Der tägliche Chumasch-Abschnitt

16. Tamus 5786

Mittwoch, 1. Juli 2026

Heute

Pinchas

4. Alija

(Bamidbar 27:6 – 27:23)

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וַיֹּ֥אמֶר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
6
6
Der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
כֵּ֗ן בְּנ֣וֹת צְלָפְחָד֮ דֹּבְרֹת֒ נָתֹ֨ן תִּתֵּ֤ן לָהֶם֙ אֲחֻזַּ֣ת נַחֲלָ֔ה בְּת֖וֹךְ אֲחֵ֣י אֲבִיהֶ֑ם וְהַֽעֲבַרְתָּ֛ אֶת־נַחֲלַ֥ת אֲבִיהֶ֖ן לָהֶֽן׃
7
7
Die Töchter von Zlofchad haben recht gesprochen. Geben, geben sollst du ihnen Erbbesitz unter den Brüdern ihres Vaters. Du sollst nämlich das Erbe ihres Vaters auf sie übergehen lassen.
Die Töchter von Zlofchad haben recht gesprochen
כֵּן [בְּנוֹת צְלָפְחָד דֹּבְרֹת] bedeutet, wie der Targum sagt יָאוּת „recht (gesprochen)“, [als sage der Ewige,] so steht dieser Abschnitt vor Mir im Himmel geschrieben. Das lehrt, dass ihr Auge sah, was das Auge Mosches nicht gesehen hatte.
Raschi
Die Töchter von Zlofchad haben recht gesprochen
Sie haben schön gefordert. Glücklich ist der Mensch, dessen Worten der Allmächtige zustimmt!
Raschi
Geben, geben sollst du ihnen
נָתֹן תִּתֵּן „geben, geben“, zwei Anteile: den Anteil ihres Vaters [Zlofchad], der zu den aus Mizraim Ausziehenden zählte, und [Zlofchads] Anteil mit seinen Brüdern am Besitz von Chefer. (Bawa Batra 118b)
Raschi
Nach der Meinung (Bawa Batra 117a), das Land Israel sei unter den aus Mizriam Ausziehenden aufgeteilt worden, hatten die Töchter Anspruch auf das ihrem Vater Zlofchad zugeteilte Land sowie auf seinen Anteil an dem Land, das ihrem Großvater Chefer zugeteilt worden war.
Du sollst auf sie übergehen lassen
וְהַעֲבַרְתָּ „übergehen lassen“ ist verwandt mit dem Ausdruck עֶבְרָה „Verärgerung“. [G‑tt ist gleichermaßen verärgert über jemanden wie Zlofchad,] der keinen Sohn zurücklässt, ihn zu beerben (siehe Bawa Batra 116a).
Andere Erklärung: Weil die Tochter den Erbbesitz von einem Stamm zum anderen übergehen lässt, da ihr Sohn und ihr Mann sie beerben. Denn das Verbot (Bam. 36:7) לֹּא תִסֹּב נַחֲלָה „Erbbesitz soll nicht übergehen“, ist nur jener Generation befohlen worden. Ebenso (nächster Vers hier) וְהַעֲבַרְתֶּם אֶת נַחֲלָתוֹ לְבִתּוֹ „dann sollt ihr das Erbe auf seine Tochter übergehen lassen“. Bei allen sagt der Vers „ihr sollt geben“ (וּנְתַתֶּם), nur bei der Tochter sagt er „übergehen lassen“ (וְהַעֲבַרְתֶּם).
Raschi
Verärgerung: Das bezieht sich konkret auf eine Situation, in der der Verstorbene dafür Verantwortung trägt, keinen Sohn gezeugt zu haben, weil er unverheiratet blieb oder, wie im Fall von Zlofchad, durch eine Sünde seinen vorzeitigen Tod herbeiführte, sodass er keinen Sohn mehr zeugen konnte.
Vgl. Jad Rama zu Bawa Batra 116a
וְאֶל־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל תְּדַבֵּ֣ר לֵאמֹ֑ר אִ֣ישׁ כִּֽי־יָמ֗וּת וּבֵן֙ אֵ֣ין ל֔וֹ וְהַֽעֲבַרְתֶּ֥ם אֶת־נַחֲלָת֖וֹ לְבִתּֽוֹ׃
8
8
Und zu den Kindern Israel rede und sprich: Wenn jemand stirbt und er keinen Sohn hat, dann sollt ihr das Erbe des Vaters auf seine Tochter übergehen lassen.
וְאִם־אֵ֥ין ל֖וֹ בַּ֑ת וּנְתַתֶּ֥ם אֶת־נַחֲלָת֖וֹ לְאֶחָיו׃
9
9
Hat er keine Tochter, dann sollt ihr sein Erbe seinen Brüdern geben.
וְאִם־אֵ֥ין ל֖וֹ אַחִ֑ים וּנְתַתֶּ֥ם אֶת־נַחֲלָת֖וֹ לַאֲחֵ֥י אָבִֽיו׃
10
10
Hat er keine Brüder, dann sollt ihr sein Erbe den Brüdern seines Vaters geben.
וְאִם־אֵ֣ין אַחִים֮ לְאָבִיו֒ וּנְתַתֶּ֣ם אֶת־נַחֲלָת֗וֹ לִשְׁאֵר֞וֹ הַקָּרֹ֥ב אֵלָ֛יו מִמִּשְׁפַּחְתּ֖וֹ וְיָרַ֣שׁ אֹתָ֑הּ וְֽהָ֨יְתָ֜ה לִבְנֵ֤י יִשְׂרָאֵל֙ לְחֻקַּ֣ת מִשְׁפָּ֔ט כַּאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה אֶת־מֹשֶֽׁה׃
11
11
Hat sein Vater keine Brüder, dann sollt ihr sein Erbe seinem Blutsverwandten geben, der ihm am nächsten verwandt ist aus seiner Familie, damit er es erbe. Das gelte für die Kinder Israel als Rechtsgesetz, so wie der Ewige Mosche befohlen hat.
seinem Blutsverwandten, der ihm am nächsten ist aus seiner Familie: „Familie“ wird in diesem Zusammenhang nur die Seite des Vaters genannt.
Raschi
וַיֹּ֤אמֶר יְהוָה֙ אֶל־מֹשֶׁ֔ה עֲלֵ֛ה אֶל־הַ֥ר הָעֲבָרִ֖ים הַזֶּ֑ה וּרְאֵה֙ אֶת־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁ֥ר נָתַ֖תִּי לִבְנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
12
12
Und der Ewige sagte zu Mosche: Steige auf diesen Berg Awarim und siehe das Land, das Ich den Kindern Israel gebe.
Steige auf diesen Berg Awarim
Warum schließt sich das hier an? Als der Ewige sagte (Vers 7): „Geben sollst du ihnen Erbbesitz“, sagte Mosche: Der Ewige hat mir befohlen, den Besitz zu verteilen. Vielleicht ist das Verbot aufgehoben, und ich darf ins Land kommen? Da sagte der Ewige: Mein Verbot steht noch.
Andere Erklärung: Als Mosche in das Land der Söhne von Gad und Rëuwen gekommen war, freute er sich und sagte: Es scheint, dass das Gelübde, das [G‑tt] mir bezüglich geleistet hat, aufgehoben ist. [Und so wie es mir erlaubt war, das Gebiet von Gad und Rëuwen zu betreten, wird es mir auch erlaubt sein, den Jarden zu überqueren und das Land Israel selbst zu betreten.]

Das gleicht einem König, der seinem Sohn verboten hatte, den Eingang seines Palastes zu betreten. Der König geht durchs Tor und der Sohn hinter ihm; in den Hof und der Sohn hinter ihm; in die Vorhalle und der Sohn hinter ihm; als er aber das innerste Zimmer betreten möchte, sagt der Vater: Mein Sohn, von hier an und weiter lasse ich dich nicht eintreten (Sifre, Abschn. 134).
Raschi
וְרָאִ֣יתָה אֹתָ֔הּ וְנֶאֱסַפְתָּ֥ אֶל־עַמֶּ֖יךָ גַּם־אָ֑תָּה כַּאֲשֶׁ֥ר נֶאֱסַ֖ף אַהֲרֹ֥ן אָחִֽיךָ׃
13
13
Und wenn du es gesehen hast, dann sollst du zu deinem Volk aufgenommen werden, auch du, so wie dein Bruder Aharon aufgenommen wurde.
so wie dein Bruder Aharon aufgenommen wurde
Von hier geht hervor, dass Mosche sich einen Tod wie Aharon wünschte.
Andere Erklärung: Du bist nicht besser als er. (Dew. 32:51) עַל אֲשֶׁר לֹא קִדַּשְׁתֶּם „weil ihr nicht geheiligt habt“; wenn ihr Mich aber geheiligt hättet, so wäre eure Zeit noch nicht gekommen, zu sterben. Überall, wo die Torah ihren Tod erwähnt, schreibt sie auch ihre Verfehlung (סֻרְחוֹנָם). Weil über die Generation der Wüste verhängt worden war, in der Wüste zu sterben, wegen der Schuld, dass sie nicht vertraut hatten. Darum bat Mosche, dass seine Verfehlung aufgeschrieben werde, damit man nicht sage, auch er gehörte zu den Widerspenstigen. Das gleicht zwei Frauen, die [sündigten und] im Gericht mit Hieben bestraft werden, die eine, weil sie moralisch verdorben war, und die andere, weil sie unreife Feigen des Erlassjahres (פַּגֵּי שְׁבִיעִית) gegessen hatte. So auch hier, überall, wo der Vers ihren Tod erwähnt, erwähnt er ihre Verfehlung, um mitzuteilen, dass nur das eine an ihnen war (Sifre, Abschn. 136, Joma 86b).
Raschi
die eine, weil sie moralisch verdorben war: und sich unsittlich mit einem anderen Mann vergangen hatte. Sie beging Ehebruch, doch lagen die Umstände so, dass sie nur mit Malkot und nicht mit der Todesstrafe bestraft werden durfte.
und die andere, weil sie unreife Feigen des Erlassjahres gegessen hatte: Nur reife Früchte des Schmitta-Jahres dürfen gegessen werden. Der Verzehr von Früchten, bevor sie genießbar sind, gilt als deren Zerstörung, und Früchte mit dem Status der Heiligkeit des Schmitta-Jahres dürfen nicht zerstört werden.
כַּאֲשֶׁר֩ מְרִיתֶ֨ם פִּ֜י בְּמִדְבַּר־צִ֗ן בִּמְרִיבַת֙ הָֽעֵדָ֔ה לְהַקְדִּישֵׁ֥נִי בַמַּ֖יִם לְעֵינֵיהֶ֑ם הֵ֛ם מֵֽי־מְרִיבַ֥ת קָדֵ֖שׁ מִדְבַּר־צִֽן׃
14
14
So wie ihr beide widerspenstig wart gegen Meinen Befehl in der Wüste Zin bei dem Streit der Gemeinde, Mich zu heiligen bei dem Wasser vor ihren Augen. Das ist das Streitwasser von Kadesch in der Wüste Zin.
Das ist das Streitwasser von Kadesch
Nur das, eine andere Schuld war nicht an ihnen. Andere Erklärung: Es waren dieselben Männer, die sich in Marah aufgelehnt hatten, die sich am Schilfmeer aufgelehnt hatten, und die sich jetzt auch in der Wüste Zin auflehnten.
Raschi
וַיְדַבֵּ֣ר מֹשֶׁ֔ה אֶל־יְהוָ֖ה לֵאמֹֽר׃
15
15
Mosche sagte zum Ewigen, wie folgt:
Mosche sagte zum Ewigen
Damit verkündet der Vers das Lob der Zaddikim, die, wenn sie die Welt verlassen, ihre eigenen Angelegenheiten liegen lassen und sich mit den Angelegenheiten der Gemeinde beschäftigen.
Raschi
wie folgt
Mosche sagte zum Ewigen: Antworte mir, ob Du ihnen eine Führungspersönlichkeit einsetzen wirst oder nicht.
Raschi
Mosche zeigte damit seine Besorgnis über diese Angelegenheit und bat G‑tt um Gewissheit, daß dafür Sorge getragen werde.
Gur Arye
יִפְקֹ֣ד יְהוָ֔ה אֱלֹהֵ֥י הָרוּחֹ֖ת לְכָל־בָּשָׂ֑ר אִ֖ישׁ עַל־הָעֵדָֽה׃
16
16
Es setze der Ewige, der G‑tt des Geistes in jedem Körper, einen Mann über die Gemeinde.
Es setze der Ewige … einen Mann über die Gemeinde
Als Mosche hörte, dass der Ewige zu ihm sagte, gib den Erbbesitz der Töchter Zlofchads dessen Töchtern, sagte er, die Stunde ist gekommen, dass ich auch für meine Angelegenheiten bitte, dass meine Söhne meine Würde erben mögen. Da sagte der Ewige zu ihm: So ist nicht von Mir beschlossen worden. Jehoschua ist wert, dass er den Lohn für seinen Dienst erhalte, dass er nicht aus dem Zelt wich [וּמְשָׁרְתוֹ יְהוֹשֻׁעַ בִּן נוּן נַעַר לֹא יָמִישׁ מִתּוֹךְ הָאֹהֶל „sein Diener Jehoschua, Sohn von Nun, ein Jugendlicher, entfernte sich nie aus dem Zelt“, Schem. 33:11]. Das ist, was König Schlomo sagte (Mischle 27:18) נוֹצֵר תְּאֵנָה יֹאכַל פִּרְיָהּ „wer den Feigenbaum hütet, wird seine Frucht essen“.
Raschi
der G‑tt des Geistes
אֱלֹהֵי הָרוּחֹת „G‑tt der Seelen“. Warum steht das? Mosche sagte vor Ihm: Herr der Welt, vor Dir ist der Sinn eines jeden von ihnen offenbar, dass nicht einer dem anderen gleich ist. Setze eine Führungspersönlichkeit über sie ein, der einem jeden von ihnen nach seinem Sinn begegnet.
Raschi
אֲשֶׁר־יֵצֵ֣א לִפְנֵיהֶ֗ם וַאֲשֶׁ֤ר יָבֹא֙ לִפְנֵיהֶ֔ם וַאֲשֶׁ֥ר יוֹצִיאֵ֖ם וַאֲשֶׁ֣ר יְבִיאֵ֑ם וְלֹ֤א תִהְיֶה֙ עֲדַ֣ת יְהוָ֔ה כַּצֹּ֕אן אֲשֶׁ֥ר אֵין־לָהֶ֖ם רֹעֶֽה׃
17
17
Der vor ihnen ausziehe und eingehe, der sie hinausführe und der sie heimbringe, damit die Gemeinde des Ewigen nicht wie eine Herde sei, die keinen Hirten hat.
der vor ihnen ausziehe
Nicht wie die Art der Könige der Völker, die in ihrem Haus bleiben und ihre Heere in den Krieg schicken; sondern wie ich es getan habe, der ich mit Sichon und Og Krieg geführt habe, so heißt es (Bam. 21:34) וַיֹּאמֶר ה׳ אֶל מֹשֶׁה אַל תִּירָא אֹתוֹ „der Ewige sagte zu Mosche: Fürchte dich nicht vor ihm“, und so wie Jehoschua getan hat, wie es heißt (Jesch. 5:13): וַיֵּלֶךְ יְהוֹשֻׁעַ אֵלָיו וַיֹּאמֶר לוֹ הֲלָנוּ אַתָּה וגו׳ „[Es war, als Jehoschua in Jericho war … und sah: Ein Mann stand ihm gegenüber, sein Schwert gezückt in seiner Hand.] Da ging Jehoschua auf ihn zu und sagte zu ihm: ,Stehst du zu uns oder zu unseren Feinden?‘“. Ebenso heißt es bei David (1 Schmu. 18:16), וְכָל יִשְׂרָאֵל וִיהוּדָה אֹהֵב אֶת דָּוִד כִּי הוּא יוֹצֵא וָבָא לִפְנֵיהֶם „Ganz Israel und Jehuda liebte David, weil er vor ihnen auszog und heimkehrte“. Ein Anführer, der an der Spitze auszieht und an der Spitze heimkehrt.
Raschi
der sie hinausführe: durch seine Verdienste; und der sie heimbringe: durch seine Verdienste.
Andere Erklärung: „und der sie heimbringe“, dass Du ihm nicht tust, wie Du mir getan hast, der ich sie nicht ins Land bringen darf.
Raschi
וַיֹּ֨אמֶר יְהוָ֜ה אֶל־מֹשֶׁ֗ה קַח־לְךָ֙ אֶת־יְהוֹשֻׁ֣עַ בִּן־נ֔וּן אִ֖ישׁ אֲשֶׁר־ר֣וּחַ בּ֑וֹ וְסָמַכְתָּ֥ אֶת־יָדְךָ֖ עָלָֽיו׃
18
18
Der Ewige sagte zu Mosche: Nimm dir Jehoschua, Sohn von Nun, einen Mann, in dem Geist ist, und stütze deine Hand auf ihn.
Nimm dir
[Mosche wurde nicht befohlen, Jehoschua in einem körperlichen Sinn „zu nehmen.]
קַח לְךָ „Nimm dir“ im Sinn von, gewinne ihn durch Worte: Glücklich bist du, dass du es bist, der die Kinder des Ewigen führt.
Raschi
Nimm dir: den von dir geprüften, diesen kennst du.
Raschi
in dem Geist ist: wie du gebeten hast (zuvor, Vers 16), der dem Geist jedes Einzelnen entgegenkommen kann.
Raschi
und stütze deine Hand auf ihn
Gib ihm einen, der seine Worte vor dem Volk laut vorträgt (hebr. מְתֻרְגְּמָן, Meturgeman), dass er schon bei deinem Leben das Volk belehren kann. Dann kann man nicht von ihm behaupten, in den Tagen von Mosche durfte er nicht den Kopf erheben.
Raschi
וְהַֽעֲמַדְתָּ֣ אֹת֗וֹ לִפְנֵי֙ אֶלְעָזָ֣ר הַכֹּהֵ֔ן וְלִפְנֵ֖י כָּל־הָעֵדָ֑ה וְצִוִּיתָ֥ה אֹת֖וֹ לְעֵינֵיהֶֽם׃
19
19
Und stelle ihn vor Elasar den Kohen, und vor die ganze Gemeinde und erteile ihm Befehle vor ihren Augen.
und erteile ihm Befehle
וְצִוִּיתָה אֹתוֹ „erteile ihm Befehle“: die Gemeinde Israels betreffend. Du sollst wissen, dass sie Mühe machen, dass sie widerspenstig sind; unter der Bedingung, dass du es tragen willst.
Raschi
וְנָתַתָּ֥ה מֵהֽוֹדְךָ֖ עָלָ֑יו לְמַ֣עַן יִשְׁמְע֔וּ כָּל־עֲדַ֖ת בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
20
20
Und lege von deiner Würde auf ihn, damit ihm die ganze Gemeinde der Kinder Israel gehorche.
Und lege von deiner Würde auf ihn
וְנָתַתָּה מֵהוֹדְךָ עָלָיו „lege von deiner Würde auf ihn“, das ist der Glanz der Haut seines Gesichtes.
Raschi
von deiner Würde
מֵהוֹדְךָ, von deiner Würde, und nicht deine ganze Würde. Daraus ergibt sich für uns die Lehre: Mosches Angesicht war gleich der Sonne, und Jehoschuas Angesicht war gleich dem Mond.
Raschi
damit ihm die ganze Gemeinde der Kinder Israel gehorche: dass sie ihn ehren und fürchten, wie sie es dir getan haben.
Raschi
וְלִפְנֵ֨י אֶלְעָזָ֤ר הַכֹּהֵן֙ יַעֲמֹ֔ד וְשָׁ֥אַל ל֛וֹ בְּמִשְׁפַּ֥ט הָאוּרִ֖ים לִפְנֵ֣י יְהוָ֑ה עַל־פִּ֨יו יֵצְא֜וּ וְעַל־פִּ֣יו יָבֹ֗אוּ ה֛וּא וְכָל־בְּנֵי־יִשְׂרָאֵ֥ל אִתּ֖וֹ וְכָל־הָעֵדָֽה׃
21
21
Und vor Elasar dem Kohen soll er stehen, dass er für ihn nach der Entscheidung der Urim vor dem Ewigen frage; nach dessen Ausspruch sollen sie ausziehen und nach dessen Ausspruch sollen sie heimkehren, er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeinde.
Und vor Elasar dem Kohen soll er stehen
Das ist die Erfüllung deines Wunsches, um den du gebeten hast, indem deine Würde nicht von deinem Vaterhaus fortgenommen wird. Denn selbst Jehoschua wird Elasar brauchen.
Raschi
Denn selbst Jehoschua: Denn selbst Jehoschua, der Anführer des Volkes, wird die Hilfe deines Neffen Elasar benötigen, wenn er die Urim und Tumim befragt.
dass er für ihn frage: wenn er nötig hat, in den Krieg zu ziehen.
Raschi
nach dessen Ausspruch: Elasars.
Raschi
und die ganze Gemeinde: damit ist das Sanhedrin gemeint (Joma 73b).
Raschi
וַיַּ֣עַשׂ מֹשֶׁ֔ה כַּאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה אֹת֑וֹ וַיִּקַּ֣ח אֶת־יְהוֹשֻׁ֗עַ וַיַּֽעֲמִדֵ֙הוּ֙ לִפְנֵי֙ אֶלְעָזָ֣ר הַכֹּהֵ֔ן וְלִפְנֵ֖י כָּל־הָעֵדָֽה׃
22
22
Und Mosche tat, so wie der Ewige ihm befohlen hatte, er nahm Jehoschua und stellte ihn vor Elasar den Kohen, und vor die ganze Gemeinde.
er nahm Jehoschua
Mosche gewann ihn durch Worte und verkündete ihm die Belohnung der Führer Israels in der Kommenden Welt.
Raschi
וַיִּסְמֹ֧ךְ אֶת־יָדָ֛יו עָלָ֖יו וַיְצַוֵּ֑הוּ כַּאֲשֶׁ֛ר דִּבֶּ֥ר יְהוָ֖ה בְּיַד־מֹשֶֽׁה׃
23
23
Und er stützte seine Hände auf ihn und erteilte ihm Befehle, wie der Ewige durch Mosche gesprochen hatte.
Und er stützte seine Hände auf ihn: mit wohlwollendem Auge (בְּעַיִן יָפָה), viel mehr, als ihm befohlen worden war. Denn der Ewige hatte zu ihm gesagt (Vers 18): Stütze deine Hand. Er tat es aber mit seinen beiden Hände und machte ihn wie ein Gefäß, das voll ist und auf das noch gehäuft wird, und füllte ihn mit seiner Weisheit mit wohlwollendem Auge.
Raschi
wie der Ewige gesprochen hatte: auch was die Würde anlangt; er legte von seiner Würde und seinem Glanz auf ihn.
Raschi