וּמִנְחָתָ֔ם סֹ֖לֶת בְּלוּלָ֣ה בַשָּׁ֑מֶן שְׁלֹשָׁ֨ה עֶשְׂרֹנִ֜ים לַפָּ֣ר הָֽאֶחָ֗ד לִשְׁלֹשָׁ֤ה עָשָׂר֙ פָּרִ֔ים שְׁנֵ֤י עֶשְׂרֹנִים֙ לָאַ֣יִל הָֽאֶחָ֔ד לִשְׁנֵ֖י הָאֵילִֽם׃
14
14
Dazu als Mehlopfer aus feinem Mehl, mit Öl vermengt: drei Zehntel für jeden der dreizehn Stiere, zwei Zehntel für jeden der beiden Widder,
וּמִנְחָתָ֣ם וְנִסְכֵּיהֶ֡ם לַ֠פָּרִים לָאֵילִ֧ם וְלַכְּבָשִׂ֛ים בְּמִסְפָּרָ֖ם כַּמִּשְׁפָּֽט׃
18
18
und ihr Mehlopfer und ihre Gussopfer für die Stiere, für die Widder, für die Schafe, nach Zahl und Vorschrift,
und ihr Mehlopfer und ihre Gussopfer für die Stiere
Die Stiere am Sukkotfest sind 70, den 70 Völkern entsprechend. Sie nehmen täglich ab, das ist ein Zeichen des Unterganges für jene. Solange der Tempel stand, schützten sie die Völker vor Leiden.
Raschi
und für die Schafe
Israel entsprechend, das שֶׂה פְזוּרָה „ein verscheuchtes Lamm“ genannt wird (Jirm. 50:17). Die Zahl der täglichen Opfer-Schafe ändert sich nicht und beträgt 98, um die 98 Verwünschungen (קְלָלוֹת) in Paraschat Ki Tawo (Dew. 28:15–68) aufzuheben.
Raschi
beträgt 98: an den sieben Tagen des Sukkotfestes wurden jeweils 14 Schafe dargebracht.
בַּיּוֹם֙ הַשְּׁמִינִ֔י עֲצֶ֖רֶת תִּהְיֶ֣ה לָכֶ֑ם כָּל־מְלֶ֥אכֶת עֲבֹדָ֖ה לֹ֥א תַעֲשֽׂוּ׃
35
35
*Am achten Tag soll euch ein Schlussfest sein, keinerlei Melacha* (Arbeit) dürft ihr ausüben.**
soll euch ein Schlussfest sein
עֲצֶרֶת vom Begriff „zurückhalten“. Haltet euch zurück und übt keine Melacha aus (Chagiga 18a).
Andere Erklärung: עֲצֶרֶת in der Bedeutung, haltet euch zurück und geht noch nicht weg (עִצְרוּ מִלָּצֵאת). Das lehrt, dass noch ein Übernachten vorgeschrieben war.
Der Midrasch sagt (Sukka 55b): Weil sie an allen Tagen des Festes den 70 Völkern entsprechend dargebracht haben und im Begriff sind, wegzugehen, sagt der Ewige zu ihnen: Ich bitte euch, bereitet Mir zu Ehren ein kleines Mahl, damit Ich mich mit euch allein freue.
Raschi
וְהִקְרַבְתֶּ֨ם עֹלָ֜ה אִשֵּׁ֨ה רֵ֤יחַ נִיחֹ֙חַ֙ לַֽיהוָ֔ה פַּ֥ר אֶחָ֖ד אַ֣יִל אֶחָ֑ד כְּבָשִׂ֧ים בְּנֵי־שָׁנָ֛ה שִׁבְעָ֖ה תְּמִימִֽם׃
36
36
Und ihr sollt ein Ganzopfer als Feuergabe von lieblichem Geruch dem Ewigen darbringen: einen Stier, einen Widder und sieben im ersten Jahr stehende Schafe ohne Fehler.
einen Stier, einen Widder: diese entsprechen Israel. „Bleibt noch ein Weilchen bei Mir.“ Es ist ein Ausdruck der Liebe. Wie man Kindern sagt, die sich von ihrem Vater verabschieden, und er sagt zu ihnen: Eure Trennung fällt mir schwer, bleibt noch einen Tag! Das gleicht einem König, der ein Festmahl bereitet hat … wie in der Gemara Sukka (55b) beschrieben wird. Im Midrasch von Rabbi Tanchuma (Abschn. 17) steht, die Torah lehrt eine Lebensregel (דֶּרֶךְ אֶרֶץ): Wer einen Gast hat, soll ihm am ersten Tag gemästetes Geflügel zu essen geben; am nächsten Tag soll er ihm Fisch geben; am nächsten Tag Rindfleisch; am nächsten Tag gebe er ihm Hülsenfrüchte; am nächsten Tag Kohl, immer abnehmend, so wie die Stiere am Sukkotfest.
Raschi
אֵ֛לֶּה תַּעֲשׂ֥וּ לַיהוָ֖ה בְּמוֹעֲדֵיכֶ֑ם לְבַ֨ד מִנִּדְרֵיכֶ֜ם וְנִדְבֹתֵיכֶ֗ם לְעֹלֹֽתֵיכֶם֙ וּלְמִנְחֹ֣תֵיכֶ֔ם וּלְנִסְכֵּיכֶ֖ם וּלְשַׁלְמֵיכֶֽם׃
39
39
Das sollt ihr dem Ewigen an euren Festen darbringen, außer dem, was ihr als Gelübde (Neder) oder als Gabe (Nedawa) an Ganzopfern und Mehlopfern, Gussopfern und Friedensopfern darbringt.
וַיֹּ֥אמֶר מֹשֶׁ֖ה אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל כְּכֹ֛ל אֲשֶׁר־צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה אֶת־מֹשֶֽׁה׃
1
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Und Mosche sprach zu den Kindern Israel, ganz so, wie der Ewige Mosche befohlen hatte.
Und Mosche sprach zu den Kindern Israel: das steht, um den Abschnitt abzuschließen, das sind die Worte von R. Ischmael (Sifre, Abschn. 152). Weil bis dahin die Worte des Ewigen sind und der Abschnitt der Gelübde (פָּרָשַׁת נְדָרִים) mit der Anrede von Mosche beginnt, musste der Vers zuerst unterbrechen und sagen, dass Mosche auch diesen Abschnitt wieder Israel mitteilte. Denn ohne [diesen Vers] hätte man meinen können, dass Mosche ihnen diesen Abschnitt [der Festtage] nicht gesagt hatte, sondern seine Worte mit dem Abschnitt der Gelübde begonnen habe.
Raschi