וְאֵת֙ שֵׁ֣ם אַהֲרֹ֔ן תִּכְתֹּ֖ב עַל־מַטֵּ֣ה לֵוִ֑י כִּ֚י מַטֶּ֣ה אֶחָ֔ד לְרֹ֖אשׁ בֵּ֥ית אֲבוֹתָֽם׃
18
18
Und den Namen Aharons schreibe auf den Stab des Stammes Levi; denn ein Stab soll für das Oberhaupt eines jeden Stammes sein.
denn ein Stab
Obwohl Ich sie in zwei Familien geteilt habe, in die Familie der Kohanim und die Familie der Leviim, sind sie dennoch ein gemeinsamer Stamm.
Raschi
וְהִנַּחְתָּ֖ם בְּאֹ֣הֶל מוֹעֵ֑ד לִפְנֵי֙ הָֽעֵד֔וּת אֲשֶׁ֛ר אִוָּעֵ֥ד לָכֶ֖ם שָֽׁמָּה׃
19
19
Und lege die Stäbe nieder im Zelt der Zusammenkunft vor die Bezeugung, wo Ich mit euch zusammenkomme.
Zelt der Zusammenkunft: אֹהֶל מוֹעֵד, das Mischkan.
וְהָיָ֗ה הָאִ֛ישׁ אֲשֶׁ֥ר אֶבְחַר־בּ֖וֹ מַטֵּ֣הוּ יִפְרָ֑ח וַהֲשִׁכֹּתִ֣י מֵֽעָלַ֗י אֶת־תְּלֻנּוֹת֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל אֲשֶׁ֛ר הֵ֥ם מַלִּינִ֖ם עֲלֵיכֶֽם׃
20
20
Und es wird geschehen, der Mann, den ich erwähle, dessen Stab wird blühen und so will Ich das Murren der Kinder Israel um Mich herum, das sie gegen euch erheben, zum Schweigen bringen.
zum Schweigen bringen
Das Wort וַהֲשִׁכֹּתִי bedeutet „zum Schweigen bringen“; so wie im Vers (Ber. 8:1) וַיָּשֹׁכּוּ הַמָּיִם „das Wasser beruhigte sich“; (Est. 7:10) וַחֲמַת הַמֶּלֶךְ שָׁכָכָה „der Zorn der Königs beruhigte sich“.
Raschi
וַיְדַבֵּ֨ר מֹשֶׁ֜ה אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וַיִּתְּנ֣וּ אֵלָ֣יו׀ כָּֽל־נְשִֽׂיאֵיהֶ֡ם מַטֶּה֩ לְנָשִׂ֨יא אֶחָ֜ד מַטֶּ֨ה לְנָשִׂ֤יא אֶחָד֙ לְבֵ֣ית אֲבֹתָ֔ם שְׁנֵ֥ים עָשָׂ֖ר מַטּ֑וֹת וּמַטֵּ֥ה אַהֲרֹ֖ן בְּת֥וֹךְ מַטּוֹתָֽם׃
21
21
Und Mosche sprach zu den Kindern Israel, und es gaben ihm alle ihre Oberhäupter je einen Stab für ein Oberhaupt nach ihren Stammhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aharons war mit unter ihren Stäben.
mit unter ihren Stäben
Mosche legte [Aharons Stab] in die Mitte, damit sie nicht sagen, weil er ihn auf die Seite neben der Schechina gelegt hat, blüht er.
Raschi
weil er ihn auf die Seite neben der Schechina gelegt hat, blüht er: und das sei kein zwingender Beweis, dass G‑tt Aharon und seine Söhne als Kohanim auserwählt hat.
וַיְהִ֣י מִֽמָּחֳרָ֗ת וַיָּבֹ֤א מֹשֶׁה֙ אֶל־אֹ֣הֶל הָעֵד֔וּת וְהִנֵּ֛ה פָּרַ֥ח מַטֵּֽה־אַהֲרֹ֖ן לְבֵ֣ית לֵוִ֑י וַיֹּ֤צֵֽא פֶ֙רַח֙ וַיָּ֣צֵֽץ צִ֔יץ וַיִּגְמֹ֖ל שְׁקֵדִֽים׃
23
23
Und es geschah am anderen Morgen, als Mosche in das Zelt der Bezeugung kam, da siehe! es blühte der Stab von Aharon, der dem Haus Levi angehört; er hatte Blüten hervorgebracht und setzte Früchte an und trug nun Mandeln.
er hatte Blüten hervorgebracht: wie der einfache, wörtliche Sinn ist. [Es bezieht sich auf die erste Stufe des Wachstums, in der der Baum eine Blüte hervorbringt.];
und setzte Früchte an: das ist [die zweite Stufe des Wachstums,] der Fruchtansatz, wenn die Blüte abfällt.
Raschi
trug Mandeln
וַיִּגְמֹל שְׁקֵדִים „trug Mandeln“. Als die Frucht erkennbar war, sah man, dass es Mandeln war.
[Das Wort וַיִּגְמֹל, das für das Entwöhnen eines Kindes gebräuchlich ist, trifft auch auf heranreifende Frucht.] So wie im Vers (Ber. 21:8) וַיִּגְדַּל הַיֶּלֶד וַיִּגָּמַל „das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt“; וַיִּגְמֹל שְׁקֵדִים bedeutet: es waren nun Mandeln gereift. Dieser Ausdruck kommt bei Baumfrüchten vor, wie (Jesch. 18:5) וּבֹסֶר גֹּמֵל יִהְיֶה נִצָּה „und zu einer reifenden Traube wird der Fruchtansatz“.
Und warum Mandeln? Das ist die Frucht, die am schnellsten von allen Früchten blüht. So auch, wer gegen die Kohanim streitet, dessen Strafe kommt rasch, wie wir bei Usija finden (2 Chro. 26:19): וְהַצָּרַעַת זָרְחָה בְמִצְחוֹ „der Aussatz strahlte auf seiner Stirn“. Der Targum sagt וְכַפֵּית שִׁגְדִּין, wie ein Büschel Mandeln zusammen, aneinander angeschlossen.
Raschi
Usija, König von Jehuda, maß sich an, Räucherwerk (Ketoret) auf dem goldenen Altar darzubringen. Die Kohanim erhoben Einspruch, dass dieser Dienst ausschließlich den Kohanim vorbehalten ist und ein Nicht-Kohen ihn nicht ausführen darf. Als König Usija über ihre Worte in Zorn geriet, erschien Aussatz (Zara’at) auf seiner Stirn. Er wurde nie geheilt und blieb bis zu seinem Tod ein Aussätziger (siehe 2 Chro. 26:16–21).