וְאִם֙ אֶת־שְׂדֵ֣ה מִקְנָת֔וֹ אֲשֶׁ֕ר לֹ֖א מִשְּׂדֵ֣ה אֲחֻזָּת֑וֹ יַקְדִּ֖ישׁ לַֽיהוָֽה׃
22
22
Wenn einer sein gekauftes Feld, das nicht vom Feld seines geerbten Eigentums ist, dem Ewigen heiligt,
Wenn einer sein gekauftes Feld
Es ist ein Unterschied zwischen einem gekauften Feld und einem Feld vom Erbbesitz. Das gekaufte Feld wird im Jowel nicht unter die Kohanim verteilt, weil er es nur bis zum Jowel für heilig erklären kann; denn im Jowel war es bestimmt, aus seiner Hand wieder herauszugehen und zu den Eigentümern zurückzukehren. Wenn er es also auslösen will, löse er es für denselben Schätzwert aus, der für das Feld des Erbbesitzes bestimmt ist. Wenn er es nicht auslöst und der Verwalter des Bet haMikdasch (גִּזְבָּר) verkauft es einem anderen, oder wenn er es auslöst (nicht auslöst), „dann kehrt das Feld im Joweljahr an den zurück, von dem er es gekauft hat“ (Vers 24), der es für heilig erklärt hat.
Und damit du nicht sagest, an den, von dem es der letzte Käufer gekauft hat, das ist an den Verwalter des Bet haMikdasch. Darum muss der Vers sagen לַאֲשֶׁר לוֹ אֲחֻזַּת הָאָרֶץ „dem das geerbte Eigentum des Bodens zusteht“ als Erbschaft von den Vätern, das sind die ersten Eigentümer, die es dem verkauft haben, der es für heilig erklärt hat (Erechin 26a–b).
Raschi
וְכָל־עֶרְכְּךָ֔ יִהְיֶ֖ה בְּשֶׁ֣קֶל הַקֹּ֑דֶשׁ עֶשְׂרִ֥ים גֵּרָ֖ה יִהְיֶ֥ה הַשָּֽׁקֶל׃ (ס)
25
25
Jede deine Schätzung sei in Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel.
Jede Schätzung sei mit dem Schekel des Heiligtums
Jede Schätzsumme, bei der שְׁקָלִים (Schekalim) steht, sei mit dem Schekel des Heiligtums.
Raschi
zwanzig Gera: zwanzig Mea. Soviel war es zuerst. Später fügten sie ein Sechstel dazu. Und unsere Weisen sagen, 6 Mea Silber sind 1 Denar; 24 Mea = 1 Schekel (Bechorot 50a).
Raschi
אַךְ־בְּכ֞וֹר אֲשֶׁר־יְבֻכַּ֤ר לַֽיהוָה֙ בִּבְהֵמָ֔ה לֹֽא־יַקְדִּ֥ישׁ אִ֖ישׁ אֹת֑וֹ אִם־שׁ֣וֹר אִם־שֶׂ֔ה לַֽיהוָ֖ה הֽוּא׃
26
26
Jedoch ein Erstgeborenes, das durch die Erstgeburt dem Ewigen gehört unter dem Vieh, dieses kann niemand für heilig erklären; sei es Ochse oder Lamm, es gehört dem Ewigen.
niemand für heilig erklären: zum Zweck eines anderen Opfers, weil das Erstgeborene ihm nicht gehört.
Raschi
וְאִ֨ם בַּבְּהֵמָ֤ה הַטְּמֵאָה֙ וּפָדָ֣ה בְעֶרְכֶּ֔ךָ וְיָסַ֥ף חֲמִשִׁת֖וֹ עָלָ֑יו וְאִם־לֹ֥א יִגָּאֵ֖ל וְנִמְכַּ֥ר בְּעֶרְכֶּֽךָ׃
27
27
Und wenn vom unreinen Vieh es ist, dann kaufe er es los nach der Schätzsumme und lege dessen Fünftel dazu; wenn es aber nicht ausgelöst wird, dann werde es verkauft nach dieser Schätzung.
wenn vom unreinen Vieh: dieser Vers bezieht sich nicht auf das Erstgeborene. Denn man kann nicht vom Erstgeborenen eines unreinen Tieres sagen, er kaufe es los nach der Schätzsumme. Auch ist nicht der Esel gemeint. Denn die Auslösung für das Erstgeborene des Esels ist nur ein Lamm, und dieses ist eine Gabe für den Kohen und nicht für das Bet haMikdasch. Sondern der Vers bezieht sich auf ein Tier, das für heilig erklärt worden ist. Der obige Vers (11) spricht von der Auslösung eines reinen Tieres, das einen Körperfehler bekommen hat, und hier spricht er von einem, der ein unreines Tier für die Instandhaltung des Tempels (בֶדֶק הַבַּיִת) für heilig erklärt hat (Menachot 101a).
Raschi
kaufe er es los nach der Schätzung: wie es der Kohen abschätzt.
Raschi
wenn es aber nicht ausgelöst wird: durch die Eigentümer,
dann werde es verkauft an andere nach dieser Schätzung.
Raschi
אַךְ־כָּל־חֵ֡רֶם אֲשֶׁ֣ר יַחֲרִם֩ אִ֨ישׁ לַֽיהוָ֜ה מִכָּל־אֲשֶׁר־ל֗וֹ מֵאָדָ֤ם וּבְהֵמָה֙ וּמִשְּׂדֵ֣ה אֲחֻזָּת֔וֹ לֹ֥א יִמָּכֵ֖ר וְלֹ֣א יִגָּאֵ֑ל כָּל־חֵ֕רֶם קֹֽדֶשׁ־קָֽדָשִׁ֥ים ה֖וּא לַיהוָֽה׃
28
28
*Jedoch alles Cherem, das jemand gebannt hat dem Ewigen zu Ehren, von allem, was ihm gehört, von Mensch oder Tier oder vom Feld seines Eigentums soll nicht verkauft und nicht ausgelöst werden; alles Cherem ist hochheilig für den Ewigen.*
*Jedoch alles Cherem***
Darüber bestehen bei unseren Lehrern zwei Meinungen (Erechin 28b). Manche sagen, Cherem ohne weitere Bestimmung gehört dem Tempel, und wie erkläre ich (Bam. 18:14) כָּל חֵרֶם בְּיִשְׂרָאֵל לְךָ יִהְיֶה „alles Cherem in Israel gehöre dir“? Cherem für die Kohanim, wenn er ausdrücklich gesagt hat, dieses gehöre dem Kohen. Und manche sagen, Cherem ohne weiteres gehört dem Kohen.
Raschi
soll nicht verkauft und nicht ausgelöst werden: sondern dem Kohen gegeben werden. Nach den Worten dessen, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört dem Kohen, bezieht sich dieser Vers auf Cherem ohne weiteres. Und nach dem, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört der Instandhaltung des Tempels, bezieht sich dieser Vers auf Cherem für die Kohanim (Erechin 28b). Denn alle stimmen zu, dass es für Cherem der Kohanim keine Auslösung gibt, bevor es in die Hand des Kohen gelangt ist. Aber Cherem für den Tempel wird ausgelöst.
Raschi
alles Cherem ist hochheilig für den Ewigen
Derjenige, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört der Instandhaltung des Tempels, bringt von hier einen Beweis. Und derjenige, der sagt, Cherem ohne weiteres gehört den Kohanim, erklärt, alles Cherem ist hochheilig: das lehrt, dass zu Cherem der Kohanim auch allerheiligste und leichtere Heilige Opfer (קָדְשֵׁי קָדָשִׁים וְקָדָשִׁים קַלִּים) werden können. Und der gibt dem Kohen so viel, wie wir in der Gemara Erechin (28b) lernen. Von einem Neder (נֵדֶר, „Gelübde“, für das er haftet) gibt er den ganzen Wert, und von einer Nedawa (נְדָבָה, Gabe) gibt er den Wert der Wohltat [ein Opfer darbringen zu dürfen].
Raschi
von Mensch: wenn er zum Beispiel seine nichtjüdischen Knechte und Mägde für Cherem erklärt hat.
Raschi