, weil er im Land Israel lebt.
Ibn Esra
כִּ֚י אֶת־כָּל־הַתּוֹעֵבֹ֣ת הָאֵ֔ל עָשׂ֥וּ אַנְשֵֽׁי־הָאָ֖רֶץ אֲשֶׁ֣ר לִפְנֵיכֶ֑ם וַתִּטְמָ֖א הָאָֽרֶץ׃
27
27
Denn all diese Gräuel taten die Menschen des Landes, die vor euch da waren, und das Land wurde verunreinigt.
Denn all diese Gräuel
Im vorigen Vers steht schon „und tut nicht von all diesen Gräueln“. Die Wiederholung lehrt: Weil diese Völker sich nicht bei verbotenen Beziehungen (גִּילּוּי עֲרָיוֹת) zügelten, und die Sünder in diesem Bereich nicht straften, „taten sie schließlich all diese Gräuel“, deshalb sollt ihr besonders achtgeben.
Seforno
וְלֹֽא־תָקִ֤יא הָאָ֙רֶץ֙ אֶתְכֶ֔ם בְּטַֽמַּאֲכֶ֖ם אֹתָ֑הּ כַּאֲשֶׁ֥ר קָאָ֛ה אֶת־הַגּ֖וֹי אֲשֶׁ֥ר לִפְנֵיכֶֽם׃
28
28
Damit das Land euch nicht ausspuckt, wenn ihr es verunreinigt, so wie es ausgespuckt hat das Volk, das vor euch war.
Damit das Land euch nicht ausspuckt
Wie ein Königssohn, dem man etwas Widerliches zu essen gegeben hat, es bleibt nicht in seinem Inneren, sondern er spuckt es aus. So behält das Land Israel nicht die Sünder.
Die Übersetzung im Targum Onkelos וְלָא תְרוֹקֵין kommt vom Wort רִיקוּן – מְרִיקָה עַצְמָהּ מֵהֶם, das Land reinigt sich von ihnen.
Raschi
כִּ֚י כָּל־אֲשֶׁ֣ר יַעֲשֶׂ֔ה מִכֹּ֥ל הַתּוֹעֵב֖וֹת הָאֵ֑לֶּה וְנִכְרְת֛וּ הַנְּפָשׁ֥וֹת הָעֹשֹׂ֖ת מִקֶּ֥רֶב עַמָּֽם׃
29
29
Denn wer etwas tut von all diesen Gräueln, ausgerottet werden sollen die Personen, die es tun, aus der Mitte ihres Volkes.
die Personen, die es tun
[Der Vers beginnt in der Einzahl כׇּל אֲשֶׁר יַעֲשֶׂה „wer etwas tut“ und wechselt dann in die Mehrzahl וְנִכְרְתוּ הַנְּפָשׁוֹת הָעֹשֹׂת „ausgerottet werden sollen die Personen“.]
[Der Wechsel von der Einzahl zur Mehrzahl lehrt, dass] darunter sowohl Mann als auch Frau zu verstehen sind (Bawa Kama 32a).
Raschi
וּשְׁמַרְתֶּ֣ם אֶת־מִשְׁמַרְתִּ֗י לְבִלְתִּ֨י עֲשׂ֜וֹת מֵחֻקּ֤וֹת הַתּֽוֹעֵבֹת֙ אֲשֶׁ֣ר נַעֲשׂ֣וּ לִפְנֵיכֶ֔ם וְלֹ֥א תִֽטַּמְּא֖וּ בָּהֶ֑ם אֲנִ֖י יְהוָ֥ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃ (פ)
30
30
Beachtet Meine Vorschriften, nicht zu tun von den gräuelhaften Gesetzen, die vor euch getan wurden, damit ihr euch nicht durch sie verunreinigt. Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
Beachtet Meine Vorschriften
Das ist eine Ermahnung für den Gerichtshof (בֵּית דִּין), dass er über die Einhaltung von G‑ttes Gesetzen wachen muss.
Raschi
damit ihr euch nicht durch sie verunreinigt. Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
Wenn ihr euch aber mit diesen Sünden verunreinigt, bin Ich nicht euer G‑tt. Wenn ihr euch nicht daran haltet, welchen Nutzen hätte Ich von euch; und ihr hättet den Untergang verdient; darum steht „Ich bin der Ewige, euer G‑tt“.
Raschi