כָּל־חֵ֗רֶם אֲשֶׁ֧ר יָחֳרַ֛ם מִן־הָאָדָ֖ם לֹ֣א יִפָּדֶ֑ה מ֖וֹת יוּמָֽת׃
29
29
Jeder Gebannte, der gebannt wird an Menschen, kann nicht losgekauft werden; er soll getötet werden.
Jeder Gebannte, der gebannt wird an Menschen: Wenn jemand [zum Tod verurteilt wurde und] zur Hinrichtung hinausgeführt wird, und jemand sagt, seine Schätzsumme ist mein Gelübde, so hat er damit nichts gesagt (Erechin 6b).
Raschi
soll getötet werden
Da er zur Hinrichtung geführt, kann er nicht losgekauft werden, denn er hat keinen Wert und keine Schätzsumme mehr.
Raschi
וְכָל־מַעְשַׂ֨ר הָאָ֜רֶץ מִזֶּ֤רַע הָאָ֙רֶץ֙ מִפְּרִ֣י הָעֵ֔ץ לַיהוָ֖ה ה֑וּא קֹ֖דֶשׁ לַֽיהוָֽה׃
30
30
Und alle Zehntabgabe des Landes, von der Saat des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem Ewigen; heilig ist es dem Ewigen.
alle Zehntabgabe des Landes
Der Vers spricht vom Zweiten Ma∙asser (מַעֲשֵׂר שֵׁנִי).
Raschi
von der Saat des Landes: Getreide.
Raschi
von der Frucht der Bäume: Most und Öl.
Raschi
gehört dem Ewigen
Es gehört dem Ewigen, und von Seinem Tisch hat Er dir befohlen, hinaufzugehen und in Jeruschalaim zu essen; wie es heißt (Dew. 14:23) וְאָכַלְתָּ לִפְנֵי ה׳ אֱלֹהֶיךָ … מַעְשַׂר דְּגָנְךָ תִּירֹשְׁךָ „du sollst vor dem Ewigen, deinem G‑tt, essen die Zehntabgabe deines Getreides, deines Mostes“ (Kiduschin 53a).
Raschi
וְאִם־גָּאֹ֥ל יִגְאַ֛ל אִ֖ישׁ מִמַּֽעַשְׂר֑וֹ חֲמִשִׁית֖וֹ יֹסֵ֥ף עָלָֽיו׃
31
31
Und wenn jemand etwas auslösen will von seiner Zehntabgabe, dann lege er dessen Fünftel dazu.
von seiner Zehntabgabe
„Von seiner Zehntabgabe“ und nicht von der Zehntabgabe seines Nächsten; wer die Zehntabgabe (Ma∙asser) seines Nächsten auslöst, fügt kein Fünftel hinzu. Und welche Wirkung hat die Auslösung? Um es an jedem Ort zum Essen erlaubt zu machen, und das Geld bringt man hinauf und isst in Jeruschalaim, wie es heißt (Dew. 14:25) וְנָתַתָּה בַּכָּסֶף „so kann er [den Zweiten Ma∙asser] für Geld auslösen“.
Raschi
וְכָל־מַעְשַׂ֤ר בָּקָר֙ וָצֹ֔אן כֹּ֥ל אֲשֶׁר־יַעֲבֹ֖ר תַּ֣חַת הַשָּׁ֑בֶט הָֽעֲשִׂירִ֕י יִֽהְיֶה־קֹּ֖דֶשׁ לַֽיהוָֽה׃
32
32
Und alle Zehntabgabe von Rind und Kleinvieh, alles, was unter dem Stab durchgeht, das Zehnte sei heilig dem Ewigen.
unter dem Stab
Wenn er kommt, sie zu verzehnten (Ma∙asser), führt er die Tiere durch einen Ausgang hinaus, eins nach dem anderen, und das zehnte schlägt er mit einem in rote Farbe getauchten Stab, damit zu erkennen ist, dass es das zehnte ist. So tut er mit den Lämmern und Kälbern jedes Jahres (Bechorot 58b).
Raschi
sei heilig: dass sein Blut und seine Opferstücke auf dem Altar dargebracht werden; das Fleisch aber wird von den Eigentümern gegessen; denn es wird nicht unter den anderen Gaben für die Kohanim (מַתָּנוֹת כְּהֻנָּה) aufgezählt; auch finden wir nirgends, dass sein Fleisch den Kohanim gegeben wurde.
Raschi
לֹ֧א יְבַקֵּ֛ר בֵּֽין־ט֥וֹב לָרַ֖ע וְלֹ֣א יְמִירֶ֑נּוּ וְאִם־הָמֵ֣ר יְמִירֶ֔נּוּ וְהָֽיָה־ה֧וּא וּתְמוּרָת֛וֹ יִֽהְיֶה־קֹ֖דֶשׁ לֹ֥א יִגָּאֵֽל׃
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33
Er untersuche nicht, ob es gut oder schlecht ist, und vertausche es nicht; wenn er es aber vertauscht, dann soll dasselbe und das dafür Vertauschte heilig sein; es darf nicht ausgelöst werden.
er suche nicht aus: weil steht (Dew. 12:11) וְכֹל מִבְחַר נִדְרֵיכֶם „alles Beste eurer Nedarim (Gelübde)“, hätte ich meinen können, er solle das Schönste aussuchen und herausnehmen; darum steht לֹא יְבַקֵּר בֵּין טוֹב לְרָע „er untersuche nicht, ob es gut oder schlecht ist“. Ob fehlerlos oder fehlerhaft, es ruht Heiligkeit auf ihm; nicht dass das Fehlerhafte dargebracht wird, sondern es wird mit der Vorschrift für den Ma∙asser gegessen und darf nicht geschoren oder zur Arbeit verwendet werden (Bechorot 14b).
Raschi