Der tägliche Chumasch-Abschnitt

14. Ijar 5787

Freitag, 21. Mai 2027

Heute

Behar

6. Alija

(Wajikra 25:39 – 25:46)

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וְכִֽי־יָמ֥וּךְ אָחִ֛יךָ עִמָּ֖ךְ וְנִמְכַּר־לָ֑ךְ לֹא־תַעֲבֹ֥ד בּ֖וֹ עֲבֹ֥דַת עָֽבֶד׃
39
39
Und wenn dein Bruder arm wird neben dir und sich dir verkauft, dann lass ihn nicht die Arbeit eines Sklaven machen.
Arbeit eines Sklaven: ein entehrender Dienst, durch den er wie ein Sklave aussieht. Er trage nicht die persönlichen Sachen seines Herrn hinter ihm ins Badehaus und ziehe ihm nicht seine Schuhe an.
Raschi
כְּשָׂכִ֥יר כְּתוֹשָׁ֖ב יִהְיֶ֣ה עִמָּ֑ךְ עַד־שְׁנַ֥ת הַיֹּבֵ֖ל יַעֲבֹ֥ד עִמָּֽךְ׃
40
40
Wie ein Lohnarbeiter, wie ein Beisasse sei er bei dir, bis zum Joweljahr diene er bei dir.
Wie ein Lohnarbeiter, wie ein Beisasse
Feldarbeit und Handwerk, wie von anderen Lohnarbeitern, das lass von ihm verrichten.
Raschi
bis zum Joweljahr
Wenn das Jowel eintritt, bevor er sechs Jahre gedient hat, macht ihn das Jowel frei.
Raschi
וְיָצָא֙ מֵֽעִמָּ֔ךְ ה֖וּא וּבָנָ֣יו עִמּ֑וֹ וְשָׁב֙ אֶל־מִשְׁפַּחְתּ֔וֹ וְאֶל־אֲחֻזַּ֥ת אֲבֹתָ֖יו יָשֽׁוּב׃
41
41
Dann gehe er weg von dir, er und seine Kinder mit ihm, und kehre zurück zu seiner Familie und zu dem Eigentum seiner Väter kehre er zurück.
und seine Kinder mit ihm
Rabbi Schimon sagt: Wenn er verkauft wurde, wer hat seine Kinder verkauft? Von hier geht hervor, dass der Herr verpflichtet ist, auch die Kinder des Sklaven zu ernähren (Kiduschin 22a).
Raschi
zu dem Eigentum seiner Väter
וְאֶל אֲחֻזַּת אֲבֹתָיו – אֶל כְּבוֹד אֲבוֹתָיו, zur Ehre seiner Väter, und man darf ihn deshalb nicht geringschätzen (Makot 13a).
Raschi
Eigentum
אֲחֻזַּת [אֲבֹתָיו] ist so wie חֶזְקַת, „Recht“, „Anrecht“.
Raschi
כִּֽי־עֲבָדַ֣י הֵ֔ם אֲשֶׁר־הוֹצֵ֥אתִי אֹתָ֖ם מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם לֹ֥א יִמָּכְר֖וּ מִמְכֶּ֥רֶת עָֽבֶד׃
42
42
*Denn Meine Diener sind sie, die Ich herausgeführt habe aus dem Land Mizraim; sie dürfen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft.*
Denn Meine Diener sind sie: Meine Urkunde ist älter (שְׁטָרִי קוֹדֵם).
Raschi
sie dürfen nicht verkauft werden
Sie dürfen nicht verkauft werden wie ein Sklave verkauft wird, durch Ausrufen: Hier ist ein Sklave zu verkaufen; und man stelle ihn nicht auf den Stein des Marktplatzes.
Raschi
לֹא־תִרְדֶּ֥ה ב֖וֹ בְּפָ֑רֶךְ וְיָרֵ֖אתָ מֵאֱלֹהֶֽיךָ׃
43
43
Du sollst nicht herrschen über ihn mit Härte und fürchte deinen G‑tt.
Du sollst nicht herrschen mit Härte: mit unnötiger Arbeit, um ihn zu demütigen. Sage nicht zu ihm: „Wärme mir diesen Becher“, wenn es nicht nötig ist; „Grabe unter dem Weinstock, bis ich komme“. Vielleicht sagst du, er merkt es nicht, ob es nötig ist oder nicht, und ich sage ihm, es sei nötig. Siehe, diese Sache ist dem Herzen übergeben, darum steht וְיָרֵאתָ „fürchte deinen G‑tt“.
Raschi
וְעַבְדְּךָ֥ וַאֲמָתְךָ֖ אֲשֶׁ֣ר יִהְיוּ־לָ֑ךְ מֵאֵ֣ת הַגּוֹיִ֗ם אֲשֶׁר֙ סְבִיבֹ֣תֵיכֶ֔ם מֵהֶ֥ם תִּקְנ֖וּ עֶ֥בֶד וְאָמָֽה׃
44
44
Aber dein Sklave und deine Sklavin, die du haben wirst von den Völkern, die rund um euch leben, aus ihnen dürft ihr einen Sklaven und eine Sklavin kaufen.
Aber dein Sklave und deine Sklavin, die du haben wirst
Wenn du sagst: Wenn es so ist, durch wen soll ich mich bedienen lassen? Über meinen Sklaven herrsche ich nicht; die Völker besitze ich nicht, da Du mir vorgeschrieben hast (Dew. 20:16) לֹא תְחַיֶּה כָּל נְשָׁמָה „lass keine Seele am Leben“. Wer soll mich bedienen?
מֵאֵת הַגּוֹיִם „von den Völkern“, sie sollen dir zu Sklaven sein.
Raschi
die rund um euch leben
„Rund um euch“, aber nicht im Gebiet eures Landes; denn von ihnen habe Ich gesagt לֹא תְחַיֶּה כָּל נְשָׁמָה „lass keine Seele am Leben“.
Raschi
וְ֠גַם מִבְּנֵ֨י הַתּוֹשָׁבִ֜ים הַגָּרִ֤ים עִמָּכֶם֙ מֵהֶ֣ם תִּקְנ֔וּ וּמִמִּשְׁפַּחְתָּם֙ אֲשֶׁ֣ר עִמָּכֶ֔ם אֲשֶׁ֥ר הוֹלִ֖ידוּ בְּאַרְצְכֶ֑ם וְהָי֥וּ לָכֶ֖ם לַֽאֲחֻזָּֽה׃
45
45
Und auch von den Kindern der Beisassen, die sich bei euch aufhalten, aus ihnen dürft ihr kaufen und aus ihrer Familie, die bei euch ist, die sie in eurem Land geboren haben; sie dürfen euch zum Eigentum bleiben.
Und auch von den Kindern der Beisassen: die von rundum gekommen sind, um in eurem Land sich Frauen [von den sieben Völkern] zu suchen, und denen diese Frauen Kinder geboren haben. In diesem Fall richtet sich der Sohn nach dem Vater und fällt nicht unter die Regel לֹא תְחַיֶּה כָּל נְשָׁמָה „lass keine Seele am Leben“; sondern du darfst ihn wie einen Sklaven kaufen (Kiduschin 67b).
Raschi
aus ihnen dürft ihr kaufen: aus dieser Gruppe dürft ihr Sklaven kaufen.
Raschi
וְהִתְנַחֲלְתֶּ֨ם אֹתָ֜ם לִבְנֵיכֶ֤ם אַחֲרֵיכֶם֙ לָרֶ֣שֶׁת אֲחֻזָּ֔ה לְעֹלָ֖ם בָּהֶ֣ם תַּעֲבֹ֑דוּ וּבְאַ֨חֵיכֶ֤ם בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ אִ֣ישׁ בְּאָחִ֔יו לֹא־תִרְדֶּ֥ה ב֖וֹ בְּפָֽרֶךְ׃ (ס)
46
46
Und ihr dürft sie erwerben für eure Kinder nach euch, sie als Eigentum zu besitzen; auf ewig dürft ihr sie dienen lassen; aber über eure Brüder, die Kinder Israel, einer soll nicht über den anderen mit Strenge herrschen.
Und ihr dürft sie erwerben für eure Kinder
וְהִתְנַחַלְתֶּם אֹתָם לִבְנֵיכֶם „und ihr dürft sie erwerben für eure Kinder“: Erwerbt sie als Besitz für eure Kinder nach euch. Es wäre aber nicht richtig zu erklären הַנְחִילוּם לִבְנֵיכֶם „vererbt sie euren Söhnen“. Denn dann hätte der Vers schreiben müssen וְהִנְחַלְתֶּם אוֹתָם לִבְנֵיכֶם. Aber die Verbform וְהִתְנַחַלְתֶּם ist so wie וְהִתְחַזַּקְתֶּם „erwerbt sie als Besitz“ (Bam. 13:20).
Raschi
einer soll nicht über den anderen
Diese Worte fügen das Oberhaupt über sein Volk und den König über seine Diener hinzu, dass sie nicht mit Härte herrschen.
Raschi