וַתִּקְרְב֣וּן אֵלַי֮ כֻּלְּכֶם֒ וַתֹּאמְר֗וּ נִשְׁלְחָ֤ה אֲנָשִׁים֙ לְפָנֵ֔ינוּ וְיַחְפְּרוּ־לָ֖נוּ אֶת־הָאָ֑רֶץ וְיָשִׁ֤בוּ אֹתָ֙נוּ֙ דָּבָ֔ר אֶת־הַדֶּ֙רֶךְ֙ אֲשֶׁ֣ר נַעֲלֶה־בָּ֔הּ וְאֵת֙ הֶֽעָרִ֔ים אֲשֶׁ֥ר נָבֹ֖א אֲלֵיהֶֽן׃
22
22
Da tratet ihr alle zu mir hin und sagtet: Wir wollen Männer vorausschicken, die das Land durchforschen, damit sie uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir zu ziehen haben, und über die Städte, zu denen wir kommen werden.
Da tratet ihr alle zu mir hin
וַתִּקְרְבוּן אֵלַי כֻּלְּכֶם „Da tratet ihr alle zu mir hin“, durcheinander. Weiter aber heißt es (Dew. 5:20–21) וַתִּקְרְבוּן אֵלַי כָּל רָאשֵׁי שִׁבְטֵיכֶם וְזִקְנֵיכֶם וַתֹּאמְרוּ הֵן הֶרְאָנוּ „ihr tratet zu mir hin, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten, und ihr sagtet, siehe, es hat uns gezeigt“. Jenes Näherkommen war würdig, die Jungen ehrten die Alten und ließen sie vorgehen, und die Alten ehrten die Oberhäupter und ließen sie vorgehen. Hier aber „tratet ihr alle“ – durcheinander – „zu mir hin“, die Jungen drängten die Alten, und die Alten drängten die Oberhäupter.
Raschi
Weiter aber heißt es: Als Mosche die g‑ttliche Offenbarung am Berg Sinai schildert וַתִּקְרְבוּן אֵלַי כׇּל רָאשֵׁי שִׁבְטֵיכֶם וְזִקְנֵיכֶם „ihr tratet zu mir hin, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten“, וַתֹּאמְרוּ הֵן הֶרְאָנוּ ה׳ אֱלֹהֵינוּ אֶת כְּבֹדוֹ וְאֶת גׇּדְלוֹ וְאֶת קֹלוֹ שָׁמַעְנוּ מִתּוֹךְ הָאֵשׁ וגו׳ „und sagtet: Siehe, es hat uns sehen lassen der Ewige, unser G‑tt, Seine Herrlichkeit und Seine Größe und Seine Stimme haben wir gehört mitten aus dem Feuer …“
damit sie uns Bericht erstatten
וְיָשִׁבוּ אֹתָנוּ דָּבָר „damit sie uns Bericht erstatten“: welche Sprache [die Bevölkerung des Landes Kna’an] spricht.
Raschi
den Weg, auf dem wir zu ziehen haben: es gibt keinen Weg ohne Krümmen.
Raschi
Es scheint selbstverständlich, dass sie den Weg zu den Städten einschlagen müssen, die es zu erobern gilt. Sie wollten jedoch herausfinden, welcher Weg der gerade und am wenigsten gewundene sei.
Gur Arye
die Städte, zu denen wir kommen werden: zu denen wir zuerst kommen werden, um sie einzunehmen.
Raschi
וַיִּיטַ֥ב בְּעֵינַ֖י הַדָּבָ֑ר וָאֶקַּ֤ח מִכֶּם֙ שְׁנֵ֣ים עָשָׂ֣ר אֲנָשִׁ֔ים אִ֥ישׁ אֶחָ֖ד לַשָּֽׁבֶט׃
23
23
Gut in meinen Augen war die Sache, und ich wählte von euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.
Gut in meinen Augen war die Sache: in meinen Augen, aber nicht in den Augen des Ewigen. Wenn es aber Mosche gefallen hatte, warum sprach er darüber in den Zurechtweisungen?
Das gleicht einem Menschen, der zum anderen sagt: Verkaufe mir diesen deinen Esel, und er antwortet: Ja. – Gibst du ihn mir auf Probe? Er antwortet wieder: Ja. – Auch für Berge und Hügel? Er antwortet wieder: Ja. Da der Käufer sieht, dass der andere ihm nichts abschlägt, sagt er sich, er muss ganz sicher sein, dass ich keinen Fehler daran finden werde, und er sagt sofort zu ihm: Nimm dein Geld, ich will ihn nicht mehr prüfen.
Auch ich habe euren Worten zugestimmt, vielleicht werdet ihr davon ablassen, wenn ihr seht, dass ich es nicht verhindere. Aber ihr habt nicht davon abgelassen.
Raschi
und ich wählte von euch: von den Auserwählten von euch, von den Edelsten von euch.
Raschi
zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm: das lehrt, dass der Stamm Levi nicht dazugehörte.
Raschi
Mit Levi wären es dreizehn gewesen, da der Stamm Efraim und auch der Stamm Menasche getrennt zählen.
Misrachi
וַיִּפְנוּ֙ וַיַּעֲל֣וּ הָהָ֔רָה וַיָּבֹ֖אוּ עַד־נַ֣חַל אֶשְׁכֹּ֑ל וַֽיְרַגְּל֖וּ אֹתָֽהּ׃
24
24
Sie wandten sich und zogen auf das Gebirge und kamen bis zum Tal Eschkol, und erkundeten das Land.
bis zum Tal Eschkol
עַד נַחַל אֶשְׁכֹּל „bis zum Tal Eschkol“: das lehrt, dass es nach dem späteren Ereignis von der Torah so genannt wird.
Raschi
nach dem späteren Ereignis: Die Kundschafter „schnitten dort eine Weinranke mit nur einer Traube (eschkol anawim) ab“ (וַיִּכְרְתוּ מִשָּׁם זְמוֹרָה וְאֶשְׁכּוֹל עֲנָבִים אֶחָד, Bam. 13:23).
und erkundeten: das lehrt, dass sie das Land auf vier Linien durchzogen, längs und quer.
Raschi
וַיִּקְח֤וּ בְיָדָם֙ מִפְּרִ֣י הָאָ֔רֶץ וַיּוֹרִ֖דוּ אֵלֵ֑ינוּ וַיָּשִׁ֨בוּ אֹתָ֤נוּ דָבָר֙ וַיֹּ֣אמְר֔וּ טוֹבָ֣ה הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁר־יְהוָ֥ה אֱלֹהֵ֖ינוּ נֹתֵ֥ן לָֽנוּ׃
25
25
Sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hand und brachten sie uns herab, sie erstatteten uns Bericht und sagten: Gut ist das Land, das uns der Ewige, unser G‑tt, geben will.
brachten sie uns herab
וַיּוֹרִדוּ אֵלֵינוּ „brachten sie uns herab“, das lehrt, dass das Land Israel höher als alle Länder ist.
Raschi
und sagten: Gut ist das Land
Wer waren diejenigen, die Gutes darüber aussagten? Jehoschua und Kalew.
Raschi
וְלֹ֥א אֲבִיתֶ֖ם לַעֲלֹ֑ת וַתַּמְר֕וּ אֶת־פִּ֥י יְהוָ֖ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
26
26
Ihr aber wolltet nicht hinaufziehen, ihr habt euch aufgelehnt gegen den Befehl des Ewigen, eures G‑ttes.
ihr habt euch aufgelehnt
וַתַּמְרוּ bedeutet „Auflehnung“, ihr habt euch gegen Sein Wort aufgelehnt.
Raschi
וַתֵּרָגְנ֤וּ בְאָהֳלֵיכֶם֙ וַתֹּ֣אמְר֔וּ בְּשִׂנְאַ֤ת יְהוָה֙ אֹתָ֔נוּ הוֹצִיאָ֖נוּ מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם לָתֵ֥ת אֹתָ֛נוּ בְּיַ֥ד הָאֱמֹרִ֖י לְהַשְׁמִידֵֽנוּ׃
27
27
Ihr habt gemurrt in euren Zelten und gesagt: Weil der Ewige uns hasst, hat Er uns aus dem Land Mizraim geführt, um uns in die Hand der Emorim zu geben und uns zu vernichten.
Ihr habt gemurrt
וַתֵּרָגְנוּ („ihr habt gemurrt“), das ist böse Rede (לָשׁוֹן הָרָע). Ähnlich dem Wort וַתֵּרָגְנוּ finden wir auch (Mischle 18:8) דִּבְרֵי נִרְגָּן „die Worte des Nörglers“, eines Menschen, der böse Rede ausspricht.
Raschi
Weil der Ewige uns hasst
Er aber liebte euch, nur ihr habt Ihn gehasst! Ein Sprichwort sagt, wie du von deinem Freund denkst, so glaubst du, dass er von dir denkt.
Raschi
Weil der Ewige uns hasst, hat Er uns aus dem Land Mizraim geführt
Sein Herausführen geschah aus Hass. Das gleicht einem König aus Fleisch und Blut, der zwei Söhne hat und zwei Felder, ein [künstlich] bewässertes und eines, das auf Regen angewiesen ist. Dem Sohn, den er liebt, gibt er das bewässerte, und dem, den er hasst, gibt er dasjenige, das auf Regen angewiesen ist. Das Land Mizraim wird künstlich bewässert, denn der Nil steigt [über seine Ufer] und tränkt es. Das Land Kna’an aber ist ausschließlich auf natürlichen Regenfall angewiesen. Aus Mizraim hat Er uns geführt, um uns das Land Kna’an zu geben.
Raschi
Das Land, das auf Regen angewiesen ist: Es ist weniger wertvoll, denn es bringt nur dann Ertrag, wenn es Regenfälle gibt; bleiben diese aus, trägt es keinen Ertrag. Ein bewässertes Feld hingegen trägt verlässlich und dauerhaft Früchte.
Chiskuni
Das Land, das auf Regen angewiesen ist: Es ist weniger wertvoll, denn es bringt nur dann Ertrag, wenn es Regenfälle gibt; bleiben diese aus, trägt es keinen Ertrag. Ein bewässertes Feld hingegen trägt verlässlich und dauerhaft Früchte.
Chiskuni
אָנָ֣ה׀ אֲנַ֣חְנוּ עֹלִ֗ים אַחֵינוּ֩ הֵמַ֨סּוּ אֶת־לְבָבֵ֜נוּ לֵאמֹ֗ר עַ֣ם גָּד֤וֹל וָרָם֙ מִמֶּ֔נּוּ עָרִ֛ים גְּדֹלֹ֥ת וּבְצוּרֹ֖ת בַּשָּׁמָ֑יִם וְגַם־בְּנֵ֥י עֲנָקִ֖ים רָאִ֥ינוּ שָֽׁם׃
28
28
Wohin ziehen wir?! Unsere Brüder haben unser Herz weich gemacht mit Furchtsamkeit, sie haben gesagt: Ein Volk, das größer ist und von höherem Wuchs als wir, große und himmelhoch befestigte Städte und sogar Söhne der Anakim haben wir dort gesehen!
große und himmelhoch befestigte Städte
Die Verse wenden auch Ausdrücke an, die nicht wörtlich zu verstehen sind (Chulin 90b).
Raschi
וָאֹמַ֖ר אֲלֵכֶ֑ם לֹא־תַֽעַרְצ֥וּן וְֽלֹא־תִֽירְא֖וּן מֵהֶֽם׃
29
29
Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen.
Erschreckt nicht
לֹא תַעַרְצוּן bedeutet „zerbrechen“, wie der Targum sagt [לָא תִתַּבְרוּן]. Ähnlich im Vers (Ijow 30:6) בַּעֲרוּץ נְחָלִים לִשְׁכֹּן „dass sie im Bruch der Bäche wohnen“, in der von Bächen aufgebrochenen Erde.
Raschi
יְהוָ֤ה אֱלֹֽהֵיכֶם֙ הַהֹלֵ֣ךְ לִפְנֵיכֶ֔ם ה֖וּא יִלָּחֵ֣ם לָכֶ֑ם כְּ֠כֹל אֲשֶׁ֨ר עָשָׂ֧ה אִתְּכֶ֛ם בְּמִצְרַ֖יִם לְעֵינֵיכֶֽם׃
30
30
Der Ewige, euer G‑tt, zieht vor euch her, Er wird für euch kämpfen, ganz so, wie Er es für euch in Mizraim getan hat vor euren Augen,
Er wird für euch kämpfen
יִלָּחֵם לָכֶם hat die Bedeutung בִּשְׁבִילְכֶם „für euch“ „euretwegen“.
Raschi
וּבַמִּדְבָּר֙ אֲשֶׁ֣ר רָאִ֔יתָ אֲשֶׁ֤ר נְשָׂאֲךָ֙ יְהוָ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ כַּאֲשֶׁ֥ר יִשָּׂא־אִ֖ישׁ אֶת־בְּנ֑וֹ בְּכָל־הַדֶּ֙רֶךְ֙ אֲשֶׁ֣ר הֲלַכְתֶּ֔ם עַד־בֹּאֲכֶ֖ם עַד־הַמָּק֥וֹם הַזֶּֽה׃
31
31
und in der Wüste, wo du gesehen hast, wie der Ewige, dein G‑tt, dich getragen hat, so wie ein Vater sein Kind trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gegangen seid, bis ihr an diesen Ort gekommen seid.
und in der Wüste, wo du gesehen hast
Das bezieht sich auf den vorhergehenden Vers כְּכֹל אֲשֶׁר עָשָׂה אִתְּכֶם בְּמִצְרַיִם „ganz so, wie Er es für euch in Mizraim getan hat“ und auch „in der Wüste, die du gesehen hast“, getan hat, dass Er dich trug.
Raschi
wie ein Vater sein Kind trägt
Wie ich bei dem Vers erklärt habe (Schem. 14:19) וַיִּסַּע מַלְאַךְ הָאֱלֹהִים הַהֹלֵךְ לִפְנֵי מַחֲנֵה יִשְׂרָאֵל „da brach der Engel G‑ttes auf, der vor dem Lager Israels gegangen war …“: das gleicht einem Wanderer, vor dem sein Sohn hergeht, und es kommen Räuber, ihn wegzuführen.
Raschi
Das gleicht einem Wanderer, vor dem sein Sohn hergeht; da kommen Räuber, um den Sohn zu entführen – der Vater nimmt ihn vorn weg und stellt ihn hinter sich; da kommt ein Wolf von hinten, und der Vater stellt den Sohn wieder vor sich hin; da kommen Räuber von vorn und Wölfe von hinten – da nimmt der Vater das Kind auf den Arm und wehrt beide ab.
Raschi zu Schemot 14:9
Das gleicht einem Wanderer, vor dem sein Sohn hergeht; da kommen Räuber, um den Sohn zu entführen – der Vater nimmt ihn vorn weg und stellt ihn hinter sich; da kommt ein Wolf von hinten, und der Vater stellt den Sohn wieder vor sich hin; da kommen Räuber von vorn und Wölfe von hinten – da nimmt der Vater das Kind auf den Arm und wehrt beide ab.
Raschi zu Schemot 14:9
וּבַדָּבָ֖ר הַזֶּ֑ה אֵֽינְכֶם֙ מַאֲמִינִ֔ם בַּיהוָ֖ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
32
32
In dieser Sache des g‑ttlichen Versprechens, euch in das Land zu bringen, hattet ihr keinen Glauben an den Ewigen, eurem G‑tt,
Aber in dieser Sache: dass Er euch verspricht, euch in das Land zu bringen, vertraut ihr nicht auf Ihn.
Raschi
הַהֹלֵ֨ךְ לִפְנֵיכֶ֜ם בַּדֶּ֗רֶךְ לָת֥וּר לָכֶ֛ם מָק֖וֹם לַֽחֲנֹֽתְכֶ֑ם בָּאֵ֣שׁ׀ לַ֗יְלָה לַרְאֹֽתְכֶם֙ בַּדֶּ֙רֶךְ֙ אֲשֶׁ֣ר תֵּֽלְכוּ־בָ֔הּ וּבֶעָנָ֖ן יוֹמָֽם׃
33
33
der euch auf dem Weg voranzog, um euch einen Ort zur Lagerstätte zu erspähen, bei Nacht im Feuer, um euch den Weg zu zeigen, den ihr ziehen sollt, und am Tag in der Wolke.
um euch den Weg zu zeigen
Das Wort לַרְאֹתְכֶם ist eine Zusammenziehung des Wortes לְהַרְאוֹתְכֶם „zu zeigen“. Ebenso (Schem. 13:21) לַנְחֹתָם הַדֶּרֶךְ „sie den Weg zu führen“ [statt des Wortes לְהַנְחֹתָם]; ebenso (Teh. 26:7) לַשְׁמִעַ בְּקוֹל תּוֹדָה „Dankesstimmen hören zu lassen“ [statt des Wortes לְהַשְׁמִיעַ]; ebenso (2 Kön. 9:15) לָלֶכֶת לַגִּיד בְּיִזְרְעֶאל „um zu gehen, es in Jisreel zu erzählen“[statt des Wortes לְהַגִּיד].
Raschi
Jisreel: Stadt im Norden Israels, die als prächtige Winterresidenz der Könige aus dem Haus Achaws diente. Schauplatz des Mordes um den Weinberg Nawots (1 Kön. 21:1–29) und des blutigen Thronwechsels durch Jehu (2 Kön. 9).
אִם־יִרְאֶ֥ה אִישׁ֙ בָּאֲנָשִׁ֣ים הָאֵ֔לֶּה הַדּ֥וֹר הָרָ֖ע הַזֶּ֑ה אֵ֚ת הָאָ֣רֶץ הַטּוֹבָ֔ה אֲשֶׁ֣ר נִשְׁבַּ֔עְתִּי לָתֵ֖ת לַאֲבֹתֵיכֶֽם׃
35
35
Nicht einer von diesen Männern, von dieser bösen Generation, soll das gute Land sehen, von dem Ich geschworen habe, es euren Vätern zu geben,
זֽוּלָתִ֞י כָּלֵ֤ב בֶּן־יְפֻנֶּה֙ ה֣וּא יִרְאֶ֔נָּה וְלֽוֹ־אֶתֵּ֧ן אֶת־הָאָ֛רֶץ אֲשֶׁ֥ר דָּֽרַךְ־בָּ֖הּ וּלְבָנָ֑יו יַ֕עַן אֲשֶׁ֥ר מִלֵּ֖א אַחֲרֵ֥י יְהוָֽה׃
36
36
außer Kalew, dem Sohn von Jefune, er soll es sehen und ihm will Ich das Land geben, das er betreten hat, und seinen Kindern, dafür, dass er dem Ewigen mit ganzem Herzen nachgefolgt ist.
das er betreten hat
Das bezieht sich auf Chewron, wie es heißt (Bam. 13:22)
וַיָּבֹא עַד חֶבְרוֹן „er kam nach Chewron“.
Raschi
גַּם־בִּי֙ הִתְאַנַּ֣ף יְהוָ֔ה בִּגְלַלְכֶ֖ם לֵאמֹ֑ר גַּם־אַתָּ֖ה לֹא־תָבֹ֥א שָֽׁם׃
37
37
Auch gegen mich war der Ewige mit Zorn erfüllt euretwegen und sprach: Auch du sollst nicht dorthin kommen!
mit Zorn erfüllt
Das Wort הִתְאַנַּף bedeutet נִתְמַלֵּא רֹגֶז „füllte sich mit Zorn“.
Raschi
Die Wurzel אנף beschreibt „Zorn“. Die einfache Form (Kal) des Verbes lautet אָנַף „wurde zornig [gegen jemanden]“. הִתְאַנַּף ist die Form הִתְפַּעֵל, eine auf das Subjekt selbst bezogene Handlung (reflexiv): füllte sich selbst mit Zorn.
Gur Arye
יְהוֹשֻׁ֤עַ בִּן־נוּן֙ הָעֹמֵ֣ד לְפָנֶ֔יךָ ה֖וּא יָ֣בֹא שָׁ֑מָּה אֹת֣וֹ חַזֵּ֔ק כִּי־ה֖וּא יַנְחִלֶ֥נָּה אֶת־יִשְׂרָאֵֽל׃
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38
Jehoschua, der Sohn von Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen, ihn sollst du stärken, denn er soll es an Israel verteilen.