לֹֽא־תְתַעֵ֣ב אֲדֹמִ֔י כִּ֥י אָחִ֖יךָ ה֑וּא לֹא־תְתַעֵ֣ב מִצְרִ֔י כִּי־גֵ֖ר הָיִ֥יתָ בְאַרְצֽוֹ׃
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Du sollst nicht verabscheuen den Edomi, denn dein Bruder ist er; du sollst nicht verabscheuen den Mizri, denn ein Fremder warst du in seinem Land.
(8—9) Du sollst nicht verabscheuen den Edomi
Du sollst den Edomi nicht ganz verabscheuen, obwohl du Grund dafür hättest, ihn zu verabscheuen, weil er gegen dich mit dem Schwert entgegenzog.
Raschi
du sollst nicht verabscheuen den Mizri
Du sollst den Mizri nicht vollkommen verabscheuen, obwohl sie eure männlichen Neugeborenen in den Fluss warfen. Und warum? Weil sie euch in der Zeit der Not Gastfreundschaft gewährten. Deshalb (nächster Vers): „Kinder, die ihnen geboren werden in der dritten Generation …“ doch [Konvertiten] aus anderen Völkern dürfen sofort in das jüdische Volk einheiraten. Daraus lernst du, dass wer einen Menschen zur Sünde verleitet, ihm mehr schadet, als wenn er ihn tötet. Wenn er ihn tötet, tötet er ihn in dieser Welt. Wenn er ihn aber zur Sünde verleitet, treibt er ihn aus dieser und aus der Kommenden Welt. Darum wurde das Volk Edom, das ihnen mit dem Schwert entgegenkam, nicht verabscheut, und ebenso die Mizrim, die sie versenkten. Jene aber, die sie zur Sünde verleiteten, wurden verabscheut.
Raschi